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Full text of "Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekwissenschaft"

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"p^ir-Lhoic^ 



Neuer Anzeiger 



für 



Bibliographie and Bibliothekwissenschaft;. 



3al|ri)ait9 1882. 



Herausgegeben unter verantwortlicher Redaction 



Yon 



Dr. Julius Petzholdt, 



Konigl. SSehj. Geh. Hofrftth, Bibliothekar Sr. MiUeatüt des Königs Albert ron Sachsen , 
sowie Sr. K9nlgl. Hoheit des Prinzen Georg, Herzogs xn Sachsen etc. etc. 



Dresden, 

G. Schönfeld's Verlagsbuchhandlung. 

1882. 




^' -1, 



-1» ■ * 









^ . - 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie nnd Bibliothekwissenschad. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Januar« 



1882. 



Inhalt: 

Zur Griechischen und Komischen Litteratorgeschichte und ihrer Biblio- 
graphie. Von IL Dittrich. — Schweizerische Schriftsteller. Von A. Schu- 
mann. Vrn. Heinrich Kurz. (Schluss.) — Wie soll man Inkunabeln ver- 
z^dmeu? Von G. Milchsack. — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine 

Bibliographie. 



[L] Zar Griechischen nnd Römischen Litteratnr- 
geschichte nnd ihrer Bibliograpliie*). 

Von H. Dittrich. 

Während man bis Yor Kurzem sich noch mit dem einfachen 
u. Wahrheitsgütreuen Titel einer (xeschichte oder einer Allgemeinen 
Geschichte der Litteratur begnügte u. zufrieden war die Leistungen 
der Menschen für Wissenschaft u. Kunst in möglichster Vollkom- 
menheit darzustellen, spricht man jetzt lieber von einer Weltlitte- 
T'dtai n. hält Vorlesungen über Weltlitteratur. Und doch fehlt es 
Doeh jetzt, besonders für den Orient, an den nöthigen Vorarbeiten, 
Bind noch Massen des Quellenmaterials in Bibliotheken u. Archiven 
Terborgen u. harren vergebens auf Veröffentlichung u. Würdigung. 
Wie tbOricht also ist jenes Reden von einer Weltlitteratur 1 Was 
Dan aber von einer richtigen u.' guten Litteraturgeschichte zufor- 
itm habe, dass sie möglichst vollständig sei, eine genaue u. soweit 
irgend thunlich gründliche u. allseitige Schilderung alles dessen 
.^«be, was die geistig bevorzugten Völker für Wissenschaft u. Kunst 
je leisteten, u. welche Quellen dafür vorhanden sind, das ist wohl 
Jedermann, der sich über das Niveau der Alltäglichkeit erhebt, hin- 
reichend bekannt u. bedarf daher keiner weiteren Auseinandersetzung. 
Unter allen Völkern des Alterthums nehmen bekanntlich die Griechen 
X Römer den ersten Platz ein u. für beide Völker ist denn auch 
bisher wirklich viel gethan worden, um eine möglichst gute Ge- 



*) (S)tie4ifc6e Literatur gefd)id)te in neuer IBeaibcitund )>onDr. Dtubolf 9?icclai 

— 9t. L Die antit« nationale IJiteratur: 1. 2)ie poctifc^e l'iteratur, 2. 2)ie 
ÄtcxAtuT Ux $Tofa; f3t>. II & III. 2)ie na^ciaffifc^e {Literatur: II, 1. ^iltiflo« 
ititi u. bie fiiteratuc M ate^anbiinifc^en 3<^it^Aumd, II, 2. SDie l'itetaiur ber 
iraiifc^en ^tubicnperiobe. III. 2)ie Siteratui bei bojantinifc^en ©tubicnperiobe. 

- IHaäbeburg, *cinti^«bofen. 1873-78. 8^ 4 ÖU. 527 @., 6 Ott. 706 €.; 
5 Sa. 435 6. 9x. n. 21 OHf. 

®ef(bi(^te ber römif(t;cn Siteiatui von Demfelben. !^af. 1881. 8^ 9 'M. 
m a. $r. n. 12 SRC. 

1 



2 Zur Griecbisehen ti. Bömischen Litteratargdschichte. 

schichte ihrer Litteratur zu geben, n. noch täglich arbeiten Tau* 
sende an der Vollendung dieses grossen u. wichtigen Werkes. Diese 
zahlreichen Vorarbeiten verlangen aber auch eine sorgsame Piüfung 
u. eine möglichst vollständige u. nach bestimmten Bubriken über- 
sichtlich zusammengestellte Bibliographie. Gerade dieser Theil ist es, 
der es vollkommen rechtfertigt, wenn hier im Anzeiger eine Bespre- 
chung der neuesten Leistung für die Litteraturgeschichte der Griechen 
u. Römer mitgetheilt wird. 

Abgesehen von F. Passow's Grundzügen der Griechischen u. 
Römischen Litteraturgeschichte (nur Tabellen) vom J. 1816 u. der 
zwar mit bibliographischen Notizen versehenen aber längst ver- 
alteten Harless'schen Introductio u. Brevier Notitia, gab A. Matthiae 
(1815, 1822 u. 1834) in seinem Grundrisse der Geschichte der 
Griechischen u. Römischen Litteratur ebenfalls nur eine auf das 
allergeringste Maass beschränkte Darstellung, allerdings auch mit 
einigen bibliographischen Notizen. Ebenso ungenügend waren Eschen- 
burg's u. Fuhrmann's Litteraturgeschichten u. die für ihre Zeit 
recht verdienstliche Arbeit Groddeck's. Mohnicke's ausgezeichnete (be- 
schichte der Litteratur der Griechen u. Römer (1813) blieb bei den 
Anfängen stehen mit dem 1. Bde u. F. A. Wolfs Vorlesungen waren 
wohl in mancher Beziehung von bedeutendem Einflüsse auf Spätere, 
genügten aber längst nicht mehr. Etwas Ausführlicheres u. auch 
die Bibliographie mehr Berücksichtigendes bot die von Franz, Schwarze 
0. Binder aus dem Französischen übersetzte Geschichte der Grie- 
chischen Litteratur von Scholl in 3 Bden (1828— 1830^ ist aber 
für das Spezielle zu oberflächlich gehalten und jetzt kaum noch 
beachtenswerth. Ebenso wenig genügt das für seine Zeit u. seinen 
Zweck recht brav gearbeitete Handbuch der Griechischen Litteratur- 
geschichte von Petersen ^1834), wie die Arbeiten Rienäcker's u. 
Ficker*s; Ed. Munk*s Geschichte der Griechischen u. Römischen 
Litteratur verfolgt nur Gymnasialzwecke. Neben der immer um- 
fänglicher werdenden Einzelforschung konnten denn auch die an a. 
für sich vorzüglichen Arbeiten Otfr. Müller's u. Th. BergVs (in 
Ersch n. Gruber*s grosser Encyklopädie) nicht genügen, von denen 
jene nur einen Theil des Ganzen behandelt u. diese ebenfalls die 
Philosophie, die exakten Wissenschaften, die Rechtskunde, Medicin 
u. kirchliche Litteratur von sich ausschloss. Ausserdem liessen 
beide Werke die Bibliographie ganz bei Seite liegen u. sind dess- 
halb eigentlich nur halb vollendete Werke zu nennen; denn Jeder, 
der sich über das fQr diesen oder jenen Schriftsteller bisher Ge- 
leistete belehren wollte, musste zu den Mess- u. Hinrichs*scheii 
Bücher -Katalogen, zu Enslin's u. später Engelmann*s Bibliotheca 
classica, wie auch besonders, wenn es möglich war, zu den Hoff- 
mannscben u. Schweiggerschen Bibliographien seine Zuflucht nehmen 
u, war in Bezug auf die beiden letztgenannten allerdings ausge- 



Zar Griechischen u. Römischen Litteraturgeschichte. 8 

zeichneten Werke meist auf die grösseren Bibliotheken angewiesen, 
da sie sich selten im Privatbesitze u. ebenso selten in Gymnasial- 
bibliotheken finden, wo höchstens Brehm's unYollendetes bibliogra- 
phisches Handbuch (1779—1800), Krebs' Handbuch der philologi- 
schen Bücherkunde (1822 — 23; u. etwa noch E. W. Wagner's 
Grundriss der classischen Bibliographie ^840> existirt. Nur für 
die Litteratur der Bömer war durch Bäbr^s grösseres Werk u. 
fiemhardy's besonders in den späteren Auflagen (1872 bereits die 
5.) TenroUkommneten Grundriss der Römischen Litteratur gesorgt, 
wozu in neuester Zeit noch das Werk Yon TeufTel trat. Während 
dessen waren aber, abgesehen von den zahlreichen Einzelforschungen 
m Zeitschriften, besonders den Jahn-Fleckeisenschen Jahrbüchern, 
dem Rheinischen Museum, dem Pbilologus, den verschiedenen Gym- 
natialzeitungen (wozu in neuester Zeit noch Hermes und Bursian's 
infingliche Jahresberichte kamen) u. in Programmen u. Disserta- 
tionen — auch einzelne Zweige der classischen Litteratur, besonders 
der Griechischen, durch die Werke von Welcker, Ulrici, Bode u. 
Beinhardy auf eine hohe Stufe der Forschung u. Darstellung ge- 
bracht, die Philosophie der Griechen durch Zeller ziemlich erschöpfend 
und der Roman von Rhode ausführlich, die Griechisch -Römische 
Beredtaamkeit aber durch Westcrmann's verdienstliche Arbeiten wie 
Sehäfer^s u. Blass' Schriften u. die Periode der Alexandriner nach 
Yorgang von Lehrs u. Ritschi umsichtig behandelt worden. Der 
bibliographische Theil fand zugleich in Müldener*s Bibliotheca phi- 
loltigica u. neuerdings in der mit den Bursianschen Jahresberichten 
verbundenen Bibliotheca philologica classica eine allseitige u. sorg- 
same Berücksichtigung. Aber eine allen diesen Forschungen u. 
Sammlungen entsprechende Darstellung der gesammten Griechischen 
Litteratur war und blieb ein frommer Wunsch; Niemand wagte 
sich viele Jahre hindurch an diese grosse u. doch so noth wendige 
Arbeit, denn Bernhardy's Werk hatte sich allerdings die ganze 
Litteratur der Griechen zur Aufgabe gestellt, auch eine allgemeine 
Uebersicht über den ganzen Verlauf dieser Litteratur im ersten 
Tbeile gegeben, kam aber im speziellen Theile nie über die Poesie 
hinaus. 

Da gab endlich R. Nicolai in den Jahren 1873 — 78 eine 
«Griechische Litteraturgeschichte in neuer Beaibeitung'' und besprach 
alle Theile, nicht bloss die Poesie. Der Verfasser war bereits seit 
1863 als ein tüchtiger Litterarhistorikor bekannt, indem er zu dem 
Ber^k'schen Bruchstücke in der Ersch- u. Grubcrschen Eucyklopädie 
den Schluss oder die Geschichte der Byzantinischen und Mittel- 
griechischen Litteratur hinzufügte und b.ild darauf auch zu dem 
Horrmannschen Leitfaden zur Geschichte der Griechischen Litte- 
ratur das Fehlende veröffentlichte. Während in diesen beiden Werken 
das Bibliographische weggelassen war, wurde von Nikolai in seinem 

1* 



4 Zar Griechischen n. Bömischen Litteraiurgeschichte. 

neuen Werke eine fast alles Erschienene verzeichnende Bibliographie 
hinzugefügt und diese auch möglichst nach bestimmten Rubriken ge- 
ordnet. Zu bedaueiii war nur, dass weder in dem rein litterarischen 
Theile bei der Schilderung der einzelnen Schriftsteller noch in dem 
bibliographischen Theile angegeben wurde, welche Resultate der 
Einzelforschung für das Urtheil des Verfassers massgebend waren 
u. bis zu welchem Jahre die so zerstreuten aber doch grundlegenden 
Forschungen in Ausgaben, Abhandlungen u. kleineren Aufsätzen 
benutzt wurden. Dadurch würde dem Leser wie besonders dem 
Recensenten ein sicheres Urtheil über das als Resultat vom Ver- 
fasser Gegebene leicht ermöglicht worden u. manche Rüge, manche 
Unsicherheit unterblieben sein; denn jetzt finden sich in dem bi- 
bliographischen Theile (dem Verfasser wohl später erst im Allge- 
meinen bekannt gewordene) Schriften von hoher Bedeutung ange- 
führt, die mit dem im litterarischen Theile Gegebenen nicht über- 
einstimmen, ja sogar manchmal in grellem Widerspruche dazu stehen. 
In Bezug auf die Vertheilung und Anordnung des ganzen Stoffes 
hat der Verfasser zum Theil die von Bahr, Bornhardy u. Teuffei 
eingehaltene Sonderung in einen allgemeinen u. einen besonderen 
Theil verlassen u. das Allgemeine je nach Perioden dem Speciellen 
eng angefügt. Hören wir, was er S. 9 zu seiner Rechtfertigung 
sagt: „Das Material der Griechischen Litteratur, das nach Ueber- 
sicht u. Vereinfachung verlangt, widerspricht der Duplicität eines 
Organismus, welchem die eidographische Darstellung entspricht. — 
Eine am Faden der Chronologie durchgeführte Musterung von 
Schriftstellern u. Denkmälern bietet manche Vortheile; den Werth 
einer Litteraturgeschichte besitzt sie nicht, weil sie nur fertige Re- 
sultate des litterarischen Wirkens im statistischen Abrisse sammelt. 
Man wird im Hinblick darauf, dass spätere Erscheinungen, wie die 
Leistungen der jüngeren Sophistik, in Composition u. Dialekt von 
früheren abhängig sind, dass mithin die Einwirkungen des Gleich- 
artigen auf Gleichartiges bestimmter sich äussern als des Gleich- 
zeitigen auf Gleichzeitiges, der Einheit u. Continuität der Gattungen, 
d i. der eidographischen Methode den Vorzug geben. Diesen Weg 
empfiehlt auch die Reinheit des Organismus der Griechischen Na- 
tionallitteratur, welcher die Gliederung u. den Platz jeder echten 
Redegattung u. das Verhältniss der Formen zu den litterarischen 
Objekten sicher nachweist u. lehii;, dass, wenn man von Vorspielen 
u. Ausläufen der Gattungen absieht, die Entwickelung der Litteratur 
ungefähr gleichen Schritt mit der Aufeinanderfolge der Gattungen 
gehalten hat: zuerst das Epos mit der Elegie, dann das Melos, 
zuletzt das Drama, u. auf dem Gebiete der Prosa an erster Stelle 
die Historiographie, weiterhin die Philosophie, endlich die Attische 
Beredtsamkeit. Seit dem Uebergewicht der hellenisirenden Völker 
wurd die Stellung der litterarischen Massen eine andere, die eido- 



Zur Griechischen n. Bömischen Litteraturgeschichte. 5 

graphische DurchfUhrang mithin unausführbar. Hier wird man 
beide Methoden verbindend nach der Verschiedenheit der Denk- n. 
Studienweisen grössere Perioden ansetzen u. innerhalb derselben die 
einzelnen Disciplinen u. Gattungen in synchronistischer Folge be- 
nrtheilen, u. zwar zuerst die Prosa, an ihrer Spitze die Studien der 
Alexandriner in Grammatik u. anderen Theilen der Erudition. 
Gegenüber neu hinzutretenden Fächern bezeugen trübe Mischungen 
Yon Arten u. lückenhafte Bäume, besonders auf den Feldern der 
Poesie, die Zersplitterung u. das allmähliche Ermatten der späteren 
Litteratur auch äusserlich. Ein Gewinn erwächst zuletzt durch 
Vereinfachung der Gattungen, besonders der poetischen in ihren 
ünterabtheilungcn. Hatte doch noch der jüngste Leitfaden die 
Pcesien der Sappho, die als reinster Erguss ihrer ungetheilten Inner- 
lichkeit bei aller Verschiedenheit der Form einheitlich aufgefasst 
sein wullen, auf die litterarischen Fächer moderner Si^hematisirung 
rertheilt u. an nicht weniger als neun Stellen verzeichnet. Bei 
solcher Produktivität muss die Hauptgattung oder das Hauptfach 
entscheiden, worin das Individuum glänzte u. nur die nachclassische 
Zeit, wo im geraden Gegensatze zur nationalen Litteratur der 
Autor auf mehren Gebieten die Kräfte seines Geistes versuchte u., 
wie der Alexandriner Eallimachos in Philologie u. Poesie, Aner- 
kennung fand, gestattet die litterarische Thätigkeit vielseitger Geister 
getrennt zu prüfen. Am einfachsten wird die Gruppirung der Ar- 
beiten der Byzantiner, die weder ein Ausdruck allgemeiner oder 
volksthümlicher noch zünftiger Bildung sind, denn kein vernünftiger 
Darsteller wird den Nachlass eines Michael Psellos oder Joannes 
Tzetzes in Prosa u. Vers in vertheilten Capiteln behandeln." — Im 
Anschluss an diese Worte des Verfassers bemerke ich nun, dass 
nach der Einleitung, in der ich ebenso wie in allen anderen Litte- 
raturgeschichten eine übersichtliche Schilderung des Landes ver- 
misst habe, die z. B. unübertrefflich schön von F. Woermann, Die 
Landschaft in der Kunst der alten Völker etc. (München, Acker- 
mnDn. 1876) auf S. 81 — 88 gegeben wurde, — der erste Theil 
die antiknationale oder klassische Litteratur der Griechen, der zweite 
die nachklassische Litteratur der Alexandrinischen Periode u. der 
Bömischen Studienperiode und der dritte endlich die Litteratur des 
Byxanünischen und Mittelgriechischen Zeitraums umfasst. Als Unter- 
abtheilungen bietet der L Theil 1) den archaischen oder vorberei- 
tenden Zeitraum von den Anfängen Griechischer Kultur bis auf 
Homer c. 950 v. Chr. ; 2) den älteren Zeitraum genialer Produkti- 
vität in den Stämmen von c. 950 — 490 v. Chr. (Epos u.Melos); 
3) den jüngeren Zeitraum geistvoller Schöpferkraft bei den Attikem 
von 490 — 336 v. Chr. (Drama; Prosa: Historiographie mit Geo- 
graphie; Beredtsamkeit; Philosophie; Aristoteles); — der IL Thl. 
1) die Litteratur der Alexandrinischen Periode, a) die prosaische 



T* 



6 Zur Griechischen u. Bömischen Litteraturgeschichte. 

Littcratur : die Philologie u, Erudition ; die Bf'redtsamkeit u. Bhotnrik ; 
die HisWiographie mit Chronologin u. Geographie; die Phil« isophie; 
b) die poetische Litteratur: Epik, Elegie, Drama; — 2) die Litteratur 
der Bömischen Studienperiode, a) die prosaische Litteratur : Gram- 
matik, Musik, Bhetorik u. Sophistik; die Historiographie mit Chro- 
nologie u. Geographie; die Philosophie; b) die poetische Litteratur: 
Epos, elegisches Epigramm ; — der IIL Thl. 1) die prosaische 
Litteratur: Historiographie mit Chronographie, Grammatik, Metrik 
u. Musik, S'phistik u. Bhetorik; Philosophie; 2) die poetische 
Litteratur: Epos, Poesie der Byzantiner; Anthologie. 

Wer sich nicht selbst auf das Speziellste mit der gesammten 
Litteratur eines Volkes vertraut gemacht hat, der kann natürlich 
nur über die Theile der Litteratur ein sicheres Urtheil fallen, mit 
denen er sich dauernd beschäftigte. Die Abschnitte, die mir im L Theile 
am nächsten liegen, Homer, die Tragiker u. Komiker, die Histo- 
riker u. Geographen, habe ich recht brav behandelt gefunden. Dass 
Meinungsverschiedenheiten über Einzelnes, dass theils wohl Ver- 
schreibungen von Namen, theils irrige Jahreszahlen in einem solchen 
Werke vorkommen müssen, weiss jeder Sachverständige, u. desshalb 
das Ganze zu tadeln, wäre höchst anmassend ; hier aber ist wahr- 
lich nicht der Ort, solche Schreib- oder Druckfehler aufzuzählen, 
da das Notiren einzelner sinnlos, aller aber ungehörig u. auch pro- 
blematisch wäre. Im zweiten Theile hat mir das über die Ale- 
xandriner Gesagte u. im dritten die ganze Darstellung dieses bo 
schwierigen Zeitraums ungemein gefallen ; mau sieht deutlich, dass 
der Verfasser mit seinem Stoffe innig vertraut ist u. sich ihm ganz 
u. freudig gewidmet hat. In Bezug auf die Bibliographie ist zu 
bemerken, dass sie sich meist in den Formen hält, wie wir sie aus 
den bisherigen Litteraturgeschichten kennen; die Verleger u. ge- 
legentlich auch das Format sind nicht angegeben (was übrigens son- 
derbar genug auch in der Calvary'schcn Bibliotheca philologica 
classica unterlassen ist). Dass bei der gewaltigen Masse von Titeln 
u. Zahlen theils Schreib- theils Druckfehler vorkommen, ist leicht 
erklärlich; solche Mängel können nur bei einer sorgsam revidirtcn 
zweiten Auflage verschwinden. Auch die Eintheilung der Erläuto- 
rungsschriften muss bei einer neuen Auflage einer sorgsamen Prü- 
fung unterworfen werden. 

Wende ich mich nun zu der allerdings schon früher in Angriff 
genommenen, aber erst nach Abschluss der Griechischen Litteratur- 
geschichte vollständig ausgearbeiteten u. als Schluss des ganzen W^erkes 
erschienenen Geschichte der Bömischen Litteratur, so bietet sie des 
Selbständigen u. Neuen gar Manches, wenn gleich auch sie bei 
manchem Urtheile auf Widerspruch gefasst sein kann, besonders 
bei denen, die sich mit Einzelforschungen beschäftigt haben. Wäh- 
rend Bemhardy nach der Einleitung zunächst die Innere (oder 



Zar Griechischen u. Bömischen Litteratargeschichte. 7 

Allgemeine) Geschichte der Litteratur giebt n. daran die Aeussere 
(i>dfr Spezielle) anschliesst, die erstere aber in drei Perioden scheidet, 
nämlich von 240 v. Chr. bis 14 n. Chr.; von 14 n. Chr. bis 180, 
o. T. 180 — 500, n. dünn noch das Nachleben der Römischen Litte- 
ratnr im Mittelalter schildert, — Teuffei nach dem 1. oder allge- 
meinen oder sachlichen Theile den besonderen oder persönlichen 
sehr ausführlich behandelt n. diesen letzteren in eine Torgeschichte 
bis 240 y. Chr., eine 1. Periode bis 84 v. Chr., eine 2. bis 17 n. 
Chr. TL eine 8. zerlegt, diese bis ins 6. ja 8. Jahrhundert reichen 
llABi 0. nochmals in mehre Abtheilungen zerspaltet, — giebt Nicolai 
aacb hier wie in der Griechischen Litteraturgeschichte den allge- 
meinen TL besonderen Theil eng verbindend nach der Einleitung 
die Vorstufe der Böm. Litt, bis Livius Andronicus also bis 240 
T. Chr. u. bespricht nach Yorangestelltem Inhalte u. Charakteristik 
der geistigen u. litterarischen Kultur dieses Zeitraums zunächst die 
Denkmäler der ältesten Poesie u. dann die der Prosa. In der 1. 
Periode von 240 — 81 v. Chr., der archaischen oder vorbereitenden 
Zeit^ werden in der Geschichte der Poesie das Drama, die Dichter 
der Palliata u. Togata, die Komiker der Atellana, das Epos u. 
endlich die vermischte Poesie (die Satire u. Lucilius) behandelt 
Daran schliesst sich die Geschichte der Prosa u. zwar der Histo- 
riographie, der Beredtsamkeit, der Jurisprudenz u. der Philologie. 
Die 2. Periode von 81 v. Chr. — 14 n. Chr. oder das Jahrhun« 
dart der classischen Litteratur umfasst das Ciceronianische u. Augu- 
steische Zeitalter, u. zwar in dem ersteren die Prosa: Beredtsamkeit, 
Bhetorik, Historiographie, Jurisprudenz, Philologie, Philosophie, u. 
die Poesie: Drama, Epos, Didaktik, Lyrik; in dem zweiten die 
Poesie u. die Prosa: Historiographie, Geographie u. Statistik, Be- 
redtsamkeit, Jurisprudenz u. Grammatik nebst Philologie. — Die 
3. Periode von 14 — 117 n. Chr. bespricht das silberne Zeitalter u. 
hier zunächst die Prosa: die Historiographie, Beredtsamkeit u. 
Bhetorik, Philosophie, Naturwissenschaft, Land- u. Hauswirthschaft, 
Arsneiwissenschaft, Mathematischen Wissenschaften, Jurisprudenz u. 
Sprachwissenschaft. Daran erst schliesst sich die Geschichte der 
Poesie: Satire, Epigramm, Fabel, Idyll, Lehrdichtungen, Drama 
n. Epos. — Auch die 4. Periode, vom Kaiser Hadrian bis au die 
Grenze des 6. Jahrhunderts, oder die Geschichte des Verfalls der 
edeln buchmässigen Sprache bis zum üebergewichte des plebejischen- 
Idioms, behandelt zuerst die Prosa: Bhetorik u. Beredtsamkeit, Bo- 
maiip Geschichtschreibung, Geographie u. Statistik, Land- u. Haus« 
wirthschafb, Medicin, Mathematik u. Kriegswesen, Philosophie, Gram« 
matik n. Erudition, Miscellan- u. encyklopädische Werke u. endlich 
Jurisprudenz. Den Schluss des Ganzen bildet die Geschichte der 
Poesie; Ausonius, die bukolische Lyrik u. Bäthseldichtung, die 
Puiegyriker, Claudianus, die letzten Didaktiker u. das Spruchgedicht. 



S Zar Öriscliiacben u. Bfimiechen Litterito^eBcliiehte. 

Ans dieser möglichst kan gegebenen üeberaicht kann jeder 
Leser, der mit dem Gegenstande etnu vertrant ist n. das Gege- 
bene mit dem von Bernhard; n. Tenffel Geleisteten Tergleicht, sehr 
bald das Eigen thflin liehe dieses nm anglichen Werkes erseheD, 
Als etwas Besonderes ist noch herrorznheben, dass anch auf daa 
Sprachliche in den einzelnen Perioden Rücksicht genommen ist n. 
die Schicksale n. allmählichen Vertoderangen der Sprache neben 
den Leistungen der einzelnen hervorragenden Schriftsteller in den 
Kreis der Untersuchung gezogen werden. Der bibliographische 
Theil ist sehr reich bedacht, n. es gilt in Becug auf ihn dasselbe, 
was ich oben bei der Griechischen Litteratur bemerkte. Wenn es 
am Platze wäre, auf das Einzelne speziell einzugehen, so Hessen 
sich auch hier Differenzen anfahren. Doch dem sei, wie ihm wolle, 
jedenfalls wird der Verfasser selbst, wenn anders er sein Werk lieb 
hat, solche schwache oder verfehlt« Stellen zu entfernen suchen n. 
an der Berichtigung des Einzelnen wie Vervollkommnung des 
Ganzen rflstig fortarbeiten. Vor der Hand freilich liest sich nicht 
lengnen, dass gerade der Theil seines Werkes, der die ROmer be- 
spricht, trotz seiner Verdienstlichkeit einen schweren Stand haben 
mnss in der Concorrenz mit der Bernhardts eben u. besonders der 
Teuffelschen Litteraturgescbichte der Eömer; denn gerade das 
letztere Werk hat sich seit Jahren vollständig eingebürgert n. Alle, 
die sich an dieses gewShnt haben, werden die neue Erscheinung 
missgünstig ansehen, tadeln oder anch ganz onbeacbtet lassen. 
Möge nur der etwas hohe Preis dem Absätze des Werkes u. dem 
Erscheinen einer neuen Auflage nicht hinderlich sein. 



[2.] Scliire)z«rl8Che Schriftsteller. 

Von A. Schumann*). 
(Schlnss.) 

33. Niclasens von W;Ie zehnte Translation, mit einleitenden 
Bemerkungen über dessen Leben und Schritten hrsg. von Dr. Hein- 
rich Kurz. Zugabe zu: Programm der Aargauischen Kantons- 
schule. 1853. Aarao, gedruckt in der H. K. Sauerländor'scben 
Offizin, gr, 4". 32 S. — Dasselbe separat ; Aarau, 1853, Druck 
u. Verlag von Heinrich Üomigius Sauerländer, gr. i°. 1 Bl. 32 S. 

Vgl. Heidelbeiget Jahrbücher der Literatur. 47. Jalirg. 1. Hälfte. 
■|185*.l Nr. 20. H, 305-306 n. Nene Jahrbücher fUr Philologie u. 
Paedagogik. 25. Jahrg. 72. Bd. (185Ö.) 8. 513-517 (Dr. F. Bal- 
. . dunna in Dresden). 

34. Otto von Tnme. In: Germania. Viertoljahrsschrift für 
deutsche Alterthumsknnde. Hrsg. von Franz Pfeiffer. 2. Jahrg. 



*) FoitMlznng von Au. 1881. Nr. 1086. 



Schweizerische Schriftsteller. 9 

Stuttgart. Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhandlung. 1857. 

gr. 8*. 8. 444—445. 

Mitfcheilnng einer Urkunde Qber diesen Minnesanger. 

35. * Katalog der Aargauischen Kantonsbibliothek. Erster 
Theil. Alphabetischer Katalog. Erster — Dritter Band u. Supp- 
lementband. Aarau, 1857—68. Gedruckt bei Eduard Albrecht. 
gr. 8^ 1. Bd.: A— G. 1857 : XL VII u. 716 S. nebst 1 S. Druck- 
fehler u. Zusätze u. 17 S. Reglement Ober Vorwaltung u. Benutzung 
der Kantons-Bibliothek. — 2. Bd.: H— Q. 1860: 2 Bll. 809 S. 
— 3. Bd.: R— Z. 1864: VIII u. 644 S. — Supplmtbd 1868: 

2 EIL 581 S. 

Vgl. Über den 1. Bd.: Naumann's Serapeum. 19. Jahr^. (1858.) 
8.186—191; über den 2. Bd. : Dasselbe. 23. Jahrg. (1862.) S. 283-285: 
über den B. Bd.: Dasselbe. 26. Jahrg. (1865.) S. 380—381. (llle drei 
Recenäonen von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg.) 

36. Janus Cäcilius Frey. Biographische Skizze von Heinrich 
Kurz in Aarau. In: Album des litterarischen Voreins in Bern. 
Bern. Verlag von Harald Blom. 1858. gr. 8®. S. 268—277. 

S. ^3-273 die Biographie; S. 274—277 oin Wiederabdruck des 
seltenen, von Frey ver£uBsten macaronisohen Gedichtes (latein.- franz.) : 
RecitQS veritabilis snper terribili esmeuta paXsanornm de Ruellio. — 
J. C. Frey, philosophisclier u. medizinischer Schriftsteller, war gebürtig 
Ton Kaiseretuhl im Aargan, lehrte als Professor am Collfgium Mon- 
taigu in Paris n. starb daselbst den 1. Augast 1631 an der Pest. 

87. * Die deutsche Schweiz und die Besteigung des Mönchs 
vi>n der Gräfin Dora d Istria. Verbesserte und vermehrte deutsche 
Originalausgabe mit einer biographisch-literarischen Notiz über die 
Verfasserin. Erster — Dritter Band. Zürich, Verlag von Meyer u. 
Zeller. 1858. — • Dasselbe. Zweite verbesserte und vermehrte 
deutsche Original-(Titel-) Ausgabe. Ebda. 1860. 8". 1. Bd.: 
2 BU. XXVIII u. 868 S. — 2. Bd.: 2 Bll. 424 S. — 3. Bd. 
mit dem Bildniss der Verfasserin in Stahlstich: 2 Bll. 315 S. u. 
1 S. Inhalt 

Von Kurz aus dem Französischen übersetzt u. mit der auf dem 

Utel angeführten „Notiz*' (1. Bd. S. I— XXVIII) vermehrt. Ueber 

Dora dlstria, pseudonym für Helene Fürstin Koltzoff-Massalsky, geb. 

Prinzessin Ghika, s. auch den unter Nr. 55 verzeichneten Au&atz 

Ton Kurz. 

38. Aeltere Dichter, Schlacht- und Volkslieder der Schweizer. 
In einer Auswahl hrsg. von Heinrich Kurz. Zürich, Druck u. Ver- 
lag von Friedrich Schulthess. 1860. — Wiederholt: 1866. gr. 16^ 
157 S. 

39. Blumenlese aus den neuem Schweizerischen Dichtem. 
Hrsg. von Heinrich Kurz. 2 Bde. Ebda. 1860. — Wiederholt: 
1866. gr. 16^ 576 u. 550 S. 

40. Schweizerische Erzählungen. Oesammelt und hrsg. von 



10 Schweizerische Schriftsteller. 

Heinrich Kurz. 2 Bde. Ebda. 1860. — Wiederholt: 1866. gr. 16«. 

367 n. 394 S. 

Die unter Nr. 38—40 |?enannten Werke erschienen in Liefemneen 
n als Theile der yon 1859—61 gedruckten „Schweizerischen Volks- 
bibliothek** (im ganzen 24 Bde). Der allgemeine Titel nur auf dem 
Umschlage. Bei der 1866 yeranstalteten neuen Ausgabe wurde bloss 
die Jahrzahl anf dem Titel yerandert. 

41. Leitfaden zur Geschichte der deutschen Literatur yon Hein- 
rich Kurz. Leipzig, Druck und Verlag von B. G. Teubner. 1860. 
gr. 8^ XIV u. 294 S. — Dasselbe. Zweite verbesserte Auflage. 
Ebda. 1865. gr. 8^ XVI u. 307 S. — Dasselbe. 3. verb. 
Aufl. Ebda. 1870. gr. 8^ XVIII u. 319 S. — Dasselbe. 4. 
verb. Aufl. Ebda. 1872. gr. 8^ XVIII u. 328 S. - Dasselbe. 
5. Aufl., nach des Verfassers Tode überarbeitet und erweitert von 
G. Emil Barthel. Ebda. 1878. gr. 8«. XX u. 356 S. 

Vgl. über die 1. Anfl : Zeitschrift für das Gymnat^ialwesen. 16. 
Jahrfif. (1862.) S 721—723 (E. Köpke in Brandenbar^) n. Literar. 
Hand weiser. 1866. Nr. 43. Sp. 118; über die 2. Aufl.: Pädagogischer 
Jahresbericht. 18. Bd. (1866.) S. 167 u. Zeitschrift mr die Österreich. 
Gymnasien. 18. Jahrg. 1867. S. 137—138; über die 3. Anfl.: Literar. 
Handwciser. 1870. Nr. 93 n. d4. Sp. 294 u. Pädagogischer Jahres- 
bericht. 23. Bd. (1872.) S. 258 (Aug. Lüben). 

42. Deutsche Bibliothek. Sammlung seltener Schriften der 
älteren deutschen National-Literatur. Hrsg. und mit Erläuterungen 
versehen von HeinrichEurz. Erster — Zehnter Band. Leipzig, 
Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber. 1862—1867. 8®. (Die 
gesperrten Worte roth gedruckt.) 

1. u. 2. Bd. a. u. d. T.: 

Esopus von Burkard Waldis. Hrsg. und mit Erläuterungen 
versehen von Heinrich Kurz. (Signet) 2 Thle. Ebda. 1862. 
XL VIII u. 422 S.; 3 Bll. 320 u. 230 S. 

Vgl. Pfeiffer's Germania. 7. Bd. (1862.) S. 497—508 (Felix Lieb- 
recht); Unterhaltungen am häaslichen Herd. Hrsg. von Karl Gutzkow. 
3. Folge. 2 Bd. (1862.) Nr. 37. S. 734a— 735a; Literarisches Cen- 
tralblalt für Deutschland. Jahrg. 1862. Nr. 46. Sp. 1018—1019; 
Naumann^s Serapeum. 23. Jahrg. 1863.) S. 268-270 (F. L. Hoffmann). 

3.-6. Bd. a. u. d. T.: 

Hans Jacob Christoffels von Grimmeishausen Simplicianische 
Schriften. Hrsg. und mit Erläuterungen versehen von Heinrich 
Kurz. (Signet.) 4 Thle, Ebda, 1863—1864. 1. Tbl. 1863. 
LXXIV S. 1. Bl. 855 S. — 2. TW. 1863: 2 Bll. 463 S — 
8. Tbl. 1864: XVIII S. 1 Bl. 502 S. — 4. Tbl. 1864: XXXIII 
u. 552 S. 

Vgl. über alle 4 Thle: Pfeiffer's Germania. 10. Jahrg. (1865.) 
S. 246—249 (J. Lanibel); über den 3. u. 4. Tbl.: Gottingische gelehrte 
Anzeigen. 1865. 2. Bd. 37. Stück 8. 1475-1480 (Felix Liebrecht) u. 
Literarisches Centralblatt. Jahrg. 1866. Nr. 25. Sp. 678—679. 

7. Bd. a. u. d. T.: 

Jörg Wickram's BoUwagenbflchlein. Hrsg. und mit Erläu- 



Schweizerische Schriftsteller. 11 

teningen versehen von Heinrich Kurz. (Signet.) Ebda. 1865. 

L u. 252 S. 

Vgl. Pfeiffer's Germania. 10. Jahrg. (1865.) S. 249 - 252 (J. Lamhel) 
n. d- n Aufsatz: ,.Eiiiige Benieiknngen zur deutschen Bibliothek Ton 
Heinrich Kurz*' in: Macrazin für die Literatur des Auslandes. 72. Bd. 
Jo.i bis Dezi-mber 1867. Nr. 31. S. 425b-426a (F. H. — Wort- 
erkläruneen zu .«Esopus", „Courage'S „Springsinsfeld", namentlich aber 
zum Boll wagen büchlein.) 

8.— 10. Bd. a. u. d. T.: 

Johann Fischart's sämmtliche Dichtungen. Hrsg. und mit £r- 

läuterangen versehen von Heinrich Kurz. (Signet.) 3 Thle. 

Ebda. 1866—1867. 1. Thl. 1866: 1 Bl. LIV u. 288 S. — 

2. Thl. 1866: LIV u. 458 S. — 3. Thl. 1867: LXXVIII S. 

1 Bl. 544 S. 

Vgl, über den 1. u. 2. Tlil.: Zeitschrift für die Österreich. Gyrn- 
i!a«i«n. 18. Jahrp. 1867. S. 474—486 (W. Sch-rer); über den 3. Thl.: 
Literarisches Centralblatt. Jahrg. 1868. Nr. 18. 8p. 483—484; über 
alle 3 Thle; Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzt^it. Neue Folge. 

15. Jahrg. 1868. Beilajre Nr. I. Sp. 27 28 (W.) u. Naumann's 
Serapeuiii. 29. Jah'g. (1868.) Nr. 5. S. 44-45. — Vgl. femer die an 
die Kurz*ache Ausgrabe anknüpfenden Artikel: „Johann Fischart** in: 
Magazin für die Literatur des Auslandes. 70. Bd. Juli bis Dezember 
1866. Nr. 41. S. 571b— 572a (Dr. K. in L.) u. „Ein Humorist des 

16. Jahrhunderts. L II.** in: Illustrirtc Zeitung. (Leipzig, J.J.Weber). 
Nr. 1291 vom 28. März 1868. S. 215ab u. Nr. 1292 vom 4. Aprü 
1868. S. 231abc. 

43. Quelle von Fischarts ^Jesuitenhütlein'. In: Archiv für 

das Studium der neueren Sprachen. Hrsg. von Ludwig Herrig. 

XVL Jahrg., 34. Bd. Braunschweig, George Westermann. 1863. 

gr. 8^. S. 61—78. 

Nachgewiesen in einem o. 0. u. J. (1576) erschienenen Französischen 
Gedichte: „Bla^on. l^trende et descriptinn uu Bonnet Carrc*', das 1578 
(„Lyon, pnr Pi«»rre Bazart, au Port St. Gtorges**) von neuem aufirelefirt 
vruitle. Wiederabgedruckt in: „Deutsche Bibliothek" (s. oben Nr. 42) 
9. Bd. (1866.) S. XXXV-XLH. 

44. Ueber Walthers von der Vogelweide Herkunft und Heimat 
von Dr. Heinrich Kurz. Aarau, gedruckt bei Heinrich Bcmigius 
Sauerländer. 1868. (Zugabe zu: Programm der Aargauischen Kan- 

tonsschnle. 1863.) gr. 4^ 24 S. 

Vgl. Literar. Handweistr. 1864. Nr. 29. 8p. 378. 

45. Deutsche Dichter und Prosaisten von der Mitte des 15. 
Jahrhunderts bis auf unsere Zeit nach ihrem Leben und Wirken 
geschildert. Erste Abtheilung. Von Heinrich Kurz. Mit 14 Por- 
trat« (in Holz sehn.). Leipzig. Verlag von B. G. Teubner. 
1863. — Zweite Abtheilung. Dritter Band. Von Heinrich Kurz. 
Mit 16 Porträts (in Holzschn.). Ebda. 1865. — Wieder- 
holt mit dem etwas veränderten Titel: Deutsche Dichter 
und Prosaisten — geschildert von Heinrich Kurz und Dr. Friedrich 
Paldamns. Erster u. Dritter Band. Mit 80 Portraits und Fac- 



12 Schweizerische Schriftsteller. 

similes. Neue (Titel-) Ausgabe. Leipzig, 1867. Verlag von 

Louis Zander, gr. 16®. 2 BU. 698 S. u. 1 S. LihaltsYerzeichniss; 

1 Bl. 645 S. n. 1 S. Inhaltsverzeichniss. 

1. Abthl. (bozw. 1. Bd.): Niklas von Wyle. Heinr. Steinhöwel. 
Albr. von Ejb (mit Portrait). Job. Geiler von Kaisersberg (m. Portr.). 
Sebastian Brant (ro. Portr.). Thomas Murner (m. Portr.). Martin 
Luther (m. Portr.). Barkard Waldis. Sebastian Franck. Aegidius 
Tschudi (m. Portr.). Hans Sachs (m. Portr.). Job. Fischart (m. Portr.). 
Friedr. Spee. Martin Opitz (m. Portr.). Job. Valent. Andrea (m. 
Portr.). Job. Lauremberg. Friedr. von Logau. Paul Fleming (ro. 
Portr.). Andreas Gryphius (m. Portr.). Hans Jak. Christoffel von 
Grimmelshauscn. — 2. Abthl. (bezw. 3. Bd.): Chm Fürcbtegott Geliert 
(m. Portr.). Gottlieb Wilh. Rabener (m. Portr.). Job. Elias Schlegel. 
Abr. Gotthelf E^astner (m. Portr.). Ewald Chm von Kleist (m. Portr.), 
Chm Felix Weisse (m. Portr.). Job. Ludw. Gleim (m. Portr.). Job. 
P* ter Uz (m. Portr.). Anna Louise Earschin (m. Portr.). Just Friedr. 
Wilh. Zachariä. Karl Wilh. Ramler (mit Portr.). Moses Mendelssohn 
(m. Portr.). Chrnh Friedr. Nicolai (m. Portr.). Jac. Michael Rein- 
hold Lenz. Theoa. Gottlieb von Hippel (m, Portr.). Job. Jac. Wilh. 
Hcinse (m. Portr.). Moritz Aug. von Thümmel (m. Portr.). Aug. 
Friedr. Ferd. von Kotzebue (mit Portr,). Jean Paul Friedr. Richter 
(m. Portr.). — Bd. 2 u. 4, verfasst von Friedr. Paldamus (unter Mit- 
wirkung von Dr. Wilh. Stricker in Fi*ankfurt a. M.), enthalten je 22 
u. 14 Dichter u. Prosaisten des 18. Jahrhunderts. — Vgl. fiber die 1. 
Abthl. : Pädagogischer Jahresbericht. 16. Bd. (1864.) S. 126. 

46. Das Verainswesen in der Schweiz. In: Internationale 
Revue. Monatschrift für das gcsammte geistige Leben und Streben 
der ausserdeutschen Culturwelt. L Bd. 1866. Juli bis December. 
Wien, Arnold Hilberg's Verlag. Lex. 8*». S. 21a— 37b. Dazu 
S. 38—41: Beilage I-V (5 Tabellen.) 

47. Das Schulwesen in der Schweiz. Ebda. S. 735a — 745b 
n. 890a— 903b, 

48. Bibliothek ausländischer Klassiker in deutscher Ueber- 
tragung. Ebda. U. Bd. 1867. Januar bis Juni. S. 880a— 891b. 

Bespricht nach einem kurzen Blick auf die Geschichte der Deut- 
schen Üebersetzungslitteratur die vom Bibliofrrapbischen Institute in 
Hildburghaosen (Leipzig) herausgegebene „Bibliothek ausländischer 
Klassiker.'' 

49. Correspondenz Napoleons L Ebda. IV. Bd, 1868. Januar 
bis Juni. S. 33a -44b. 

Ueber die ».Correspondance de Napoleon L, publik par ordre de 
Tempereur Napoleon lll." Tome I — aXXII. Paris, Imprimerie Im- 
periale. 1858—69. gr. in 4«. 

50. Ausgewählte Correspondenz Napoleons I. Mit Ermächtigung 
der zur Veröffentlichung derselben bestellten Staatscommission aus 
dem Französischen übersetzt von Heinrich Kurz. 3 Bde. Hildburg- 
hausen. Verlag des Bibliographischen Instituts. 1868. 8®. XII 
u. 505 S.; VIII u. 503 S.; XI u. 500 S. 

51. Schillers sämmtliche Werke. Kritische Ausgabe von Hein- 
rich Kurz. 9 Bde. Hildburghausen. Verlag des Bibliographischen 



Schweizerische Schriftsteller. 18 

Institate. 1868 (eigentl. 1867>-1870. 80. 1. Bd. 1868: VIII 
ü. 517 S.; 2. Bd. 1868: 505 S. u. 1 S. Inhalt; 3. Bd. 1868: 
518 S. n. 1 S. Inhalt; 4. Bd. 1869: 474 S. u. 1 S. Inhalt; 
5. Bd. 1869: 479 S. u. 1 S. Inhalt; 6. Bd. 1869: 530 S. u. 1 S. 
Inhalt; 7. Bd. 1870: 609 S. u. 1 8. Inhalt; 8. Bd. 1870: 607 S.; 

9. Bd. 1870: 787 S. 

Vgl über die 1. Liefernng. (Bd. I. Bogen 1—10. Gedichte): Göt- 
tingische gelehrte Anzeigen. 1868. 1, Bd. 16. Stück. S. 609—621 
(K. Goedeke). Dagecren erschien eine ..Erwiderung" von Heinr. Enrz 
anf dem Umschlag (S. 1 — 4) der 5. Lief, obiger Ausgabe (1868). 

52. Bibliothek der Deutschen Nationalliteratur. Hrsg. Yon 
Heinrich Kurz. (35 Bde.) Hildburghausen. Verlag des Biblio- 
graphischen Instituts. 1868 (eigentl. 1867) — 1872. 8^. 

a. Goethes Werke. 12 Bdo. Ebda. 1868(67)— 1869. 1. Bd. 
1868 (1867—68): XL u. 623 S.; 2. Bd. 1868: 512 S.; 3. Bd. 
1868: 533 S. u. 1 S. Inhalt; 4. Bd. 1868: 523 S. u. 1 S. In- 
halt; 5. Bd. 1868: 783 S. u. 1 S. Inhalt; 6. Bd. 1868: 422 S. 
n. 1 S. Inhalt; 7. Bd. 1868: 521 S. u. 1 S. Inhalt; 8. Bd. 1868: 
590 S. n. 1 S. Inhalt; 9. Bd. 1868: 721 S. u. 1 S. Inhalt; 

10. Bd. 1869: 528 S.; 11. Bd. 1869: 607 S. u. 1 S. Inhalt; 
12. Bd. 1869: 779 S. 

V^L: „Die Eurz*sche Ausgabe von Gothe's Werken*' in: Magacin 
ftlr die Literatur des Auslandes. 75. Bd. Januar bis Juni 1869. Nr. 18. 
a 258ab (Z.). 

b. Schillers Werke. 6 Bde. Ebda. 1868—1869. 1. Bd. 1868: 
2 BIL 622 S.; 2. Bd. 1868: XX, 624 S. u. 1 S. Inhalt; 3. Bd. 
1868: 2 Bll. 775 S. n. 1 S. Inhalt; 4. Bd. 1868: 2 Bll. 592 S. 
u« 1 S. Inhalt; 5. Bd. 1869: 552 S. u. 1 S. Inhalt; 6. Bd. 1869: 
563 S. u. 1 S. Inhalt 

c. Heinrich y. Kleists gesammelte Werke. 2 Bde. Ebda. 1868. 
XVI u. 372 S.; 470 S. u. 1 S. Inhalt. 

d. Chamissos Werke. 2 Bde. Ebda. 1869. 464 S.; 456 S. 
Vgl. den an die Eurz*8che Ausgabe anknüpfenden Aufsatz: ,^dal- 

bert von Chamisso*' in: Magazin für die Literatur des Auslandes. 
76. Bd. Juli bis Dezember 1869. Nr. 83. S. 475a— 476a (Dr. Z.). 

e. Lessings Werke. 4 Bde. Ebda. 1869—1870. 1. Bd. 1869: 
515 S.; 2. Bd. 1869: 446 S. n. 1 S. Inhalt; 3. Bd. 1869: 
681 S. n. 1 S. Inhalt; 4. Bd. 1870: 831 S. 

f. Ausgewählte Werke von E. T. A. Hoffmann. 2 Bde. Ebda. 
1870. 435 S. u. 1 S. Inhalt; 452 8. n. 1 S. Inhalt. 

g. Ausgewählte Werke von Chr. M. Wieland. 3 Bde. Ebda. 
1870. XXVIII, 447 S. u. 1 S. Inhalt; 444 S. u. 1 S. Inhalt; 
466 S. n. 1 S. Inhalt. 

h. Ausgewählte Werke von Job. Gottfr. Herder. 4 Bde. Ebda. 
1871 (eigentl 1871—72). 1. Bd. 1871: 478 S.; 2. Bd. 1871: 
531 S.; 3. Bd. 1871: 723 S.; 4. Bd. 1871(— 72): 650 S. 



14 ScbweiieriBohe Schriftatall«?. 

53. Goethes sämmtlicfae Qedichta Kritische Textrevisioo von 
H. Kurz. 2 Bde. Hildburghausen. Verlag des Bibliograpbischen 
InStitntB. 1869. 8". XIV o. 588 S.; X n. 498 S. (eigentl. 494, 
da die Zahlung gleich mit 5 l>e^iuit). 

54. * Politische Geschichte der P&pate tod P. Lanfrey, Ge- 
sandten der französischen Bepublik bei der schweizerischen Eid- 
genossenschaft. Nach der neuesten Ausgabe mit Brmächtigang des 
Verfassers ans dem Französischen fibersetzt. Bern. Druck und 
Verlag von K. J. Wjss. 1872. 8". VIH u. 595 S. 

55. Die Gräfin Dora d'Istria. In: Der Salon tUr Literatur, 
Knnst und Oesellschaft. Hrsg. von Jul. Rodenberg. Bd. X. Ver- 
lag von A. H. Pajne. Leipzitr. (1872.) gr. 8". S. 157—164. 
(Uit d. lithogr. Bildn. der Dora d'Istria), 

a oben Nr. 87. 

56. Die deutsche Literatur im Elsass. In: „Ffir's deutsche 
Reich!" (s. oben Nr. IV.) S. 105 — 149. — Dasselbe separat. 
(1.) n. 2. unveränderte Äoflage. Berlin. Verlag von Faul Gerh. 
Heinersdorf. 1874. gr. 8". 47 S. 

Vgl: Ueber Land n. Meer. Bd. 33 {1874-)1875. Kr. 2. S. 27». 

57. Emmy von Dincklage. Ebda. Bd. I. 1873. S. 727—732. 
(Hit d. lithogr. Bildn. der Dincklage.) 

Handelt Qber das Leben q. Behuf tatelleriache Wirken dieser Dame. 
Femer erschienen Beiträge van Eutz (LitteratuTgeschichtüchea, 
Anzeigen u. Becensionen), meist ohne Nennung seines Namens, in 
mehren Zeitschriften, von denen die namhaftesten sind: Jahrbücher 
för wisaenschafUiche Kritik (1830. Nr. 32—34. Sp. 255—270; 
Heng Tsea vel Mencium etc., ed. Stanisl. Julien. Lutet. Paria. 
1824 — 30. 4 Hefte Text u. 4 Helle Uebersetzung) , H^iger's 
Pädagogische Bevue (4. Bd. 1842. S. 43—51 u. 315-323: drei 
Becensionen, unterzeichnet: Dr. E — z), Blätter fflr literarische 
Unterhaltung (seit 1843), Allgemeine Scbul-Zeitung (1844 — 46), 
St. Galler-Blätter fDr häualiche Unterhaltung n. literarische Uit- 
tbeilungen (1853—1857), Heidelberger Jahrbücher der Literatur 
(1858. Nr. 5. S. 76—80: Carl Mayer, Nach dem Saciamento. 
Aarau, Saneriänder. 1858), lUustrirte Zeitung (Nr. 886 vom 23. Jnni 
1S60. Nr. 451b— 452c: Die Gräfin Dora dlstria n. ihr neuestes 
Werk. I.). 

Ea sollte eigentlich nicht erat d<^r Erinnerang bedürften, daw der 
Litterarhisturiker Hi^inrich Earz mit dem Dichter, Kovuilii-teu a. 
ü.ber»tzer Hermann Knri (t 11. Okt. 1873 zu Tübingen) nicht m 
Tcrwerhs' In ist Und doch werden in an tiqu arieeben Extalngi^n die 
Sc^^riften B iJer nur zn hänf!:.' bunt darchcintiiidfr tiewirrt, Dasa aber 
auch gelvhre Leute äeh di< ser Ver Wechsel untr schuldig nia^h'-n, be- 
Z'-uiren die ,.Ni-uen Jahrbücher für Pliil logie n. Pädagogik" [43. Jahrg. 
108 Bd. (1873.) ä. 208J, in denen Heinrich Kurz bei Anlass seim'S 
Todes als „Dicliter u, Litterarbistoriker" angefahrt wird. 



Wie soll man Inknnabeln verzeichnen? 



15 



[8.] Wie soll man Inkanabeln yerzeiehnen! 

Es ist sehr zu bedaaem, dass die Verfügung des Prenssischen 
Kultusministers, welche die Katalogisirung der Gymuasialbiblio- 
theken etc. anordnete, nicht zugleich auch genaue Bestimmungen 
darüber enthielt, in welcher Weise die Verzeichnung namentlich älterer 
und seltener Bücher geschehen solle. Wären diese Arbeiten sodann 
der einhdtlichen Leitung eines geschulten und gewissenhaften Biblio- 
thekars unterstellt worden, welcher in zweifelhaften fällen mit Bath 
und That geholfen, die strengste Befolgung der gegebenen Vor- 
schriften überwacht und die Manuskripte vor der Drucklegung re- 
digirt hätte, so besässen wir heute nicht allein eine oberflächliche 
Kenntniss von den in vielen dieser Bibliotheken enthaltenen Schätzen, 
sondern zugleich auch höchst werthvoUe Vorarbeiten für die noch 
80 sehr im Argen liegende Bibliographie des 15. und ganz be- 
sonders des 16. und 17. Jahrhunderts. Vielleicht ist es auch heute 
noch nicht zu spät, auf diesen Punkt die Aufmerksamkeit zu lenken; 
eine ziemliche Anzahl dieser neuen Aufnahmen von Schulbibliotheken 
steht in den Programmen der nächsten Jahre wohl noch zu er- 
warten. 

Ueber die Katalogisirung neuerer Bücher ist es, zumal an 
dieser Stelle, kaum nothwendig, etwas zu eagen. Diese bieten nur 
in selteneren Fällen Schwierigkeiten und unterlaufende Fehler sind 
aller Orten leicht zu verbessern. Solchen, die die bibliographische 
Technik nicht durch praktische Beschäftigung an einer Bibliothek 
zu erlernen Gelegenheit gehabt haben, bieten die von Barack spe- 
ziell für die Beamten der Strassburger üniversitäts- und Landes- 
Bibliothek verfassten „Begeln'* eine vortreffliche Unterweisung. Um 
so mehr aber scheint es geboten, einmal die Grundsätze zu er- 
örtern, welche bei der Beschreibung älterer Drucke, namentlich 
bei Wiegendrucken zur Anwendung gebracht werden sollen, denn 
hierüber gehen die Meinungen allem Anschein nach auch in den 
bibliothekarischen Kreisen noch sehr weit auseinander. Ein paar 
Beispiele aus den beiden hervorragendsten bibliographischen Pub- 
likationen der jüngsten Zeit von Scherrer und Steiff und den beiden 
bedeutendsten und gebrauchtesten älteren bibliographischen Werken 
von Panzer und Hain mögen dies zeigen. 



Panzer, Annal. typ. III, 55,6: 

6. (Gabrielis Biel) Sacri ca- 
nonis miffe Expofitio in alma 
vniverfitate Tvwingend ordinarie 
lecta. In ßne: Finem cepit hec 
facri canonis miCTe lectura in 
alma vniverfitate Tubingen. An- 
no domini 1488. quarta nouem- 



Hain, Bepert. typ. no. 8179: 

* 8179. F. la tit: 

Sacri canonis || miffe Expofi || 
tio in alma vniuerfi- || täte Tü- 
wingefi (I ordinarie || lecta. F, 2a 
(c.ßgn, a 2) : Sacri canonis || mif- 
fe expofitio refolutiffima. littera || 
lis ac miftica. etc. F. 4a: Lee- 



16 



Wie soll man lobmabeln verzeichnen? 



bris nißi deniqve eCt atque reui- 
Ta : et cum prothotipo aorcultata 
opera Wendelini fteinbach facre 
theologie profeCT. in prefato gym- 
naClo lectoris ordinarii, Ticqua ac- 
curate elimata (lon^ amplius 
quam prior euaferit impreCTtira 
fcU. Kentlingae 1488) librari- 
orum caracterifatione in lucem 
prodiit Expmßs JWdmci 
mei/nberffer in vtffUia fancH 
Andree. Anno dni. 1499 etc. 
Sequitur Epigr. Heiir. Bebelii 
ad Sacerdotes. Epißola Wendel. 
Steinbacbil ad Frid. Mejnberger 
(in qna Bibliotbecarias Tubin- 
geutia andil). Begiftnun. fol. 

Maitt. p, 493. ad. ann. 1488. 

male. Mectiue ad ann. 1499. 

p. 691. Loire Ind. U. p. 247. 

Bibl. P. Nor. Omißt Zapfiua. 



Üo. I. A. F. 320h: Finem co- 
pit bec (kcri canonis miffe lec- 
tnra || in alma Tniuerütate Tu- 
bingii Anno domini || 1488. quar- 
ta novebris Uira deniqj eFt atqj 
I reuifa. et cü p[ro] thotipo auf- 
cultata. opfer]a et Incu- j| bratöe 
Tednla Eximij viri wedelini ftein- 
bacb II Tacre tbeologie proferTj. 
in p[r6]fato gymnaXio le- [1 cto- 
rts ordinarij. Cicqi accurate eli- 
mata (löge ampli, quam p[ri]or 
euarerit imp[re]rrara)librario[ram] 
Ca- II racteriratiöe in Ince p[ro] 
dijt. Eipenris Friderici [1 meyn- 
berger in vigilia Tancti Andree. 
Anno II dni. 1499 etc. F. 321a 
poft B. Bebel Jußtnpm. epi- 
gramma de utUitate et ne- 
cefßtaU operis et post Wmde- 
lini Stainbach ep. ad Fr. 
Meynberger bibliotk. Tubin- 
genf. indpit tab., guae twpl. 
f. 336a: Fioia EegiCtri. /. g. 
cH. e.f. 53 H 54 l. 336 ff. 
Scherrer, VeneichnUs S. 40. 

253. [ ] Tit.: Sacri canonis misse Eipositio in alma 

TniuerBitate Tuwingeusi ordinarie lecta. Fol. 320: Ezpensis Fri- 
derici meynberger in vigilia sancti Andree. Anno dni. 1499 etc. 
Fol. 321 Ha 336 die Tabula. Fol. goth. 336 unbez. BO, 
zieeiap. zu 53 — 54 Z. mit Signatto" ohne Initialen. [Hain 3179.) 
Steiff, 8. 57: 
7. Biel, Expoaltlo canonis mlsfie. 29. Not. U99. 
a' : Sacri canonis | miffc i£jj)ofi | tio in alma 
üniiuit! I täte (Eüroingcfte | oröinarie | lecta [ 

a 2* Beginn des Texts (nach neuer Anfschrift mit Nennung 
des Verl), Z. 4*' Col 2 b. fin. Knde deas.; darunter: j| jincm 
cepit f]ec focri canonis miffe lectura | in atma nniucifttate (Eu* 
bingn 31nno öomini | \<{QQ. quarta nouebris Uifa ^eniqj c{) 
at<i3 I rcui(a. et cü p[to] t^otipo aujcultata. op[ct]a el lucu- 
I bratöe fe^ula Crimij niri locdclini {teinbadi | facre [Ideologie 
p[ro] fcffs. in p[rc]fati> g^mnajio (e- | ctoris orbinarij. ficqj ac- 
curate elimata (lÖge | ampli^ qu5 p[ri]ot euaferit impffura) 
Itbrariofrum] ca^ | cacteiifatiöe in luce p[roJ&iit. £;pen{i5 ^ct' 



Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? 17 

5erid I meY^Bcrgcr in oigitia fancti 2(n6rcc. 2(nno | biti. ll^99- 

etc.| 

Z. 5* ein Carmen BebePs, daninier ein Brief Sieinbach's an 
¥epbersfer, d. d. Tub. 1499 die s. Martini. Ebd. CoL 2 med 
— 3 8* CoL 2 8. fin. Register. 

Pol. 886 BIL a — $• 21—3. r. o (bei a — c, von da an bis U nur 
je bei der 2. Sign, und bei o 8, sonst immer 6 BIl.). 2 Col. Ueber- 
achr. Einzelne Marg. Im Text kleinere, bei den Citaten aus dem 
leBsbuch fette Typen. 1 8^ CoL 2 unten ein Holzschnitt, Bild des 
G«kreazigten. 

H. 3179. P. IIL 55. 6. Sehn. 1784. — Tübingen. Heidelberg. 

Die Beschreibung Scherrer*s charakterisirt das Verfahren des- 
nlten in diesem Falle nur nach einer Seit«. Scherrer befolgt das 
flr sein Buch durchaus richtige Prinzip, von aUen bei Hain mit 
onem Sternchen versehenen, d. h. auf Autopsie beruhenden Be- 
sciireibungen desselben nur einen verkürzten event. berichtigten 
odar vervollständigten Titel zu geben, im Uebrigen aber auf Haiu's 
Bepertorium zu verweisen. Dieses Prinzip wird man bei allen 
Spezialbibliographien zur Anwendung bringen müssen, denn es wäre 
in der That eine unverantwortliche Vergeudung von Zeit, Arbeit 
und Geld, die Beschreibungen des grösseren Werkes in extenso zu 
wiederholen, wenn man dieses allgemeineren und vollständigeren 
Werkes doch nicht entrathen kann, neben welchem die Spezialbiblio- 
graphie hauptsächlich nur die Bedeutung eines Supplementes hat. 
Erst dann, wenn Hain's Bepertorium als Ganzes einer neuen Be- 
irbeitung unterzogen wird und alle von Hain nur angedeuteten 
oder unvollständig und ungenau mitgetheilten Beschreibungen aus 
eigener Kenntnissnahme der Originale nach denselben Grundsätzen 
wie die übrigen beschrieben werden, erst dann ist es gerechtfertigt, 
auch die schon in authentischer Abfassung vorhandenen Titel voU- 
itindig wieder abzudrucken. 

So sehr man daher auch mit dem Grundsatze Scherrer^s ein- 
fenianden sein muss, so wenig ist die Form, in welcher er den- 
MibeD zur Anwendung gebracht hat, zu billigen. Denn wozu dient 
die im Einzelnen ohnehin ungenaue Ausführlichkeit des Titels und 
der SchlussBchrift, die Angaben über die Tabula, die Zahl der 
Blätter, Steilen und Columnen, Signaturen und Initialen, wenn man 
lor sicheren Bestimmung des Buches doch auf Hain recuiTiren 
BOSS? Diese Art von Ausführlichkeit ist mehr hinderlich, als 
lüfadich; sie verbirgt die zur nächsten Orientiruug nothwendigen 
charakteristischen Merkmale des Buches, anstatt sie in prägnantester 
Passung herauszuheben, unter allerhand secundären Kennzeichen, 
deren man vorerst nicht bedarf. Man würde, da eine zweite Aus- 
gabe des Buches von demselben Verleger, Jahr und Format nicht 



18 Wie soll man Inkonabeln Terzeichnen? 

bekannt ist, ToUkommen orientirt gewesen sein bei folgender Fas- 
sang des Titels: 

[ ] Ezpositio canonis missae. Tabing. Fr. Meinberger 

1499. 4^ (Hain 3179.) 

Nebmen wir nocb ein anderes Beispiel ans Scberrer: 

S25. [Beruh, t. Breydenbach.] Tit : Die fart oder reyfi 
vber mere | zv dem beyligen grab . • . Auch zu der heyligen innck- 
fra- I wen sant Katberinen*) auf | dem berg Synai. Fol, 193 a: 
Dises bacb . . . dnrcb Anthonio | Sorgen jnn der keyserlicben statt 
Augspnrg getmcket. | Im jar vnsers bailß. Taasent vierbundert ynd 
LXXXVIIJ**) I Am Abend***^ Jeorij des beiligen martrers Enndet 
sieb bye | seligklicben. Rücfcs. leer. Fol. goth. l93 ttnbez. BlL 
tu 36 Z, mit Signatur ohne Oustoe. {Panser Deutsche Ann. 
No. 263. Hain 3960) 

Ancb von diesem Bncbe gibt es nor eine Ausgabe Sorg*s von 
Jahre 1488, also ancb hier würde durch knappe Herforhebang der 
nothwendigsten Kennzeichen eine völlig nutzlose und nnübersioht- 
liche Weitschweifigkeit und drei Abweichungen von Hain vermieden 
worden sein (die wahrscheinlich blosse Druckfehler sind, aber dem 
Zweifel Baum geben, ob man es hier nicht doch mit einem von 
dem bei Hain 8960 beschriebenen verschiedenen Drucke zu thon 
habe) nämlich: [Breydenbach, Bemh. v.] Beise nach Jerusalem und 
auf den berg Sinai. Augsb. Ant. Sorg. 1488. Fol (Hain 8960). 
Auffallend ist es auch, dass Scherrer hier die Zeilenbrechung durch 
vertikale Striche andeutet, was er oben unterlassen hatte. 

Es ist nicht leicht, Scherrer's Yerfahrungsweise in einem ein- 
zelnen Beispiele vor Augen zu stellen. Auch in wesentlichen StQcken 
ist er nicht konsequent. Wie er den Zeilenwechsel das eine Mal 
durch senkrechte Striche andeutet, das andere Mal aber nicht, so 
behält er die Abbreviaturen hier bei und löst sie dort auf, gibt 
bald die Anfangs- und Schlusszeile des eigentlichen Textes, bald 
lässt er sie weg, gebraucht Hain folgend bei dem einen Verfasser 
das Gentilicium (Aquino, Thomas de), bei dem anderen den Tauf- 
namen (Johannes de Imola), oder gar ein Wort des TiielB 
(Imitatio. Quadragesimale) anstatt den Verfassemamen, 
und noch dazu ohne Verweisung, als Ordnungswort u. s. w., häufig 
unterlässt er es sogar das Auftreten eines neuen Verfassers oder 
Werkes durch fette Schrift anzuzeigen (z. B. bei No. 261. Bevela- 
tiones sancte Birgitte). Zuweilen stehen mehre Schriften, die za- 
föllig zusammen gebunden waren, unter einer No., also unter dem 
Stichwort der ersten und da ist es denn gar nicht oder doch dar 
schwer möglich, die zweite, dritte u. s. w. zu finden (vgl. z. B. No. 846 
U.611). Dass das Buch überdies von unangenehmen Druckfehlem nicht 

*) fshll: grab. **) lies. Izzz viij. ***) lies: abend. 



Wie soll man Inlnmabeln verzeichnen? 19 

fr« isty hat sich oben schon gefunden. Trotz solcher starker In- 
conseqaenzen nennt die Verlagsbachbandlnng die Arbeit Scherrer's 
miutergiitig; ein gewissenhafter Bibliograph würde sie schon hie- 
nach allein etwas liederlich nennen dflrf^n. Es wird sonach kaum 
oothwendig sein, weitere Beispiele aus seinem Buche, bei denen er 
TOD Hain und Panzer unabhängig war , anzuführen. Aus einer 
Bibliographie, welche ohne bestimmte bibliographische Grundsätze 
angifertigt ist^ kann man natürlich positive bibliographische Prin- 
opioi nicht rätrahiren. 

Sehen wir nun, in welchen Punkten die drei anderen Biblio- 
graphen, welche bei ihren Beschreibungen feste Grundsätze befolgt 
kaben, übereinstimmen und in welchen sie voneinander abweichen. 

Alle drei geben den Titel des Titelblattes und die Schluss- 
tthrift vollständig, und erwähnen noch das darauf folgende Epi- 
gnunm Bebeis, die epistola Steinbach's an Meynberger und die Ta- 
bula in verschiedener Ausführlichkeit und das Format. Damit hat 
das Gemeinsame Panzer 's mit den beiden anderen ein Ende. Hain 
und Steiff stimmen indess noch in einigen weiteren Stücken zu- 
Munen: sie geben beide den Zeilenwechsel durch senkrechte Striche 
genau an und behalten die Abbreviaturen des Originals bei*), be- 
xoiebBen die Zahl der Blätter, Columnen*"^) und die Anwesenheit von 
Signaturen, Steiff mit genauer Angabe dieser letzteren. Sodann 
aber unterscheiden sie sich darin, dass Hain (wie auch Panzer) 
die ganze Beschreibung mit Antiqua druckt und zwar die Worte 
des Originals mit gerader, seine eigenen Bemerkungen mit cursiver 
Bebrift und am Schlüsse derselben durch g. eh. anzeigt, dass das 
Original mit Gothischen Typen gedruckt ist, während Steiff die 
Bchriflgattung des Originals beibehält***), und nur seine eigenen 
Znsitze und Bemerkungen mit gerader Antiqua gibt; femer gibt 
Hain das Bubrum auf Fol. 2a unter Hinzufügung der Signatur 
dieses Blattes, Steiff deutet dasselbe nur mit eigenen Worten an; 
Hain gibt die Zeilenzahl einer Columne an, Steiff dagegen nicht; 
ditter eröffiiet dagegen den Artikel mit einem eigenen fett ge- 
dndten kurzen Titel nebst Druckjahr, welcher bei Hain aus dem 
Turhergehenden Artikel ergänzt werden muss, und erwähnt über- 
dioB das Vorhandensein von üeberschriften (d. h. Columnentiteln), 
Marginalien, eines Holzschnittes und die verschiedene Grösse der 
Typen, welche sich im Original finden. 



*) Steiff deutet sie aus Mangel an entsprechenden Typen zum Theil 
nran. 

**) Hain gibt die Colomnenzahl sonst regelmässig an ; dass sie hier 
f<^blt, ist nnr ein Versehen. 

••*) Wie Hain immer nur von charact goth. spricht, auch wo Schwa- 
bicber gemeint sind, so wendet Steiff stets Schwabacher Schrift an, auch 
v«m das Original mit GoÜiischer gedruckt ist. 

2* 



20 Wie soll man Inkunabeln yerzeichnen? 

Zunächst ist zu bemerken, dass alle in einigen Hauptstücken 
konsequent einmüthig sind, nämlich darin, dass sie Titel und Schluss- 
scbrifti unverkürzt wiedergeben (was, nebenbei gesagt, Scherrer nicht 
thut). Sodann ist von Panzer zu Hain und Steiff als ein ent- 
schiedener Fortschritt zu konstatiren, dass letztere beiden die Ab- 
breviaturen beibehalten, den Zeilenwechsel bezeichnen, über Schrift- 
gattung, Signaturen, sowie Columnenzahl, Marginalien und Holz- 
schnitte etc. regelmässig und genau berichten, während Panzer auch 
in diesen zuletzt genannten Stücken mehr ad libitum verfährt 
Als einen Fortschritt SteifiTs muss sodann noch anerkannt werden, 
dass er jedem Artikel zur sofortigen und schnellsten Onentirong 
des Benutzers eine eigene Titelangabe in fetter Schrift voranstellt 
und die Typengattnng des Originals, soweit dessen Text angegeben 
wird, beibehält. Dagegen ist es nicht zu billigen, dass noch öfter 
als es bei Hain schon geschieht, für die eigenen Worte dos« 
Originals eine Umschreibung des Verfassers eintritt; die Baumer- 
spamiss, auf welche man dabei ausgeht, ist sehr unbedeutend, die 
Mängel an der erwünschten Genauigkeit, an Authentizität sind da- 
gegen nach verschiedenen Bichtungen empfindlich. Auch dass Steiff 
die Zeilenzahl der Columnen anzumerken unterlässt, darf man nicht 
loben. Nur in seltenen Fällen ist die genaue Angabe der Signa- 
turen von Werth, und es kann wohl in jedem einzelnen Falle tob 
Bibliographen leicht erkannt werden, wo eine solche Genauigkeit 
erforderlich ist, wo nicht; dieselbe kann daher auf die nothwendigen 
Fälle beschränkt werden. 

Es könnten nun, um alle für eine korrekte Beschreibung eines 
Wiegendruckes nothwendigen Bestandtheile zu finden, zwei Wege 
eingeschlagen werden, der induktive und der deduktive. Der erstere 
würde indessen hier zu weit fQhren; wir wählen daher den zweiten. 

Wir glauben nicht auf Widerspruch zu stossen, wenn wir 
als obersten Grundsatz fOr die Beschreibung eines jeden Baches 
die Forderung aufstellen: die Beschreibung jeden Buches muss in 
kürzester Form alle diejenigen charakteristischen Merkmale desselben 
enthalten, welche zur Sicherstellung seiner litterarischen und lypo- 
graphischen Individualität nothwendig sind. 

Bei den Büchern der neueren Zeit ist die Angabe dieser Merk* 
male leicht; sie sind alle im Titelblatt enthalten: der Titel des 
Buches, sein YerfiEisser, üebersetzer, Verleger, Druckort und Druck- 
jähr, die Auflage und BandzahL Diese Einfachheit und Sicherheit 
in der Bestimmung eines Buches verdanken wir hauptsächlich zwei 
Faktoren, der Schnellpresse und der gesetzlichen Feststellung der 
Autorenrechte wie der Strafbarkeit des Nachdrucks. In der Zeit, 
wo der Autor noch nicht durch gesetzliche Mittel gegen die WiU- 
kühr seiner Verleger und den Baub der Nachdrucker geschütst war, 
konnte es geschehen, dass der rechtmässige Verleger und der Nach- 



Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? 21 

drncker ohne sein Wissen und seine Mitwirkung neue Auflagen 
seiner Werke veranstalteten, die sich keinesweges immer in korrek- 
ter Weise als solche auf dem Titel bezeichneten ; ganz besonders 
hatte der Nachdrucker ein Interesse daran, seine Ausgaben als 
echte erscheinen zu lassen und sie demgemäss mit den echten thun- 
lichst in der äusseren Form übereinstimmend herzustellen. So kommt 
es, dass man schon bei Drucken aus dem Ende des vorigen und 
dem Anfange unseres Jahrhunderts nicht immer aus den Angaben 
des Titels allein die Individualität des Druckes festzustellen ver- 
Bug. Auch die früher allgemein gebräuchliche Handpresse trägt 
dm bei, die Schwierigkeiten zu vermehren. Bei der Langsamkeit 
oDd Schwerfälligkeit, mit welcher dieselbe arbeitete, war es mög- 
lieb, noch während des Druckes Korrekturen vorzunehmen, oder es 
wurde auch wohl nothwendig, einen durch Zufall oder Ungeschick 
Terdorbenen Theil des Satzes zu erneuern. Jedermann weiss, dass 
vir manche Ausgaben von Werken Schiller's, Göthe's, Lessing*s erst 
durch besondere im Titel nicht enthaltene Merkmale, eine Vignette, 
ein Motto, ein Druckfehlerverzeichniss, die Seitenzahl des Buches 
oder gar durch Lesarten mit Sicherheit zu sondern im Stande sind. 
Und je weiter man in der Zeit zurückschreitet, um so häufiger 
Verden solche besondere Kennzeichen fQr die Charakterisirung eines 
Drockes erforderlich. 

Als der Buchdruck erfunden wurde, und man noch nicht daran 
dschte, sein Eigentbum durch gesetzliche Mittel zu schützen, und 
fioch keine Ahnung davon hatte, welchen Werth es einmal haben 
Dftsse, die Individualität eines Buches deutlich erkennbar zu machen, 
d. h. alle seine charakteristischen Merkmale an einer bestimmten 
Stelle zu vereinigen, trat das Buch in die Welt ohne Angabe aller 
md jeder auf Personen, Ort und Zeit seiner Herkunft bezüglichen 
Mittheilungen, selbst der Titel blieb handschriftlicher Hinzufügung 
überlassen, und in dem ganzen Zeitraum der ersten Entwickeluug 
des Buchdrucks, also mindestens bis zum Jahre 1500, haben sich 
in dieser Beziehung feste Normen nicht allgemein durchsetzen 
können. Auch als man anfing, das praktische Bedürfniss von der- 
gleichen Angaben zu empfinden und ihm gerecht zu werden ver- 
pachte, geschah es auf die verschiedenste Weise. Meistens pfiegte 
man Alles in einer Schlussschrift zu sagen, was dem Leser bezüg- 
lich der Herkunft des Buches von Lfiteresse sein mochte; aber die 
Abfassung dieser ist nach Inhalt und Form sehr ungleich. Dann 
f&^ wohl auch ein Drucker einen Titel hinzu, zuerst als Bubrum, 
gleich im Anfange des Textes, später auf besonderem Titelblatt, 
mit oder ohne Wiederholung desselben als Bubrum. Irrthümer 
&ber die Verfasser oder Undeutlichkeit in der Nennung derselben 
sind da nicht selten, oft nannte man ihn gar nicht. Bald wird 
nor die Offizin, bald nur der Inhaber derselben oder das Druck- 



22 Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? 

jähr angegeben, dann wieder mehre dieser Kennzeichen oder alle 
drei zusammen, meistens am Ende, zuweilen aber auch in der 
Mitte des Druckes. Der eine giebt auch Blatt- oder Seitenzahlen, 
Signaturen, Custoden, Golumnentitel, der andere lässt sie wieder 
weg u. s. w. Auflagen werden selten, niemals die wievielte an- 
gegeben, ausgenommen etwa die erste und zweite. Dazu kommt, 
dass man die Feststellung des Formates nach der 2-, 4-, 8-, 12-, 
16fachen Brechung des Bogens noch nicht kannte, dass also eine 
Lage bald 2, 8, 4, 5, 6 Doppelblätter hat und zwar in ein und 
demselben Drucke nicht regelmässig 2, 8 oder 4 u. s. w., sondern 
2 und 8 u. s. w. nebeneinander. Hier fehlen die weissen Schuts- 
blätter am Anfang und Ende des Buches oder sie sind lose hinzu- 
gefOgt, dort werden sie von der ersten und letzten Hälfte des 
ersten und letzten Doppelblattcs gebildet, sind also ein integriren« 
der Bestandtheil des Druckes. Findet sich Bezeichnung der Seiten 
oder Blätter, so pflegen doch Vorreden, Register etc. nicht in die- 
selbe eingeschlossen zu werden; dazu ist sie meistens höchst un- 
genau. Diese und noch einige andere Punkte muss man also bei einer 
Beschreibung von Wiegendrucken im Auge behalten und je nach 
Erfordemiss über sie alle oder doch über die im einzelnen Falle 
in Betracht kommenden genauen und zuverlässigen Aufschluss geben. 
Versuchen wir danach eine Liste aller für die Beschreibung 
von Inkunabeln wichtigen Kennzeichen aufzustellen: 

1. Alle Angaben aus dem Original sind stets nach eigener Blatt- 
zähluDg zu bestimmen mit Bezeichnung der Vorderseite durch 
a, der Kehrseite durch b, der ersten Golumne durch o, der 
zweiten Columne durch ß, unter HinzufQgung der Signatur 
und der Blattzahl des Originals, in eckigen Klammem, wann 
solche vorhanden sind. 

2. Die Schriftgattung des Originals (Antiqua und Fraktur) wird 
beibehalten. 

8. Abbreviaturen werden niemals aufgelöst. 

4. Vom Texte des Druckes müssen vollständig angegeben wer- 
den: der Titel, das Bubrum, die Anfeuigs- und Schlusszeile 
des eigentlichen Buchtextes, die Schlussschrift, wo Commen- 
tare vorkommen, auch die Anfangs- und Schlusszeile dieser. 

5. Umschreibende Mittheilungen des Bibliographen über Vor- 
reden (Froömien), sei es der Verfasser oder der Herausgeber, 
Dedikationen, Carmina, Epigramme, Register, Briefe sind 
durchaus zu vermeiden, vielmehr sind die eigenen Worte des 
Originals beizubehalten. Bei Briefen ist die Datirung, eben- 
falls im originalen Wortlaute, bei Gedichten etc. die Anfangs- 
zeile zu geben. 

6. Sind mehre Schriften desselben oder verschiedener Verfasser 
in einem Drucke vereinigt^ so muss auch von diesen das 



Wie fioll man Intamabeln YWzeichiMn? 28 

Babram, Anfangs- und Schlnsszeile nebet Schlnesschrift ?er- 
leichnet werden. 

7. Mehre zaeammengebnndene Schriften werden nur dann als 
zoBammengehdrig angesehen, wenn sie durch einen gemein* 
samen Titel, oder Schlnssschrift, durch die Paginining oder 
Signaturen zu einem Ganzen zusammengefasst sind. Fin- 
den sich solche sie einigende Kennzeichen nicht, so sind sie 
als verschiedene Drucke zu behandeln, auch wenn sie ihrer 
übrigen typographischen Beschaffenheit nach vollkommen 
gieieharüg sind. 

8. ^facher Zeilenwechsel ist durch einen senkrechten Strich 
anzudeuten. Leer gelassene Bäume (z. B. zwischen Bubrum 
mid Text, Schlusszeile und Schlussschrift) sind durch so 
viele senkrechte Striche anzudeuten als Zeilen auf diesem 
Baume Platz gefunden hätten. 

9. Fehlende Initialen werden durch [ ] angedeutet Findet sich 
statt der vollen Initiale nur ein kleiner Buchstabe zur Orien- 
tirung des Bubrikators, so wird dieser ohne Klammem 
gegeben. 

10. Findet sich rother Druck, so wird dies in eckigen Klammern 
angegeben; ebenso müssen Holzschnitte, falls sie in die be- 
schriebenen Partien hineinfallen, angezeigt werden, ]£arginalien 
dagegen nicht. 

11. Bei der Schlusszeile ist stets zu sagen, die wievielste der 
Seite oder Columne sie ist. 

12. Innerhalb der Beschreibung hat sich der Bibliograph eigener 
Bemerkungen durchaus zu enthalten und dieselben fQr den 
Schluss derselben zu sparen. 

18. Am Ende der Beschreibung folgen zunächst die Angaben 
über das Format und das Vorkommen von Buchdrucker- 
zeichen, Signaturen, Custoden, Columnentiteln, Marginalien, 
Holzschnitten, die Zahl der Golumnen, Zeilen und Blätter. 

U. Jeder Beschreibung geht ein kurzgefasster eigener Titel 
voraus, welcher enthält: Namen des Verfassers, Titel des 
Buches (event. in abgekürzter Fassung), Druckort, Drucker 
(resp. Verleger), Druckjahr, oder eine Angabe über das 
Fehlen derselben, Format und die Nr. von Eam^ Beper- 
torium mit oder ohne Stern. 

15. Bei gedruckten Verzeichnissen empfiehlt es sich, alle Zusätze 
der Bibliographen mit cursiver Antiqua zu geben, alles dem 
Original entnommene mit gerader, resp. mit Schwabacher 
Typen. Gleicherweise verdient zweispaltiger Satz und kleine 
Schrift (etwa Borges auf Corpuskegel) den Vorzug. 
Anstatt weiterer Erklärungen mögen eine Anzahl von Be^^ 
^ckr^bongen folgen, welche nach diesen Begeln verfasst sind. £s 



ZI 



Wie e 



1 man InkuuBbeln Terzeichnen ? 



Bind dam meiat solche Drucke gewählt worden, die anderwäi-ts 
unsereB WiseeDB BneflUirlich noch niclit beschrieben worden, andere 
berichtigen Hain'e Beschreibnngen. Die Abbreviaturen haben hier 
leider znm Tbeil aufgegeben werden m&ssen, weil die Druckerei 
des Anzeigers entsprechende T^pen nicht besitzt. 



I. Anctorftates deereto- 
rnm. Coloniae, P. de Olpe 
1470. 8". 

F. la vaeat. F. 2a a: ^ae- 
tetitales öecietorum o«m j ef- 
fectum tum te^tus q[uam] glc 
farü I nuclialiter et compen&iofe 
in fe I concinentcs ^ncipiunt. 
£t pri I mo 2(uctoritales &U 
fimcttonum ]][] Dctoritas par 
nö bebe \ tur canonici^ fcrtp' 
turis I etc. Ewpl. f. 61, bß, l. 
3: rirga puntt ecclefia Pide 
glo. in I ca. 3{li v. q. o. || 
Jluctöritates &ecretonim. | im- 
pteffe colonic oggrippine | per 
me petnim ^e QJtpe. | 3ub 
anno a. lHatiuitate | ^omint. 
tniDeflmo qua I bringentcpmo 
(eptuageji | mo Jinite et com- 
plete ipfo I t>te lune f^tij, men- 
fis 3u I nij ftntunt felicitcr. |] 
S<£® ©aaC3215. 2«. eh. g. 
2. eol. 42 l 62 Bü. 

3. BibUa. Teneeia (Nie. 
Jenson). U71. 2° 2 toU. 

F. laa: [ ] EL PBINCI | 
FIO DIO creo | II Cielo et La 
terra. | Et la terra era inlira- \ 
ctoora et nacua : et la | tenebre 
erano fopra ] la faccia del abiCTo. 
Et 1 etc. P»(dt. expl. /. 3lOaa, 
l, II: Tpirito dica lande al eig- 
ner. O AUEN I P1NIS8E EL 
PSALTEBI I DE DAVID. 
VoL II, f. 1 vacat. F. 26. 



quelli che iunge il bcerdo- | tio: 
anzi non teperi la carta : | quelli 
che lamor de Chri- | tto liga. 
Hauerei Tcripto li | «te. Maeka- 
baeor. Hb, 11 ewpl. f. 188 bß, 
l. 32: dunqne ßira egli conrn- 
mato. F. 189 aa: Finito el li- 
bro deli Machabei. Incomincia | 
la EpiCtola del Beato Hieronjmo : 
a Dama ! fo Papa neli quattro 
Euangelirti. [| [ ] L beatidlmo 
papa Damaro Hie | ronjmo fa- 
lute etc. Me caurtren- | gi a far 
nona opera dale antique | perche 
doppo li exemplari dele | Tcrip- 
ture diCperfe per tnttol mondo 
ßedi CO I etc. Expl. f. 316 aa, 
l. 2: Dor DoClor iefa chrirto Tia 
cum tntti noi | Ameu H FinilTB 
lapocalire et e il fine del nono 
te- I rtamento. ]||| Qoale adunque 
lode et gratie o fummo 1 eto. 
Deinde: Birne dl Hieronymo 
Squarzafico de Ale | landri« cö- 
pofte a laude di quefto nolame |{ 
Le celere Tagitte or mai Apollo | 
etc. 14 TViinai. Dmndt f, 
316 aß: ImprelTo fo qoefto no- 
lume ne lalma pa- | tria de Te- 
neeia ne glanni di la blutifera 
t I camatione del flglinolo di le- 
terno et omni- [ potete dio. Q 
M. CCCC. LXXL IN. KALEN- [ 
DE. DE. AVGVSTÖ. 2«. 8. typ, 
n. (Nie. Jmeon) eh, rom. 2 col, 
49 l. 2 voü. et 311 et 317 Bü. 
Pergament. Mit gemalUn Ini- 



Tabula dela feconda p[ar]te dela lialen und itvei grOaterm Jfi- 
biblia. | etc. Eapl. /. 3b a. F. niaturen, die erste vol. 2, /öl. 
4aa.' [] TNGA LA EPISTOla | | la, di« zumU vol. 11, jA. A. 



Litteratur and Miscellen. 25 



3. Bulla contra Tareos. 
8. L a. et typ. n. (HogantiaB, 
Jo. Gutenberg. Ii68.) 2^ 

F. 1 vacat. F. 2a: [] 3u5 
£ptt5 guu5 ^nor[um] bei Vn\* 
n'fb et fingulis fptft&elib3 \a* 
liite et apl'icas beh. | fsedttelis 
ppi|V magnt fma e. oentente 
dloMus ni{t änüciauerit fpecu« 



lator. I etc. Eccpl. f. 6a, l 45: 
t'ra te aboret. et nomini tuo 
pfallat in fcfa fcror[um]. Da« 
tu rome apub fem petrü. 2lnno 
I incarnacöis bnice 2TI. cccc. 
If'Ü' n« '^'- nouembris, pon« 
tificatus nri 2lnno fe^rto. S. l, 
a. $t typ. n. 2®. cA. ^. 45\46 
L 6 BU, Mainz. Joh, ChUnherg, 



(Schliun fol^.) 



Litteratur und Hiscellen. 

Allgena eines« 

[4.] The Library Joumsd Official Organ of the Library Asso- 

ciations of America and of the United Eingdom chiefly devoted 

tö Library Economy and Bibliography. Vol. 6. New York, Ley- 

iwldt; London, Trübner & Co. 1881. kl. 4<>. Pr. f. d. Jahrg, 

in 12 Nrr. I 8, f. d. monatL Nr. 30 c. (S. Anz. J. 1881. 

Kr. 1089.) 

Das Nobr.-Heft Nr. 11 enthält: Editorial (the L. A. U. K. 

Traosactions, the Astor Library, the Antiquary) — The Peabody 

Library — The Sunday-School Library — Library Economy and 

History — Bibliografy — Anonyms and Pseudonyms — Library 

Puchase-List — General Notes. 

[5.] Bulletin du Bibliophile et du Biblioth^caire Revue mensu- 
eile publice par L6on Techener avec le concours De MM. Ed. de 
fiarth^lemy; Baudrillart, de llnstitut; Jules Bonnassies; J. Boul- 
nier; Ap. Briquet; Gust. Brunet, de Bordeaux; comte Clement 
de ^ de la Sociöt^ des Bibliophiles; Cuvillier-Fleury, de TAca- 
djmie fran9aise; Jules Delpit; A. Destouches; Victor Deyelay; 
baron A. Emouf; Ferdinand Denis, administrateur ä la biblio- 
thique Sainte-G^nevi^ye; Eug. Dramard, conseiller ä la Cour de 
Limoges; Georges Duplessis, de la Bibliothöque nationale; J. 
Mas; Dupr6 La Salle, conseiller ä la Cour de Cassation; Al- 
fred FrankÜn, de la bibliothöque Mazarine; marquis de Gaitlon; 
J. de Ganlle; Ch. Giraud, de Tlnstitut; Alf. Giraud, ancien d^- 
patj; P. Lacroix (Bibliophile Jacob), conserratenr ä la biblioth^- 
que de TArsenal; comte de Longp^rier-Grimoard, de la Soci^t^ 
des Bibliophiles fran9ois; P. Margry; Ed. Meaume; F. Morand, 
de Boulogne-sur-Mer; Paulin Paris, de Tlnstitut; Louis Paris; 
Gaston Paris, de Tlnstitut; baron J. Pichon, pr^sident de la 
Society des Bibliophiles fran9ois; baron Boger Portalis, de la 
Society des Bibliophiles ; baron de Buble; Francis Wey, etc. con- 
tenant des notices bibliographiqueSy philologiques« historiques. 



\ ■^■' 



26 Littentor and MitceUen. 

liMraireB. XLVIII. Annöe. 1881. Paris, L. Teohener. 8^. Monat- 
lich 1 Hfb ä 4 Bog. Pr. 12 Fr. f.. Paris, U Fr. f. d. Depart, 
16 Fr. f. d. Aasland. (S. Aaz. J. 1881. Kr. 842.) 
Das Joli-Aagust-Heft enthält: 8. 289 — 95 Noavelles Lettres 
de P^trarqae sor TAmoor des Livres, traduites en fhui9ais ponr 
la premidre fois, d^apr^s les manuscrits de la Biblioth^ae nationale 
(Suite), par Victor Deyelay — S. 296—828 Loaise de Lorraine 
Beine de France (1553—1601) [Saite], par E. Meaame — S. 829 
— 47 Boardaloue, sa vie et ses oeuvres, par P. M. Laaras, de la 
Compagnie de J^sas — S. 347 — 52 Les Avocat« aux Conseils du 
BoL Etüde sor Tancien r^ime judiciaire de la France, par H. Mou- 
lin, ancien magistrat — S. 352 — 54 Bevue ciitique de Publica- 
tions noavelles — S. 354—59 Correspondance: Les Pbilippiqaes 
de la Grange-Chancel, par le Marqois de Chantärac — S. 359 — 
73 Caaseries d'an Bibliophile, par le Baron E. — S. 373—81 La 
Biblioth^ue de Paulin Paris, par Gaston Paris — S. 381 — 83 
Nfcrologie : M. le Marquis Girolamo d'Adda, par Louis Courajod — 
S. 384 Nouvelles et Vari^täs. 

[6.] Annales du Bibliophile Beige Nouvelle Serie« [PubL par 

Fr. J. Olivier, Libraire.] Tom. L Bruzelles, Olivier. gr. 8^ (S. 

Anz. J. 1881. Nr. 1090.) 

Nr. 6 vom Decbr. 1881 enth.: Supplement aox Almanacha 

Beiges (Fortsetzung) — Histoire du Thäätre Fran9ai8 en Belgiqae 

— Analecta Biblion : Bibliophile Musicale, par le Cte Maurin Na- 

huys — Catalogue des Livres anciens et modernes en vente chez 

Fr. J. Olivier (Fortsetzung). 

Btbllograpkie. 

[7.] * Les origines de llmprimerie k Tours (1467 — 1550), 
contenant la nomenclature des Imprimeurs depuis la fin du XYe 
sidcle ju8qu*en 1850; par le Dr. E. Giraudet. Tours, impr. 
BoulUä-Ladevtee. 1881. S^ Vin, 132 S. (Nur 175 Ezempl.) 

[8.] * Books and Beading; or, what books shall I read and 

how shall I read them? With an appendix, containing a select 

Catalogae of Books. By Noah Porter. [New Edition.] New Tork, 

8cribner*s Sons. 1881. S^. XII, 434 S. Pr. t 2. 

Der Anhang ist „ander the direction of President Porter, by 

James M. Hubbard, of the Boston Public Library'' zasammengeetellt. 

[9.] Begister zo Wendelin von Maltzahn's Deutschem Bücher- 
schätz des sechzehnten, siebzehnten and achtzehnten, bis am die 
Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Verfasst Yon G^rg Völcker. 
Frankfurt a. M., Ydlcker. gr. 8^ 2 Bll. 55 S. (S. Am. J. 
1881. Nr. 1079.) 

Wer sollte den grossen Werth des M.*8chen „Deatschen Bflcher- 



Litteratnr and Miscellen. 27 

Bchatzes'^ nicht kennen, welcher sowohl wegen seines Beichthums 
als a. besondere auch wegen seiner bibliographisch vorzfiglichen 
Bearbeitung den Namen in der That verdient. Nur eines hatte 
diesem «.Bücherschatze'' seither noch gefehlt — ein Register. Und 
wer sollte sich da nicht freuen, nachträglich noch das Fehlende 
geliefert zu erhalten. Der Yerf. des Registers hat sich dasselbe 
»mächst im eigenen geschäftlichen Interesse zusammengestellt, hat 
aber, „von verschiedenen Seiten aufgefördert*', sich veranlasst gefun* 
den, dasselbe in Druck zu geben u. dadurch auch Anderen zugäng- 
lich EU madien, wofür man ihm nur dankbar sein kann. 

[10.] Weihnachts-Catalog. 1881. Eine Auswahl Deutscher 
Werke welche sich besonders zu (beschenken eignen. Zwei Ab- 
theiluDgen. XXYI. vermehrte und verbesserte Auflage. Heraus- 
gegeben und verlegt von der J. C. Hinrichs'schen Buchhandlung 
in Leipzig. kL 4®. 1 Bl. 88 S. m. eingedr. Holzschn. Pr. n. 
0,50 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 13.) 
Seit derzeit, wo dieser Weihnachts-Catalog ins Leben gerufen 
worden ist, sind viele andere derartige Publikationen in den Ver- 
kehr gekommen; nichts destoweniger aber hat sich trotz der da- 
durch entstandenen Concurrenz der vorl. doch in der Gunst des 
Mlikums zu erhalten gewusst, u. darf im Vertrauen auf dieselbe 
Ar die Zukunft getrost das zweite Vierteljahrhundert seines Be- 
stehens antreten. 

[11.] * Illustrirter Weihnachts-Catalog f&r den deutschen Buch- 
handel und litterarischer Jahresbericht, herausgegeben von Prof. 
Dr. E. Dohmke, Dn A. Oppel, Dr. 0. Seemann. XI. Jahrgang 
1881. Leipzig, Seemann. Lex. 8^ 144 S. m. eingedr. Holzschn. 
Pr. n. 0,75 Mk. (8. Anz. J. 1881. Nr. 14.) 

[12.] * SQufhnttec aBetna^fc^ftatalog 1881. SluSkoa^l iH)r$ilgltd^ 
8ä4ec, Sltlanten, 9Rufttalten, melci^e in ben neueften Sluflogen foltb unb 
degant gehtnben in aden Sucb« unb SOlufitalien^nbiungen isondt^ig 
eher bur4 foI(be ebne Slufentbatt s^ belieben ftnb. Sei^jig, SoHmar. 
fty. 8« 200 S. ttt. eingebt. $oW4n. ?t. n. 0,75 Wlt. 

[13.] Uebetfebungen oud bem 2)eutf(ben in bie fUiDtftiben, bie magp* 
orifibe, nnnänifd)« u. a. ofteuropdtfcbe €pra(ben. (SRitgetbetlt ))on X. 
¥cA.) 3. u. 4. Ouartal 1880. 6nt^. im SBörfenblatt f&r ben 3)eut^ 
\fyn S9ud)banbet unb bie mit i^ temanbten @efdbdftd)n}ei9e 1881. 
4«. 9lt. 274. e. 5418—22. (S. »nj. 3- 1881. Kr. 114.) 

Uebetfeftungen aud bem 2)eutf(ben in bie bdntf(be, engUf(be, franiöi 
ftfAe, boUanbtfd)e, ttalienifcbe, normegtfdbe, f^ioebtfd^e unb fpanifcbe Sprache. 
(ÖlitgetbetU non Otto aj)ublbred)t.) 1881. III. dnt^. in bem nämltd)en 
»L 1881. 91t. 274. 6. 5422—28. (6. Sin«. 3. 1881. 9lt. 992.) 

[14.] * Associazione Tipografico-Libraria Italiana. Baccolta dei 
Fferiodid Italiftni, presentata alla Esposizione nazionale del 1881 



..■\- 



28 Litteratar und Miscellen. 

in Milane. Elenco per provincie, con Indici metodico e alfabetico. 
Milano, tip. Cogliati. 1881. 8<>. 56 S. Pr. 2 L. 

[15.] Bibliografia 8iciliana owero Gran Dizionario Bibliogra- 
fico delle Opere edite e inedite, antiche e moderne di Autori 
Siciliani o di argomento Siciliano stampate in Sicilia e fuori 
Opera indispensibile ai cultori delle patrie cose non che librai 
ed agli amatori di libri premiata con medaglia di argenio dal 
casino delle arti IT esposizione indnstriale 1875 per Giuseppe 
M. Mira, Antore del Mannale Teorico-Pratico di bibliografia. 
Yol. n. M. Z. [Fase. 15—18.] Palermo, tip. Gandiano. 1881. 
4«. 4 BIL 1—160 S. Pr. ä 1 L. (8. Ana. J. 1876. Nr. 118.) 
Nach einer längeren Unterbrechung nimmt das Werk den wfin- 

schenswerthen Fortgang. Die vorl. 4 neuen Lief, enthalten die 

Artikel „Macagno" bis „OrtolanL" 

[16.] * Diccionario general de Bibliografia Espanola, por Don 
Dionisio Hidalgo. Tom. VII. (Indice de Materias.) Madrid. 
1881. gr. 8^ 472 S. Pr. n. 24 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 589.) 

[17.] Dansk Bogfortegneise for aarene 1869—1880. üdarbei- 
det af J. Yahl. Hft. 3. EjGbenhaTn, Forlagsbureaut. 1881. 4*. 
S. 83—48. Pr. n. 1,50 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1097.) 

Enth. die Artikel „Carlsen'^ bis „Feddersen.'' 

[18.] SloYansky Katalog bibliografick/ za rok 1880 redakd Jos. M. 
HoYorky a Jos. Zambj vydal Spolek Öeskoslovanskych Enibkapeck]^ch 
IJietnfch Y Praze. Bodnfk IV. ~> Catalogae Slave bibliographique poor 
1880 Sons la r^daction de Jos. M. Hovorka & Jos. Zäniba publik par 
la Soci^t6 de Collaborateors Libraires Bohemes a Prague. lY. Ann^e. 
y Praze, tisk dra Gr^gra. Näkladem spolkri. 1881. 8^ Pr. n. 4 Mk. 
Zerfällt in folg.^^ Abtheilungen: Voran Titel u. Vorwort 3 
Bll.; I. Bibliografie Ceskl Sesta?il Gustav Francl v. Praze. XVIT, 
88 S.; II. BibliograQa Polska. Sestavil Jerzy Eottula. XLI, 85 8.; 
III. BibliograQa Sloyenska. Sestavil J. Tom§iöe a Bob. Smilauer. 
14 S. ; IV. EH6jQorpa*iH Majopyccafl (Abctphucrok PycH). GociainLn A. 
H. mep6aHx (Am. Gerban) so JlBBost. 12 S.; V. EHOjoijorpMHJa CpncRa. 
IIo ncAamoca JL XaprMaHa y Sarpeöy k cBOMe E3Beiimjy cacraBEO Asz. 
MHxafleK (A. Michalek.) 1 Bl. 8 S.; VL Bibliografija Hrvatska. 
Sastavil A. Michalek v Pferov^ 9 S. ; VII. Luiisko-Sorbska Litera- 
tura. Napsal : M. Hömik w Budyginje. 2 S. Hierflber 4 Bll. Mit- 
gliederverzeichniss, Inhaltsübersicht u. BuchhändL Anzeigen. Alpha- 
betisch geordnet u. mit wissenschaftl. Register versehen; recht gut 
bearbeitet. Opferfreudigkeit u. Eifer haben den Verein jüngerer 
Buchhändler in Prag mit dazu veranlasst, durch Herausgabe dieses 
Kataloges einen Theil der Lücke auszufüllen, welche der Verein 
älterer Buchhändler in Oesterreich durch seinen Beschluss, dass der 
„Oesterreichische Katalog nicht mehr erscheinen solle,^' gelassen hat. 



Litteratur und MiBcellen, 29 

[19.] * Jahresbericht über die Fortschritte der classischen 
Alterthumswissenschafb hrsg. von Prof. Conr. Barsian. IX. Jahrg. 
Neae Folge. L Jahrg. 12 Hfle. [Bd. XXVI— XXIX.] Mit den 
Beiblättern: Bibliotheca philologica classica. IX. Jahrg. [1882] 
IL Biographisches Jahrbach fQr Alterthnmskande. V. Jahig. 
[1882.] Berlin, Calvary & Co. gr. 8^ (1. Hfl. 106 S.) Pr. 
0.30 Ifk. 

|20.] * Bepetitorium der englischen Sprach- nnd Litteratur- 
geschichte, mit besonderer Berücksichtigung der altenglischen 
[asgelsachsischen] und mittelenglischen Periode, nebst bibliogra- 
phischen Notizen, Inhaltsangaben nnd grammaticalischen Fragen 
xur Beantwortung fQr Candidaten nnd Studirende der modernen 
Philologie bearbeitet von Dr. John Wilkins. Berlin, Kühl. 1881. 
gr. 8^ IV, 28 S. Pr. n. 1 Mk. 

[21.] Philologisches Schriftsteller-Lexikon von W. Pökel. Lief. 2. 
Leipzig, Krüger. 1881. S^. S. 65-128. Pr. ä n. 1 Mk. 
(S. Anz. J. 1881. Nr. 760.) 

[22.] * 9leuer aSei^nacbt^^ßatalog für b. 3. 1881. (Sin Ser< 
|Qd)mft ber in tottiolifd^en fitetfen beliebteften beutfd&en @ef(^en&Sttera* 
txt. l^Oitti, »art^. 8®. 48 ©. $r. n. 0,15 TOf. 

[2S.] Julius Drescher's Weihnachtskatalog. Verzeichniss über 

Geschenkliteratur für evangelische Kreise. VQ. Jahrgang. 1881. 

Leiiaig, Drescher. kL 8^ 2 Bll. 64 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 22.) 

Die Erweiterung, welche der Herausg. dem Kataloge im letzten 

Jihrg. durch an die Spitze gestellte Besprechungen gegeben hatte, 

ist diesmal wieder in Wegfall gekommen. Die Auswahl der Bücher 

iitgai 

[24.] * Christlicher Bücherschatz. Illustrirter Katalog für das 
deutsche Haus, mit kritischem Jahresbericht, herausgegeben von 
Gustav Schlosser, m. Jahrg. 1881. Frankfurt a. M., Schriften- 
Niederlage d. Evang. Vereins, gr. 8^. LXIV, 112 S. m. ein- 
gedr. Holzschn. Pr. 0,75 Mk. 

[26.] Catalogo N. 11 di Libri Scolastici e d'Insegnamento 
Aüanti e Carte Geografiche della Libreria Ermanne Loescher. 
Torino, Firenze, Roma. Novbr. 1881. gr. 8^. 1 Bl. 172 S. 

Einer der reichsten buchhändl. Kataloge dieser Art — grosse 
Auswahl ItaL, Franz. u. Deutscher Litteratur. 

[26.] * Becherches bibliographiques sur les Annuaires stati- 
Btiques ezistant dans les diff^^rents pays; par L^on Lebon, chef 
de bureau au ministdre de Tint^rieur de Belgique. [Extrait du 
Compte rendu st^nographique des Conferences internationales de 
statistique tenues ü Paris les 22, 28 et 24 juillet 1878.] Paris, 
impr. nationale. 1881. 8^ 56 S. 

[27.] * Botanischer Jahresbericht Systematisch geordnetes 



80 lätteratar und IfiflceUen. 

Repertorimn der botanischen Literatur alleor L&nder. Unter Mit- 
wirkung von Askenasy, Batalin, Dingler etc. herausgegeben von 
Professor Dr. Leop. Just. VI. Jahrg. [1878.] Abth. 2. Hft. 2. 
Berlin, Bomtrilger. 1881. gr. 8^. S. 278—496. Pr. n. 5,60 
Mk. (S. Ans. J. 1881. Nr. 1008.) 

* Desselben Werkes YH. Jahrg. [1879.] Abth. 1. Hft. 1. A Abth. 
2. Hft. 1. Das. 1881. gr. S\ 400 & 336 S. Pr. n. 18,40 Mk. 

[28.] $tflodf4e deitf^nft ^ri^. non $. t>. Si^beL SRünd^en u. Setu« 
iig, Otoenboutg. gr. S^. Gnt^. 9leue golge 0^. XL (bet ganzen golge 
47. Sb.) ^ 1. e. 87—188: Siteroturbenc^t (@. Sin). 3. 1881. 
9lt. 1108.) 

Enthält 116 Nrr., deren Titel immer noch die frühere biblio- 
graphische Genauigkeit vermissen lassen. 

[29.] * Yerzeichniss s&mmtlicher Schriften über Architektonik, 
Qeschichte der Baukunst, Kirchenbaukunst, Baustyle etc., welche 
von 1866 — 1881 im deutschen Buchhandel erschienen sind. Mit 
ausführlichem Materien-Register. Leipzig, 0. Gracklauer. 1881. 
8^ 20 8. Pr, n. 0,45 Mk. 

Separatabdruck aus der im Anz. J. 1881. Nr. 1114 angeführten 
m. Abth. des Gracklauer*schen Pachkatalogs über Eunsüitteratur. 

[30.] (Sottbft'i SBriefe. f&tx^idimi berfelben untet Slngobe Don Quelle, 
Ott, S)atum unb SlnfangiSmorten. Ueberft^tftcb na^ ben Smpf&ngem 
geotbnet, mit einet (utsen ^tftedung bed aktbditntffed ®oetbe'd 5u biefen 
unb untet SDUtt^Iung istelet bti^^et ungebtudtet SBtiefe ©oet^'d. 99eat« 
bettet ))on St. 6ttet)Ite. Sief. 2—3. »etlin, $>em^(. 1881. S\ 6. 
65—160. $t. ä n. 1 WL (S. Stas. 3. 1881. 91t. 892.) 

[31.] * Leopardi Giacomo. Poesie scelte e commentate preoe- 
dute da un discorso sullo scetticismo doli' Autore e seguito da 
un saggio di bibliografia Leopardiana a cura di Licurgo Gap- 
pelletti, professore di lottere Itaiiane al B. Istituto tecnico di 
Parma, ecc. Parma, Ferrari e Pellegrini. 1881. S\ XII, 844 
S. Mit Portrait 

[32.] * Catalogo ragionato degli scritti sparsi del Prof. Sa- 
muele Davide Luzzatto, con riferimenti agli altri suoi scritti editi 
ed inediti; di Isaia Luzzatto. Padova, tip. Sacchetto. 1881. 
180. XVI, 488 8. (500 ExempL) 

[83.] * Auguste Mariette, esquisse de sa vie et de ses inr 
vaux, avec une Bibliographie de ses Oeuvres; par Arthur Bhontf. 
[Extrait de la Gazette des Beaux-Arts, septembre 1881.] Paris, 
impr. Quantin. 1881. 8<>. 82 S. m. Vign. 

[34.] Stillet unb @oetbe im Uttf^e t^tet Qaiqeno^tn. SeitungSt 
(tititen, 0etid;te unb Stoti^en 6(biUet unb @oetbe unb beten SBecte be< 
tteffenb, au& ben Sagten 1778—1812, gefammelt unb (^etaudgcfiebcn 
Ml SuUud ffi. iBtaun. Sine dtgänaung au oUen Studgoben bet Scde 



Idüerator und Miscdlen. 81 

Mcfet 3M4tet. Oifte SOtl^img: 6<^IIet. »b. I— IL Seipatdi @<i6Ude. 

8«. XIII, 415 A VIII, 410 6. 9t. n. 15 91». 
YorL ünteraehmen bildet, wie in dem darüber auBgegebenen 
ftoqiacte gesagt ist, „eine Erscheinung, die in der Deutschen Littera- 
tu geradem einzig in ihrer Art dasteht Der Heransgeber hat mit 
mr nicht genug zu rühmenden CMnld, Hingabe und Sachkennt- 
lin rieh fünf lange Jahre der überaus mühevollen Arbeit unter- 
logen, alle grösseren Landesbibliotheken zu durchforschen u. daselbst 
IM tmn Theil sehr seltenen Organen der öffentlichen Presse, aus 
dm Yorigen n. dem Anfang dieses Jbrhdts., alle jene Kritiken, 
Hoüien n. Aufzeichnungen zu sammeln, welche über die Werke 
BHerer beiden grösston Geistesheroen noch bei deren Lebzeiten 
mchisnen — eine Arbeit, die sowohl von geistigem, wie von tech- 
uMton Standpunkte aus die grösstmöglichsten Schwierigkeiten top 
muhte u. die es in vollstem Masse verdient, von der Mit- wie 
Hachwelt dankbar anerkannt zu werden.*^ Abgesehen von dem 
Werthe, den man dem vorl. Werke als Sammlung der betr. Zei- 
tongurtikel zugestehen will, welcher aber hier nicht in Betracht 
koBmt^ ist darauf auftnerksam zu machen, dass das Werk viele 
für bibliographische Zwecke enthält 



BnehbAndler- and antlqnarüiclie Kataloge. 

[8B.] Sigmund Feyerabend sein Leben und seine geschäftlichen 
TerbinduDgen. Ein Beitrag zur Geschichte des Frankfurter Buch- 
hiiidels im sechzehnten Jahrhundert Nach archivalischen Quellen 
bearbeitet von Heinr. Pallmann. Mit 5 Tafeln Abbildungen, 
[Bind VII des Archivs für Frankfurts Geschichte und Kunst] 
Frankfurt a. M., Yölcker. 1881. gr. Lex. 8^. TIU, 272 S. m. 
1 Portr. u. 4 Signet-Taf. 
Paul Dehn hat dem vorl. Werke in der Oesterreieh. Buch- 
Uodler-Gorrespondenz 1881. Nr. 46. S. 487 einen Artikel gewid- 
met» in welchem dem Sigmund Feyerabend, trotzdem dass derselbe 
»im Vereine mit verschiedenen Genossen ein sehr bedeutender Ver- 
leger einer grossen Anzahl von mehr oder minder wichtigen u, 
iiteressanten Werken, u. a. zahlreicher u. schöner Bilderbibeln in 
der ehemals freien Beichsstadt Frankfurt a. M. zur Zeit, als sie 
fioch als Mittelpunkt des Deutschen Buchhandels galt^" gewesen ist, 
doch „das Anrecht, einer späteren Nachwelt in einem so stattlichen 
Bsdie n. mit philologischer Treue gezeichnet u. vorgeführt zu 
werden,*^ aberkannt, u. „die übergrosse Ehrung einer so unbekann- 
teo Grösse, wie Feyerabend gewesen sei, lediglich auf Bechnung 
des Frankifurter Localpatriotismus'^ geschrieben. Ich für meine 
FBTBon finde wie jene Aberkennung dem thätigen u. erfolgreichen 
Wirken Feyerabend^s gegenüber, ebenso die Beschuldigung der über- 
gresaen Ehrung als blossen Ausflusses des Frankfurter Localpatric* 



32 Littoratur und MiBcellen. 

tismuB der dnrchAiis nsparteiischen Arbeit des fleiBsigen u. ge 
ten Verf.*8 gegenüber yollständig angerechtfertigt. Sicher ist Fe 
abend (geb. 1528 in Heidelberg, gest. 22. April 1590 in Fr 
fort) auf dem Gebiete der Formschneiderei il des B&chervei 
in der Blüthezeit des Frankfurter Bachhandels eine durch Ge8< 
u. Th&tigkeit so henrorragende Persönlichkeit, dass man sich 
freuen kann» in der vorL auf Grund der Acten im Frankf 
Stadtarchive sorgftltig bearbeiteten u. yerdiensüichen Darstel 
einen genaueren Einblick in die Geschäftsthätigkeit dieses Ma 
u. damit zugleich auch in die damaligen buchhändlerischen 
hftltnisse zu erhalten, in Betreff welcher letzteren die zahlrei 
Beilagen viel lehrreiches u. interessantes Material enthalten. 
Verf. verdient alle Anerkennung dafQr, ebenso wie auch der 
leger fQr die schöne Ausstattung, die er dem seinen Geschäft! 
wandten gewidmeten Buche gegeben hat. Feyerabend^s Porl 
nach Jost Amman*s Badirnng in Lichtdruck, ziert das Buch 
Titelbild. Auf den am Schlüsse beigegebenen Holzschnittt 
finden sich die von Feyerabend — theils allein 1590, theilc 
Vereine mit seinen Genossen David Zöpfel u. Johann Rasch 1 
—62, mit Simon Hüter 1563—68, mit Georg Bab u. Wei| 
Han^s Erben 1563 — 70, sowie mit Peter Fischer u. Heinrich D< 
1585—89 — geführten Signete in getreuer Abbildung. „I 
Signete,^ schreibt Dehn, „zeigten im Mittelpunkt die Fama mit ^ 
oder Posaune u. yielfach deutsch oder lateinisch die Umschrift: 
Dugent vnd ehr erlangen wil Mus alle Zeit thun wachen viV 
setzt hinzu „Dieses achtbare Motto hinderte indess seinen Inh 
nicht» andere Werke heimlich u. unerlaubt nachzudrucken, aU 
bedenkliche Kniffe u. Pfiffe in der Praxis anzufangen, durch bed 
liehe Processe sich unbequemer Forderungen vertrauensvollen 
schäflsf^eunden gegenüber zu entledigen etc/' Abgesehen da 
dass in diesem Bilde Feyerabend's die Farben etwas stark 
getragen sind, so findet das Gebahren desselben theils in sei 
ziemlich Areudelosen u. verbitterten Leben, theils in dem Gleiste 
damaligen Zeit seine Erklärung u. Entschuldigung. Feyerabend bl 
trotz seiner Schwächen, gleichwohl eine hervorragende Persönlich 
[86.[ Lager-Oatalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 

Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 98 & 

8» (S. Anz. J. 1881. Nr. 1181.) 
Enth.: Staatswissenschaft u. Nationalökonomie (1 Bl. 5 
1119 Nrr.) & Aeltere u. neuere Englische Literatur u. Liters 
geschichte (1 Tit.- u. 85 S. 782 Nrr.). 

[87.] No. 11 & 12 Juridisches Antiquariat Buchhandlung 

Rechts- und Staatswissenschaften von Hermann Bahr in B€ 

Lagerkatalog No. 11 & 12. — Rechtswissenschaft: II. Th. 

vatrechtliche Monographien vu Civilprocess & ni. Th. Straft 



Litteratar und Miscellen. 38 

D. Strafprnzess. 1881. 8«. 1 Bl. 65—186 S. & 1 ßl. 187— 
222 S. 1974—7372 Nrr. (8. Anz. J. 1881. Hr. 776.) 
Enth.: 5. Personen-, Sachen-, Obligations-, Handels-, See-, 
Wechsel-, Autor-, Verlags-, Press-, Familien-, Ehe-, Vormundschafts- 
Becht; 6. Civilprocess, freiwillige Gerichtsbarkeit, Gerichtsverfas- 
Bong (Fehmgerichte); 7. Bechtsfälle, Entscheidungen u. rechtliche 
Gutachten; 8. Criminalrecht ; 9. Griminal-Prozess u. Praxis. 

[88.] Prenss & Jflnger yonn. L. Barschak*s Buchhandlung n. 
Antiquariat in Breslau. Antiquarischer Gatalog 5. — Bechts- 
0. Staatswissenschaften. 8^. 1 Bl. 30 S. 1101 Nrr. 

Fast durchaus Deutsche Litteratur. 

[39.] Librairie ancienne et moderne de J. L. Beijers ä Ut- 
recht. No. 77— 79. Novbr. — Decbr. 1881. 8» (S. Anz. J. 
1881. Nr, 248.) 
Enth. : G€ndalogie et Häraldique, Ordres de Chevalerle et Hi- 
itoire de la Noblesse (21 S. 268 Nrr.); Nederlandsche Taal- en 
Letterkunde (73 S. 1620 Nrr.); Langues et Litt^ratures Orientales 
(31 S. 557 Nrr.). 

[10.] J. Bensheimer (Heinrieb & Schmittner) Buchhandlung 

und Antiquariat Antiquarischer Gatalog 49 & 50. Strassburg 

i. Eis. 1881. 80. (S. Anz. J. 1881. Nr. 37.) 

Enth.: Auswahl werthvoller Werke aus allen Gebieten der 

lüteratur (1 61. 51 S. 796 Nrr.) & Katholische u. evangelische 

Theologie, E[irchengeschichte, Kirchenrecht, Orientalta u. Judaica 

(1 BL 60 S. 1281 Nrr.). 

[41.] Antiquarischer Katalog von F. A. Brockhaus* Sortiment 
und Antiquarium in Leipzig. — Rechtswissenschaft k Staats- 
wissenschaften. gr. 8^ 1 Bl. 37 S. 1210 Nrr. & 1 Bl. 54 S. 
1839 Nrr. 

Gute u. werthvolle Auswahl aus der neueren Deutsch., Franz., 
EogL u. Italienischen Litteratur. 

[42.] Antiquariats-Katalog von Julius Drescher Specialgeschäft 
ftr Theologie in Leipzig. Nr. 14 — 16. — Pi-aktische & Wissen- 
schaftliche Theologie. (1881.) 8^ 1 Bi. 48 S; 1 Bl. 50 S.; 
1 BL 48 8. Zusammen 5375 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 909.) 

Beachtenswerthe u. namentlich im Fache der Biblischen Litte- 
ntor reichhaltige Sammlung hauptoächlich Deutscher Schritten. 

[43.] Otto üarrassowitz: Leipzig. Gatalog Nr. 81. — Ameri- 
cana. Aeltere Geographie und Eeisewerke. (1881.) 8^ 22 S. 
809 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1129.) 

Enth. vieles Aeltere u. Seltnere. 

[44.] 51. Antiquarisches Verzeichniss von Werner Hausknecht 
Antiquariatsbuchhandlung, St. Gallen. (1881.) 8^ 1 Bl. 66 S. 
1425 Nrr.) 

8 



84 Litteratar und Miscelleih 

Meist gangbare Denteche Litteratar ans fast allen Wisset 
Schäften, spez. Theologie, Naturwissenschaft, Geschichte, Belletristil 
Helvetica. 

[45.] Nro. XCYL Historischer Lagercatalog von J. J. Hecken 

hauer in Tübingen. I. Abth. 1881. 8^. 1 Tit.- n. 71 i 

2849 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 871.) 

AUgem. n. Enrop. Geschichte; alte, mittlere n. neue Geschichte 

Philosophie der Geschichte; Enlturgeschichte ; Militairwissenschaft 

histor. Hilfswissenschaften. 

[46.] Gatalog Nro. 7. J. Hess Buch- & Antiqnarhandlnng i 
Ellwangen. — Classische Philologie. 1881. S^. 1 Bl. 38 S 
m. 2 Bll. Nachtrag. 975 Nrr. 

Fast ausschliesslich Griech. n. Römische Autoren nebst Neu 
lateinem. 

[47.] No. 69. Gatalog des antiquarischen Bücherlagers yoi 
Joseph Jolowicz, Buchhandlung und Antiquariat in Posen (Preus 
sen). Inhalt: Classische Philologie. I. Scriptores graeci et latini 
8». 1 BL 70 S. 2601 Nrr. (8. Anz. J. 1881. Nr. 1023.) 

Ungewöhnlich grosse Auswahl. 

[48.] No. 256 & 257. Bflcher-Verzeichniss über Werke au 
dem Gebiete der Philologie und Alterthumswissenschaft &. de 
Schönen Wissenschaften, Kunst und Einderschriften, welche be 
Theodor Eampffineyer in Berlin zu haben sind. 1881. 8^. 1 Bl 
78 S. & 1 Bl. 84 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1188.) 

Billige u. schon desshalb empfehlenswerthe Artikel. 

[49.] Antiquarischer Katalog No. 17 von Ludwig Koch The<v 
logisches Antiquariat in Hamburg. Inhalt: Theologie, Kirchen 
geschichte, Kirchenrecht. 1881. 8^ 1 Tit.- u. 85 S. 1198 Nn 
(8. Anz. J. 1881. Nr. 1135.) 

Meist Deutsche Litteratur. 

[50.] Antiquariats-, Sortiments- und Verlags-Buchhandloni 
von Wilhelm Koebner (L. F. Maske's Antiquariat) in Breslau 
150. Katalog. — Evangelische Theologie. (1881.) 8^. 1 Bl 
94 S. 2493 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1027.) 

Enth.: Bibelausgaben u. Theologie im allgemeinen« 

[61] K. F. Koehler's Antiquarium in Leipzig. Gatalog No 
857. — Literatur und Kunst 1881. 8^. I BL 90 S. 171J 
Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1028.) 

£nth. alt u. neuere Deutsche, Holland, u. Friesische, Engl 
Bomanische Litteratur, Bibliographie etc., Kunstgeschichte, Kupfer 
u. Holzschnittwerke, Theater u. Musik, Schachbücher, Guriosa. 

[52.] Librena antiquaria di Ermanno Loescher Torino. Gate 
logo N. 85. — FUologia classica. Novembre 1881. 8®. 1 Bl 
49 S. 1612 Nrr. (S. Anz, J, 1881. Nr. 1188.) 



r- 



Litterator nnd Miscellen. 35 

Zorn überwiegenden Theile Griechische u. Rumische Classiker 
Q. Neolateiner. 

[5S.] 68. Bücher- Verzeichniss aus Mayer & Müller's Antiqua- 
riat in Berlin. — Neuere deutsche Literatur vom 30 jährigen 
Kriege bis zur Gegenwait (1881.) 8^ 24 S. 859 Nrr. (S. 
Adi. J. 1881. Nr. 671.) 

Die Deutle Litteratnr bis zum 80 jähr. Kriege s. im unten 
Sl 85 erwähnten Verzeichnisse. 

[54.] Catalog Nr. 96. Schweizer. Antiquariat von Orell Füssli 
und Cie. in Zürich. — Deutsche Sprache und Litteratur. (1881.) 
8«. 1 BL 114 S. 4721 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1141.) 

Se?ir reiche Auswahl von Classikern (u. a. Göthe 200 Nit. 
u. Schiller 268 Nrr.), Belletristik u. Unterhaltungsschriften. 

[65.] Lagerkatalog No. 30 der Buchhandlung fQr Staats- und 
Rechtswissenschaft Puttkammer & Mühlbrecht (Verlag der Ver- 
öffentlichungen des Kaiserlichen Statistischen Amtes in Berlin 
etc.) in Berlin. — £ine Zusammenstellung bemerkenswerther 
Werke auf den Gebieten der Rechtswissenschaft, Verwaltuiigs- 
kmide, Volkswirthschaft, Fiuanzwissenschaft und Statistik, welche 
theils antiquarisch, theils neu bezogen werden können. (1881.) 
gr. 8». 1 B). IV, 182 S. Mit Inseraten-Anhang 14 BIL Pr. 3 Mk. 
Ein ausserordentlich reichhaltiges, systematisch geordnetes u. 
mit alphabetischem Sachregister versehenes Verzeichniss, welches, 
obwohl es zunächst lediglich Verkaufsinterei^sen dient, doch auch 
um seiner Beichhaltigkeit u. Uebersichtlichkeit willen dem Gelehrten 
sowohl als dem Praktiker als bequemes Nachschlagebuch sehr 
nützlich u. willkommen sein wird. Als ein Beispiel der Reichhal- 
tigkeit des Inhaltes sind einige der interessanteren Litteraturgruppen 
hervorzuheben: Commentare der Civilprocessordnung (57 Titel), 
Konkorsordnung (25), Strafprocessordnung (36), Handelsgesetzbuch 
(25)f Lehrbücher d. Völkerrechts (55), Über die Frage der Se- 
CQ&där-Eisenbahnen (41), Arbeiterfrage (140), Geld- u. Münzwesen 
(178), Hilfs- u. Invalidenkassen (50), Judenfrage (134), Socia- 
lismas (121), Tabacksteuer (32), Zunfbwesen (90), Duell (33), u. 
s. w. Die Austattung des Buches ist eine elegante. 

[56.] No. 340. Gatalogue of Periodical Literature, Journals 

and Transactions of Leamed Societies, Issues from Government 

and Private Presses, Collections. Offered for Cash by Bemard 

Quaritch. London, November 1881. 8^ 2 BIL 445—572 S. 

4543—6559 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 716.) 

Nur ein kleiner Theil von Dem, was im vorl. Antiquarkataloge 

in grosser Anzahl zum Vorkaufe ausgeboten ist, würde anderen 

toartigen Katalogen schon einen erhöhten Werth geben. Ich mache 

nur beispielsweise im vorL Kataloge auf die beiden Saiten aus „Sir 

8* 



■^j*.. 



36 Tiitteratnr und Hiscellen. 

Thomas Phillipp's Private Press" u. der „Prince L. L. Bonaparte's 
Philological Publicalions" aufmerksaiDy von denen in anderen Ka- 
talogen in der Regel nur vereinzelte Stücke zu finden sind. 

[67.] No. 183 & 138. J. Scheible's Antiquariat und Verlags- 
buchhandlung in Stuttgart. (1881.) gr. 8^ (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 1147.) 
Enth.: Kunstgeschichte u. Kunstiheorie, Knpferwerke (1 Tit.- 
u. 19 S. 427 Nrr.) & Literarische Curiositäten (1 Bl. 16 S. 480 
Nrr.). Letztere bestehen nur aus Eroticis u. sonst auf Frauen be- 
zflglichen Stücken. Möge diese Bemerkung nicht wieder, wie eine 
ähnliche früher (s. Anz. 1880. Nr. 1291), von der Scheibl^'schen 
Firma als »^eine hämische u. durchaus unwahre^' bezeichnet werden. 

[68.] 68. Antiquariats-Katalog von Simmel & Co. in Leipzig. 
Naturwissenschaften. 8^ 1 BI. 41 S. 1180 Nrr. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 1037.) 

Hauptsächlich Naturgeschichte. 

[59.] II. Verzeichniss antiquarischer Bücher von Carl Steyer 
Antiquariat Cannstatt bei Stuttgart. — Classische Philologie. 2. 
Abth.: Alterthumskunde nebst Anhang: Sprachwissenschaft 1881. 
8«. 1 Bl. 37 S. 1066 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1149.) 

Gute Auswahl. 

[60.] v'2d0.) Slntiauarifdbet Jtotalog ))on Serbinanb Stemtopf in 
Stuttgart — @<l^5ne äBtHenfciKiften In beutf<^ 6pta^ BaxanuHß 
mxU. 3eitf4nften. 8^. 1 SI. 56 6. (6. oben 9flc 1148.) 

Grösstentheils Lltteratur des XIX. Jhrhdts. 

[61.] 85 & 89. Verzeichniss des antiquarischen Bücher-Lagen 
von Karl Theodor Völcker*8 Verlag und Antiquariat in Frank- 
furt a. M. 1882 A 1881. 80. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1158.) 
Enth.: Geschichte von Deutschland u. Oesterreich (1 BL 89 
8. 1853 Nrr.) & Litteratur- u. Gelehrtengeschichte, Bibliogn^pbie 
(1 Tit- u. 27 S. 614 Nrr.). 

BibltotliekwiBseiiseliafI« 

[62.] Monthly Notes of the Library Association of the United 
Kingdom. Vol. IL London, Trübner & Co. 1881. 8^. (S. Am. 
J. 188 L Nr. 1047.) 

Enth. in Nr. 10 u. 11: October Monthly Meeting — Beport 
of the Edinburgh Meeting — Annual Meeting at London — Cata- 
loguing Bules of the Library Association of the United Kingdom 
— Constitution of the same Association — Notices of Books — 
November Monthly Meeting — Library Notes — Bibliographical 
Notes — Ancient Librarians. B. 



'■-■oi 



Litteratur und Miscellen. 



87 



Jlibliotliekenlelire. 

[68.] ♦ Library Aids, by S. S. GTreen. [Reprinted by the 
Boreaa of £du<'atioD, from the Library Jonmal VI, 104 — 11.] 
Washington. 1881. 8^. 18 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 635.) 

[64.] ^ The Public Library and the School Children; an 
appeal by James M. Hubbard. Boston, Williams & Co. 1881. 
8*. 28 8. 

Bibliotliekenkiiiide. 

[66.] Bulletin of the Boston Public Library. Vol. 17. No. 

12. (Whole Nr. 59.) October 1881. Lex. 8« S. 878—408. 

(8. Ans. J. 1881. Nr. 928.) 

£Dth. an der Spitze die gewöhnlichen Personal- n. Bibliotheks- 

lotuen; darauf folgt das Zuwachsverzeichniss des IIL Quartals 

ii d. Bates Hall, Lower Hall and Branches u. Charlestown Brancb ; 

IIB Schlüsse von Specialitäten : Renaissance Part 17 u. United 

SiteB Congressional Documents. 

[(6.J Library of Harvard University. — Bibliographical Con- 
tribotione. Edited by Justin Winsen, librarian. No. 14. Notes on 
the Historical Hydrography of the Handkerchief Shoal in the 
Bahamas. By William H. Tillinghast. Bepublished from the 
Metin of Harvard University. Cambridge, Mass.: University 
ftflSB. 1881. gr. 8«. 1 Bl. 258—63 S. (S. Anz. J. 1881. 
Sr. 1155.) 

[67.] * Free Public Library of San Francisco. luformation 
lod rules for the guidance of borrowers. San Francisco. 1881. 
M«. 16 S. 

ffierüber s. Library Journal 7üL 7L Nr. 11. S. 291. 

[18.] Zugangs-7erzeichniss der Grossherzoglichen Hofbiblio- 
thek in Darmstadt 8. Quartal 1881. — Unterzeichnet: Gross-' 
henogliche Hofbibliothek-Direction. Dr. Walther. Ausgeg. im 
Hovember 1881. 8^. 26 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1050.) 

[69.] Gatalogus Bibliothecae Danteae Dresdensis a Philalethe 

b. B/dge loanne Saxoniae conditae auctae relictae. Edidit Julius 

PMsholdi. Lipsiae, Teubner. gr. 8^. 71, 126 S. (20 Exempl. 

hsbes die photogr. Abbildung der in der Bibliothek vorband. 

DantebOste als Titelbild.) 

Dieser dem Prinzen Georg von Sachsen — dem Sohne des 

Ten! Königs Johann u. pietätsvollen Förderer der Bibliothek — 

gewidmete Katalog, das bibliographisch genaue 7erzeichni8s der 

vom König hinterlassenen u. der Prinzl. Secundogenitur-Bibliothek 

in Dreaden angehörigen reichen Dantesammlung ist vom Herausg. 

imilehst Q. in der Hauptsache dazu bestimmt, den von ihm behufs 

ciiMr künftigen Biographie des Königs bereits veröffentlichten 



88 Litterator and Miscellen. 

Schriften insofern sich anznschliessen, als diese Dantesammlun 

eigene Schöpfung des Könige ist, n. desshalb eine Darstellun 

selben, schon im Hinblicke auf die Eönigl. Dantearbeiten, bei 

Biographie des Königs wohl kaum gut vermisst werden ( 

Nächstdem hat der Katalog aber auch den Zweck, die Grui 

zu einer auf das sorgföltigste bearbeiteten Dante-Bibliograp] 

bilden. Denn wenn auch an Dante-Litteraturen u. Bibliogr: 

nichts weniger als Mangel ist, im Gegentheile dergl. Schrif 

aussergewöhnlich grosser Anzahl vorhanden sind, so leiden die 

doch sämmtlich mehr oder weniger an bibli(»graph. Ungenai 

um desswillen, weil den Yeif. ein mehr oder minder grosser 

der yerzeichneten Danteschriften nicht in natura vorgelegen '. 

[70.] Dr. Wladyelaw Wislocki. KaUlog R^kopisow Bibl 

üniwersytetri Jagiellofiskiego. Cz^6 I. Wst^p. R^kopisy 1 — 1 

n. B^kopisy 1876 — 4176. Index. Nakladem Akademii UmieJQti 

Krakowie. A. n. d. Tit. : Catalogos Codicnm Mannscriptonim Biblii 

üniversitatiB Jagellonicae Cracoviensis. Sumptibns Academiae lit 

Cracoviensis. Fase. 7— 8. Cracoviae, typ. Univerßit. Jagellon. 18'< 

Lex. 8°. LI S. Vorrede,I745-876 S. Text u. LXXXII S. Register. 

Titeln znm I. n. 11. Theile a 2 BIL (S. Anz. J. 1880. Nr. i019. 

Die beiden vorl. Hefte, mit denen der Handschrifbenk 

geschlossen ist, enthalten die Verzeichnung u. Beschreibur 

Handschriften Nr. 3419— -4176, sowie ausserdem eine eingi 

historische Einleitung nebst einer Nummem-Concordanz (Zesta 

dawnych znaköw z obecnymi numerami) u., was das Wichtigste 

den zumal aus vielen Miscellanbänden bestehenden Handschrifbenv 

erst eigentlich zugänglich macht, ein Register. Hatte ich frül 

Hoffnung ausgesprochen, „dass es der Fleiss u. die Sorgfci 

Herausg.'s gewiss nicht an einem gut gearbeiteten Register 

lassen werde, welches erst Klarheit u. Uebersichtlichkeit i 

Mischmasch bringen mtlsse, den der Handschrifbenvorrath in 

Aufstellung bilde'S so freut es mich sagen zu können^ dass 

Hoffnung nicht getäuscht worden ist. 

[71.] * Catalogue de la Bibliothdque municipale de pr6t | 
de la mairie du 17e arrondissement de la ville de Pari; 
rue des Batignolles. Paris, imp; Hennyer. 1881. gr. 12^. 

[72.] * Eton College Library. By P. St John Thai 
Beprinted from Notes and Queries. London, Simpkin. 
WiUiams.) 1881. Schm. 16^ 100 S. Fr. 5 s. 

[78.] * La Biblioteca popolare circolante di Longastrin 
Prof. Antonio Zaccaria. Permo, tip. Ciferri. 1881. 8^. 17 

[74.] Le Scritture in volgare dei primi tre secoli della 
ricercate nei Codici deUa Biblioteca nazionale di Napol 
assistente Alfonso Miola. (GQntinuaziuue.) £nth. in: II i 



Litteratar und Miscellen. 89 

gnitore Periodico bimestrale di FiMogia, di Storia e di Bib- 

liognfia institoito e diretto da Francesco ZambrinL [In Appendice 

aUs Collezione di Opere inedite o rare.] Tom XI V. Pari 2. 

j Bologna, BomagnolL 1881. gr. 8^ S. 141—67. (S. Anz. J. 

I 1881. Nr. 946.) 

[TS.] npasBn Esdiioieiai HMnepaiopcRaro G.-IIeTep(typrcRaro 7br- 

MpGcren. (YTBepaEXeHu 1-ro ceEzapÖs 1873 r.) Ile^nTaHO no pacnopa^em» 

Qabtä HMnepaxopcKaro G.-neTep6yprcKaro ymmepcirreia, 12-ro 0RTA6pir 

1881 T. Iteorp. man» i ko. 8^ 6 8. (Begeln der Kaiser!. Feten- 

1 Inrger üniTeintatBbibliotbek. Bestätigt am 1. Sptbr. 1878). 

[76.] üpoiOKazu SaciAftHiH Gostat HBinepaiopcRaro G.-IIeTep6yprcRaro 
YfliBepacreia. Ko. 19 & 23. — ÜpKioxeHie. HuBesTapL EHdjdoreKH 
TancpciTeTa No. I ft m. 3a 1877 & 1879 TOjn>. G.-nerepÖyprL. Th- 
noip. maxn i Ko. 1879 & 1881. gr. 8^ lY, 144 S. & IV, 116 S. m. 
angeh&ngtem: Appendix. Index alphabeticns in Patrologiae cnrsns com- 
pleti ab J. P. Ifigne editi seriem graecam. Gomposnit Alexander Kreis- 
kg. ym 8. (Sitrangsbericbte des Kaiserl. Petersburger üniversitäts- 
nfhas No. 19 & 23. Beilage. Inventar der üniyersitStsbibliothek No. 

i U m Tom J. 1879 & 1880.) 

i Die Arbeiten an dem Bibliotbekskatalog, über welchen sich im 

[ Am. J. 1866. Nr. 770 u. J. 1868. Nr. 265 Mittheilungen von 

Kui Allendorf finden, haben c. 1868 eine Unterbrechung erfahren, 

l Bind seitdem nicht wieder aufgenommen worden. Die Schuld 

bnn mag wohl hauptsächlich in der Ueberbürdung des geringen 

Kbliothekspersonals — dem Bibliothekar G. Salemann stehen nur 

8 Gehilfen A. Ereisberg, Th. Istomin u. N. Tito zur Seite — 

äreh die Fülle der laufenden Arbeiten in der ebenso umfänglichen 

iie stark benutzten Bibliothek zu suchen sein. Um dem f&hlbaren 

btalogmangel einige Abhilfe zu schaffen, hatte die zur Bevision 

der Universitätsbibliothek bestellte Gommission dem GonseU der 

Universität vorgeschlagen, dass der Bibliothekszuwachs von 1877 

in alljährlich regelmässig katalogisirt u. gedruckt werden solle, u. 

das Gonseil diesem Vorschlage seine Zustimmung gegeben. In 

Folge dessen hat der Bibliothekar die beiden vorl. Zuwachsverzeich- 

msse veröffentlicht u. wird das dazwischen gehörige (über den Zu- 

vichs des J. 1878), dessen Druck noch nicht beendigt ist^ baldigst 

mchfolgen lassen. Beide Zuwachsverzeichnisse sind übereinstimmend 

ijBiematiach geordnet, u. in beiden sind auch übereinstimmend in 

Wer der wissenschaftlichen Abtheilungen die Bussischen Schriften, 

irdche naturgemäss die erste Stelle einnehmen, von den fremdlän- 

lischen geschieden u. alphabetisch verzeichnet. Dagegen weichen 

«de von' einander insofern ab, als die Büchertitel im ersten Ver- 

leichnisse, nach früher häufig üblicher Weise, in Bubriken gedruckt, 

m anderen aber die Bubriken mit nicht unerhfblicher Baumer- 

ffunvaa in WegM gebracht worden sind. Der Zuwachs zeigt in 



40 Litteratur und Miscellen. 

allen Wissenschaftsfachern, in denen sich die fremdländische Litte- 
ratur, namentlich die Deutsche, anerkennenswerth zahlreich ver- 
treten findet, gute Auswahl, u. ist hauptsächlich im Fache der 
periodischen u. verwandten Litteratur sehr bedeutend. Besonders 
umfänglich ist der Zuwachs im J. 1879, in dem es der Bibliothek 
geglückt ist, einige grössere n. namhafte Erwerbungen zu machen. 
Unter letzteren verdienen ein Theil der vom verst. Direktor der 
Eremitage Gedeonof hinterlassenen Bibliothek, sowie eine vom Can- 
didaten A. Pozdniejef auf einer Studienreise in der Mongolei er- 
worbene Sammlung von Xylographen, Mss. etc. hervorgehoben zu 
werden. Eine jedenfalls den Lesern von Migne*s Griechicher Pa- 
trologie sehr willkommene Beigabe zum Zuwachsverzeichnisse vom 
J. 1879 bildet der fleissig gearbeitete Personalindez zu diesem 
umfänglichen Werke. 

[77.] Catalogue de la Biblioth^ue de TEglise Fran9aise de 
Bale. 1881. Bale, impr. de Biehm. gr. 16<>. 64 S. 

Die c. 1500 Bde starke Bibliothek ist zur Erholung, Beleh- 
rung u. Erbauung fftr Alt u. Jung der Franz. Protestanten-Ge- 
meinde zu Basel bestimmt. Ihre Begründung, anfangs als Privat- 
sammlung, durch H. Thomas u. Aug. Gourvoisier in Gemeinschaft 
mit den Frauen Merian-Wieland, Locher-Ebray u. Merian-Stückel- 
berger, fällt in das Jahr c. 1827. Um der Zerstreuung dieser Sammlung 
nach dem Tode ihrer Besitzer vorzubeugen, ist dieselbe 1849 dem 
Consistorium als Eigenthum übergeben worden. Nach Bestimmung 
des Gonsistoriums führt einer der Geistlichen der Gemeinde die 
Aufsicht über die Bibliothek u. leiht an jedem Sonntage nach dem 
Schlüsse des Gottesdienstes an Diejenigen, welche ein halbjährl. 
Abonnementsgeld von 1,50 Fr. zahlen, Bücher aus. 

PriTatMbliotliekeii. 

[78.] 61. Bücher-Verzeichniss aus Mayer & MüUor's Antiqua- 
riat in Berlin. — Mathematik. Physik. Astronomie. Meteoro- 
logie. Meist aus den Bibliotheken der Professoren Böttger 
(Franfnrt a. M.), Moser (Königsberg i. Pr.), Bhodius (Berlin) 
(1881.) 8^ 1 Tit.- u. 78 S. 2445 Nrr. (S. oben Nr. 53.) 
WerthvoUe mathematische Sammlung hauptsächlich Deutscher, 
auch Franz. u. Englischer Litteratur. 

[79.] Gatalogus van Boeken, Plaatwerken en eene fraaie ver- 
zameling Muziek, nagelaten door Dr. Bemard ter Haar, Bustend 
hoogleeraar te Utrecht; Ph. J. Bachiene, Lid van den Baad 
van Staate; en G. Gastens, Oud-Besident op Java, 'tf Graven- 
hage, Martinus NijhofL 1881. gr. 8<>. 1 Bl. 100 S. 2891 Nrr. 
Nebst 1 Bl. Yerzeichniss Arab., Javan. u. Malaiischer Mss. aus 
Gastens* Nachlass, 26 Nn*. (Auct. 16. Debr. 1881.) 



VA* ■■ 



Litieratur und Miscollen. 41 

Hsoptsächlich Theologie spez. Kirchengeschichte, Rechts- u. 
Staitswissenschaft, Geschichte, Schöne Wissenschaften. 

[80.] Verzeichniss der nachgelassenen Bibliotheken der Dr. 

phil. Joh. Georg Keil in Leipzig, Herausgeber des Calderon, der 

Biblioteca Italiana etc. und Superintendent Noeldechen in Cracau 

bei Magdeburg, nebst mehreren andern Bibliotheken. Leipzig, 

List & Prancke. 8^ 1 Bl. 111 S. 3870 Nrr. (Auct 13. Febr.) 

Besonders bemerkenswerth sind die Abschnitte : Italien., ^an. 

0. Portag. Sprache u, Litteratur; ältere u. neuere Holzschn.- u. 

Knpfenrerke; Theologie; Belletristik. 

[81.] * Catalogue de la Bibliothöque de feu Beaumarchey, 
ancien professeur au College d'Aix. Aix, Makaire. 1881. 8^ 
(Auct. 5. Decbr. 1881.) 

[8t.] Bibliothek Flosa. U. Abth. Beformationsbibliothek. Ver- 
leichoiss der von dem Professor Dr. J. H. Floss in Bonn nach- 
gelassenen Beformationsbibliothek. Bonn, H. Lempertz* Antiqua-» 
riat (P. Hanstein). 1881. 8^ 1 Tit.-, VI, 197 S. 3674 Nrr. 
Auct. 16. Jan. 1882. (S. Anz. J. 1881. Nr. 817.) 

Eine wahrhaft reiche litterarische Fundgrube. 

[83.] * Catalogue de la Biblioth^qne de feu Ch. Giraud, mem- 
bre de Tlnstitut, haut dignitaire de FUniversit^, etc. Paris, H. 
Champion. 1881. 8^. (Auct. 12. Decbr. 1881.) 

[84.] Brockhausen & Bräuer Buchhandlung und Antiquariat in 
Wien. Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers. Nr. 4. — 
Bibliothek des verstorbenen Professor Dr. Hermann Herwig in 
Dannstadt. Mathematik und Physik, insbesondere Elektricitäts- 
lehre. 8^. 1 Bl. 15 S. 371 Nrr. (S. Anz. J. 1880. Nr. 614.) 

Hauptsächlich Deutsche Litteratur. 

[85.] 62. Bücher- Verzeichniss aus Mayer & MüUer's Antiqua- 
riat in Berlin. — Deutsche Philologie. Zum Tbeil aus der Bib- 
liothek des Direktors Prof. Adalbert Kuhn in Berlin. (1881.) 
S\ 1 Bl. 55 S. 1945 Nrr. (S. oben Nr. 78.) 
Goth., Deutsch« (bis zum 30. Kriege), Nord., Angelsächs., 
Alt- u. Mittel-Engl., Niederländisch, Bunen, Grammatik, Litteratur- 
geschichte etc. 

[86.] Katholische Theologie. No. 59. Antiquarischer Katalog 
Ton Heinrich Kerler Antiquariats-Buchhandlung in Ulm. Enthält 
die Bibliothek des f Bcneficiaten Maier in Kissingen. 8^. 1 
Tit.- u. 19 S. 681 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1134.) 

Meist nur gangbare Deutsche Litteratur. 

[87.] No. 56. Bibliotheca historica. V. Abth. Prussica. 
Geschichte Ost- und Westpreussens und des deutschen Ordens- 
landes nebat altpreussischeri littauischer, lettischer und esthni- 



42 Litterator und Miscellen. 

scher Sprachwissenschaft. Letztere aas der Bibliothek des Pro 
Ferd. Nesselmann. Yerzeichniss des Antiquarischen Bflcherlagei 
von Ferd. Eaabe's Nachf. Eugen Heinrich Antiquariat und Bad 
handlung in Königsberg L Pr. 8<>. 1 Bl. 26 S. 4545—529 
Nrr. Nebst 1 Bl. Nachtrag 6861—6980 Nrr. (S. Anz. « 
1881. Nr. 1186.) 
Der Nesselmann'sche Abschnitt ist von besonderem Interes» 

[88.] Gatalogus van eene belangrijke yerzameling Boeken, vooi 
namelijk over Bechtsgeleerdheid, Aardrijkskunde, Gtoschiedenii 
Godgeleerdheid, Wijsbegeerte, Natuurlijke Geschiedenis, Geneee 
künde, Technologie, Schilder- en Bouwkunst, Bibliographie, Taal- e 
Letterkunde, Bomans, Eantoorboeken, enz. alsmede eene zec 
fraaie yerzameling Japanische Yoorwerpen, Schilderijen, Brenl 
kästen, enz. Gtodeeltelijk nagelaten door G. J. N. Nieuwenhui 
Baadsherr in het voormalig Provinciaal Hof van Utrecht ütrech 
J. L. Beyers, gr. 8^^. 2 Bll. 103 S. Ueber 2000 Nrr. (Aac 
17. Decbr. 1881.) 

Qrösserentheils Holland, u. Französische Jjitteratur. 

[89.] Biblioteca storica Italiana. BuUettino periodico bim< 
strale Anno V. Novembre— Decembre 1881. Num. 59—60. - 
Gatalogo dl sceltissima Biblioteca appartenuta al f a notissimo fil( 
logo Italiano Abate Luigi Bazzolini, socio della Gommissione d* 
testi di lingua äccademico didascalico ecc. (Parte I) contenenl 
Grusc^ Baritä Bibliografiche e Guriositä. Yendibili presse Gennai 
GioM e Figlio. Napoli, tip. di Marchese. gr. 8^ 1 Bl. 58 i 
5001—6000 Nrr. 

Hauptsächlich Italien, ausgewähltere u. viele seltnere Litteratu 

[90.] No. 61. Katalog einer ausgewählten Sammlung vo 
Werken aus dem Gesammtgebiete der Geschichte und ihrer Hilft 
Wissenschaften. Zu beziehen von dem Buchhändler und Antiqua 
B. L. Prager Specialgeschäft f&r Bechts- u. Staatswissenschafte 
u. Geschichte in Berlin. IL Abth. : zu grossem Theile aus dei 
Nachlasse des Langerichtsrath Bosenberg in Berlin. 8^. 1* B 
27 S. 1650—2274 Nrr. (S. Anz. J. 1881/ Nr. 789.) 

Enth. (beschichte der aussereurop. Länder sammt Polen, Gric 
chenland etc., Elirchengeschichte, Geschichte des Jüdischen Volke; 

Abdrücke ans BibL-Handsclirlfteii. 

[91.]. SHe J^iftorifd^spolitifc^n SSoIfölieber bed bretügjä^ngen firiegei 
Hud füegenben Sl&ttem, fonftigen Srudtwerten unb (Kinbfdbnftlicbe 
Ouellen gefammelt unb nebft ben Singtoetfen ^fammengefleOt )H)n ^ai 
ffiUt^m S^ett^ertn )9on 3)itfuTt^. ()etaui^egeben t)on ftati IBartfd 
detbelberg, SBtntet. S^. XVI, 855 €. $r. n. 12 SOtt. 

Da die H&lfte der hier yeröffentUchten Lieder — darunter viel 



Litterator und Miscellen. 43 

TOD geschichtlichem wie dichterischem Werthe — bisher noch onge- 
dmckt gewesen ist, so wird diese Sammlung auch neben den 
frtliieren von Weller n. Opel-Gohn ihren selbständigen Werth haben 

[92.] * 2)er ungefälfd^te fiut^ nad) ben Urbniden ber flönigl. öffent« 
Um 9)iblü)tbe! in Stuttgart ^ergefteUt t)on Dr. fiarl ipaod- 14. u. 
15. Sbdft. [3)ad 5., 6. u. 7. ftapitel 6. aRattbdi.] Stuttgart, SRelsIer. 
1881. 120. 6. 177—363. $r. k n. 0,40 3Rf. (S. Slnj. 3- 
1881. Sr. 1071.) 

[93.] "*" Chroniqne de Jean Le Fdvre, seigneur de Saint-Bemy, 
transcrite d*nn manuscrit appartenant ä la bibliothäqne de Bou- 
logne-snr-Mer, et publice pour la Soci^tä de THistoire de France, 
par Franfois Morand. Tom. n. Paris, Loones. 1881. 8^ LIX, 
550 S. Pr. 9 Fr. (S. Anz. J. 1876. Nr. 760.) 
Gehört zu den „Pnblications de la Soci^t^ de THistoire de 
France". 

[94.] '*' Jonmal pendant son sdjjour ä Constantinople (1672 — 

1678), par Antoine Galland, pnbli^ et annotä par Charles Sche- 

fer. Tom. I— IL Paris, Leronx. 1881. Imp. 8®. XVn, 286 

i 220 S. 

Die Handschrift des Tagebuches gehört der Pariser National- 

bibHothek. S. Literai-. Centralbibl. 1881. Nr. 48. Sp. 1637—38. 

[95.] Berum Britannicamm medii aevi Scriptores. — Henrici 
de Bracton de Legibus et Gonsuetudinibns Angliae. Libri quinque 
in Tarios tractatas distincti. Ad diversomm et yetustissimornm 
codicum coUationem typis vulgati. Edited bj Sir Travers Twiss, 
Q. C, D. C. L. Vol. IV. London, Longman & Co. 1881. Lex. 
8*. CVII, 647 S. Pr. n. 10,50 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1198.) 

It — Begistrom Malmesburiense. The Begister of Mal- 
fflesbnry Abbej; preserved in the Public Becord Office. Edited 
bj the lato J. S. Brewer, M. A., preacher at the roUs, etc., and 
Charles Trice Martin, B. A., F. S. A. Vol. IL London, Long- 
man & Co. 1880. Lex. 8". LXXXIX, 495 8. Pr. n. 10,50 Mk. 
(8. Anz. J. 1879. Nr. 972.) 

[96.] * The Codex rescriptas Dublinensis of St. Matthew's Gos- 
pel (Z). First published by Dr. Barrett in 1801. A new Edi- 
tion, revised and augmented. Also, Fragments of the book of 
Isaiah in the LXX version, from an ancient palimpsest, now first 
published. Together with a newij discovered fragment of the 
Codex Palatinus. By T. K. Abbott, B. D., Prof. With two plates 
of facsimiles. London, Longmans & Co. 1880. gr. 4^. 23, IiXIV» 
10 S. Pr. n. 10 Mk. 

Hierüber s. Literar. Ceutralbl. 1881. S. 1743—44. 

[97.] II Canzoniere Palatino 418 della Biblioteca nazionale di 
Firenze. Pubblicato da Adolfb Bartoli e Tommaso Casini. (Con- 



44 Litteratur und Miscellen. 

tisaazione.) Enth. in: II Propngnatore Periodico bimestrale 
Filolngia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretto da Fr 
ceaco Zambrini. [In Appendice alla CoUezione di Opere ine< 
rare.] Tom. XIV. Part II. Bologna, Bomagnoli. 1881. gr. 
8. 58—91. 

[98.] * Le Manuscrit dlsocrate ürbinas CXI de la Vatica 
Description et bistoire, recension du Pan^gyriqne; par Alt 
Martin, de l^cole fran9aise de Borne. Paris, Thorin. 1881. 
87 S. 

Aus der „Biblioth^ae des Ecoles fran9ai8es d'Atb^nes et 
Bomei fasc. 24'' abgedruckt. 

[99.] Aus Agram bat sich, im Hinblicke darauf, dass „ 
Ereignisse der jüngstyerflossenen Jahre die Augen der ganzen 
Yilisirten Welt auf die Südslavischen Länder u. besonders auf 
aufblühenden jungen Fürstenthümer der Balkanhalbinsel gezo^ 
haben", Dr. Ivan von Bojniöiö, Conservator-Adjunct des Kroat. i 
tionalmuseums, veranlasst gefunden, vom Anfange des Jahres e 
Yierteljahrschrift „Südstavische Bevue'^ erscheinen zu lassen, 
welcher unter anderem „eine vollständige Bibliographie sämmtlic! 
neuen Erscheinungen auf den Grebieten der Kroatischen, Serbisch 
Bulgarischen u. Slavonischen Litteratur'' geboten werden soll. 

[100.] Aus Berlin schreibt das „Deutsche Tageblatt" v 
9. Novbr. 1881. Nr. 217 über die Königliche öffentüche Biblioth< 
„Man kann wohl von vornherein den Satz als unumstössüch rieh 
anerkennen, dass eine grosse öffentliche Bibliothek, insbesondi 
solche, wie die Königlichen, die Stadt- u. Universitätsbibliotheli 
in unseren verschiedenen Städten, zu den wichtigsten öffenUicl 
Instituten gehören, die überhaupt existiren, Gemäldegallerien, Kun 
kabinete, Museen nicht ausgeschlossen. Wenn aber ein öffentlicl 
Institut die Segnungen, die es seinem Charakter nach d^m Fubliki 
bringen kann, auch wirklich bringen soll, so dürfte die erste I 
dingung sein, welche schon in dem Worte „öffentlich** liegt, dt 
das betreffende Institut Jedem leicht u. in seinem ganzen Umfan 
zugänglich sei. Mit einer Bibliothek mag das wohl seine Schw 
rigkeiten haben. So lange nicht die aurea aetas der allgemein 
Ehrlichkeit über die Menschheit hereinbricht, so lange es an c 
„Kleptomanie" leidende Bücherwürmer geben wird, die aus reii 
Bücherbesitzwuth es nicht lassen können, wenn irgend mögli 
Druckschriften aller Art zu annektiren, so lange müssen u. werd 
auch dem Publikum in der Benutzung öffentlicher Bibliothek 
grössere Beschränkungen auferlegt werden, als in der Benutzu 
irgend anderer öffentlicher Institute. Doch sicherlich — es gic 
ein Mass in allen Dingen! Und — um auf den Kernpunkt unsei 



r 



Litteratnr tmd Misodlen. 45 

Betnchtong zu kommen: es mnss Demjenigen, der in anderen 
grosseren Städten Deutschlands u. des Auslandes in der Lage 
gewesen ist, häufig öffentliche Bibliotheken zu wissenschaftlichen 
Zwecken zu benutzen, erscheinen, als werde in der unschätzbar 
raiehbaltigen Königl. Bibliothek unserer Eeichshauptstadt das Maass 
der Vorsicht doch etwas zu reichlich bemessen. Darf doch selbst 
du Lesezimmer, welches z. B. in Dresden Jedem ohne Ausnahme 
offen steht, hier erst dann benutzt werden, wenn man nach gründ- 
licher Legitimation eine Karte gelöst hat. In der Sächsischen 
Hanptstadt — bleiben wir einmal bei diesem Vergleiche — ist die 
Zahl der geforderten Werke unbeschränkt Hier dürfen nur drei 
Zettel in den Bestellkasten geworfen, also nur drei Werke auf ein- 
mal ^fordert werden, ein Umstand, der bei umfangreichen Quellen- 
itodien entschieden störend werden kann, um so mehr, als zwischen 
jeder Bestellung u. dem Erhalten des Buches ziemlich ein voller 
Tag liegt In Dresden erhält man während der Benutzung des 
Lesezimmers zu jeder Zeit u. sofort Bücher, deren Durchsicht 
neUeicht erst mitten in der Arbeit sich als wünschenswerth her- 
aotttellt u. unter Umständen eilig ist Sehr schmerzlich ist es 
ferner, dass encjklopädische Werke, wie Lexika und ähnliche alpha- 
betarische, katalogische Nachschlagwerke, die anderwärts im Lese- 
lionier zur bequemen Handhabung für jeden Leser aufgestellt sind, 
liier nur durch die Aufwärter in der Bibliothek gegen Empfang- 
oahne Ton Bestellzetteln verabfolgt werden, auf welch' letzteren ein 
bestimmter Band anzugeben ist, während man oft selbst nicht 
geoaa angeben kann, welcher Band den betreffenden Artikel ent- 
Ult, u. während man oft in der Lage ist, mehre Bände nur 
flflchtig durchblättern zu wollen. Alles das beengt den Leser, be- 
lastet seine Zeit oft in recht unangenehmer Weise u. macht ihn 
Ton den Expedienten, d. h. den Unterbeamten der Bibliothek, 
welche lediglich die Bücher dem Publikum verabfolgen, in pein- 
lichster Weise abhängig. Ist es doch an sich schon eine Beein- 
trächtigung der eigentlichen Zwecke der Bibliothek, dass der Be- 
Iduung suchende Benutzer derselben fast nur mit dem unteren 
Beamtenpersonal in Berührung kommt, welches allerdings seine 
rein mechanische Aufgabe dem Publikum gegenüber in prompter, 
niTorkommender höflicher Weise erledigt, aber — eben auch nicht 
D^r. Wir kennen Bibliotheken, wo das Publikum, da vortägige 
Bestellung überhaupt nicht nöthig, sofort in direkten Verkehr mit 
den Herren Bibliothekaren resp. Sekretären triit, und diese Herreu 
den Besuchern durch Vorlegung von Zettelkatalogen, durch Mit- 
nehmen in die betr. Depai-tements der Bibliotheksräume, in der 
AnfiKndung der gewünschten Bücher, Quellen etc. praktisch behilf- 
lich sind. In der That ist es ja oft ganz unmöglich, einen be- 



1,1' 



tinaazione.) Enth. 
FiL'l'igia, di Storix 
MBco Zambrini. 
rnre.l Tora. '. 
8. 53—91. 

[98.] * Le Huinsi 
Description et hiHtoir*' 
Martin, de l'Ecole tnv 
87 S. 

Adb der „Biblioth^"' 

Barne, fasc. 24" abgedm-''^^ 

[99.] Aus Agram ^ 
Ereigniase der jÜDgatverr' 
TÜisirten Welt auf die S. 
aufblühenden jungen Füi 
liiiben", Dr. Ivan von B",; 
tionalmuseuDHB, veranlaitüt 
Vicrte]j.i)irschrift „SBds'n 
welcher unter anderem „< 
neuen Erscheinungen auf 
Bulgarischen n. SlavoniEci 

[100.] Aas Berlin 
9. Novbr. 1881. Nr. 217 : 
„Man kann vohl von Torm 
anerkennen, dass eine gr' 
solche, wie die EOniglicbei' 
in unseren verschiedenen S: 
Instituten geboren, die fiberJi 
kabinet«, Museen nicht tmac 
Institut die Segnungen, die e 
bringen kann, auch wirklich 
dingung sein, welche schon 
das betreffende Institut Jedem 
zugänglich sei. Mit einer h: 
rigkeiten haben. So lange n: 
Ehrlichkeit Aber die Menschh< 
„Kleptomanie" leidende BOch"' 
BQcherbesitzwnth es nicht 1"- 
Druckachriften aller Art zu Br- 
auch dem Publikum in der 
grossere Beschränkungen aufp' 
irgend anderer öffentlicher In«< 
ein Mass in allen Dingen! Un'' 




^3 ««.-T 



44 Litteratur und Miscellen. 

tiBuazione.) Enth. in: II Propugnatore Periodico bimestrale di 
Filolngia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretto da Fran- 
cesco Zambrini. [In Appendice alla CoUezione di Opere inedite 
rare.] Tom. XIY. Part. II. Bologna, Bomagnoli. 1881. gr. 8^ 
8. 63—91. 

[98.] * Le Mannscrit dlsocrate Urbinas CXI de la Vaticane. 
Description et histoire, recension du Pan^gyriqae; par Albert 
Martin, de l^cole fran9ai8e de Rome. Paris, Thorin. 1881. 8^ 
87 S. 

Aas der „Biblioth^ne des Ecoles franfaises d* Äthanes et de 
Borne, fasc. 24<' abgedruckt. 

[99.] Aus Agram hat sich, im Hinblicke darauf, dass „die 
Ereignisse der jüngstyerflossenen Jahre die Augen der ganzen ci- 
Yilisirten Welt auf die Südslavischen Länder u. besonders auf die 
aufblühenden jungen Fürstenthümer der Balkanhalbinsel gezogen 
haben'S Dr. Ivan von Bojni5i6, Conservator-Adjunct des Kroat. Na- 
tionalmuseums, veranlasst gefunden, vom Anfange des Jahres eine 
Vierteljahrschrift „Südstavische Bevue'^ erscheinen zu lassen, in 
welcher unter anderem „eine vollständige Bibliographie sämmtlicher 
neuen Erscheinungen auf den Grebieten der Kroatischen, Serbischen, 
Bulgarischen u. Slavonischen Litteratur" geboten werden solL 

[100.] Aus Berlin schreibt das „Deutsche Tageblatt" vom 
9. Novbr. 1881. Nr. 217 über die Königliche öffenüiche Bibliothek: 
„Man kann wohl von vornherein den Satz als unumstösslich richtig 
anerkennen, dass eine grosse öffentliche Bibliothek, insbesondere 
solche, wie die Königlichen, die Stadt- u. Universitätsbibliotheken 
in unseren verschiedenen Städten, zu den wichtigsten öffentlichen 
Instituten gehören, die überhaupt existiren, Gemäldegallerien, Kunst- 
kabinete, Museen nicht ausgeschlossen. Wenn aber ein öffentliches 
Institut die Segnungen, die es seinem Charakter nach d^m Publikum 
bringen kann, auch wirklich bringen soll, so dürfte die erste Be- 
dingung sein, welche schon in dem Worte „öffentlich'* liegt, dass 
das betreffende Institut Jedem leicht u. in seinem ganzen Umfange 
zugänglich sei. Mit einer Bibliothek mag das wohl seine Schwie- 
rigkeiten haben. So lange nicht die aurea aetas der allgemeinen 
Ehrlichkeit über die Menschheit hereinbricht, so lange es an der 
„Kleptomanie" leidende Bücherwürmer geben wird, die aus reiner 
Bücherbesitzwuth es nicht lassen können, wenn irgend möglich 
Druckschriften aller Art zu annektiren, so lange müssen u. werden 
auch dem Publikum in der Benutzung öffentlicher Bibliotheken 
grössere Beschränkungen auferlegt werden, als in der Benutzung 
irgend anderer öffentlicher Institute. Doch sicherlich — es giebt 
ein Mass in allen Dingen! Und — um auf den Kernpunkt unserer 



r 



Litteratar tind Misodlen. 45 

Betncbtong zu kommen: fs mnss DemjonigeD, der in anderen 
grösseren St&dten Deutschlands u. des Auslandes in der Lage 
gewesen ist^ häufig öffentliche Bibliotheken zu wissenschaftlichen 
Zwecken zu benutzen^ erscheinen, als werde in der unschätzbar 
rdeiibaltigen EOnigl. Bibliothek unserer Beichshauptstadt das Maass 
der Vorsicht doch etwas zu reichlich bemessen. Darf doch selbst 
du Lesezimmer, welches z. B. in Dresden Jedem ohne Ausnahme 
offen steht, hier erst dann benutzt werden, wenn man nach grfind- 
lieher Legitimation eine Karte gelöst hat. In der Sächsischen 
Haoptstadt — bleiben wir einmal bei diesem Vergleiche — ist die 
Zahl der geforderten Werke unbeschränkt Hier dürfen nur drei 
Zettel in den Bestellkasten geworfen, also nur drei Werke auf ein- 
Dtl gefordert werden, ein Umstand, der bei umfangreichen Quellen- 
stodien entschieden störend werden kann, um so mehr, als zwischen 
jeder Bestellung u. dem Erhalten des Buches ziemlich ein voller 
Tig li^ In Dresden erhält man während der Benutzung des 
Le^immers zu jeder Zeit u. sofort Bücher, deren Durchsicht 
vielleicht erst mitten in der Arbeit sich als wünschenswerth her- 
nsBtellt u. unter umständen eilig ist Sehr schmerzlich ist es 
ferner, dass encjklopädische Werke, wie Lexika und ähnliche alpha- 
betarische, katalogische Nachschlagwerke, die anderwärts im Lese- 
limmer zur bequemen Handhabung für jeden Leser aufgestellt sind, 
liier nur durch die Aufwärter in der Bibliothek gegen Empfang- 
Hahne von Bestellzetteln Torabfolgt werden, auf welch' letzteren ein 
bestimmter Band anzugeben ist, während man oft selbst nicht 
genau angeben kann, welcher Band den betreffenden Artikel ent- 
liilt, u. während man oft in der Lage ist, mehre Bände nur 
flflchtig durchblättern zu wollen. Alles das beengt den Leser, be- 
lastet seine Zeit oft in recht unangenehmer Weise u. macht ihn 
von den Expedienten, d. h. den Unterbeamten der Bibliothek, 
welche lediglich die Bücher dem Publikum verabfolgen, in pein- 
lichster Weise abhängig. Ist es doch an sich schon eine Beein- 
trächtigung der eigentlichen Zwecke der Bibliothek, dass der Be- 
lehrung suchende Benutzer derselben fast nur mit dem unteren 
Beamtenpersonal in Berührung kommt, welches allerdings seine 
rein mechanische Aufgabe dem Publikum gegenüber in prompter, 
XQvorkommender höflicher Weise erledigt, aber — eben auch nicht 
mehr. Wir kennen Bibliotheken, wo das Publikum, da vortägige 
Bestellung überhaupt nicht nöthig, sofort in direkten Verkehr mit 
den Herren Bibliothekaren resp. Sekretären tritt, und diese Herren 
den Besuchern durch Vorlegung von Zettelkatalogen, durch Mit^- 
nehmen in die betr. Depai-tements der Bibliotheksräumo, in der 
Auffindung der gewünschten Bücher, Quellen etc. praktisch behilf- 
lich sind. In der That ist es ja oft ganz unmöglich, einen be- 



46 .Litteratar and Miscellen. 

stimmten Titel auf den Bestellzettel zu schreiben; die Bibliothc 
soll vielmehr den (belehrten in den Stand setzen, Quellen anfEofi] 
den, die ihm vorher unbekannt waren. Das kann aber nur geschehe] 
wenn das Pabliknm, statt mit den Sabaltembeamten, mit den B 
bliothekaren selbst, wie dies anderwärts der Fall ist, verkehre 
kann. Dass die Herren Bibliothekare an unserer Bibliothek, wen 
diese Einrichtung getroffen würde, mit derselben Zuvorkommenhei 
mit derselben Sachkenntniss, mit demselben für das Publikum s 
erspriesslichen Erfolge letzteres in seinen Arbeiten u. Nachfoi 
schungen unterstützen würden, wie die Beamten anderer Bibliothekei 
das ist wohl selbstverständlich. Doch es liegt den betr. Herre 
nicht ob, hierin selbst die Initiative zu ergreifen. So etwas mm 

— von Oben herabkommen. — Als Mangel dürfte schliesslich auc 
der umstand empfunden werden, dass Bücher im Lesezimmer blc 
zwei Tage reservirt bleiben. In Dresden z. B. bleiben sie acl 
Tage liegen. Wer irgendwie abgehalten ist, an zwei aufeinand« 
folgenden Tagen in unserem Lesezimmer zu arbeiten, der mm 
wieder von neuem bestellen u. — von neuem einen Tag wartei 
Alles das Gesagte betrifft zunächst nur die Benutzer des Lesezin 
mers, nicht diejenigen, welche das Recht haben, Bücher mit nac 
Hause zu nehmen. In Bezug auf die diesen Punkt betreffende 
Bestimmungen wollen wir nur konstatiren, dass dieselben gleichfal 
viel strenger sind, als in anderen Deutschen Städten, so streng, dai 
Privatgelehrten, die nicht Bekanntschaften in Professorenkreise 
haben, die häusliche Benutzung der Bücherschätze unserer E6ni£ 
liehen Bibliothek wohl so gut wie unmöglich sein dürfte. Nu 

— ein jedes Ding hat Zweck u. Ursache. Somit wird wohl d: 
in jeder Beziehung treffliche Oberleitung der Königl. Bibliothe 
fQr alle obigen Einrichtungen, die uns als kleine Mängel erscheine] 
ihre Gründe haben. Doch ein höfliches und wohlgemeintes Woi 
des Einwandes ist ja erlaubt, u. der Referent kann sich von dei 
Gedanken nicht losmachen, dass, was in anderen öffentliche 
Bibliotheken möglich ist, in der Kgl. Bibliothek der Reichshaupt 
Stadt (die freilich auch mehr frequentirt wird) doch wenigster 
zum Theil möglich u. thunlich sein sollte." 

[101.] Aus Berlin berichtet die Yossische Zeitung vom ' 
Novbr. 1881: „Im Jahre 1880 betrug die Zahl der Leser d( 
städtischen Volksbibliotheken 16,527 gegen 15,405 im Torjahre : 
befanden sich darunter 5899 Gewerbtreibende u. Handwerker, 889 
Frauen, 8199 Studenten, Gymnasiasten u. Schüler, 1659 Arbeitt 
leute, 1881 Beamte, 792 Lehrer u. 258 Soldaten. Von den Lesei 
wurden an Büchern begehrt u. denselben ausgeliehen zusammf 
808,401 Bde gegen 298,101 im Jahre 1879. Der BOchervorral 
in den 21 Volksbibliotheken betrug am Schlüsse des Jahres 188 
zusammen 86,812 Bde/< 



r 



Litteratar nnd Hiscellen. 47 

[102.] Ans Cassel ist in der ständischen Landesbibliothek 
eiD6 noch ungedruckte Schrift Herder's über Winckelmann, die zu 
emer Preisbewerbang bei der vom Landgrafen Friedrich IL von 
fleB80D 1777 gestifteten ,,Soci^tä des Antiquit^s de Cassel'' bestimmt 
jfeteflen zu sein scheint, aufgefunden worden. Der Bibliothekar Dr. 
DoDcker beabsichtigt diese Schrift in Druck zu geben. 

(Vossische Ztg. v. 4. Oktbr. 1881. Nr. 461.) 

[103.] Aus Czernowitz ist an der Universitäts-Bibliothek der 
Beiiherige Scriptor Dr. Johann Polek zum Gustos befördert u. die 
ncante Scriptorstelle dem Amanuensis Franz Wach übertragen 
worden, Dr. K. H. 

[104.] Ans Krakau hat der Üniversit&ts-Bibliothekar Dr. 
Karl Estreicher in Anerkennung seines verdienstlichen, amtlichen 
sowohl als litterarischen Wirkens den Orden der eisernen Krone 
mCL verliehen erhalten. Dr. E. H. 

[105.] Aus Mainz hat der Bibliothekar Dr. Volke zur Berich- 
tigimg der im Anz. J. 1880. Nr. 978 aus der Frankfurter Zeitung 
Abgedruckten Mittheilung über den in der Stadtbibliothek gemachten 
Fimd von zwei seither noch nicht bekannten Guttenbergianis die 
Erklärung abgegeben, dass dieselben — der Tractat mit Katholikon- 
l^pen u. die Bulle mit SchOffcr'schen Typen — bekannt u. mit den von 
T. d. Linde in seinem Werke über Gutenberg S. 50*, Nr. 5 u. S. 
55* Nr. 11 verzeichneten Drucken identisch seien. Allerdings haben 
iber bei der Neuordnung der Stadtbibliothek die alten Kloster- 
BcUtze, welche vor nunmehr bald 100 Jahren der damaligen Uni- 
veraitäts-Bibliothek einverleibt worden sind, sonst werthvoUe Funde 
la Handschriften u. Inkunabeln ergeben. 

[106.] Aus Paris findet sich im „Bulletin du Bibliophile," 
JoL-Aug. HfL 1881. S. 884, berichtet: „La Bibliothdque de la 
Tille de Fans vient de s*enrichir d*une fort curieuse collection de 
rolnmes qui lui a &A Offerte par Amddte Berger, fils de Tancien 
prffet de la Seine. II s*agit d'un millier de volumes environ, 
d'ime collection tr^s remarquable d'estampes et de gravures anciennes. 
Od doit ezposer ä Fhötel Carnavalet cette collection de gravures. 
On ouvrira aussi, dans une salle speciale, le Mus^e de la Revolution.'' 

[107.] Ans Paris erscheint im Verlage von Leroux eine ele- 
gant gedruckte 9,Bibliographie de Scanderbeg'* in kl. 8^. Fr« 15 Fr. 

[108.] Aus Paris wird, wie das „Deutsche Tageblatt'' vom 
26. Juni 1881. Nr. 111 schreibt, berichtet: „Zu den berühmtesten 
Sammlern gehört der Baron Picbon, dessen Kollektion von Büchern 
u. Silberarbeiten in der ganzen Welt bekannt ist Ein Kunsttischler, 
den der Baron in seinen Diensten zu verwenden pflegt, brachte ihm 
k&nlich eine alte Scharteke, die er sehr billig bei einem der flie- 
genden Buchhändler am Quai gekauft hatte. ,3err Baron", sagte 



48 Litteratnr und Miscellen. 

der Arbeiter, „hier ist ein Buch, das mich nicht viel gekostet hat» 
aber ich glaube, es ist etwas Seltenes. FQr huudert Francs ver — 
kaufe ich es Ihnen.*' Der Baron blättert in dem alten Buche o. 
beeilt sich, dem Arbeiter die verlangte Summe zu geben. Ob wohl. 
Jemand erräth, was das Objekt dieses rasch abgeschlossenen Han — 
dels war? Ein Exemplar von „Manon Lescant," auf dessen Bän — 
dem in kindischer, aber ganz leserlicher Schrift der im Tempi» 
gefangene Dauphin, Ludwig XVII., seine Eindrücke verzeichnefe 
hatte. Der kleine königliche Märtyrer hatte kein anderes Papier* 
zur Verfügung, u. so verzeichnete er eben in „Manon Lescaut" di9 
herzzereissende Darstellung seiner schmerzlichen Empfindungen.'* 

[109.] Aus San Francisco findet sich in „Publisbers Cir— 
cular" 1881. Nr. 1060. S. 1020 berichtet: „Bancroft has just^r 
completed a fire-proof library building in San Francisco for his» 
private library of Pacific Coast books, which now numbers 35,00(^ 
volumes'^ 

[110.] Aus Wien hat die philosoph.-historische Classe der' 
Kaiser!. Akademie der Wissenschaften eine Abhandlung des Prof.* 
Dr. Haemer „Die Epitome des Grammatikers Virgilius Maro nacb. 
dem Fragmentum Vindobonense Nr. 19556*' zum Abdrucke im 
den Sitzungsberichten vorgelegt erhalten. Dieses der E. K. Hof«» 
bibliothek gehörige Fragment stammt aus einer weit werthvolleren 
Handschrift, als der Codex Neapolitanus ist, aus dem Mai die Epi- 
tome herausgegeben hat. 

(Sitzungsberichte 1881. Nr. XXIII. S. 62- 63.) 

[111] Aus Wien ist für die Üniversitäts-Bibliothek eine zum 
grössten Theile aus der Provinz Gujarat (Bombay-Präsidentschaft) 
stammende Sammlung von 102 sehr schön geschriebenen n. theü- 
weise sehr alten Sanskrit- u. Prakrit-Handschriften angekauft wor- 
den. Eine vom Prof. Dr. Bühler darüber verfasste Notiz wird in 
den Sitzungsberichten der philosoph.-historischen Classe der Kaiserl. 
Akademie der Wissenschaften zum Abdrucke kommen. 

(Sitzungsberichte 1881. Nr. XXIV. S. 65—66.) 

[112.] Aus Wien ist am 1. December 1881 der Universitäts- 
Bibliothekar Dr. Karl Micheliö im 76. Lebensjahr gestorben. 

Dr. K. H. 

[118.] Aus Wien hat der Bibliothekar der Technischen Hoch- 
schule Ant(>n Martin bei seinem Uebertiitte in den dauernden Ruhe- 
stand, um seiner amtlichen u. litterai'ischen Verdienste willen, den 
Titel eines Begierungsrathes verliehen erhalten. Dr. K. H. 



••«••••>•••••«••••««■ 



Drnok ron Joh. PHifller in Dresden. 



f 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie und Bibliothek Wissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Febnian 



Inhalt: 



1882. 



Wie toll man Inkunabeln verzeichnen? Von G. Milchsack. (Schlass.) — 
Ltalogidrongs-Bcgeln der Library Association of the United Kingdom. 
- Urkunden znr Geschichte der mchdmckerkunst des 16. Jahrhunderts, 
googen aus der Correspondenz des Beatns Khenanus im Archiv zu Schlett- 
itidt Von Dr. F. Glöckner. — Schweizerische Scliriftsteiler. Von A. Schu- 
■um. IX. Rudolf Bauchenstein. — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine 

Bibliographie. 



[114.] Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? 

(Scbluss.) 






4. Speenlnm aurenm ani- 

iM peecatricis. 8. L et typ. 

t 1482. 4'. (Hain 14906). 

F. la vacat F, Ib.: £api- 

üiiafequetislibcllifcö'm | or^i- 

wm*^ ••• :: /. 2a.: ®pufculü 

<?5' fpeculü aureum \ ate pecca- 

t'cis infcribit'! »cipit felicit'. || 

[]2tnita5 Danita proIog9 | 

fi et oia vaitas, öij' cccleji- 

opes. qm vi \ etc. F. 2 b, l 12: 

De ©alitatc [sie!] et miferia 

hominis || []£rba 3^^^^ ^<^P* 

primü I mie p[ro]pl)ete. Quare 

öepuluatnrisegref' | etc.Eospl. 

f. 35 b, l. d: Dtuit et rcgnat 

per injinita fecula {ecuIor[um]. 

2Imc. y (j. Spcculutn aureum 

animc pcccatrics [sie!], a | 

4Uo2)am cortujtcnfe e^itu: ftntt 

felicttcr. [ 3tnprcffum. 2lnno bo- 

mint ZniQejttno. cccc|I^^pi. 

p^. 2lu9ufti. S. l. ei tyjp. n. 

4. cK g. vermischt mit Anti- 

quaversatien. 2ö L 36 ff. 

5* Comeator, Petras, Hi- 



storia scolastica. Argen- 
tine, 1485. 2'. (*Haiu 5533.) 

F. 2 a \c. sign, a.] : . , . ep=s 
I'aris II []£ucrenöo | . . . Ib. 
f. 2a a, L 31: 3"cipit I|iporia 
fcolaßica tt{coIo|gie öifciplina. 
I [ ]inperatorie maicfta- j etc. 
Expl. f. 231 ba, l 30: rabili. 
fc5 in catt^acumbis. j||| (E^plicit 
Scolaftica I|i | . . . . 7Xi. cccc. 
Ij^rü. . . . apostoli. S. typ. n. 
2<ch. g. 2 col. 47 l. 232 Bll. 

6. Fectorale. S. 1. a. et 
typ. n. 4^ 

F. la [c. sign. a\: '^ncxTpxi 
pectorale ^ominicc | paffionis 
ftue ötuini amoris. | [ J Uia 
falus üita et rc^cptio generis 
t{umaui i pafftone | etc. Expl. 
/. 78 b, L 33: p[cr]fccta mnit 
[siel] et rcgnat beus per ofa 
fccuIa fcculorü WCaSXl \\ €j- 
plicit pectorale ^ntce pafftoj 
nis fiue ^iuini amoris S, l. a. 
et typ. n. 4. eh. g. e. sign, a- 
I 3. 40. l. 78 /. 






^■i^^~n.- 



40 Litteratur und Miscellen. 

allen Wissenschaftsfachern, in denen sich die fremdländische I 
ratur, namentlich die Deutsche, anerkonnenswerth zahlreich 
treten findet, gute Auswahl, u. ist hauptsächlich im Fache 
periodischen u. verwandten Litteratur sehr bedeutend. Besoi 
umfänglich ist der Zuwachs im J. 1879, in dem es der Bibli( 
geglückt ist, einige grössere u. namhafte Erwerbungen zu ma 
Unter letzteren verdienen ein Theil der vom verst. Direktor 
Eremitage Gedeonof hinterlassenen Bibliothek, sowie eine vom 
didaten A. Pozdniejef auf einer Studienreise in der Mongole 
worbene Sammlung von Xylographen, Mss. etc. hervorgehobe 
werden. Eine jedenfalls den Lesern von Migne's Griechicher 
trologie sehr willkommene Beigabe zum ZuwachsverzeicJinisso 
J. 1879 bildet der fleissig gearbeitete Fersonalindex zu di 
umfänglichen Werke. 

[77.] Gatalogue de la Biblioth^ue de TEglise Fran9ai£ 
Bale. 1881. Bale, impr. de Biehm. gr. 16^ 64 S. 

Die c. 1500 Bde starke Bibliothek ist zur Erholung, B 
rung u. Erbauung fAr Alt u. Jung der Franz. Protostantei 
meinde zu Basel bestimmt. Ihre Begründung, anfangs als Fi 
Sammlung, durch H. Thomas n. Aug. Courvoisier in Gemeins 
mit den Frauen Merian-Wieland, Locher-Ebray u. Merian-Stü 
berger, föllt in das Jahr c. 1827. Um der Zerstreuung dieser Samn 
nach dem Tode ihrer Besitzer vorzubeugen, ist dieselbe 1849 
Consistorium als Eigenthum übergeben worden. Nach Bestimi 
des Consistoriums fQhrt einer der Geistlichen der Gemeinde 
Aufsicht über die Bibliothek u. leiht an jedem Sonntage nach 
Schlüsse des Gottesdienstes an Diejenigen, welche ein lialb 
Abonnementsgeld von 1,50 Fr. zahlen, Bücher aus. 

PrlTatblbllotheken. 

[78.] 61. Bücher-Yerzeichniss aus Mayer & Müllor's Ant 
riat in Berlin. — Mathematik. Physik. Astronomie. Met 
logie. Meist aus den Bibliotheken der Professoren BC 
(Franfurt a. M.), Moser (Königsberg i. Fr.), Bhodins (B 
(1881.) 8^ 1 Tit.. u. 78 S. 2445 Nrr. (S. oben Nr. 5i 
Werthvolle mathematische Sammlung hauptsächlich Deutf 
auch Franz. u. Englischer Litteratur. 

[79.] Gatalogus van Boeken, Plaatwerken en eene fraaie 
zameling Muziek, nagelaten door Dr. Bernard ter Haar, Ku 
hoogleeraar te Utrecht; Ph. J. Bachiene, Lid van den 
van Staate; en C. Castens, Gud-Besident op Java. '^ Gr 
bage, Martinus NijhofEl 1881. gr. S^. 1 Bl. 100 S. 2891 
liebst 1 Bl. Yerzeichniss Arab., Javan. u. Malaiischer Mss 
Castens* Nachlass. 26 Nn*. (Auct. 16. Debr. 1881.) 



Literatur und MisceUen. 41 

Hiapisäehlich Theologie spez. Eirchengeschichte, Rechts- u. 
StittBwissenschaft, Geschichte, Schöne Wissenschaften. 

[80.] Terzeichniss der nachgelassenen Bibliotheken der Dr. 

phä. Joh. Georg Keil in Leipzig, Herausgeber des Galderon, der 

BiUioteca Italiana etc. und Superintendent Noeldechen in Cracau 

bei Magdeburg, nebst mehreren andern Bibliotheken. Leipzig, 

List & Prancke. 8®. 1 Bl. 111 S. 8870 Nrr. (Auct 13. Febr.) 

Besonders bemerkenswerth sind die Abschnitte : Italien., ^an. 

n Portng. Sprache u. Litteratur; ältere u. neuere Holzschn.- u. 

Knpferwerke; Theologie; Belletristik. 

[81.] * Catalogue de la Biblioth^ue de feu Beaumarchey, 
ancien professeur au College d^Aix. Aiz, Makaii'e. 1881. 8^. 
(Auct. 5. Decbr. 1881.) 

[81] Bibliothek Flosa. U. Abth. Beformationsbibliothek. Ver- 
leichniss der von dem Professor Dr. J. H. Floss in Bonn nach- 
gelassenen Beformationsbibliothek. Bonn, H. Lempertz' Antiqua-* 
riat (P. Hanstein). 1881. 8^ 1 Tit.-, VI, 197 S. 8674 Nrr. 
Aad 16. Jan. 1882. (S. Anz. J. 1881. Nr. 817.) 

Eine wahrhaft reiche litterarische Fundgrube. 

[83.] * Catalogue de la Biblioth^que de feu Ch. Giraud, mem- 
bre de Tlnstitut, haut dignitaire de rUniversit^, etc. Paris, H. 
Champion. 1881. 8^ (Auct. 12. Decbr. 1881.) 

[8i.] Brockhausen & Brauer Buchhandlung und Antiquariat in 
Wies. Terzeichniss des antiquarischen Bücherlagers. Nr. 4. — 
Bibhothek des verstorbenen Professor Dr. Hermann Herwig in 
Dannstadt. Ifatiiematik und Physik, insbesondere Elekti'icitäts- 
lehre. S^ 1 Bl. 15 S. 871 Nrr. (S. Anz. J. 1880. Nr. 614.) 

Hauptsächlich Deutsche Litteratur. 

[85.] 62. Bücher- Verzeichniss aus Mayer & Müller*s Antiqua- 
riat in Berlin. — Deutsche Philologie. Zum Theil aus der Bib- 
liothek des Direktors Prof. Adalbert Kuhn in Berlin. (1881.) 
8^ 1 Bl. 65 S. 1945 Nrr. (S. oben Nr. 78.) 
Goth., Deutsch« (bis zum 80. Kriege), Nord., Angelsächs., 
Alt- u. Mittel-Engl., Niederländisch, Bunen, Grammatik, Litteratur- 
gesehichte etc. 

[86.] Katholische Theologie. No. 59. Antiquarischer Katalog 
▼on Heinrich Kerler Antiquariats-Buchhandlung in Ulm. Enthält 
die Bibliothek des f Beneficiaten Maier in Kissingen. 8**. 1 
Tit.- u. 19 S. 681 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1134.) 

Meist nur gangbare Deutsche Litteratur. 

[87.] No. 56. Bibliotheca historica. V« Abth. Prussica. 
Geschichte Ost- und Westpreussens und des deutschen Ordens- 
landee nebst altprenssischer, littauischer, lettischer und esthni- 



42 Litteratar und Miscellen. 

scher Sprachwissenschaft. Letztere aus der Bibliothek des Prof. 
Ferd. Nesselmann. Yerzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers 
von Ferd. Baabe*s Nachf. Fugen Heinrich Antiquariat und Buch- 
handlung in Königsberg L Pr. 8«. 1 Bl. 26 S. 4545—5293 
Nrr. Nebst 1 Bl. Nachtrag 6861—6980 Nrr. (8. Anz. J. 
1881. Nr. 1186.) 
Der Nesselmann'sche Abschnitt ist von besonderem Interesse. 

[88.] Catalogus Tan eene belangrijke Torzameling Boeken, Toor- 
namelijk over Bechtsgeleerdheid, Aardr^kskunde, Gtoschiedenis, 
Godgeleerdheid, Wijsbegeerte, Natnurlijke Geschiedenis, Gtoneea- 
kunde, Technologie, Schilder- en Bouwkunst, Bibliographie, Taal- en 
Letterkunde, Bomans, Kantoorboeken, enz. alsmede eene zeer 
fraaie verzameling Japanische Voorwerpen, Schildergen, Prenir 
kästen, enz. Gedeeltelijk nagelaten door C. J. N. Nieuwenhnis, 
Baadsherr in het ToormaUg Provinciaal Hof Tan Utrecht. Utrecht^ 
J. L. Beyers, gr. S^. 2 Bll. 103 S. Ueber 2000 Nrr. (Anci. 
17. Decbr. 1881.) 

Grösserentheils HoU&nd. u. Französische Litteratur. 

[89.] Biblioteca storica Italiana. BuUettino periodico bime- 
strale Anno V. NoTembre— Decembre 1881. Num. 59—60. — 
Catalogo di sceltissima Biblioteca appartenuta al fu notissimo filo- 
logo Italiano Abate Luigi Bazzolini, socio della Gommissione dei 
testi di lingua äccademico didascalico ecc. (Parte I) contenente 
Grusca, Barita Bibliografiche e Curiosit^ Yendibili presse Gennaro 
Cioffi e Figlio. Napoli, tip. di Marchese. gr. 8^ 1 BL 58 S. 
5001—6000 Nrr. 

Hauptsächlich Italien, ausgewähltere u. Tiele seltnere Litteratar. 

[90.] No. 61. Katalog einer ausgewählten Sanimlung Ton 
Werken aus dem G^sammtgebiete der Geschichte und ihrer Hilfs- 
wissenschaften. Zu beziehen Ton dem Buchhändler und Antiquar 
B. L. Prager Specialgeschäft für Rechts- u. Staatswissenschaften 
u. Geschichte in Berlin. II. Abth. : zu grossem Theile aus dem 
Nachlasse des Langerichtsrath Bosenberg in Berlin. 8^ 1- Bl. 
27 S. 1650—2274 Nrr. (S. Anz. J. 1881.- Nr. 789.) 

Enth. (beschichte der aussereurop. Länder sammt Polen, Grie- 
chenland etc., Kirchengeschichte, Geschichte des Jüdischen Volkes. 

Abdrtteke an« Blbl.-B[aiidfie]urlflfcen. 

[91.]. SHe l^tfbrifdft'-politifdften SSoHdtieber bed bretgigiö^gen finegeS. 
^ud fitegenben Sldttem, fonftigen S^nidtDetfen unb lianbfd^tiftfifben 
üueUen gefammelt unb nebft ben 6ingtoeifen sufammengefient twn S^an} 
SSBU^dm S^et^emt )otm S^itfurtt). {)eiaudgegeben ))on flati Oattfdb- 
detbelberg, äBtntei. 8^ XYI, 855 6. $r. n. 12 SRt. 

Da die Hälfte der hier Teröffenüichten Lieder — darunter Tide 



- -L^iSi 



F'" 



Litteratnr und Miscellen. 43 

TOD geschichtlichem wie dichterischem Werthe — bisher noch ange- 
druckt gewesen ist, so wird diese Sammlung auch neben den 
früheren 7on Weller u. Opel-Cohn ihren selbständigen Werth haben 

[92.] * 2)eT un%t\SK(bU fiut^r nad) ben Urtmiden bei fiönigl. öffent« 
luien Sibliot^t in Stuttgart ^ergefteOt )7on Dr. flarl ^ad. 14. u. 
15. 8lK^. [3)ad 5., 6. u. 7. Sapitet 6. aRatt^i.] Stuttgart, SRe^er. 
1881. 120. ©. 177—363. $t. ä n. 0,40 ÜJM. (6. Äuj. 3. 
1881. Jlr. 1071.) 

[93.] "** Ghronique de Jean Le Fövre, seigneur de Saint-Bemy, 
tnnscrite d'un manuscrit appartenant ä la biblioth^que de Bon- 
logne-snr-Mer, et publice pour la Soci^t^ de THistoiro de France, 
par Fran9oi8 Morand. Tom. n. Paris, Loones. 1881. 8^ LIX, 
550 S. Pr. 9 Fr. (S. Anz. J. 1876. Nr. 760.) 

Gehört zu den ,yPublications de la Soci^t^ de PHistoire de 
France". 

[94.] * Journal pendant son s^jour ä Constantinople (1672 — 
1673), par Antoine Galland, publik et annot^ par Charles Sche- 
fer. Tom. I— IL Paris, Leroux. 1881. Imp. 8^ XVH, 286 
ft 220 S. 

Die Handschrift des Tagebuches gehört der Pariser National* 
MbKothek. S. Literar. Centralbibl. 1881. Nr. 48, Sp. 1687—88. 

[95.] Berum Britannicarum medii aevi Scriptores. — Henrici 
de Bracton de Legibus et Consuetudinibus Angliae. Libri quinque 
in variofi ti'actatus distincti. Ad diversorum et vetustissimorum 
codicnm collationem typis vnlgati. Edited by Sir Travers Twiss, 
Q. C, D. C. L. Vol. IV. London, Longman & Co. 1881. Lex. 
8«. CVII, 647 S. Pr. n. 10,50 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1198.) 

It. — Begistrum Malmesburiense. The Begister of Mal- 
mesbury Abbey; preserved in the Public Becord Office. Edited 
bj the late J. S. Brewer, M. A., preacher at the rolls, etc., and 
Cliarles Trice Martin, B. A., F. S. A. Vol. II. London, Long- 
man & Co. 1880. Lex. 8^ LXXXIX, 495 S. Pr. n. 10,50 Mk. 
(S. Anz. J. 1879. Nr. 972.) 

[96.] * The Codex rescriptus Dublinensis of St Matthew*s Gos- 
pel (Z). First published by Dr. Barrett in 1801. A new Edi- 
tion, reyised and augmented. Also, Fragments of the book of 
Isaiah in the LXX Version, from an ancient palimpsest, now first 
published. Together with a newly discovered fragment of the 
Codex Palatinus. By T, K. Abbott, B. D., Prof. With two plates 
of facsimiles. London, Longmans & Co. 1880. gr. 4^. 23, LXIV, 
10 8. Pr. n. 10 Mk. 

Hierüber s. Literar. Centralbl, 1881. S. 1743—44. 

[97.] H Canzoniere Palatino 418 della Biblioteca nazionale di 
Firenze. Pubblicato da Adolfe Bartoli e Tommaso Casini. (Con- 



44 Litteratur und Miscellen. 

tinnazione.) Enth. in: II Propugnatore Periodico bimestrale di 
Filologia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretto da Fran- 
cesco Zambrini. [In Äppendice alla Collezione di Opere inedite 
rare.] Tom. XI7. Part II. Bologna, Eomagnoli. 1881. gr. 8^ 
S. 53—91. 

[98.] * Le Manuscrit dlsocrate Urbinas CXI de la Vaticane. 
Description et histoire, recension da Pan^gyrique; par Albert 
Martin, de I'EcoIe fran9aise de Borne. Paris, Tborin, 1881. 8^ 
87 S. 

Aus der „Bibliotb^ne des Ecoles frRn9ai8es d'Ath^nes et de 
Borne, fasc. 24'' abgedruckt. 

[99.] Aus Agram bat sich, im Hinblicke darauf, dass „die 
Ereignisse der jüngstverflossenen Jahre die Augen der ganzen ci- 
YÜisirten Welt auf die Südslaviscben Länder u. besonders auf die 
aufblühenden jungen Fürstenthümer der Balkanhalbinsel gezogen 
haben'', Dr. Ivan von Bojniöiö, Conservator-Adjunct des Kroat. Na- 
tionalmuseums, veranlasst gefanden, vom Anfange des Jahres eine 
Vierteljahrschrift „Südslavische Bevue" erscheinen zu lassen, in 
welcher unter anderem „eine vollständige Bibliographie sämmtlicher 
neuen Erscheinungen auf den (xebieten der Kroatischen, Serbischen, 
Bulgarischen u. Slavonischen Litteratur" geboten werden solL 

[100.] Aus Berlin schreibt das „Deutsche Tageblatt" vom 
9. Novbr. 1881. Nr. 217 über die Königliche öffenüiche Bibliothek: 
„Man kann wohl von vornherein den Satz als unumstösslich richtig 
anerkennen, dass eine grosse öffentliche Bibliothek, insbesondere 
solche, wie die Königlichen, die Stadt- u. Universitätsbibliotheken 
in unseren verschiedenen Städten, zu den wichtigsten öffentiichen 
Instituten gehören, die überhaupt existiren, Gemäldegallerien, Kunst- 
kabinete, Museen nicht ausgeschlossen. Wenn aber ein öffentliches 
Institut die Segnungen, die es seinem Charakter nach dfem Publikum 
bringen kann, auch wirklich bringen soll, so dürfte die erste Be- 
dingung sein, welche schon in dem Worte „öffentlich" liegt, dass 
das betreffende Institut Jedem leicht u. in seinem ganzen Umfange 
zugänglich sei. Mit einer Bibliothek mag das wohl seine Schwie- 
rigkeiten haben. So lange nicht die aurea aetas der allgemeinen 
Ehrlichkeit über die Menschheit hereinbricht, so lange es an der 
„Kleptomanie" leidende Bücherwürmer geben wird, die aus reiner 
Bücherbesitzwutb es nicht lassen können, wenn irgend möglich 
Druckschriften aller Art zu annektiren, so lange müssen u. werden 
auch dem Publikum in der Benutzung öffentlicher Bibliotheken 
grössere Beschränkungen auferlegt werden, als in der Benutzung 
irgend anderer öffentlicher Institute. Doch sicherlich — es giebt 
ein Mass in allen Dingen! Und — um auf den Kernpunkt unserer 






Litteratar und Misodlen. 45 

fietncbtnng zu kommen: fs mnss DemjonigeD, der in anderen 
grösseren Städten Deutschlands n. des Auslandes in der Lage 
geteem ist^ häufig öffentliche Bibliotheken zu wissenschaftlichen 
Zvechn zu benutzen, erscheinen, als werde in der unschätzbar 
reicbhaltigen EOnigl. Bibliothek unserer Beichshauptstadt das Maass 
der Forsicht doch etwas zu reichlich bemessen. Darf doch selbst 
das Lesezimmer, welches z. B. in Dresden Jedem ohne Ausnahme 
offen steht, hier erst dann benutzt werden, wenn man nach grfind- 
hcfaer Legitimation eine Karte gelöst hat. In der Sächsischen 
Hauptstadt — bleiben wir einmal bei diesem Vergleiche — ist die 
Zihl der geforderten Werke unbeschränkt Hier dürfen nur drei 
Zettel in den Bestellkasten geworfen, also nur drei Werke auf ein- 
mal gefordert werden, ein Umstand, der bei umfangreichen Quellen- 
stedien entschieden störend werden kann, um so mehr, als zwischen 
jeder Bestellung u. dem Erhalten des Buches ziemlich ein voller 
Tag li^ In Dresden erhält man während der Benutzung des 
leeeihnmers zu jeder Zeit u. sofort Bücher, deren Durchsicht 
vielleicht erst mitten in der Arbeit sich als wünschenswerth her- 
ausstellt n. unter umständen eilig ist Sehr schmerzlich ist es 
ferner, dass encjklopädische Werke, wie Lexika und ähnliche alpha- 
betarische, katalogische Nachschlagwerke, die anderwärts im Lese- 
zimiDer zur bequemen Handhabung für jeden Leser aufgestellt sind, 
liier nur durch die Aufwärter in der Bibliothek gegen Empfang- 
oahiie von Bestellzetteln Torabfolgt werden, auf welch' letzteren ein 
bestimmter Band anzugeben ist, während man oft selbst nicht 
genaa angeben kann, welcher Band den betreffenden Artikel ent- 
Ult, u, während man oft in der Lage ist, mehre Bände nur 
flüchtig durchblättern zu wollen. Alles das beengt den Leser, be- 
lastet seine Zeit oft in recht unangenehmer Weise u. macht ihn 
Ton den Expedienten, d. h. den Unterbeamten der Bibliothek, 
welche lediglich die Bücher dem Publikum verabfolgen, in pein- 
lichster Weise abhängig. Ist es doch an sich schon eine Beein- 
trächtigung der eigentlichen Zwecke der Bibliothek, dass der Be- 
Munog suchende Benutzer derselben fast nur mit dem unteren 
Beamtenpersonal in Berührung kommt, welches allerdings seine 
rein mechanische Aufgabe dem Publikum gegenüber in prompter, 
znYorkommender höflicher Weise erledigt, aber — eben auch nicht 
m^r. Wir kennen Bibliotheken, wo das Publikum, da vortägige 
Bestellung überhaupt nicht nöthig, sofort in direkten Verkehr mit 
den Herren Bibliothekaren resp. Sekretären tritt, und diese Herren 
den Besuchern durch Vorlegung von Zettelkatalogen, durch Mit^- 
oehmen in die betr. Departements der Bibliotheksräumo, in der 
Auffindung der gewünschten Bücher, Quellen etc. praktisch behilf- 
lich sind. In der That ist es ja oft ganz unmöglich, einen be- 



46 Litteratar and Miscellen. 

stimmton Titel auf den Bestellzettel zu schreiben; die Bibliothek 
soll vielmehr den G^letirten in den Stand setzen, Quellen anfzufin- 
den, die ihm vorher unbekannt waren. Das kann aber nur geschehei 
wenn das Publikum, statt mit den Subaltembeamten, mit den Bi— — 
bliothekaren selbst, wie dies anderwärts der Fall ist, verkehrei^i. 
kann. Dass die Herren Bibliothekare an unserer Bibliothek, 
diese Einrichtung getroffen würde, mit derselben Zuvorkommenheil 
mit derselben Sachkenntniss, mit demselben für das Publikum 
erspriesslichen Erfolge letzteres in seinen Arbeiten u. Nachfor- 
schungen unterstützen würden, wie die Beamten anderer Bibliotheken^ 
das ist wohl selbstverständlich. Doch es liegt den betr. Herreik. 
nicht ob, hierin selbst die Initiative zu ergreifen. So etwas mus» 

— von Oben herabkommen. — Als Mangel dürfte schliesslich audi 
der Umstand empfunden werden, dass Bücher im Lesezimmer blos 
zwei Tage reservirt bleiben. In Dresden z. B. bleiben sie acht 
Tage liegen. Wer irgendwie abgehalten ist, an zwei aufeinander 
folgenden Tagen in unserem Lesezimmer zu arbeiten, der moss 
wieder von neuem bestellen u. — von neuem einen Tag warten! 
AUes das Gesagte betrifft zunächst nur die Benutzer des Lesezim- 
mers, nicht diejenigen, welche das Recht haben, Bücher mit nach 
Hause zu nehmen. In Bezug auf die diesen Punkt betreffenden 
Bestimmungen wollen wir nur konstatiren, dass dieselben gleichfalls 
viel strenger sind, als in anderen Deutschen Städten, so streng, dass 
Privatgelehrten, die nicht Bekanntschaften in Professorenkreiaen 
haben, die häusliche Benutzung der Bücherschätze unserer König- 
lichen Bibliothek wohl so gut wie unmöglich sein dürfte. Nun 

— ein jedes Ding hat Zweck u. Ursache. Somit wird wohl die 
in jeder Beziehung treffliche Oberleitung der Eönigl. Bibliothek 
fQr alle obigen Einrichtungen, die uns als kleine Mängel erscheinen, 
ihre Gründe haben. Doch ein höfliches und wohlgemeintes Wort 
des Einwandes ist ja erlaubt, u. der Referent kann sich von dem 
Gedanken nicht losmachen, dass, was in anderen öffentlichen 
Bibliotheken möglich ist, in der Kgl. Bibliothek der Reichshaupir 
Stadt (die freilich auch mehr frequentirt wird) doch wenigstens 
zum Theil möglich u. thunlich sein sollte." 

[101.] Aus Berlin berichtet die Yossische Zeitung vom 7. 
Novbr. 1881: „Im Jahre 1880 betrug die Zahl der Leser der 
städtischen Volksbibliotheken 16,527 gegen 15,405 im Torjahre u. 
befanden sich darunter 5899 Gewerbtreibende u. Handwerker, 8894 
Frauen, 3199 Studenten, Gymnasiasten u. Schüler, 1659 Arbeits- 
leute, 1881 Beamte, 792 Lehrer u. 258 Soldaten. Von den Lesern 
wurden an Büchern begehrt u. denselben ausgeliehen zusammen 
808,401 Bde gegen 298,101 im Jahre 1879. Der BOchervorrath 
in den 21 Volksbibliotheken betrug am Schlüsse des Jahres 1880 
zusammen 86,812 Bde/< 



Liiteratar nnd Hiscenen. 47 

[102.] Ans Cassel ist in der ständischen Landesbibliotbek 
eiod noch nngedruckte Schrift Herder's über Winckelmann, die zu 
aoer Preisbewerbong bei der vom Landgrafen Friedrich ü. von 
flM80D 1777 gestifteten „Soci^t^ des Antiquit^s de Cassel'' bestimmt 
gewesen zu sein scheint, aufgefunden worden. Der Bibliothekar Dr. 
DoBcker beabsichtigt diese Schrift in Druck zu geben. 

(Vossische Ztg. v. 4. Oktbr. 1881. Nr. 461.) 

[103.] Aus Czernowitz ist an der Universitäts-Bibliothek der 
seitherige Scriptor Dr. Johann Polek zum Gustos befördert u. die 
Ticante Scriptorstelle dem Amanuensis Franz Wach Qbertragen 
worden. Dr. K. H. 

[104.] Aus Krakau hat der Üniversitäts-Bibliothekar Dr. 
Karl Estreicher in Anerkennung seines verdienstlichen, amtlichen 
sowohl als litterarischen Wirkens den Orden der eisernen Krone 
DL CL verliehen erhalten. Dr. K. H. 

[105.] Aus Mainz hat der Bibliothekar Dr. Volke zur Berich- 
tigimg der im Anz. J. 1880. Nr. 973 aus der Frankfurter Zeitung 
abgedruckten Mittheilung über den in der Stadtbibliothek gemachten 
Fund von zwei seither noch nicht bekannten Guttenbergianis die 
Erklärung abgegeben, dass dieselben — der Tractat mit Katholikon- 
Tjpen u. die Bulle mit Schöffer'schen Typen — bekannt u. mit den von 
T. d. Linde in seinem Werke über Gutenberg S. 50*, Nr. 5 u. S. 
55* Nr. 11 verzeichneten Drucken identisch seien. Allerdings haben 
aber bei der Neuordnung der Stadtbibliothek die alten Kloster- 
schatze, welche vor nunmehr bald 100 Jahren der damaligen Uni- 
msitäts-Bibliothek einverleibt worden sind, sonst werthvolle Funde 
an Handschriften u. Inkunabeln ergeben. 

[106.] Aus Paris findet sich im i3ulletin du Bibliophile," 
JoL-Aug. HfL 1881. S. 884, berichtet: „La Bibliothdque de la 
Tille de Paris vient de s*enrichir d'une fort curieuse collection de 
rolomes qui lui a &A Offerte par Am^d^e Berger, fils de l'ancien 
prüfet de la Seine. II s'agit d'un millier de volumes environ, 
d'une collection tr^s remarquable d'estampes et de gravures anciennes. 
On doit exposer ä Thötel Carnavalet cette collection de gravures. 
(hl ouvrira anssi, dans une salle speciale, le Mus^e de la Revolution." 

[107.] Ans Paris erscheint im Verlage von Leroux eine ele- 
gant gedruckte ^Bibliographie de Scanderbeg" in kl. 8^ Fr. 15 Fr. 

[108.] Aus Paris wird, wie das „Deutsche Tageblatt' vom 
26. Juni 1881« Nr. 111 schreibt, berichtet: „Zu den berühmtesten 
Sammlern gehört der Baron Pichon, dessen Kollektion von Büchern 
B. Silberarbeiten in der ganzen Welt bekannt ist Ein Kunsttischler, 
des der Baron in seinen Diensten zu verwenden pflegt, brachte ihm 
kfinlich eine alte Scharteke, die er sehr billig bei einem der flie- 
genden Buchhändler am Quai gekauft hatte. „Herr Baron'', sagte 



48 LiUeratnr nnd Miscellen. 

der Arbeiter, „hier ist ein Bach, das mich nicht viel gekostet hat. 
aber ich glaube, es ist etwas Seltenes. Für hundert Francs ver- 
kaufe ich es Ihnen/' Der Baron blättert in dem alten Buche o. 
beeilt sich, dem Arbeiter die verlangte Summe zu geben. Ob wohl 
Jemand erräth, was das Objekt dieses rasch abgeschlossenen Han- 
dels war? Ein Exemplar von „Manon Lescaut," auf dessen Bän- 
dern in kindischer, aber ganz leserlicher Schrift der im Templc 
gefangene Dauphin, Ludwig XVII., seine Eindrücke verzeichnei 
hatte. Der kleine königliche Märtyrer hatte kein anderes Papiej 
zur Verfügung, u. so verzeichnete er eben in „Manon Lescaut" di< 
herzzereissende Darstellung seiner schmei-zlichen Empfindungen." 

[109.] Aus San Francisco findet sich in „Publisbers Cir 
cular"' 1881. Nr. 1060. S. 1020 berichtet: „Bancroft has jus* 
completed a fire-proof library building in San Francisco for hii 
private library of Pacific Coast books, which now numbers 35,00( 
volumes". 

[110.] Aus VlTien hat die philo6oph.-histori8che Glasse dei 
Kaiserl. Akademie der Wissenschaften eine Abhandlung des Prof 
Dr. Haemer „Die Epitome des Grammatikers Virgilius Maro nacl 
dem Fragmentnm Vindobonense Nr. 19556*' zum Abdrucke ii 
den Sitzungsberichten vorgelegt erhalten. Dieses der K. K Hof 
bibliothek gehörige Fragment stammt aus einer weit werthvollerei 
Handschrift, als der Codex Neapolitanus ist, ans dem Mai die Epi 
tome herausgegeben hat. 

(Sitzungsberichte 1881. Nr. XXIII. S. 62- 63.) 

[111] Aus Wien ist für die Üniversitats-Bibliothek eine zun 
grössten Theile aus der Provinz Gujarat (Bombay-Präsidentschaft 
stammende Sammlung von 102 sehr schön geschriebenen u. theil 
weise sehr alten Sanskrit- u. Prakrit-Handschriften angekauft wor 
den. Eine vom Prof. Dr. Bühler darüber verfasste Notiz wird ii 
den Sitzungsberichten der philosoph.-historischen Classe der Kaiserl 
Akademie der Wissenschaften zum Abdrucke kommen. 

(Sitzungsberichte 1881. Nr. XXIV. S. 65—66.) 

[112.] Aus Wien ist am 1. December 1881 der Universitäts 
Bibliothekar Dr. Karl Micheliö im 76. Lebensjahr gestorben. 

Dr. K, H. 

[118.) Aus Wien hat der Bibliothekar der Technischen Hoch 
schule Ant(in Martin bei seinem Uebertiitte in den dauernden Buhe 
stand, um seiner amtlichen u. litterarischen Verdienste willen, dei 
Titel eines Begierungsrathes verliehen erhalten. Dr. K. H. 



Drnok ron Joh. PHifller in Dresden. 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie und Bibliothek Wissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Februar, 



Inhalt: 



1882. 



Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? Von G. Milcbsack. (Schiaas.) — 
Kitalogisirangs-Bt'geln der Librarv Association of the United Kinf^dom. 
— Urkunden znr Geschichte der bochdrnckerkunst des 16. Jahrhnnderts, 
gnogen ans der Correspondenz des Beatns Rhenanus im Archiv zu Schlett- 
itadt Von Dr. F. Glöckner. — Schweizerische Schriftsteller. Von A. Schn- 
■aim. IX. Badolf Banchenstein. — Litteratnr und Miscellen. — Allgemeine 

Bibliographie. 



[114.] Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? 

(Scblusa.) 



i Speeulum aureum ani- 
■e peecatricis. 8. L et typ. 
t 1182. 4'. (Hain 14906). 

F, la vacat, F, Ib,: £api- 
iBlafequittsIibcIIt{c6*m | or^i- 
mi'' ••• •:: /. 2a.: ®pufculü 
q5' fpeculü aureum | aie pecca- 
fcis infcribit'! «cipit felicit'. || 
[]2(mtas vanxta proIog9 | 
ä et ota vaitas, bxjc^ ccclcjt- 
ofies. qm vt \ etc, F. 2b, l 12: 
!)tf oolitate [sie!] et mifcria 
Ijominis || [ ]€rba ^itexe iap. 
prtmü I mte p[ro]pi)etc. Quare 
bepuluamnsegref' | etcEosjpL 
f. 35 b, l. ö: Diuit et regnat 
per tnjtnita fecula {ecuIor[um]. 
2Ime. 1 (|. SpccuIum aureum 
antmc peccatrics [sic!]j a | 
quo5am cartuftenfe cbitü: ftntt 
feücitcr. \ ^mpte^nm, 2lnno bo* 
mini ITliDefimo. ccccjlffjij. 
fif. 2lugujK. S. l. et typ, n. 
^. eh. g. vermischt mit Anti- 
tuaversalien. 2ö l 36 ff. 

S. Comeator, Petras, Hi- 



storia scolastica. Argen- 
tine, 1485. 2'. (*Haiu 5533.) 

F. 2 a \c. sign, a.] ; , . . ep* 
Taris || []£ucrenöo | , . . Ib. 
f. 2 a a, /. 31: 3"c:ipit I|iporia 
fcoIajHca tt^eolojgie ^ifciplina. 
I [ ]2Tlperatorie maiejta- | etc. 
Ewpl. /. 231 ba, l. 30: rabUi. 
fc5 in catl^acumbis. j||| £^plicit 
Scolaftica l{\\ . . . . TXi. cccc. 
Ijfft). . . . apostoli. S. typ. n. 
2\ eh. g. 2 col. 47 l. 232 Bll. 

6. Fectorale. S. 1. a. et 
typ. n. 4^ 

F. la [c. sign, a]: '^nzxTpxi 
pectorale bominice | paffionis 
jtue ^iuini amoris. | [ ] Uta 
falus üita et rc^cptio generis 
Ijumani i pafjtonc | etc. Expl. 
f. 78 b, l. 33: p[er]fccta ©init 
[sie!] et regnat öcus per oia 
fecula fcculorü 7X7XI&7X \\ €f • 
plicit pectorale ^ntce paffio| 
niö fiue ^iuini amoris S. l. a. 
et typ. n. 4. eh. g. c. sign, a- 
I 3. 40. l. 78 ff. 

4 



50 



Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? 



7. Cato, De re rustica. 

Tarro, De re mstiea. 

Columella, De re rustica. 

Palladins, De re rustica. 

Beg. Barth. Bruschi al. 
Botonl. 1482. 2o. 

jP. la vacat. F. Ih: gEor- 
gius Alexandrinus Petro Priolo. 
M. filio. S. Prifcas dictiones 
etc, -F. 2 a [c, eign, A. ii]: 
ENARRATIONES BEEVISSI^ 
MAE PKI-SCARVM VOCVM 
MARCI CATONIS. F. 15 a [c. 
sign, b2]; EPISTOLA || gEor- 
gius Alexandrinus Bernard o lu- 
rtiniano equiti & fenatori facuu- 
diffimo falutem. etc, F, 16 b: 
MARCI CATONIS PRISCI DE 
I RERVSTICA LIBRICAPITA. 
F, 17 a: MARCI CATONIS 
PRISCI DE RE RVSTICA LI- 
BER II []ST INTERDVM PRAE- 
STARE MER-caturis rem quae- 
rero: etc, Expl, f, 40 a, 1 16 : 
— tägent. I MARCI FRISCI 
CATONIS QVI HOMINVMSVM- 
MVS I IN OMNI VSV FVIT DE 
RE RVSTICA LIBER VNVS. | 
IS ENIM ABSOLVTVS NEC 
IMPERFECTVS PLINIO i AVC- 
TORE COLLECTVS EST. F, 
40b: M. T. VARRONIS REI 
RVSTICAE CAPITA. LIBRI. I. 
F, 42 a [c, sign, c] : MARCI 
TERENTIl VARRONIS RERVM 
RVSTICA^IRVM AD FVN- 
DANIAM VXOREM LIBER. I. 
PROLOG VS. II Graeci & latini qui 
de re ruftica fcripCerunt. Cap. 
primum. || [ ]0T1VS ESSEM 
CONSECVTVS I Füdania & cö- 
modius: etc, FxpL /. 23^ b, 
l, 19: — omnia. || LVCII IVNII 
MODERATI COLVMELLAERE- 
RVM RV-ISTICARVM LIBRI 



OPERA ET IMPENSA BAI 
THOLO.MAEI BOTTHONI A 
BRVSCHI REGIENSISIMPREJ 
jSI REGII DVCE HERCVL 
IMPERANTE. M. CCCC. LX- 
XXII. F, 239 a, EPISTOLA. 
gEorgius Alexandrinus Domini 
Georgio infigni patritio. S. 
etc, Expl, f, 240 b, F, 2- 
vacat, F, 242a: PALLAI> 
RVTILII TAVRI AEMILIAI 
VIRI ILLVSTRIS | DE B 
RVSTICA LIBER PRIMVS. T 
TVLI LIBRI PRIMI. Deind 
De PrsBceptis rei rufticffi. Tit 
lus primus. || [ ]ARS EST PK 
MA PRVDENTIAE IP.|fä: c 
etc, Expl, /, 300a, l, II: X 
pera: fed miti ruCticitate lege 

II PALLADU RVTILII TAVI 
AEMILIANI VIRI ILLVSTR. 

I DE RE RVSTICA LIBRI IIb 
PRESSI REGII OPERA ET 
IMPENSIS BARTHOLOMI 
BRVSCHI AL' BOTONI REG 
iENSIS. M. CCCCLXXXII N( 
NIS IVNII. II M. B. Barthol. 
meo Bottono al' Brufco. S. P. ] 
Expl, /, 300 b, l, 12 : bibli 
pola fui. Vale. || Prifcorum qu 
cunque ftudet monumenta doce 

I etc. = 4 difticha, F, SOli 
REGISTRVM 2«. eh. rom, 
sign, cust. tit, col. et ff. 
40 l 301 /. 

8. Clandianus« Opera. Y 
centiie, Jac. Dusensis 148 
2«. (*Haln 5370.) 

F. 1 vacat, F.2 a \c. s\g 
A 2]: Barnabas ... F. 2b: C 
Claudianus poetarum omniui 
qui habentur: ferme j etc, j 
3a [c. sign, A3]: Claudii . 
Pro-Cerpinae. j iNnenta Pecu 
pimus [sie !J q[uij naue p[ro}fu] 



Wie soll man Inkunabeln verzeichnen? 



51 



<Id:| rf^. Ih. /., /. 15: GL. 

Claoduiii de raptu Proferpinse | 

]ji)«r primus Incipit. | INferni 

nptoris eqaos : afflataq5 curru | 

ek. Expl. /. 16 b, l 39: Pars 

rtupefacta ßlet: pars nödu eiter- 

rita latrat || Finis CL. . . . F, 

Va [e, sign, a]: . . . | incipit. 

I pfloebseo domitus phiton quum 

j decidit arcn: etc. Expl. f. 

102a, l. 43: Longaq3 perpetui 

ducent in fsecula fafti. | Finis F. 

102 b: Finis operum . . . Vicen- 

tüe. 111 BEGITEVM . . . 43144 

h 102 ff. 

9. Liber moralis. 8. 1. a. 
et typ. n. 4®. 

F. la tu.: ßbcr moralis 
5c confx;Ko patris pro iuuc- 
nibns. I'. 2a: []aus et Ijonor 
pueris folet cucnirc | (Qui bx- 
mittut ocia et jhiöent mirc 
Cob pnö ere fpat vnb fru 
Stet 5en iungen finben C5U 
eie. Expl. f. 6 a, l 39: fjaben 
Tedite roey^t^eit (j Tlrrik S. L 
a. et. typ. n. 4. eh. g. 40 l. 

10. Biel, Expositio cano- 
lis misse. Tubingae, Meyn- 
kerger 1499. 2<>. (*Uain 3179. 
Seherrer 253. Steiff 7.) 

F. la üU: Sacri canonis 
... F. 2a[€. sign, a 2J : Sac- 
ri .. . mijtica. öiffolues jtmul 
et fcola ftica bubia. circa eu" 
carijHe facroanlcte miperia. 
»iri q[uam] preciput mgri (ßa 
brielis biel facre tljcologie 
fic'ciati I peritifftmi. pfer] cun- 
iem orbittarie in alma Cü- 
©ingn Ditiuerfttate lecta (£;r. 
5iri clariffimi (ingeni] quonba 
ocerri^mt mogiftri Cggeltngi 



.♦ _ I 



be brungtpig | facre tt^eologie 
licentiati p[ro]funbiffi'imi. pi- 
ta p[ar]iter et boctrina pful- 
gibi) le|ctura. in injtgni me- 
tropoli moguntina ab cler- 
um p[ro]nunciata beclarata et 
I e^pojtta. paucis omifjts. plu- 
rib9 aölbitts ac mutatis. 
qfuamj accuratifpme copor- 
tata. 3"ctpit felicitcr. | 



©ratio inicialis. | [ ]n nomlc | 
fuperbeneöicte trini« etc. F. 4a 
[c. 8. ^ 4: et not. L] a. SV 
Ccctio. I. 2t I Hemiffa in cu! 
biculo corbis beuotifjtma ff. 
inuo catioe. etc. Expl. /. 320 
hß, L 3t5: et piuus. Per oia 
fecula fecnIor[um] 2tmen. l'j 
5tnem cepit . . . \^99. etc. F. 
321a: 215 facerbotes be Ijuius 
operis Ptilitate et | necefjttate 
(Epigramma f^ainrici Bebel 
3u ftingenjts. || Pos qui fa- 
crorum ritus et miftica d^rifti 
I etc. Ibid. f.aaep : S^ibe- 
rico meynberger bibIiott>e«| 
cario dtbingn menbalinus 
ftainbad^ Ijumilis facre tl^eo- 
logie p[ro]feffor. . . . 

11. Cato, cum glosa et 
nioralisatione. 8. 1. a. et 
typ. n. 4. (Hain 4730.) 

F.la tit.: CATO CVM COM- 
MENTARIO F. 2 a [c. sign, a 
ij et tu. col. PROEMIVM CA- 
TONIS]: []Vmmi deus largitor 



etc. l. 21: 

rojuerbiorü 



prcmij : via conftans 
lEgimus in cantico p 
Salo. Pili bibe aqua de ci-| 
etc. F. 4h Text.: cVm animad- 
uertorem quäplurimos ho-, etc. 
Comment : (lld eft cü animo meo 
percipere. i. faepe confiderare vel 
cogitare. Et | etc. Expl. f. ö9b 



52 



Wie soll mau Inkunabeln verzeichnen? 



UxL l. 2: binos. Comment: tur. 
Mens paupertina coniungit car- 
miua bina II Expliciunt glofole Ca- 
tonis S. i, a, et typ, n. 4. eh. 
rom. mai, et min. c. sign, et 
tu. col. 60 ff. 

12. Seneca, De remediis 
fortuitorum; —De quatuor 
Tlrtutlbns cardinallDus; — 
De moribus. 8. 1. a. et typ. 
n. 4«. (Vgl. *Haiii 14660.) 

F. 1 vacat. F. 2 a [c. sign. 
a. ij: I|Pnc librum compofuit 
Scneca nobi'jlifftmus orator 
ab (SaQioncm amicum | fuum 
contra omncs impctus et ma- 
d^ia.mcnta fortunc. fecit au- 
tem iUub fub Dialoge vi \ ftt 
fcnjus conqucrcns et racio 
confortans. Ciber | autcm ifte 
ejl fcnfuum maiejiatc et clo- 
qui] c(ari{tate et fcntenciatum 
brcuitate rcfulgct i;| 3"<^ip^* 
Über Scnice [sie!] öe rcmeöijs 
fortuitor[um] || Occt cüctorum 
poctarum carmina gte-^etc. 
F. 19 a: 2lnnci lucij Senccc 
öc I rcmcöijs fortuitorum | li- 
bet cjplicit. l!j 2lnnci lucij 
Scnece bc quattuor oirtutibus 
über 3"cipit. || qUattuor oir- 
tutum fpecies multorum | etc. 
Fxpl. f, lö b : £ibcr Senccc öe 
quat-'tuor oirtutibus fclicitcr 
I (Ef plicit F. 16 a : Cucij rin- 
net Senccc I bc moribus libcr 
feli-;citer 3"cipit || oZUnc pec- 
catum actio cft. actio auto | 
etc. F, IHb, l. 2ö:—maV ipot 
F. 19a [c. sign, c iiijj: <£pi- 
tapl^ium Senccc Deinde : oratio 
lieschiniSy demadis, DemoCtcnis, 
demortenis ad alexandrü. Fxpl. 
f. 23a: ^nnei lucij Scnecc | 



öe moribus libcr f( 
cjpKcit j.i (Epipola bc 
jtlucpris fuper gubcr 
rei familiaris etc. | g 
ac fclici militi raymun 

I caftri ambrojtj berna 
fenium öcöuctus \ 
etc. Expl. f. 26 a: ( 
Sernl^aröi | jtlucpris fu 
bcriuacionc rci famil 
fclicitcr (Ejplicit \.\ dj 
funt que per rectorcm 

I etc. Expl. f. 31b: 2 
nius libro fccübo | in 
laubcm ciuitatis | pa 
liec. Ib. /., l. 18: (D' 
fi fala bonis fortuna ' 
S. l. a. et typ. n. 4^. < 
sign. 28 l. 32 ff. 

Allem Anschein nai 
schieden von Ilain ♦ 
Vgl. Ebert 20868. 

13. Poggins, Facei 
liber.(Norimb.)Frid.( 
ner 1476. 2". (Hain 

F. 1 vacat. F. 2 a— 
bula alphab. F. 7a: 
jlorentini 0ratori5 clo 
jtmi ac fccrctary ap( 
faceciarum libcr incipit j 
prefatio || [ ]Dltos futu 
arbitror qui l^as noftr( 
fabulacioncs. tum vt ts 

& oiro öL^*^]^^ I <^^^- 
l. 11: S^bvda prima ci 

caictam paupcris nai 

[]2lictam. qui plcbc f 

primum nauigio vict 

Expl. /. 68 b, l. iM 

confabulanbiqs confuotv 

lata. II poggij fiorcntin 

fecretari] apoftolicj | fc 

libcr abfolutus c\t fcli 

£loc opus cfiguü (culj; 



Katalogisinmgs-Begeln der Library Association. 



53 



ftericui Crcttfner fua fabriti | 
orte. 2(nTto ab incamatonc. 
Wolfenb&ttel, 1881. 



Zn. cccc. Scptuagcjtmoq'nto. 
2. ch, g. 30131 l 68 ff. 

G. Milchsack»). 



[115.] Kataloglsirnngs- Regeln der Library Association 

of the United Elngdom. 

1. Titel. — Der Titel soll eine genaae Abschrift des Titel- 
bhttes enthalten, ohne Ergänzungen, nicht übersetzt a. durchaas 
onyerSiidert, doch können Mottos, Wiederholungen u. ganz un- 
wichtige Worte weggelassen werden; die Weglassungen sind dann 
dorch drei Punkte (...) anzuzeigen. Druck und Interpunction 
brauchen nicht genau wiedergegeben zu werden. 

2. Die Titel besonders alter oder seltener Bücher sollen ganz, 
vüt Beibehaltang der Interpunction wiedergegeben werden. 

3. Bei Englischen Titeln sind Namen von Personen u. Per- 
KDificationen, Orten, Körperschaften, femer berühmte Ereignisse 
v. P^oden ; Adjective u. andere Worte, welche von Eigennamen 
abgeleitet sind, u. eine directe Beziehung auf die Person, den Ort 
ctc^ ?on denen sie abgeleitet sind, haben ; das erste Wort jedes 

^, iBgeftbrten Titels eines Werkes; Ehrentitel, wenn sie an Stelle 
nies Eigennamens stehen (z. B. Earl of Derby, — aber John 
SUaley, earl of Derby), mit grossem Anfangsbuchstaben zu schreiben. 

4. Bei Titeln in fremden Sprachen ist, was den Gebrauch 
gneeer Anfangsbuchstaben betrifft, dem localen Gebrauche zu folgen. 

5. In zweifelhaften Fällen sind die grossen Anfangsbuchstaben 
n Termeiden. 

6. Bände, Format, Druckort, Druckjahr etc. — Auf 
fie Titelangabe folgen die anderen Einzelheiten in nachstehender 
Momig; die cursiv gedruckten, bleiben dem Ermessen des Einzel- 
Mnflberlassen: 

a) Die Ausgabe, wie sie auf dem Titelblatte bezeichnet ist. 

b) Die Anzahl der Bände, wenn ein Werk aus mehr als einem 
besteht 

c) Wenn das Werk nur einen Band hat, sind die Seiten- 
zahlen so anzugeben^ dass jede Paginirung besondere 
angefahrt luirdj und die Zahlen derselben durch Plus- 
Zeichen (+) verbunden werden; dasselbe Zeichen wird 



*) Die in den drei Beschreibungen der Jannamummer (von welcher 
'iA leider einen Eorrekturabzüg nicht hatte erhalten können) entstandenen 
Dnckfehler bitte ich zu verbessern: S. 24, Nr. 1, Z. 4 1. F. 1 vacat; 
1,12 1 f. 61 bß; Z. 16 L agrippinc; Z 21 1. mij.; S. 24, Nr. 2. Z. 6 
1 !e ftr la; Z. 12 L F. 2 b«; S. 25, Nr. 3, Z. 5 1. ßuo[vum]. Die in 
fai ans Hain, Panzer, Scherrer u. Steif entnommenen Beschreibungen 
^kommenden Druckfehler sind hier ohne Bedeutung u. ich bitte nur 
lodi, dieielben ans dem angegebenen Grunde zu entschuldigen. 



54 Eatalogisirnngs-Regeln der Library Association. 

av/ch an das ISnde gesetzt , wenn man andere 1 
gaben, als blosse Ankündigungen bezeichnen vnU, 

d) Die Anzahl nicht eingedruckter Illustrationen^ Kai 
oder Portraits, 

e) Das Format. 

f) Der Ort des Erscheinens, der Druckort, wenn ders 
ein anderer als jener ist, und der Name des T 
legers. 

g) Das Druckjahr, wie es auf dem Titelblatte steht, abei 
Arabischen Zahlzeichen. 

7. Sprache des Titels und Druckorts. — Titel u. Dri 
ort sind womöglich in der Originalsprache des Titels wiederzugel 
Aenderungen n. Zusätze sind in eckige Klammem einzuschlies 

8. Inhaltsangaben und Anmerkungen. — Inhaltsanga 
der Bände sind zu machen, wenn dienlich. 

9. Erläuternde Bemerkungen, oder Beschreibung bibliogra; 
scher und anderer Eigenthümlichkeiten, inclusive Angaben der 
Yollständigkeit sind beizufügen, wo nöthig. Inhaltsangaben u. 
merkungen sind in kleinerer Schrift zu schreiben. 

4 10. Stichworte resp. Buchstaben. — Bücher sind eii 
•tragen: Unter den Namen der Verfasser, wenn dieselben auf 
Titelblatte angegeben oder sonst mit Sicherheit bekannt sind, 
Vornamen in Klammem ; ein Name, der im Buche oder einer spät^ 
Ausgabe desselben nicht angegeben ist, in eckigen Klammem 
alle Anonyma mit dem Zusätze „Anon.''. 

11. unter den Anfangsbuchstaben der Verfassersnamen, v 
nur die ersteren bekannt; ihr letzter ist an den Anfang zu ste 

12. Unter den Pseydonymen der Schriftsteller, mit Verweis 
auf den wirklichen Namen, wenn er bekannt ist. 

13. Unter den Namen der Herausgeber von Sammlungen 
unter den Gesammttiteln solcher Sammlungen, wobei jeder Sep» 
titel genügend unter seinem Stichwort zu katalogisiren ist. 

14. Unter den Namen von Landschaften u. Städten, Ge 
Schäften etc., welche ihre Publicationen selbst herausgeben 
herausgeben lassen. 

15. Unter dem ersten Wort, aber nicht einem Artikel, 
Titels von Periodicis. 

16. Unter dem ersten Hauptwort der Titel anonym erschien 
Bücher, u., wo es rathsam scheint, mit einer Verweisung u 
irgend einem anderen besonders wichtigen Worte des Titels. 

17. Commentare mit Text u, Uebersetzungen sind unter 
Stichwort des Originales einzutragen, Commentare ohne Text u 
dem Namen des Commentators. 

18. Die Bibel oder irgend ein Theil derselben (inclusive 
Apokrypha), in irgend welcher Sprache, unter dem Wort Bibel, 



Katalogisirongs-Begeln der Library Association. 55 

efnzelneu Tbeile geordnet nach der autorisirten üebersetzung, zu- 
erst Polyglotten n. Originaltexte, dann Englische, zuletzt andere 
Uebersetznngen u. zwar nach den Namen der Sprachen in ein Al- 
phabet geordnet. 

19. Talmud u. Koran (u. Theile derselben) sind unter diesen 
im Worten einzutragen. 

20. Die heiligen Bucher anderer Religionen sind unter den 
Kmm einzutragen, unter welchen sie am meisten bekannt sind; 
Fenreisungen sind einzutragen unter den Namen von Herausgebern, 
Uebersetzem etc. 

21. Gottesdienstliche und Gebet-Bücher, im Gebrauche gleich- 
viel welcher religiösen Gemeinde, sind unter „Liturgieen" einzu- 
tragen^ wobei die religiösen Gemeinden ünterabtheilungen bilden. 

22. Bücher mit mehren Verfassern oder Herausgebern sind 
unter dem Namen des zuerst genannten einzutragen, bei den anderen 
ist za verweisen. 

23. Namen von Uebersetzem, Commentatoren, Herausgebern 
n. Vorwort-Schreibern, wenn sie auf dem Titelblatto nicht vorkommen, 
sind in eckigen Klammem beizufügen, u. ist von diesen Namen 
«n verweisen. 

24. Der Bespondens oder Defendens einer akademischen Dis- 
sertation ist als ihr Verfasser anzusehen, wofern das Werk nicht 
noatreitig das des Präses zu sein scheint. 

25. Berichte über Oivilklagsachen sind unter dem Namen der 
Partei, welche auf dem Titelblatte zuerst genannt ist, Berichte von 
Krön- u. Criminal- Sachen unter dem Namen des Vertheidigers, 
Admiralitärs- Schriften, welche sich auf ein Schiff beziehen, unter 
d«ai Namen des Schiffes einzutragen. 

26. Kataloge sind unter dem Namen des Institutes, oder des 
Besitzers der Sammlung, mit einer Verweisung vom Namen des 
Katalog- Verfertigers, einzutragen. 

27. Adelige sind unter ihrem Titel einzutragen, ausgenommen, 
venn der Familienname besser bekannt ist, auf alle Fälle sind aber 
Verweisungen hier nöthig. 

28. Kirchliche Würdenträger, wenn sie nicht Päpste oder ro- 
^erende Fürsten, sind unter ihren Namen einzutragen ; der höchste 
Titel ist beizufügen mit einer Verweisung von dem Titel, welcher 

i im Buche angewendet ist. 

I 29. Alle Personen, welche unter ihren Vornamen am besten 

bekannt sind, sind unter diesen einzutragen, u. ist die Englische 
Form derselben anzuwenden bei Fürsten, Päpsten, regierenden 
Prinzen, Orientalischen Schriftstellern, Mönchen und Heiligge- 
sprochenen. 

30. Verheirathete Frauen u. andere Personen, welche ihre 
Kamen geändert haben, sind unter demjenigen einzutragen, welcher 



56 Katalogisinings-Begeln der Library Association. 

der bekannteste ist, mit einer Verweisung von dem letzten 
torisirten. 

81. Als Stichworte sind die Verfassemamen ganz zn ge 
n. zwar in ihrer heimischen Form; Verfasser, deren Namen mi 
in Lateinischer oder Latinisirter Form bekannt, sind unter die 
einzutragen, der heimische Name ist aber beizufügen u. unter i 
ist zu verweisen. 

32. Englische u. französische Familien -Namen, welche 
einem Präfix beginnen (das Französische de u. d' ausgenommc 
sind unter dem Präfix, solche anderer Sprachen aber unter d 
folgenden Worte einzutragen. 

83. Englische zusammengesetzte Namen sind unter dem letz 
Theile des Namens einzutragen, fremde unter dem ersten; V 
Weisungen sind in allen Fällen anzubringen. 

84. Wenn ein Verfasser unter mehr als einem Namen beka 
ist, so sollten Verweisungen von dem oder den nicht als Sticht 
gebrauchten Namen auf den gebrauchten gemacht werden. 

85. Eine Gesellschaft ist unter dem ersten Wort, aber ni 
einem Artikel, ihres Oorporations-Namens , mit Verweisungen 
irgend welchem anderen Namen, unter welchem sie noch beka 
ist, und van dem Namen des Ortes, an welchem ihr Hau 
sitz sich befindet, einzutragen. 

86. Verschiedenes. — Das Stichwort ist nicht zu wied 
holen; ein einfacher Gedankenstrich zeigt die Auslassung des \ 
hergehenden Stichwortes oder Titels an. Ein Gedankenstrich, 
auf eine Zahl folgt, deutet Fortsetzung an. 

87. Eintragungen unter dem Familien-Namen allein müs 
ausführlicheren unter demselben Namen vorangehen ; wo nur die ^ 
fangsbuchstaben der Vornamen gegeben sind, geben dieselben a 
fQhrlicheren Eintragungen mit denselben Vornamen voran. 

38. Die Präfijce: M' u. Mac, S., St., Ste, Messrs., Mr. 
Mrs. sind so zu behandeln, als ob sie ausgeschrieben wären, 1^! 
Sanctus, Saint, Sainte, Messieurs, Mister u. Mistress. 

39. Die Werke eines Verfassers sind in folgender Beihenfi 
einzutragen : 

a) Gesammte Werke, 

b) Ausgewählte Werke, 

c) Einzelne Werke in alphabetischer Beihenfolge der Ti 
diese nach dem ersten Wort darin, aber nicht einem 
tikel, geordnet. Uebersetzungen folgen den Originalen 
alphabetischer Ordnung der betreffenden Sprachen. 

40. Verweisungen sind anzubringen von den Gegenständen 
Biographien auf die Biographen. 

41. Die Alphabetisirung geschieht nach dem Englisc! 
Alphabet. 



Urfanden zur OeschicHte derBuchdrackerkonst des 16. Jhrhdts. 57 

42. Bei znsammengesetzten Stichworten ist allein das erste 
Wort za berücksichtigen. 

43. Personen-Namen gehen ähnlichen Orts-Namen voran. 

44. Titel ^ in fremden Schriftsprachen mögen übertragen werden« 

45. Das Deutsche ä, ö, ü ist als ae, oe, ue zu behandeln« 

46. Arabische Zahlzeichen sind den Bömischen vorzuziehen, 
doch mögen diese nach den Namen von Fürsten, Prinzen und 
PäpsteD angewendet werden, sowie um die Nummer eines Bandes 
n bezeichnen, wenn eine Seitenzahl folgt. 

47. Bezeichnungen sind anzuwenden, um Schriftsteller desselben 
Namens von einander zu unterscheiden. 

48. Präfixe, welche den Rang oder die Beschäftigung eines 
S<:farift8tellers anzeigen, mögen dem Stichwort zugesetzt werden, 
wenn sie Theile der gebräuchlichen Bezeichnung der Schriftsteller sind. 

49. Die Sprachen, in welchen ein Buch geschrieben, sind an- 
zugeben, wenn es mehre u. sie auf dem Titelblatte nicht ange- 
fiüirt sind. B. 

[116.] Urkonden zur Geschichte der Bnchdrnckerknnst 
itn 16. Jahrhunderts, gezogen aus der Correspondenz 
des Beatus Bhenanus Im ArchlT zu Schlettstadt. 

Von Dr. F. Glöckner. 

1) Brief des Beatus Arnoaldus an Beatus Bhenanus. 

Omatissimo Viro Dno Beato Beuano Amico tanq5 fratri optimo 
i D. Becepi literas quas pro negotio Frobenii & Herwagii ad me 
oiisisti. Instabo modis omnibus quo impetremus Privilegium illud 
de non imitanda Frobeniana edicione. Geterum de armis dubito 
oe forte ex taxa graventur. Nam armorum literae sine findali*) 
uticnlo taxantur ad XV flor renen. cü articulo ad XVIII et duos 
in Cancellarium sunt viginti. Et si duo in uno comprehenduntur 
diplomata, duplex venit taxa, vel datur utrique suum diploma pro- 
priom. Proinde in bis snpersedeo donec eorum voluntatem plane 
eognoscam, ne labor pro impetrandis ejusmodi armjs hie impenden- 
dos fiat ingratns. Videbo etiam cum tempore si obtinere poteri- 
lAQS Privilegium super imprimendis libris pro Hervagio, cui ex corde 
copio praestare officium. De Gaesaris discessu, vel quo tendat ni- 
iifl certi scimus. Ego ante medium annum ad patriam me ventu- 
nuD spero. Et cum bis me tibi commendo et desero. Vale. Ex 
Ganda Die 6. Junij 1531. Tuus Beatus Arnoaldus. 

2) Brief des Matthias Held an Beatus Bhenanus. 

... Quod ad privilegia Frobenii et Jo. Herwagii attinet, 
tcias illa jam pridem confecta transmissaque fuisse. InterpeUavit 

*)&adaU? 




60 Urkunden zur Geschichte derBachdmckerkonst des 16. Jhrhdts. 

qui id publice edicto censuit, ne quis typographorum edat aliqal^ 
quod in rem non sit pontificis. Antibarbaros Erasmi cum fuerin^ 
absoluti mittito. Yale . . . YTL Idus Maji Anno 1520. 

9) Briefe des Crato Mylius (Müller) an Beatus 

Bhenanus. 

a) S. D. Onus quod subierim, dulcissime Bhenane, ex Bud( 
pho tuo te accepisse credo, certe non leve, uti scis, tarnen alil 
fieri nequit, rationes sunt plures quam ut hie recenseri qaeai 
Experimur tarnen nihil adeo durum esse quin aliquo modo moll 
ficari queät. Ita in onere mihi suscepto, tu multum auxilii prae 
Stare poteris, quo fiat levius, idque singulaii tua eruditione qi 
e[8] praeditus, item consilio atque studio tuo, in typographos, 
sertim diligenter flagranti, idcirco imprimis appellandus mihi visui 
beatissime Bhenane, qui mihi tua ope tanquam Theseus aliquis 
esse velis. Nam quoties in memoriam tenit et communis patri( 
debitum et majorum nostrorum necessitudo singularis, nihil in Cri 
tonis tui profectum te praetermissurum spero. Is quoque prest-^ 
ubique aderit exque tuo jussu pendebit totus. Habemus sub prel^^ 
Zmaragdum Abbatem Saxononiae, monasterii sancti Michaelis, qu ^ 
yixit anno D. M. D. LXX (so!) ordinis divi Benedicti; Is scripsit, col— ^ 
ligens ex Patrum scriptis, super evangelia, pro ritu veteris Ecclesiae^ 
a Georgio Andlano primum latine impressus, denuo per D. Hedionem 
in no&tram lin^am utcunque versus, ab eodem Georgio dum erat 
in vivis, excudi inceptus, mihi yenit absolvendus, me[o] judicio liber 
paryi pretii futurus, latinum, si quid possum illo tibi gratificari 
ad te mittam: Excudimus Historiam nefandi facinoris Monasterien- 
sium, libellulus ut videtur scitu dignus, a Wittemberga per fide- 
lem quendam ad me missus, in cujus caicem anneximus propositi- 
ones quasdam Anabaptistarum, per Philippum Melanchi reprobatas, 
eum quia noyus ad te mitto, es enim noyarum cupidus. Tu te- 
nuitatem styli mei, jam ferme decem annis nihil exercitati, boni 
consule. Et si quid est quod in studiosorum commodum fore putes, 
nobis communicato, habebis me diligentem, Sicubi pares tibi gratias 
referre potero, undique paratus existam. Vale meque uti hactenus 
amasti ama. Tnus Crato Mullerus, Selesta: 

b) S. D. Ostendit mihi humanitatis tuae literas yir clariss. 
D. D. Hedio, ex quibus bonam concepi spem de archiscribae munere 
consequendo. Cum autem mihi ad id consequendum non pamm taa 
opera opus esse yideam, sciamque h. t propter excellentem yirtu- 
tem, doctrinam et prudentiam tuam plurimum apud Senatum po- 
pulumque Selestad. posse, tuamque authoritatem me hac in re 
non parum juyare posse, constitui h. t. literis meis appellare, at- 
que id quo mihi h. t. multum prodesse posse yideo, a te petere. 
Te tamen etiam atque etiam rogo^ ut hanc meaai importunitatem 



ürknnden zur Geschichte derBachdrackerkunst dee 16. Jhrhdts. 61 

pro tna bumanitate non egre feras. Eram a te consiliam petiturns, 

Tir doctiss. hac de re, sed qnia cognovi te probari (so !) institutum 

menm, Tehementer h. t. rogo, ut mihi hac in re adsis quantum 

potes, potes autem plurimum, meque Senatai Selestad. commendes 

atqne id quam primnm fieri poterit facias, non dubito quin mihi 

tna commendatio sit profatura. Geram me in hoc officio ita nt de- 

cet bonam Yirnm, et ut te tuae commendationis et operae nunquam 

poeniteat, quod ut tibi de me persuadeas, iterum atque iterum te 

rogo. Yale vir clariss. Cratonem tuum amato. Mitto libellulns 

nofitrae officinae, quos fortasse noudum vidisti. Yale iterum. Da- 

tae Argentorati 14 Novemb. Anno salutis MDXLIIII H. T. obse- 

quentiss. Crato Mylius. 

10) Brief des Joh. Herwagen an Conrad Gol. 

Dem Ersame Cunrado Gol büchbinder in der Kremergass Strass- 

bvg. S. Hoc nauta ad te mitto duo Chrysostomi opcra, quae 

proximis literis petieras. Pro reliquis nummis mitte corium, et ut 

okom habeam cnra, si numerasti illi decem fl. nimium est nam 

^ minus Navem habuerunt famas serva apud te yelim illas Ten- 

^itu. Bedam cum Higino accepi. Literas miseram prQteritis di- 

«bm ad te perferendas Oppenheim si misisti, mone illum Jacobum 

Kübel prothonotarium illic meo nomine primo nuntio, quo ad te 

Bittat ant Georgium quae petieram, mihi hac in re multum grati- 

ficatonun. Has literas da Bedrotto et ut nautis illis responsum 

ftrat qui 8[c]npsit Si Spigelius Argentorati est mone quaeso de 

^'nhardo hlstorico quem nee franckford. nee alibi conquirere potui 

et ut mittat cito cito. Si non est Argentorati scribe Seiestadium 

ot primum ad te inde cito citius ad me perferatur et quicquid 

pntet addendum Yittikindo deceat. Yal Basil II. Decemb. Ann 

1531. T. Joh. Heruag. 

[117.] Schwelzerische Schriftsteller. 

Yon A. Schumann*). 
IX. Rndolf Ranohenstein. 

Quellen: I. Autobiographie (bis 1846). Mscr. 4^. 18 S. 
(Yom Besitzer, Hm. Prof. Friedr. Bauchenstein in Aarau, mir gütigst 
zur Benutzung überlassen.) — II. Zur Feier der Fünfundzwanzig- 
jährigen Lehrerwirksamkeit des derzeitigen Bectors der Aargauischen 
KantjDSschule Herrn Professor Dr. Rudolf Bauchenstein, hrsg. am 
3. Januar 1847 von der Lehrerversammlung dieser Anstalt. Aarau. 
Gedruckt in der H. B. Sauerländer'schen Offizin, gr. 4^. S. 
IX— XXI Y. (Yon Dr. J. Honegger u. Ad. Keser.) — III. Neue 



*) Fortsetzung von oben Nr. 2. 




62 Schweizerische Schriftsteller. 

Zürcher-Zeitung. (Zürich, Orell, Füssli u. Co. jarr. Fol.) Nr. X3 
von Donnerstag 9. Januar 1879. S. 2 ab. (Von Prof. * Jak. Hunziker 
in Aarau.) — IV. Aargauischer Hausfreund. (Brugg, Fisch, Wild 

u. Co. Fol.) Nr. 2 von Samstag 11. Januar 1879. S. lab. 

Alit einzelnen Auslassungen wieder abgedruckt in: Aargauer NacTi- 
richten. (Aarau, F. G. Martin. Fol.) Nr. 11 von Dienstag M^ 4. 
Januar 1879. S. la— c. (Von Prof. * Friedr. Rauchenstein in 
Aarau.) — V. Basler Nachrichten. (Basel, Druck der Sohwem g- 
hauserischen Buchdruckerei, gr. Fol.) Nr. 13 von Donnerstag ■— 6 
Januar 1879. S. Ic— 2a u. Nr. 14 von Freitag 17. Januar IB-Ä'S 

S. Ic — 2 a. (Von Regie rungsrath * Ludw. Karrer in Aarau.) 

VI. Biographisches Jahrbuch für Alterthumskunde hrsg. von Com 
Bursian. 2. Jahrg. 1879. Berlin, S. Calvary & Co. 1880. gr. 
S. 1 — 2. (Vom Herausgeber.) — Danach kurzer Lebensabriss 
Karl Fuhr — in: Ausgewählte Reden des Lysias, Erklärt 
Rud. Rauchenstein. 1. Bdchn. 8. Aufl. (1880.) S. X— XI. 
unten Nr. 27). — VII. Dr. Franz Fröhlich, Zur Erinnerung 
Alt-Rektor Professor Dr. Rudolf Rauchenstein. (Litterarische B- 
gabe zu: Programm der Aargauischen Kanti^nsschule. Aarau, 
Bachdruckerei von H. R. Sauerländer.) gr. 4'\ 31 S. (Eine fleissi 
u. gründliche Arbeit, die S. 29 — 81 auch ein unter II Rubrik 
geordnetes Schriftenverzeichniss von 90 Nrn. enthält.) — 
ausserdem : VIII. Egbert Friedr. v. Mülinen , Prodromus ein- ^^ 
Schweizer. Historiographie. Bern, Huber & Comp. 1874. Lex. 9 ^• 
S. 91. — IX. Anzeiger für schweizer. Geschichte. Hrsg. von d^^ 
allgemeinen geschichtforschenden Gesellschaft der Schweiz. ll> 
Jahrg. 1880. Solothurn, B. Schwendimann. Lex. 8". Nr. 2. S. 278. 
(Von Friedr. Fiala in Solothurn.) 

Das Aargauische Brugg erfreut sich des ehrenden Beinamens 
„das Prophetenstädtchen". Obwohl sich dieser ursprünglich auf 
die zahlreichen im vorigen Jahrhunderte von dort ausgegangenen 
Tlieo lügen bezieht, wird er doch heute allgemein in dem Sinne ge- 
braucht, dass man dabei an die vielen hervorragenden Männer denkt, 
deren sich Brugg als seiner Söhne rühmen darf. J. G. Zimmer- 
mann, der Verfasser der Schriften „üeber die Einsamkeit" u. „Vom 
Natioualstolze**, die Helvetischen Ministor A. Rongger u. Pb. A. 
Stapfer, der Dichter A. E. Fröhlich u. A. sind Bürger dieses Ortes 
gewesen. Auch Rudolf Rauchenstein wurde am 2. Mai 1798 da- 
selbst geboren u. zwar als der Sohn eines Messerschmiedes, der 
die Vortheile einer wissenschaftlichen BiLlung zu schätzen wasste 
u. sich die Liebe zur Lateinischen Sprache aus seiner Jugend bis 
in's Alter bewahrt hatte. Der junge Rauchenstein besuchte bis in 
sein fünfzehntes Jahr die Brugger Schulen, deren Krönung eine 
seit der Reformation bestehende „Lateinschule'^ war. Einzelne 
tüchtige Lehrer derselben regten ihn an; aber im ganzen litt diese 



Schweizerische Schriftsteller. 63 

Aostalt an hänfigem Wechsel u. oft unzureichendem Wissen \l Ge- 
schick der Lehrer, denen als Theologen sehr viel daran lag, mög- 
lichst bald zu einer besser dotirten Pfründe zu gelangen. Im 
Oktober 1813 verliess Eauchenstein die Vaterstadt, um in das 
Bener Gymnasium einzutreten, welches er aber schon zu Ostern 
18U mit der Akademie vertauschte. Hier wie dort wirkte be- 
sonders der männlich-biedere u. gründliche Professor Samuel Lutz 
anregend auf ihn ein, n. bei demsplben „gewann er auch die erste 
Ahnung einer festen u. gewissen Methode in der Erklärung von 
Schriftstellern." Neben dem Hebräischen, das ihm durch diesen 
Lehrer lieb geworden war, trieb er auch anderthalb Jahre Arabisch^ 
u. seine ursprüngliche Absicht, Theolog zu werden, fing bereits, 
an sich dahin zu ändern, dass er sich den Morgenländischen Sprachen 
za widmen gedachte. Da kam 1816 Ludwig Döderlein aus Jena- 
als Lehrer der klassischen Sprachen an die Berner Akademie.. 
Jogendlich-feurig, geistreich u. mit gründlichen Kenntnissen aus- 
gerüstet, gewann er sich die Herzen seiner Schüler wie im Fluge. 
„Mit £ifer warfen sie sich auf seine Fächer, mit Bewunderung u. 
Liebe hingen sie an ihm*'. Biiuchenstein „lernte durch ihn die Schön- 
beita. Hoheit der Griechen erst kennen*'; durch ihn wurde er für immer 
den alten Sprachen zugeführt. Auf Döderlein's Bath bezog er im 
Oktfiber 1818 die Universität Breslau, wo er namentlich bei Franz 
Passow eine wohlwollende Aufnahme fand u. sogleich in das von 
diesem u. dem „feinen u. geistreichen" K. E. Chr. Schneider ge- 
leitete philologische Seminar eintrat. Im zweiten Jahre seines 
dortigen Aufenthaltes betheiligte er sich auf Passow's Bath an 
einer von der philosophischen Facultät aufgestellten Preisfrage über 
die Zeitfolge der Olynthischen Beden des Demosthencs u. gewann den 
ausgesetzten Preis zugleich mit einem seiner Freunde. Da er von 
Haus aus nicht mit Glücksgütem gesegnet war, so musste er die 
Uairersität bereits im Oktober 1820 wieder verlassen u. in die 
Heimath zurückkehren, wo er zu Anfang Januar 1821 eine Lehrer- 
itoUe bei Emanuel von Fellenberg in Hofwyl übernahm u. ein 
Jahr lang in sehr angenehmen Verhältnissen wirkte. Hier über- 
arbeitete er auch seine Abhandlung über die Olynthischen Beden u. 
üess sie, von einer litterarischen Zugabo des Zürcher Philologen 
J. H. Bremi begleitet, noch im gleichen Jahre bei Vogel in Leipzig 
erscheinen (s. unten Nr. 1). 

Wider sein Erwarten u. ohne eigentliche Anmeldung wurde 
er am (>. Dezember 1821 zum Professor der klassischen Sprachen 
an der Eantonsschule in Aarau gewählt u. trat am 3. Januar 1822 
in sein neues Amt ein. Dieses befriedigte ihn in hohem Grade, 
— mehr als die Vorlesungen, welche er im sogenannten „Lehr- 
verein", einem Mittelding zwischen Gymnasium u. Universität, zu 
halten hatte, — u. „er gewöhnte sich, einen Theil seines Lebens- 



1 

j 



64 Schweizerische Schriftsteller. 

glückes im Bestände u. Gedeihen jener Anstalt zu finden'^ Diese 
ernste Hingabe an sein Amt war auch vornehmlich der Gnmd, 
weshalb er sich nenn Jahre lang von der Politik seines Heimatb- 
kantous fernhielt. Als aber dieselbe höhere Wellen schlug u« zu- 
gleich leidenschaftliche Angriffe auf seine geliebte Schule erfolgte1^ 
nahm er seit 1881, durch das Vertrauen seiner Brugger Mitbflrgrer 
in den Aargauischen Grossen Bath gewählt, als stets klarer u 
schlagfertiger Redner mit Eifer an den Tagesfragen TheiL 'Er 
selbst sagt über seine damalige politische Thätigkeit, die sich bis 
1841 fortsetzte: „Wenn ich auch heute Manches anders machen 
würde, so habe ich doch im ganzen meine Tendenz u. meine Lauf- 
bahn im öffentlichen Leben nicht zu bereuen. Nicht erhöhte Lei- 
denschaft oder Feindseligkeit, sondern mehr Verträglichkeit u. innere 
Buhe ist mir daraus geblieben^'. Neben dieser Stellung bekleidete 
er von 1831 — 36 noch diejenige eines Mitgliedes des Kantons- 
schulrathes u. des reformierten Kirchenrathes, u. von 1830 — 88 
u. wieder von 1849 — 52 gehörte er der Bibliothekkommission als 
Mitglied an. — Bei der seit 1817 alle zwei Jahre wechselnden 
Neubesetzung des Rektorates der Eantonsschule traf ihn die Reihe 
zum ersten Male 1825—26; in den Jahren 1828—29 n. 1834 — 35 
versah er dieses Amt interimistisch für einen kränklichen Kollegen; 
seit der Neuordnung der Anstalt (1835) wurde er 1842 das erste 
Mal wieder zum Rektor ernannt u. ist dies mit einer Unterbrechung 
von zwei Jahren (1850 — 51) bis zum Frühling 1861 geblieben, 
wo ihm die Behörde die lästiger werdende Bürde auf sein Gesuch 
abnahm. — Die seit 1841 eingetretene grössere Stille seines pä- 
dagogischen Lebens unterbrachen zwei für ihn sehr ehrenvolle Er- 
eignisse: am 19. Mai 1848 verlieh ihm die Universität Basel das 
Diplom eines Doctors der Philosophie, u. am 3. Januar 1847 feierten 
die Behörden, sowie zahlreiche Freunde u. Schüler mit ihm den 
Jubeltag seiner faiifundzwanzigjährigen Lehrerthätigkeit, an welchem 
er vieler Beweise von Auszeichnung u. Liebe sich erfreuen durfte. 
— Am 20. März 1866 trat er, durch die Abnahme seiner Kräfte 
bewogen, mit einem Ruhegehalte von der Professur zurück, behielt 
aber noch einige Lehrstunden in den oberen Klassen beL Als er 
dann im Frühling 1870 auch diese Wirksamkeit aufgeben musste, 
übertrug ihm die Behörde das Inspectorat in den klassischen Sprachen, 
u. diese Stellung hat er zu seiner Freude u. mit grosser Gewissen- 
haftigkeit bis an seinen Tod bekleidet, welcher am 3. Januar 1879, 
Nachts 11 Uhr, durch einen Schlaganfall herbeigeführt wurde. 

Schon auf der Hochschule war die Neigung Rauchenstein^s 
vornehmlich auf Griechische Sprache u. Litteratur gerichtet, u. 
auch später ist ihm diese Vorliebe stets geblieben. In seiner 
schriftstellerischen Thätigkeit von Demosthenes ausgehend u. wieder- 
holt zu ihm zurückkehrend, hat er neben demselben auch den Bad- 



r 



^cbweizerische Schriftsteller. <65 

Den Ljaas ü. Isokrates eine liebevolle n. hamentlicb' fllr die 
Mole erspriessliche Aufmerksamkeit zugewendet Daran schlössen 
flieh seine gediegenen Abhandlungen übeir Pindar u. die Attischen 
Tngiker, bis zuletzt auch noch Thükydides in den Kreis eingehen- 
derer Studien gezogen wurde. Wie ausgedehnt in dieser Beziehung 
Haochenstein's litterarische Thätigkeit war, davon giebt die folgende 
Üebersicht eine genauere Anschauung. 

Schriften: 

« 

A. Selbständige Arbeiten in Einzeldrucken, Pro- 
grammen und Zeitschriften: 

1. De orationvm Olynthiarvm ordino scripsit Bvdolphvs Rav- 

cheosteiny Helvetvs, Sem. Beg. PhiloL, quod Vratislaviae floret, so- 

daüfi. Praefatus est Franciscus Passow. Accedit fasciculus obser- 

vationum philologicarum et criticarum in Demosthenis Philippicas. 

Aactore J. H. Bremio, Tvricensi. Lipsiae 1821 svmtibvs Frid. 

XJhrist. Guil. Vogelii. gr. 8^ XIV u. 98 S. — Mit Passow's 

Yorrede, aber ohne Bremi's „Observationes" wieder abgedruckt in: 

AppHiatus criticus et exegeticus ad Demosthenem Vinc. Obsopoei, 

Eier. Wolfii, lo. Taylori et lo. lac. Beiskii annotationes tenens. 

Commodum in ordinem digestum aliorumque et suis annotationibus 

aactum edidit Godofr. Henr. Schaefer. Tom. I. Londini apud Black, 

Yoong et Young MDCCCXXIV. gr. 8«. S. 135-173. 

Inhalt des Originaldruckes: S. III— XIV: Praeffttio Franc. Passovii. 
(Variae lectiones e Cod. Bedigerano Demosthenis.); S. 1^48: De ora- 
tionnm Olynthiamm ordine; 8. 49 — 56: Epimetruin; S. 57 — 98: Pas- 
cicnliu observationnm philologicanim et criticarum in Demosthenis 
Philippicas anct^re Jo. Henr. Bremio. — Vgl. Heidelberger Jahrbücher 
der Literator. 15. Jahrg. oder neue Folge : 2i Jahrg. 2. Hallte. (1822.) 
Nr. 75. S. 1185—1192. (Th. Vömel) 

2. Bemerkungen über den Werth der Alterthumsstadieu auf 
Ujmnasien und höhern Scb ulanstalten. ' Ein Programm zur Ein- 
LaduDg an die öffentlichen Prüfungen und zur Feier der Prämien- 
umtheilunng an der Aargauischen Eantonsschule, von B. Bauchen- 
iteio, Professor, d. Z. Bector. Aarau, bey F. J. Beck. 1825. kl. 
8^ 1 Bl. 46 S. (Die Abhandlung von S. 1—44 ; auf den beiden 
letzten S.: Ankündigung der Prüfungen.) 

Vgl. Schweizeridche Literaturblätier für das J. 1826. [Hrsg. von 
Paul Usteri.l Zürich, bey Orell, Füssli n. Comp. 1826. 8». 2S. 
14—16 n. JahrDQcher für Philologie n. Paedagogik. 5. Jahr;?. 1. Bd. 
2. Heft Oder der ganzen Pol^e 12 Bd. 2. Heft. (1830.) S. 209-210. 
(Dr. J. L. -R'jsenhejn zu Lyk in Ostpreussen.) 

3. üeber Aulus Gabinius. Ein Programm zur Einladung an 
die öffentlichen Prüfungen und zur Feier der Preisaustheilung an 
to Aargauischen Kantonsschule, von B. Bauchonstein , d. Z. Bector. 
Aarau, gedruckt bei F. J. Bpck. 1826. 8^. 1 Bl. 44 gez. S. 
(Abhandlung) u. 2 ungez. S. (Prüfungen). 

6 ' 



^ 



66 Scliwelserisch» SehrifltMl«r. \ 



4. Die drey Perioden d«r AargauisolieB Kantonsaehole. 
Programm -^ Eantoiflschule. Yoa S. BanchenstaiB, Professor, ii- 
terimiaUschem Bector. Aarau, 1828. Qedmckt im der obrigtoift- 
lichea Bachdmckerey. 8^ 71 S. (Abhandlung S. 3-**-70; Pctf- 
nogen S. 70—71.) 

Vgl. Schweizer. läteratnrblitter für das J. 1829. 8. lOft-IOi - 
Ueber die Geschichte der aarg. Kantonsaehole s. anch die Nrn. tt 
24a n. 29. 

5. De orationum Olynthiacarum ordine e Dionysü Halicanias- 
sensis anctoritate conatitnendo scripsit Budolphos Banckenslein, ii <^ 
Gymnasio Helvetomm Pagi Argoviensis Professor. In: Demoethe- ; 
nis Orationes selectae commentarüs in oaom scholamm instrnctai : 
ab lo. Henr. Breml Sect. I. (A. u. d. T. : Bibliotbec» Graeca vr ! 
romm doctomm opera recognita et commentariis in usam schdlar l 
rum instructa carantibns Friderico lacobs et Yal. Chr. Fr. Bost ' 
B. Scriptoram erat pedestris Vol. XV. Sect. I.) Gothas et £rfo^ 
diae sumtibns Gull. Hennings. MDCCCXXIX. (1829:> gr. 8^ ] 

s. i(v)— xxxn. 

VertheidigüDg der unter Nr. 1 angeführten Schrift geilen A. 0« 
Becker (,,De8 DemostheneB Philippische Beden". 2 Thle. Halle, Hen- 
del n. Sohn. 1824-26. 8^). 

6. Observationes in Demosthenis orationem de Corona. Scrip- 
sit Budolphus Bauchensteiny Gymn. Argor. Professor. Tnriei iypif 
Orellii, FOssHni et Sociorum. MDCCCXXIX. (1829.) B^. 1 BL 
41 S. (Abhandlung S. 1—40; Emendanda S. 41.) — Als «Bx- 
cursus I. ad § 12" theilweise wieder abgedruckt in: Demosthenii 
Orationes selectae commentariis in usum scholarum instmctae sb 
lo. Henr. Bremi. Sectio IL Oratio de Corona. (A. n. d. T.: K* 
bliotheca Graeca — Bost. B. Scriptorum orat. pedestris Vol. XV. 
Sect. II.) Gothae et Erfordiae sumptibus Guil. Hennings. MDCCC- 
XXXIV. (1834.) gr. 8». S. 199-226. 

7. Programm zur Einladung — Kantonsschule. Von B. Baa- 
chenstein, Professor, interimistischem Bector. Aaran, 1829» gedruckt 
in der obrigkeitlichen Buchdruckerey. 8^. 16 gez. u. 4 ungez. S. 

8. 1--16: Kurzer Bericht über den Unterricht an der Eantonsschnla 
im Schuljahr Oktober 1828 bis Oktober 1829. Die 4 letiten S. ent- 
halten ffUesange, aufgeführt an der Eantonsschole an ihrer gffflittlt<}hBn 
Censur 1829'\ 

8. Bauchensteinii Observationes nonnuUae. In: C. Comelii 
Taciti de Oratoribns a corruptelis nuper illatis repurgatus ex Lip- 
siana editione anni M. D. LXXIlir. opera lo. Casp. Orellii civis 
Turicensis, Bhffiti et Grseci. Turici ex officina Gessneriana M. D. 
CCC. XXX, (1830.) gr. 8^ S. LI, 23a, 38b, 39a, 46b~47a, 
54b---55b, 61b— 62 a, 78 b— 79 a, 88 a— 89 a. (Die Arabischen 
2^hleA beziehen sich auf die Noten unter dem Texte.) 

Kritisch-Exegetisches zu den Kapiteln 8, 5, 7, 10, 19, 21, 25, 2^ 



Schweizerische Schriftsteller. 67 

9, * Freie Stimmen über das Aargauische Terfassongswesen. 
Ir. 1 Tom 19. Febroar — Nr. 23 vom 14. Mai 1831. Aarau, 
J. J. Christen. S^. 188 S. 

10. Uebersicht über den Bestand des Aarganischen Sekundär- 
Kkolwesens im Herbst 1832 u.: Uebersicht über den Bestand 
der Kantonsschttle im Jahre 1832. Als Tabelle II (qu. Fol.) u. 
I]I(^. 4*) in: Darstellung des gesammten Schulwesens im Kan- 
ton Aargao. Aarau, 1834. Gedruckt bei Gottlieb Friedr. Beck, 
gr. 4». 

IIa. Programm, womit zu den öffentlichen Prüfangen der 
Attginiachen Kantonsschule und zur Feierlichkeit der Preisverthei- 
hfig einladet B. Bauchenstein, Professor, d. Z. Bector. Aarau, 
1835. Gedruckt bei GotÜieb Friedr. Beck. 8*. 7 S. 

ffierzQ als wisseiisehaftliche Beilage: 

IIb. De tempore quo Aeschinis et Demosthenis orationes Cte- 
qhontee habit» sint, Commentatio. Scripsit B>;d. Bauchenstein, 
lÄoL ArgOT. Professor. ArovisB tjpis Theopb. Frid. Beccii 
HXJCCXXXV. (1885.) 8^2 Bll. (Titel, Widmung an H. Bremi 
i J, C. T. Orelli) 36 S. 

12. Ein Blick auf die Schicksale der Aargauischen Kantons- 
idmle. Eine Schulrede, gebalten an der öffentlichen Censur und 
Preisrertheilung der Kantonsschule, den 10. Oktober 1835, von 
Bidolf Bauchenstein, Professor, dermaligem Bektor. Aarau, 1835. 

I Oedrackt bei Gottlieb Friedrich Beck. 8^ 18 S. 

13. Gelegentliches zum Homer. In: Zeitschrift für die Alter- 
thmnflwissenschaft, begründet von Dr. L. Chr. Zimmermann, u. 
Gjmnasialzeitung als Beiblatt, begründet von Dr. theol. G. Zimmer- 
mann. In Verbindung mit einem Vereine von Gelehrten fortge- 
setzt von Dr. Maximilian Fuhr u. Dr. Friedr. Zimmermann. 9. 
Jahrg. 1842. Darmstadt, C. W. Leske. gr. 4°. Januar Sp. 93—95. 

Handelt über die Anschaulichkeit Homer's bei Anführuug einzelner 
Zftge aus dem Natnrleben. 

14. * Das Jugendfest in Brugg, am 19ten Juli 1842. Aus 
der Neuen Aargauer Zeitung besonders abgedruckt Aarau, bei 
Job. Jakob Christen, gr. S^'. 15 S. 

FeetbeBchreibang. 

15 a. Programm der Aargauischen Kantonsschule. Als Ein- 
ladung KU den vom 8. bis 6. April abzuhaltendeu Schlussprüfungen 
und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 8. April 1843. Ausge- 
geben von dem gegenwäi-tigen Bector der Kantonsschule, B. Bau- 
cbenstein, Professor. Aarau, gedruckt in. der H. B. Sauerländer'- 
acben Offizin, gr. 4^ 26 S. 

ffiena als wiflsensehaftliche Beilage: 

lih. Zwei Abschnitte aus einer Einleitung zu Pindar*s Sieges-* 



68 Schweizerische Schrifteteller. 

liedern. Von Bndolf Baochenstein, Professor, cl. Z. Becior d0r Ca&- 
tonsschule. (Ebda. 1843.) gr. 4^ 81 S. u. l S. Druckfehhr. 
Enthalt den 1. n. 2. Abschnitt von Nr, 16. 

16. Zur Einleitung in Findars Siegeslieder. Von BQdolf 
Banchenstein, Prof., d. Z. Bector der Aargauischen Cantonsschola 
AABAU, 1843. Verlag Yon H. B Sauerlsnder. gr. 8^ Till 
(Titel, Vorwort, Inhalt) u. 151 S. nebst 1 S. . Berichtigungen. 
(Latein. Lettern.) 

S. 1—16: Erster Abschnitt. Ob und wie Pindar auf GymniaieB 
zu lesen sei. — S. 17—46: Zweiter Abschnitt. Das Epinikion. —8. 
47—82: Dritter Abschnitt Pindar's Persönlichkeit. — & 83-127: 
Vierter Abschnitt EigenthUmlichkeiten der Pindarischen Kunst — 
S. 128—151: Fünfter Abschnitt Ueber die Coinpofdtion. — Vgl FS- 
dagogische Beyue. Hrsg. von Dr. Mager. 1848. Nr. 5. 8. 31-4 
(SieduoO; Allgem. schwt-izer. Schulbl&tter, hrsg. Ton A. Keller, 6. 
Spengler, J. W. Straub. 9. Jahrg. Baden, Zehnder Sb Turhschmii^ 
1843. gr. 8<'. S. 320—323 (8t.) : Heiilelberger Jahrbttcber der LiterstiL 
36 Jaiirg. 2. Haltte. 1843.) Nr. 49. S. 774—776 (G. R Moser in 
Ulm); Göttingische gelehrte Anzeigen. Der 1. Bd. aof d^s J. 1844 
36. Stück. S. 345-355 (F. W. S. » F. W. Schneidewin) ; Zeitschrift 
für die Alterthumswissenschaft. 4. Jahrg. 1846. Nr. 125. Sp. 997- 
1000 u. Nr. 126. Sp. 1001—1008 (Tycho Mommsen lu Oldesloe ia 
Holstein). 

17. * Der Streit um die katholische Cantonsschule in Gran- 
bünden. Von einem conservativen Aargauer. (Aus d. N. Aargia- 
ischen Zeitung.) In: Pädagogische Bevue. Hrsg. von Dr. (Karl) 
Mager. 7. Bd. Stuttg., J. F. Cast'sche Buchhdlg. 1848. gr. 8*. 
S. 378—384. 

18 a. Programm der Aargauischen Kantonsschule. Als Em- 
ladung zu den vom 9. bis 12. April abzuhaltenden Schlusspr&fungen 
und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 13. April 1844. Aus- 
gegeben von — Dr. B. Buuchenstein, Prof. Aarau, gedruckt in 
der H. B. Sauerländer'schen Offizin, gr. 4®. 20 S. 
Hierzu als wissenschaftliche Beilage: 

18 b. Emendationes in Pindarum. Scripsit Budolphus Bauchen- 
stein. (Ibid. 1844.) gr. 4». 32 S. — Separat u, d. T.: OOM- 
MENTATIONÜM PINDABICABUM PABTICÜLA PBIMA. SOBIP- 
SIT BUDOLPHUS BAUCHENSTEIN, PHIL. DB. GYMNAS. AB- 
GOV. PBOF. ET H. T. BECTOB. ABOVLffi APÜD H. B. 
SAUEBL^NDEB. MDCCCXLIV. (1844.) gr. 4». IV (Titel, 
Prsmonenda) u. 32 S. (S. 1 Nebentitel wie oben: EMENDA- 
TIONES etc.) 

Vgl. Blieinisches Museum fUr Pliilologie. Neue Folge. 4. Bd. 
(1844.) S. 539-566 (Tycho Mommsen); Zeitschrift lUr die Alterthams- 
Wissenschaft. 2. Jahrg. 1844. Nr. 144. Sp. 1155-1156; Bepertorium 
der classischen Fhilologie. Hrsg. von G. MUhimann u. £d. Jenicke. 
1. Jahrg. 1845. S. 72—73. (Inhaltsaugabe.j — S. aucli Nn 20b. 

19. Budolphus Bauchenstein Theodoro Bergkio & P, D« In; 



Scliweizerisclie Schriftstellen 69 

Zeitschrift ftür die Alterthumswissenschaft. Hrsg. yon Dr. Theod. 
fieigk Q. Dr. JnL Caesar. 2. Jahrg. 1844. Cassel, Theod. Fischer. 
gr. 4«. Nr. 51. Sp. 405—407. 

Emendationes ad Pindari carm. Nem. VI, 41 et 52—53. 

20 a. Programm der Aargauischen Kantonsschule. Als Ein- 
ladung in den yom 14. bis 17. April abzuhaltenden Schlussprü- 
fiis^ und KU der öffentlichen Jahres-Ccnsur am 19. April 1845. 
Ausgegeben von — Dr. B. Bauchenstein, Prof. Aarau, gedhickt 
in der H. B. Sauerländer'schen Offizin, gr. 4^ 10 S. 

HierzQ als wissenschaftliche Beilage: 

20 b. Annotationes in Pindari Olympia. Scripsit Budolphns 

Baachenstein. (Ibid. 1845.) gr. 4». 35 S. u. 1 S. Errata. — 

Separat n. d. T.: COMMENTATIONÜM PINDABICABUM PAB- 

TICÜLA ALTEBA. SCBIPSIT BÜDOLPHÜS BAÜCHENSTEIN, 

PHIL. DB. GYMNAS. ABGOV. PBOF. ET H. T. BECTOB. 

ABOVLfi APÜD H. B. SAÜEBL^NDEB. MDCCCXLV. (1845.) 

gr. 4<». 1 BT. (Titel) 35 S. u. 1 S. Errata. (8. 1 Nebentitel wie 

•ben: ANNOTATIONES etc.) 

Vgl. Zeitschrift für die Alterthnmswisseuschaft. 3. Jahrg. 1845. 
Nr. 123. Sp. 984; Bepertorium der classischen Philologie. 2. Bd. 
(1846.) S. 266 (InhaltsaD^abe); Göttingische gelehrte Anieigen. Der 
a Bd. auf das J. 1846. 200 StUck. 8. 1989-1997 (F. W. S. == F. 
W. Schneidewin); über Commentationam PIndaricaram Particala I. et 
IL: Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 39. Jahrg. 1. Hälfte. 
(1846.) Nr. 10. 8. 156—159; Nene Jenaische Allgem. Literatur-Zeitung. 
5. Jahrg. (1846.) Nr. 287. 8. 1148b (K^ser in Heidelberg) ; Philolo- 
gos. 2. Jahrg. (1847.) S. 719—720 (F. W. Schneidewin in Gdttingen). 

21. Wie die Schule, ohne zu politieiren, die schweizerische 
Jagend ftür die Bepublik bilden und erziehen soll. Eine Bede, 
gesprochen an der öffentlichen Jahrescensur der aargauischen Kan- 
tonsschule. Aarau, bei J. J. Christen. 1845. 8^. 20 S. 

Einige Stellen daraus abgedruckt in liager*8 1 ädagog. Revue. 12. 
Bd. (1846.) 8. 176. 

22 a. Programm der Aargauischen Kantonsschule. Als Ein- 
idung zu den vom 11. bis 16. April abzuhaltenden Schlussprü- 
mgen und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 18. April 1846. 
o^gegeben von — Dr. R. Bauchenstein, Prof. Aarau, gedruckt 
I der H. B. Sauerländer*schen Offizin, gr. 4^ 10 S. 

Hierzu als wissenschaftliche Beilage:' 

22 b. Zu den Eumeiüden des Aeschylus. Von Dr. Budolf 
andienstein, Prof. u. d. Z. Bector der Aargauischen Oantonsschule. 

Ebda. 1846.) gr. 4^^. 34 S. 

Vgl. Zeitschrift f&r die Alterthumswissenschaft 4. Jahrg. 1846. 

Nr. 109. Sp. 872; Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 4(r. Jahrg. 

1. H&Lfte. (1847.) Nr. 20. S. 312-t313. 

28. De loco Euripidis Iphig. in Tauris v. 1467 sqq. In: 

Mtschrift Ar die Alterthumswissenschaft. 4. Jahrg. 1846. Nr. 

2. Mai. Sp. 418—416. 



70 Schweizerische Schriftsteller. 

24 a. Programm der Aargauischen Eantonsschtde. Als Biv- 
ladung zu den vom 26. März bis 8. April abzuhaltenden Schloss- 
Prüfungen und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 10. April 
1847. Ausgegeben von — Dr. fi. Rauchenstein, Prof. Aarao, 
gedruckt in der H. B. Sauerländer*schen Offizin, gr. 4^ 32 S. 
Darin 8. 12—22: „EId Ueberblick üb^r die allmähliche EntWicke- 
lang u. Erweiterung der Kantonsschale, mit Notizen über ihre innere 
EinrichtnDg und dermaligen Bestand*^ 
Hierzu als wissenschaftliche Beilage: 

24 b. Die Alkestis des Euripides, als besondere Gattung des 
griechischen Drama. Von Dr. B. Banchenstein. (Ibid. 1847.) 
gr. 40. 17 S. 

Vgl. Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 40. Jahrg. 1. Himii 
(1847.) Nr. 80. 8. 469—471; Zeitschrift für die AlterUinmswisseB- 
schaft. 5. Jahrg. 1847. Nr. 100. Sp. 800; Neue Jahrbücher f&r Rtii- 
lolo^e u. Paedagogik. 18. Jahr^r. 52. Bd. 3. Heft. (1848.) S. 26X— 
267. (August Witzschel. — Zai^leich beartheilt mit H. Köchly, X>i« 
Alkestis des Euripides — in B. Prutz* Litterarhistor. Taschenbixch. 
Jahrg. 1847. S. 359—890.) 

25. Bemerkungen bei Gelegenheit von Dr. Eöchly*8 Schri^* 
Das Princip des Gymnasialunterrichtes der Gegenwart. Dresd^o 
und Leipzig 1845. Von Prof. Dr. B. Bauchenstein, Bector der a^ar- 
gauischen Cantonsschule. In: Pädagogische Bevne. CentraloisT^^ 
für Wissenschaft, Geschichte und Kunst der Haus-, Schul- and O^ 
sellschaftserziehung. Hrsg. von Dr. Mager. 15. Bd. Zürich, Friedr« 
Schulthess. (1847.) gr. 8^ S. 20-38 u. 89—101. 

26. lieber die tendenz und die zeit der eilften pythischen ode 
Pindars. In : Philologus. Zeitschrift für das klassische Alterthnm. 
Hrsg. von F. W. Schneidewin. 2. Jahrg. Göttingen, Dieterichsche 
Buchhdlg. MDCCCXLVn. (1847.) gr. 8«. S. 193—211. 

27. Ausgewaehlte Beden des Lysias. Erklaert von Dr. B. 
Bauchenstein. Leipzig, Weidmännische Buchhdlg. 1848. gr. 8^ 
IV S. (Titel, Vorwort), 1 ungez. S. (Inhalt) u. 142 8. (Einleitung 
S. 1 — 10; -8 Beden des Lysias mit deutschen Anmerkungen unter 
dem Text u. mit je einer vorangehenden speciellen Einleitung 
S. 11 — 142.) — Dieselben, Zweite um zwei Beden vermehrte 
Auflage. Ebda. 1853. gr. 8®. VI (Titel, 2 Vorreden) u. 218 S. 
nebst 1 S. Berichtigungen. — Dieselben. Dritte bis auf zwölf Beden 
vermehrte Auflage. Berlin, Weidmannsche Buchhdlg. 1859. gr. 8^. 
VII (Titel, 8 Vorreden) u. 249 S. — Dieselben. Vierte ver- 
besserte Auflage. Ebda. 1864. gr. 8^. X S. (Titel, 4 Vorreden), 
1 ungez. S. (Inhalt) u. 260 S. — Dieselben. Fünfte verbesserte 
Auflage. Ebda. 1869. gr. 8^ X S. (Titel, 5 Vorreden), 1 un- 
gez. S. (Inhalt) u. 272 S. nebst 1 S. Berichtigungen. — Die- 
selben. Sechste verbesserte Auflage. Ebda. 1872. gr. 8^. X S. 
(Titel, 6 Vorreden), 1 ungez. S. (Inhalt) u. 275 S. r^ Dieselben. 



i 



Sebwäzeritohe SehiifliMIfir. 71 

fitebente TorbesMrte Auflage« Ebda. 1876. gr. S^. XI S. (Titel, 
7 TorredenX 1 usget. S. Ishall u. 278 EL -- Dieselben. Erstes — 
Zvrites Bialcben. Adite Auflage besorgt von Karl Fttbr, ord. 
Leknr uä Gjmnaaiam zu Ilberfeld. Ebda. 1880 ---81. gr. 8^ 
1. Bdehi.: U S. (Titel, Vorwort lür 1.— 7. Anfi. von B. Baüchen- 
iWb, SV 8. Aufl. von K. Fuhr), 1 ungez. Sw (Inhalt) u. 164 8. 
(AOjfemeine Einleitung u. 5 Beden); 2. Bdchn. : 2 BD. (Titel, In- 
Itilt) 128 8. (7 Beden u. kritischer Anhang). 

Gehört zu der .Sammlung griechisdier und lateinischer SchrifiBtelbr 
mit deutschen Anmerkungen hrsg. von Moiit Haant und fiermann 
Siuppe*' u. war das ersterschienene Bfindchen derselben. — Vgl über 
die L Aufl. : GOttingische gekehrte Anzeigen. Der 1. Bd. auf das J. 
1849. 18. 19. Stück. 8. 181—184 u. 20. Stück. 8. 185-192 (F. W. 
S. =S5 F. W. Schneidewni. — Zugleich besprochen mit: Ausgewählte 
Biographien des Flatarcfa. Erklärt von C\ Sintenis. 1. Bdcbn.); über 
die 2. Aufl.: Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 47. Jabrg. 1. 
Hüft?. (1854.) Nt. 14. S. 223-224 u. Nr. 15. 8. 205-285 (Kayser): 
Zeitsehrift für das Gymnasialwesen. 18. Jahrg. (1859.) S. 9ld— 914 
(Sdunidt in 8t«itin. Erkifirt im Widersprach mit allen anderen EU>- 
eensenten die Banchenstein'sche Auf^gabe des Lysias für „eine ganz 
idiwache Arbeit); über die 8. Aufl.: Neue Jahrbücher für Philologie 
i, PaedagMfik. 8a Jahre. 82. Bd. (1860.) 8. 405-431 (Herrn. Froh- 
bergsr in mttaxL); über die 4. Aufl. : Nene Jahrbücher für Philologie 
1. PiMdagogik. 35. Jahrg. 91. Bd. (1865.) 8. 665-688 (Gotthold 
VeatsnPT In Plauen); über die 5. Aufl.: Nene Jahrbücher für Philolo- 
^ n. Paedagogik. 42. ' Jahre 105. Bd. (1872.) 8. 247-^263 (Ludw. 
Kijser in Heideiberer. Zugleich besprochen mit: AusgewähUe Reden 
d« Lvsias. Für den Schalgebrauch erklärt von Herm. f rohberger. 
8 Bdcbn. Leipsinr, B. G. Tenbner. 1866—71. gr. 8^). 

28. Programm der Aargauischen Kantonsschule. Als Einladung 
10 den vom 10. bis 14. April abzuhaltenden ächlussprüfüngen 
md sa der öffentlichen Jahres-Oensur am 16. April 1848. Aus- 
gaben Yon — Dr. B. Bauchenstein, Prof. Aarau, gedfuckt in 

der E B. Sauerländer'schen Offizin, gr. 4^ 19 S. 
Ohne wissenschaftliehe Beilage. 

29. Aus der Schweia. In : Zeitschrift für das Gymnasial wesen, 
ifli Aitfkrage i. unter Mitwirkung des bef finischen GymnasiuUehrer- 
Tereins hrsg. you A. G. Hejdemann u. W. J. C. Uützell. 2. Jahrg. 
Berlin, Y^rl&g von Theod. Cfhr. Fr. Enslln. 1848. B\ S. 80D— 808. 

Brief B^*s an den Mitherausgeber J. Mützell, eine geschichtfiche 
Darstelluag der YerwaltungsTerhiUtniflse der aarg, Kantonsschule ent- 
haltend. 
80. Programm der Aargauischen Eantonsschule. Als tän- 
hdung SU den Tom 25. bis 28. April abzuhaltenden Schlussprü- 
ftingen. Ausgegeben von — Dr. B. Bauchenstein, Prof. Aarau, 
gednickt in der H. B. Sauerländer*schen Offizin. (1^49.) gt. 4^ 

11 8. 

Mit einer wissenschaftlichen Beilage von Pirot Fried. Bauchenitein. 

91. AoBgewishlte Beden des Isokrates, Panegyricua und Areo«- 

pagitteoi, 6iU»rt von Dr. B. BaxichensteiD. ]Leipttig| Weidmann*- 



72 Schweizerische Schriftsteller. 

sehe Buchhdlg. 1849. .gr. 8«. IV (Titel, Vorrede) u. 127 S. — 
Dieselben. Zweite Auflage. Berlin, Weidmannsche Buchhdlg. 1855. 
gr. 8«. 2 BIL (Titel, Vorwort zur 1. u. 2. Aufl.) 150 S. nebst 
X S.BeriGlitigungen. r- Dieselben. Dritte Auflage. Ebda. 1854. 
gr. 8«. IV S. (Titel, Vorwort zur 1. u. 2. Aufl.), 1 Bl. (Vorwort 
zur 3. Apfl.), 156 S. — Dieselben. Vierte Auflage. JSbda, 1874, 
gr. 80. VI (Titel, ^Vorwort zur 1.— 4. Aufl.) u. 162 S. 

Zu der gleichen Sammlung wie Nr. 27 gehörig. — Vijl. über die 
1. Aufl.: Zeitschrift für (\ie Alterthumswigsenschaft 7. Jahrg. 1849. 
Nr. 45. Sp. 356—360 u. Nr. 46. Sp. 361-363 ' Bäumlein in Manl- 
bronn); Neuo Jahrbüch'T für Philologie n. Paedac^ogik. 20. Jahre. 
60. Bd. 3. Heff. (1850.) S. 227—234 (K. H. Punkhaenel in Eisenaci. 
Recpnsion d«» Panegyricus) u. 21. Jahrg. 62. Bd. 1. H-ft. <1851.) S, 
28—31 iDers'^lbe. R*»c*npion des Areopagiti^'UP); über die 2. Aafl.: 
Heidelberger Jahrbücher d^r Literatur. 48. Jnhre. 2. Häufte. (18r55.) 
Nr. 39. S. 613-621 (L: Kayser); Neue Jahrbücher für Philologie n- 
Paniagogik. 26. Jahrg. 73. Bd. (1856.) S. 356—377 (Ludw. Kayser 
in Heidelberg. Zugleich besprochen nüt: Isocratis orationes. Recogn*^vit 
. . . Güstayus Bens'ler. 2 Voll. Lipsiae, B. G. T'ubner. 1856); 
Zeitschrift für das Gymnasialwesen, 10. Jahrg. (1856.) S. 673—674 
(G^'ttlob Hartmann in Sondershausen). 

32 a. Programm der AargauischoD Kantonsschule. Als Ein- 
ladung zu den vom 8. bis 11. April abzuhaltenden Schlussprflfangen 
und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 13. April 1850. Aus- 
gegeben von — Dr. K. Bauchenstein, Prof. Aarau, gedruckt in 
der H. B. Sauerländer'schen OfQzin. gr. 4^.- 9 S. u. 1 8. „Nach- 
trag'' (zur folgenden Abhandlung). 

Hierzu als ' wiesenschaftliche Beilage: 

82 b. Die 2eitgemässheit der alten Sprachen in unsem Gjoh 

nasien. (Ebda. 1850.) gr. 4^. 38 S. (u, 1 S. „Nachtrag** auf 

der letzten S. von Nr. 32 a.) 

S. 3—7: Einleitung. — S. 7—17: Erster Abschnitt Was ein 
GymnaRium ipt und dass" es mit den alten Sprachen als dem Kern 
der Unterrichtsfacher zeitgemäss ist. — S. 17 — ^23: Zweiter Abschnitt. 
In welchem Umfang und Geiste die alten Sprachen auf unsrer Schule 
gelehrt werden. — S. 24—38: Dritter Abschnitt. Ueber das angeb- 
liehe ,, Zuviel von alten Sprachen" an unsr^^r Kantonsschule. — vgL 
Neue Jahrbücher für' Philologie u. Paedagogik'. 20. Jahrg. 60« B<L 
- 1. Heft. (1850.) S. 79—84 (Ameis in Mühlhausen); Zeitschrift für 
das Gymnasial West n. 4. Jahrg. (1850.) S. 575—576 (Bäumlein in 
Maulbronn"^; Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 43. Jahrg. 2. 
Hälfte. (1850.) Nr. 40. S. 635-637. 

83. üeb^r die apagoge in der rede des Lysias gegen den 
Agoratos. In: Philologus. 5. Jahrg. (1850.) S. 513—521. 

34. Programm der Aargauischen Kantonsschule. Als Ein- 
ladung zu den am 18., 14. und 15. April ahzuhaltenden Schloss- 
prüfungen und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 16. April 
1853. Ausgegeben von — Dr. K. Eauchenstein , Prof. Aarau, 
gedrucki. : in der ^. $. ßauerländer'schen Offizin, gr« 4^ 8 S. 



SciiirdizQriache SchriftsteUer.: 7S 

Mit einer wiseensehaftlichen Beilage Ton Dr. Heinr. Eus (s. Anx. 
ä 8. Nr. 33.). 

^5. Programm der Aargauischen Eantonsschule. Als Ein- 
ladoBg ZQ den am 6. 1)i8 11. April abzuhaltenden Scfalossprüfangen 
ond IQ der öffentlichen Jahres-Censnr am 12. April 1854. Aus- 
gegeben von — Dr. R. Rauchenstein, Professor. Ebda. gr. 4®. 
U 8., wovon S. 3—14 Schulnachrichten, S. 15(17)— 24 wissen- 
sdiaftliche Beilage von Dr« Theod. Zschokke. 

36. üeber das Auswendiglernen lateinischer Vocabeln und den 
Geluiuch von Tocabularien. In: Pädagogische Revue. Begründet 
TOD Br. Mager. Seit 1849 fortgesetzt von G. G. Scheibert, W. 
LaDgbein u. A. Euhr. 37. Bd. Zürich, Friedr. Schulthess. 1854. 
gr. 8^. Nr. 8. August. S. 85—98. 

87. Zur anthologie. In: Philologus. 9. Jahrg. (1854.) S.698. 
CoDJectur tu dem Epigramm dee Bakchylides (Anth. Pa). VI. 53), 

wo B. in dem ersten Pentameter XafAnQortcTij^ statt morär^ lesen ivill. 

88. Zu Demosthenes. Ebda. 9. Jahrg. (1854.) S. 739—740. 
Verbeaserungsvorachlag zu Demosthenes* Bede 54. § 1. 

89. Spartanisches volklied. Ebda. 10. Jahrg. (1855.) S. 81. 
Von Pintareh angeführt Conjectur eines Wortes. 

40 a. Programm der Aargauischen Eantonsschule. Als Ein- 
Unog.zu den am 9. bis 12. April abzuhaltenden Schlussprüfungen 
md ZQ der öffentlichen Jahres-Gensur am 13. April 1855. Aus- 
gegeben von -t- Dr. R. Rauchenstein, Professor. Aarau, 1855, 

gedruckt in der H. R. Sauerländer'schen Offizin, gr. 4<^. 19 S. 
Hierzu als wissenschaftliche Beilage : 

40 b. Emendationes in Aeschyli Eumenides. Scripsit Rudolphus 
IbOjChenstein. Td &*äXXa ^Qtyi'tlg ovx vnvtit vixiOfAävrj \ &ijC€$ 
ivuumq ovv ^eoTg. Agam. 886. Arovise. Typis H. R. SauerlsBnder. 
(1855.) gr. 4«. 16 S. 

41. üeber das ende der Dreissig in Athen und einige damit 
zusammenhängende fragen. In: Philologus. 10. Jahrg. (1855.) 
i 591—607. 

42. Programm der Aargauischen Eantonsschule. Als Ein- 
ladung zu den am 14., 15. und 16. April abzuhaltenden Schluss- 
(Tüfüngen und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 17. April 
185$. Ausgegeben von — Dr. R. Rauchenstein, Professor. 
Aanuiy 1856 y gedruckt in der H. R. Sauerländer'schen Offizin, 
gr. 4*. 18 S. 

Hit einer wissenschaftlichen Beilage von L. Mossbrugger. 

48. Zu Cicero. In: Philologus. 11. Jahrg. (1856.) S. 598. 
Conjectur zu Cat. mai. 19,71. 

44. Ausgewählte Reden des Demosthenes. Erste Abtheilung. 
Ke Sede für Etesiphon wegen der Bekranzung, mit vorausgeschickter 



l 



74 SchiroiienKbe SolniftoMler. 

EiBtettang su Demosthenes , übersetzt von B. RaucheDStein. 8tat 
gart. Verlag der J. B. Metzler'schen Buchhdig. 1856. gt. IS^. 
152 S. 

S. a-^: Vorwort; S. 5— 61: Einleitaiifir«^ 8.62-152: üebersetnc»^ 
der im Titel geDannten Rede. — Erschien als Liefenuig 58 d^^sr 
„Classiker des Alterthums. Eine Auswahl der bedeutpndstea Schrift 
steiler der Griechen nnd Römer in neubearbeiteten Uebersetzongei^^'* 
Die zweite Abthl., übersetzt von L. Döderlein, erschien 1854 als LL^f, 

84. Der allgemeine Tüel nur anf dem Umschlage gedruckt 

Vgl. Nr. 56. 

45. Der Kommos in den Ghoepboren des Aeschjlas. Izs: 

Philologus. Hrsg. von Ernst von Leatsch. 12. Jahrg. (1857.) 

S. 60—66. 

Mit Bezag anf E. Engeres Aafsatz im Rhein. Mosenm XU, 2. S. 
189—214 n. diesem theils beistimmend, theils widersprechend. 

46. Programm der Aarganiachen Kantonsachnle. Ala Ein- 
ladung za den Tom 14. bis 16. April abzuhaltenden Sehlnsspr-^- 
fangen nnd zu der öffentlichen Jahres-Ceusur am 17. April 18S 7* 
Ausgegeben ron — Dr. B. Banchenstein, Prof. Aarau, 1857. Gh^- 
druckt in der H. R. Sauer]änder*8cben Offizin, gr. 4®. 20 S. 

Mit eiaer wissenschaftlichen Beilage tm Emil Zsehotte. 

47. Zu Sophokles. In: Nene Jahrbücher fftr Fbiloiogie ^ 
Paedagegik. Begrftadet von M. Joh. Christian Jahn. Gegenwärtig' 
hrsg. TOQ Rnd. Dietsch u. Alfr. Fleckeisen. 27. Jahrg. 75. B^ 
Leipzig 1857. ß. G. Tenbner. gr. 8^ S. 265—267. 

Emendationen sn Antigene V. 215, 862, 610 n. Kdnig Cedip« 
V. 227 ff. 
48 a. Programm der Aargauischen Kantonsschule. Ala Ein- 
ladung zu den Yom 12. bis 14. April abzuhaltendee Schulprü- 
fnngen und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 15. April 1858. 
Ausgegeben von — Dr. Rauchenstein^ Professor. Aarau» 1858. 6e« 

druckt in der H. R. Sauerländer'schen Offizin« gr. 4^ 22 S. 
Hierzu als wissenschaftliche Beilagen: 

48 b. * Zur Erinnerung an den Herrn Domdecan Alois Yock. 
(Ebda. 1858.) gr. 4». 8 S. 

Alois Vock, ein katholischer Priester von Wessenbergischer Den- 
kangsart, geb. 19. Mai 1785 sa Sarmeasterf im Aargan, war folg wdse 
Kaplan zu Sarmenstorf, katheüscher Pfarrer in Bern, Professor am 
katnoL Grmnasiam sa $t. Gallen, Hauslehrer beim Französischen Ge- 
sandten Tallevrand in Bern, katiiol. P&rrer in Aarau, Domherr n« 
bald darauf Dekan der Diöeese Basel in Solothum, wo er am 15^ 1^ 
Tsmber 1857 starb. 

48 c. Emendationes in Aeschyli Agamemnonem. Scr^sit Bn* 
dolphus Banchenstein. Si quid novisti rectius istis, Candidas im- 
perti; si non, his niera mecum. Aroviie. Typis H. B. Saaerinnder. 
MDCCCLVm. (1858.) gr. 4^ 17 S. 

49. Zur rede XVI des Lysias. In: Philologus. 18. Jahig. 
(1858.) S. 218--ai7, 



üeber Mantiiheos, Mitglied des Batbea der Fanfhqndert in Athen, 
fBr den Lysias diese Bede schrieb, n. fiber die thatinchliche Richtig- 
keit der Ton Ersterem vorgebrachten Rechtfertigungen mit Besng anf 
die Sdirift von Paal La-RDches Ueber die Einführang der Leetüre der 
attiachen Redner auf Gymnasien, nebst einem Commentar zar Rede 
XVI des Lysias. München 1855. 

50. Zn Pindar'8 Nemeen. In: Philologns. 13. Jahrg. (1858.) 
S. ?45— 263 u. 421—442. 

Exegetisch-Eritisehes. 

51. Horatins Carm. U, 20, 18. Ebda. 18. Jahrg. (1858.) 

S. 812. 

Smendation eines Wortes (oeior, statt dessen R. cantior oder 
noch eher doctior Torsohlagt). 

52. AeecbiseB' Rede gegen Etesiphon, flbersetzt von J. H. 
Bremi, Chorherm und Professor in Zürich. Nen überarbeitet und 
wX Torausgescbickter Einleitung Yon R. Rauchenstein. Stuttgart. 
Verlag der J. B. Metzler'scben Buchhdig. 1859. (Umschlag: 1858.) 
gr. 16». 120 8. 

8. 3—6: Vorwort von Ranchenstein (über Bremi*s wissenschaftL 
Leistungen); S. 7—28: Einleitung von Rauchenstein; 8. 29—120: 
Aetehines* Rede gegen Etesiphon. — Erschien als Liet 99 der „Clas- 
akcr des Altertbuma Sine Auswahl der bedeutendsten Schriftsteller 
der Griechen und Römer in neobearbeiteten Uebersetzuagen." Der 
iQgemeine Titel nur auf dem Umschlage. 

53. Programm der Aargauischen Eantonsschule. Als Eln- 
lidnng ZQ den vom 12. bis 14. April abzuhaltenden Schlussprfl- 
foDgen und zu der öffenülcben Jahres^ensur am 15. April 1859. 
^o^^ben Yon — Dr. Rudolf Rauchenstein, Professor. Aarau, 
1859. Gedruckt in der H. R. Sauerländer^schen Offizin, gr. 
4^ 82 S. 

8.8—26: Schulnachrichten; S.27— 32: Zur Empfehlun^r des Latein- 
kroens an unsem Beshrksschulen. -» Als Beilage eine wissensehaftl. 
Abhandlang von J. J. Schibier. 

54. Ueber Earl Mager's Aufenthalt und Wirksamkeit in Aarau 
(1641—1844). In: Dr. Carl Mageres Leben aus seinen Schriften, 
Briefen und aus authentischen Privatnachrichten dargestellt von W. 
Langbein. Stettin. Th. von der Nahm«: (Müller'sche Buchhdlg.). 
1859. gr. 8*. 8. 10—15 u. 22—28. 

65. Zu Sophokles Aias. In: Neue Jahrbücher fQr Philologie 
n. Paedagogik. 29. Jahrg. 79. Bd. (1859.) S. 732—734. 

Eritisches zu T. 799, wo R. iXn((ei tgineu^ statt iXn, w4q9i¥ 
leMB Win. 

56. Demosthenes Werke. Erstes Bändchen. Olynthische Reden. 
Erste und zweite gegen Philippos. Rede über den Frieden. Ueber- 
setst von L. Döderlein. Mit einer Einleitung zu Demosthenes von 
K Bauchenstein. (A. u. d. T.: Griechische Prosaiker in neuen 
Uebersetsungen. Hrsg. von 0. N. v. Osianderi JMlaien zu Statt» 



74 Schweizerische Schriftsteller. 

gart, und G. Schwab, Ober-Consistorial- und Stodienrath za Siot;^ 

gart. Hondei-tDeanuDdsiebenzigstes Bändchen.) Stuttgart, Verl^ais^ 

der J. B. Metzler'schen Buchhdlg. 1860. — 8. Aufl. 1869. 

5. Aufl. 1881. 160. 144 S. 

8. 5—6: Vorwort von RancheMtein ; S. 7—86: Einleitung in I>e- 
moBthenee von demaelben ; S. 87—144: Ueberaetzung der auf aem Titel 
genannten Reden. — Vgl. oben Nr. 44. 

57. Programm der Aargauischen Eantonsschule. Als Ein- 
ladung zu den vom 10. bis 12. April abzuhaltenden Schlnssprü- 
fungen und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 13. April 1860^ 
Ausgegeben von — Dr. Rudolf Rauchenstein, Prof. Aarau, 1860. 
Gedruckt in der H. R. Sauerländer'schen Ofßzin. gr. 4^. 26 S. 
n. 1 S. „Nachtrag*^ am Schlüsse der dazu gehörigen Wissenschaft]. 
Beilage von J. Schiess. 

58. Lysanders Proscriptionsliste. (Ljsias XXV, 16.) In: Phi- 
lologus. 15. Jahrg. (1860.) S. 888—340. 

59. Die fünf ephoren in Athen. (Lysias XII, §§ 48 — 47.) 
Bbda. 15. Jahrg. (1860.) S. 703—709. 

Vgl unten Nr. 72. 

60. Solennia ssdcularia quarta diebus VI. et VIL mensis Sep- 
tembris anni MDCCCLX, quod bonum faustum fortunatum sii, pie 
celebranda Universität! Basiliensi congratulatur gymnasium Argo- 
viense interprete Rudolphe Rauchenstein (,) gymn. rectore. Inest 
disputatio de locis aliquot Euripidis Iphigeni» Tauric». Schlnss: 
Arovi», typis expressit H. R. Sauerlender. Lex. 8®. XVIII S. 

61. Pindars siebente Pythische Ode. In: Neue Jahrbücher 
für Phüologie n. Paedagogik. 31. Jahrg. 88. Bd. (186L) & 
88—40. 

62. üeber den Sinn und die Tendenz der dritten Ode dee 
dritten Buches des Horatius. In: Neues Schweizerisches Musenm. 
Zeitschrift für die humanistischen Studien n. das Gymnasialwesen 
in der Schweiz, hrsg. von Dr. 0. Ribbeck^ Dr< fi. ^öchly, Dr. W. 
Vischer, J. Hunziker u. H. Gehrig. 1. Jahrg. Bern. J. Dalp*8che 
Buchhdlg. 1861. gr. 8^ S. 129—140. 

63 a. Programm der Aargauischen Eantonsschule. Als Ein- 
ladung zu den vom 9 bis 11. April abzuhaltenden Schulprü- 
füngen und zu der öffentlichen Jahres-Censur am 12. April 1861. 
Ausgegeben von — Dr. Rudolf Rauchenstein, Prof. Aarau, 1861. 
Gedruckt in der H. R. Sauerländer*8chen OfOzin. gr. 4^. 26 8. 
Dazu als wissenschaftliche Beilage: 

63 b. Winkelrieds That bei Sempach ist keine FabdL Eine 
historisch-kritische Abhandlung von Dr. Rudolf Rauchenstein^ Fkx>- 
fessor und Rector der aarg. Eantonsschule. Aarau, gedruckt bei 
Heinrich jBemigiua Sanerl&n^eri (861. gr. 4^. 32 S. 



Litteratur tmd IfiBcellen. 77 

G^^ den ^n Ottokar Lorens in sein f*r Abhandlung „Leopold ISL 
imd die Sehweiierbünde" (ZeitBchrift für die öeterreich. Gymnasien o. 
■eparat: Wien, Gerold^s Sohn. 1860) gemachten Versach, die That 
mnkelried*8 als nicbtgeschichtlich za erweisen. -— Vgl. über R.*6 
Schrift: Nenes Schweizer. Masenm. 1. Jahrg. (1861). S. 259—266 
f A. Lütolf) 0. Literarisches Centralblatt für Deotschland. Hrsg. von 
Friedr. Zamcke. Jahrg. 1862. Nr. 5. Sp. 85—86. (Zugleich mit 0. 
Lorenz, Die Sempacher Schlachtlieder. Separatabdr. aas Pfeiffei's 
Qermania. 6. Jahrg. [1861.] S. 161-185.) 

64. Zu Xenophons Anabasis. In: Neues Schweizer. Museum. 
1. Jahrg. (1861.) S. 808—810. 

65. Ueber den angeblich traurigen Zustand des Denkver- 

iDdgens der Abiturienten und über den Mnfall, Tier Literatur- 

IfSBchichten auf Gymnasien einzuführen. Ebda. 2. Jahrg. (1862.) 

& 98—97. 

Gegen Prof. J. Hunziker^s Aufsatz: Ueber Zal&ssigkeit. Maass und 
Ziel des frHDZÖsischen Literatur- Unterrichtes an schweizerischen Gym- 
nasien. Ebda. 1. Jahrg. (1861.) 8. 364—372. 

(Fortsetzung folgt.) 

Litteratur und Miscellen. 
Allgemeines. 

[118.] Bulletin du Bibliophile et du Bibliothtoiire publ. par 
Techener. XLVHL Ann^e 1881. (S. oben Nr. 5). 

Das Doppelheft Septbr. u. Octbr. enthält: S. 355—87 Nou- 
Teiles Lettres de P^trarque sur l'amour des livres etc. (Fortsetzung) 
— 8. 888 — 95 Pikees historiques inMites et curieuses, par E. 
de B. — S. 895«^4dl Louise de Lorraine Beine de France 
(1553 — 1601), par £. Meaume (Fortsetzung u; Schluss) — S. 
432— 85 Note sur la d^couverte d*une traduction fran9aise de 
FlaTins Josephe (Manuscrit de 1460—1463); par Goujet ** S. 
436^-49 Notice sur un exemplaire d'un Livre Allemand rarissime 
du XYIe sikle, par le Baron Emouf — S. 450-452 Une Lettre 
inedite d'Augustin Thierry — S. 452 — 57 Les Livres au chateau, 
par Janas (Robert de Bonnidres) — S. 458 — 63 N^crologie: 
Clbarles Giraud, de l'lnstitut & Paul Bins de Saint- Victor; par 
L. Techener — S. 463 — 79 Causeries d*un Bibliophile, par le 
Baron Emouf — S. 480 Note sur un Livre introuvable de Bestif 
de la Bretonne, par W. 0. 

[119.] ^ n Bibliofilo Giomale deir arte antica in istampe e 
scritture e ne' loro accessorii e omati colla relativa giurisprudenza 
compilato da una Societä di Professori e Amatori e diretto da 
Carlo Lozzi. Anno IL Firenze, tip. dei succossori Le Monnier. 
1881, Lex. 8«. Monatlich 1 Nr. k 16 S. Pr. 6 L. f. Italien, 
8 L. fl d. Ausland. (S. Anz. J. 1881. Nr. 987.) 

Das Octbr.-NoYbr.-Heft Nr. 10—11 enthält: Lo stato mate^ 



.AI 



■ * 



78 Lttieratiir und Misoelleii. 

riale dei libri, segnatamente di Diritto romano, Del medio eTo 
(C. Loiti) — Di talnne poesie inedite di Sebast. Bagolino (F. Evola) 
-^ Albo Oermanico del XVI sec. (G. Molza) — La Cronaca detta 
di Norimberga e Alberto Dürer (F. Baffaelli) — Lo Statute mani- 
cipale e la stampa in Becanati. Contin. e fine — ün bandito e 
nna cortigiana letterati (C. Arlia) — Bibliothdqaes (H. Topin) — 
II costo originario di an meseale (G. Ottino) — Libri a cliictte 
(U BiUiofilo); ecc. 

[120.] The Bibliographer A Journal of Book-LoVe. Londcs, 
ElUot Stock. (New York, Bouton.) 4^ Monattich 1 Heft k 4 3cg. 
Fr. 1 sh. pro Hft 
Ueber dieses im Decbr. 1881 neu ins Leben getretene Joarnal 
schreibt der auf dem Gebiete des Antikdruckes thätige Herausg. n 
Verleger: „Bibliography has been a favoorite pursuit of the feir 
for many centuries, and from Cicero downwards students and men 
of culture have spent some of their happiest hours in the collection 
and arrangement of their books. Busy men in all ages have throwo 
aside their cares when they stepped into that room where they 
haye held converse with the master spirits of the world. Those, 
however, who foUowed this pursuit in the paat were truly the few, 
and the larger public were too apt to treat them as enthusiasto, 
whose hobby bordered on madness. Happily, opinion has changed, 
and those who once were scorned are now respected. The fact is 
at last brought home to all that some knowledge of old books is 
necessary for cultured men and women, and those who were the 
last to realise this truth, like most converts, haye leamt it the 
most thoroughly. If, therefore, it is allowed that Bibliography, 
which opens to us the secrets of books, is an important study — uaefnl 
as well as delightful — it seems but reasonable that Bibliographers 
and Book-lovers generally should have a special organ, It will 
therefore only be necessary to State the fact, and to ezplain the 
mode in which it is proposed to supply this wanf 

S. 1 — 3 A Chat about Bibliography. By the Editor — S. 
8 — 11 G. H. Godfried van der Haghen, the publisher of Tindale*8 
own last edition of the New Edition in 1534 — 35. By Henry 
Bradshaw — S. 11 — 12 BuÜer's character of a Publisher — 8. 
12—13 A Shakesperian Bailad Book. By J. 0. Halliwell-PhilUppa 

— S. 13- 15 Who was Bercula? By William Blades — 8. 15—16 
The Librarians in Session — S. 17 — 18 John Baskeryille, printer 

— S. 18—19 The Sunderland Library — S. 20—21 Bewick's Qu»- 
drupeds — 8. 21—23 The History of Queen Zarah. By Edward 
Solly — S. 23 — 25 An American rarity in Angling Literatmre, 
By T. Westwood — 8. 26—32 Beviews, Notes and News. Gor- 
respondence» Book Sales, Public Libraries. 



i 



Litttratnr und Mimflleii. 79 

Blbliafraplftle. 

[121.] * The Biogrsphy aad Typographj of William Caxton, 
Ei^liiid'8 first Printer. By William Blades. II. Edition. London, 
Irtluier & Co. (Straesbnrg, Trflbner.) 8^ XII, 887 8. Pr. 5 eh. 
Der Umstand, dass die yon dem gelehrten Londoner Bach- 
dnicker Blades 1877 zur Feier des Caxton-Jubil&ums yeröffientlichte 
ente Aasgabe dieser Caxton-Biographie, trotz ihres hohen Preises 
Ton 25 sh«, bereits vollständig vergriffen ist, hat dem Verleger 
Teranlassnng gegeben, eine zweite u., nm sie einem grösseren Kreise 
TOD Lesern zngfinglich zu machen, zugleich billigere, auch in Folge 
eimger Verbesserungen um wenige Seiten erweiterte Ausgabe zu 
Tennstalten. Die in vorl. Schrift nur kurz verzeichneten Cazton- 
Drucke finden sich in des Verf.*s grösserem 1861 — 63 erschienenen 
Werke f,The Life and Typography of William Oaxton" (2 Vols. m. 
67 Taf.) detaillirt beschrieben u. durch Facsimiles erläutert. Der 
Tot ist heutzutage ohne Zweifel einer der ersten u. vorzfiglichsten 
OttkoB- Forseher, obwohl ihn seine fleissigen Studien in dieser Hin- 
Mt nicht daran gehindert haben, sich auch auf anderem Gebiete 
dir typograph. u. bibliographischen Litteratur auszuzeichnen. Seine 
»Rvmismata typographiea'S welche seit c. zwei Jahren im „Prin- 
ten* Register" veröffentlicht werden, u. wovon eine Franz. Ueber*| 
Ktnmg in den „Aimales de rimprimerie'' (Bruxelles), sowie eine 
Deutsche in Waldow's „Archiv f. Buchdruckerkunst^ (Leipzig) er- 
Kheint, verdienen das volle Interesse aller Typographen. L. Mohr. 
[122.] * Anthorship & Publication: a concise Guide for Authors 
in matters relating to printing and Publishing, including the Law 
of Copyright, and a bibliographical appendix. London , Wyman 
k sons. gr. 8^. VIII, 98 S. Pr. 2 s. 6 d. 
Die Lorck'sche Schrift „Die Herstellung von Druckwerken" 
hat, wie anderwärts, so auch in England Anerkennung gefunden. 
Auf eine lobende BesprechuLg derselben trifft man im Journal 
„The Printing Times and Lithographer" vom 15. Decbr. 1881, 
dessen Verleger auch der Herausg. des vorl. Werkchens ist, u. 
dabei Gelegenheit genommen hat, auf letzteres l&r den Gebrauch 
der Englischen Autoren gleichzeitig aufmerksam zu machen. In 
dir Thai wird jedem Autor die Leetüre des Werkchens anzuempfehlen 
•ein, weil die daraus erworbene Eenntniss ihm selbst sowohl als 
anch dem Drucker so manche Schwierigkeiten ersparen dürfte, die 
hänig daraos entstehen, dass die Autoren in der Art u. Weise der 
Herstellung des Druckes meist durchaus unerfahren sind. Der 
bibliograph. Anhang besteht aus: 1, Literary Miscellanies, 2. Bi- 
bliographical Indications, 3. General and Miscellaneous Works, 4. 
Bibliographies of various Oountries, 5. American Nomenclature. 
Bei einer etwaigen neuen Auflage des Werkchens dürfte es sieh 
tnpMden, dass «af die Vervollständigung der Abeehaitt» 2, ft m 



80 Lifierator nnd Miscellen. 

4 dieses Anbanges Bedacht genommen werde. Die Ausstattung des 
mit den Portraits Benj. Franklin*s u. Senefelder^s, sowie mit einer 
Abbildung des neu gebauten Etablissements der Verlagsfirma g^ 
sierten Werkchens ist sehr elegant. L. Mohr. 

[128.] * American Newspaper Annual; containing a Catalos^ 
of American Newspapers; a carefuUy prepared List of all Ne^iws- 
papers and Periodicals published in the United States, Territosries 
and Dominion of Canada, with valuable information regardmJDg 
their circulation, issue, date of establishment, political or obHier 
distinctive features, and advertising rates, togethcr with ^iih« 
Population of the cities and towns, as well as of the conn'fcieB 
in which they are published. Philadelphia, N. W. Ajer & ^^on. 
1881. 4^. 736 S. m, 4 El. Pr. $ 3. 

[124.] SlOaemeined Sü^tsSqnton ober ooaftänbiged aIpM>«tir^^ 
Setieid^nift aller oon 1700 bid dnbe 1879 erf(iienenen SiUber, lo^Me 
in Seutfd^Ianb unb in ben bur4^ Spcadbe unb Sitevotut bamit vkp 
toanbten fidnbetn gebnuft loorben ftnb ac SSon SBil^m ^^v^emL 
XYI. Sanb, mdd^tt bte oon 1875 h\& 6nbe 1879 eifdjienenen fbvkdbet 
unb bte 3)ect(btigungen ftfi^eret @cf<betnungen tnüföit. (yetaui^egebeft 
oon Otto Aiftner. SUf. 16. Setpiig, SBrod^oui». 1881. 4^ Woüf. IL 
^* 6. 885—464. $r. ä n. 8, auf @(breibpap. n. 4 URL (6. )U^. 
3. 1881. 8lr. 990.) 

Enthält die Artikel „Sacher-Masoch^* bis yySchubert*^ 

[125.] ^\nxxdi&' 9tepettonum Aber bte nocb ben ^Ibfä^tlidM Sei« 
}ei(bni{fen 1876—1880 erf(bienenen »ü<ber, Sonbtatten tc Seatbettet 
oon (Sbuatb SalbamuiS. aJlit einem 6a(b>9iegi{ter. Setp^ig, ^inricbd. 8^ 
XVn, 854 e. $t. n. 20 aW. (©. an|. 2s. 1877. Kr. 457.) 
Ein gewaltiges Stück Arbeit, welches in dem Yorl., ganx nach 
Hinrichs'scher Art, höchst sauber u. zweckmässig gedruckten Bande 
dem Publikum dargeboten wird. Es dürfte zwar so Mancher den 
Band benutzen, ohne daran zu denken, welche Mühen n. Fleiss 
dazu gehört haben, um denselben fertig zustellen; Deijenige aber, 
welche nur einigermassen mit derartigen Arbeiten, wie die im ?orL 
Bande enthaltene, vertraut ist, wird, wie das überaus MühevoUe der 
Arbeit auf der einen Seite, so auch u. namentlich die zähe Ana- 
dauer des Herausg.*s in der Bewältigung dieser mühevollen Arbeit 
auf der anderen Seite richtig bemessen, u. die Leistung des 
Herausg.'s in gebührender Weise schätzen. Der Herausg. verdient 
dafQr die vollste Anerkennung. Und diese Anerkennung wird nm 
so williger gezollt werden , als die Leistung einem so nützlichen 
Werke gegolten hat, wie das vorl. ist. Denn obwohl man in den 
Kayser'schen u. Heinsius'schen Bücherlexicis etc. Hilfsmittel besitzt, 
welche das Nachschlagen der einzelnen Hinrichs'schen halbjÜirL 
Büßherverzeichnisse entbehrlich zu machen scheinen, so behallMi 



Litterntur nnd Miscellen. 81 

diese, letzteren Verzeichnisse — abgesehen davon, dass die Besitzer 
derselben vielleicht die nicht unerheblichen Kosten für Anschaffung 
jener BQcberlexica scheuen — doch immerhin als die eigentliche 
Qoelle, aus welcher die Angaben der BQcherlexica entnommen sind, 
einen dauernden Werth, der durch das Bepertorium insofern noch 
erhöht wird, als dasselbe den schnellen Ueberblick Ober eine Beihe 
von 10 Bden jener Verzeichnisse auf die leichteste u. bequemste 
Art vermittelt. Das Bepertorium, welchem ein Inhaltsverzeichniss 
Tonnsgeht o. ein Sachregister nachfolgt, zerfallt in XXIII Haupt- 
tL nahezu 600 Unterabtheilungen. 

[126.] Siagemetne Sibliogtopf^ie für ^eutfd^Ianb. SDö&entlicbed ^r^ 
yübml alter neuen Grfdbeinungen im g^tbe ber Siteratut. $)erauegegeben 
mb t)edegt t)on ber 3. 6. ipinricbd'fAen S3u(^&anblung in Seip^ig. 8". 
52 9ln. ii 1 SBogen in ber Sfiegel. $r. n. 6 mt (6. ^n». 3. 1881. 
St 113.) 

Pflaktlichkeit im Erscheinen n. Sorgfalt in der Bedaction sind 
& altbewährten Eigenschaften dieses Blattes. 

[127.] Dansk Bogfortegneise for aarene 1869—1880. Udar- 
beidet af J. Vahl. Hft. 4 — 5. Kjöbenhavn, Forlagsbureaut 1881. 
4«. g. 49—80. Pr. k n. 1,50 Mk. (S. oben Nr. 47.) 

Enth. die Artikel „Feddersen*' bis „Holm*'. 

[128.] * Bibliographische Übersicht ueber die die Griechischen 
und Lateinischen Autoren betreffende Litteratur der Jahre 1867 — 
1876. (Separatabdruck aus dem Philologus.) Abth. II. Latei- 
nische Autoren. Hft. 2 : Idacius — Vulcatius. GOttingen, Dieterich. 
1881. 8«. S. 217—495. Pr. n. 4 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 126.) 

[129.] Bibliotheca philologica oder geordnete Uebersicht aller 
aaf dem Gebiete der classischen Alterthums Wissenschaft wie der 
älteren und neueren Sprachwissenschaft in Deutschland und dem 
Aosland neu erschienenen Bücher. Herausgegeben von E. Ehren- 
feachter, Dr. phil., Gustos der K. Univ.-Bibliothek zu GOttingen. 
IXXiV. Jahrg. 1. Heft. Januar bis Juni 1881. Göttingen, 
Vandenhoeck & Buprecht. (1881.) 8^ 1 Bl. 1—238 S. Pr. n. 
2,20 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 761.) 
Die „Bibliotheca" schwillt immer mehr u. mehr an ; der Grund 
davon ist aber nicht lediglich in dem Umstände zu suchen, dass 
aicfa die Zahl der wirklich in den Bereich der „Bibliotheca'' ge- 
b^igen Schnflen so flbermässig vergrOssert, sondern u. hauptsäch- 
lich anch mit darin, dass man nicht darauf Bedacht nimmt, den 
HberflOssigen Ballast, auf den ich bereits hingewiesen habe, aus der 
,3ibliotbeca" zu entfernen. Was in aller Welt haben z. B. Fibeln 
0. Lesebücher fOr die untersten Klassen der Bürger- u. Volksschulen 
0. dergL, die doch sicher Niemand zu den eigentlichen Philologicis 
zählen idrd, für eine Berechtigung, in einer „BibL philologica*' mit 



82 Litterätur und Miscellen. 

verzeichnet zu weiden. Dies ist des Guten denn doch sra fiel. 
Weg mit allem solchen überflüssigen Ballaste, der keinem PhUolo^vn 
u. klassischen Alterthumsforscher als solchem etwas nützt n die 
yyBibliotheca*' nur dickleibiger u. thcurer macht. 

[130.] * Bibliotheca theologica oder systematisch geordnete 
üebersicht aller auf dem (Gebiete der evangelischen Theologie in 
Deutschland nea erschienenen Bücher. Heraasgegeben von CuBtos 
Dr. E. Ehrenfeuchter. XXXIV. Jahrg. l.Hfb. Januar— JonilSSl. 
Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht. 8^. 48 S. Fr. n. 0,50 Ifk. 
(S. Anz. J. 1881. Nr. 871.) 

[181.] * Bibliotheca medico-chimrgica, pharmaceutico-chemicA 
et veterinaria oder geordnete üebersicht aller in Deutschland om<t 
im Auslande neu erschienenen medicinischen , pharmaceatiKlm'' 
chemischen und veteiinär- wissenschaftlichen Bücher. HenuiS'^ 
gegeben von Carl Ruprecht. XXXV. Jahrg. 1. Hfb. Januar — Jueb-^ 
1881. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 8^ 84 S. Fr. t^^ 
0,80 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 872.) 

[182.] * aBegmeifer bur^ bie beutfd^e Sugenblittecatur. gür ei}icte^ 
Sugenbfreunbe, unb Sßorftel^r i9on Stugenbbibliot^eten. 3m Sluftrage 
pä;)agogif(i^n SereiniS ju ^reSben ^raudgegeben Don ber Aümmifftim 
^Beurteilung Don 3ugenbf(it^nften. ^ft. 1. Seidig, filint^rbt in (SoHnu*^ 
1881. 8«. 106 ©. $r. n. 0,60 5Wf. 

[133.] Förteckning pä de böcker , som varit begagnade vid 
undervisningen de Svenska Elementarläroverken och Pedagogieni 
under laseäret 1876 — 77, jemte üppgift pä de s&rskilda l&roverkt 
hvarest hvarje bok begagnats, upprättad af Dr. Bernhard Land- 
stedt. Aftryck ur Biclrag tili Sveriges ofQciela Statistik, F) 
ündervisningsväseudei 2. Stockholm, tryckt i cential-tryckeriet. 
1881. gr. 40. 1 Bl. 49 S. 

Die vorl. Schrifk enthält die tabellarische Üebersicht von 640 
verschiedenen, unter 12 Wissenschaft!. Rubriken au^fühiien Lehr* 
u. Schulbüchern, welche in einer u. der anderen von 96 Anstalten 
— die fünfklassigen Elementarschulen Stockholms dabei nicht mit- 
gezählt — an 87 verschiedenen Orten des Landes eingeführt ge- 
wesen sind. Bei einem jeden der aufgeführten Bücher, deren Titd, 
Seitenzahl, Freis etc. genau angegeben ist, finden sich die Anstalten, 
u. zwar ob es höhere oder iüuf- od. drei- u. zweiklassige Elementar- 
Lehranstalten oder zwei- oder einklassige Fädagogien sind, mit 
Sorgfalt verzeichnet, so dass man mit Leichtigkeit übersehen kann, 
welche der Bücher die weiteste Verbreitung haben. Am Schlosse 
dieser ebenso mühsamen u. fleissigen, wie für pädagogische Zwecke 
recht werthvollen Zusammenstellung ist eine vom Kanxleieecretair 
Dr. Simon Nordstrom gefertigte summarische (Jebersicht angoh&ngt| 
in welcher sich sowohl sämmtliche 640 Lehr- und Scholbttcheri 



Lltteratnr nnd IGscellen. 8S 

ab anch getrennt davon die nur speziell für den Schalunterricht 
bestimiDten Bflcher (543) kurz aufgezählt finden, u. zwar wie viel 
dereo, innerhalb jeder einzelnen der 12 wissenschaftl. Bubriken, in 
Schweden selbst oder ausserhalb des Landes erschienen sind. 

[184.] * Bepertorinm der Militär -Journalistik. XL Heft. 
(1. Jänner bis Ende Juni 1881.) [Aus : „Organ der militair* 
Wbsenschaftlichen Vereine«« 1881. Bd. XXIII] Wien, Seidel & Sohn 
in Comm, 1881. gr. 8®. XXXVII S. Pr. 50 kr. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 646.) 

[185.] * Bibliotheca historica oder systematisch geordnete 
Uebersicht der in Deutschland und dem Auslande auf dem Ge- 
biete der gesammten Geschichte neu erschienenen Bücher. Heraus- 
gegeben Yon Dr. K Ehrenfeuchter, Gustos. XXIX. Jahrg. 1. Hft. 
Jinoar — Juni 1881. Göttingen, Vandenhoeck & Buprecht. 8^ 
198 S. Pr. n. 2 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 882.) 

[186.] * Manuale ittiologico del Mediterraneo di P. Doderlein. 
Parte I: Bibliografia ittiologica. Palermo, tip. del Giomale di 
Sitilia. 1881. 4^. VIII, 67 S. u. ausserdem 4 eingeschalt. S. 

137.] * Oatalogues of Works and Papers on the Geology, 
Palaeontology, &c. of the Australian Continent and Tasmania. 
Bj B. Etheridge and B. L. Jack. London, Stanford. 1881. 8^. 
Pr. 10 sh. 

[138.] * Bibliografia generale risguardante la yulcanologia, 
mineralogia, geologia, paleontologia e paleoetnologia della pro- 
Tinda di Catania e delle isole vulcaniche adiacenti alla Sicilia» 
di Orazio SUvestri. Modena, Zanichelli. 1881. 8^. VII, 64 S. 
Pr. 3 L. 

[139.] * Bibliotheca historico-natnralis , physico-chemica et 
matiiematica oder systematisch geordnete Uebersicht der in 
Deutschland und dem Auslande auf dem Gebiete der gesammten 
Naturwissenschaften und der Mathematik neu erschienenen Bücher, 
herausgegeben von Dr. F. Frenkel, Gymn.-Lehrer. XXXL Jahrg. 
L Hft. Januar — Juni 1881. G6ttingen, Vandenhoeck & Buprecht. 
8«. 142 S. Pr. n. 1,20 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 877.) 

[140.] * Uebersicht der im Jahre 1881 (October 1880 bis 
September 1881) erschienenen Beiträge und Materialien zur Ge- 
schichte von Stadt und Kanton Zürich. Von Dr. Ed. Escher. 
Enth. im Zürcher Taschenbuch auf das J. 1882 hrsg. von einer 
Gesellschaft zürcherischer Geschichtsfreunde. Neue Folge. V. Jahrg. 
Zürich, Höhr. 8^ 

[141.] * Elenco di alcune Carte Geografiche esistenti nella 
ProTincia di Modena, delle quali venne data notizia al Sotto- 
oomitato Geografico Modenese. Modena, tip. della Societä tipogr. 
1881. 4^ 57 S. 

6» 



34 Liiteraiur und Miscellen. 

[142.] Essai d'une Bibliographie de Thiistoire speciale de 1a 

Peinture et de la Gravüre en Hollande et en Belgique [1500 

1875.] par J. F. van Someren, Attache ä la Bibliotb^qne de 
rUniversite a Amsterdam. Amsterdam, Muller & Co.; Zuipben, 
van Someren. gr. 8<>. X, 207, IX S. m. 2 Bll. Omissa k Errata. 
Pr. n. 5 Mk. (Nur 350 Exempl., wovon 300 im Handel) 
Eine sebr fleissige u. schätzbare Arbeit, welche der Verf. in 
der vorl., seinen Aeltem gewidmeten Schrift niedergelegt hat. Zum 
Zwecke dieser Arbeit sind vom Verf. verschiedene Bibliotheken 
Hollands u. Belgiens durchforscht u. die Titel von mehr als 90O 
Druckstücken gesammelt worden, von denen er weit über die Hälfte 
selbst eingesehen a. verglichen hat. Diese sämmtlicheu Titel finden 
sich unter folg. sechs Rubriken mit verschiedenen Unterabtheiluogen 
wohlgeordnet: I. Recueils gön^raux; IL Critique et pbiiosophie de 
l'art; III. Topographie de Tart, (Musees publics, Cabinets partica- 
liers); IV. Collections de portraits d'artistes; V. Histoire de Tart 
(worunter die Abtheilung der Biographies speciales et monO" 
graphies die reichste u. umfänglichste ist); VI. Livres illastr$0 
(avec texte historique ou critique). Bei der genauen Durchsicli^ 
dieses wohlgeordneten Oanzen tritt der grosse Sammlerfleiss , deC 
der Verf. auf seine Arbeit verwendet hat, recht deutlich zu Tag^-^ 
Er selbst schreibt darüber: „On pourra se former nne id^ de 1^ 
peine que j^ai eprouv^e ä effectuer Tinspection de tous ces oq- 
yrages, en considerant que los neuf principales biblioth^ues de la 
N^erlande ne renferment pas en tout la cinqui^me partie des livres 
d^crits.'* Und fahrt dann fort: „Bien que j'aie la conviction de 
ne pas avoir ^puise la mati^re, je pense que le meilleur moyen 
d'obtenir de nouveaux renseignements fond^s, c'est de livrer ä la 
publicum les titres que j'ai pu rasscmbler. Par-Iä, les amateurs 
d'art et de bibliographie auront occasion de m'informer des fantes 
et des lacunes qu*ils rencontreront dans mon travail'' Gern be- 
nutze ich hier die Gelegenheit, allen Denen, die dem Verf. mit 
irgend einem Beitrage an die Hand zu gehen die Mittel haben, das 
fleissige Werk zur Berücksichtigung angelegentlich zn empfehlen. 

[143.] ^ Michel-Ange, Leonard de Vinci, Baphael, avec une 
etude sur Tart en Italie avant le XVIe si^cles et des cataloguet 
raisonu^s historiques et bibliographiques; par Charles CUmeni. 
Illnstr^ de 167 dessins d'aprds les grands maltres. Paris, Hetiel 
et Cie. 1881. gr. 8«. 475 S. Pr. 10 Fr. 

Gehört zur „Bibliothdque d*^ducation et de r^crfotion*^ 

[144.] * Continuazione delle annotazioni bio-bibliografiche in- 
torno ai Musicibti Modenesi e degli Stati giä Estensi. Dal Conte 
Luigi Francesco Vaidrighi. Enth. in: Atti e Memorie delle 
BB. Deputazioni di Storia patria per le provincie dell* Emilia. 



Litteratur and Bliscellen. 85 

XDo?a Serie. VoL VI. Part. 2. Modena, tip. Vincenzi e nipoti: 
1881. 8«. (S. Anz. J. 1881. Nr. 555.) 

[145.] * Bibliografia dell Accademia Napoleone. Enth. in: 
Memorie e Documenti per servire alla Storia di Lucca. Tom. XIII. 
Part. 1. Lucca, tip. Giusti. 1881. 4«. 

[146.] * Saggio di una Bibliografia dell^ Accademia degli 
Oscnri. Entb. in: Memorie e Documenti per servire alla Storia 
di Lucca. Tom. XIIL Part. 1. Lucca, tip. Giusti. 1881. 4^ 

[147.] * Musurgiana del Conte Luigi Francesco Valdrighi. 
N. 6. Pietro Bertacchini e altri Musicisti del secolo XYI. (Con- 
ünnazione delle annotazioni bio-bibliografiche di Musicisti Modenesi. 
[Bagli Atti e Memorie delle Depntaz. di Storia patria dell' Emilia. 
Noo^a Serie, Vol. VI, parte 2.] Modena, tip. Vincenzi e nipoti. 
1881. 8«. 21 S. (S. Anz. J. 1880. Nr. 1084.) 

[148.] * Pilgrim's progress, by J. Bunyan, Witb memoir, 
bibliographj, index and illustrations by Gunsten and otbers. 
Batow Edition. New York, Eandolpb & Co, 1881. 12«. Pr. $ 3,60. 

[149.] * Notice bibliograpbique sur les Onvrages et Publi- 
tttions, geograpbiques et scientifiques de M. Estanisiao S. Ze- 
' " 1. Venlse, impr. Visentini 1881. 8®. HS. 



BvcUilliidler- und antiqnarisclie Kataloge. 

[150.] * üeber die ältesten halbjährigen Zeitungen oder Mess- 
nlationen und insbesondere Aber deren Begründer Freiherm 
Kichael von Aitzing von Felix Sticve. Aus den Abhandlungen 
der k. bayer. Akademie der Wiss. III. Cl. XVI. Bd. 1. Abth. 
Mflnchen, Verlag d. Akademie. (Franz. in Cumm.) 1881. 4^. 
89 8. 
Die Litteratur zur Geschichte des Deutschen Journalismus hat 
ia den letzten Jahren mehrfache Bereicherung erfahren, z. B. von 
Weller (Die ersten Deutschen Zeitungen 1872), Grasshoff (Die 
briefliche Zeitung des 16. Jhrhdts 1877) u. Opel (Die Anfänge 
ier Deutschen Zeitungspresse 1609—50; 1879). Der Verf. der 
rorL Schrift behauptet jedoch, dass nicht, wie man bisher mehr- 
lieh angenommen hat, Jacobus Francus (oder Frey?) der Begrün- 
ter der halbjährlichen Zeitungen gewesen sei, sondern dass ihn 
eine Nachforschungen auf Michuel von Aitzing (oder Eyzinger) 
vffihrt haben. Aitzinger's Messrelationen erschienen von 1583 
» zu dessen Tode (gegen 1598), u. wurden von Anderen fortge- 
ifUt. Der Anhang enthält die bibliographisch genaue Anzeige 
)b: I. Schriften Michael von Aitzing*s (Nr. 1 — 66); 11. Schriften 
itzing'ä, deren Druckjahr oder Veröffentlichung nicht nachzuweisen 
i (Kr. 67 — 71); III. Fortsetzungen der .Relationen Aitzing*s fNr. 
2^76); IV. Belationen Anderer aus den J. 1591—1608 (Mr. 



iSt 



86 Litteratur und Miscellen. 

77^163). Bei jeder Nr. ist die ßibUothek (Staatsbibliothek in 
München, Königl. öff. Bibl. in Dresden u. Herzog!. BibL in Wolfini- 
büttel) bezeichnet, in welcher sich die betr. Schrift befindet. 

L. Mohr. 
[151.] Preisliste der durch das Kaiserliche Post-Zeitungsant 
in Berlin und die Kaiserlichen Postanstalten des Deutschoi 
Beichs-Postgebiets im Jahre 1882 zu beziehenden Zeitnogen, 
Zeitschriften u. s. w. Berlin, gedr. in der BeichsbnchdmckertL 
hoch 4^. 4 Bll. 222 S. excl. Nachträge. Pr. n. 3 Mk. 
Enthält in zwei Abtheilungen, mit Ausschluss der Nachträge^ 
die Nomenclatur u. Preisliste von L 5356 Bll. in Deutscher 
Sprache u. n. 2777 in 31 Yorschiedenen fremden Sprachen — la- 
sammen 8133 Nrr. 

[152.] * Preis- Yerzeichniss der in der österreichisch-ÜDga- 
rischen Monarchie und im Auslande erscheinenden Zeitongoo 
und periodischen Druckschriften für 1882 bearbeitet ?an dar 
k. k. Postamts- Zeitungsexpedition. Wien, ?• Waldheim, i^» 
152 S. Pr. 50 Kr. 

[158.] Sarfenblatt für ben 3)eutf(^ Sudb^bel unb bie mit {|i^ 
t)ertt)anbten ®efd)&ftdin>eige. Gtgent^um bed iBötfenoeteind bec SeulMfl^ 
SBu^^nbler. SerantoortL SRebacteur: 3ul. Rrau^ XLIX. 3abwi^ 
SeiPSi0/ SHxdmtt in Somm. 4^ Zdglid) mit SluiSna^ bec Goran i, 
Mittage 1 9lt. ä 1—2 »og. (€. «ins. 3- 1881. Sit. 148.) 
Erscheint in der seither gewohnten Weise, nur dass in Folg» 
des Beschlusses des Börsenvereins yom 1. Januar d. J. an d«i 
Blatt dem Postdebit entzogen bleibt, u. damit y,unberufenen Lesern" 
der Zugang zur Leetüre desselben gewehrt werden soll (s. Au, 
J. 1881. Nr. 984). Ob u. wie lange diese Sperre aufrecht er- 
halten werden wird, ist meiner Ansicht nach sehr fraglich, ist woU 
nur die Frage einer kurzen Zeit; denn abgesehen davon, dass die 
Sperre jene, gleichviel ob eingebildete oder wirkliche Nachtheils^ 
welche der Postdebit mit sich im Gefolge gehabt haben aoll, toi 
nun an ganz fern zu halten kaum in Stande sein wird, so dtkrftsB 
wohl sowie einestheils der durch die Entziehung des Postdebits Ter- 
ursachte Ausfall in der Einnahme des Börsenvereins von dem De- 
bit des Blattes, ebenso und mehr noch auch andemtheils die da- 
durch den einzelnen Mitgliedern auferlegte grössere Ausgabe flkr 
den direkten Bezug des Blattes bei der nachträgUchen n. bereits 
von verschiedenen Seiten des Vereins angeregten Betrachtung, 
ob durch den obigen Beschluss ein wesentlicher Nutsen geschaitk 
worden ist, wohl maassgebcnd werden. 

[154.] The illustrated Christmas Number of the Fablishexs' 
Weekly 1881. Vol. XX., Nos. 21—22. November 26, 1881. 
(Whole Nos. 514—15.) New York, Leypoldt. gr. 8«. 625—780 
S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 86.) 



r 



Litteratur und Mlscellen. 87 



Den TorzDg der geschickteren Bedaction u. der gefälligeren 
Attsstattong muss man der New Yorker Festnummer, den von der 
^bliographie de la Fran9e'' sowohl als vom „Pablishers* Circular'' 
losgegebenen ähnlichen Festnammem gegenüber, unter allen Um- 
atiDden zugestehen. Das New Yorker Heft ladet zor näheren 
Dorebttcht ein, wogegen der Mischmasch von Buchhändleranzeigen 
; in den Pariser u. Londoner Heften einer solchen Einladung nichts 
ffni^r als dienlich ist. 

[155.] Lager -Catalog von Joseph Baer Ss Co. Buchhändler 
i and Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 101. — 
Sehleewig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg und Lübeck. 8^ 1 
I E 17 S. 364 Nrr. (S. oben Nr. 36.) 

Eine kleine, aber interessante Sammlung. 

[156.] Otto Harrassowitz, Buchhandlung und Antiquariat in 
Leipxig. Antiquarischer Katalog 82. — Geschichte u. Geogra- 
phie. 8®. 1 Tit.- u. 79 8. 1737 Nrr. (8. oben Nr. 48.) 
Die gprosse Zahl der Nrr., worunter von den histor. Hilfs- 
«iasenschaften die Numismatik, Genealogie u. Heraldik noch nicht 
■it inbegriffen sind (dieselben finden sich in einem besonderen 
lataloge Nr. 80. 16 S. 345 Nrr. verzeichnet), zeugt von der 
fiaehhaltigkeit des Yorl. Kataloges im allgemeinen; im besonderen 
labe ich dazu zu bemerken, dass die Abschnitte der Sammel- u. 
Uifamden- Werke, sowie der Deutschen Geschichte vorzüglich Be- 
ichtong verdienen. 

[157.] Nr. 624 — 29. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
hoff & Wigand in Leipzig. — Geschichte und Militärwissen- 
schaften. I— VI. Januar. 8^. Znsammen 6844 Nrr. (S. Anz. 
J. 1881. Nr. 1025.) 
Enth.: I. Vermischtes u. Hilfswissenschaften (2 BU. 40 S.); 
a Militärwissenschaften (1 Tit- u. 19 S.); IIL Das Deutsche 
fieich u. die früheren Beichslande (1 Bl. 70 S.); IV. Die Nord- 
n. Westeuropäischen Staaten (1 Bl. 30 S.); V. Die Süd- u. Ost- 
europäischen Staaten (1 Bl. 38 S.); VI. Die Ausser-Europäischen 
Länder (1 Bl. 22 S.). 

[158.] Catalog Nr. 41 von A. Stuber's Antiquariat (E[adisch & 
Ziegert) in Würzburg. 8^ 1 BL 58 S. 1586 Nrr. (S. Anz. 
J. 1881. Nr. 923.) 

Enth. Geschichte mit Hilfswissenschaften. 

[159.] 87 & 88. Verzeichniss des antiquarischen Bücher- 
Lagers von Karl Theodor VOlcker*s Verlag und Antiquariat in 
Frankfurt a. M. 8^. (S. oben Nr. 61.) 
Enth.: Geschichte der ausserdeutschen Staaten Europas (1 Tit- 
n. 51 S. 1030 Nrr.) & Aussereuropäische Geschichte, Geographie, 
EUiBographiei Beisen (1 Tit.- u. 28 S. 435 Nrr.). . 



. V 



88 Litteratur und Miscellen. 

Bibliotliekenkiinde. 

[160.] Nr. 66. Antiquarischer Katalog von Eduard Besold'B 
Antiquarium in Erlangen. Enthält: Doubletten der Eönigl. UdI- 
versitäts-Bibliothek zu Erlangen bestehend zum Theil in seltenen 
Drucken aus dem XVI. und XVII. Jahrhundert (insbesondere 
auch aus dem Gebiet der Medicin). Druck von Jacob. 8^ 
1 Bl. 110 S. 3058 NiT. 
Hauptsächlich um der alten Drucke, meist Deutscher Pressen, 
willen von Interesse. 

[161.] Verzeichniss der [vom 16. Nov. 1880] bis zum 8. 
November 1881 für die Bibliothek der D. M. G. [in Halle] ein- 
gegangenen Schriften u. s. w. Enth. in der Zeitschrift der 
Deutschen Morgenländischen Gesellschaft hrsg. unter Bedact. von 
E. Windisch. Bd. XXXV. Leipzig, Brockhaus in Ck>mm. 1881- 
8* S. XXVII— XXXIV, XXXVI— XLIII u. XLVI— LVIL (ft 
Anz. J. 1881. Nr. 157.) 

Enth., ausser den zahlreichen Fortsetzungen, Nr. 4129 — 43lS 
andere Werke u. Nr. 421 — 433 Handschriften, Münzen etc. — 
üeberdies findet sich in der Ztschrift S. XIX — XX der Bibliothek»- 
bericht f. 1879 — 1880 von A. Müller, aus welchem zu ersehen 
ist, dass, nachdem der I. Theil des Bibliothekskataloges im Drucke 
erschienen ist, auch der II. bereits druckfertig vorliegt, aber aus 
Mangel an finanziellen Mitteln dem Drucke noch nicht habe über- 
geben werden können. Die Bibliothek siedelt in das Gteb&nde der 
Universitätsbibl. über. 

[162.] Catalogus Codicum manu scriptorum Bibliothecae Begiae 
Monacensis. [Curante Carole Halm, Bibliothecae Begiae Fraefec- 
to.] Tomi IV Pars IV. A. u. d. Tit.: Catalogus Codicum La- 
tinorum Bibliothecae Begiae Monacensis. Secundum Andreae 
Schmelleri indices composuerunt Carolus Halm et Golielmus 
Meyer. Tomi II Pars IV. Codices num. 21406—27268 com- 
plectens. Monachii, sumpt. Bibliothecae Begiae. (Palm in comm.) 
1881. gr. 8*. 2 BIL 299 S. Pr. n. 6 Mk. (8. Anz. J. 1879. 
Nr. 77.) 

Mit dem vorl. Bde, dem 14. des ganzen Katalogwerkes, welcher 
5862 NiT. — aus den Klöstern Weiam, Weihenstephan^ Wesao- 
brunn, Windberg u. Fürstenfeld, ferner aus der öffentl. Begens- 
burger Bibliothek u. aus dem Archive, sowie 404 Codd. MoUiani 
u. 3348 von Schmeller mit ZZ bezeichnete Codd. verschiedenen 
Ursprunges — enthält, ist die Abtheilung der Lateinischen Hand- 
schriften abgeschlossen. Ein 39 S. starkes Autoren- n. Sachregister 
bildet das Ende des Bdes. Es erübrigt nun nur noch, dass. das 
Verzeichniss der Griechischen (Bd. E.) u. der übrigen musikalischen 
Handschriften (Bd. VIII» 2. 3), sowie ein Supplementbd erschei- 



•.^ v-fci .satua 



Litteratur und MiBcellen. 89 

Den, icü denen dann das grosse n. treffliche, vor nunmehr langer 
als 20 u. einigen Jahren begonnene Katalogwerk sein Ende er- 
reicht haben würde, üeber die Griechischen Handschriften ist 
xf ar bereits der grosse Hardt'sche Katalug im Drucke vorhanden ; 
derselbe bedarf aber einer Revision u. sehr bedeutender Abkürzung. 
Mit durchaus gerechtfertigter Genugthuung darf Halm, unter dessen 
Directorium das Katalogwerk begonnen worden ist u., so Gott will, 
uch beendigt werden wird, auf diese Arbeit hinblicken. 

[163.] Das grosse historische Sammelwerk von Beutlinger 
hl der Leopold-Sophien-ßibliothek in üeberlingen. 7on Adolph 
Boell. Enth. in der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 
hrsg. von dem Grossherzoglichen General-Landesarchive zu Karls- 
mhe. Bd. XXXIV. Karlsruhe, Braun, gr. S\ Hfi 3 S. 842—84 
k Hfl 4. 8. 385—92. (Schluss von Anz. J. 1881. Nr. 392.) 
[164.] Katalog der Schüler-Bibliothek des Gymnasiums zu 
Zwickau. [Herausgegeben von William Weicker.] Zwickau, 
Dnick von Zueckler. 1881. kl. 8^ 1 Bl. 61 S. 
Die Sohülerbibliothek oder, wie sie actenmässig genannt wird, 
»die Deutsche Schul- u. Lesebibliothek zu Zwickau'' verdankt ihre 
Eotstehong der Anregung, welche 1815 der damalige Conrektor 
IL Friedrich Traugott Friedemann in seinem Schriftchen „Beiträge 
iB iweckmässiger Beförderung des Studiums der griechischen Sprache 
auf gelehrten Schulen" gegeben hatte. Leider mag aber die Ge- 
stiltoDg der Bibliothek von Anfang an eine nicht eben einheitliche 
n. phmvolle gewesen sein; denn wie die Bibliothek nur aus zu- 
fiOigen Büchergaben entstanden war, so scheint sie auch in den 
erst^ Jahren lediglich nur ebensolchen Schenkungen ihre Ver- 
loebraug, u. erst später die Mittel zu planmässigen Anschaffungen 
erhalten zu haben, so dass es nicht Wunder nehmen darf, wenn 
hier a. da in der Bibliothek ein nicht gerade ganz passendes Buch 
angetroffen wird. Im allgemeinen ist jedoch der Bücherbestand, 
der ans einer verhältnissmässig nicht unerheblichen Zahl von Bän- 
den besteht, ein durchaus zweckmässiger. An Stelle des darüber 
1847 veröffentlichten, gegenwärtig aber nicht mehr zulänglichen 
Verzeichnisses hat der Verf., der jetzige Bibliothekar, sich die Mühe 
genommen, einen neuen Katalog zusammenzustellen, u. dabei be- 
kfs der Leetüre der Schüler nach ihren verschiedenen Alterstufen 
— mit Becht von der durch Ellendt in seinem „Katalog f. d. 
Schüler-Bibliotheken höherer Lehranstalten" in Vorschlag gebrachten 
Eintheilung der Bücher nach sämmtlichen einzelnen Klassen der 
Anstalt absehend — die von seinem Amtsvorgängor Richter durch- 
ge.11hrte Dreitheilung der gesammten Bibliothek für eine oberste (I), 
eine mittlere (II) u. eine unterste (III) Beifestufe der Leser fest- 
gehalten. So gewiss es ist, dass die die Wahl der Leetüre bedingende 
geistige Beife nicht allemal mit der Kenntniss im . Grie^lusch^y 



90 Litteratur and Miscelleiu 

Lateinischen u. a., wonach der Platz der Schüler in den verschie- 
denen Klassen der Anstalt bestimmt wird, Hand in Hand gehen 
muss u. wirklich auch nicht überall geht, so verkehrt würde es 
sein, die Auswahl der Bücher zur Leetüre für die Schüler je nach 
ihrem Platze in den Klassen zu regeln. Für diese Auswahl kann 
u. darf einzig und allein nur die geistige Beife maassgebend sein. 

[165.] * Inventaire spmmaire des Manuscrits des Bibliothdqnefi 
de France dont les catalogues n*ont pas M imprimös. Pabli4 
par ü. Kobert Pasc 1—2. ParU. 1881. 8^ S. 1-^288. 
Pr. n. 4 Mk. 

[166.] * Fenillets d*un Mannscrit de Cedrenus offert k la Bi- 
blioth^ue nationale par la Bibliothdque de rUniversitö de BAle; 
par L. Delisle. [Extrait des Comptes rendus de TAcad^mie öes 
Inscriptions et Beiles Lettres.] Paris, impr. nationale. 1881. S^. 
4 S. 

[167.] A la Memoire d'Alexis Panlin Paris, membre de l*In- 
stitut, coaservateur adjoint honoraire au d^partement des mana- 
scrits de la Biblioth^ue nationale etc.; par Philippe Tamisej 
de Larroque. [Extrait du Bulletin du Bibliophile et du BibVo^ 
th^caire, mai-juin 1881.] Chartres, impr. Durand fr^res. ISSi-' 
8^ 14 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 842.) 

[168.] * Catalogne of the Persian Manuscripts in the BritisE^' 
Museum. By Charles Rieu, Fh. D., Keeper of the Oriental MSS.*^ 
Printed by order of the Trustees. Vol. I— IL London. 1879— 8L 
Fol. 877 S. Pr. ä 25 Mk. 

Hierüber s. Literar. Centralbl. 1882. Nr. 2. Sp. 55 — 56. 

[169.] * II Museo statuario e la Biblioteca di Mantova, da 
Intra. Euth. in : Atti e Memorie della B. Accademia Virgiliana 
di Mantova. Mantova, tip. Mondovi. 1881. 8". 

[170] * Die Urbinatische Sammlung von Spruchversen dea 
Menander, Euripides und Anderer. Von Wilhelm Meyer. [Ana 
den Abhdign. d. k. bayer. Akad. d. Wiss. L Ca. XV. Bd. IL Abth.] 
München, Akademie (Franz in Comm.). 1880. gr. 4^ 58 S. 

Hierüber s. Literar. Centralbl. 1881. Nr. 52. Sp. 1798—99. 

[171.] * Notice sur un Manuscrit M^rovingien de la Biblio- 
th^ue royale de Belgique (no. 9850—9852); par Ii6(vpold 
DeUsle. [Extrait des Notices des Manuscrits, t. 81 premihre 
partie.] Paris, impr. nationale. 1881. 4^ 15 S. 

[172.] * Librorum in Bibliotheca Speculae Pulcovensis ccoten- 
torum Catalogus- systematlcus. Pars 11., ab Ed. Lindemaiino 
elaborata. Edendum curavit et praefatus est Dir. Otto Strafe. 
Petropoli. (Lipsiae, Voss in comm.) 1880. Lex. 8^ XVII, 
640 S. Fr. n. 22 Mk. 



Littontar und UBctUeii. 91 

PrlTsifclbU*tlicken. 

[I73,t No. 1S2. TeneichoisE von atttiqnarischeD BQcbern der 
Blieb- i AntiqasriatB-Handlnii^ von W. Weber in Berlin. — 
huBtieche Geschichte. Enthält a. A. die reichhAlUgen Biblio- 
Mm der Terstorbenen Prof. Dr. E, W. Kitiscb, Qeh.-Bath 
T. tonmer, Pr<*£. Dr. Th. Hirech n, Ä. 8". 1 BL 54 S. (8. Anx. 
J. 188L Nr. 924.) ; 

Kkheiu 2000 Nrr. 

{J74.] 70. BüchervenaichniBB von Simmel & Co. in Leipiig. 

~ Clsssische Philologie. I. Qriecbische Antoren. EnthiHend 

n. A. die nachgelasBenen Bibliotheken des Prof. C. BachmuiD in 

fiostock und des Dir. Dr. E. A. Bichter in Altenborg. 8*. 1 Bl. 

67 8. 2319 Nr. (a oben Nr. 58.) 

Sehr beachtenswerth. — Auf dem Gebiete der clUBischon Phib- 

Ingit, welches die Firma seit Erricbtnn; ihres OeBchUtes 1870 als 

9pecütlität pfleg:e, werde ihr Lager von keinem in der Welt Ober- 

tn^n 0. echweiUch ron einem erreicht 

[175.] Katalog des Aatiquariachen Bücherlagers von PanI Leh- 
muin, Bnchhandlnng nnd Antiquariat in Berlin. No. XIX. — 
NaturwiBsenschsften. EnthUt «ach die Bibliothek dei verstorb. 
Gehmrths. Bebm. 8". 1 TiL- n. 84 8. 990 Nrr. (S. Anx. J. 
1881. Nr. 1176.) 
Hauptsächlich Dentsche Litteratnr ans dem Fache der Natnr- 
jwdichte. 

[176.] No. 131, TerzdchnisB Ton antiquarischen BOcbem der 

Buch- & Antiquaiiats-Handlong von W. Weber in Berlin. -~ 

fluchichte. Abth. L (Enth. u. A. die Bibliothek des verst. Pro- 

bmn E W. NitzBch.) 8*. 1 Tit- n. 63 8, (S. oben Nr. 178.) 

Heber 2000 Nrr.: Allg. Deotacbe Gewhichte, Ueschichte der 

Dmluhen 8taaten (ausser FreiuMfl, «orfiber ein eigener Katalog 

VMliinien ist), d«r Deutscbei OMcerpronnien Russlanda, Oester- 

rätki u. der Schweiz. 

[177.] No. 187. Bficber-TerzeidiBiai Ton J. A. Stargardt in 

Berlin. — Orientalia. Kbliottiek des veretorb. Prot A. Sehmoelders 

in Breslau. 8". 1. Bl. 66 8. 1772 Srr. 

Allgemeine Schriften etc.. Biblische Lttterator, sowie Hebr. tL 

Iniiia; Arab., Sjr., Aethiop., P:>Ob., P<n., Zend, Aujr., Sanekr., 

Pali, HindDst., Javau., KaUiKiL, Taaml., Tftrk., HongoL, Ifaodscbu, 

Tutir., Armen., Zigeun., Chin, Jafoa^ A'^eTpt.i Kc?^ Afrika, 

Anarika, Polynesien. 

[178.] TerzeichniES 4er tm den FrofeMor Dr. W. WendUr 
Director am Gjmnannn au Graz liiiihiliiiwii Bibliothek mit 
nebreren anderen Banmlns^cii tob Wertagaiui alki Will wurlwltoi, 
Leipiig, T, O.Weic«L8*. ia.lUSLM»4Xir. (AmILAIc) 



92. Litteratur und Miscellen. 

Enth. hauptsächlich Naturwissenschafton u. Verwandtes, Ge- 
schichte mit Hilfswissenschaften, Theologie, Philologie, Belletrisük. 

[179.] Katalog des Antiquarischen Bücherlagers von Paul Leb- 
mann, Buchhandlung und Antiquariat in Berlin. No. XYIII. 
Architectur. Ingenieurwissenschaft. Technologie. Mechanik. Mathe- 
matik. Physik. Astronomie. Bibliothek des yerstorb. Prof. o. 
Rectors der techn. Hochschule H. Wiebe. 8^ 1 Tit.- u. 27 S. 
755 Nrr. (S. oben Nr. 175.) 

Grösstentheils Deutsche Litteratur. 

Abdrücke ans Blb1.-Handselirlflen. 

[180.] * The History of the Almohades by Abdo-1-Wahid al- 
MarrSkoshi, preceded by a sketch of the history of Spain, from 
the times of the conquest tili the reign of Tüsof Ibn-T^huflo, 
and of the history of the Almoravides, edited from a Ms. in the 
üniversity Library of Leyden, the only one extant in Europe by 
B. Dozy. IL Edition, revised and corrected. Leyden, BrilL 
1881. gr. 8«. 290, XXI S. Pr. 4,76 F. 

[181.] * El Libro dela Gaza de Don Juan ManaeL Zum 
erstenmale herausgegeben von G. Baist Halle, Niemeyer. 1880. 
8«. VI, 208 S. Pr. 6 Mk. 

Aus der einzigen Handschrift der Nationalbibliothek zu Madrid. 
Hierüber s. H. Morf im Literaturbl. f. Qerman. u. Bomanische 
Phüologie 1881. Nr. 12. Sp. 448—53. 

[182.] Aus Berlin ist der seit langem yermisste EAt^dog der 
ziemlich umfangreichen Bibliothek des Beichstages jetzt soweit fertig- 
gestellt, dass er bereits zum Drucke gegeben werden konnte, u. 
jedenfalls in der Frühjahrssession bei den Abgeordneten zur Ver- 
theilung kommen wird. Hoffentlich lässt sich dann auch ein 
Arrangement treffen, dass auch weiteren Kreisen der Wissenschaft n. 
der Presse die namentlich nach staatsrechtlicher Seite so reiche Biblio- 
thek, die sonät den grössten Theil des Jahres unbenutzt bleibt, 
yiolen Wünschen entsprechend, zugänglich gemacht wird. 

(ßörsenbl. f. d. Deutsch. Buchhand. 1881. Nr. 286. S. 5710.) 

[188.] Aus Boston ist in „Publishers'Circular" 1881. Nr. 1063. 
S. 1300 berichtet: Soule & Bugbee, the new law-books publishers, 
have begun the issue of a „Legal Bibliography'^, a bulletin of in- 
terest to lawyers, for gratuitous and irregulär distribution. 

[184.] Aus Chicago, 111.: Townsend MacCoun is Publishing 
for Prof. Farrar, of Milwaukee Tenn., a slim quarto of „Art Topics", 
in which the bibliography of art, so far as easily attainable books 
on art are concemed, is distributed under various headings. The 
b^ok is meant /or the. use of teachers.and those who wish to read 



r 



Litteratur und Miscelfen. 93 

OD a plan in the lines of the various branches of art. The London 
editioD of this book is issued by Sampson Low & Co. 

(Publishers' Circular Vol. XLIV. 1881. Nr. 1062. S. 1253.) 
[185.] Ans Dessau. In der Behördenbibliothek befinden sich 
Tier Chroniken, nämlich von Nflmberg, Erfurt, Gandersheim und 
Quedlinburg, die als Handschriften mehr oder weniger bekannt 
sein mögen u. deshalb einer näheren Beschreibung würdig ge- 
achtet werden. — Die Nürnberger in 4^. von einem unbekannten 
Verfasser, ist sehr leserlich mit Deutscher Schrift geschrieben u. 
enthält (exclus. aiphabet. Register von 29 Bll.) 252 BIL Die 
ersten swei Blätter sind zur Vorrede verwandt u. lautet die üeber- 
schrift: Die Gtonad -Unsers Hern Jesu Christi vnnd die liebe Gottes, 
aach die gemeinschafift des Heilligen geists Sey mit uns allen amen. 
Am Schlüsse steht die Jahreszahl 1552. Das dritte Blatt beginnt 
dann mit einer „Beschreibung der weytberümpten Reichs Stat 
Nflrmberg'^ und auf dem siebenten Blatte ist der „Anfang der 
Chronica der wojtberümpten Bcichsstat Nürmberg" ersichtlich« Die 
Chronik beginnt mit Julius Caesar und schliesst mit dem Monate 
Joli 1554; die Abschnitte sind nach Jahren eingerichtet, haben 
hier a. da ziemlich künstliche Initialen aufzuweisen, n. ist der In- 
halt mit rother Schrift am Bande kurz angegeben. 

Die Erfurter Chronik in 4^. von einem gewissen Johann B6- 
diger, aus Bockhansen gebürtig, Pfarrer zu Bischleben, abgefasst 
(wie ein Pro memoria auf dem ersten Blattte andeutet), soll mit 
dem chronicon Mstum Erfurtense in Folio übereinstimmen. Auf dem 
xweiten Blatte findet sich ein Autograph des Fürsten Victor Ama- 
deas zu Anhalt (1684—1718) u. folgende Beime: 

„Betracht die Cronick mit Fleiss, und Recht 
„Wie Krieg vor diesen geführt schlecht: 
„Durch wenig Yolck zu Boss undt Fuss 
„Doch Stadt imdt Dorfif da weichen must: 
„Da auch der Adel mit Fürsten gestritten 
„Also das Fürsten davon gerittenn (?) 
„Auch gar der Adel Sie verjaget 
„Wie weiter die Cronick davon sagt. 
„Drümb betracht diese und vorige Zeit 
„Da alzeidt ist gewesen Leyd (?) 
„ündt noch bis dato nicht vergeht 
„Gott geh dass übers Jahr besser steht. 
Ao. 1678. V. A. schripsi. 
Die Chronik ist nach Jahren in Abschnitte getheilt, ziemlich deut- 
lich mit Deutscher Schrift geschrieben , fangt mit dem Jahre 488 
an a. endet mit 1556. Sie enthält 235 Bll., von denen die zwei 
letiten mit Ereignissen aus den Jahren 1591 beschrieben sind; 
diese letzteren Angaben rühren von anderer Hand her. — 

Die Ckmdersheimische Chronik ist mit der Quedlinburger in 



94 Litteratar und Miscelleii. 

einen Band gebunden worden u. beginnt auf dem ersten Blatte mi^ 
folgendem Introitus: 

Adamus Brunschius: 
yyGandersheimium magnificentissimum opulentissimum monialinni. 
(monasterinm?) ex Principum et comitum stirpe natamm Collegiun. 
verius, quam coenobium in ejusdem nominis Brunsvicensi qundam 
oppido situm: Extrui et fnndari ceptum est anno 852 ab AUfrido, 
Episcopo 4'° Hildesheimensinm/* Die Aufzeichnungen in Deutscher 
Sprache beginnen mit der Stiftung des Gandersheimer Klosters, 
enthalten auf 40 Quartseiten (die Chronik ist paginirt) 42 Abschnitte 
nach den Namen der Aebtissinnen u. schliessen mit 1665 ab. Am 
Bande ist kurz der Inhalt angegeben. Sodann folgen 8 BIL« an- 
scheinend Yon derselben Hand geschrieben. Als Eingang findet 
man einen Glückwunsch in Versen für die erwählte Diaconissin Ton 
Gandersheim, Fürstin Eleonora Hedewig zu Anhalt, von dem Stifts- 
prediger IL Jacob Böser zu Quedlinburg (geb. 1616, gest 1684^ 
vgl. Zedler*8 Universallez. Bd. 82. S. 456—457) vom 12. Februar 
1688. Es werden hieran eine kurze Geschichte des Stiftes u. ein 
Yerzeichniss der Aebtissinnen sowie schliesslich ein „Gtobeth au Gott 
bey Zusammenkunft dess Capituls'' angefQgt» — 

Was endlich das Quedlinburgische Ghronicon M. Martini 
Wolffii anlangt, so ist es ebenfalls Deutsch geschrieben, behandelt 
auf 248 Seiten die Geschichte u« die Einrichtungen des Stifts in 
6 Abschnitten u. geht dann die einzelnen Aebtissinnen bis Anna 
Sophia II. (t 1688) der Beihe nach durch. Ueber den Yert vgl. 
Zedierte üniversallex. Bd 58. S. 778. Dr. Gröpler. 

[186.] Aus Frankfurt a. M. ist im Völcker'schen Verlage, wie 
oben Nr. 35 erwähnt, ein Werk über Sigmund Feyerabend erschienen, 
welches im Börsenbl. f. d. Deutschen Buchhand. 1881. Nr. 282. 
S. 5617—19, Nr. 286. S. 5706-10, Nr. 294. S. 5838—36 u. 
Nr. 299. S. 5903—5 eine sehr eingehende U: beiföllige Besprechung 
gefunden hat. Der Bef. ist also, ebenso wenig wie i^h, mit dem 
von Dehn in der Oesterreich. Buchh&ndL-Correspondena aus- 
gesprochenen abfälligen Urtheile einverstanden. 

[187.] AusHalifax winkt auswanderungslustigen Bibliothekaren 
eine günstige Offerte. „A librarian," ist im „Publishers* Circnlar" 
1881. Nr. 1063. S. 1296 bekannt gemacht, „is wanted for the 
Public Library at a salary of i^ 80 a year.^' 

[188.] Aus Leipzig sind in der bekannten Philipp Beclam*- 
sehen „Universal -Bibliothek'^ von Karl Kehrbach verschiedene 
Kant'sche Schriften herausgegeben worden. Als bibliogniphiacher 
Fachmann hat der Herausg. dabei Gelegenheit genommen, sa einer 
zuverlässigen Kantbibliographie, an der es zur Zeit noch mangele, 
Beiträge zu liefern. Und wie er dies in seiner Ausgabe von Kant*« 



r 



Litteratur und Miscellen. 95 

„Triofflen eines Geistersehers'' (s. Anz. J. 1880. Nr. 987) gethan 
hat, ebenso finden sich in der Ausgabe „Zorn ewigen Frieden. Ein 
philosophischer Entwurf von Immanuel Kant Text der Ausgabe A 
(1795) unter Berücksichtigung des Manuscriptes, der Ausgaben Aa 
(1795) und B (1796). Herausgegeben von Karl Eehrbach. (16^. 
mn» 56 S.)" in der Vorrede 8. XX— XXXI genaue biblio- 
graphische resp. kritische Nachweise Aber das betr. Manuscript, 
sowie die Original- u. anderev Drucke. 

[189.] Ans London findet sich, wie gewöhnlich, im „Pubiis- 
hers* CiICular^ 1881. Nr. 1058. 8. 1294—95, eine tabeUarische 
Zusammenstellung der Productionen des Englischen Buchhandels 
im letstvergangenen J. 1881 abgedruckt Die Gesammtzahl dieser 
Productionen belauft sich auf ,,4110 New Books & 1296 New 
Editions*', im ganzen also auf 5406 (302 weniger als im J. 1880, 
8. Anz. J. 1881. Nr. 195.). Diese 5406 Productionen yertheilen 
sich auf die einzelnen Wist^enschaftsfächer, wie fojgt: 945 Theo- 
logy, Sermons, Biblical, &c.; 682 Educational, Classical, and Phi- 
lological; 500 Juvenile ^'orks and Tales; 674 Novels, Tales, and 
other Fiction; 188 Law, Jurisprudence, &c.; 162 Political and So- 
cial Economy, Trade and Commerce ; 452 Arts, Science, and lUu- 
strated Works; 291 Yoyages, Travels, Geographical Research; 437 
History, Biography, ftc; 148 Poetry and the Drama; 339 Year 
Bocks and Serial in Volumes; 164 Medicine, Surgery, &c. ; 247 
Belies Lettres, Essays, Monographs, &c.; 282 Miscellaneous, in- 
elading Pamphlets, not Sermons. 

[190.] Aus London hat im Laufe des December 1881 an 
10 Tagen die Versteigerung der ersten Abtheilnng der berühm- 
ten Sunderland- oder Blenheim-Bibliothek — deren sich zu ent- 
iassem leider der Besitzer sich nicht gescheut — stattgefunden: 
der dabei gewonnene Betrag beläuft sich auf die Summe von nicht 
weniger als £ 19,370. Der über diese 1. Abtheilung in 1500 
Exemplaren ausgegebene, sehr sorgfältig gearbeitete Katalog war 
hereits vor Beginn der Versteigerung vollkommen vergriffen. Ueber 
diese Versteigerung u. einzelne dabei erzielte Preise s. Publishers* 
Circolar Vol. XLIV. 1881. No. 1062. S. 1245—48 u. Börsen- 
bl f. d. Deutsch. Bnchhand. 1881. Nr. 288. S. 5738—39, Nr. 294. 
8. 5836—37, Nr. 300. S. 5918—20. 

[191.] Aus Peoria (Dl.) hat im Novbr. 1881 eine Ver- 
sammlung von Bibliothekaren u. Bibliotheksfreunden aus dem Westen 
stattgefunden, in deren Folge eine „Western Library Association^* 
begründet worden ist. Eine der Hauptpunkte bei den Verhandlungen 
der Versammlung war der — gegenwärtig einer besonderen Com- 
missiott zur Berathung fibergebene — Vorschlag, durch Coopera- 
tion die Bücher billiger zu kaufen. Eine solche Cooperation wird 
allerdings da wohl mOgllch u. durchfQhrbar sein, wo sie in die 



96 Litteratur nnd MisceHen. 

Hände eines Bibliotbekarenvereins gelegt ist. Wenn aber da 
die Idee einer Mitwirkung von Seiten der Deutschen Bibliothel 
aufgetaucht sein sollte, dass dieselben den Amerikanern beim billig 
Ankaufe Deutscher Bücher behilflich sein könnten, ebenso wie 
den Deutschen Bibliotheken beim billigen Ankaufe Englischer Büc 
behilflich sein würden, so müsste darauf hingewiesen werden, d 
sich von Seiten Deutschlands, wo Bibliothekarenvereine nicht ( 
stiren, eine solche Mitwirkung nicht in Aussicht stellen liessc. 

[1^2.] Aus Schwaz in Tyrol hat P. Gerold Bickel in B 
im Franziskaner-Kloster auf Deckeln höchst werthvoUc „Schwarte 
aufgefunden: ein Bruchstück der Eaiserchronik, Hs. des Xn. J 
hdts, ein Doppelblatt einer Parzivalhs. in reicher Ausstattang, 
1800, u. Fragmente eines bisher unbekannten höfischen Gedici] 
aus der Blüthezeit, dessen Hauptpersonen Manuel u. Amanda heiss 
Der Dichter gehört der Schule Gottfrieds von Strassburg an. Di 
Funde sollen in der Zeitschritt f. Deutsches Alterthum verOffc 
licht werden. 
(Anzeiger f. Kunde d. Deutsch. Vorzeit 1881. Nr. 12. 8p. 3C 

[193.] Aus Sk^pe im Lipnower Kreise (Kgr. Polen^ ist 
durch seine Dichtungen „Der Kirgise'^ u. „Die Steppen", so 
die trortreffiichen üebersetzungen Bahn*s u. Dr. Weiss' auch 
Deutschland bekannt gewordene Dichter Gustav Zieliiäski im No^ 
1881 gestorben. (Geb. 1. Jan. 1809 in Markowice bei Inov 
claw.) £r hatte in Warschau Jura u. Cameralia studiert, wi 
aber zwei Jahre nach Vollendung seiner Universitätsstudien n 
Sibirien deportirt, wo er 17 Jahre lang lebte. Die Steppen 
Kirgisen begeisterten ihn zum Dichter. Nach seiner RückL 
aus der Verbannung erbte er von einem Oheim einen au8serord< 
lieh grossen Gütercomplex. Durch verständige Wirthschaft, nam< 
lieh aber Forstcultur, vergrösserte er sein Vermögen bedeute 
dessen Einkünfte es ihm möglich machten, sich eine Bibliothek 
sammeln, wie sie nur selten im Besitze von Privatleuten zu fin 
ist. Er besass c. 40,000 Bde, eine grosse Anzahl von Ha 
Schriften, Karten, Münzen n. Aiterthümem, für welche er im Gai 
ein besonderes Gebäude errichtet hatte, in dem er täglich v 
Stunden mit Studien zubrachte. Man ist gespannt, welche 
Stimmung er in Betreff dieser Bibliothek u. seiner hinterlasse 
handschrifU. Arbeiten im Testamente getroffen hat 

Dr. L. Kurtzmann in Schmiegel. 

Berichtigung. Im Anz. 1881, S. 377, Z. 16 v. u. 
1873 statt 1869. — S. 372, Z. 2 v. u. Khungtse st. Khuni 

— im Jahrgg. 1882, S. 14, Z. 20 v. o. „der Salon" st. „Eb 

— n. Z. 11 V. u. „S." st. „Nr." zu lepen. 



Drnok ron Job. Pttsiiler in Dresdan. 



r 



NEUER ANZEIGER 
ßibliffgi-aphie nnd Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben Yon Dr. J. Petzholdt. 



März« 



1883. 



Inhalt: 

Schieneriiehe Schriftotellcr. Von A. Schumann. IX. Rudolf Rauchenstein. 
(Foftsetiang.) — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 



[194.] Schweizerische SchrifUteller. 

Von A. Schumann. 

IX. Rudolf Ranohensteln. 
(Fortsetzung.) 

66. üeber die Beden für und gegen den jungem Aikibiades 
bei Isokrates und Lysias. In : Neues Schweizer. Museum. 2. Jahrg. 
(1862.) 8. 273—286. 

67. Zu Euripides. In: Rheinisches Museum fQr Philologie. 
Hrsg. von P. G. Welcker u. F. Ritschi. Neue Folge. 17. Jahrg. 
Pnujkf. a. M., Joh. David Sauerländer. 1862. gr. 8®. S. 459—460. 

Emendation lu Euripides' Helena V. 886. 

68. Zu Aristoteles' ,Eudemos^ Ebda. Neue Folge. 17. Jahrg. 
(1862.) S. 465. 

Exegetisch -Kritisches zu einer Stolle dos bei Plutarch erhaltenen 
Brochstfickes aus dem aristotelischen Dialog „Eudemos" : aitanäy agg^ras 
(merbrücbliches Schweigen beobachten) statt atonav dqqvjitaiq (auf 
unagbare Weise schweigen). 

69. Erklärung der fünften nemeischen Ode Pindars. In: Neues 
Schweizer. Museum. 3. Jahrg. (1863.) S. 243—254. 

70. Zu Pindar. In : Rheinisches Museum für Philologie. Neue 
Tolge. 18. Jahrg. (1863.) S. 464—465. 

Eritisch-Exegetisohes zu Olymp. I, 106 ff. 

71. Zu Ajistoteles' Rhetorik. Ebda. Neue Folge. 18. Jahrg. 
(1863.) S. 468—471. 

Aritisch- exegetische Besprechung von sieben Stellen dieser Schrift. 

72. Noch ein Wort über die Ephoren in Athen. In: Neue 
JahfbQcher für Philologie u. Paedagogik. 33. Jahrg. 87. Bd. (1863.) 
a 715—716. 

YgL oben Nr. 59. 

73. Ddderleins Wirken in der Schweiz. In: Neues Schweizer 
Moseuoa. 4. Jahrg. (1864.) S. 155—169 u. 280 („Bcrichügungen") 

7 



98 Schweizerische Schriftsteller. 

74. Pindar Isthm. V. In: Philologus. 21. Bd. (1864. 
S. 679-680. 

Emendationen zu V. 36 u. 37. 

75. Thukydid. I, 142, 2. Ebda. 22. Bd. (1865.) S. 1€9— 181.. 
Exegetisch-Kritisches. 

76. Zu Euripides Helena. Ebda. 22. Bd. (1865.) S. 193— 201. 
Emendationen zu 40 verschiedenen Stellen. 

77. Zur Erinnerung an Professor Leopold Mossbmgger fon 
Prof. Dr. Rudolf Bauchenstein. (Beilage zu: Programm der Aar- 
gauischen Eantonsschule. Als Einladung — 1865. Aosgesreban 
Yon — K. Holzinger, Prof. Aarau, 1865. Gedruckt in der H. B. 
Sauerländer'schen Offizin.) gr. 4®. 18 S. 

Leop. Mossbmgger, geb. zu Konstanz am 24. Jan. 1796, war fcm J 
1830 — 1862 Professor der Mathematik an der Kantonaaehule in Aara'a 1 
XL, starb daselbst am 12. Aug. 1864. i 

78. Zu Pindaros Ol. VI 55. In: Neue Jahrbücher für PhiU>- 
logie u. Paedagogik. 35. Jahrg. 91. Bd. (1865.) S. 656. 

79. * Dr. A. E. Fröhlich. In: Der Schweizerbote. Aaravs-v 
H. R. Sauerländer, hoch 4^. Nr. 288 vom 5. Dezember 186^- 
S. 1—2. — Separatabdr.: ebda. (1865.) gr. 8^ 4 S. (unter- 
zeichnet: R. R.) 

Nekrolog des am 1. Dez. 1865 zu Gebensdorf bei Bmgg verstorbene^ 
bekannten Fabeldichters (s.. Anz. 1878. S. 1—10 n. 86—87). 

80. Pindar's Nem. YII, gedichtet auf den Aegineten Sogen 
den Sieger im Fünfkampf. In: Neues Schweizer. Museum. 6. Ji 
(1866.) S. 65—74. 

81. Zu Pindaros Isthmien. In: Neue Jahrbücher für Philologie 
u. Paedagogik. 36. Jahrg. 93. Bd. (1866.) S. 225. 

Emendationen za Isthm. I, 41 a. II, 41. 

82. Ueber die Vorgänge in Athen nach der Schlacht bei' 
Aegospotamoi bis zur Einführung der oligarchischen Verfassung. 
In: Neues Schweizer. Museum. 6. Jahrg. (1866.) S. 267 — 277. 

83. Zu Sophokles' Antigene. In : Philologus. 25. Bd. (1867.) 

S. 157—159. 

Emendationen zu V. 2 f. u. 853 ff. 

84. Zu Demosthenes Leptinea § 54. In: Neue Jahrbücher 
für Philologie u. Paedagogik. 37. Jahrg. 95. Bd. (1867.) S. 460. 

85. Zu Pindaros. In : Philologus. 27. Bd. (1868.) S. 168— 171 
u. 332—335. 

An erster Stelle Verbesserungsversnche zu Pyth. XI, 54—58, 24 n. 
51, Nem. II, 28; an zweiter Stelle za Olymp. IX, 58—61 n. 80--84. 

86. Zu Demosthenes Rede 18 und 19. In: Neue Jahrbücher 
für Philologie u. Paedagogik. 38. Jahrg. 97. Bd. (1868.) S. 588— 592. 

87. Zu Euripides Herakliden und Elektra. Ebda. 40. Jahrg. 
101, Bd. (1870.) S. 581—592. 

I. HerakUden: S. 581-586. — n. Elektra: S. 586-592. 



r 



Schweizerische Schriftsteller. 99 



88. Zu Sophokles* Antigene. In: Rheinisches Museum fQr 
Mologie. Neue Folge. 26. Bd. (1871.) S. 111—116. 

£riti8ch-£xegetisches zu 20 Stellen der Antigene. 

89. Des Euripides Iphigeneia in Aulis. In : Neue Jahrbücher 
ilir PhUologie u. Paedagogik. 41. Jahrg. 103. Bd. (1871.) 
8. 153—171. 

90. Zu des Euripides Orestes. Ebda. 42. Jahrg. 105. Bd. 

(1872.) S. 516—524. 

Erituch-Ezegetischee zu 27 Stellen des Orestes. 

91. Zu Sophokles Oedipus auf Kolonos. Ebda. 43. Jahrg. 

107. Bd. (1873.) S. 177—184. 

Emendationen zu 47 verschiedenen Stellen. 

92. Vermischte Bemerkungen. In: Philologns. 32. Bd. (1873.) 

8.178. 

YerbesBenmgsTerBQche zu Sophokles' Oed. Tjr. 328. 329 u, Lysias' 
Or. XU, 35. 

93. Zu Sophokles Aias. In: Neue Jahrbücher für Philologie 
1. Paedagogik. 48. Jahrg. 107. Bd. (1873.) S. 581— 588. 

Emendationen zu 46 Stellen des Aias. 

94. Zu Lysias zehnter Bede. Ebda. 44. Jahrg. 109. Bd. 
(1874.) S, 269—270. 

Emendationen folgender Stellen, in denen R. mit H. Frohberger 
Bidit einTorstanden ist: § 9. § 17. g 24 u. § 26. 

95. Zu Thukydides buch II. In: Philologus. 33. Bd. (1874.) 

a 566-572. 

Vgl. Nr. 100, 103 u. 105. 

96. Zu Euripides Elektra. In: Neue Jahrbücher fßr Philologie 
B. Paedagogik. 45. Jahrg. 111. Bd. (1875.) S. 28—32. 

Emendationen zu 22 Stellen der Elektra u. kurze Besprechung von 
Iiesartai zu derselben (S. 32) mit Bezug auf zwei Projrramme von 
F. W. Schmidt in NeustreÜtz: Kritische Miscellen (1868) u. Satura 
critica (1874). 

97. Zur Medeia des Euripides. Ebda. 45. Jahrg. 111. Bd. 

(1875.) S. 835—889. 

Besprechung von 24 Stellen, bei denen er anderer Ansicht ist als 
K. Wecklein in seiner Ausgabe (Leipzig, B. G. Teubner 1874). 

98. Zu Pindars Isthmien. In: Philologus. 35. Bd. (1876.) 
8. 255—262. 

24 Stellen besprochen. 

99. Zu Lysias. In: Neue Jahrbücher für Philologie u.'Pae- 

iigogit 46. Jahrg. 113. Bd. (1876.) S. 329—333. 
Emendationsyersuche zu 28, bezw. 29 Stellen. 

100. Zu Thukydides buch III u. IV. In: Philologus. 35. Bd. 
(1876.) S. 577—601. 

43 Stellen aus dem III. u. 42 Stellen aus dem IV. Buche. 

101. Zur Taurischen Iphigeneia des Euripides. In: Neue Jahr- 

7* 



100 Schweizerische Schriftsteller. 

bücher fOr Philologie u. Paedagogik. 46. Jahrg. 113. Bd. (185 

S. 662—665. 

Emendationen lu 17 Stellen. 

102. ZuPindaros. In : Philologus. 36. Bd. (1877.) 8.64— 
81 SteJlen aus den Olymp., Pjth., Nem. n. Isthm. 

103. Zu Thukydides buch V u. VI. Ebda. 36. Bd. (187 

S. 233—245. 

81 Stellen ans dem Y. u. 11 Stellen ans dem VI. Bache. 

104. Zu Sophokles Antigone. In : Neue Jahrbflcher für Phi 

logie u. Paedagogik. 47. Jahrg. 115. Bd. (1877.) S. 452—41 
Emendationen zu 23 Stellen. 

105. Zu Thukydides. In: Phüologus. 37. Bd. (1877.) S.58-1 
11 Stellen aus dem YII., 5 ans dem YlII. u. 6 aus dem I. Ba< 

106. Zu Aischylos Agamemnon. In: Nene Jahrbflcher 
PhUologie u. Paedagogik. 48. Jahrg. 117. Bd. (1878.) .S.171— 1 

34 Stellen. 

B. Handschriftliches: 

107. Schulrede an der Frühlingscensur 1828. kl. 8<*. 3 S 
Ueber den Werth der Verstandes- a. Herzensbildung. 

108. Bede in der Kantonsschule zu Aarau beim Antritt 

Rectorats, Januar 1834. kl. 8^. 6 S. 

Ueber das Thema: Kurz ist das Leben, aber die Kunst ist lan| 

109. Schulrede an der Frflhlingscensur 1834. kl. 8. 7 S 
Aufforderung zur Selbstprüfung im Hinblick auf das vergan^ 

Halbjahr. 

110. Schulrede, gehalten den 11. Octobor 1834. 4^. 16 
Ueber den Charakter der gegenwärtigen Zeit. 

111. Schulrede am 28. April 1835. kl. 8^. 4 S. 

Was haben die Lehrer in dem verfiossenen Halbjahre durch 
Wirken erreicht? 

112. Autobiographie. 4^ 18 S. 
Geht bis 1846. 

113. Bede auf dem Rathhause zu Aarau bei seiner am 3. Jar 
1847 begangenen fflnfundzwanzigjährigen Amtsjubelfeier, qu. 4^. 2 

Ansprache u. Dank an die zur Festfeier ycrsammelten Bchör 
Schüler u. s. w. 

114. Vier undatierte Schulreden aus den 30er Jahren. 
18 S. 4^ (2.) 16 S. 4^ (3.) 13 S. 4«; (4.) 13 S. 4« u. 2 S. kl. 

*Die Nrn. 107—114 im Besitz des Hrn. Prof. Friedr. Raucboosl 

G. Anzeigen und Becensionen: 

la. Jahrbflcher für Philologie u. Paedagogik. Eine kritit 
Zeitschrift in Verbindung mit einem Verein von Gelehrten h 
von M. Job. Christ. Jahn. Leipzig, B. G. Teubner. gr. 8^. 

(115.) 8. Jahrg. 3. Bd. 4. Heft. Oder der ganzen F< 



- ..■«•«_ 






Schweizerische Schriftsteller. 101 

B. Bd. 4. Heft (1828.) S. 831—334: (I.) De authentia declama- 
tioDum, qnae Georgiae LeoDtini nomine exstant, dissertatio, qaam 

— pabl. defendet anctor, Carolas Schoenbom. Yratislaviae 1826. 
40 S. 4^. — S. 334-— 339: (II.) Commentatio de Georgia Leontino 
m Dr. E. Foss. Halle 1828. 

(116.) 4. Jahrg. 8. Bd. 2. Heft. Oder der ganzen Folge 11. Bd. 
IHeft. (1829.) S. 131—147: I. Jo. Theod. Yömel, Lineamenta 
beUi Amphipolitani. Francof. 1826. 34 S. 4^ — II. Idem, De 
Olynthi situ, civitate, potentia et eversione. Ibid. 1827. 24 S. 4®. 

— m. Idem, Dispatatur de pace inter Athenienses et Fhilippum 
Ainjntae F. per legatos celeberrimos composita. Ibid. 1827. 24 S, 
AK — IV. Idem, Integram esse Demosthenis Fhilippicam n apparet 
n dispositione. Ibid. 1828. 20 S. 4^ 

(117.) 5. Jahrg. 1. Bd. 4. Heft. Oder der ganzen Folge 12. Bd. 
iHeft (1880.) S. 371—400: I. Des Demosthenes Philippische 
Eedeo. üeberse^t, erläutert u. mit einigen Abhandlungen begleitet 
m Dr. Alb. Gerh. Becker. Neuer Bearbeitung erster u. zweiter 
TheiL Halle, bey Joh. Christ. Hendel u. Sohn. 1824—26. S^ 
LXn 0, S. 1—249; IV u. S. 260—584. — II. Demosthenis 
Philippicae. In usum scholarum edidit Imman. Bekkerus. Apposita 
«t lectio Beiskiana. Berolini, tjpis et impensis G. Beimeri. 1825. 
80 8. gr. 8^ — III. Demosthenis Philippicae. Edidit Car. Aug. 
B&diger. Pars prior. (A. u. d. T.: Dem. Phil, prima, Olynth, tres, 
flt d^ pace. Textum aid J. Bekkeri editiones recognovit ...CA. 
llldiger. Ed. altera.) Lipsiae, libraria Weidmannia. G. Beimer. 
MDCCCXXIX. LXVT u. 239 S. 8«. 

Ib. Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik, oder Kri- 
tische Bibliothek für das Schul-- u. Unterrichtswesen. In Verbindung 
init einem Vereine von Gelehrten begründet von M. Joh. Christ. 
Jahn. Gegenwärtig hrsg. von Prof. Beinhold Klotz zu Leipzig u. 
Prot Bud. Dietsch zu Grimma. Leipzig, B. G. Teubner. gr. 8^ 

(118.) 21. Jahrg. 62. Bd. 2. HefL (1851.) 8. 115—127: 
Sophokles. Erklärt von F. W. Schneidewin. 1. Bdchn.: Aias a. 
Moktetes. Leipzig 1849. Weidmann. [Aus der Samml. griech. u. 
Ueio. SchriftsteUer von Haupt u. Sauppe.] 

(119.) 23. Jahrg. 68. Bd. (1853.) S. 188—151: 1. Lysiae 
ontioiies. Ed. Car. Scheibe. Accedunt orationum deperditarum frag- 
menta. Lipsiae sumptib. et typis B. G. Teubneri. MDCCCLII. 8^ 
IL 0. 246 S. — 2. Emendationum Lysiacarum fasciculus. Scripsit 
Gar. Scheibe. Programm des Gymnasii Carolini. Neu-Strelitz, Druck 
in Hofbuchdruckerei von Carl Gley. 36 S. 8®. 

(120.) 25. Jahrg. 71. Bd. (1855.) S. 269—286: Zur Litteratur 
der griechischen Lyriker. Anthologie griechischer Lyriker . • . von 
a W. StoU. I. II. Abthl. Hannover, Veri. von Carl Bümpler. 1851. 



102 Schweizerische Schriftsteller. 

VIII u. 98, IV u. 140 S. gr. 8^. — 2. Poetae lyrici Graeci 
Recensoit Theod. Bergk. Editio altera auctior et emendatiai 
Lipsiae, ap. Reichenbachios. MDCCCLIII. XIV u. 1093 S, gr. 8« 

— 8. Anthologia lyrica continens Theognidem, Babrium, Anacreonia, 
cum ceteromm poetaram reliquiis selectis. Ed. Theod. Bergk. Lip- 
siae, ap. Reichenbachios. MDCCCLIV. XIV u. 437 S. 8«. 

(121.) 26. Jahrg. 73. Bd. (1856.) S. 523— 550: Zur Litterator 
von Aeschylos Agamemnon. 1. Aeschylos Agamemnon mit erläutern- 
den Anmerkungen hrsg. von Rob. Enger. Leipzig, B. G. Teabner. 
1855. XXVII u. 147 S. 8^. — 2. Aeschyli Agamemnon. Recensntt 
emendayit annotationem et commentarium criticum adiecit Simon 
Karsten. Traiecti ad Rhen. ap. Eemink et filium. MDCCCLV. 
XIV u. 835 S. 8°. 

(122.) 27. Jahrg. 75. Bd. (1857.) S. 381—384: Ciceros aus- 
gewählte Reden. Erklärt von K. Halm. VL Bdchn : Die erste o 
zweite philippische Rede. Berlin, Weidmannsche Buchhdlg. 1856 
127 S. 8«. 

(123.) 28. Jahrg. 77. Bd. (1858.) S. 240— 258 u. 385— 407 
Zur Litteratur des Pindaros. 1. Theologumena Pindari lyrici 
Scripsit J. C. H. Clausen. (Programmabhandlung des Gymnasium 
zu Elberfeld vom Herbst 1854.) Gedruckt bei S. Lucas. 13 E 
gr. 4®, — 2. De elocutione Pindari. Scripsit — Ed. Lübberl 
Halis Saxonum, iypis Gebauerio-Schwetschkianis. MDCCCLIIL 60 £ 
8^. — 3. Poetae lyrici Graeci. Recensuit Theod. Bergk. Editi 
altera auctior et emendatior. Lipsiae ap. Reichenbachios. MDGCCUE 
gr. 8**. (S. 1 — 310: Pindari carmina.) — (Von hier an a 
zweiter Stelle:) 4. Die griechischen Lyriker. I. Pindars Werki 
Griechisch mit metrischer üebersetzung u. prüfenden u. erklärende 
Anmerkungen. Von J. A. Härtung. 4 Bde. Leipzig, Wilh. Enge 
mann. 1855—56. LXVI u. 315, XV u. 322, XIV u. 239, V i 
271 S. 8®. — 5. Pindari carmina cum deperditorum fragment 
selectis. Relegit F. G. Schneidewin. Editio altera emendatior. Lipsiz 
sumptib. et typis B. G. Teubneri. MDCCCLV. XVIII u. 240 S. 8 

— 6. Pindars olympische Siegeshymnen, in gereimten Versen vei 
deutscht u. mit erklärendem Commentare versehen vom Hofiratl 
V. F. L. Petri. Rotterdam, Otto Petri. 1852. VIII u. 111 S. gr. 8 

(124.) 30. Jahrg. 81. Bd. (1860.) S. 319—333 u. 743— 74J 
Die neuere Litteratur des Lysias. 1. Lysiae orationes ad codicei 
Falatinum nunc denuo coliatnm recensuit Car. Scheibe. Accedni 
orationum deperditarum fragmenta. Editio altera aucta et emendat 
Lipsiae, sumptib. et typis B. G. Teubneri. MDCCCLV. LXXXV 
u. 262 S. 8^. — 2. Lectiones Lysiacae. Scripsit Car. Scheibi 
Ibid. 1856. 78 S. 8®. — Antonii Westermanni commentationnm i 
scriptores Gräecos pars quinta et pars sexta. [Akadem. Gelegen 



Schweizerische Schriftsteller. 103 

kffitsschriflen.] Lipsiae, ex officina A. Edelmanoi. MDCCCLVI. 
IJ» n. 16 S. 4®. — 4. Quaestionum Lysiacarum caput primum. 
Seripsit C. A. Pertz. (Programm des Gymnasiums in Clausthal. 
Ostern 1857.) 14 S. 4^. — 5. Quaestiunculae Lysiacae. Scripsit 
Dr. L Hölscher. (Progr. des Friedrichs-Gymnasiums in Herford. 
Ostern 1857.) Herford, Druck von E. Heidemann. 14 S. 4®. — 
6. De emendandis aliquot locis in orationibus Lysiae scripsit Dr. 
P. B. Müller. (Progr. der Elosterschule Boszleben. Ostern 1858.) 
Druck der Waisenhausbuchdruckerei in Halle. 14 S. 4^. — 7. An- 
fanii Westermanni quaestionum Lysiacarum pars prima. Lipsiae, ex 
offiema A. Edelmanni. MDCCCLIX. 24 S. 4^. — 8. Antonii 
Westermanni de locis aliquot oratorum Atticorum interpolatione 
eormptis disputatio. Lipsiae, ex oif. A. Edelmanni. MDCCCLIX. 
23 S. 4^ — (An zweiter Stelle:) Commentatio de Lysiae ora- 
tione ttsqI tov arjxov. Scripsit GotÜiold Meutzner. Lipsiae typis 
B. a. Teubneri. MDCCCLX. 26 S. 4«. 

(125.) 80. Jahrg. 81. Bd. (1860.) S. 729—748: Die neuere 
Litteratnr des Isokrates. 1. Isokrates u. Piaton von Leonhard 
Spengel. Aus den Abhandlungen der k. bayr. Akademie d. W. 
L GL Vn. 61 III. Abth. München 1855. Verl der k. Akademie, 
mCommission bei G. Franz. 41 S. 4^ — 2. Disputatio philologica 
iDiogoralis continens quaestiones Isocrateas duas, quam ... in aca- 
^ demia Bheno-Traiecta . . . eruditorum examini submittit Henr. Petrus 
\ Schröder. Traiecti ad Bhen., typis mandarunt Eemink et filius. 
MDCCCLIX. VI u. 201 S. gr. 8®. — 3. Commentatio de Isocratis 
ontionibus nQÖ^ KallCfiaxov et 7t€Ql tov ^svyovg. Scripsit 
Herrn. Starke. [Programmabhandlung des Friedrich- Wilhelq}s-Gym- 
ttsiums zu Posen. Ostern 1856.] Hofbuchdruckerei von W. Decker 
nComp. 21 S. 4^. — 4. Isokrates ausgewählte Beden. Für den Schul- 
gebrauch erklärt von Dr. Otto Schneider. 1. Bdchn.: Demonicus, 
£aagoras, Areopagiticus. Leipzig, B. G. Teubner. 1859. VIII u. 
120 S. 8°. — 5. Die Festrede des Isokrates griechisch u. deutsch 
m Gottfr. Herold. Nürnberg, J. L. Schmids Veriag. 1859. 
Ul S. gr. 8^ 

(126.) 32. Jahrg. 85. Bd. (1862.) S. 678—679: Zur Litteratur 
teMos. 1. Isaei orationes cum aliquot deperditarum Aragmentis. 
El Gar. Scheibe. Lipsiae in aedibus B. G. Teubneri. MDCCCLX. 
ILII u. 167 S. 8^. — 2. Commentatio critica de Isaei orationibus. 
Seripsit Car. Scheibe. (Progr. des Vitzthumschen Gymnasiums u. 
^x mit demselben yereinigten Erziehungsanstalt in Dresden. Ostern 
1859.) Dresden, Druck von E. Blochmann u. Sohn. 45 S. gr. 8®. 

(127.) 34. Jahrg. 89. Bd. (1864.) S. 24-35: 1. Ausge- 
wählte Tragödien des Euripides. Erklärt von F. G. Schöne. 2. Bdchn. : 
Ipbigenia in Taurien. 2. Aufl. bearbeitet von H. Köchly. Berlin 



104 Schweizerische Schriftsteller. 

Woidmannsche Buchhdlg. 1863. XLVni u. 175 S. 8®. — 2. I 
minii Eöchly emendationum in Euripidis Iphigeniam Tauricam pi 
I — V. (Vor den indices lectionum der Zürcher Universität Somn 
1860 bis Sommer 1862.) Turici ex officina Zürcheri et Forre 
(Verl. von Meyer u. Zellen) 19, 16, 24, 23, 19 S. gr. 4^ 

(12.8.) 84. Jahrg. 89. Bd. (1864.) S. 569—571: De Ehe 
tragoedia dissertatio philologica quam . . . scripsit Frid. Hagenba« 
Basileae Balmer et Biehm impressemni MDCCCLXIII. 64 S. gr. I 

(129.) 85. Jahrg. 91. Bd. (1865.) S. 597—614: Zur neuest 
Litteratur über Lysias. 1. Lysiae orationes et fragmenta. In usi 
studiosae inventutis emendavit C. G. Cobet. Amstelodami ap. Fredei 
cum Muller. MDCCCLXUI. XXVIII u. 275 S. 8«. — 2. Zu Lysü 
Von Dr. J. Frey. (Progr. der Kantonsschule in Zürich. 1864.) Züri( 
Druck von Zürcher u. Furrer. 81 S. gr. 4^. — 8. Antonii West« 
manni quaestionum Lysiacarum pars altera. Lipsiae MDCCCLXl 
prostat ap. A. Edelmannum. 21 S. 4^ — 4. Justi Herm. Lip 
quaestionum Lysiacarum specimen. Lipsiae formis B. G. Teubm 
MDCCCLXnn. 18 S. gr. 40. 

(180.) 86. Jahrg. 93. Bd. (1866.) S. 649—668 : Zur Littera 
des Lysias. 1. Commentationes Lysiacae. Scripsit Dr. C. M. Franck 
Traiecti ad Bhen., ap. Eemink et filium. 1865. VIII u. 243 
gr. 8®. — 2. Ausgewählte Beden des Lysias. Für den Set 
gebrauch erklärt von Herm. Frohberger. 1. Bdchn. Leipzig, R 
Teubner. 1866. V u. 250 S. gr. 8«. — 3. Zu Lysias. Von 
F. B. Müller. Merseburg, Herlingsche Buchdruckerei. 11 S. 
Merseburger Gymnasialprogr. auf Ostern 1866. 

(iJl.) 38. Jahrg. 97. Bd. (1868.) S. 600— 606: Ausgewäl 
Beden des Lysias. Für den Schulgebrauch erklärt von He 
Frohberger. 2. Bdchn. Leipzig, B. G. Teubner. 1868. VI 
188 S. gr. 8°. 

(132.) 40. Jahrg. 101. Bd. (1870.) S. 81—91: Aeschj 
Perser. Erklärt von Dr. Ludw. Schiller. Berlin, Weidmanns 
Buchhdlg. 1869. 135 S. 8^ 

(188.) 41. Jahrg. 103. Bd. (1871.) S. 483— 442: Aus 
wählte Tragödien des Euripides. Für den Schulgebrauch erk 
von Dr. Gottfr. Kinkel. 1. Bdchn.: Phönissen. Berlin, H. Ebel 
u. Plahn. 1871. X u. 109 S. gr. 8^ 

(134.) 42. Jahrg. 105. Bd. (1872.) S. 239— 247: Ausgewäl 
Beden des Lysias. Für den Schulgebrauch erklärt von He 
Frohberger. 3. Bdchn. Leipzig, B. G. Teubner. 1871. VI 
247 S. gr. 8°. 

(185.) 45. Jahrg. 111. Bd. (1875.) 8. 517—521: Em 
dationes Lysiacae. Dissertatio inauguralis quam amplissimo ph 



Schweizerische Schriftsteller. 105 

lopliorQiD ordioi Marburgensium ad sammos in philosophia honores 
lite eapessendos obtalit Car. Heldmann. Marburgi Chattorum. 
MDCCCIiXXV. 34 S. 4«. 

n. Pädagogische Revue. Centralorgan fQr Pädagogik, Didaktik 
0. Coltarpolitik. Hrsg. von Dr. (Karl) Mager, gr. 8®. 

(186.) 5. Bd. (Stutte., J. F. Cast'sche Buchhdlg. 1842.) 
8.174 — 177: (1.) Piatonis opera. Becognoverant J. G. Baiterns, 
J.C.Orellius, A. G. Winkelmannus. Tarici, impensis Mejeri et Zeilen. 
1838—1842. XIX Voll. 16». — (2.) Oratores Attici. Becognoverunt 
h Geor^ius Baiterns et Hermannus Saappius. Tarici. Impensis 
8. Hoehrii. 1838—1842. (Pars I— IV. Vol. I et IL Pars V— VIH, 
Td. I-HL) 

(137.) 5. Bd. (1842.) S. 314—816: Griechische Heroen- 
gMchichten. Von B. G. Niebuhr an seinen Sohn erzählt. Hamburg, 
bei Fr. Perthes. 1842. 

(138.) 6. Bd. (1842.) S. 612—616: 1. üeber die Antigene 
te Sophokles und ihre Darstellung auf dem Eönigl. Schlosstheater 
m neuen Palais bei Sansouci. Drei Abhandlungen von A. Böckh, 
l H. Tölken, Fr. Förster. Berlin 1842. Verlag von E. H. Schröder. 
— 2. üeber des Sophokles Antigene von Eonrad Schwenk. Frankf. 
1* M. 1842. (Programm des Frankf. Gymnas.) 

(189.) 7. Bd. (1843.) S. 155—164: C. Plinii Secundi epistolae. 
M hitisch berichtigtem Text erläutert von Moritz Döring. Erster 
Bttd. Freiberg, Verl. von J. G. Engelhardt. 1843. XXIV u. 

sua 8». 

(140.) 7. Bd. (1843.) S. 320—329: Homers Hias, in zwischen- 
nilige Prosa übersetzt u. mit einer Anleitung zum Gebrauch ver- 
nhen von Karl Frenzel. Erstes Bdchn. Gesang 1 — 6. Leipzig 1843. 
Verlag von Mayer u. Wigand. 12«'. LH u. 231 S. 

(141.) 7. Bd. (1843.) S. 503 -507: Handbuch der griechischen 
Antiquitäten von Dr. E. F. Bojesen. Zum Gebrauch fQr Gymnasien 
B. Schulen aus dem Dänischen übersetzt von J. Hoffa. Giessen, 
Georg Friedr. Heyer's Verlag. 1843. XVHI u. 148 S. 8». (Unter- 
xeichnet: Bstn.) 

(142.) 8. Bd. (1844.) S. 70—78: Euripidis Iphigenia Auli- 
densis, recensuit Frid. Henr. Bothe. In usum scholarum. Editio 
Mcimda emendatior. Lipsiae sumtibus librariae Hahnianae. 1843. 
99 8. 8«. 

(143.) 8. Bd. (1844.) S. 150— 156: Euripidis fabulae selectae. 
Eecognovit et in usum scholarum edidit Augustus Witzschel. Vol. I. 
Hippolytum continens. Jenae prostat apud Frid. Mauke. MDCCCXLin. 
X 0. 134 8. kl. 80. 

(144.) 10. Bd. (Belle- Vue, bei Constanz, Verlags- u. Sortiments- 



106 Schweizerische Schriftsteller. 

buchhdlg. za Belle- Vae. 1845.) S. 268—277: Earipidis fabiilc! 
selectsB. Becognovit et in usum scholarum edidit Augustös WitzscheL 
Vol. II. Iphigeniam in Tauris continens. Jen« ap. Frid. Mankei 
1844. X u. 151 S. 120. 

(145.) 11. Bd. (1845.) S. 80—85: Der Objectscasns odfr: 
Accasativas der lateinischen, besonders poetischen Sprache, ?os 
Chr. Theophil Schuch. Carlsruhe, Maisch a. Vogel. 1844. (YIC 
u. 104 S. 8^.) 

(146.) 11. Bd. (1845). S. 41—47 u. 133—136: SophoUee 
K^nig Oedipus. Griechisch, mit kurzen deutschen Anmerkung»] 
von Gottlieb Karl Wilh. Schneider. Zweite verb. u. verm. KdL. 
besorgt von Dr. August Witzschel. Leipzig, Verlag von Ernst Geuther 

1844. (Der ganzen Ausg. 5. Bdchn.) XLVIIl u. 152 S. 8^ 

(147.) 11. Bd. (1845.) S. 216—219: Die Vorschule des aksr 
demischen Lebens n. Studiums von Dr. Christian Bomhard. Erlangel 

1845. Heyder. IV u. 220 S. gr. 8«. 

(148.) 11. Bd. (1845.) S. 220—222: Der Gymnasiallehrer ia 
seinem edlen Berufe als Lehrer u. als Mensch von Dr. Carl Friedr. 
Ameis. Blätter der Erinnerung au Carl Gottfr. Siebeiis. Gotha, 
Hennings*sche Buchhdlg. 1845. 

(149.) 11. Bd. (1845.) S. 233-285: M. Tullü Ciceronii 

oratio pro P. Sulla. Superiorum interpretum commentariis saisqni 

adnotationibus explanavit Carolus Halm. (A. n. d. T.: Ciceroni 

orationes. Vol. I. Pars I.) Lipsiae 1845. Sumptus fecit C. F. Eoeblei 

Xn u. 180 S. gr. 8«. 

(SehloBB folgt.) 

Litteratnr und Miseellen. 

Allgemeines. 

[196.] The Library Journal Official Organ of the Librai] 
Associations of America and of the United Kingdom. VoL d 
(S. oben Nr. 4.) 

Das Decbr.-Heft Kr. 12 enthält: Editorlal (Public Docnments; 
the L. A. ü. K. Monthly Notes; Buskin on Fiction) — Americai 
Library Association (Meeting of Executive Board; Co-operation 
Committee and the Fiction Question) — United Kingdom Associatic»] 
(October Monthly Meeting; Cataloguing Rules of the L. A. U. K.; 
Constitution of the L. A. U. K.) — Western Library Association 
— Boston Public Library — Library Economy and History — 
Bibliography — Anonyms and Pseudonyms — Library Porchase- 
List — General Notes — Library Journal Prize Question — The 
Library Journal for 1882. 



w 



Litterator und Miscellen. 107 

\.\^6J Bulletin du Bibliophile et du Bibliothöcaire publ, par 
Techencr. XLVIII. Annöe 1881. (S. oben Nr. 118.) 
Das No?br.-Heft enth.: S. 481—93 NouTelles Lettres de P^- 
trarque snr Tamour des livres etc. (Schluss) — S. 494—503 Do- 
coments sur Madame Guyon et le qui^tisme, par le Baron Emoaf 
— 8. 503 — 8 Marie Mancini et S. (ou 6.) Brömond, par B. E. — 
8.509—12 Revue critique de Publications nouvelles — 8. 512 — 
28 Fente de la Bibliotheca Sunderlandiana. 1. Partie. (A — Char.) 
[197.] Magyar könjv-szemle. KözrebQcsatja a m. nemzeti mü- 
leum könyvtära. Hatodik ^vfolyam. Budapest, mag. tudomän. 
akad. könyvk. hi?at. 1881. gr. 8«. (S. Anz. J. 1881. Nr. 843.) 
Die Hefte IV u. V vom Juli bis October enthalten: lieber die 
■Ächstjährige Bücherausstellung 8. 191—200 — Wilh. Fraknoi, 
Inbliographische Kleinigkeiten S. 201 — 5 — Joh. Csontosi, unbe- 
hnnte Ungarische Bücherabschreiber u. Initialen-Maler im Mittel- 
liter. V. Mittheüung 8. 205—14 — Alex. Dietz, Bibliothek der 
Anstalt f. Pflanzenlehre der Budapester IL Ungar. Akademie der 
Wissenschaften S. 214 — 21 — Joh. Beizner, Erlass des Königs 
Ferdinand ni. aus dem Jahre 1642 wegen Confiskation Ungarischer 
fi&cher S. 222 — 26 — Kalm. Bosty, ergänzende Angaben über die 
Bibliographie der Ungarischen Gesellschaft Jesu 'bis 1711 S. 227 — 
I 89 — Bela Majiath, Karl Kudora, Arpäd Hellebrant, Szulp. Ma- 
gyuy u. Jak. Florian, Beiträge zu Karl Szabö's aJtungarischer 
fiUiothek S. 239—48 — Joh. Gsontosi, Manuscripte der Bibliothek 
te S&rospataker ref. Gollegiums S. 248 — 55 — Bibliographische 
Osten aus dem kirchengeschichtlichen Werke von Kiss Aron 
8. 255—58 — B^a Majlath, Bericht über den Zustand der Bi- 
bliothek des Ungar. National-Museums im J. 1880—81 S. 258— 
67 — Franz Deäk's Bede über die Verdienste des Bibliothekars 
des Museums Istvän Horväth S. 267—69 — Vermischte Nach- 
richten S. 270—74 — Schulberichte S. LI— LXVIII — Die 
Ungarische Litteratur im J. 1881. S. LXIX— LXXXIX — Vater- 
lindische nicht ungarische Litteratur S. LXXXIX— XCIV — 
Cngam interessirende Schriften des Auslandes 8. XCIV — XCVL 
[198.] * H Bibliofilo Gioraale deir arte antica ecc. diretto da 
C. Lozzi. Anno II. 1881. (S. oben Nr. 119.) 
Die Decbr. Nr. 12 enthält: Delle profezie del b. Tommasuccio 
da Foligno (Lozzi) — Leggi santuarie, e raccolta di esse e di 
itatoti — Di Ottaviano de' Petrucci da Fossombrone, inventore de' 
tipi mobili metallici della musica uel secolo XV. Cent, e fine. (A. 
Gianandrea) — Notizie e avvertenze riguardanti 1a incisione, tratte 
da lettere inedite di Fr. C. Longhi e P. Anderloni — ßarita della 
fiiblioteca Bazzolini (S. Cioffi) — Giacomo Leopardi e i Cataloghi 
Mbliografici — Bassegna delle pubblicazioni per nozze (11 Biblio- 
filo) — Notizie bibliografiche, ecc. 



108 Litterator und Miscellen. 

[199.] Annales du Bibliophile Beige Noavelle Serie publ 
Fr. J. Olivier. Tom. I. (S. oben Nr. 6.) 

Nr. 7 vom Januar enth.: Bibliotheca Sunderlandiana — 
Livres, par Jacques de Biez (Aus dem Journal „Paris'') — 
crologie (le Baron J. E. de Botbschild) — Yari^Üs — Cata 
des Livres anciens et modernes en vente chez Fr. J. 
(Fortsetzung). 

Nr. 8 vom Febr. enth.: Histoire du Thäätre Fran9ai8 en 
gique; par F. F. — Erasmiana; par feu F. L. Hoffmann de ] 
bourg — Almanachs, Galendriers et Cartabelles imprim^s ä ' 
nah (Fortsetzung folgt) — Catalogue des Livres etc. chez Ol 
(Fortsetzung). 

Bibliographie. 

[200.] Das antike Buchwesen in seinem Verhältniss zur 
teratur Mit Beiträgen zur Textgeschichte des Theokrit, C 
Properz und anderer Autoren von Theodor Birt. Berlin, I 
8«. Vm, 518 S. Pr. n. 12 Mk. 

Enth., ausser Einleitung u. Schluss, in neuu Kapiteln: 1 
Buchterminologie, 2. Das Pergament, 8. Das Buch als Träge 
Schriftwerke, 4. Die Bachzeile, 5. Die Buchseite, 6. Die 1 
grosse, 7. Die Edition, 8. Störungen der antiken Buchform, 9. 
roralexandrinische Buchwesen. 

[201.] * Bulletin de la Soci^t^ des Bibliophiles Bretons 
rHistoire de Bretagne. IV. Ann^e. (1880—1881.) Nantes, 
Forest et Grimaud. 8^ 87 S. (Nur 400 Exempl.) 

[202.] * A Dictionary of the Anonymous and pseudonj 
Literature of Great Britain, including the Works of Forei 
written in or translated into the English Language. Bj 
Halkett and J. Laing. Vol. I. Edinburgh. 1881. 8®. 8 
Pr. 50 Mk. 

[208.] * Verboden Boeken, Geschriften, Couranten, enz. 
18e eeuw. Eene bijdrage tot de geschiedenis der Haa 
censuur, door A. J. Servaas van Booijen. Aflev. 1. Haarlei 
Graaff. 1881. gr. 8^ S. 1--48. Pr. 1,25 Fr. 

Vollständig in 6 Lief. 

[204.] Siogto^^iff!^ S^ftfteaeTsSepbn bet ©egenmart. 
aRitmithing namhafter @<briftfte[leT. Sie betannteften dcitgenofle 
bem ©ebiet ber ^lationallitteratur aller Solfer mit tlngabe i^rer 
8on granj »ommüller. &ipjifl, bibliogr. 3nftitut. 8«. VI, 8( 
$r. n. 7,50 SKt 

[206.] Allgemeine Bibliographie. Monatliches Verzei< 
der wichtigern neuen Erscheinungen der deutschen und 



Litterator and Miscellen. 109 

lüodjschen Literatur. Heransgegeben von F. A. Brockhaus in 

Leipzig. [Bd. XXVII.] Verantwortlicher Bedacteur Otto Kistner 

in Leipzig. 8<>. 12 Nrr. ä 1 Bog. Pr. n. 1,50 Mk. (S. Anz. 

J. 1881. Nr. 211.) 

Der Anz. ist fortdauernd in der glücklichen Lage, seinen 

Lesern dieses seit nunmehr länger als einem Vierteljahrhunderte 

bestehende Blatt, welches sich stets als sehr nfltzlich u. trefflich 

bewährt hat, als Beilage bieten zu können. Ohne Zweifel werden 

Bch daher auch die Leser von dem Werthe des Blattes selbst 

llbeneagt haben. 

[ [206.] * Allgemeiner literarischer Wochen-Bericht über alle 
empfehlenswerthen Neuigkeiten des In- und Auslandes, nebst 
literarischen Notizen und Mittheilungen. Bed.: Th. Lissner. 
IJahrg. 1882. Leipzig, Eckstein. gr.S^. 52 Nrr. ä ^l^—l Bog. 
Pr. n. 4 Mk. 

[207.] * The Books of all time : a guido for the purchase of 

books, by F. Leypoldt and Lynds E. Jones. New York, Leypoldt. 

82» 80 S. Pr. 10 c. 

A Catalogue of Standard works, with the prices of the best 

ermoet populär editions, and bits of cnticism selected from the 

vritings of authorities which throw light on the characteristics of 

eich aathor. 

[208.] aSe^et^nt^ ber m^et, Sanbtatten tc, »eUfte ))om Suli h^ 
{Bin 3)ecembet 1881 neu erfc^ienen ober neu aufgelegt luorben fmb, 
Vit Slngabe ber Seiten^a^I^ ber Serleger, ber greife, literartf^en 3laä)t 
iDtiiungen unb einer n)i{fenfd)aftUd)en Ueberfid^t. $)eraudgegeben unb 
oeilegt Don ber 3- @. $)inri(ibd*fcben Suci^^anblung in Seip^ig. CLXVIL 
Wefeung. 8«. CIX, 498 6. $r. n. 3,60 m (6. Slnj. 1881. 
& 755.) 
Mit der gewohnten u. nicht genug zu rühmenden Promptheit 
ist das für den Deutschen Bücherverkehr ebensowohl wie für die 
Bibliographie unentbehrliche halbjährliche Verzeichniss kurz nach 
Abecbluss des letzten Semesters erschienen. Das neue Verzeichniss 
liefert zu den vielen bereits in einer langen Beihe von Jahren gegebenen 
Beweisen einen neuen dafür, dass die Deutsche Bibliographie, mag 
man auch dann u. wann an den Hiurichs'schen Publikationen öffent- 
lich oder privatim zu mäkeln versuchen, gleichwohl unter der Pflege 
der Hinrichs'schen Buchhandlung in den besten Händen ist. Welche 
andere Nation düifte sich einer so umfassenden u. sorgfaltigen bi- 
bliographischen Pflege ihrer Litteratur zu rühmen wissen, wie sie 
riiQ Seiten der Hinrichs'schen Buchhandlung der Deutschen Litte- 
ratur zu Theil wird. 

[209.] 9iograp^f((^ Septon bed flaifert^um Oefteneidb, ent^altenb 
bie Scbendfti^ien bei bentmärbigen $etfonen^ midie feit 1750 in ben 



110 Litteratar und Miscellen. 

öftenetd^tfd^en ßronlänbem geboren iDurben ober barin gelebt unb ge 
iahm, »on Dr. (Sonftant oon Sffiurjba*. V). XLIV. Scriago— X^ü: 
WUt neun geneatogifd^en Safein. 3!li\t Unterftü^ung bed StutoriS 1 
bte tatferU(6e Sltabemie ber S3tffenfd^ften. S3ien, t l $)of< u. ®t 
bruderei. gr. 8^ 1 ©l. 327 6. m. 6 Xaf. ^i. n. 6 3»f. (6. 
3. 1881. Sr. 862.) 

Auf dieses schon wiederholt als trefflich u. anch für bi 
graphische Zwecke ausbeutereich gerühmte o. anerkannte 'V 
braucht wohl hier nicht besonders noch aufmerksam gemach 
werden. 

[210.] Bibliographie de la France Journal g^n^ral de V 
primerie et de la Librairie Publik sur les Documents foi 
par le Minist^re de llnt^rieur. S^rie n. Tom. XXVI. (A 
71.) Paris, au cercle de la Librairie. gr. 8®. Wöchenüic 
Nr. ä c. 3 Bog. Pr. n. 20 Fr. in Frankreich, 27 Mk. in Deut 
land. (8. Anz. J. 1881. Nr. 118.) 

Zerf&Ut in der seither üblichen Weise in die drei Abthellun, 
L Bibliographie, IL Chronique, III. Feuilleton. Die Bibliogra 
ist zuverlässig u. gut. 

[211.] Catalogue mensuel de la Librairie Fran9aise p 
par 0. Lorenz, Propri^taire-g^rant 7e Ann^. Paris, (f 
Brockhaus ä Leipzig.) 8°. Monatlich 1 Nr. ä Vs ^S- P^'* 
Fr. Mit Register am Jahresschlüsse 8,50 Fr. (S. Anz. J. 1 
Nr. 845.) 

Systematisch geordnete Uebersicht der vorzüglicheren u. int 
santeren Neuigkeiten — für den Verkehr zwischen Sortim« 
u. Publikum. 

[212.] * Catalogue-tarif k prix forte et nets des Joun 
Bevues et Publications p^riodiques parus ä Paris jusqu'en dece 
1881, suivi d*une table syst^matique et du tarif postal poi 
France et T^tranger; publik par Henri Le Sondier. Paris, 
Sondier. 8^ IV, 220 S. 

[213.] The Publishers' CircularandGeneralßecordofBritisl 
Foreign Literature containing a complete alphabetical List ( 
New Works published in Great Britain and every Work o 
terest published abroad. Vol. XLV. No. 1064 ff. London, 
by Sampson Low. Lex. 8°. Monatlich 2 Nrr. ä c. 3 Bog. 1 
6, im auswärt. Buchhand. n. 8. s. (S. Anz. J. 1881. Nr. ' 

Bibliographisch von stets schwankendem Werthe. 

[214.] Messrs. Longmanns, Green & Co.'s Monthly Lii 

New Books published in Great Britain. New Series. No. 4( 

London. (Leipzig, Brockhaus.) Fol. Monatlich 1 Bog. G 
(S. Anz. J. 1881. Nr. 222.) 



r 



Litteratnr und Miscellen. 111 



En altbekaDntes Blatt, hauptsächlich für den bnchhändler. 
Terkehr u. speziell für die Geschäftsinteressen der Herausgeher 
iMStimiDi 

[215.] Bibliografia Italiana Giornale dell' Associazione Tipo- 
grafico-Libraria Italiana Compilato sui Docümenti comunicati dal 
Ministen) della Pabblica Istruzione. Anno XVI. Gio. Ponzoni 
Sedatt. resp. Milane, Tip. Bernardoni di Rebeschini e C. gr. 8^. 
Monatlich 2 Nrr. ä IV, Bog. Pr. 15 L. f. Italien u, 17 L. f. 
i Aasland. (S. Anz. J. 1881. Nr. 223.) 

Enth. in den drei üblichen Abschnitten: 1. Bibliografia, 2. 
Cronaca, 8. Awisi. 

[216.] Bibliographie und Literarische Chronik der Schweiz. 

(A. m. Franz. Tit) XII. Jahrgang. Für die Redaktion: H. 

ClMrg's Verlagsbuchhandlung in Basel, Genf u. Lyon. gr. 8^. 

Monatlich 1 Nr. ä c. 1 Bog. Pr. n. 4 Fr. f. d. Schweiz, n. 5 Fr. 

f. d. Ausland. (S. Anz. J. 1881. Nr. 224.) 
Die Bedaction dankt für die erfreuliche Theilnahme, welche 
du Blatt nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Auslande 
•fither gefunden hat Dasselbe zerfällt in der seitherigen Weise 
ii Tier Abschnitte : 1. die Bibliographie, 2. Referate über neu er- 
ftUenene Bücher, 3. die Chronik, 4. Buchhändleranzeigen. 

[217.] Dansk Bogfortegneise for aarene 1869—1880. Udar- 
beidet af J. Vahl. Hft, 6—7. KjöbenhaTn, Forlagsbureaut. 1881. 
4». S. 81—112. Pr. ä n. 1,50 Mk. (S. oben Nr. 127.) 

Enth. die Artikel „Holm" bis „Lükbe''. 

I 1^1 S*] Przewodnik Bihliograficzny miesi^nik dla wjdawcow, ksi^- 

gany, antjkwarzow, jako t^z czytajVych i knpuj^cych ksit^iki Wydawca 
i redaktor odpowledzialny dr. Wladyslaw Wislocki. Rok V. 1882. Krakow, 
Gebethner & Co. 8^ Monatlich 1 Bog. Jahrespr. 1 Fl. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 124.) 

Genauigkeit in den Angaben, Promptheit im Erschemen n. ge- 
fi%e8 Aeussere empfehlen das Blatt. 

[219.] * Siterorifd^er ^anbiDeifer, aunäc^ft für \>Ci& tot^oUfd^e S)eutf(ib« 
Iffiib. ^ou^egeben unb rebigtrt Y>on Dr. ^anj ipüfötamp. XXI. 
Sojirganfl 1882. STOünftcr, S^ciffing. öo* 4^ ^\)xl 24 3ln. ä 2 
% $t. n. 4 m (6. 5lnj. 3. 1881. !Rr. 226.) 

[220.] * Woerrs Statistik der katholischen Zeitungen und 
Zeitschriften in Deutschland, Oesterreich-Üngarn, Luxemburg und 
der Schweiz zu Neujahr 1882. Würzburg, Woerl. 12®. 73 S. 
Fr. n. 0,80 Mk. 

[221.] Wolfs philosophisch-pädagogisches Vademecum. Alpha- 
betische und systematische Zusammenstellung der neueren und 
besseren Literatur-Erscheinungen auf dem (xebiete der Philoso- 



112 Litteratar und Miscellen. 

phie, Pädagogik und des Anschaaungs-Ünierrichts aller Lända 
Leipzig, Eös8ling*6che Buchhandlung Antiquariat u. Sortimei 
(Gustav Wolf), kl. 8«. 1 Bl 80 S. 2277 Nrr. (S. Anz. J. 188 
Nr. HOL) 

Der Beifall, den die fQr den leichten n. bequemen littera 
Verkehr bestimmten Vademecums gefunden haben, yeranlasst de 
Herausg., die Beihe derselben weiter fortzusetzen, u. er darf wo"! 
mit Recht erwarten, dass auch der neue „Compass in der LitUi 
ratur des In- u. z. Th. auch des Auslandes über Philosophie, Fi 
dagogik nebst Anschauungs-Unterricht'* (wie der Heransg. das Yj 
demecum nennt), der ganz in der nämlichen Art wie seine Yo: 
ganger bearbeitet ist, willkommen geheissen werde. 

[222.] * ^nseiger für bte neuefte päbagogtfdfte fitterotur. dccaic 
gegeben üon ^. @. Statiner, unter SRittonrtung mehrerer @(i&ulinäniis 
XI. So^rgang. Seipiig, minQ^arbt gt. 4<>. aRonatlicJ^ 1 9Ir. ä > 
JBog. $r. n. 2 m (e. Slnj. 3. 1881. «r. 132.) 

[223.] * SBegmetfec tnxä^ bie päbagogif(be Siteratuc. So^uxiO^t^At 
unter ÜJUttDiihing t)im Setter ^oi). Umbrod, $rof. 31. Sed^tel, $ic 
Dr. Otto S)elitfdb k. SReb.: %. $(dbler )un. Vm. 3(4tg. 1882. SBir 
$i(bler*8 ffime & 6obn. gr. 8®. 12 Str. ä Vi— 1 *«• *^- »• 

m. (e. ans. 3. issi. 3k. 355.) 

[224.] * Bevue mensuelle du Bibliophile Militaire. I. Ann^ 
Nr. 1. 15 d^cembre 1881. Paris, publication du Journal 1 
France militaire. 8®. 64 S. 

Dieses neue Blatt, welches an alle militär. Yereine n. Biblic 
theken, sowie an alle Andere, die darnach Yerlangen tragen, grati 
zur Yertheilung gebracht werden soll, scheint wohl auch mit z 
der Gattung der periodischen Eintagsfliegen zu gehören, welcli 
sich von Inseraten, der für das Publikum in der Begel nicht gerad 
leckersten Speise, ernähren zu können hoffen. 

[225.] Naturae Novitates. Bibliographie neuer Erscheinung€ 
aller Länder auf dem Gebiete der Naturgeschichte und d< 
exacten Wissenschaften. Herausgegeben von B. Friedländer 
Sohn. IV. Jahrg. Berlin, Friedländer & Sohn. gr. S^. 24 Nr 
ä 1 Bg. Pr. n. 4 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 238.) 

[226.] ''' Bibliographie g^ologique et pal^ntologiqne de l'Itali 
par les soins du Comit^ d*organisation du 2e Congr^s g^ologiqi 
international ä Bologne 1881. Bologne, Zanichelli. 1881. 8 
630 S. (Nicht im Uande].) 

[227.] * Chemisch-technisches Bepertorium. üebersichtlic 
geordnete liittheilungen der neuesten Erfindungen, Fortsehnt 
und Verbesserungen auf dem Gebiete der technischen und indi 
striellen Chemie, mit Hinweis auf Maschinen, Apparate und L 
teratur. Von Dr. EmilJacobsen. [XIX. Jahrg.] 1881. 1. Hall 



i 



- Cb 



Litter atur und Miscellen. 113 

jaiff. 1. Hälfte. Berlin, Gaertner. gr. 8^ 112 S. Pr. n. 2,80 
Ift. (8. Anz. J. 1881. Nr. 1 106.) 

[228.] * Bepertoriam der technischen Jonmal-Literatur. Im 
Aniinge des kaiserlichen Patentamtes herausgegeben von Bruno 
Kerl. Neue Folge Jahrg. 1880. Berlin, Heymann. 1882. hoch 
4». X, 404 Sp. Pr. n. 15 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 550.) 

[229.] Amtliche Berichte über die internatianale Fischerei- 

Aiustellung zu Berlin 1880. Mit 323 in den Text gedruckten 

Holzflchnitten. Berlin, Parey. 1881. Lex. 8^ Enth. S. 217—56: 

Literatur. 

Die Litteratur zei*fallt in zwei Abschnitte, wovon A., die Wasser- 

thiere betr., nur diejenigen Werke umfasst, die auf der Ausstel- 

luig vorhanden gewesen sind, wogegen man in B. , die Fischeroi 

betr., zur Erzielung mögliclister Vollständigkeit auch alle sonst 

irgendwie bekannten, dahin einschlagenden Werke aufgenommen hat. 

[230.] Uebersicht der vom November 1880 bis dahin 1881 
auf dem Gebiete der Geographie erschienenen Werke, Aufsätze, 
Karten und Pläne. Von W. Koner. Enth. in der von Demselben 
herausgegebenen Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde. Als 
Fortsetzung der Zeitschrift fQr allgemeine Erdkunde. Bd. XYI. 
Berlin, Reimer. 1881. gr. 8«. Hft. 6. S. 428^572. (S. Anz. 
J. 1881. Nr. 236.) 
Obwohl das Material immer massenhafter wird, so versteht es 

M der Verf. mit gewohntem Geschick u. mit Umsicht zu be- 

liltigeD. 

[231.] * Handbuch ^ der musikalischen Literatur oder Yer- 
leichniss der im deutschen Reiche und in den angrenzenden 
Ländern erschienenen Musikalien, auch musikalischen Schriften, 
Abbildungen und plastischen Darstollungen mit Anzeige der 
Verleger und Preise. Von Friedrich Hofmeister. VH. u. VIII. 
Bd. oder V. u. VL Ergänzungsbd. Die von Anfang 1868 bis 
£nde 1879 neu erschienenen und neu aufgelegten musikalischen 
Werke enthaltend. Leipzig, Hofmeister. 1876—81. gr. 4®. VIII, 
575 & Vm, CXLI, 685 S. Pr. n. 88, auf Schreibpap. n. 116 
Mr. (S. Anz. J. 1874. Nr. 1001.) 

Enth.: Bd. VII; 1868-1873. Systematisch geordnet & Bd. 
^UL In alphabetischer Ordnung, mit systematisch geordneter 
Uebersicht 1874-1879. 

[232.] * Musurgiana del Conte Luigi Francesco Valdrighi. 
K. 7. Carandini Ippolito, suor Sulpizia Cesis, il Morsellinn e 
iltri musicißti dei secoli XVI, XVII e XVIII. (Sono annotazioni 
bio-biblJografiche di musicisti ModenesL) Modena, tip. Vincenzi 
e NipotL 1881. 8» 15 S. (S. oben Nr. 147, wo XVU st 
XVI zu lesen ist) 

8 



114 Litteratnr and Miscellen. 

[233.] Revne des Aatographes des Coriosit^s de rHistoire A 
de la Biographie Fondue en 1866 par Gabriel Charavay parais- 
sant chaqae mois sons la direction de Eagäne Charavaj jPüa 
XVn. Ann^, Paris. 8^ Monatlich 1 Bog. Pr. t d. Ausland 4 
Fr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 241.) 

Den Yerkehrsinteressen, hauptsächlich des Heransg.'s bestimmt 

[284.] * Discoars de la Methode et premi^re Mutation; pir 
Descartes. Edition classiqae, avec ane notice biographique el 
bibliographiqae, une exposition da Systeme de Descartes et des notes, 
etc., par Ladovic Carrau, professear de Philosophie ä la fecolti 
des lettres de Besannen. Paris, Dapont. gr. 12®. 834 S. Pr. 2 Fr. 

[235.] * Die Goethe-Bildnisse biographisch-kanstgeschichtlicli 
dargestellt von Dr. Hermann BoUett. 2. Lief. Mit 1 Badirang, 1 
Heliogravüre and 17 Holzschnitten. Wien, Braanmflller. gr. 4^ 
8. 65—128 m. 2 Tat Pr. n. 8 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 657.; 

Hierfiber vgl. Literar. Centralbl. Nr. 4. Sp. 123—26. 

[286.] Safpet ©ütteL 6in Sebeitöbilb aud SutM SreunbeMielf < 
®. ftamerau, $fatrer $u JHematg. Separat^Slbbrud oud hex Q/tHiäf^ 
bed (>arat)ereind füt (Sit^d^iäü^ unb SUtert^umdtunbe. »b. XIF. ^aO 
0. 6., {)enbeL S^. @nt^.: e. 77—83: iBibliogrop^tfc^ SeQct^t 
ber edbriften Safper ©üttetö. 

Das 21 Nrr. starke Yerzeichniss ist sehr gut n. genau l^ 
arbeitet. 

[237.] * Della Vita e delle Opere di Giovan Battista OdienM 
astronomo, fisico e nataralista del secolo XYII. Memoria d< 
Prof. Federico Napoli. [Dagli „Atti delF Accadem. di seiend 
e lottere di Palermo", vol. VII, 1880—81.] Palermo, tip. Pe^ 
rigno e Andö 1881. 4«. 50 S. 

[238.] * Delle Profezie del beato Tommasaccio da FolignC 
tei-ziario del XIY secolo. 8aggio bibliografico di Michele Faloci 
Palignani. Foligno, tipolit. Campitelli. 1881. 4<>. 35 S. 

[239.] Abt Johannes Trithemias and Kloster Sponheim vof 
W. Schneegans. Kreaznach, Schmithals. 8<^. Ent. S. 287—99 
Yerzeichnis der Schriften des Trithemias. 

Unter den angeffihrten Schriften sind aach ein paar unterge- 
schobene mit erwähnt. — Ein Abschnitt des ?orl. Baches S. 80 — 86 
handelt von „der von Trithemias geschaffenen Bibliothek des 
Klosters", welche bekanntlich sehr reich a. werthvoll gewesen, leider 
aber von Tr.^s Nachfolger verschleudert worden ist. 

BnclihAndler- und antiqnarUiclie Kataloge. 

[240.] Oefterrdd^ifd^e Sucb^änbler-Sonefponbens. (Sigent^^um befi 
dfteneici^ifd^en Sudb^nbler^SeretneiS. Serantkoortlid^r Slebacteur: 3. 6. 



latteratnr und Miscellen« 115 

%if*ct. XXm. Sa^rg. SBien, gifc^et & Go. 4^ SBö^cntlic^ 1 3lt. 
k c. 1 »og. $T. n. 12 SBlf. (S. Stn*. 3. 1881. SRr. 246.) 

Die Einrichtung des Blattes ist die nämliche, wie sie seither 
^iresen ist Auch hinsichtlich des Postdebits ist es bei dem alten 
gebliebeD, u. man hat nicht daran gedacht, dem Beispiele des Bör- 
senblattes f. d. Deutsch. Buchhandel zu folgen u. die Leetüre des 
Blattes „unbjerufeneu Lesern*' entziehen zu wollen. 

[241.] Verlags-Kataloge der Verleger des Deutschen Beiches. 
— Buch- und Kunst -Katalog. G^sammt-Yerlags-Katalog des 
Deutschen Buchhandels [und des mit ihm im direkten Verkehr 
stehenden Auslandes]. Ein Bild deutscher Geistesarbeit und 
Coltor. Vollständig bis Ende 1880. Münster i. W., Adolph 
Boßsell. 1882. gr. Lex. 8^ Bd. V. Lief. 4 (Schluss). Sp. 
929—1132 & Bd. VIIL Lief. 3. Sp. 577—896. Pr. ä n. 0,60 Mk. 
(8. Anz. J. 1881. Nr. 1121.) 

Ygl. unten Nr. 308. 

[242.] Nr. 301 — 17. Antiquarischer Anzeiger von Joseph 

Baer & Co., Frankfurt a. M. u. Paris. [A. m. Franz. Tit. : Bul- 

Mn mensuel de Livres anciens et modernes.] Juni 1880 — 

Janoar 1882. 8«. ä 16—32 S. 9687—11824 & 1—4459 Nrr. 

(8. Anz. J. 1880. Nr. 721.) 

Bekannte, neben den fachwissenschaftl. Lagerkatalogen fort- 

Publikation über die neuesten Erwerbungen aus yer- 

ttbiedenen Fächern. 

[243.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
ond Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London, 102 & 
108. 8«. (S. oben Nr. 155.) 

Enth.: Botanik (1 Tit.- u. 39 S. 914 Nr.) & Württemberg, 
n. HohenzoUem (1 Bl. 25 S. 516 Nrr.). 

[244.] No. 13. Juridisches Antiquariat Buchhandlung für 
Bechts- und Staatsvnssenschaften von Herrmann Bahr in Berlin. 
Lagerkatalog No. 13. — Rechtswissenschaft. IV. Theil. Staats- 
recht und Kirchenrecht. Februar. 8^ 1 BL 223—323 S. 7373— 
10423 Nrr. (S. oben Nr. 37.) 
Zu dieser reichhaltigen Jurist. Sammlung wird noch ein V. 
Aeil hinzukommen, welcher Verwaltungs- und Volkswirthschafts- 
Ure, sowie Statistik enthalten soll. 

[246.] Ludwig Bamberg Sortiments- und Antiquariats-Hand- 
hing Greifswald. Antiquarischer Katalog 48. — Literaturge- 
schichte. Sprachwissenschaft. Belletristik. Kunstgeschichte. 
Preimaurorei. 8^ 1 Bl. 82 S. 2188 Nrr. (S. Anz. J. 1881. 
Kr. 1123.) 
Der Abschnitt „Deutsche Belletristik'' verdient hervorgehoben 
ift werden. 

8* 



116 Litteratur and Miscellen. 

[246.] Nro. 154. Antiquarischer Katalog der C. H. Beck'sch« 
Buchhandlung in Nördlingen. — Katholische Theologie. Auswar 
S\ 1 Bl. 50 S. 1092 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1124.) 
Theologie ist eine von der B/schen Firma mit Vorliebe n. g-i 
gepflegte Spezialität. 

[247.] Catalogue des Cartes, Plans et autres Oavrages com 
posant le fonds du D^pOt gön^rale de la Guerre Dont la yenk 
est autoris6e et Stabile chez J. Dumaine (L. Bandoin A d», 
Saccessenrs) Librairie militaire. 1881. 8^ 22 S. m. 4 Kartei. 

Die Yon der Franz. Begierong herausgegebenen Karten 9tCi 
sind ausschliesslich durch die Firma D. zu beziehen. 

[248.] IL Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers m 
Hans Englmann in München Verlagsbuchhandlung & Antiqnariai 
8^ 23 S. (8. Anz. J. 1881. Nr. 1126.) 

Enth.: Medicin u. Naturwissenschaft; Philologie mit Ptih 
grammen (darunter honibile scriptu „Ernesti Caius Suetonius Tnn- 
quillus. Lpz. 1775."); sowie ,,Werke in türk., arab. n. fhns. 
Sprache u. s. w. (Handschriften).** Seltsame Zusammenstellung too 
meist unbedeutendem! 

[249.] Katalog dziel nakladowych i komisowjch Ksi^garo 
G. Gebethnera i Spdiki w Krakowie. kl. 8^ 44 S. 

Nur Polnische Litteratur in aiphabet. Beihenfolge ohne g< 
nauere Angabe des Formats u. der Seitenzahl der Bücher. 

[250.] Verzeichniss einer werthvollen Sammlung yon Werke 
aus dem Gebiete der Theologie (incl. Judaica, Hebraica u. J< 
suitica) Philosophie und Pädagogik welche bei Ludolph St. Qoi 
Buchhändler und Antiquar in Frankfurt a. M. zu haben si0 
Antiquarisches Verzeichniss Nr. 59. gr. 8^ 1 Bl. 58 S. 2530 Ni 

Belebe Auswahl auch von älteren theolog. Werken, wornnfe 
auf eine Suite Lutherana aufmerksam zu machen ist. 

[251.] Otto Harrassowitz, Buchhandlung und Antiquariat 

Leipzig. Bücher-Catalog 83. — Indogermanische Linguistik Di 

Ausschluss der deutschen, altgriechischen, lateinischen u. sl^ 

vischen Sprachen. 8^. 1 Bl. 82 S. 1892 Nrr. (S. oben Nr. 156 

Der vorl. reiche Katalog ist wohl dazu geeignet, das Publ 

kum auf die philologisch-linguistische Spezialität der Firma besor 

ders aufmerksam zu machen. Enth. in acht Abschnitten : I. AUgen 

u. vergleichende Sprachwissenschaft etc.; II. Arische Sprachen 

in. Griechischer Sprachstamm ; IV. Romanische Sprachen; V. Celtischc 

VL Germanische; Vn. Lettisch, Littauisch, Altpreussisch; Vm. Vei 

gleichende Mythologie, Sagen- u. Märchenkunde etc der Indc 

germanen. 

[262.] XLV. Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers vo 



Litteratur und Mlscellen. 117 

Caspar Haugg in Augsburg. — Auswahl literar. Curiosit&ten u. 
Seltenheiten. Bücher mit Holzschnitten etc. Beformations- u. 
Flugschriften. Incunabeln. Musik u. Anderes, gr. 8^ 1 Bl. 
20 S. 422 Nrr. 
Hauptsächlich ältere Deutsche Litteratur. 

[253.J Nr. 680 — 35. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
Mir Wigand in Leipzig. Februar & März. 8^ (S. oben Nr. 157.) 

Enth. : in den ersten drei Nrr. Literärgeschichte, Bücherkunde 
■.Belletristik, u. zvrar in 680. L Vermischtes, Literärgeschichte 
in allgemeinen, gelehrte Institute, Buchhandel, Bücherkunde (2 BU. 
248. 785 Nrr.), in 681. n. Deutsche Literaturgeschichte u. Belle- 
triüttk (1 Tit.- n. 59 S. 2827 Nrr.) u. in 682. in. Ausserdeutsche 
Metnstik u. deren Geschichte (1 Bl. 88 S. 1871 Nrr.); in 688 
Schftne Künste, Kupferwerke, Guriosa, Schreibkunst, Theater, Mne- 
■onik, Spiele, Fecht- u. Reitkunst, Jagd, Culturgeschichte, Alter- 
ftfimer, Bitterorden, Festlichkeiten, Oostüm u. Waffen, Toilette, 
Iflchkunst, Parkanlagen (1 Bl. 88 S. 1085 Nrr.); in Nr. 684 
Tbeologie, Kirchenrecht (1 Bl. 114 S. 3778 Nrr.); in 685 PhUo- 
mphie, Freimaurerei, Pädagogik (1 Bl. 84 S. 1296 Nrr.). 

[254.] 151. Katalog von Wilhelm Koebner (L. F. Maske*B 
Antiquariat) in Breslau. — Curiosa. Zur Culturgeschichte. 
Medizinische Curiositäten und Seltenheiten. Sprichwörter. Yolks- 
thümttches etc. etc. 8^ 1 Tit.- u. 68 S. 1698 Nrr. (S. oben 
Nr. 50.) 

Liebhaber von namentlich älteren Curiositäten werden im yorL 
btaloge so manche gewünschte Ausbeute finden. 

[265.] K F. Koehler's Antiquarium in Leipzig. Catalog No. 
858—60. 1881. 8«. (S. oben Nr. 51.) 
Nur ausgewähltere u. gut verzeichnete Litteratui*: in 858 aus 
h Deutschen Geschichte (1 Bl. 106 S. 2285 Nrr.); in 859 aus 
hl Rechts- n. Staatswissenschafben (1 Bl. 22 S. 515 Nrr.); in 
KO ans der Geschichte der ausserdeutschen Länder (1 Bl. 54 S. 
U86 Nrr.). 

[236.] Bibliotheca medica. — Hundertfünfunddreissigster Ca- 
talog des Antiquarischen Bücherlagers von M. Lempertz' Anti- 
quariat (P. Hanstein) in Bonn. Medizin. 8^ 1 BL 66 S. 
Nahezu 8000 Nrr. neuere sowohl als auch ältere Litteratur, 
Udar nicht systematisch eingetheilt. 

[257.] Libreria antiquaria di Ermanne Loescher Torino Cata- 

logo N. 36. — Linguistica. Orientalia. Gennaio. 8^. 1 Tit.- u. 

42 8. 1026 Nrr. (S. oben Nr. 52.) 

Fil^logia comparata, Glottologia; Linguistica (Lingue romane, 

germane ed altre); Orientalia in generale; Oriente (Lingue e storia 

deD*); America, Africa, ecc. (Storia e lingne dell'). 



118 Litteratur oDd Miscellen. 

[258.] Catalogo deUe Carte e Libri vendibUi daU' Istiti 
Topografico militare. Firenze, tipogr. dell* arte della stam] 
Kovembre 1881. (Torino, Firenze, Roma: Ermanno Loesche 
gr. 8^ 1 Bl. 16 S. m. XXXllI Kartenbeilagen. 

Mit dem Debit der vom Topogr. milit. Institute herausgegebem 
Karten etc. ist von jetzt an ausschliesslich Löscher beauftragt 
[259.] No. 63. Katalog einer ausgewählten Sammlung n 
Werken aus dem Gesammtgebiete der Staats- und Volke 
wirthschaft. Handel und Verkehr. Grewerbe. Landwirthscha 
Zoll- und Steuerwesen. Freihandel und Schutzzoll Finanzwisse: 
BchafL Mfinzwesen. Statistik. Actiengesellschaften. Sociale Frag 
Versicherungswesen. Zu beziehen von dem Buchhändler u 
Antiquar B. L. Prager Specialgeschäft für Bechts- und Staat 
Wissenschaften und Geschichte in Berlin. 8^. 1 Bl. 38 S. 1067 Nj 
(S. oben Nr. 90.) 

[260.] No. 57. Bibliotheca historica. VI. Abth. Ausserdeutsci 
und aussereuropäische Geschichte mit Ausschluss des Orient 
Verzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers von Ferd. Baabi 
Nachf. Eugen Heinrich, Antiquariat und Buchhandlung in König 
berg i. Pr. 8^. 1 Bl. 54 S. 5294—6859 Nrr. (S. oben Nr. 8^ 
Die Orientalische Geschichte findet sich unten Nr. 292 in d 
Nesselmann*schen Bibliothek. 

[261.] Verlags-Katalog von G. Schönfeld*s Verlagsbuchhan 
lung in Dresden. Bis Ende 1881. 8^ Vm, 40 S. 

Im Anz. J. 1861 Nr. 1 habe ich — als Muster, wie € 
guter Verlagskatalog beschaffen sein soll, um nicht blos den g 
wohnlichen merkantilischen Interessen zu dienen, sondern auch d 
höheren buchhändlerischen u. zugleich bibliographischen Anford 
rungen zu genfigen — den Scbönfeld'schen Verlagskatalog z 
sammengestellt. Seitdem sind 20 volle Jahre verflossen; der V( 
lag ist inzwischen bedeutend gewachsen, u. die Verlagshandlu 
hat sich in Folge dessen darauf angewiesen gesehen, jenen älter 
als „Musterkatalog" zusammengestellten Katalog durch einen neu 
zu ersetzen. Auch dieser neue Katalog ist als ein durcha 
mustergiltiger zu bezeichnen, u. in dieser Hinsicht als nachahmei 
werthes Beispiel zu empfehlen. Auf den ersten Seiten enthält c 
Katalog in Kürze die erforderlichen Notizen über die Firma, soi 
ein Autoren- u. ein Inhalts-Verzeichuiss. Darauf folgt der bibl 
graphisch sorgfaltig verzeichnete, alphabetisch geordnete Katal( 
an den sich endlich eine wissenschaftliche Uebersicht anschliess 

J. P. 
[262.] Mittheilungen der Verlagsbuchhandlung B. G. Teubi 
in Leipzig. 8«. 1880. Nr. 2—6. S. 25-116 & 1881. Nr. 1- 
S. 1—92. (S. Anz. J. 1880. Nr. 738.) 

£)nth. in drei Abtheilungen: 1. Notizen über künftig ersch 



Litteratur und Mlscellen. 119 

MDde Bücher der Verlagshandlnng, deren Thätigkeit hauptsächlich 
uf dem Gebiete der altclassischen u. Schalwissenschaften sich be- 
wegt Q. im besten Ansehen steht; 2. DergL über erschienene Bücher 
der Firma; 3. Vermischte Notizen, Becensionen über dergl. Bücher, 
die buchh&ndl. Centralstelle f. den Programmentaosch der höheren 
Bdralen Deutschlands u. s. w. betr. 

[268.] Bücher- Verzeichniss von Karl J. Trübner Buchhändler 

in Strassburg im Elsass. XXXII. — Romanische Sprachen. (A. 

m. Franz. Tit.) 8«. 1 BIL 22 S. 417 Nrr. (S. Anz. J. 1881. 

Nr. 1152.) 

Altfranz. u. l^Yen9alisch nebst Neufranz., Bhätoroman., Italien., 

^ n. Portugiesisch. 

[t6i.] 86. 89. 90. 91. 92. Verzeichniss des antiquarischen 
Bflcher- Lagers von Karl Theodor Völcker's Verlag und Anti- 
quariat in Frankfurt a. M. 1881—82. 8^ (S. oben Nr. 159.) 
Enth.: in 86 Aeltere Deutsche Literatur bis zum J. 1750, 
tteoret. u. praktische Musik (1 Tit.- u. 85 S. 594 Nrr.); in 89 
Litteratur- u. Gelehrtengeschichte, Bibliographie (1 Tit.- n. 27 S. 
6U Nrr.) ; in 90 Biographien, Memoiren, Briefwechsel (1 Tit.- u« 
US. 780 Nrr.); in 91 Jurisprudenz u. Staatswissenschaften 
(IBl. 27 S. 616 Nrr.); in 92 Linguistik (1 Tit.- u. 15 a 
m Nrr.). 

[265.] Catalog 160. Antiquarisches Bücherlager von Friedrich 

Wagner, Hof-Buchhandlung in Braunschweig. — (beschichte und 

deren Hülfswissenschaften. n. Abth.: Allgemeine Weltgeschichte. 

Gttchichte der ausserdeutschen u. aussereuropäischen Länder. 8^. 

1 Bl. 58 8. 1792 Nrr. 

Die Deutsche, sowie Oesterreich. u. Schweizer. Geschichte 

Kbst Genealogie, Heraldik u. Numismatik bildet die L Abthl. im 

Malog 159. 

BlbllothekwlBsenBchafU 

[266.] Monthly Notes of the Library Association of the United 
Kingdom. VoL IE. (S. oben Nr. 62.) 

Enth. in Nr. 1 : Official Notices — January Monthly Meeting 
"* Library Notes — Library Catalogues and Beports — Notes 
ttd Qaeries — List of Ofücers and Members for 1882. B. 

Die noch rückständige Nr. 12 von Vol. IL enth.: Beport of 
I Committee of the Council on the Question of a Journal for the 
iasociation — December Monthly Meeting — Library Notes. 

nibliothekenlehre. 

[267.] * Suggestions as to public library buildings, their in- 
ternal plan and construction , best adapted to e£bct eccmooQiy of 



120 Litteratur und Miscellen. 

Space (and, hence, saving of cost), and at the same time w 
conducive to public as well as administrative convenience it 
' esp. ref. to the National Library of Ireland. Dublin, Browni 
Nolan. 1881. 8^ 24 S. 

Bibllothekenkunde« 

[268.] * Books for young readers, a Classified Catalogne 
t^e Young Men's Library of Buffalo, N. Y. Buffido. ISi 
12«. . 63 S. 

[269.] * IJne visite ä la Biblioth^ue de Tanjore; par H. 
' Ahsbee. [Eitrait du Livre, livraison de d^cembre 1881.) Pai 
imp. Quantin. 8^ 8 S. 

Die Bibliothek befindet sich in einem Palaste ans dem '. 
Jahrhundert, der ausser ihr eine Sammlung yon Baritäten a1 
Art, und Elephanten sowie Jagdleoparden beherbergt. Als Ashl 
hinkam, war der Bibliothekar Enwachattu nach Hause gegang 
erschien aber bald mit dem nach den Bibliothekschlüsseln gesi 
deten Boten, um höflichst die vorhandenen Schätze dem Besuc! 
zu zeigen. Sie bestehen aus einer hübschen Sammlung Euro] 
ischer Bücher, und 18000 Handschriften, von denen Bumeli 
Zeit von 7 Jahren 12000 katalogisirt hat. Der Anfang der San 
lung datirt aus dem 16. Jahrhundert, wo Tanjut von dem Teil 
Naiks beherrscht ward. Die Bajahs Sharfoji und Sivaji sammelte! 
diesem Jahrhundert hinzu ; bei des Letzteren Tode sind aber vi 
darunter sehr werthvolle, Handschriften gestohlen worden. Die vorh 
denen Stücke sind auf Palmblätter in Telugu, Devanagari, Nandinag 
Kannada, Granthi, Malayalam, Bengali, Panjabi oder Kashmiri i 
üruja geschrieben, die von den Naiks gesammelten in Telu 
Charakteren, aber in Sanskrit. Die meisten handeln von den Leh 
des Madhavacharya , eines Brahmanen von Eannada aus dem 
Jahrhunderte. Sorgfaltig sind sie in Stücken Seide oder Baumw 
eingeschlagen und in Schränken niedergelegt, während die gedrucli 
Bücher nach Europäischer Manier aufgestellt sind. £ 

[270.] Anzeiger für Kunde der Deutschen Vorzeit. Organ 
Germanischen Museums. Neue Folge. Jahrg. XXIX, Yen 
wortlicher Bedacteur: Dr. A. Essenwein. Nürnberg, liter.-ar 
Anstalt des german. Museums. 4^. Monatlich 1 Nr. ä 2 I 
Pr. n. 6 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 285.) 

Entb. in der Beilage die Chronik des Museums, worin i 
unter anderen eine foHlaufende Liste der den Museumsammlun 
zugekommenen Geschenke verzeichnet findet Diese G^schenkl 
hat für die Bibliothek zu Ende des Jahres 1881 — mit Einsch] 
des Jahreszuwachses von 2895 Nrr. — mit Nr. 45,246 
geschlossen. 



■w » 



Litteratur und Miscellen. 121 

[271.] * Aus der Troppauer Museumsbibliothek. Von J. 
Zakil. n. Abthl. (Programm der Staats -Ober -Realschule zu 
Troppau 1880/81.) 4». 84 S. (S. Anz. J. 1880. Nr. 1131.) 

Dr. K. H. 

[272.] * Catalogue de la Bibliothdque des Avocats de Lille, 
Lille, imp. Danel. 8^ 47 S. 

[273.] * Catalogue de la Biblioth^que municipale de la mairie 
de 2e arrondissement de la Yille de Paris, de lecture sur place. 
Paris, imp. Motteröz. 8^ 335 S. 

[274.] * Donation de M. Paul Emile Giraud ä la Biblioth^uo 
nationale, developpement d*un rapport de M. L. Delisle ins^rö 
au Journal officiel de 13 septembre 1881. [Extrait de la Biblio- 
ih^ue de TEcole des chart^, t. 42, 1881.] Paris. (Nogent-le- 
BoQtrou, imp. Daupeley-Gouvemeur.) 8^. 19 S. 

[275.] * Donation par le docteur Jacques Hennequin de sa 
Bibliothdque h la Tille de Troyes; par Emile Socard, consenrateur 
de la Biblioth^que de Trojes, etc. [Extrait des Mömoires de la 
8oci^t^ acad^mique de TAube, i 44. 1880.] Troyes, imp. Dufonr- 
fionquot. 8^ 12 8. 

[276.] 2)ie Sibliot^ct unb bet fiefefaal bei» SBrittifdften SnufeumS. 
Son Dr. 3)siabto, Obetbibltott;etar in Sre^Iau. [Slud ben „$teu^if Aen 
doWAem ^rdg. t)on ^. d. Sreitfcbfe" abgebnidtt.] @nt(. im Torfen- 
Matt für ben X^tfd^en Suc^^anbel unb bfe mit ii)m isermanbten @es 
|(Mfl8i»elae. XLIX. So^rg. 3lx. 24. 6. 439—41, 9lt. 26. 6. 
477-79, 9lr. 80. S. 555-57, 9lr. 32. S. 585—88. (6. «nj. 
3. 1881. 3k. 1164.) 

[277.] * n Mnseo statuario e la Biblioteca di Mantova. Me- 
moria di Giambattista Intra. [Dagli „Atti della B. Accad. Yirgil.** 
vm 1879—80.] Mantova, tip. Mentovl. 1881. 8^ 21 S. (S. 
«ben Nr. 169.) 

[278.] * Biblioteca Garovaglio. Catalogo di übri estranei alla 
fiotauica. Pavia, tip. succ. Bizzoni. 1881. 8^ 33 S. 

[279.] * Notices sommaires des Manuscrits Arabes du Musee 
Afliatique par le Baron Victor Eoseu. Li?r. 1. St Pötersbourg. 
(I*ip«ig, Voss.) 1881. Lex. 8®. IV, 256 S. Pr. n. 3,30 Mk. 

[280.] * Jahresbericht der Stadtbibliothek über das Jahr 1880. 
Zürich, Druck von Orell, Füssli & Cie. 8". 14 S. 

PrlTatblbllotheken. 

[281.] Catalog .der nachgelassenen Bibliotheken der Pfarrer 
fiattgenbach in Coslar, Vicar Coll6 in Bheinbrohl, Pfarrer Hoch 
in Kirdorf, Pfarrer Kappenhagen in Effem, Gymnaaial-Oberlehrer 



122 Litteratar und Miscellen. 

Dr. Erauss in Köln, Professor Dr. Rospatt in Mdnster, C. We 
mann in Bielefeld etc. etc. Beiche Auswahl von Werken 
allen Gebieten der Wissenschaft hauptsächlich (beschichte, T 
logie, Philologie, Naturwissenschaft, Literatur etc. Köln, J 
Heberle (H. Lempertz* Söhne). S^. 1 Bl. 152 S. 8685 
(Auct. 6. März.) 
Qrösstentheils Deutsche Litteratur. 

[282.] 71. Bücherverzeichniss von Simmel & Co. in Lei] 
— Classische Philologie. IL Lateinische Autoren. Enthai 
u. A. die nachgelassenen Bibliotheken des Prof. L. Bachman 
Rostock und des Dir. Dr. E. A. Bichter in Altenbnrg. 8^. ] 
69—110 S. 2320—3802 Nrr. (S. oben Nr. 174.) 

Sehr reichhaltig, insbesondere im Fache der Cicero-, Horat 
Plantos- u. Tacitns-Litteratur. — Eine demnächst erscheinende 
Abth. wird Grammatik u. Archäologie enthalten. 

[283.] Nr. 54. A rough liist of the choicest portion of 
Sunderland, the Comerford, the Gumey, and other Libraries, ofi 
for Säle by Bemard Quaritch. London. January. gr. 8^. 7 
968 Nrr. (8. Anz. J. 1881. Nr. 958.) 

Der Werth der Bibliotheken, aus denen Q. in vorl. Yerac 
nisse Artikel zum Verkaufe ausbietet, ist bekannt. „The Coi 
ford Library consisted chiefly of fine and perfect English T 
graphical Works; the Sunderland Librai'y of fine specimens of £ 
Printing, Classics, Bibles, and intrinsically yaluable and rare bo 
the Gumey Library was rieh in French topographical books 
Works relating to the County of Norfolk.'^ Unter den hier 
Verkaufe ausgebotenen Werken sind als Cimelien ersten Bai 
ein Perg.- Exemplar der Fust-Schöffer'schen Latein. Bibel 1 
(Si 1800) n. ein dergl. Exemplar des Venetianer Jenson*schen Dra 
von Augustinus de Civitate Dei 1475 (£ 1200) zu nennen. 

[284.] * Catalogue des suites de vignettes, des portrait 
des livres fran^ais illustres composant la Biblioth^ue de C 
Paris, Adolphe Labitte. 8». 43 S. 451 Nrr. (Auct. 17 F< 

[285.] Nr. 19. Catalogo della copiosa e ricca Biblioteca 
desiastica di scelte opere per la piü parte liturgiche e c 
niche appartenuta alla chiarissima memoria di D. Giacomo Gai 
statt prette Olandese. Parte L Boma, Dario Giuseppe B 
8«. 62 S. 762 Nrr. (Auct 23. Febr.) 

Viele ältere u. seltnere Italien. Werke. 

[286.] * Catalogue de livres fran^ais reliä avec luxe et o 
de gravures, des suites de vignettes et des portraits compo 
]e Cabinet de D***. Paris, Adolphe Labitte. 8®. 82 S. 206 
(Auct. 4. Febr.) 

[287.] Astronomie, Mathematik, Physik, Technologie. 



Litteratur und Miscellen. 123 

Bibliothek des f Oberstndienraths Dr. Frisch in Stattgart, des 
Herausgebers der Werke Jobannes Eep1er*s, des deutschen Astro- 
Domen. — Nr. 61. Antiquarischer Katalog von Heinrich Kerler 
Mqaariats-Buchhandlung in Ulm. 8^ 1 Bl. 58 S. 2067 Nrr. 
(S. oben Nr. 86.) 
Sehr beachtenswerth, namentlich auf dem Gebiete der älteren 
Litteratnr. 

[288.] * Catalogue des livres, principalement sur la Bour- 
gogne et la Franche-Comt^ et des ouvrages sur la noblesse, com- 
posant la Biblioth^ue de M. de J***. Paris, Adolphe Labitte. 
8«. 112 8. 740 Nrr. (Auct. 11. März.) 

[289.] Yerzeichniss der im Herbste vorigen Jahres von der 
h. Behörde auf dem Wiener Tandelmarkt conflscirten BQcher 
wonmter Vieles aus der gräfl. Lichnowsky'schen Bibliothek; 
sowie einiger Beiträge des P. T. Publikums und einer Leihbi- 
bliothek von circa 2000 Bänden. Wien, A. Einsle, 8^ 1 Bl. 
63 8. 2008 Nrr. (Auct. 18. Febr.) 

Vermischte, hauptsächlich Deutsche Litteratur, worunter aller- 
dingB nicht gerade viel Hervorragendes. 

[290.] * Catalogue des livres de linguistique, de göographie, 
de Toyages, d'histoire, de biographie et de bibliographie compo- 
sant la Biblioth&que de M***. Paris, Adolphe Labitte. 8^ 96 
8. 856 Nrr. (Auct. 28. Jan.) 

[291.] * Documents relatifs ä la vente de la Bibliothique du 
Cardinal de Mazarin pendant la Fronde, janvier-f^vrier 1652, 
pnblids par Jean Kaulek. [Extrait du Bulletin de la Soci^t^ de 
l'Hifitoire de Paris et de FIle-de-France, livraison de septembre- 
octobre 1881.J Paris. (Nogent-le-Kotrou, imp. Daupeley-Gou- 
Terneur.) 1881. S^. 16 S. (Nur 60 Exempl., wovon 10 numer. 
auf Pap. Whatman.) 

[292.] No. 58. Bibliothek Nesselmann. Orientalia, Sprache 

und Geschichte. Yerzeichniss des Antiquarischen BQcherlagers 

Ton Ferd. Baabe's Nachf. Eugen Heinrich, Antiquariat und Buch- 

hndlung in Königsberg i. Pr. 8«. 1 Bl. 50 S. 1862 Nrr. (8. 

oben Nr. 87.) 

Der am 7. Jan. 1881 verstorbene Besitzer dieser Sammlung 

Georg Heinrich Ferdinand N., Professor der Oriental. Sprachen an 

(ier Universität Königsberg (geb. 14. Febr. 1811), dessen kurze 

Lebenskizze auf der Bflckseite des Titels sich mitgetheilt findet, 

hat von Jugend auf zwei hervorragende Talente gezeigt, einmal 

lämlich Sinn f. Mathematik u. das andere Mal Sprachsinn, welchem 

etzteren er später ausschliesslich gefolgt ist. Sind es dabei vor- 

ügsweise die Orientalischen Sprachen gewesen, welche N. gepflegt 

at, u. wovon der vorl. Katalog den Beweis giebt^ so sind doch 



124 Litteratur und Miscelldn. 

auch andere Sprachen von N. (vgl. oben Nr. 87) nicht unberfitk- 
sichtigt geblieben. < 

[293.] * Catalogue des livres rares et pröcieox composant la 
Bibliothöque de P. G. P. Paris, A. Durel. 8\ XXIV, 219 a 
734 Nrr. (Auct 6. Febr.) 

[294.] * Catalogue des livres composant la Bibliothdque de 
fea Peignö-Delacourt, membre correspondant de la Soci^te de^ 

Antiquaires de France, etc. Paris, Adolphe Labitte. 8®. 23 & 

141 Nrr. (Auct 31. Jan.) 

[295.[ * Catalogue des livres composant la Bibliothdqne midi — 
cale et litt^raire de feu M. le docteur R. Paris, Adolphe Labitt 
80. 22 S. 160 Nrr. (Auct 18. März.) 

[296.] Biblioteca storica Italiana. Bulletino periodico bim< 
sti-ale Anno VI. Geimaio-Febbraio 1882. Num. 61—62. — 
talogo di sceltissima Biblioteca appartenuta al fu noüssimu filologcn^^ 
Italiano Abate Luigi Bazzolini (parte n) contenente Cmsea«.— - 
Bibliografia e Curiositä aggiuntavi la parte prima della Biblio-^' 
teca di d istin to Letterato Napoletano contenente Storie Patrie^»* 
Archeologia e Numismatica. Vendibili presse Gennaro Cioffi e 
Figlio. Napoli, tip. di Marchese. gr. 8^. 1 Bl. 84 S. 1515 Nrr. 
(S. oben Nr. 89.) 

Hauptsächlich ausgewähltere u. seltnere Italien. Litteratar. 

' [297.] Verzeichuiss von Werken aus dem Gebiete der Theo- 
logie, aus dem Nachlasse des Consistorialrat Dr. L. Fr. Schoe- 
berlein, ordentl. Professor au der theolog. Fakultät in Göttiogen, 
und mehrerer anderer Theologen, welche aus der Buch- o. Anti- 
quariatshandlung von List & Francke in Leipzig zu beziehen 
sind. (Antiquarisches Verzeichniss Nr. 153.) 8^. 1 Bl. 128 S. 
4016 Nrr. (S. Anz. J. 1881; Nr. 1172.) 

Beichhaltig in allen Theilen der Theologie, an neuerer sowohl 
als u. namentlich auch älterer Litteratur. 

[298.] * Catalogue de livres anciens, principalement snr la 
Provence, composant la Biblioth^que de M. de Sin^ty. (IL Partie.) 
Paris, Adolphe Labitte. 8^ 179 S. 1310 Nrr. (Auct 6. Febr.) 

[299.] Katalog der Dr. Strousberg'schen Bibliothek aus 
Schloss Zbirow in Böhmen. Berlin, Budolph Lepke. gr. 8^. 2 
BIL 128 8. 3066 Nrr. (Auct 1. Mai, wozu der Buchhändler 
Albert Cohn Aufträge übernimmt) 

Aus dem Besitze des Dr. Str. stammt, ausser der 1876 ver- 
steigerten Berlin«>r Bibliothek, noch eine zweite auf dem Schlosse 
Zbirow, in welcher sich, neben einer Auswahl modemer Werke in 
in den besten Ausgaben, auch eine Anzahl älterer u. werthvoUer 
Werke befindet, die der von Str. 1870 angekauften BQchersamm- 



Litteratar and Miscellen. 125 

\xang des Grafen Eduard Grabowski (ehemals anf Schloss Radawnitz) 

angehört haben, u. unter welchen viele auf Kunst bezügliche, sehr 

fich&tzbare Stficke enthalten sind. Sämmtliche Werke sind gut er- 

bdten o. in geschmackvollen Einbänden, die der Mehrzahl nach 

idbst als Prachtbände bezeichnet werden können. 

Abdrücke ans BlbL-Handschritteu. 

[300.] Lntwins Adam und Eva. Zum ersten male herausge- 
g^en von Eonrad Hofmann und Wilhelm Meyer aus Speier. 
[A. m. d. Tit.: Bibliothek des Litterarischeu Vereins in Stutt* 
gart. CLin.] Tübingen, gedr. auf kosten des Vereins. 1881. 
8^ 2 BIL 134 S. 

Aus einer Ambraser Pap.-Uandschrift der Wiener Hofbiblio- 
tt* nV— XV. Jahrhdt 

[801.] n Canzoniere Palatino 418 della Biblioteca nazionale 
di Firenze. Pubblicato da Adolfo Bartoli e Tommaso Casini. 
(OontiDuazione.) Enth. in: U Propugnatore Periodico bimestrale 
di Filologia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretta da 
Fiincesco Zambrini. [In Appendice alla Collezione di Opere 
iaedite o rare.] Tom. XIV. Part. 2. Bologna, Romagnoli. 1881. 
gr. 8». S. 348—75. (S. oben Nr. 97.) 

[802.] Die Basler Bearbeitung von Lambrechts Alexander 
herausgegeben von Dr. Bichard Maria Werner privatdocenten an 
der k. k. Karl-Franzensuniversität in Graz. [A. m. d. Tit.: 
Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart. CLIV.] Tübingen, 
gedr. auf kosten des Vereins. 1881. 8<^. 2 Ell. 230 S. 

Aus der Handschrift der Basler üniversitätsbibl. 

[308.] Aus Budapest ist am 23. Jan. der Deutsch-Unga- 
rische Schriftsteller u. Bibliograph Karl M. Kertbeny — früher 
Benkert genannt — im fast vollendeten 58. Lebensjahre (geb. 
28. Febr. 1824 in Wien) gestorben. Sein bibliographisches Schooss- 
kind, das „Handbuch ungarischer Bibliographie", dessen 1. Band 
rr im J. 1880 noch die Freude gehabt hat „nach dreissigjährigen 
vergeblichen Unterhandlungen mit Verlegern u. Gesellschaften'' in 
Druck erscheinen zu sehen (s. Anz. J. 1881. Nr. 220) wird mit 
seinem Tode wohl auch zu Grabe getragen werden. 

[304.] Aus Chelsea ist Richard Kippist^ seit länger als einem 
halben Jahrhundert Bibliothekar der ,,Linnean Society", am 14. Jan. 
im 71. Lebensjahre gestorben. 

[305.] Aus Leipzig hat die J. C. Hinrichs'sche Bucbhand- 
limg im Börsenblatte f. d. Deutschen Buchhandel Nr. 20. S. 359 
eine „Systematische Uebersicht der literarischen Erzeugnisse des 
deutschen Buchhandel in den Jahren 1880 und 188 1'^ niitgetheilt. 



126 Litteratar und Miscellen. 

Hiernach hat die Zahl dieser Erzeugnisse im letztbeend irrten Jahre 
15,191, die Production des J. 1880 dagegen 14,941 (s. Adz. J. 
1881. Nr. 825) — also 250 mehr im J. 1881 als im J. 1880 
— betragen. Von den genannten 15,191 gehören: 411 in das 
Fach der Sammelwerke, Litteratui-wissenschaft, Bibliographie; 1472 
der Theologie; 1469 der Jurisprudenz, Politik, Statistik, des Ver- 
kehrswesens; 817 der Heilwissenschaft, Tbierheilknnde; 924 der 
Naturwissenschaft, Chemie, Pharmacie; 148 der Philosophie; 1924 
der Pädagogik^ Deutschen Schulbücher, Gymnastik; 490 der Jagend- 
Schriften; 574 der altclass. u. orientalischen Sprachen, Alterthnm^- 
Wissenschaft, Mythologie; 461 der neuereu Sprachen, altdeatscheii 
Litteratur; 779 der Geschichte, Biographien, Memoiren, des Brief- 
wechsels; 852 der Geographie, Reisen; 186 der Mathematik, Astro 
nomie; 367 der Kriegs Wissenschaft, Pferdekunde; 626 der HandeL^a* 
Wissenschaft, Gewerbskunde; 463 der Bau-, Maschinen- u. Eisevs- 
bahnkunde, des Bergbaues, der Schiffahrt; 99 der Forst- u. Jag«:^' 
Wissenschaft; 417 der Haus- uud Landwirthschaft, des Gartenbau»^: 
1226 der Schönen Litteratur (Romane, Gedichte, Theater etc.^i 
581 der Schönen Künste (Malerei, Musik etc.), Stenographie; 6^^ 
der Volksschriften, Kalender ; 23 der Freimaurerschriften ; 402 d^^ 
Vermischten Schriften; 341 der Karten. 

[306.] Au^ Leipzig hat der Bibliothekar des BörsenvereiD^ 
F. Herrn. Meyer im Börsenblatte Nr. 11. S. 189 folg. „Aufforderung 
u. Bitte''*) veröffentlicht: Es gehört zu den Aufgaben der Biblio- 
thek des Börsen Vereins der Deutschen Buchhändler, Alles anzu- 
sammeln, was für die Geschichte des Buchhandels und der mit 
ihm verwandten Geschäftszweige mehr oder weniger wichtig ist; 
und zwar nicht allein in Buchform oder als Broschüren veröffent- 
lichte Schriftwerke, sondern auch solche Schriftstücke, welche nur 
dem internen Verkehre des Buchhandels zu dienen bestimmt u. 
dabei für die Entwicklung der buchhändlerischen Geschäftsformen 
oder nach sonst einer Richtung charakteristisch sind. Hierzu sind 
zu rechnen: Circulare, Prospekte, Flugblätter u. Streitschriften, 
Yerlagskataloge etc., femer Portraits von Buchhändlern, Signete, 
Gelegenheitsschriften, z. B. bei Geschäftsjubiläen u. A. m. Solche 
Publikationen, welche oft nur in kleinsten Kreisen Verbreitung 
linden, ohne zu allgemeinerer Kenntniss zu gelangen, sind für 
spätere Zeit oft auch dann von historischem Werthe, wenn sie jetzt 
scheinbar nur vorübergehende Interessen berühren. Dazu gehören 
auch die als Manuscript publiciiten Drucksachen der verschiedenen 
buchhändlerischen Vereine, welche in der Regel nur den Mitgliedern 
der betreffenden Vereine zugänglich sind. Auch diese Schriften, 

*) Hoffentlich wird man durch den Wiederabdruck dieser A. n. B. 
nicht die Interessen des Börsenblattes für geschädigt halten. 



X 



Litteratnr und Miscellen. 127 

teren Erlangang^, selbst auf direkt geäusserten Wunsch, für die 

Bibliothek bisher nicht immer möglich gewesen ist, bilden für die 

Unmft wichtige Geschichtsqnellen u. sollten der Bibliothek daher 

Xfg^mftssig u. möglichst vollständig übermittelt werden. Wo der- 

irtige Publikationen vorläufige Sekretirung bedingen, wird ein darauf 

hkflglicher Wunsch stets gewissenhafteste Beachtung finden, um 

der oben bezeichneten Aufgabe gerecht werden zu können, bedarf 

m for allem der regen Theilnahme u. der vollen Unterstützung 

dts Gesammtbuchbandels. Ich richte daher an die geehrten Glieder 

desselben die ergebenste Bitte, eine solche Theilnahme durch 

regelmässige Einsendung der bezeichneten Pablikationen be- 

tfaftügen u. damit -zu immer grösserer Vervollständigung der Biblio- 

th^ beitragen zu wollen, ohne im einzelnen Falle eine besondere 

Aolbrdening abzuwarten. In der Regel gelangt man ja eben nur 

durch glücklichen Zufall zur Kenntniss derartiger Sachen. Ich er- 

wfthne besonders auch diejenigen Circulare, welche überschrieben 

u. nicht mittelst gedruckter Adresse verschickt werden; auch ihre 

regelmässige Einsendung würde wesentlich zur Vervollständigung 

ter wichtigen Sammlungen der Bibliothek beitragen. Die Herren 

Antiquare ersuche ich wiederholt, diejenigen ihrer Kataloge, welche 

Ausbeute für die Zwecke der Bibliothek versprechen können, stets 

•0 schnell als möglich nach Erscheinen an mich einzusenden. Auf 

IJM demnächst auszugebende Desideratenliste erlaube ich mir 

idion hier mit der Bitte um gef. sorgfaltige Beachtung hinzuweisen. 

[807.] Aus London ist „Bibliotheca Sunderlandiana. The 
lecond portion of the Säle Catalogue of the Library of printed 
Bocks, known as the Sunderland or Blenheim Library, ten days 
Mle, ftom April 17 to 27, 1882. 8^ S. 215—435'* erschienen 
o. von Bern. Quaritch für n. 5 Mk. postfrei zu beziehen. Letzterer 
erbietet sich auch für n. 3 Mk. die Preisliste der 1. Abth., sowie 
fAr n. 50 Mk. ein vollständiges Exemplar dieses Kataloges (A — Z) 
mit der seltenen (weil vergriffenen) 1. Abth., den Preislisten u. 
den künftig erscheinenden Abtheilungen zu liefern. 

[308.] Aus Münster i. W. ist am 26. Decbr. 1881 der 
Verlagsbuchhändler Adolph Busseil, der Herausgeber des „Gesammt- 
Verlags-Kataloges des Deutschen Buchhandels"« gestoi ben. Wer all' 
die Mühen verfolgt hat, die sich B. gegeben, um dieses Werk so 
mannigfachen Widersprüchen gegenüber, ins Leben zu rufen, der 
wird wohl u. mit Becht bedauern, dass derselbe den Abschluss 
seiner Schöpfung nicht mehr erlebt hat. Glücklicher Weise wird 
die Herausgabe des Kataloges durch B.'s Tod keinerlei Störung 
erleiden. „Das bezügliche Material ist so vollständig u. druckfeilig 
gesammelt, auch sind alle sonstigen Maassnahmen für das programm- 
mässige Erscheinen des Werkes so vollkommen sichergestellt worden, 



128 liitteratar und Miscellen. 

dass mit Hilfe der bisherigen Mitarbeiter dass Werk znm voll- 
ständigen u. baldigen Abschluss gelangen wird.*' 

[309.] Bussische Bevue Monatsschrift für dio Kunde EvM' 
lands Herausgegeben von Carl Röttger. XIX. Band. (X. Jahff. 
7-12. Heft) St. Petersburg, Schmitzdorff. 1881. gr. 8«. 2M 
584 S. Pr. des Jahrgangs in 2 Bden f. d. Ausland n. 20 ML 
(8. Anz. J. 1881. Nr. 982.) 

Enthält: Ein kurzer Ueberblick Ober die Wirksamkeit dtf 
Finanzministeriums in den Jahren 1855—1880 (Schluss) 8. 1-— 80 

— Die Achal-Teke-Oase u. die Communikationswcge nach Indifli. 
Von Generallieutenant M. Annenkow (Schluss) S. 80 — 61 — Dit 
Arbeiten der Moskauer Anthropologischen Ausstellung. Von Pro* 
fessor L. Stieda S. 61—83 — Poststatistik Busslands f&r 1879 
S. 83 — 91 — Die Völker des Kaukasus nach ihrer Sprache v. 
topographischen Verbreitung. Von N. v. Seydlitz 8. 97 — 136 — • 
Das Professoren-Institut in Dorpat. 1827—1838. Eine Studie xnr 
russischen Universit4tsgeschichte. Von Dr. Georg Schmid S. 186—-' 
66 — Der Bestand der russischen Handelsflotte am 1. Januar 
1880 S. 167—71 — Die Operationen der Beichskreditanstaitea 
im J. 1879 S. 172 — 84 — Die Normirung des Bauemlandes & 
der bäuerlichen Leistungen in den Vorberathungen zur EmanzipatioB 
der gutsherrlichen Bauern. Von Joh. y. Keussler, Mag. polit oMl 
S. 193—226 u. 337—54 — Zur Pflege der Statistik in Bnsf 
land S. 227 — 43 — Antike griechische Gewebe aus Gräbern Süd- 
russlands. Von Dr. E. Schulze S. 243 — 53 — Die Ergebnisse der 
internationalen Münzkonferenz in Paris mit spezieller Beziehung 
auf Bussland. Bericht an den Hrn. Verweser des FinanzministeriunB 
vom ofEziellen Vertreter Busslands Geh. Bath Th. v. Thömer S. 
253—77 — Die Industrie Busslands im J. 1879. Von Friedrick 
Matthaei S. 289—336, 446—77 u. 500—84 (Fortsetzung folgt) 

— Land u. Leute in Easchgar S. 354—73 u. 385—402 — Die 
Operationen der Bussischen Eomunalbanken im J. 1880 S. 373 — 81 

— Die neueren Forschungen auf dem Gebiete der russischen Volka- 
poesie. Von Profess(»r A. N. Wesselofsky. 2. Artikel. S, 403 — 46 

— Zur Geschichte u. Statistik der landwirthschaftlichen Aus- 
stellungen in Bussland. Von A. Blau S. 481 — 99 — Die Fabri- 
kation landwirthschaftlicher Maschinen in Bussland S. 585 — 51 — 
lieber die Ausführung des Beichsbudgets vom J. 1880. Nach dem 
Bericht des Beichscontrolleurs S. 551 — 82 — Kleine Mittheilungen 
S. 92—94, 185- 90, 278—86, 381—82, 477—78 — Be?ae 
Bussischer Zeitschriften S. 95—96, 191—92, 287—88, 382—84, 
479-80, 582—83 — Bussische Bibliograpliie S. 96, 192, 288, 
384, 480, 584. 



Drnek ron Joh. P&snler in nresden. 



- maC^mmJL'^ 



NEUER ANZEIGER 

tat 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



AprlK 



1882. 



Inhalt: 

Bchweaerische Schriftsteller. Von A. Schumann. IX. Rudolf Bauchenstein. 
IWoBs.) — Die Presse der Eo^elherren zu Marienthal im Bheingan. Von 
Di.FaUL in Mombach. — Der Hilfsapparat zn einer Porträtsammlong. Von 
I^r. Alois Earpt — litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 



[310.] Sehweizerisehe Schriftsteller. 

Von A. Schumann. 

IX. Rndolf Ranohensteln. 

(Schluss.) 

(150.) 11. Bd. (1845.) S. 239—240: Claudii Ptolemaei Geo- 
Sn^hiae libri octo. Graece et Latine ad codicum manu scriptorom 
U^ edidit Dr. Erid. Gull. Wilberg, socio adjuncto Car. Henr. 
Rü Grasbofio. Fase. lU. librum tertium continens. Essendiae, 
amptibus et typis G. D. Baedeker. 1842. Fol S. 169—246. 

(151.) 11. Bd. (1845.) S. 464-469: SophocUs tragoediae. 
Beeensuit et explanavit Eduardus Wonderus. Yol. 11. Sect. I. con- 
Imens Electram. Ed. IL Gothae, 1844. Sumptib. Frid. Hennings. 
(2a Jacobs* n. Rost*s Bibliotheca graeca gehörig.) 

(152.) 12. Bd. (1846.) S. 62— 70 u. 137—145: 1. Q. Hora- 
tios Flaccns. Becensuit et interpretatus est Jo. Casp. Orellius. 
Sditio minor secunda emendata et aucta. Vol. L (XX n. 503 S.) 
Vol. n. (604 S.) Turici, sumptib. Orellii, Fuesslini et sociorum. 
1843 u. 1844. — 2. Q. Horatii Flacci opera. Eecognovit et com- 
m^tarüs in usum scholarum instruxit Gull. Dillenburger. Bonnae^ 
sumptib. Adolpbi Marci. 1844. X u. 565 S. gr. 8^ 

(163.) 13. Bd. (1846.) S. 73— 81: Des Aeschylus Eumeniden. 
Deutsch mit Einleitung u. Anmerkungen von G. F. Schömann. 
Gr«ifewald, bei C. A. Koch. 1845. VEI u. 232 S. 8«. 

(154.) 13. Bd. (1846.) S. 333—342: Demosthenis orationes 
sdectäe. Becognovit et explanavit Hermannus Sauppe. Vol. I. 
Demosthenis conciones. Fase. I. Gothae MDCCCXLV. Sumptibus 
Frid, Hennings. (Bibl. grseca von Jacobs u. Bost. Vol. XV. Sect. I.) 
148 S. 8«. 

(155.) 15. Bd. (1847.) S. 310—316: Euripidis fabul© selectae. 
Eßcognoyjt et in usum scbolarum edidit Augustus Witzschel. Vol. IQ. 

9 



130 Schweizerische Schriftsteller. 

Alcestem continens. Jense prostat apud Frid. Mauke. MDCCCXI« T" 
XXII u. 133 S. 12^ 

(156.) 15. Bd. (1847.) S. 337 — 343: De demis mhmis 
Athenanim, Abhandlung von Dr. Hermann Sauppe, Director des 
Gymnasiums in Weimar (im Osterprogramm 1846.) 24 S. 4®. 

(157.) 16. Bd. (1847.) S. 420—427: Vita Davidis RuhnkeDÜ 
a Daniele Wjttenbachiü scripta, ex editione principe cum Bei^- 
manuiana edit. et secundis curis Wyttenbachii diligenter collata. 
Longe accuratius, quam adhuc . . . factum est, edidit et annotationes 
quum selectas Frid. Lindemanni et Job. Theod. Bergmanni tno 
suas adjecit Car. Henr. Frotscher. Accedunt annotationes critic« 
et grammaticsB bonarum literarum studiosis adolescentibas Scripts 
atque indices rerum et verborum locupletissimsB. Fribergse 1846. 
Sumptus fecit et venumdat J. G. Engelhardt. 239 S. 8^ 

(158.) 22. Bd. (Hrsg. von Dr. Mager; in Verbindung mit C 
G. Scbeibert^ W. Langbein u. A. Kuhr. Zürich, Friedr. Schulthess. 
1849.) S. 402 — 415: Oiceronis de officiis libri tres. Mit einem 
deutschen Commentar besonders fQr Schulen bearbeitet von J. F. 
Degen. Gänzlich . . . umgearbeitet von Eduard Bonnell. Vierte 
Ausgabe. Berlin, Verl. von Veit u. Comp. 1848. 8^. 

(159.) 28. Bd. (1851.) S. 154—164: M. Tullii Ciceronis 
Tusciüanarum disputationum libri quinque. Erklärt von Dr. Gostat 
Tischer. Leipzig, Weidmann'scho Buchhdlg. 1850. 8^. 282 S. (Ai» 
der Sammlung griech. u. latein. Schriftfiteller, hrsg. von Mor. Han]ffc 
u. Herrn. Sauppe.) 

(160.) 31. Bd. (Fortgesetzt von C. G. Scheibert, W. Langbei» 
u. A. Ruhr. Zürich, Friedr. Schulthess. 1852.) S. 317— 331- ^ 
Geschichte des griechischen Kriegswesens von der ältesten Zeit i>^^ 
auf Pyrrhos. Nach den Quellen bearbeitet von W. Büstow u. I^'* 
H. Köchly. Mit 134 in den Text eingedruckten Holzschnitten ^ 
16 lithogr. Tafeln, (gr. 8^. XVHI u. 435 S.) Aarau, Verlag*^ 
comptoir. 1852. 

ni. Zeitschrift für die Alterthumswissenschaft. Hrsg. von I?^* 
Theod. Borgk u. Dr. Jul. Caesar. Cassel, Theod. Fischer, gr. 4- • 

(161.) 3. Jahrg. 1845. 1. Supplementheft. Nr. 7. Sp. 49— 5^' 
Nr. 8. Sp. 57—64; Nr. 9. Sp. 65—72; Nr. 10. Sp. 73—78; 
Die neuesten Leistungen für Pindar. I. Lectiones Pindaricae. Ed. 
C. L. Xayser. Heidelbergae. Sumtibus J. C. Mohr. MDCGCXIi* 
99 S. 8^ — II. Addenda et corrigenda in commontariis PindarL 
Scripsit Frid. Heimsoeth. Pars prior. Prostat Bonnae apud Webenun. 
MDCCCXL. 71 S. 8<>. — IIL Poetae lyrici graeci. Ed. Theod. 
Bergk. Lipsiae. Sumtu Beichenbachiorum fratrum. 1843. VIII o. 
887 S. 8^ (Pindari carmina 300 S.) — IV. Pindari carmina qoaa 
supersunt cum deperditorum fragmentis selectis ex recensione Boeckhii 



_ .■ -'.--.Si». 



F^' 



Schweizerische Schriftsteller. 131 

commentario perpetuo illustr. Lud. Dissenius. Editio altera auctior 
et emendaiior. Curavit F. G. Scbneidewin. Sect. I. Cannina cum 
aimotatione critica. Gothae MDCCCXLIII. Sumptibus Frid. Hennings. 
CXVI u. 354 S. 8^ — V. Apparatus Pindarici supplementum ex 
codi Yratislav. edidit Gar. Em. Ghrist. Schneider. Vratislaviae. 
Aderholz. 1844. 69 S. 4». 

(162.) 5. Jahrg. 1847. Nr. 91. Sp. 724 — 728; Nr. 92. 
Sp. 729—786; Nr. 93. Sp. 737—744; Nr. 94. Sp. 745—751: 
Die neuesten Leistungen für Pindar. Zweiter Aiiiikel. I. Pindarica. 
Scripsit et edidit Albertus de Jongh. Trajecti ad Bhenum, apud 
Kemlngh et filium. MDCCCXLV. 215 S. S^ — IL Pindaros. Zur 
Geschichte des Dichters u. der Parteikämpfe seiner Zeit. Von Tycho 
Mommsen. KieL Schwers'sche Buchhandlung. 1845. VIII u. 100 S. 
8^ — III. Pindars Siegesgesange als Ausdruck des Dorischen 
Stammcharakters, mit besonderer Erklärung des I. Pythischen Ge- 
sanges vom Gymnasiallehrer Baumann. 40 S. 8^. (WissenschafÜ. 
Beigabe des Offenburger Programms. 1845.) — IV. Des Pindaros 
Sieges-Gesänge aus der griechischen Urschrift verdeutscht von Ferd. 
Qanler. Constanz 1846. Verl. von Wilh. Meck. 102 S. S^. 

(163.) 7. Jahrg. 1849. Nr. 44. Sp. 348—352 u. Nr. 45. 
Sp. 353 — 356: De oratione in Eratosthenem trigintavirum Lysiae 
falao tributa. Scripsit A. Hecker. (0. 0. u. J. 13 S. 4®.) 

(164.) 9. Jahrg. 1851. Nr. 53. Sp. 421—424; Nr. 54. Sp. 
425—432; Nr. 55. Sp. 433—436: Ausgewählte Beden des De- 
moBthenes. Erklärt von Anton Westermann. Zweites Bdchn.: Bede 
Tom Kranze. Bede gegen Leptines. Leipzig, Weidmannsche Buch- 
Mlg. 1850. 80. 218 S. (Aus der Samml. griech. u. latein. Schrift- 
steller von Haupt u. Sauppe.) 

(165.) 11. Jahrg. 1853. (Hrsg. von Dr. Jul. Caesar. Wetzlar, 
tBathgeber.) Nr. 41. Sp. 327—328; Nr. 42. Sp. 329—336; 
Kr. 43. Sp. 337—342 : Aeschylos' Werke. Erstes Bdchn. : Prome- 
tbeas. Griechisch mit metrischer üebersetzung u. prüfenden u. er- 
Üärendeu Anmerkungen von J. A. Härtung. Leipzig, Verl. von 
ffüh. Engelmann. 1852. 176 S. kl. B^. 

(166.) IV. Neues Schweizerisches Museum. 1. Jahrg. (1861.) 
f & 310 — 312: Herm. EOchly, De evangelii Joannei paraphrasi a 
KoDDo facta. Turici, ex off. Zürcheri et Furreri. 1860. 25 S. 4^. 

(167.) V. Zeitschrift für das Gymnasialwesen. 16. Jahrg. (1862.) 
S. 490—496: Akademische Abhandlungen aus der Schweiz vom 
Jahre 1859. (Dodona. Eine historisch-antiquarische Untersuchung 
TOD Franz Dorotheus Gerlach. Basel 1859. 36 S. 4^. — Otto 
Bibbeck, Qua Aeschylus arte in Promethea fabula diverbia com- 
posaerit. Bemae. 14 S. 4^. — Wilh. Vischer, üeber die Promethens- 

9* 



132 Schweizerische Schrifteteller, 

tragÖdiSD des Aescbjlos. Basel. 26 S, 4**. — Herrn. ECchly, 
Hektore Lösung. ZOrich. 18 S. 4*.) 

VI. Philolngiacher Anzeiger. A]a ErgäMung dea FhiloIogaB 
hrsg. von Ernst TOn Leutsch. GOttingen, Verl. der Dieterichsciteii 
Bacfahdig. 8". 

(168.) 3. Bd. 1871. Nr. 7. S. 354—358: De interpolaüonis 
apud Demosthenem obviae vestigiis quibusdam acripsit Dr. Car. 
Frid. Gotthold Meatzner. PlaTiae in Nariscia. 1871. 24 8. 4". 

(169.) 3. Bd. 1871. Nr. 7. S. 358 — 360: Amoldi Hug 
commentatio de paendodemosthemca oralione adrersus Zenothetniii. 
Tnrici 1871. 24 8. 4*. 

(170.) 8. Bd. 1877. Nr. 4. S. 194—195: De duplid recen- 
sione orationis Aeschineae contra Cteeiphontem habitae. Scripait 
Bruno Caemmerer. Amatadtiae 1876. 34 8. 8". 

(171.) 8. Bd. 1877. Nr. 4. S. 196—197: Animadverslones 
in uratores atticos. DiBsertatio phUologica, quam ... defendet 
Carolas Fahr. Bonnae 1877. 61 8. 8". 

Zum Schlusa mosB ich noch bemerken, das9 ich das tresammte ver- 
zeichnet« littaiajiache Material tod der AarKaniBchen EantoDsbibliathek 
SBerm, Braonhofcr) und der EantonsBcbalbibliathek in Aaran ^Frof. Dr. 
. Bäbler), y<m der Universitätsbibliothek in Biteel (Dr. Lndv. Sieber) nnd 
von Prof. Friedr. Banchenateiu nnd Veilogabnchhändler Bemigina Saner- 
tünder in Aaraa zur Einucbtnahiae erhalten habe. Wie den itenannleo 
Hurren, so gebßbrt auch Prof. Dr. Franz Fröhlich !□ AarsQ mein frennd- 
lieber Dank für die üeberluinng eines von ihm an^fertigt«n Recensionn- 
Terzeichnisaes, nacb welchem ich meine eigene Arbeit bezüglich der Voll- 
aiöndigkeit za kontrollieren im Stande war. 

Berichtigang. Die Mr. 64 („Zu Xenophons Anabasis") ist 
irrthümlicber Weise in das Schriftenverzeichniss hineingekommen. 
Verfiisser des betreffenden Aufsatzes ist jedoch nicht Kudolf, 
sondern Friedrich Baachenstein. 

[311.] Die Presse der Kogelherren zn lUrienthal 
im Bbeingan. 

Die Kogelherren, auch Fraterherren genannt, haben sich be- 
kanntlich als 8chal- n. Druckorden rühmlich heirorgethan. Von 
ihrer Niederländischen Heimath verbreiteten sie sich sowohl über 
Norddeutschland als auch Über u. von Köln rbeinaufwärts an den 
Mittel rhet n , wo sie sich 1463 in Marienthal, 1466 in Königstein 
u. 1468 in Butzbach niederliessen. Am berühmtesten wurde Marien- 
thal als Wallfahrtsort, als Aufenthaltfort des Gabr. Biel u. Qberdiee 
als Druckort. Während die Brüsseler Fraterherren erat 1476 ihren 
ersten Druck ausgeben Hessen, begann die Drucktbätigkeit der 
Uarienthaler 1474, Tielleicht schon 1468. Es steht unzweifelhaft 
fest, daas die Uarienthaler mehre Breviere drackten. 



Die Presse der Kogelherren zu Marienthal im Bheingau. 133 

Zar allgemelDen Charakteristik glaube ich sagen zu können, 
dass diese Presse nur schwarz druckte, selbst die Bubriken sind 
nicht wie gewöhnlich roth, sondern schwarz gedruckt, jedoch nach- 
träglich roth unterstrichen. In den einen Drucken gehen die Zeilen 
durch y in anderen sind sie gespalten (Doppel colum nen) ; sie ent- 
behren sämmtlich der Foliirung, der Signaturen u. der Custoden. 
Man kann eine vierfache Type unterscheiden, die grösste (1), welche 
in Verbindung mit der nächsten (2) im Sommertheile des Breviers 
TOB 1474 erscheint; im Wintorthoile finden sich 1^ 2, 3 n« 4, u. 
zwar Type 1 u. 2 im Hauptwerk, 3 u. 4 im Calendarium. Alle 
Initialen sind nachträglich eingemalt. 

Im Folgenden verbreite ich mich über die aus der Marien- 
thaler Presse hervorgegangenen Mainzer Breviere n. schicke eine 
nir die bibliographische Behandlung der liturgischen Inkunabeln 
nothwendige Bemerkung voraus. 

Bei den liturgischen Drucken, Brevieren, wie auch Missalien 
n. Agenden, muss das Hauptwerk vor Allem gefunden u. unter- 
schieden werden. Dem Hauptwerke geht, wie noch in den litur- 
gischen Drucken der neuesten Zeit, ein Vorwerk voraus, nämlich 
allerlei Bubriken, Tabellen, Begeln, Calender, Gebete für Privat- 
andacht, auch nicht Dazugehöriges zur Ausfüllung einer nicht ganz 
bedruckten Seite. Ebenso findet sich am Schlüsse allerlei Bei- 
werk angehängt, z. B. nachträgliche Feste. In diesem Vor- u. 
Beiwerk herrscht bezüglich der Aufeinanderfolge der einzelnen Theile 
oder Gruppen Verschiedenheit; dieselbe mag schon in der Druck- 
legung ihren Ursprung haben. Es mag aber auch von Seiten des 
Buchbinders auf Veranlassung des Bestellers im Einbinden Willkür 
stattgefunden haben. 

Schon im 15. Jahrhundert nahm man auf diese Unterscheidung 
des Hauptwerkes Acht. Es beginnt, wenn überhaupt Foliirung u. 
Signatur stattfindet, mit der ersten Blattzahl u. ersten Signatur; 
der Miniaturist zeichnete diesen Beginn des Hauptwerks mit Minia- 
turen, Initialen u. Arabesken aus. 

Die Marienthaler Breviere wurden für die Mainzer Erzdiöcese 
hergestellt; diese Diöcese kannte nur einen Winter- u. Sommertheil, 
während das jetzt fast allgemein recipirte Komische Officium deren 
vier hat, nämlich Winter-, Frühlings-, Sommmer- u. Herbsttheil. 

Des Wintertheils officium de tempore beginnt mit dominica I 
adventus u. endet mit der vigilia paschae; desselben Wintertheils 
officium de sanctis beginnt mit St. Andreas (30. Nov.) u. endet mit 
dem 4. April: Ambrosius. Des Sommertheils officium de tempore 
beginnt mit pascha u. endet mit dominica ultima ante adventum, 
dessen officium de Sanctis geht vom 14. April bis 29. Nov. Im 
Winter- u. Sommertheil ist manches gemeinsam, z. B. commune 
sanctorum. Die mir zur Hand gekommenen Marienthaler Breviere 
sind folgende. 



134 Die Presse der Kogelherren zu Marienthal im Bheiogau. 

1. Psalterium breuiariamque magnntiiiense 1474. Es besteht 
aus zwei getrennten Bänden in Quart, einem Sommer- n. einem 
Wintertheile. Der Sommertheil giebt auf dem ersten Blatte Drucker, 
Druckort u. Druckjahr an. Das erste Blatt mit 81 vollen Zeilen 
ist Titel u. Vorrede zugleich. 

[S]ubiectum volumen psalterij breviarijque ma- H guntinensis. 
impressorie artis indnstria perfectnm. et || feliciter consummatum est. 
in domo fratrum clericorum || communis vite vallis sancte marie 
eiusdem diocesis in Bingka- || uia. Anno domini. M. cccc. 1. zxnn. 
sabbato post Beminiscere. || etc. 

Nun kommt eine Nachricht an den Leser. „Da das Original- 
exemplar primarium exemplar mit höchstem Fleisse n. vieler Mühe 
nach der Norm des ächten Mainzer Ordinariums gebessert ist, 
möchten wir jeden, der einen Vergleich anstellt, erinnert haben, 
nicht leicht eine Correctur anzubringen, wenn er etwa findet, dass 
eine Abweichung von seinem oder fremdem Usus vorliege. Denn 
die Gewohnheit der Lesenden hat es in unserer Zeit mit sich ge- 
bracht, dass jeder so viel ändert oder so viel nach Gutdünken zu- 
fügt, dass kaum zwei Exemplare in der so grossen Diözese gefunden 
werden können, die zueinander stimmen. Führen wir zwei Beispiele 
an, Asperges me ysopo et mundabor, wo man meistens den Vocativ 
Doffline beifügt. Und weiter Quoniam ego in flagella paratus, wo 
man das Wort sum anhängt, während in alten n. ächten Exemplaren 
in antiquis u. veris exemplaribus diese Beifügungen u. ähnliche 
sich nicht finden. Und wenngleich sie den Sinn nicht ändern, so 
sind sie doch schädlich, weil sie die Kirchen u. Kirchendiener be- 
züglich des Gottesdienstes in Verwirrung bringen .... Desshalb 
wurde in diesem Buche hauptsächlich dahin gearbeitet u. dafür mit 
höchstem Fleisse gesorgt, dass mit Hintansetzung der verschiedenen 
u. abweichenden Biten der Einzelkirchen bei den Anordnungen neuer 
Officien u. Historien [in den Lecüonen nämlich], welche jüngst durch 
den Diözesanbischof eingeführt oder im Allgemeinen zugelassen 
worden sind, eine nützliche Neuerung nicht versäumt u. in den 
anderen der Integrität eine treue Alterthümlichkeit gewahrt wurde, 
so dass wir alle, apostolischer Lehre gemäss, dasselbe sinnen u. 
dasselbe reden u. nicht unter uns Entzweiung gefunden werde." 

Das Hauptwerk des Sommertheils beginnt mit In die sancto 
päsce. Ad matutinas. priusquam dicatur Domine labia etc. Der 
Sommertheil umfasst das Kirchenjahr de tempore von Ostern bis 
zum letzten Sonntage vor Advent; der Theil de Sanctis beginnt 
mit 14 apr. Tiburcii u. Valeriani u. endet 29 nov. Satumini; an- 
gehängt ist das officium dedicationis ecclesiae. 

Das Vorwerk bringt Bl. 1 den eben gegebenen Titel sammt 
Vorrede, auf dessen Bückseite die Matutinbenedictionen stehen. 
Bl. 2 a beginnt das Calendarium. BL 8 a die Tafel des Sonntags- 



Die Presse der Eogelberren zu Marienthal im Bheingau. 135 

buchstaben u. s. w. sowie die Bemerkung Hec tres tabule Incipiunt. 
Anno domini Millesimo quadringentesimo septuagesimo quarto etc. 
Ueber das Wort septuagesimo ist geschrieben inclusive. 

Von diesem Sommertheile gilt, was oben zur allgemeinen Charak- 
teristik der Marienthaler Presse gesagt worden; der Band ist in 
der grosseren u. nächsten Type (1 u. 2) gedruckt, in Seiten zu 
28 ungespaltenen Zeilen. 

Vorstehende Beschreibung basirt auf dem gut erhaltenen. Ex. 
der Giessener Üniv.-Bibl. W 55480, welche Nummer mit W 55390 
ein ganzes, auch dem Einbände nach gleiches Brevier bildet. 

Des Wintertheils Hauptwerk beginnt Dominica prima 
adaentus in primis vesperis. Antiph. etc. u. enthält die Zeit von 
Advent bis Ostervigilie ; der Heiligentheil von 29. Nov. (s. Andreae) 
bis 4. April (s. Ambrosii). Das von mir gebrauchte Exemplar hat 
handfichriftlich angehängt „Incipit officium immaculate conceptiouis 
virginis marie, editum per rev. presb. Domin. leonardum nogarolum 
protonot. apost., artium ac s. theol. doctorem famosissimum" u. auf 
dem Blatte vorher ist ein darauf bezügliches Breve des Papstes 
Sixtus von 1476 befindlich. 

Vom Vorwerk ist die erste Seite des Blattes 1 a weiss gelassen, 
die Bückseite mit Matutinbenedictionen bedruckt. Bl. 2 a beginnt 
das Calendarium. BL 8 a hat eine rubricistische Tafel, 8 b die 
handschriftliche Tafel mit Sonntagsbuchstabe u. s. w. und dabei die 
handschriftliche Bemerkung Bl. c: tabula incipit ao domini m. cccc. 
septingentesimo quarto. Et etc. 

Dieser Wintertheilband hat sämmtliche Typensorten, von der 
feitesten bis dünnsten, 1, 2, 3 u. 4. Vor mir liegt aus der Giess. 
Üniv.-Bibl. W 55390. 

2. Nach mühsamem Vergleiche ward mir klar, dass die der 
Qie^ssener Universitätsbibl. gehörigen u. im Einbände gleichen Num- 
mern W 55380 a u. 55380 b ein vollständiges Marienthaler Brevier 
(Sommer- u. Wintertheil) bilden, aber von der eben besprochenen 
Edition abweichen. Die Typen sind in beiden Theilen nur 1 u. 2, 
die Seiten endigen in denselben Worten, aber aus den Abbrevia- 
turen ergiebt sich die Verschiedenheit des Satzes. Man vergleiche 
im Hauptwerke die erste Seite Dominica prima aduontus in primis 
vesperis; fast in jeder Zeile lässt sich eine kleine Verschiedenheit 
feststellen: Zeile 2 endigt mit surge, in der ersten Edition sur-, 
Zeile 3 endigt mit surgere, in der ersten Edition surge-, Zeile 4 
endigt mit fulges in, in der ersten Edition fulges. 

Wenn die Annahme richtig ist, dass beim Setzen Einer den 
Satz vorsprach u. Zwei (oder Mehre) druckten, so findet sich hier 
eine Bestätigung. 

Am Schlüsse des Sommertheils dieses zweiten Druckes (W 
55380 a) findet sich ein Nachtrag, Anhang, über welchen eine 



136 Die Presse der Kogelherren zu Marienthal im Rheingatu 

SchlussbemerkuDg Auskunft giebt in den Worten: Notandum qnod 
huic breuiario supperadditae sunt aliqüe historie speciales qae non 
sunt de registro. seruantur tarnen in mariori ecclesia magnntin. 
videlicet de sanctis pro parte estiuali. Es folgen nun die Namen 
der Heiligen Bonif., Egid., Alex., Bemig., Afra, Serg. et Bacch., 
Anna, Seuer, Bemard. u. Magnus, Barb., Thomas Cant., immac.- 
conc. etc. 

Ueber diese Marienthaler Breviere handeln, freilich unvollständig 
genug, Schaab, Buchdr. I, 508; m, 462; Falkenstein 174; Bod- 
mann, rheing. Alterth. 218. 219 mit Angabe anderer Drucke der- 
selben Presse u. weiterer Literatur u. das Hess. Arch. X, 186. 

8. An dritter Stelle besprechen wir eine andere Ausgabe, 
deren Verschiedenheit von den seitherigen sofort in die Augen springt; 
wir trefiGen nämlich gespaltene Columnen, u. nur die Typen 3 n. 4. 
In den Nummern W 55440 a und W 55440 b besitzt die Giessener 
Üniv.-Bibl. ein vollständiges Exemplar, Sommer- u. Wintertheil. 
Die Nummern W 55410 u. W 55420 sind je nur ein Wintertheil, 
also identisch mit W 55440 b. 

Die allgemeine Charakteristik gilt auch für diese Edition. Es 
fehlt Titelblatt Bl. Ib hat die Benedictionen, Bl. 2 a beginnt 
das Calendarium, welchem BL 9 a die Tafel folgt. Bl. 10 (ohne 
Folürung, ohne Custoden u. ohne Signaturen) beginnt das Haupt- 
werk u. zwar in jedem Theile. 

Als Euriosum sei hier eingeschaltet, dass das Exemplar W 
55430 derselben Bibliothek ein Mixtum beider Editionen darstellt, 
denn ein Theil hat gespaltene Columnen, ein anderer die durch- 
laufenden Zeilen; letztere Partie muss aus einem ziemlich verbrauchten 
Exemplare herr€Jiren. Ueber einen Theil der Gebete ist eine Deutsche 
Uebersetzung geschrieben. 

4. Die Marienthaler Presse lieferte auch ein Diumale. Das 
mir vorliegende Exemplar der Giess. TJniv.-Bibl. W 55470 ist nicht 
ganz vollständig; ein vollständiges Ex. besitzt aber die Mainzer 
StadtbibUothek. 

Das Giessener Ex. beginnt auf BL 1 c mit dem 9 Blätter ein- 
nehmenden Calendarium, darauf: Incipit registrum aduentus pro 
diumali. 

Die Type ist 3; die Zeilen laufen durch, es fehlen Blattzablen, 
Signaturen, Custoden u. die Initialen sind eingeschrieben. 

Die Giessener Bibliothek kam nach Aufhebung des Eugelhauses 
zu Butzbach in den Besitz der Butzbacher Bibliothek, worunter sich 
auch oben verzeichnete Breviere befanden. Dieselben tragen das 
Inscript: über capituli ecclesie sei Marci in Butzbach. 

Bodmannn in den rheingau. Alterth. S. 218 fQhrt noch andere 
Druckerzeugnisse aus Marienthal an, so Copia indulgentiarum de 
institutione festi presentätionis b. Marie 1468, 12 Bll. Folio; 



Der Hilfsappai'at zu einer PorträtsammluDg. 137 

Gorson, opus tripartitum 4^. sine loco; Nie. de Lira postilla in 
4 evang. sine anno; decor marianae vallis in Riugauia, 32 SS. 
8®. sine loco (Bodmann S. 217). Das Hessische Archiv X, 186 ver- 
muthet noch einen Ablassbrief 1484. — Nach Einlieferung des MS. 
biB ich noch auf andere Drucke aus Marienthal gestossen. Ich 
werde alle Ergebnisse meiner diesbezüglichen Forschungen in einer 
eigenen Schrift bekannt geben. 

Mombach. Dr. Falk. 

[312.] Der Hilfsapparat zu einer Porträtsammlimg*). 

Zu den zunächst nur enge Fachkreise interessirenden Disci- 
plinen sind unter Anderen die Bibliotheks- Wissenschaft, die wissen- 
schaftliche Bibliographie, endlich die litterarische Statistik zu zählen. 
Es dürfte aber kaum eine andere Disciplin das Missgeschick theilen, 
dass fast alle auf diesen Gebieten immer wieder auftauchenden den 
Fortschritt bezweckenden Vorschläge ohne praktische Ergebnisse 
wieder verschwinden, wenn nicht die Leserwelt, Schriftsteller, 
Künstler, Buchhändler u. Buchdrucker dieselben zur Eenntniss 
nehmen u. würdigen. 

Die Erfassung solcher Vorschläge bedingt aber die Einsicht 
in das geschäftliche u. wissenschaftliche Gebahren des bibliogra- 
phischen Forschers — u. warum sollte man gerade hier einen 
kurzen Einblick scheuen? 

Das Interesse am Sammeln von Porträts ist Dank der Photo- 
graphie u. der fortgeschrittenen vervielfältigenden Kunst ein allge- 
meines geworden. Giebt es ja doch fast kein Haus, ja selbst keine 
Familie, welche nicht ein Photographie-Album besitzt. Immer häu- 
figer findet man selbst in ärmlichen Stuben die Wände mit den 
manchesmal sogar genealogisch angeordneten Familien -Bildnissen 
geschmückt. Ebenso wird die Bedeutung der chronologischen Zu- 
sammenstellungen der Bildnisse von einer u. derselben Person in 
den verschiedenen Lebensperioden immer mehr u, mehr gewürdigt 

Aber nicht blos das Individuum als solches, ganze Stände, 
Gemeinden, die Länder, die Reiche haben ihr besonderes Interesse 
an gewissen Personen u. damit an den Bildnissen derselben. Der 
Naturforscher ziert seine Zimmer mit den Bildnissen berühmter 
Physiker, Astronomen, Geologen u. s. w., der Musiker mit den Bild- 
nissen namhafter Gomponisten, Sänger u. s. w., Maler, Architekten, 
Goldschmiede u. s. w. schmücken Atelier u. Verkaufsbude mit den 
Bildnissen hervorragender Vertreter ihrer Kunst oder ihres Kunst- 
gewerbes, u. wollen wir weiter nur an die Porträt-Sammelwerke 
z. B. von Süss, die Bürgermeister in Salzburg, Serie di ritratti 



*) Aus der ,^eaen Freien Presse'' vom 13. März Nr. 6302 abge- 
druckt u. vom Verf. vermehrt. 



. .>r 



138 Der Hilfsapparat zu einer Porträtsammlnng. 

d'uomini illastri Toscani con gli elogj storici dei medesimi (Fi- 
renze 1766 — 1773), an Banmeister's Galerie der Regenten Bayerns 
u. 8. w. erinnern, in welchen die oben ausgesprochenen (redanken 
zum Ausdrucke kommen. Der Lehrer stellt, wie dies beispielsweise 
durch das Werk : „Die Kaiser aus dem Hause Habsburg-Lothringen'', 
von B. Precechtel, bezweckt wird, Porträts als Lehrmittel in eigenen 
Atlanten u. Geschichtsbildern zusammen, um das Gedächtniss des 
Schülers für den einzuprägenden Lernstoff zu unterstützen. Der 
Schauspieler benützt Porträtsammlungen, um an denselben Costüm 
u. Maske der von ihm zur Darstellung zu bringenden Persönlich- 
keit zu studiren. Der Bildhauer will aus den gesammelten Bildern 
einer historischen Persönlichkeit die charakteristische Anschauung 
für die Ausarbeitung einer Statue, eines Reliefs u. s. w. gewinnen. 
Der Zeitungsleser, der Politiker sammelt Porträts, er will auch die 
Gesichtszüge, die äussere Gestalt derjenigen Personen, welche da 
sprechen u. von denen täglich gesprochen wird, kennen lernen, 
welchem Motive die illustrirten Zeitungen zum Theile ihre Ent- 
stehung verdanken. Als Curiosum mag hier auch die Gepflogenheit 
eines Sammlers erwähnt werden, welcher seine Appartements mit 
eigens beschriebenen Porträts von solchen Personen schmückt, an 
deren Namen sich seiner Meinung nach in dem jeweilig jüngst ver- 
flossenen Jahre eine Thatsache oder ein Ereigniss knüpft, welche 
oder welches auf die Bildung u. Veränderung des inneren u. 
äusseren Zustandes der menschlichen Gesellschaft in hervorragend- 
ster Weise Einfluss gewonnen hatte. Wir glauben hier zur Charak- 
terisirung dieser alljährlich meist zur Sylvesterfeier u. nach Be- 
sprechung im Freundeskreise um ein Bild vermehrten nicht unin- 
teressanten Porträt-Zusammenstellung nachfolgende Daten anführen 
zu sollen: 

1844, 14. August. Sieg des Französischen Generals Bugeaud 
am Flusse Isly gegen Marokko. 1845. Der Absolutismus durch 
Isabella IL in Spanien eingeführt. 1846. Robert Peel setzt 
gegen das Interesse des güterbesitzenden Adels im Englischen Par- 
lamente eine Korn -Bill durch, welche England dem fremden Ge- 
treide öfl&iete. 1847. Der Araber Emir Abd-el-Kader ergiebt sich 
dem französischen General Lamorici^re. 1848, 13. März. Der 
Oesterreichische Staatskanzler Mettemich dankt ab. 1849, 14. ApriL 
Kossuth Gouverneur, Präsident in Ungarn. 1850. Ministerium Man- 
teuffel. 1851, 2. December. Louis Napoleon, Präsident der Fran- 
zösischen Republik, lässt seine Gegner nächtlich in aller Stille 
verhaften u. s. w. 

Andere schmücken ihre Häuser, wie dies zur Erinnerung an 
Mozart beim Hause Nr. 8 in der Rauhensteingasse der Fall ist, 
mit Porträtbüsten, u. wie schon im Alterthum die berühmten Männer 
u. Frauen an geeigneten. Jedermann zugänglichen Orten, auf öffent- 



Der Hilfeapparat zu einer Porträtsammlung. 139 

liehen Plätzen u. in Tempeln aufgestellt wurden, so ist man jetzt 
mit anerkennenswerthem Eifer bemüht, Staatsanstalten, Akademien 
n. Museen mit den Bildnissen jener Männer, an deren Namen sich 
eine Ermngenschaft des menschlichen Geistes knüpft, zu schmücken. 

Es ist wohl einleuchtend, dass für ein Institut, welches den 
verschiedenen AnforderuDgen der Gelehrten, Künstler u. Laien ent- 
sprechen soll, nicht bloss Kunstwerke oder Bildnisse besonders her- 
Torragender Personen Bedeutung erlangen können, sondern unter 
Umständen auch solche, welche vom ästhetischen Standpunkte aus 
den Forderungen der Charakteristik nicht vollkommen entsprechen, 
oder auch von gesellschaftlich oder wissenschaftlich oder künstlerisch 
nicht heryorragenden Personen. 

Von den Schwierigkeiten, welche überwunden werden müssen, 
um eine den bibliographischen Forderungen bezüglich der Charak- 
terisinmg der Bilder sowohl als auch der Feststellung der Identität 
der dargestellten Person entsprechende Anordnung u. Unterbringung 
einer Porträtsammlung von etwa 200,000 Blättern, wie beispiels- 
weise der mit der k. k. Familien-Fideicommiss-Bibliothek in Wien 
verbundenen Sammlung, welche die Porträts der Dynastenfamilien 
genealogisch, die der übrigen Persönlichkeiten theils nach Ständen, 
theils alphabetisch geordnet auf Papiercartons gespannt u. in Porte- 
feuiUes verwahrt enthält, zu ermöglichen, macht sich der Laie kaum 
emen Begriff. Es genügt übrigens hier daran zu erinnern, dass 
die vorkommenden Namen sprachlich geeint werden müssen, dass 
die Provenienz der verschnittenen oder aus Werken herstammenden 
Blätter zu dem obgenannten Zweck eruirt werden müsse u. s. w. 
Wie schlimm man z. B. bezüglich der Feststellung der Identität 
der dargestellten Person daran ist u. wie wenig Unterstützung selbst 
Kunstinstitute ersten Bangs hierin zu gewähren im Stande sind, 
das mag z. B. die Thatsache beweisen, dass von den 843 theils 
zweifellos, theils muthmaasslich nach lebenden Originalen angefer- 
tigten Bildern der k. k. Belved^re-Galerie in Wien 200 Bilder be- 
nannt, 143 aber unbenannt sind. Wir finden in dem vorliegenden, 
vom früheren Galerie-Director verfassten Katalog 20 ausdrücklich 
als unbekannt bezeichnete Porträts, 25 Brustbilder von unbekannten 
Männern, 14 von unbekannten Frauen, 1 Brustbild von einem Kinde, 
1 Brustbild von einem Venetianischen Senator, das eines Procurators 
von S. Marco, das eines Malteser-Bitters, eines Ordensritters, eines 
Geistlichen, eines Cardinais, endlich eines Juden. 28 Bildnisse von 
alteren u. jungen Männern, 15 von Frauen, eines Venetianischen 
Nobile u. eines gehamischten See-Officiers. Ungeföhr 20 andere 
Bilder (Köpfe) von Männern, 6 von Frauen, darunter 3 als Bürgers- 
frauen bezeichnet, 3 alte Philosophen u. einen hohen Geistlichen. 
Hier möchten wir gleich daran erinnern, dass eigentlich Jedermann, 
der für die richtige Beschreibung eines Bildnisses, welche im aU- 



jd 



140 Der Hilfsapparat zu einer Porträtsammlung. 

gemeinen in der Angabe der Geburtszeit, des Geburtsortes, des 
Lebensalters, der Lebenstellung u. s. w. der dargestellten Person 
besteht, sowie für die Erhaltung einer diesbezüglichen Familien- 
Urkunde sorgt, mehr oder weniger zur Lösung einer gewiss nicht 
unbedeutenden culturgeschichtlichen Aufgabe beiträgt Es gilt dies 
besonders von den in den Schlössern zerstreuten Ahnenbildero, 
welche ja jetzt so leicht durch photographische Beproduction wenn 
nicht allgemein, so doch für Sammlungen zugänglich gemacht werden 
könnten, wodurch dieselben dem Verluste entrissen wären. 

Die bequemste Vermittelung für die rasche Auffindung eines 
bestimmten Porträts wird durch die Anlage eigener, NacbschQbe 
leicht zulassender, also beweglicher, sogenannter Zettelkataloge er- 
zielt. Ein Katalog hat die Namen der dargestellten Personen, 
ein zweiter die Namen der Künstler, respective der Zeichnern. 
Reproducirer der Bilder, in alphabetischer Reihenfolge zu enthalten. 
Um Anfragen, welche u. wie viel Personen eines bestimmten Stan- 
des in der Sammlung vertreten sind, beantworten zu können, muss 
natürlich ein dritter Zettelkatalog, welcher in der Art wie der 
Schlüssel zu Mejer*s Conversations-Lexikon als systematische Zu- 
sammenstellung für die darin aufgenommenen einzelnen Artikel ver- 
fasst ist, angelegt werden. 

Die rasche Beantwortung der Anfragen, welche u. wie viel 
Mitglieder von regierenden Familien vertreten sind, muss endlich 
ebenfalls durch eigene, auf Grundlage der vorhandenen genealogischen 
Tabellen, z. B. von Hübner, Yoigtel u. s. w., gemachte Signatoren- 
Combinationen vermittelt werden. 

Falls die Sammlung mit einer Bibliothek verbunden ist, müssen 
auch alle Porträts, welche in den einzelnen Werken enthalten sind, 
u. dies ist ziemlich häufig der Fall, in ähnlicher Weise behandelt, 
die angefertigten Zettel aber in die entsprechenden beweglichen 
Kataloge eingereiht werden. Auch die Landkarten sind in dieser 
Beziehung zu berücksichtigen. 

Mit der geschaffenen Möglichkeit, ein bestimmtes, in der 
Sammlung befindliches Porträt oder die vorhandenen Bilder einer 
u. derselben Person, die vorhandenen Bilder von Personen einer 
u. derselben Familie, eines u. desselben Standes, endlich die ver- 
schiedenen Bilder, welche von einem u. demselben Meister herstammen, 
rasch auffinden zu können, glaubt gewöhnlich der Laie die diesbe- 
zügliche bibliographische Aufgabe erfüllt. Es ist aber einleuchtend, 
dass man trotz dieses geschaffenen Apparates sofort in Verlegenheit 
kommt, wenn es sich darum handelt, die Anfragen : ob das Bild von 
irgend einer in der Sammlung nicht vertretenen Person überhaupt 
existire, u. wenn ja, welchen mittleren materiellen Werth dasselbe 
habe, eine Frage, die, so banal sie auch klingen mag, für den 
Sammler stets grosse Bedeutung hat» zu beantworten. 



Der Hilfsapparat za einer Porträtsammlung. 141 

Der Sammler wird also, solange kein litterariscLes Centralaus- 
konftsinstitut besteht (siehe Nummer 675, Jahrgang 1879 des 
Irenen Anzeiger von Petzholdt), an welches man sich in solchem 
Falle wenden könnte, von allen ihm zur Kenntniss gekommenen 
Bildern, wenn letztere auch nicht in der Sammlung aufgenommen 
sind, bewegliche Zettelkataloge anlegen müssen. Unterstützt oder 
erleichtert wird diese Arbeit durch Benützung der vorhandenen ge- 
druckten Porträt- Kataloge, von welchen je zwei Exemplare zer- 
schnitten werden, und die einzelnen auf Zettel aufgeklebten Titel- 
notizen zur Verwendung kommen. 

Es kann natürlich von der wiederholten Einsichtnahme in solche 
Kataloge, von welchen man wegen ihrer Kostspieligkeit gewöhnlich 
Dor eio Exemplar erwirbt, nicht Umgang genommen werden. 

Die Anlage eines bibliographischen Verzeichnisses von Porträt- 
Katalogen findet sich im Petzholdt'schen „Neuen Anzeiger für Bib- 
liographie, Jahrgang 1863'^ Nr. 258 und 357. 

Welchen Nutzen und welche Erleichterungen die Kenntniss 
lolcher Zusammenstellung wie z. B. A^ronautes siehe Katalog: 
Delestre-Vigndres Collection de Portraits. 1880. Nr. 1462—1475. 
— Erzbischöfe siehe: Schmidt, Catalog über Porträts. Halle a. 
d. S. 1881. S. 40—41. — Hessische Fürsten siehe: Kata- 
kig der Jungklaus'schen Buchhandlung in Cassel. Juli 1879. Nr. 
49, 8. 38 — 39 u. s. w. verschaffen, wird wohl nur von den Samm- 
lern selbst am besten erkannt u. gewürdigt werden können. 

Nach dem über die Zusammenstellung von Porträts u. des 
onmittelbaren Hilfsapparates für dieselbe Gesagten wird es nicht 
schwer sein, sich auch eine Vorstellung über die Zusammenstellung 
Tun Biographien u. des bibliographischen Hilfsapparates für diese 
zu machen. Auch hier müssen neben den überhaupt erreichbaren 
biographischen Titehiotizen die diesbezüglichen Hilfswerke in Evi- 
denz gehalten werden. Es gilt dies ebensowohl von den Werken, 
welche vollständige Biographien oder biographische Daten enthalten, 
wie L. B. die Werke: Kestner, das Leben der berühmtesten Aerzte, 
Quatremere de Quincy, Geschichte der berühmtesten Architekten 
des 11. Jahrhunderts, Fantuzzi, Notizie degli scrittori Bolognesi, 
Botermund^s Lexicon von Gelehrten in Bremen, Bossi's Elogi 
btorici di Bresciani illustri u. s. w. — Oettinger's Moniteur 
desDates, Poggendorf s Biogr.-litterar. Handwörterbuch zur Geschichte 
der exacten Wissenschaften, sondern auch von den Werken wie 
L B. Oettinger*8 Bibliographie biographique, Biographie (bibliogra- 
phische) siehe IL Bd. S. 76 — 169 des Bepertoriums über die v. J. 
1800 — 1850 in Akademischen Abhandlungen auf dem Gebiete der 
Geschichte erschienenen Aufsätze von Koner u. s. w^ welche das 
Auffinden von biographischen Abhandlungen xl Notisen nur 
Termitteln. 




1 t 



'^ 



142 Litteratar und Miscellen. 



Es braucht woM nicht erst auf die Tageslitterator, als eine 
unerschöpfliche Quelle von Biographien u. biographischen Notizeoit 
die Aufmerksamkeit gelenkt zu werden; es genügt der HinweuB 
auf die Menge von periodischen Druckschriften specifisch gelehrten 
Inhalts fiir sämmtliche Disciplineu, in welchen Biographien u. Ne* 
krologe enthalten sind^ um beurtheilen zu können, welchen Zeit- o. 
Kräfte-Aufwand die Evidenzhaltung solcher Znsammenstellungen er- 
fordere. Dr. Alois Earpf. 



Litteratnr nnd Miscellen. 

Allgemeines. ^ 

[313.] The Library Journal Offlcial Organ of the Library ] 
Associations of America and of the United Kingdom. YoL 7. \ 
(S. oben Nr. 195.) 1 

Das JaD.-HeftNr. 1 enthält: Editorial — United Kingdom Assoda- | 
tion (November Monthly Meeting) — American Library Association i 
(Meeting of Executive Board) — Communications (Annotated Oata- ' 
logues; Indexing Periodicals; In re Fothergill) — Scraps in Script 
— Pratt Free Library — New York Free Library — Library 
Economy and History — Bibliografy — Notes and Queries — 
Anonyme and Pseudonyms — Library Purchase-List — Gleneral 
Notes. j 

[314.] Annales du Bibliophile Beige Nouvelle Serie publ. par 
Fr. J. Olivier. Tom. I. (S. oben Nr. 199.) 

Nr. 9 vom März enth. : Almanachs, Calendriers et Cai^tabellea 
imprim^B ä Toumai (Fortsetzung) — Histoire du Theätre Fran^ais 
en Belgique^ par F. F. (Fortsetzung) — Variät^ — Catalogue des 
Livres anciens et modernes en vente chez Fr. J. Olivier (Fortsetzung). 

Btbliograpliie« 

[815.] * Bdcr^ations bibliographiques par Loudolphe de Vir- 
mond. Paris, Dentu. kl. 12 ^ 191 S. Pr. 3 Fr. (100 numer. 
Exempl. ä 6 Fr.) 

[316.] * La Beliure Fran9aise commerciale et industrielle 
depuis rinvention de l'imprimerie jusqu'ä nos jours; par MM. 
Marius (Michel), relieurs-doreurs. Paris, Morgand et Fatout 4®. 
147 S. m. eingedr. Fig. u. 23 Taf. 

[817.] Bibliographie des Plaquettes Bomantiques par Ch. 

Nauroy. Paris, Charavay fröres. gr. 16^ 124 S. (Nur 260 nnmer. 

Exempl., wovon die ersten 10 auf Jap. Pap.) Pr. n. 6 Mk. 

Der Terf. der „Bibliographie des Impressions Microscopiques" 

(Paris, Charavay fr^res. 82^. 125 S. Nur 250 numer. Exempl. Pr. 

6 Fr.) hat sich durch den Umstand, dass in einer Auction 1881 



Litteratur und Miscellen. 143 

die erste Ausgabe der Broschüre „Notre-Dame de Paris" um den 
hohen Preis von 1700 Fr. zur Versteigerung gekommen ist, dazu 
angeregt gesehen, eine Bibliographie von dergl. kleinen Schriftchen, 
die leicht der Vergessenheit u. sogar dem Untergange anheimfallen 
können, zusammenzustellen. Er hat in vorl. ziemlich luxuriös ge- 
druckter Bibliographie solche „Plaquettes romantiques" von 27 ver- 
schiedenen Schriftstellern, unter denen Victor Hugo mit der grössten 
Zahl an der Spitze steht, zusammengebracht 

[818.] Anno IV. Bibliografia Universale Elenco mensile delle 
piü importanti Pubblicazioni nuove Italiane ed estero vendibili 
nelle Librerie di Ermanne Loescher in Firenze, Torino, Borna, 
gr. 8^ 12 Nrr. ä 1 Bog. Mit alphab. Register am Jahres- 
schlüsse. (S. Anz. J. 1881. Nr. 212.) 
Ein hauptsächlich fOr die Verkehrsinteressen des Herausg.^s 
bestimmtes Blatt, welches aber auch ausserhalb dieses Verkehrs- 
kreises mit Nutzen Verwendung finden wird. 

[319.] 2)ad 3eitungSiDefen fonii unb ieftt t)on 2)etle)) Steigert ü. 
Siebermann, Seipiig, Sdebrid^. fl. 8». 1 SBI. 109 6. $r. 2 9JH. 

Mit dem Verf. bedauern wir, dass die Geschichte des Jour- 
nalismus von Prutz nur Bruchstück geblieben ist, und dass sich 
.noch niemand zur Fortsetzung derselben gefunden hat. Die vor- 
liegende Arbeit ist in erzählendem Tone geschrieben und behan- 
delt ein reiches Material; man bedauert, dass der Verf. den ver- 
schiedenen Kapiteln nicht eine etwas grössere Ausdehnung u. mehr 
hl die Details eindringende Behandlung gegeben hat. In Betreff 
der beigegebenen „Literatur über das Zoitungswesen'^ sagt der 
Yerf. selbst, dass sie lückenhaft sei; wii* können dies nur bestä- 
tigen u. hätten gewünscht, dass dieselbe auch mit mehr bibliogra- 
phischer Genauigkeit ausgeführt u. in den einzelnen Abtheilungen 
entweder streng chronologisch oder streng alphabetisch gehalten 
wäre. Dieselbe theilt sich in I. Allgemeine Geschichte über das 
Zeitungswesen (32 Nrr.), II. Geschichte der einzelnen Zeitungen 
a. Perioden (17 Nrr.), III. Kataloge u. Bepertorien (22 Nrr.) u. 
lY. Allgemeines über Zeitungswesen (36 Nrr.). Hoffentlich giebt 
bald eine neue Aufl. dem Verf. Gelegenheit, diese Bibliographie 
möglichst zu vervollständigen u. umfassend umzuarbeiten. Das 
Werkchen ist hübsch ausgestattet, doch ist leider die Korrektur etwas 
nachlässig behandelt worden; ich hebe nur die falsch gedruckten 
Namen hervor. S. 51 Lapau st. Logau; S. 53 BaCsenge st. Bos- 
sange; S. 55 Desberreen st. Desbarreau; S. 61 Virtor s. Vietor; 
S. 77 Apel st Opel; S. 96Eucheval st. Cucheval; S. 100 Sirvent 
st Sirven. Das Wort „Journaux" scheint nach einer neuen Ortho- 
graphie (joumeaux) gedruckt zu sein. Das Wellersche Werk (S. 
9 u. 91) ist nicht der 8. sondern der 111. Bd. der Bibliofhek des 




144 Liiteratur und Miscellen. 

Liter. Vereins in Stuttgart. Die Anmerkung auf S. 77 gehört auf 
die folgende Seite, — S. 95 Nr. 20 ist Deschiens, Bibliographie 
de journaux beiges jedenfalls mit dessen Bibliographie des joumaux 
de la revolution en France verwechselt. Die seit 1864 bestehenden 
Journalisten-Tage, sowie die Zeitungs-Ausstellung in Prag (1877) 
scheinen dem Verf. entgangen zu sein. 

[320.] SlOdemetne^ SBü(^er^Seri!on ober ^ODÜftänbiged olpl^betifd^ 
SBerseid^nijß aller t)on 1700 bis dnbe 1879 etf(iienenen Sudler, toel^e 
in ^eutfd^Ianb unb in ben burd^ B\>xaä)e unb Siteratur bamit rm* 
»anbten Sanbem gebrudt »orben fmb sc. Son äBil^lm ipeinitu!^. 
XYI. aSanb, »elci^er bie t)on 1875 büs dnbe 1879 etfci^ienenen 9äd^ 
unb bie IBenci^tigungen frü^rer Srfdbeinungen ent^&It. $)eraud9e9eben xxm 
Otto Riftnet. Sicf. 17. Seipjig, »roi^au«. 4». mt\}, H. S. 465—644. 
$r. k n. 3, auf Sc^rcibpap. n. 4 üRf. (©. oben 3flt. 124.) 

Enth. die Artikel „Schubert*^ bis „Statistik". 

[321.] * Wissenschaftliche üebersicht der bedeutenderen Er- 
scheinungen des deutschen Buchhandels. [XYII.] Jahrg. 1882. 
Leipzig, Hinrichs, Pol. 13 Nrr. ä 1 Bog. Pr. n. 1,50 Mk. (S. 
Anz. J. 1881. Nr. 218.) 

* Monatliche üebersicht der bedeutenderen Erscheinungen des 
deutschen Buchhandels. YIIL Jahrg. 1882. Leipzig, Hinrichs.' 
8«. 13 Nrr. k 1 Bog. Pr. n. 2 Mk. (S. daselbst.) 

Zum Verkehr zwischen Sortiment u. Publikum. 

[322.] Ueberfeftungen auS beut 2)eutf(i^en in bie bänifd^e, engltjc^c, 
fran^ftfd^e, ^oUdubifd^e, italienif(^e, nonoegtf(^e, fd^mebifd^e unb fpanif^ 
©pra*e. (aRitgct^eilt üon Otto aBü^lbrc*t.) 1882. I. (Sntb. im 
S3orfenbIatt für ben beutfd^en 93u(ibl^anbel unb bie mit i^m t)enoanbten 
©efdWftösmcige. 4«. 3flr. 54. S. 998—1002. (6. oben 3lx. 13.) 

[323.] Ueberfeftungen au2 bem S)eutf(i^en in bie flai}if(iben, bie 
magparifci^e, rumänifd^e u. a. ofteuro^dif^e ©prac^n. (3)litget^eilt Don 
%. ^^zäi,) 1881. 1. u. 2. Quartal. @nt^. in bem nämlichen 9L 
1882. 40. 9lr. 36. S. 667—71. (6. oben Sir. 13.) 

[324.]; Urbank&v Vöstnfk BibUograficky. Mesidnfk pro rozhled t 
literatufe, hndb§ a nmenf. Majetnfk a Redaktor: Fr. A. ürbanek, 
knihknpec v Praze. Bodnflc XU. Nakladatel ürbanek v Praze. gr. 8^ 
12 Nrr. a 1—1 Va Bog. Pr. 4, resp. auswärts 4,40 FL (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 219.) 

Litterarhistorischer u. bibliographischer üeberblick im Bereiche 
der neuesten Czechischen Litteratur, zu dessen bequemem Gebrauche 
am Schlüsse des Jahrganges ein Eegister beigegeben wird. 

[325.] * London Catalogue of Penodicals, Newspapers, and 
Transactions of various Societies; with a List of Metropolitan 
Prinüng Societies and Clubs for 1882. [XLL Annual Edition.] 



'«« 



Litteratur und Miscolleu. 145 

London, Longmans & Co. gr. 8". 16 S. Pr. 1 s. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 346.) 

[826.] Bibliographie nationale Dictionnaire des Ecrivains 
Beiges et catalogue de leurs publications 1830 — 1880. Livr. 
1—2, Bruxelles, Weissenbrnch. Lex. 8^. 192 S. Pr. a n. 2,50 Mk. 
Die Feier des 50 jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit Bel- 
giens hat Veranlassung dazu gegeben, dass ein Comitö (bestehend 
aus: A. de Koninck, biblioth^caire-adjoint de la Chambre des Be- 
pr6^ntants; J. de le Court, conseiller ik la Cour d'appel; Ch. Potvin, 
membre de TAcadämie royale de Belgique; Ch. Buelens, conser- 
vateur ä la Bibliotiidque royale) zusammengetreten ist, welcher es 
sich zur Aufgabe gemacht, eine Nationalbibliographie des betreff. 
50jahrig6n Zeitraums zusammenzustellen, resp. zusammenstellen zu 
lassen. Eine Probe liegt in den beiden ersten Lief, vor, in welchen 
die Artikel „A*^ bis „Capltaine'* — nach dem Muster der Loreuz'- 
schcn Franz. Bibliographie verzeichnet — enthalten sind. 

[327.] Bibliotheca Belgica. Bibliographie generale des Pays- 
Bas. Sign^: Le hiblioth^caire de rUuiversite de Gand, Ferd. 
Van der Haegheu. Livr. 13—20. 1881. kl. 8^. Zusammen 332 
Nrr. Pr. ä n. 2.10 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 542.) 

Wie seither, mit musterhafter Accuratesse ausgeführt. 

[328.] * Norsk Forfatter-Lexikou, 1814—1880, af J. B. Hal- 
Torsen. Paa Grundlag af J. E. Krafts og C. Langes „Norsk 
Forfatter-Lexikon. 1814—1856." Hft. 3. Christiania. 1881. 8^ 
S. 129—192. Pr. n. 2 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1099.) 

Beicht von „Astrup" bis „Bekkevoed." 

[329.] Svenskt Boklexikon. Aren 1830—1865. ütarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Hft. 47 — 48. Stockholm, Samson & Valiin. 
1881. 4«. S. 787—68. Pr. n. 3,50 Mk. (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 1098.) 

Enth. die Artikel „Instruktionspunkter" bis „Kahl'S 

[330.] * Sierteljal^rSsGotalod aller in Xeutfci^Ianb erfd^lenenen SOerfe 
aus bem ©«biete bcr S^cologie unD ^^ilofop^ie. Sa^rg. 1881. Sei^jjig, 
$inri*5. 8«. 4 öftc. 72 ©. $t. n. 0,85 aRt. (©. Slnj. 3. 1881. 
Ar. 350.) 

[331.] * StetteIia^rd«(EataIog aller in ^eutf(^(anb erf^ienenen SBerte 
and bem ©ebiete ber ÜJlebicin unb ^laturminenfd^aft. ^rg. 1881. 
fcipjig, &inri4«. 8^ 4 ftfte. 72 6. ^r. n. 0,85 SDW. (©. Slnj. 3. 
1881. Sflr. 354.) 

[332.] * aSierteljal^rösGatalog aller in S)eutfc^(anb erfcfeienenen SSBerfe 
OXIS bem ©ebtete ber ^dbagogif. ^a\)XQ, 1881. Setp&ig, Soinxiä)^. 8^. 
4 6fte. 115 ©. $r. n. 1,40 m. (6. Slnj. 3. 1881 Jlr. 856.) 

[383.] "^ Bibliografia Italiana di Elettricitä e Magnetismo. Saggio 

10 



--X' 




146 Litieratur und Miscellen. 

coiupilato per incarico dcl Miuibtcro di Agricoltara, Industiia e 
Commcrciu, dai professori F. Eossotti e G. Cantoni, in occasione 
della mostra internazionalo di elettriciU che si aprl a Parigi 
neir agosto 1881. Padova, tip. Sacchetto. 1881. 4«. 117 8. 

[334.] * Hedwigia. Notizblatt fQr kryptogamische Studien, 
nebst Bepcrtorium für kryptogamische Literatur. Bed.: Dr. G. 
Winter. Jahrg. 1882. Dresden, Heinrich, gr. 8^ 12 Nrr. k 1 
Bog. Pr. n. 7 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 453.) 

[335.] * PulytechuiBche Bibliothek. Monatliches Verzeichniss 
der in Deutschland und dem Auslande neu erschienenen Werke 
aus den Fächern der Mathematik und der Astronomie, der Physik 
und Chemie, der Mechanik und des Maschinenbaues, der Bau- 
kunst und Ingenieur Wissenschaft, des Berg- und Hüttenwesens, 
der Mineralogie und Geologie. Mit luhaltsaugabe der wichtigsten 
Fachzeitschriften. XVIL Jahjrg. Leipzig, Quandt & Händel, gr. 
8«. 12 Nrr. ä 1—1 V4 Bog. Pr. n, 3 Mk. (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 348.) 

[336.] ipiftorifc^e 3eitf(^rift ^r^. t)on ip. t). Spbel. Wlündfen u. 
^^h% Otbenbourg. gt. 8°. @nt^ 9ieue golge S3b. XI. (ber ganzen golge 
47. »b.) ^\t. 2. 6. 289—377: öteraturbcricbt (S. oben Mr. 28.) 

Enthält 51 Nrr. 

[337.] Dr. A. Fetermann's Mittheilungen aus Justus Perthes* 
geographischer Anstalt über wichtige neue Erforschungen aus 
dem Gesammtgebiete der Geographie hrsg. y. E. Behm u. M. 
Lindeman. Gotha, Perthes. 4*. Enth. Bd. XXVn. 1881. Hft. XI. 
S. 435—40, Hft. XIL S. 475—78 & Bd. XXVUI. 1882. Hft. 
U. S. 76—80: Geographische Literatur. (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 884.) 

Die anerkannt beste u. reichhaltigste Quelle für das Publikum, 

um sich in der Eenntniss der neuesten geograph. Erscheinungen 

auf dem Läufenden zu erhalten. 

[338.] * Archives de TOrient latin. Publikes sous le patronage 

de la Soci^to de TOrient latin. Tom. I. Paris, Leroux. 1881. gr. 

8«. XVI, 767 S. 

Diese vom Literar. Centralbl. 1882. Nr. 8. Sp. 237—39 als 

sehr schätzbar bezeichnete Schrift zerfallt in folg. ner Abschnitte: 

A. Critique des sources; B. Inventaires et descriptions de manu- 

scrits, Bibliographie; C. Documents (I. Lettres, n. Chartes, m. 

Pommes, ly. Documents divers) ; D. M^langes historiques et archeo- 

logiques. 

[339.] Bibliographie der alpinen Literatur. Dreizehnter 
Jahrgang 1881. Von Th. Trautwein in München. Abgedr. in 
der Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins. 



Litteratnr und MiscelleD, 147 

Redigirt Ton Th. Trautwein. Jahrg. 1881. Wien, Lindauer in 

Comm. 8^ Hft. 3. S. 431—48. (S. Anz. J. 1881. Nr. 284.) 

Mit sehr anerkennenswerther Umsicht u. Sorgfalt verfolgt u. 

sammelt der Verf. alles, was auf die Alpen Bezügliches theils in 

selbständigen, theils in pcriod. u. a. Schriften eingedruckt erscheint. 

Dass hinsichtlich der Sammlung der letzteren Erscheinungen noch 

Lücken verbleiben, liegt in der Natur der Sache u. gereicht der 

fleissigen Arbeit nicht zum Vorwurfe. 

[340.] * Musikalisch-literarischer Monatsbericht über neue 
Musikalien, musikalische Schriften und Abbildungen f. d. J. 
1882. Als Fortsetzung des Handbuchs der musikalischen Lite- 
ratur. LIV. Jahrg. 1882. Leipzig, Hofmeister. 8«. 12 Nrr. k 
Vt— 2 Bog. Fr. n. 12, auf Schreibpap. n. 14 Mk. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 769.) 

[341.] * Giovanni Boccaccio, sua vita e sue opere; da Marco 
Landau. Traduzione di Camillo Antona-Traversi approvatä e 
ampliata dall'autore. Aggiuntovi prefazione e osservazioni critiche 
del traduttore, l'intiera biografia (corr.: bibliografia) delle opere 
e delle lottere del Boccaccio, uon che altii documenti e una larga 
esposizione dei piü recenti lavori boccacceschi Napoli« Del 
Vaglio. 1881. 40. XII, 476 S. 

Hierüber s. G. Körting im LiteraturbL f. german. u. romau. 
Phüülogie 1882. Nr. 2. 8p. 71-76. 

[342.] * Jasmin et son oeuvre, esquisse litt^raire et biblio- 
graphiqne ; par Jules Andrieu, de la Soci^tä des sciences, lettres 
et arts d'Agen. Agen, Michel et M^dan. 8^. VI, 55 S. 

[343.] * Essais de Montaigne. Extraits publi^s d'apr^s les 
ediüons primitives, avec la vie de l'auteur, une uotice bibliogra- 
phique, une etude sur Torthographe, la langue et la sjntaxe des 
Essais, des variantes, les notes philologiques, grammaticales et 
historiqiies, et k la fin un glossaire, par Eugene Voizard, pro- 
fesseur agreg^ au lyc^ d*Angoulöme. Paris, Garnier frdres. gr. 
12«. LXXX, 512 S. m. Portr. 

[344.] * Scanderbeg (Georges Castriota). Essai de Biblio- 
graphie raisonuee. Ouvrages sur Scanderbeg, ecrits en langues 
fran^aise, anglaise, allemande, latine, italienne, cspagnole, portu- 
gaise, suedoise, et grecque, et publi^s depuis Tinvention de 
Timprimerie jusqu'ä nos jours. Par G. T. Petrovitch. Paris. 
8». Pr. 16,50 Fr. 

Buohhftndler- iiiid antiquarische Kataloge. 

[345.] Yerlags-Eataloge der Verleger des Deutschen Beiches 
etc. Münster i. W., Adolph Russell. 1881. gr. Lex. 8^ Bd. IL 
Lief. 2. Sp. 321-608; Bd. H. Abth. 2. Lief. 1. 2 BIL 1—320 

10* 



148 Litteratur und Miscellen. 

Sp.; Bd. m. Lief. 2. Sp. 321—608; Bd. X. Lief. 3. Sp. 
609—954. Pr. h n. 0,60 Mk. (S. oben Nr. 241.) 

[346.] Lager-Katalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Muln, Paris, London. 104 & 
105 S. 8^ (S. oben Nr. 243.) 

Enth. : Amerika und Australien. A Collection of Bocks rein- , 
ling to North and South America and Australia; with an Appendix 1 
of Periodicals and Large Library Works (1 Bl. 48 S. 891 Nrr.) ^ 
& Philosophie. Nebst Anhang: Freimaurerei (1 Bl. 30 S. 759 Nrr.)! ] 

[347.] Brockhausen & Bräuer Buchhandlung und Antiquariat ^ 
in Wien. Terzeichniss des antiquarischen Bücherlagers. Nr. Y. 
— Austriaca, Viennensia. 8®. 1 Bl. 30 8. m. 1 Facsim.-Taf. 
641 Nrr. (S. oben Nr. 84.) 

Von vielem Interesse, namentlich die Viennensia u. darunter | 
die Pläne u. Ansichten. j 

[348.] CXLI. Katalog des antiquarischen Bücherlagers von ) 
Albert Cohn in Berlin. — »Theoretische und praktische Musik, l 
Tanzkunst. Theatergeschichte und Dramaturgie. 8^. 1 Bl. 45 \ 
S. 703 Nrr. 

Nur Ausgewählteres u. Werthvolleres. 

[349.] Otto Harrassowitz, Buchhandlung und Antiquariat in *: 
Leipzig. Antiquarischer Catalog 84. — Theologie. Paedagogik. 1 
Philosophie. 8«. 1 Bl. 74 S. 1848 Nrr. (S. oben Nr. 251.) '- 

Namentlich viele biblische, kirchengeschichtliche, Beformations- 
u. verwandte, sowie praktisch-theologische Litteratur. 

[350.] Nro. XCVI. Historischer Lagercatalog von J. J. Hecken- 
hauer in Tübingen. L Abth. 1881. 8^ 1 Tit.- u. 71 S. 
2349 Nrr. 
£nth.: Allg. u. Europ. Geschichte; Alte Geschichte u. Geogra- 
phie nebst Archäologie u. Mythologie ; Mittelalter ; Neue Geschichte ; 
Pliilosophie d. Geschichte; Oulturgeschichte ; Militaria; Histor. Hilfs- 
wissenschaften. 

[351.] No. 21. Ouvrages Anciens et Modernes en tout genre 
on vente chez Van Hengel & Eeltjes Libraires-Editeurs Rotter- 
dam — NouvoUes Acquisitions. gr. 8^ 1 Bl. 64 S. 847 Nrr. 
(S. Anz. J. 1881. Nr. 1130.) 

Hauptsächlich Holland, u. Franz. Litteratur. 

[352.] Botanik. Nr. 63. Antiquarischer Katalog von Heui- 
rich Kerler Antiquariats-Buchhandlung in Ulm. 8^. 1 Bl. 42 
S. 1602 Nrr. (S. oben Nr. 287.) 

Deutsche u. viele ausländ., meist neuere Litteratur. 

[353.] Nr. 636 — 39. Antiquai'ischcs Bücherlager von 
Kirchhoff & Wigand in Leipzig. — Aprü. 8«. (8. oben Nr. 253.) 



Litteratür und MiscelleD. 149 

Euth. in 636 — 38 Matiiematiscli - physikalisch - mochaiiische 
Wissenschaften I--m. (l Bl. 38 S., 1 Bl. 18 S., 1 Bl. 34 S. 
Zusammen 2811 Nrr.); in 639 Handolswissenschaften, Haus- u. 
Landwirthschafd, Kochkunst, Gartenbau, Thierheilkunde, Forst- u. 
Jagdwissenschaft, Fischzucht (1 Bl. 26 S. 827 Nrr.). 

[354.] Antiquariats-, Sortiments- und Ycrlags-Buchhandlung 
Ton Wilhelm Koebuer (L. F. Maske's Antiquariat) in Breslau. 
152. Katalog: Philosophie und Pädagogik. 8^1 Tit.- u. 33 S. 
985 Nrr. (S. oben Nr. 254.) 

Grösstentheils Deutsche Litteratür. 

[355.] K. F. Koehler*s Antiquarium in Leipzig. Catalog 
[ No. 362. — Medicin. 8^ 1 Bl. 24 S. 591 Nrr. (S. oben 
I Nr. 255.) 
^ Ausgewähltere Deutsche u. auch auswärtige Litteratür. 

[356.] Neue Folge 24—27. Bibliotheca Philologica. Ver- 
leichniss antiquarischer Bücher des Lagers von F. E. Lederer 
(Ernst Seeliger) Berlin. 8«. 1 Tit.- u. 59 S. 2001—3969 Nrr. 

Besonders Auswahl von Griech. u. Rom. Classikem. 

[357.] MUitärischer Katalog 1870 bis 1880. (Auf d. Ura- 
scUagstit.: 1881.) üebersicht der im Verläge von Friedrich 
Luckhardt und der Luckhardt'schen Verlagshandlung erschienonpn 
Werke, sowie Verzeichniss der in den ersten fünf Jahrgängen 
1876— 1880 der Deutschen Heeres- Zeitung erschienenen grösseren 
Aufsätze. Berlin. 1881. (Auf d. Umschlagstit.: 1882.) 8^ 
4 611. 52 S. 
Enth. ausser einem kurzen histor. Vorwort: I. AUgem. aiphabet. 
Feneichniss (leider ohne Angabe des Formats u. der Seitenzahl 
der Bücher); II. Verzeichniss mich den einzelnen Materien; III. 
Verzeichniss für einzelne Truppengattungftn ; IV. Lexikalisches Ver- 
zeichniss der in der Deutschen Heeres-Zeitung enthaltenen grösseren 
Aufsätze; V. Umschau auf den Kriegsschauplätzen der Erde 
1876—1880. 

[358.] No. 842. Catalogue of Romances of Chivalry; Novols, 
Tales, Allegorical Romances; Apologues, National Legends; Po- 
pulär Ballads, Epic and Historical Poems; Grotesque Storics; 
Dances of Death; the Literature of Fiction and Imagination, 
from the age of Homer to the Seventeenth Century. Oflfered for 
Cash by Bemard Quaritch. London. February. 8^ 2 BU. 613—784 
S. 7156—8393 Nrr. (S. oben Nr. 56.) 
Der vorl. Katalog verdient in mehr als einer Hinsicht vor- 
xi?U«:here Beachtung: einmal, weil der Gegenstand überhaupt, um 
tflchen es sich in dem Kataloge handelt, grosses u. vielfaches 
loWresse hat, u. das andere Mal, weil von allen den Seltenheiten, 
die sich auf dem betroff. Litteraturgebiete gerade fast mehr als 



150 Litteratur und Miscellen. 

auderwärts finden^ im Kataloge eine sehr reichliche Menge ver- 
zeichnet ist, wie man sie in anderen Katalogen nicht leicht an- 
treffen dürfte. Ein drittes Mal aber auch noch, weil die Yom 
Herausg. beigefügten litterarischon Bemerkungen dem Kataloge einen 
erhöhten Werth geben. Der auf dem umschlage abgedruckte 
,Jndex of the principal Works*' ist höchst zweckmässig u. will- 
kommen. 

[359.] Vn. Vei-zeichniss des Antiquarischen Bücherlagers 
von Georg ßettig in Bern. — Medicin. 8^. 24 8. 640 Nrr. 

Deutsche u. Franz. Litteratur. 

[860.] Bibliotheca Catholico-Theologica quarta, Catalogae 
XXXIV de la Librairie-ancienne de Ludwig Bosenthal k Munich 
(Baviere). — Supplement des catalogues XXir, XXVIII et XXXL 
C'est k dire Les manuscrits et livres imprim^s demidrement 
acquis de Philosophie scolastique et de Theologie catholique, y 
compris des livres k figures et musique sacräe. Principalement 
des XV., XVI., XVn., XVIIL si^cles. £n toutes les langues, 
excepte en allemand. 8^ 1 Tit.- u. 179 S. (S. Anz, J. 1881. 
Nr. 385.) 

Eine reiche Fundgrube echt antiquar. u. werthvoUer Artikel 

[86L] N. 22. Libreria Antiquaria B. Schiepatti in Milane. 
— Catalogo di libri antichi e moderni di Storia Patria Itaiiana. 
gr. 8^ 2 BU. 76 S. 2950 Nrr. 

Enth.: Storia generale dltalia ; Statuti; Storie particolari Mu- 
nicipali; Archeologia; Numismatica; Scienze ed Arti; Letteratura; 
Uomini illustri, ecc. d'ogni epoca dltalia. 

[862.] No. 66 & 67. Lager-Verzeichniss des Schleswig-Hol- 

steinischen Antiquariats (E. v. Maack.) Kiel. 8^. 1 Bl. 53 S. 

1844 Nrr. & 1 Bl. 45 8. 1360 Nrr. 

Enth. eine reiche Auswahl mathemat. u. naturwissenschafkl., 

sowie damit verwandter Litteratur. Ein Theil der naturwissen- 

schaftl. y astronom. u. mathematischen Werke stammt aus dem 

Nachlasse des Prof. Dr. Peters, Direktors der Sternwarte. 

[363.] 164. Antiquarischer Catalog von Felix Schneider in 
Basel. — Bibliotheca Theologica. I. Abth.: Bibeln, Exegese, 
Dogmatik. 8«. 1 Bl. 102 S. 2518 Nrr. 

Grösserentheils Deutsche, neuere sowohl als ältere Litteratur. 

[364.] m. Verzeichniss antiquarischer Bücher von Carl Steyer 
Antiquariat Cannstadt bei Stuttgart. — Classische Philologie. 
Auswahl und neueste Erwerbungen. 1. Abth.: Autoren. 8^ 1 
BL 46 S. 1504 Nrr. 

Beiche und im ganzen gute Auswahl. 

[365.] Katalog 39 des Antiquarischen Bücherlagcrs von 
Stell & Bader Buchhandlung und Antiquariat in Freiburg, Baden. 



Litterstut nod HiBcellen. 161 

— Theologie und Fhilosopliie. InciiDabelii. B". 1 B1. 50 S. 
1376 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1160.) 

GrOaserentlieils Deutsche Litteratnr. unter den TncnDabelii zwar 
kerne besonders hervorragende, aber immerhin wertliTnlle Stücke, 
aach viele Baseler Drucke. 

[366.] 92 — 94. Veiieichniaa des antiquarlEchcn Büulier- 

Lagera Tun Karl Theodor VOlcker's Verlag und AntiqaAriat in 

Frankfurt a. M. 1881—82. 8». (S. ölen Nr. 264.) 

EuUi. : in 92 Philologie u. deron Hilfswisäenschaften: Lingui- 

Etik (1 Tit.- u. 15 S. 366 Nrr.); in 93 Deutsche Literatur u. 

üebersetzungeo von 1750 bis zur Gegenwart (1 Tit.- u. 47 S. 

1196 Nrr.); in 94 Naturwissenschaften, Mathematik, Medicin (I 

j Tit- u. 55 S. 1100 Nrr). 

! [367.] Terzeichniaa älterer und neuerer Bücher Torräthig in 

' T. 0. Weigel's Antiquarium in Leipzig. Neue Folge. Ko. 3. 

— Botanik. Gartenbau. Herbarien. 8*>. 1 Tit.- u. 39 S. Debi^r 

lOOO Nrr. (S. Am. J. 1881. Nr. 1183.) 

Anegewähltete n. werthvollere Deutsche sowohl als ausländ. 

Litteratnr. 

AnodoDHkatalog. 
[368,] • Cataloguo d'eütampes, portraits et aujets divers, col- 
lection sur 1a ville de Paris, 'par Perclle, Silvestri?, Delaunoy, 
Martial, Meyron, Niel, vnes des Elises, palais, iintels, placcs, 
ponts, fontaiues, th^ätrcs, etc., environs, plans et cartes, livres 
Eur Paris, pitecs historiques, caricatures, joumaux, dossins. Paris, 
Tignöves. S". 24 8. 251 Nrr. (Auct. 22. März.) 

BlbllotbekvlBsenscban. 

[369.) Monthly Notes of tho Library Association of the United 
Kiagdom. Vol. ni, (S. oben Nr. 266.) 

Enth. in der Febr. Nr. 2: Olticial Notices - Februarj M'^n- 
llily Meeting: Paper b; E. C. Thomas, „Prof. Dziatzko <>n thu 
British MosouB". (Enth. nur einen Auszug aus dfm oben Nr. 276 
erwähnten Dz.'schen Artikel, Tiboi' weltben siuh in der März-Nr. 3 
■eitere Mittheilungen finden werden) — Library N^-los — Cata- 
li'gues and Reports — Noticcs of Bibliographies — Notices of 
Bxiks — N"tes and Qut^ries. B. 

lllbllottaekenIrhrA. 

[370.] * Hinta and suggcsti<.iDS on the formation and maintc- 
nancG of Libraries and Bcading-Rooms in Schools, and a scheme 
for the establishment of I"cal, county, and English Cnions of 
School Libraries. London. 1881. 8". 23 S. Pr. 6 d. 

Library Journ.: „Fall of minute practjcal dctails." 



152 Litteratur und Miscellen. 

[371.] 3Muftet!ataro9 für SSott^bibliotHen. CSm aScrsci*ni| von 
^vLcbetn, meldte sur Hnfc^affung für iBoIf^bibtiot^efen ju empfehlen ftnb, 
berau^egeben t)on bent ©emeinnüfeigen Vereine in ^redben. ^ Aommiffi« 
onäüerlag »on Spamcr, Scipjig u. SBcrtm. gr. 8^. IV, 52 S. ^r. n. 1 2W. 
Hierüber schreibt das Dresdn. Journal Nr. 60. S. 337 : Dieser 
Katalog, vom Bibliotheksausschusse der Dresdner Volksbibliothcken 
bearbeitet und zusammengestellt, zerfallt in 10 Gruppen mit 1085 
Nummern u. ungefähr 5000 Bdn. Er umfasst Deutsche National- 
litteratur; ausländische Litteratur; Sage, Geschichte u. Lebensbe- 
schreibungen; Cultur-, Kunst- u. Litteratnrgeschichte ; Erd- n. 
Völkerkunde; Naturkunde; Landwirthschafb, Gewerbe u. Industrie, 
Handel u. Verkehrswesen; Hechts- u. Staatskunde, Volkswirthschafbs- 
lehre u. Gesundheitslehre; Sammelwerke, Zeitschriften u. Kalender 
sowie Jugendschrifben , u. dürfte den Verwaltern von Volksbiblio- 
theken in Stadt u. Land willkommen u. von Nutzen sein, da in 
ihm nicht nur die städtischen, sondern auch die Bedürfiiisse des 
platten Landes Berücksichtigung gefunden haben. Die in den ein- 
zelnen Gruppen enthaltenen, gemeinverständlich geschriebenen u. 
besonders für die Jugend sich eignenden Werke sind mit Sternchen 
versehen, welche Einrichtung nicht nur die Auswahl der Bücher, 
sondern auch die Benutzung des Katalogs wesentlich erleichtem 
dürfte. Die Herausgeber verhehlen sich keineswegs die Mängel 
ihres Werkchens u. richten deshalb namentlich an die Verwalter 
von Volksbibliotheken die dringende Bitte, ihnen im Interesse der 
Sache weitere empfehlenswerthe Schriften namhaft zu machen u. 
etwaige Bedenken gegen aufgenommene Bücher auf Grund ge- 
machter Erfahrungen mitzutheilen. 

Blbllothekenkimde. 

[372.] Bulletin of the Boston Public Library. Vol. V. No. 1. 
(Whole Nr. 60.) January 1882. Lex. 8^ S. 1—60. (S. oben 
Nr. 65.) 

Enth. das Zuwachsverzeichniss des IV. Quartals in d. Bates 
Hall, Lower Hall and Brauches, Roxburg Brauch, Dorchester Brauch, 
Charlestown Brauch. Ausserdem an der Spitze die üblichen Per- 
sonal- u. Bibliotheks-Notizen, sowie am Schlüsse folg. Specialitaten: 
Renaissance Part IV (Schluss), Indexes to Periodical Literature; 
Copyright. 

[373.] Harvard University Bulletin. No. 21; or Vol. H. No. 

8. Edited By Justin Winsor, Librarian of the University, with 

the assistance of members of the various faculties. January 1, 

1882. Lex. 8^ S. 269—304. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1155.) 

Enth., ausser den an die Spitze gestellten Üniversitäts-Notizei:, 

das Zuwachsverzeichniss der Bibliothek aus dem vorjährigen vierten 

Quartale mit genauer Bezeichnung, welche Bücher der allgem. Uni- 



Litteratur und Miscellen. 153 

versitatsbibl. »Kler den verschiedenen akadeni. Spe2ialbibliotliok''^n 
angehören ; sowie am Schlüsse eine Fortsetzung der „Bibliography 
•>f Fossil Insects" u. „ünivorsity and Scientific Notes.** 

[374.] * Classified Catalogue of the Free Public Library of 
Decatur (lU.) June 1, 1881. Decatur. 1881. 8^ VIII, 48 S. 
m. 10 S. Avertiss. 

58 classes. Title-a-liner. No imprints. 

[375. 1 * Supplement to the Catalogue of the Apprentices' 
Library of New York, Mar., 1874 — Dec., 1881. New York. 
1881. 8^. VIII, 184 S. 

ffierüber s. Library Journ. Vol. VII. No. 1. S. 11—12. 

[376.] * Catalogue of the works relative to the law of nations 
und diploroacy in the Library of the Department of State U. S. 
May 13, 1881. Washington. 1881. 8°. 87 S. 

[377.], * Rules, regulations, and documents of the Free Public 
Library of Worcester (Mass.) Worccster. 1881. 8^ 24 S. 

[378.] * lieber Bdiültt^^ibMicUn in Oefterreic^, !Deutfd)lanb unb 
Ux Bämeih Son ^ofef ßraft. n. Auflage. [^ u. b. Zit : (^tiie^ung, 
Unttrridbt, @äulmefen. Sammlung )}äbagogif(Jber Sänften. IBb. 6.] 
Sien, (Sroefer. S^. 55 ©. $r. 40 fr. 

[879.] Zugangs- Verzeichniss der Grossherzoglichen Hofbiblio- 
thek in Darmstadt. 4. Quartal 1881. — Unterzeichnet: Gross- 
herzogliche Hofbibliothek-Direction. Dr. Walther. Ausgeg. ini 
Februar 1882. 8«. 30 S. (S. oben Nr. 63.) 
Reicher Zuwachs; die darunter befindlichen, verhältnissmässig 
nur wenigen Schenkungen sind durch ein dem betr. Titel vorge- 
setztes t kenntlich gemacht. 

[380.] Verzeichniss der neuen Werke der Königl. öffentliclien 
Bibliothek zu Dresden. 1881. Herausgegeben von Faul Emil 
fiichter. Dresden, Burdachs Hofbuchhdlg. in Comm. (1882.) 
Lex. 8^ 1 Bl. 52 S. Pr. n. 1,50 Mk. (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 888.) 
Alle Anerkennung verdient die Ausdauer u. Stetigkeit des 
Herausg.'s hinsichtlich seineb Fleiases u. der Sorgsamkeit, womit er 
Hch im Interesse des die Bibliothek benutzenden Publikums, nun 
8ch»n seit mehren Jahren der Zusammenstellung u. Veröffent- 
lichung der Bibli(»th.- Zuwachsverzeichnisse — die eigentlich der 
Anstalt selbst zukäme — auf eigene Faust unterzieht, dabei nur 
TOD ministerieller Seite durch einen verhältnissmässig geringen 
Zn^'-buss zu den Druckkosten unterstutzt. Nicht die nämliche An- 
erkennung möchte ich dagegen der Unstetigkeit des Herausg.'s in 
Bezug auf die Einrichtung dieser seiner Zuwachsverzeichnisse zollen, 
wennschon nicht zu verkennen ist, dass dieselbe von dem fort- 



154 Litteratur und Miscellen. 

(lauernden Streben des Herausg/s nach Vervollkommung seiner 
Verzeichnisse veranlasst worden ist Der Herausg. ist doch nicht 
Erfinder der Zuwachs Verzeichnisse, sondern hat, als er mit der 
Veröffentlichung des seinigen begann, eines von den bereits vor- 
handenen als Muster zur Auswahl gehabt, an dem er meinetwegen 
Verbesserungen hätte anbringen können, dann aber stetig festhalten 
sollen. Eine solche Stetigkeit ist indessen von jetzt an in Aus- 
sicht gestellt. 

[381.] @m)etbunden ber StabtbibliDt^e! [in Sübed]. 1881. 0(^ne 
Ort, ©rüder u. Saftr. qx. 16^ 59 S. 

Ausser den von der Bibliothek selbst angeschafften oder ihr 
als Pflichtexemplare eingelieferten oder auch von Seiten des Senats, 
Staatsarchivs, Landgerichts und Polizeiamts zugewiesenen u. .sonst 
geschenkten Büchern finden sich auch die Bibliotheks-Erwerbungen 
der mit der Stadtbibliothek in Verbindung stehenden beiden Ver- 
eine — des Hansischen Geschichtsvereins u. des Vereins f. die Litte- 
ratur der Geschichte — verzeichnet. 

[382.] Programm des evang. Gymnasiums in Schässbnrg und 
der damit verbundenen Lehr-Anstalten. Zum Schlüsse des Schul- 
jahres 1880 — 81 veröffentlicht vom Direktor Daniel Höhr. Schäss- 
burg, Druck von Horeth. 1881. 4". Enth. S. lU— VI. u. 61—166: 
Fachvrissenschaftlicher Katalog der Bibliothek des Gymnasiums 
in Schässbnrg, zusammengestellt von Wilhelm Berwerth nnd 
Theodor Fabini, Gymnasiallehrer. 11. Theil. (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 389.) 

Dem Verzeichnisse der im vorjährigen Programm enthaltenen 
I. theolog. Bibl.-Abtheilung folgen im vorl. Programme die Ver- 
zeichnisse der nächsten 10 Abthg.: II. Classische Philologie; IIL 
Deutsche Sprache; IV. Neuere Sprachen; V. Orientalia; VI. Lin- 
guistik; Vn. Geschichte; VIIL Geographie, Ethnographie, Karten, 
Reisen; IX. Philosophie; X. Naturwissenschaften; XI. Mathematik. 
Die Verzeichnisse der noch übrigen XII. bis XXII. Abthlg. nebst 
einem Index sind dem nächstjährigen Programm vorbehalten ge- 
blieben. Was haben sich denn eigentlich die Verf. dabei gedacht, 
dass sie z. B. einen Theil der Ausgaben des Eutropius unter 
Philologie u. den anderen Theil unter Geschichte, eine Deutsche 
Uebersetzung des Florus ebenfalls unter Geschichte, die Originale 
dagegen unter Philologie, den Polybius in Latein. Uebersetzung 
unter Geschichte verzeichnet, sowie die Uebersetzungen der Cice- 
ronianischen Schriften von Garve nicht unter Cicero, sondern unter 
Garve rangirt haben! um von anderen ähnlichen Unregelmässig- 
keiten zu schweigen. 

[388.] * L'Art pendant la Guerre de 1870—71. Strasbourg, 
les mus^es, les biblioth^ues et la cath^drale ; par Marias Vachon. 



Litteratur und Miscellen. 155 

Inventaire des oeuvres d*ai*t detruites. Paris, Quantin. 8®. LH, 
157 S. Pf. 10 Fr. 

[884.] * Rapport an Oimite d^nspection et d'achats de livres 
des Bibliothdqaes de Lyon, sur los manuscrits de la Bibllo- 
th^ue de Lyon provonant des collections de TAbb^ Nicaise et 
du President Bouhier; par E. Caillcmer, doyen de la faculte de 
droit Lyon, imp. Mougin-Busand. 8^ 31 S. 

[385.] * Archäologie Lyonnaise ; par Leopold Niepcc, conseiller 
ä la conr d'appel de Lyon. (Les Stalles et les Boiseries de 
Cluny ä la catbedrale de Lyon; les Chartes et la Biblioth^quo de 
Climy; le Cabinet des antiques et le M^daillier du College de 
Trinite, etc.) Lyon, Georg, gr. 8^ XI, 131 8. m. Kpfrst. 

[386.] * Begolamento per la Biblioteca comunitativa di Faenza. 
Faenza, stamp. Novelli. 1881. 8^. HS. 

[387.] * Saggio di Indice per materie a sistema nnovissimo 
della B. Biblioteca universit. di Roma, di G. Slaes. Borna, gr. 
81 125 S. Pr. 3,50 L. 

[388.] Geschiedenis der Stedclijke Boekerij van Amsterdam 
door Dr. H. C. Bogge. Amsterdam, Y. Bogge. gr. 4<>. 2 ßlL 36 
S. m. 6 Bll. Beilagen. 
Die zweihundertf&nfzigjährige Jubelfeier des Athenäums u. der 
UniTersität Amsterdam hat dem Universitäts-Bibliothekar Bogge 
Anlass gegeben, eine Geschichte der Amsterdamer Städtischen Bi- 
bliothek zusammenzustellen u. dieselbe der Universität als Festgabe 
anzubieten. Diese Festgabe ist eine sehr schätzbare. Mit grossem 
Fleisse u. der den Holländern eigenen Sorgsamkeit hat der Verf. 
alle die Vorgänge verfolgt, welche die Bibliotliek aus verhältniss- 
mässig kleinem Anfange — sie ist gegen Ende des XVI. Jhrhdts 
aus der Vereinigung der in den Kirchen vorgefundenen Büchern 
entstanden — zu grossem Umfange u. Ansehen haben erwachsen 
lassen. Der Geschichte finden sich verschiedene Beilagen ange- 
schlossen, unter denen die Instructionen für den Bibliotliekar aus 
den J, 1682 u. 1779, sowie die Bibliotheksordnung vom J. 1805 
von besonderem Interesse sind. 

PriTatbIbliotheken. 

[389.] Catalogus eener fraaie en uitgebrcide verzamoling 

Boeken en Handschriften nagelaten door P. A. Loupe, Gepens. 

Majoor bij het Korps Mariniers, &c., P. J. H. Haijward, Hoofd- 

ingenieur van den Waterstaat, J. E. G. Backer van Louven, 

Luitenant der Jnfanterie, en anderen. *s Gravenhage, Martinus 

Nijhoff. gr. 8^ 2 Bll. 108 S, 3000 Nr. 

Den hauptsächlicheren Bestandtheil bildet Niederländische 

Litteratur u. Geschichte, worunter auf eine grössere Anzahl herald. 

u. genealog. Handschriften aufmerksam zu machen ist 



156 Littcratur und Miscellen. 

[390.] Verzeichniss der von J. Bucher, Fürsprecher in Burg- 
dorf nachgelassenen Bibliothek, nebst einigen anderen Beiträgen. 
Bern, Georg Rettig. 8^ 52 S. 1123 Nrr. (Auct. 28. März.) 
Die Beiträge von Büchern aus allerhand Litteraturfachem, 
aber von keiner erheblichen Bedeutung, nehmen die grössere Hälfte 
des Kataloges ein. unter den aus dem Bucher'schen Nachlasse 
stammenden Büchern bilden die rechts- und staatswissenschaftlichen 
den Haupttheil. 

[39L] Verzeichniss No. 16 des antiquarischen Bücherlagers 
von Weiss & Schack vorm. Weiss & Neumeister in Leipzig. 
Enthaltend: u. A. die von Professor Dr. A. Dochow in Halle 
hinterlassene Bibliothek. Rechts- und StaatswissensschafL Varia. 
(Hexenprocesse. Culturgeschichte etc.) 8^ 1 Bl 62 S. 1685 Nrr. 

Vorzüglich reichhaltig an Litteratur über Strafrecht u. Verwandtes. 

[392.J Catalogus eener vorzameling Boeken nagelaten door 
P. A. Keuls, Geneesheer alhier, en van het fraaie en uitgebreide 
Physische Kabinet van wijlen C. F. Kellenbach, Gustos van het 
Bataafsch Genoot^chap te Rotterdam. Rotterdam, van Hengel & 
Eeltjes (J. van Baalen & Zonen). 8<*. 2 Bll. 88 S. 839 Nrr. 
Bücher. (Auct. 23. März.) 

Hauptsächlich Geschichte, Naturwissenschaften u. Verwandtes, 
sowie Belletristik. 

[*i93.] Verzeichniss einer Sammlung von Büchern aus allen 
Wissenschaften, grOssten Theils aus dem Nachlasse des verstor- 
benen Geh. Regierungs-Rath H. Lotze, Professor der Philosophie 
zu Göttingen. Göttingen, A. Hover (Dieterich'sche Sort.-Buchh.) 
8<>. 1 Bl. 30 S. 918 Nrr, (Auct. 1. Mai.) 

Hauptsächlich Philosophie u. Naturwissenschaft mit Ver- 
wandte m. 

[394.] Lager-Catalog von Joseph Baer 6r Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 106. — 
Provenzalische u. Altfranzösiche Litteratur bis 1600, meist aus 
der Bibliothek des verst. Professors Neve in Louvain. 8°. 1 Tit.- 
u. 19 S. 345 Nrr. (S. oben Nr. 346.) 

£ine zwar kleine, aber interessante Sammlung. 

[395.] Catalogue de livres ancions et modernes, la plupart 
relatifs ä la bibliographie, composant la Biblioth^que de feu 
L. Potior, ancien libraire. Paris, Porquet. 8°. 95 S. 843 Nrr. 
(Auct. 3. März.) 

[396.] ^erseicbniS 3lx. 12 be^ antiquanfii&en 93ü(JbetIadet3 t)on 
&. 6. ©cblapp in 5)anitftabt. — SSotanÜ, cntl^altenb bic ^interlaficnc 
SibliotM ^^ D»'- Sriebr. 6<iulb in fflci^cnburg, 3BincraIogtc unb 
©cognofic. 8 o. 1 931. 18 6. 511 SRrr. 

Botanik bildet den überwiegenden Theil. 



Litteratur und Miscellen. 157 

[397.] No. 70. Catalog des antiquariscben Büclierlagers von 
J(>seph Jolowicz, Buchhandlung und Antiquariat in Posen (Prcussen.) 
— Classische Philologie. II. Thcil: Philologische Hillswissen- 
scbaften, zum Theil aus dem Nachlasso des verstorbenen Gymnas.- 
Prof. Dr. Tiesler zu Posen. 8«. 1 Bl. 61 S. 2021 Nrr. (S. oben 
Nr. 47.) 
Wie die I. Abth. auf dem Gebiete der Scriptores graeci et latini, 
ebenso bietet auch die vorl. II. im Bereiche der philolog. Hilfs- 
wissenschaften eine ungewöhnlich reiche Auswahl. 

Abdrücke ans BlbL-HaudsctarifUeu* 

[398.] Le livre du chemin de long estude par Cristine do 
Fizan publik pour la prcmiöre fois d'apr^s sept manuscrits do 
Ruis, de Bmxelles et de Berlin par Robert Paschel Dr. on philos. 
Berlin, Damköhler. (Paris, Le Sondier.) 0. J. gr. 8». XXII, 
270 & 31 S. Pr. n. 6 Mk. 
Das sehr anstandig ausgestattete Buch zerfallt, wie schon die 
Seitenzahlen andeuten, in drei Bestandtbeile: Einleitung, Text, 
Glossar. Der hauptsächliche Bestandtheil natürlich u. zugleich der- 
jenige, auf welchen der Herausg. die meiste Sorgfalt verwendet zu 
haben scheint, ist der zweite: derselbe enthält einen im ganzen 
gut lesbaren n. zuverlässigen Text, dem mit anerkennenswerther 
Genauigkeit die volle Variantensammlung beigefügi ist. Weniger 
befriedigen dürfte die Einleitung, in welcher zwar mit Sorgsam- 
keit eine Beschreibung u. Classification der Handschriften gegeben 
u. auch das Nöthige über den muthmaasslichen Dialect der Dich- 
tung mitgetheilt ist, die aber die erforderlichen Angaben über die 
Dichterin u. den Inhalt ihres Werkes vermissen lässt. Im Glossar 
finden sich theils die seltneren Wörter, theils aber auch von den 
gewöhnlicheren diejenigen zusammengestellt, welche in der Dichtung 
in sonst nicht gerade üblicher Bedeutung vorkommen. 

[399.] I)er (Eobei; SeplenSiS ent^aUenb ,,Xie Sdbiijt beg netüen (Sc« 

^n%tsi". 3(eUefte )>eutf(^e $)anbf(ibrtft, tDc(4e bem im XV. ^a^r^unbert 

gebnidten beutfd^en 3)ibeln ju ©ninb gelegen. 3^citer X^eil. Xie 

aWefe St. $aun. SWüncfeen; 8iter. ^nftUut ton Dr. 3Äap ©uttlec. !L 

4<». 3 »0. 107 ©. gJr. n. 6 m (6. Slnj. 3. 1881. 9^r. 622.) 

Dr. Karl Biltz hat, in einem längeren Artikel in der Neuen 

Preuss. f Zeitung über den t. Theil dieser Ausgabe, dieselbe als 

einen wichtigen neuen Beitrag zur Geschichte der vorlutherischen 

Bibelübersetzungen anerkannt, u. gefunden, dass der Text des Codex 

Teplensifi mit dem der ersten drei gedruckten hochdeutschen Bibeln 

auf der Königl. öffentl. Bibliothek Wort für Wort u. Sylbe f. Sylbc 

mit sehr geringen Abweichungen übereinstimme. Durch letzteren 

Umstand ist der Kritik der Wunsch sehr nahe gelegt, dass unter 

dem Texte der vorl. Ausgabe, statt der Angabe der Abweichungen 



158 Litteratnr und Miscellen. 

von einer späteren Deutschen Bibelausgabe, zweckmässiger u. besser 
die Varianten der 8 ersten Deutschen Bibeln oder auch der 4. hätten 
angegeben werden sollen. Der Herausg. hat diesen Wunsch als 
berechtigt anerkannt u. in Aussicht gestellt, dass dies nachträglich 
noch in einem Anhange oder anderwärts geschehen könne. 

[400.] * Pouille du Dioc^se de Gen^ve publie d^apr^s un manu- 
scrit de la Biblioth^que nati(nale; par TAbb^ Placide Brand. 
[Extrait du 3e volume des Memoires de TAcad^mie Salesienne.] 
Annecy, imp. Nitrat et Cie. 8®. 29 S. 

[401.] * Üne Mission militaire en Prusse, en 1786. B^cit d'une 
voyage en AUemagne et obser?ations sur les manoeuvres de Pots- 
dam et de Magdebourg. Publies d*apres les papiers du Mar- 
quis de Toulongeon par Jules Finot et Roger Galmiche-Bouvier. 
Paris, Didot & Cie. 1881. 8«. 393 S. Pr. n. 2,40 Mk. 

Nach dem Ms. in der Bibliothek der Stadt Yesoul. — Hier- 
über s. Literar. Centralbl. 1882. Nr. 11. Sp. 353—54. 



[402.] Aus Berlin. Die statistischen Angaben, welche in 
den Jahresberichten der Bibliotheken enthalten sind, entbehren der 
Yergleichbarkeit, weil nach verschiedenen Grundsätzen ermittelt; 
sind auch regelmässig nicht vollständig genug, um eine üebersicht 
des Geschäftsganges u. der Benutzung der verschiedenen Biblio- 
theken zu ermöglichen. Eine wirkliche Statistik der Bibliotheken 
wäre für Verwaltungsz wecke, aber auch nach allgemeinen Gesichts- 
punkten von grosser Bedeutsamkeit. Neben derselben würden die 
Yerwaltungsberichte zwar beizubehalten sein, könnten sich aber 
auf Erläuterungen u. Erörterungen von Angelegenheiten beziehen, 
welche ausserhalb der Statistik liegen. Der Gultusminister hat mit 
Bezug hierauf die königlichen Üniversitäts-Euratorien angewiesen, 
eine Reihe von Schematen für eine solche Statistik den Verwaltungen 
der Üniversitäts-Bibliotheken zu gutachtlicher Aeusserung vorzulegen. 

(Deutsch. Tagebl. 12. Jan. 1882.) 

[403.] Aus Berlin hat der Ünterrichts-Minister im Einver- 
tändniss mit dem Finanzminister entschieden, dass die Samm- 
lungen u. Bibliotheken höherer staatlicher Cnterrichtsanstalten gegen 
Feuorsgefahr zu versichern sind. Demzufolge haben die Provinzial- 
Schulcollegien den Auftrag erhalten, zu erörtern, bei welchen An- 
stalten die bisher nicht bestehende Versicherung sich empfiehlt u. 
diese herbeizuführen, sofern die Anstaltskassen die Mittel hierzu 
unzweifelhaft besitzen. Damit kein unnöthiger Aufwand gemacht 
werde, ist die Versicherung eines Neigungswei*thes bei seltenen 
Büchern und Handschriften zu vermeiden. Dieselben sind eiiitweder 
in der Yersicherungs-Police ausdrücklich als von der Versicherung 



pr^. 



Litteratur und MiscoUen. 159 



ausgeschlossen zu bezeichnen, oder besonders zu einem nicht über- 
mässigen Betrage au&uführen. 

(Staatsbürgcr-Ztg. 1. Decbr. 1881.) 

[404.] Aus Berlin hat die kartographische Abtheilung der Königl. 
üffentl. Bibliothek durch die Schenkung der werthvollen Karten- 
banmilung des verst. Belgischen Gesandten v. Northomb einen be- 
tnchtlichen Zuwachs erhalten. (Vossische Ztg. 1. Decbr. 1881.) 
Auch ist sonst noch der Bibliothek durch Ankauf eines grossen Theiles 
der Büchersammlung aus dem Nachlasse des Prof. Dr. Floss in 
Bonn f. 12,000 Mk. eine erhebliche Bereicherung erhalten. 

(Deutsch. Tagebl. 10. Jan. 1882.) 

[405.] Ans Berlin hat sich in Bezug auf die Bibliothek des 
Xaiserl Patentamts, obgleich dieselbe 1880 bereits bis auf 12,900 
Bde, darunter 6097 Bde Zeitschriften, angewachsen war, doch das 
Bedfirfoiss einer weiteren Vermehrung herausgestellt, dem durch 
die im Beichshaushaltsetat bewilligten Mehrausgaben Yon 20,000 
Ift. Genüge geleistet werden soll. Bekanntlich ist dem Patentamt 
die umfassendste Benutzung der technischen Litteratur zur Pflicht 
gemacht, denn nach § 2 des Patentgesetzes wird wegen mangeln- 
der Neuheit einer Erfindung deren Patentirung versagt, wenn sie 
zor Zeit der Anmeldung in öffentlichen Druckschriften bereits der- 
art beschrieben ist, dass deren Benutzung durch andere Sachver- 
ständige möglich erscheint. Diese Vorschrift nöthigt das Patent- 
amt, bei der Prüfung jedes Patentgesuchs die ganze Litteratur 
aller Länder, soweit sie überhaupt den Zweig der Technik be- 
handelt, nach der Richtung hin zu durchforschen, ob nicht bereits 
eine Beschreibung der angemeldeten Erfindung publicirt worden ist. 

(Deutsch. Tagebl. 22. Aug. 1881.) 

[406.] Aus Florenz: Si ventila la proposta di raccogliere 
in una salla della Laurenziana tutti i manoscritti Danteschi (somma- 
no a 300), appartenenti al Govemo Italiano, che sono dispers! per 
le Biblioteche Fiorentine. 

(Bibügr. Ital. Cron. Nr. 3. S. 11.) 

[407.] Aus Oxford findet sich in „Publishers Gircular" VoL 
XLV. Nr. 1067. S. 190 folg. für die Dantelitteratur sehr interes- 
sante Mittheilung: The Bev. Dr. Moore, Principal of St. Edmund 
Hall, Oxford, it is said, has in preparation a work on Dante, which 
will shortly be published at the üniversity Press, Cambridge, It 
will be in two parts. The first will consist of a complete colla- 
tion of the „Inferno'^ in all the manuscripts preserved at the two 
universities, and also in a manuscript (date about 1400) in the 
possession of Dr. Moore himself, all the variants being registered 
from Dr. Wittens Berlin text taken as a Standard. The second 
part will be a dissertation on the condition of the text, with a 



160 Litteratur und Miscellen. 

collectiou of from one huudi'cd to ono liundred and fiftj passages 
takeu from the „Commedia^^ geuerally, selected mostlj as suppljing 
oxamplcs of readings, primary and secondary in character, and so 
affordiug tests of tho comparative purity of the manuscripts gene- 
rally. The collation of these manuscripts will extend over a much 
larger ränge, and will be as far as possible complet«, for all tbe 
manuscripts known t^» exist in England, and some of the best- 
known manuscripts in foreign libraries, will be examined. 

[408.] Aus Padua: ^ morto, in etä molto avanzata, 11 distin- 
tissimo bibliografo Antonio Yalsecchi, giä. professore in quella uni- 
versitär della quäle ultimamente fu bibliotecario. 

(Bibliogr. Ital. Cron. 3. S. 11.) 

[409.] Aus Strassburg hat Prof. Ch. Schmidt, Verf. der 
„Histoire litteraire de l'Alsace« (2 Bde. 1879), ein Werk in Deut- 
scher Sprache in Vorbereitung, worin sich die Resultate seiner 
Forschungen über die Bibliotheken zu Strassburg im Mittelalter, 
sowie über die Strassburger Buchdrucker aus der ersten Zeit des 
Druckes niedergelegt finden werden. In einem Anhange soUen 
einige bis jetzt noch nicht veröfifentlichte Documente zum Abdrucke 
kommen. L. Mohr. 

[410.] Ans Wien ist an Stelle des in Ruhestand getretenen 
Bibliothekars der Technischen Hochschule Martin (s. oben Nr. 113) 
der seitherige 1. Gustos Dr. Fr. Lukas zum Bibliothekar ernannt 
worden. Dr. K. H. 

[411.] Aus Wien hat Alfred Grenser, Vorstandsmitglied des 
heraldischen Vereins „Adler** u. Fachschriftsteller, den Plan, in 
nächster Zeit ein „Adressbuch der Fachgenossen u. Sammler auf 
dem Gebiete der Münz-, Siegel- und Wappenkunde. Mit biogra^ 
phischcn, litterarischen u. statistischen Nachweisen zur Anbahnung 
eines regen Verkehrs zwischen allen Freunden dieser Wissenschaften^ 
zu veröffentlichen. Dasselbe soll etwas wesentlich Anderes sein 
als ein blosses Namenregister von Freunden der historischen Hilfs- 
wissenschaften. Es wird vielmehr bringen: 1. Namen, Chai'akter, 
Wohnort (genaue Post-Adresse). 2. Daten über Geburt u. Lebens- 
gang. 3. Sammclrichtung. 4. Ausdehnung der Sammlungen. (Sta- 
tistische Notizen über die Zahl der gesammelten Münzen, Siegel o. 
AVappen etc.) 5. Nach welcher Richtung ist Tausch erwünscht u. 
welche Tauschobjecte stehen zur Verfügung? 6. Etwaige littera- 
rischo Thätigkeit auf numismatischem, sphragistischem oder heral- 
dischem Gebiete? (Aufführung selbständiger Werke u. Artikel in 
Zeitschriften.) — Alle Fachleute werden um Einsendung von Mit- 
theilungen über ihre Personalien gebeten. 



Draok Ton Job. Passier In Dresden. 



NEUER ÄNZEIGEß 



Bibliographie md Bibliothekwissenschaft. 

fieniugegeben ron Dt. J. PetKhoMt. 



Itt 



Inlialt: 



Sipftnsaitiim Bibliotheoae Duitcae ab budo HDCCCLXV. inchoatae, 
iCMBO opUHCnlt anno UDCCCLXXVL tjpü eipieem qninta. — Nenerte 
Bdtrige nc f^nitlitterattir. — Uebemäit der neneren seit Qn^rard er- 
KhioBan Franiilaücben LesBinglitteratur. — ÜttMatni nnd Uucellen. — 
Allgemeine Bibliographie 



[412.] Sapplementnni fiibliothecae Danteae ab amio 
MDCCCLXT. inchoatae. 

iccMno opuKnli anno MCCCCLXXTI. tjpia eipresd qniiita, 
I. Qeaeralla. 
(CoUectanea.) 
* Saggio di PoeUUe bu Dante, di Giovanui Franciosi. 
Torioo, tip. Speirani, 1S81. 8". 16 pp. 

(Bibliographica.) 
' Catalogna Bibliothecae Danteae DresdenBis a Pbilaletlie b. 

I SegB loanne Saxoniae conditae auctae relictae. Edidit Julius 
Petiholdt. Lipaiae, Teubner. 1882. maj. 8^ TI, 126 pp. 
?T. D. 5 Uk. (20 exempla effigie Dantis secundum atatnam, quae in 
Bibliotheca aecondi generia Frincipali Dresdensi aervatur, photogr. 
bebt ornata Baoi) 

Dante in Germania Staria letteraria e Bibliografla Dantesca 
Alemanna per O. A. Scartazzini. Parte I. Storia critica della 
letteratura Dantesca Alemanna dal secolo SIT eino ai nostri 
pomi. Napoli, Milano, Piaa: Hoepli. 1881. mtg. Lex. 8*>. 2 ff. 
m pp. 

De hoc opere fusius disseruernnt Traattwein von Belle in 
i^agazin fQr die Literatur des In- u. Auslandes. Kritiaches 
Organ der Wellliteratur, hrag. von E.Engel. 50. Jahrg. 1881." 
Sr. 36. p. 528—30 et C. Witte in „Litoraturblatt für ger- 
manische D. romanische Philologie hrag. von 0. fiefaagel o. Fr. 
Nemnann. Jahrg. 1881." Nr. 12. col. 444—48. 
Dante in Qermania, da Luigi Qaiter, Content in: 11 Pro- 
pngn&tore Peiiodico bimestrale di Filologia, di Storia e di 

11 



162 Supplemontum Bibliotliecae Danteao ab anno MDCCCLXV. 

Bibliografia instituito e diretto da Francesco Zambrini. [In Appen- 
dice alla Collezione di Opere inedite o rare.] Tom. XIV. Part. 2. 
Bologna, ßomagnoli. 1881. maj. 8^. p. 229—37. 

Spectat ad opuscnlum ejusdem tituli Scartazzinianam. 

II. Speolalla. 
(Historica et Critica. Poetica.) 

n Oominio temporale dei Papl nel concetto poliüco di Dante 
AUighieri con uu' appendice nel senso allegorico della Divina 
Commedia per Francesco Berardinelli. Modcna, tip. pontif. 
ed arcivesc. dell. Imm. Concezione. 1881. maj. 16*^. 2 ff. 481 pp. 
Pr. n. 4 L. 

Dante sa vie et ses oeuvres par Fredöric Bergmann. 
II. Edition augment^e. Strassbonrg, Schmidt. 1881. 8^. XIII, 
376 pp. Pr. n. 6 Mk. 

Un onesto Grido in nemo di Dante prccedono alcuni cenni 

intorno alla edizione minima detta il Dantino e segne una polemica 

la disonestä letteraria di certi illetterati con facsimile dell* edizione 

stessa. [Da Luigi Busato.] Verona, Padova, Lipsia: Drucker 

u. Tedeschi. 1878. maj. 8». VIII, 70 pp. c. 1 tab. Pr. 2 L. 

Auetor hoc opusculum „alla memoria di Agostino Palesa 

oltraggiata per un discorso recente encomiastico di lui e delle 

sue opere" sacrum esse voluit 

* Per Nozze Trumpy-Corradini. — Cinque ßacconti tolti 
dalle Chiose sopra Dante, attribuite a Giovanni Boccaccio, con 
epigrafe di dedica, di UgoChiellini. Livomo, tip. Vigo. 1881. 
16°. 8, 26 pp. (Tantum 150 exempl. non vendibil, quorum 20 
in 8® Chart, reg. impressa sunt.) 

Gabriello di Dante Allaghieri. Content, in: Giomale Napolctano 
della Domenica Scientifico, Artistico, Critico, Letterario. Dir.: 
Francesco Fiorentino. Anno I. Napoli. 1882. Imp. fol. p. 1 — 2. 

* Cenni intorno alle Cognizioni Astronomiche di Dante 
Alighieri. Discorso di Annibal Gavazza. Asti, tip. Paglieri 
e Kaapi. 1881. 8». 42 pp. 

* Dante e il vivente Linguaggio Toscano. Discorso di Glam- 
battista Giuliani. Firenze, Succ. Le Monuier. 1880. 16^. 28 pp. 

Neir aprimento della Casa di Dante alla pubblica ammirazione 
Discorso pronunciato il 24 di Giugno 1881 da Giambattista 
Giuliani al cospetto della Giunta Municipale presiedata da S. £. 
il Principe Tommaso Corsini Sindaco di Firenze. Firenze, tip. dei 
Successori Le Monnier. (1881.) maj. 8^ 6 pp. 

Giambattista Giuliani — Dante spiegato con Dante 
Metodo di commcntare la Divina Commedia dedotto dall' Epistola 



V 



Supplementum Bibliothecae Danteae ab anno MDCCCLXY. 163 

di Dante a Cangrande della Scala. [Estratto dalla Rivista filosofico- 
letieraria La Sapienza, fascicoli 3, 4 e 5, vol. IV, 1881.] Torino, 
üp. Speirani e figlL 1881. maj. 8^ 2 ff. 36 pp. 

Dante Alighieri. Sechs Vorlesungen von GerhardGoebel. 
Bielefeld u. Leipzig, Velhagen & Klasing. 1882. 8^ V, 201 pp. 
Pr. n. 3 Mk. 

* Litterarische Fantasien, door Cd. Busken Hu et. Reoks FV. 
Deel 3: De Homerische Gezangen. Dante. Shakespeare. Milton. 
Haarlem, Willink. 1881. 8°. 2 ff. U, 220 pp. Pr. 1,90 F. 

Dell' Esilio di Dante Discorso commemorativo del 27 gennaio 
1302 letto al circolo filologico di Firenze il 27 gennaio 1881 da 
Isidoro Del Lungo. Gon documenti. Firenze, successori Le 
Monnier. 1881. min. 8«. 2 fL 210 pp. Pr. n. 2,60 Mk. 

Dante Alighieri k propos d^'nn livre ri^cent; par Marc- 
Monnier. Content, in: Biblioth^que universelle et Bevue Suisse. 
86. Ann^e. Troisiime Periode. Tom. IX. Lausanne, Bureau de 
la Biblioth. univ. 1881. 8^. Nr. 25. p. 58—78 & Nr. 26 p. 
259-80. 
Spectat ad „Causeries Florentines par Jul. Elaczko.'^ 

* Dante e la Statistica delle Lingue, con la raccolta dei versi 
della Divina Commedia messi in musica, da Filippo Mariotti. 
Firenze, Barbara. 1880. 16^. 191 pp. c. mus. et photogr. 
Pr. 3 L. 

* The Makers of Florence : Dante, Giotto, Savonarola and their 
City, by Mrs. M a r g. 0. W. 1 i p h a n t. With Portrait of Savonarola, 
eograved by C. H. Jeens, and lUustrations from Drawings by Pro- 
fiBssor Delamotte. III. and cheaper Edition. London (NewYork), 
Macmülan & Co. 1881. 12». 29 & 422 pp. Pr. $ 3. 

Stadii sopra Dante Alighieri di Vincenzo Pagano. (Con- 
tiiiuazione e fine.) Content, in: II Propugnatore Periodico 
bimestrale di Filologia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretto 
da Francesco Zambrini. [In Appendice alla CoUezione di Opere 
inedite o rare.] Tom. XIII. Bologna, Bomagnoli. 1880. maj. 8^. 
PÄTt 2. p. 419—39 & Tom. XIV. Ibid. 1881. Pari;. 2. p. 238—58, 
301—31. 

* La Famiglia Alighieri. Note storiche di G. L. Passerini. 
Ancona, Sarzani e C. 1881. 18^. 42 pp. c. tab. genealog. (Typ. 
Elzevir.) 

* Omero e Dante, Schiller e il dramma. Conferenze di 
Emilio Penci. Milano, fiat. Dumolard. 1882. 16^ 87 pp. 
Pr. 1,50 L. 

* Dante, il determinismo e la imputabilitä relativa, da Giac. 

I 11* 



164 Supplementam Bibliothecae Danteae ab anno MDCOCLXV. 

Ferro ni-Ferranti. Messina, stamp. Capra. 1881. 8^. 18 pp. 
Pr. 50 c. 

* CelestinoY e Bonifazio Ym. Studii su Dante di In nocenzo 
Polcari. (Dalla raccolta La Scienza e la Fede, anno XLI, Tolome 
CXXI. pag. 719.] Napoü. 1881. 16^ 14 pp. 

La Dottrina di Dante AUighieri intomo al triplice elemento 
religiöse ciyile e letterario Discorso di CFiacomo Polet to. 
Modena, tip. della Societa tipogr. 1881. 8^ 54 pp. 

* La Vita di Dante in relazione alla storia del suo tempo, 
da C. ü. Posocco. IL Edizione. Como, tip. Franchi. 1881. 8°. 
71 pp. 

Dante. Von M. Bieger. Heidelberg, Winter. 1881. 8^4 ff. 
269—336 pp. Pr. n. 1 Mk. (Typ. German. impr.) 

Pertinet ad „Sammlung von Vorträgen f&r das deutsche Volk 
hrsg. Ton W. Frommel u. Fr. Pfaff. Bd. V. Nr. 9—10. 

* A Shadow of Dante: being an Essay toward Studying 
Himself, his World, and bis Pilgrimage. By Maria F. BossettL 
London, Bivingtons. 1881. 8^ 282 pp. Pr. 10 s. 6 d. 

* Die älteste italienische Lyrik und ihr Verhältniss zu Dant«, 
von Karl Witte. Content, in: Magazin fOr die Literatur des 
Auslandes. Kritisches Organ der Weltliteratur hrsg. von E. Engel 
XLIX. Jahrg. 1880. Leipzig, gr. 4°. Nr. 48. 

Wai- Dante adeliger Herkunft? Von Karl Witte. Content 
in: Beilage zur Augsburger Allgemeinen Zeitung 1881. maj. 4^ 
Nr. 140. p. 2049—51; Nr. 141. p. 2066— 68; Nr. 142. p. 2082—84. 
(Typ. German. impr.) 

* La Veritä — Dante e la Luce. Componimenti poetid di 
Jacopo Bernardi, pubblicati da Briseghella Antonio per 
nozze Ivancich-Bertuzzi. Venezia, tip. Antonelli. 1880. 4^ 21 pp. 

* Pensiero unico. — Brevi Cenni sulla Vita del divino poeta 
Dante Alighieri: poesia popolare di G. B. Coluccini. Lecce, 
tip. di Simone. 1881. 16«. 8 pp. 

* Eine Symphonie zu Dante's Divina Commedia für grosses 
Orchester und Sopran- und Alt-Chor. Von F. Liszt. Arrangement 
für zwei Pianoforte zu acht Händen von Johann v. V^h. Leipzig, 
Breitkopf & Härtel. (1880.) Pr. 14,60 Mk. 

* Dante: Sonette „Tanto gentile e tanto onesta pare" per te- 
uere con accompagnamento di pf., da Gaetano Mareen i. Milane, 
Lucca. (1881.) 4^. Pr. 3,50 L. 

* Nuovi Saggi di Venanzio Bapolla. — A Dante. Bisa 
nei cieli. Beligione dell' infinite. Saggi in yersi su G. Bruno. — 
Firenze, tip. Barböra. 1881. 16*>. 75 pp. Pr. l L. 



Sapplementam Bibliothecae Dauteae ab anno MDCCCLXV. 165 

"^ Ave, Maria; volgarizzata da Dante per GiuseppeVerdi. 
Milano, Ricordi. 1881. 4«. 

(Opera plura.) 

Oeuvres de Dante Alighieri — La Divine Comödie Traduction 
de A Brizeux La Yie nouvelle Traduction de £. J. Del^cluze, 
HouYelles Editions revues, corrig^es et annot^s par les Traducteurs 
iccompagn^es de notes et commentaires et d'une ^tude sur la 
DiTine Com^ie par G. Labitte. Paris, Charpentier. 1881. maj. 
12^ 2 ff. 589 pp. Pr. n. 8,60 Mk. 
Pertinet ad ^yfiibliothöque Charpentier.'^ 

(Divina Comoedia.) 

La Tipografia editrice alla Minerva dei Fratelli Salmin Libraj 
in Mova. Catalogo generale (Novembre 1869 — Marzo 1881) 
Precednto da Genni (La Tipografia, H Dantino, il Catalogo.) [1881.] 
i\ XXXV, 44 pp. 

Hoc opusculum composuit Ludovicus Busäto qui, postquam in 
scriptione sua „Un onesto Grido in nome di Dante 1878'' jam- 
jam de „Dantino" disseruorat, iterum novam dissertationem de 
lue editione scriptam p. Xlll—XXVin juris publici fecit. 






La Divina Commedia di Dante Alighieri iUustrata da Gustave 
Dor£ e dichiarata con note tratte dai migliori commenti per cura 
diEugenio Camerini Edizione economica. Milano, Sonzogno. 
1880. maj. 4^. 4 ff. 679 pp., quibus 136 tabb. xylogr. insertae 
sunt Pr. n. 10 Mk. 

* Commedia di Dante Alighieri, preceduta dalla vita e da studii 
preparatorii illustrativif esposta ed annotata da A. Lubin. Punt. 
I— in. Padova, tip. Penada. 1881. p. 1—544. 

* Commedia di Dante Allighieri commentata da Antonio 
Lubin. Graz, Wohlfarth. 1882. maj. 80. 932 pp. Pr. n. 7 Fl. 

(Yersiones Divinae Comoediae.) 

* (Anglicae.) Dante's Vision; or, Hell, Purgatory and Paradise. 
Translated by H. F. Cary. With Portrait and original Dlustrations. 
London, Warne. 1881. 8^. 428 pp. Pr. 3 sh. 6 d. 

Pertinet ad „Landsdowne Poets." 

* Dante's Divine Comedy. The Inferno. By John A, Car- 
lyle. New Edition. London, Bell & s. 1881. 12^ Pr. 5 sh. 

Pertinet ad „Bohn^s CoUegiate Series." 

* Dante's Divine Comedy, Inferno. Translated by Warburton 
Pike. London, Paul 1881. 12<*. 220 pp. Pr. 5 s. 

* (Bohemica.) Dante Alighieri, Bozska Eomcdie. Bozmirem origi- 



166 Supplementum Bibliothecae Danteae ab anno MDCCCLXV. 

nalu prelozil Jar. Vrchlicky. Ocistec. V Praze, Cfech. 1880. S\ 240 pp. 
Pr. 1 Fl. 80 kr. (Divina Comoedia vcrt. J. Brchlicky. Infernnm.) 

* (Francogallica.) La Divine Com^die de Dante Alighieri 
TraJuction nouvelle, accompagn^e de notes, par Pier Angelo 
Fiorentino. XII. Edition. Paris, Hachette. 1881. maj. 18*. 
CVII, 474 pp. Pr. 3,50 Fr. 

Pertinet ad ,,Chefä-d'oeuvrd des Litteratures etrang^res. Biblio- 
thöque Varize." 

(Graeca.) Danto*s Inferno, translated into Greek verse by Musnros 
Pasha. [Et sub hoc tit. : Javtov o Airjg. Mera^QaC^g KwvGrccV' 
Tivov MovaovQov.] London, Williams and Norgate. 1882. maj. 8**. 
8 fif. 331 pp. Pr. n. 14,60 Mk. 

(Latina.) Genni storici di Agostino Manfrin Provedi 
sulla traduzione in versi esametri Latin! della Gommedia di Dante 
Alighieri esegoita dall* Abate Don Gaetano dalla Piazza 
susseguiti dalla Vita del Della Piazza con aggiunteyi alcnne sue 
lettere; dalla Prefazione che lo stesso aveya divisato di pubblicare 
insieme alla di lui yersione e da un saggio di qnesta consistentc 
in due tratti di ciascuna delle tre Gantiche col testo Italiano a 
fi'onte secondo la edizione Fiorentina del Le Monnier e C. anno 
1837. Venezia, tip. di Visentini. 1882. maj 8^ 109 pp. 

Exempla Latinae versionis addita spectant ad „Francesca da 
Rimini" (Inf. V, 70—142), „Gonte ügolino" (Inf. XXXIO, 1—78), 
„Manfredi" (Purg. HI, 103—45), „SordeUo" (Purg. VI, 61—151), 
„Gacciaguida" (Parad. XV, 88—148 & XVII, 37—99). 

(Scripta Divinam Gomoediam illustrantia.) 

* 2t. A, BdXßtjg. Ileqi %Qi<iv Orixtav tov Jdvxov. Gon- 
tent. in: Id&rjvaTov. 2vyyQa(Xjxa nsqiodixov xavd Jtfirp'iav 
iydidofievov OvixnQä^ei nökkwv Xoyitov. Tofi. &. ^Ad^vr^an*j 
ix TOV Tvnoyq. ^E^fiov, 1880. 8^ 

Le Allegorie di Sordello, Margherita augusta, Lucia nolla 
cantica del Pnrgatorio per Santo Bastian i. Napoli, tipogr. 
Italiana. 1881. maj. 8<*. 30 pp. 
Spectat ad G. VI. VH. VIII. IX. 

* San Francisco d'Assisi. Gommento storico al cant. XI del 
Paradiso Dantesco di Bonaventura da Sorrento. Sant* Agnello, 
tip. all' insegna di San Francesco d'Assisi. 1882. 8^ 252 pp. 
Pr. 2 L. 

•Sulla proposta di una Correzione al canto V. (v. 37 — 39) 
del Pnrgatorio, da Stefano Vittorio Bozzo. Gontent in: II 
Propugnatore Periodico bimestrale di Filologia, di Storia e di Bi- 
bliografia institaito e diretto da Francesco Zambrini. [In Appendice 



i 



Sopplemeutüm Bibliothecae Dauteac ab anno MDCCCLXV. 167 

alla Colleiiono di Opero inedite o rare.] Tom. XIV. Bologna, 
Bomagnoü. 1881. inaj. 8^ Part. 1. p. 138—42. 

Enrichetta Gapecelatro — Diario Dantesco tratto dalla 
DiviDa Commcdia. Roma, tipogr. Elzeviriana. 1881. 16^ 136 pp. 
com e%ie Dantis impr. Pr. n. 4,50 Mk. 

* Dell' Allegoria della Divina Commedia, da Giuliano Fe- 
naroli. Torino, tip. Beale di Vigliardi. 1880. S\ 79 pp. 
Pr. 1 L 

* Olanbe, Ho£fhung, Liebe nach Dante. Eine Skizze zar Ein- 
f&hnmg in das Yerstandnits und den Gedankenkreis des Dichters. 
7onP. ß. Fricko. HaUe, Fricke. 1882. 8^ V, 67 pp. Pr. 
n. 1,50 Mk. (Typ. German. impr.) 

n Messo di Dio dei canti VIII e IX dell' Inferno, da Luigi 
Gaiter. Content, in: II Propugnatore Periodico bimestrale di 
Füologia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretto da Fran- 
cesco Zambrini. [In Appendico alla Collezione di Opere inedite o 
nrc] Tom. XIII. Bologna, Romagnoli. 1880. maj. 8^ Part. 2. p. 
309-80. 

Yocaboli dei Dialetti Siciliano e Veronese riscontrati nella 
Dirina Oomedia, da Lnigi Gaiter. Content in: II Propngnatore 
Pfriodico bimestrale di Filologia, di Storia e di Bibliografia in- 
stituito e diretto da Francesco Zambrini. [In Appendice alla CoUe- 
lione di Opere inedite o rare.] Tom. XIV. Part 1. Bologna, 
Romagnoli. 1881. maj. 8^. p. 417—35. 

SiiUa proposta di nna Correzione al Canto V dei Pargatorio; 
da Lnigi Gaiter. Content in: II Propugnatore Periodico bime- 
strale di Filologia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretto 
da Francesco Zambrini. [In Appendice alla Collezione di Opere 
medite o rare.] Tom. XIV. Part. I. Bologna, Eomagnoli. 1881. 
maj. 8^ p. 444—45. 
Spectat ad V, 89. 

* AI chiar. d. Luigi Bennassuti, lettera XXXII su Dante Ali- 
ghieri, di Carmine Galanti. — Gli Angeli buoni e gli Angeli 
rei nella trilogia Dantesca, o la mancanza dei custodi nel primo 
cercbio deir Inferno. Ripatransone, tip. Jaffei. 1880. 8". 46 pp. 

* Lettera XXXIII su Dante Aligbieri di Carmine Galanti. 
L'Infemo Dantesco 5 il regno della umiliazione della superbia. 
Ripatransone, tip. Jaffei. 1881. min. 8^ 24 pp. 

* Lettera XXXIV su Dante Alighieri. II Purgatorio Dantesco 
c il regno della purificazione della superbia. Di Carmine Ga- 
lanti. Eipatransone, tip. Jaffei. 1881. 16®. 36 pp. 

* AI chiarissimo dotier Luigi Bonnassuti Lettera XXXV su 
Dante Alighieri di Carmine Galanti. II Paradiso Dantesco ö 



168 Supplementum Bibliothecae Danteae ab anno MDCCCLXV, 

il regno della glorificazione della omilta. Bipatransone, tip. di 
Jaffei. 1881. 8^. 30 pp. 

* AI chiarissimo D. Lnigi Bennassnti di Carmine Galanti. 
Lettera XXXYI su Dante Alighieri. — Perch^ nell* Inferno si va 
a sinistra, e talvolta a destra. Eipatransone, tip. Jaffei. 1881, 
8^ 27 pp. 

* Intorno a due passi che nella Divina Commedia paiono in- 
volvere contraddizione, da Gregorio di Sie na. Content in: Atti 
dell' Accademia Pontaniana. Yol. XIV. Napoli, Forchbeim. 1881. 8^ 

Degli Studi di Giuseppe lacopo Ferrazzi su Torquato Tasso 
e delle Fostille di Torquato Tasso alla Comedia di Dante Lettere 
due di Stefano Grosso. Content, in: n Propugnatore Periodico 
bimestrale di Filologia, di Storia e di Bibliografia instituito e diretto 
da Francesco ZambrinL [In Appendice alla Collezione di Opere 
inedite o rare.] Tom. XIV. Part 1. Bologna» Bomagnoli. 1881. 
maj. 8«. 266—98. 

Dante und ügolino. Eine Studie von Siegfried Kap per. 
(Mit eingedr. Portrait ügolino Gherardesca^s.) Content, in: Wester- 
mann*s illustrirte deutsche Monats-Hefte hrsg. von Fr. Spielhag-en. 
XXVL Jahrg. 1881. Braunschweig, Westermann, maj. 8^. Fase 
301. p. 86—44, Fase. 802. p. 206—13, Fase. 303. p. 398 — 99, 
(Typ. German. impr.) 

* Per nozze Sartori-Borotto- Verdi. — Este nella Divina Com- 
media, da Cesare Loria. Este, tip. di Stratico. 1881. 8^ 8 pp. 

* La Pia (dalla Divina Commedia di Dante) da F. Marchetti; 
note per mezzo sopr. Milano, ßicordi. (1881.) 4^ Pr.* 1,50 L. 

Supplemente musicale al „Bersagliere,^' num 16. 

'*' San Francesco Dante e Giotto, da Giov. Mestica. Con- 
tent in : Nuova Antologia di Scienze, Lettere ed ArtL Anno XVL 
2. Serie. Firenze, 1881. maj. 8^ VoL XXVII. Fase. 9. 11. & 
Vol. XXVm. Fase. 18. 

Dante e Manzoni owero finezze di pensiero e di senso morale 
sparse per la Divina Commedia e nei Promessi Sposi a belle ri- 
prese esposte al popolo da un awocato che non esercita [Giuseppe 
Migone] Numero primo con proemio e nota. Genova, tip. del R. 
Istituto Sordo-Muti. 1881. maj. 12*^. 46 pp. Pr. n. 0,60 Mk. 

* üna Lite di Lingua fra amici di euere. La Divina 
Commedia, iCodiei e 11 Fanfani. Lettere di Giuseppe Olivieri. 
Salemo, stab. tip. Nazionale. 1880. 16^ 85 pp. 

* A. Stopp an i — Trovanti — n Sentimento della Natura 
e la Divina Commedia — Discorsi accademici — Necrologie. 
Müano, üp. Agnelli. 1880. 16^. 323 pp. Pr. 2 L. 



Neneate Beiträge lor FausÜitterator. 169 

* La Franceica di Dante. Soggio critico di L. Stoppatu. 
SaTeima, tip. di LavagDa. 1880. 16**. 35 pp. 

Spectat ad Inf. V, 116. 

CDsmografia della Divina Commedia — La Visiono di Danto 
UUghieri Considerata ncllo spazio e nel tempo daC. 0. Vaccbori 
I C. Bertaccbi. Toiino, tip. Candeletti. 1881. m^. 8". 243 pp. 
1 f. 11 tabb. Pr. d. 5,50 Mk. 

Yittorio Emannele 11 e le Profezie di Dante Alighieri per 
TommaBO Vitti Memoria dedicata e presentata a S. M. Umberto 1. 
Stttefrati (Caeerta) Agosto 1879. Sara, tip. Uoccataiii. (B. Uarghiori 
di Giogeppe in Napoli coiam.) 1881. min. 8". 34 pp. Fr. n. 1 L. 

(Opera minora.) 
La Canzoni pietrose di Dante, da Yittorio Imbriani. 
CoDtnit. in: U Fropngnatore Feriodico bimestrale di Filnlogia, di 
Stnria e di Bibliografia inetituito e dirotto da Francesco Zambrini. 
[In Appendice alla Collezione di Opera inedite o rare.] Tom. XIV. 
Bolofsa, Bomagnoli. 1881. maj. 8". Part. 1. p. 353—71 & Partv 2. 
^ 196—228, 876—93. (ConUnnabitnr.) 

' (Appendix.) 

* TiUania Dantasca, da F. Q. Curnecchia. [Per nozze 
CJuIU-Del' Sarto.] Pisa, tip, Kietri. 1881. 16". 10 pp. 

* CoIlegio-ConTitto „Dante Alighieri". Fubblico esporimentu 
degli stndii fatti nell' anno scolastico 1880 — 81. Cumponimenti 
diversi. Genova, tip. Istit. Sordomuti. 1881. 8", 38 pp. 

|41S.] Neneate Beiträge zar Fanatlitterator*). 

* Tbe trogtcal Hietory of Doctor Fanstne b; Chriatopber Har- 
lowe. [English Library Nr, 4.] Zürich, Budolphi & Klemm. 
1881. 24*'. 68 S. 

Faosta Leben Ton Georg Rudolf Widmann. Herausgegeben 
TOD Adelbert tod Keller. |A. m. d. Tit.: Bibliothek des Litte- 
rariarhes Vereins in Stuttgart. CXLVI.| Tübingen, gedr. für d. 
Litterar. Verein in Stuttgart. 1880. 8*. 2 BU. 737 S. 

2)ae SDlt^f((auf)ncl 3)DctDi ^D^aiai Sauft, tcrau^^egeben mit a^t-- 
ftfiiditliibtn 91ad)Ti(iten über Den Xväqtt bei gauftfage iinb mit einer 
Sübnnigeidiidbte beä 3au|t con fiail (Sngel. 11. untgcaibeitele unli vkU 
iaii) eigänitt Kuflage. 3Rit ^auffä Portrait nai^ ENumbranbr. ClBenbuig, 
e^uUe. 1882. ü". IV, 250 S. mit I ^oltldintaf. 

* 3oionn gauft. (Sin aUegorifcbeS Sram«, gebnidt 1775, o^ne %■&■■ 



*} Foitsetnog Tom Adz. J. 1880. Nr. 1185. 



170 Neueste Beiträge zur Faustliiteratur. 

gäbe t)csj !öcrfajjcr§, unb einem nünibcrgcr 3^oytbud& bcflelben ^Dramas, 
iiebrudt 1777. herausgegeben t?on ^axl GngeL II. burct> bo^ tmnu 
berger 3:cytbu(b üetme^rtc Sluflage. Olbcnburg, Sd^ulje. 1882. gr. 8®. 
XI, 79 6. 

* Unit)erfaI^33ibIiot^ef. SRr. 1515. — Sic bcutfcfeen SBoIföbüdber, füt 
Sung unb 2llt wiebcr erjäblt t?on ©uftau Schwab. 7. ^.: 3)och« 
Jauftu^. 2)er arme öcinricb. ficipjig, Meclam jun. 1881. gt. 16*^. 96 S. 

Sie gauftfage in ibrei ^ntftebung, ^ertoidelung unb Gntnncfelung. 
9)ebe gebalten jur 92acbfeier be§ ©eburt^tag^ Seiner üTlajeftdt bed fiönig^ 
am 29. 2lpril 1881 tjon fpaul finautb. 3um »cften ber für »ürbige 
unb bebürftige Scbüler beftimmten Stiftungen bcd ©^mnaftum SUbertinunt. 
Srcibcrg, Gngel^arbt. 1881. 8^. 15 6. 

* Sie ßntfte^ung beg SJolf^budbeg üon Dr. gauft SSon öcrmann 
©rimm. @nt^. in ben $reuBif(ben 3a^^I>ücbem \)t^Q. )oon {). t). Sreüfcbte. 
Sb. XLVn. oft. 5. Söcrlin, SRcimer. 1881. 8^. 

Gpprian ton ^ntioc^icn unb bie beutfcbe (^auftfage. SSon X^ecbor 
3abn. ©rlangen, Seid&crt. 1882. gr. 8«. IV. S. & 1 93L 153 S. 

Sauft unb baS cbriftlicbe ä^olfSbeiou^tfein. SBon 9Ila; Sergeborf. 
Sresben, t>. ©rumbfo». 1881. S^. 66 6. 

(Ealberon in Spanien. SBon Sobann 3aftenrat(). 9Rit einem ^In- 
bang: Sie iBejiel^ngen 3»ifcben (Salberon'd ,,SBunbertl^tigem SJlagug'' unb 
(Soetbc'^ //Sauft." 9Jon ber Slfabemie ber ®cf(6i(bte in SWobrib prcij^ges 
frönte Scbrif t beg S. Slntonio Sancbej SDloguel. [21. u. b. Sit. : Golberon 
in Spanien. Qux Erinnerung an bie äJtabriber ^dberon^S^ier 1881 von 
3obann Saftenrat^. (3tt)eiter Ibcil ber geftf^rift: „halberen bc la 
53arca.")J ficipiig, gricbridb. 1882. 8^ 2 931. 302 S. 

Ser Sln^^ang ift S. 185—285 entgolten. 

©oetbe^ gauft ein gragment in ber urfprünglidben ©eftalt neu 
beranSgegeben ton 2Bi(^Im Submig ^oUanb. [21. m. b. 2:it.: gauft. (Sin 
gragment. S5on ©oet^e. Scbte Slu^gabe. liJeipsig, be^ ®corg 3oa<5?itn 
©öfcben. 1790.] greiburg i. So. u. Sübingcn, SKobr. 1882. IL 8^ 
2 Sil. 168 S. u. 1 931. X S. 

Deutsche Littcraturdenkmalo des 18. Jahrhunderts in Neu- 
drucken herausgegeben von Bernhard SeufFert 5. Faust ein Frag- 
ment von Goethe. [A. m. besond. Tit.: gauft. iSxn gragment. 9?on 
©oetl^c. ?(4te 2(uSgabe. Seipjig, be») (Seorg 3oa*im ©öfcben. 1790.] 
Heilbronn, Gebr. Henninger. 1882. kl. 8\ XV, 89 S. 

Von der zur Seltenheit gewordenen Göschen'schen Ausgabe des 
Faust-Fragmentes sind gleichzeitig zwei Neudrucke erschienen, 
die beide das Original getreu abspiegeln. Es wäre zwar an 
Einem Neudrucke vollkommen genug gewesen, aber der GOlhe- 
Litteratoron und Liebhabor giebt es so unendlich viele, dass jeder 
der beiden gleich trefflich ausgestatteten Neudrucke seine Abnch- 



Neueste Beitrf^e zur Fauatlitteratur. 171 

aa finden wird. Sicher wird der eine wie der undere der buideii 
ffilUiffmmene und beifäUige Änfnahme finden, 
^n^. eine ZtagÖbie von 3ot)(mn SBoIfganQ oon (Soet^c. Qx\\a 
: ^ giluftrirt in 50 CumpDfUimicn oon «Icianbcr Sicjen 5IIü9ci. OJlit 
'namaitm Don EHubolf 5eib. Slulgefütitt in 9 Slatiiningiin Don ÜB. ^edit 
* ffi. Swultopf uns in öcljfdjnittcn ucn SD. &c*t'3 pjlogr. anflalt. 
' frbnidt Iki @tbiübei Iftönei in StuttjAtt auf Rapier bcr ©, Bi^aeuffelcn'- 
^ fitoiSi^Rt )u &cilbTonn. [3Dol)lietle $racbtauägabe.| ÜJlüncbcn, &tioe!<:i. 
80.) gi. 4". 254 S. m. eingeör. ^joläfin. u, 9 fipjttt. 
(^auFl von @oelH SItit Sinleitung unb fDitlaufenbcr ^riäning 
(erau^egtbtn »on ß. 3- £f!&rt«. S^. I— 11. Sieittronn, ®cbr, &cn' 
ninjtt. 1881. S^. LXXXVII, 304 & CII, 442 8. 

* ©ottöe'« SaufL 2. tfel. Itagöbte in 5 SUttn. 91a4 ber ffleai-. 
bcttung wn äBoU^im für bie tönigL fät^f. ^ofbü^ne eingeriittet con 'il. 
aßiintä. 9Rurit ton &. &. ^ieifon. 3)»£ben, $infon. 1880. 8°. 
VI, 82 S. 

* ^^ Sine Siagöbie von SSoIieang c. @oet^e. 2. XtiL [il)tufcuni. 
Btimmliing Itttnanfditc SItetftensertt. 3n neuti ne^tfc^reibung. 9Ii. 4.] 
Olbecfdb, SeWi 9ta^. 1881. 8». 192 @. 

* Goethe'a FaDSt. Erster Theil. (14 Bll. iD Lichtdr. u. 78 
illustr. Teits. nach Zeichnungen von Ä. t. Erding.) II. Ausgube. 
München, Bmckmann. 1881. 4°. 

* Faost, par Qoethe. Fremiäre Partie. Texte allemand, publik 
KTec un avant-prupoB et des notee en A-an^ais par A. Büchner. 
Paris, Hachette et Cie. 1881. kl. 16°. YII, 198 8. 

GehSrt zu den „Claasigues Allomands." 

* Faust Tan Goethe. Vertaald door J. J. L. ten Kate. Iieiden, 
Sijthoff. 1881. Id. 80. X, 191 S. m. 8 Zinlcogr. 

* Boston Litorary World for 13. August 1881 cont, a partial 
Bibliogrophy of Englisb Translations of Goetho's Faust 

* Faust, a Tragedy of W. von Goethe, tr., with notes and prä- 
liminar; remarks, by J. S. Blackie. II. Kdition, revised and 
rewritteo. Ke« York, Macmillan & Co. 1880. 12''. 77 & 296 S. 

* Goethe's Paust : a Tragedy. Translated by Theodore Martin, 
Olastrated by A. v. Kreling. London, Bruckmann 1880. Fol. 140 S. 

' Goethe'B Fauat. Piirt 1. By E. J. Turner and C. D. A. 
Unnthead. London, Kivingstons. 1882. gr. 8". 337 S. 

' Faost de Goethe. Traduction de Georges Gross. Paris, De- 
larue. 1881. 120. 2 Bll. 235 S. 

Gehört zu „Chefs -d'oeu vre Je la Litlerature Fran^aiae et 
etrangere". 

* La TragMie du Doctenr Faust, de Goetlie, en vors Fran^ais; 



172 'Neueste Beiträge zur Faustlitteratur. 

par A. do Riedmatten. Paris, Ollendorff. 1881. gr. 12**. 178 
(Nur 50 numer. Exempl. auf Holland. Pap.) 

* Faust et le second Faust de Goethe, suivis d'un choii 
jaoesies allemandes. Traduits par Gerard de Nerval. NouYell« 
Edition, pröcedee d'une notice sur Goethe et sur G^rard de Ner?aX 
Paris, Garnier fröres. 1881. gr. 12«. Vm, 452 S. 

* Le Faust de Goethe. Traduction nouvelle en vers fran9ai^ 
par Augustin Daniel. Paris, Plön et Cie. 1881. gr. 12*. 859 Ö- 

* Faust, par Goethe. Premiöre Partie. Traduction de Jacqu»^ 
Porchat, revue par A. Büchner. Paris, Hachette et Cie. 1881-- 
32 0. 162 8. 

* Faust, di Lorenzo CuguruUo. Cagliari, tip. del Corriere 1881^ 
16^ 27 S. 

* Faust, parte seconda, di Lorenzo Cngurullo. Cagliari, tip. 
nazionale. 1881. 8^ 39 S. 

* Goethe's Faust in Portugal. Von Ed. Engel. Enth. im Mar 
gazin für die Literatur des Auslandes hrsg. yon Demselben. Jahrg. 
XLIX. Berlin. 1880. gr. 4«. Nr. 17. 

* Faust e Margherita nel dramma di Goethe. Osserrazioni dl 
Antonio Angeloni-Barbioni. Yenezia, tip. di Naratoyich. 1881. 
8«. 27 S. 

* Preaukes uet Goethe's Faust troch L. C. Murray Bakker. 
Liouwert, Kulpers. 1881. gr. S\ 32 S. 

* @in Aommentar au ®oetl(^'d Sauft. Son ^jolmat ^jott^ Sollen, 
^utorirtrte beutfd^e Searbeitung t)on Otfrieb SRpüud. Wt einem auSfü^« 
Itd)en Qlp^abetif(i&en 3Dörtetbtt(i& unb (Erläuterungen. Seipaig, SRecIom jun. 
1881. gr. 16^. 194 6. 

Gehört zu Beclam's „Universal-Bibliothek'' Nr. 1521. 1522. 

* Die Bühnengeschichte des Goethe'schen Faust. Von Wilhelm 
Creizenach. Frankfurt a. M., Liter. Anstalt Butter & Loening. 
1881. 8^ IV, 59 S. 

* Über zwei Stellen aus Goethes Faust. Von Heinr. Düntzer. 
Enth. in der Zeitschrift für Deutsche Philologie hrsg. von E. Höpfner 
u. J. Zacher. Bd. XI. Halle, Buchhandl. des Waisenhauses. 1880. 
gr. 80. S. 66—73. 

Der Fidele in Goethes „Walpurgisnachtstraum^' noch einmal 
Von Demselben. Enth. in der nämlichen Zeitschrift. Bd. XIIL 
Das. 1882. gr. 8^. S. 354—67. 

* gauft*5 Oftcrfpajiergang. ©nt^i. im S)o]&cim. (Sin beutfd&cS "Samu 
Uenblatt ^r«g. t)on SR. ftönig unb Z\f. ?). ^anteniuS. 3abtg. XVH. 
Seipjig. 1881. gr. 4». Jlr. 29. 

* ©oetje'g gauft aß S3ü(^nen»ert. I— ni. QnOf. in ber SBifien= 



Neueste Beiträge zur Faustlitteratur. 173 

fdWen Seiloae ber Seipjiger Seitung. 1881. 4^. 9Ir. 14. @. 
81-84, St, 15. S. 85—89. Sr. 16 6. 93—94. 3lr. 17, 6. 
97-100. 

* Eiamen critiqne du Faust de Goethe par un Catholique : deux 
oonfitoces par Wilhelm Molitor. Traduit de l'allemand par Emcst 
fkligao, avec une notice biographique par Corneille Beichenbach. 
[Sitziit da Contemporain.] Paris, impr. Lev^. 1881. 8^. 91 S. 

&maä\äi^ 9Beife t)on Suliud SRofen. Jleue Derme^irte ]c Slufloge. 
ÄYL «eiftig, ?fnebti*. 1880. 8<>. (gnt^. 6. 1—46: Über ®ocftc3 
Soft (Sine bramaturgi{(i&e Slb^anbhtng. 

Soet^'d Sauft als einheitlich S)i(i&tung erldutert unb t)erteibigt Don 
(ennmn €4t^r. &aUe, Suci^^anbL bei» äBatfen^aufeS. 1881. 8<>. 
in, 422 S. 

mta unb SeudS. Son gnebr. S^eob. fß\\ä)tt. &ft 2. Stutt-- 
^ Bon» & 6mm>. 1881. gt. 8^ (M. 6. 1—134: 3ur Ser^ 
Adtignng meiner 6(i&rift: @oet^*d gauft. 9leue Seiträge ^ur Rritit bed 
SdriAtä. 1875. 

3uc gaufts unb SBoüenfteinfrage. I-^UI. Snt^. in ber Seitage 
inr augdburger SlOgemeinen 3eitung. 1881. gr. 4^. 3h. 232. 6. 
3401—3 & 9lr. 233. &. 3419 ; St. 234. 3427—28 & Sr. 235. 
6. 3442—44; Sir. 243. S. 3563—64 & 3lx. 244. S. 3578—80. 

3um iioetten Z^ beS Sauft. 93on Siebennann. 6nt^. in ber 
Siffenf4aftCc^ SSeilage ber Seipiiger Seitung. 1882. 4^^. 3lx. 17. 
S. 97—100 & Jh. 18. 6. 105—7. 

@. 6. Seffing ald ^Reformator ber beutfci^en Siteratur bargefteOt Don 
ifamo Sif 4er. 2(. L 6tuttgart, (Sotta. 1881. 8^ »etr. 6. 141— 74: 
Sefftn^d Sauß. 

* Souft. 6in @ebid^ bon SlicoIauS Senau. herausgegeben bon ®, 
Qmi SortH Seipjig, Steclam jun. 1881. gr. 16^. 111 6. 

Gehört zu Beclam's ,,üniYersal-Bibliothek" Nr. 1502. 

* Sauft. 6in ®ebi(i&t bon SltfoIauS Senau. [STIufeunt. Sammlung 
Iitterarif4^er 9Reiftem)erte. ^v, neuer SRed^tfc^reibung. 3lx. 157.] Bibers 
feD), SoO. 1881. 8». 104 6. 

* Doktor Faust. ZiYot jeho, skutkovS a hrozny konec Bachorka pro 
lid. Vypraviye J. T— ;f. [Ctenf Pouine a zabavne. tfislo 3.] V Praze, 
Hmek. 1880. S«*. 48 S. 

Belehrende u. unterhaltende Leetüre Nr. 3. 

* Ditadelnl Ochotnik. Sv. 45. Farafora knchafka. Obraz ze zivota 
T peti jednamch. — Doktor Faust aneb: Neyesta z pekla. Truchlora v 6 
jednanich. 2. Tjdani. VPrazo. (Karolincnthal, Mikula^.) 1881. S«". 88 S. 

Theaterdilettant. 45. Heft. n. Aufl. 

* Faust polsky, aneb mnz v mesici. Pckna bachorka pro zäbavu a 
ponceni naSl mil^ mlädezi. Praha, Knapp. 1881. 8^. (Der Polnische 



174 Neueste Beiüülge zur Faustlitteratur. 

Faust oder der Mann im Monde. Fabel für Unterhaltnng u. Bel^nu^ g 
f. die Jugend.) 7. S. m. 6 color. Bildern. 

* Sauft, eine Satire üon &. 6. 3a^n. Woftod, 3Jle^. 18^ ^. 
160. 15 6. 

* 3)octor gauft. teyt t)on fflinStorfer. fflilbet t)on 51. aSe^er. [J^?»* 
öenb^Sibliot^ef für 6*ule unb öaug l^rgg. t)on 3:^. (Sdarbt. ©ft i:«..] 
e^lingcn, ©Treiber. 1881. 4^. 14 6. m. 4 ^romolit^. 3^f. 

* Sauft unb ©retten, ©dbcrj mit ©cfang m 1 Slft üon (Sb. Sac^^b^ 
fon. Scrlin, 2af[ar. 1881. 8^ 19 6. 

Gehört zu „Ed. Bloch's Dilettanten-Bühne Nr. 12. 

* Paust og Margrethe. Farce i. 1 Act af Sv. Sv. Kjöbenha^^^* 
Pio. 1869. 8^ 

* Leonard, H. La Damnation de Faust, de H. Berlioz, transcrC^^ 
tion ponr le violon, avec accompagnoment de piano. Bomance 
Marguerite; Menuet des FoUets; Le Boi de Thule (chanson g- 
thique); Ballet des Sylphes; Air de Faust; Duo de Faust et 
guerite; Serenade de M^phistophelös ; Marche hongroise. Pari^ 
Bichault et Co. (1882.) 

* Mefistofele, by Arrigo Boito. Opera perfbrmed with grear"^ 
success at Her Majesty's theatre. — Separate vocal pieces wittJ 
english and italian words. — L'altra notte in fondo al mare. Las^ 
night in the deep sea. — Margarets nenia. m act Milano, 
Bicordi. (1881.) 4«. 

* Mefistofele. Dramma dl Arrigo Boito. Milane, tip. Bicordi. 
1880. 16« 50 S. 

* Mefistofele. Ballade: „Son lo spirito che nega sempre tutto^'; 
di Arrigo Boito. Milano, Bicordi^s editions. 1881. 

* Pantaisie-Caprice sur Faust, pour Violen avec Orchestre. Par 
Ch. Dancia. Op. 138. Mainz, Schott's Söhne. (1881.) 

* Faust, op^ra en cinq actes, par Ch. Gounod. Paroles de J. 
Barbier et M. Carr^. Sans accompagnement. Paris, Choadens 
p^re et fils. 1881. 

* Fantaisie sur Faust de Ch. Gounod, pour musique militaire. 
Par P. Clodomir. Paris, Souchet. 1881. 

* Gretchen, aus der Faust-Symphonie von F. Liszt Transcripi 
f. Pfte u. Harmon. von F. Stade. Leipzig, Schuberth & Co. (1881.) 

* E. Mayer. Op. 46. Faust-Ouverture f. Pfte zu 4 Händen 
arrangirt von B. Knetsch. Stettin, Witte. (1881.) 

* Sc^ne et air de Faust, op^ra de Spohr, traduction de L. 
Pomey. Accompagnement de piano. [Ecole classique du chant 
Collection de morceaux choisis par Mme P. Yiardot-Garcia.] Paris, 
Gdrard et Cie. 1881. 



tiebersicht der neueren Franiösischen LeEsinglitteratur. 175 

* Le Peüt Fanst Choeur des Soldats, Pajoles d'Ad. Cre- 
mai et Ad. Jaime. MuGique d'Hervä. üluBtröe de 14 compo- 
EiäoDS en blaue et noir par H. de Sta. 2 tirageB. Paris, Saussct. 
iaii2. 8". 32 S. 

* Fanst et Margnerite. Paris, Aubry clirofflolitbogr. 6dit. 
(1881.) 

'La Vision de Paust, d'aprea Falero, Paria, photogravurc 
Gonpil et Cio. (1881.) 

[4ll[ Cebersicht der neneren seit Qn^rard erschienenen 
Französischeu Le8BinglUteratQr*J. 

* Fables de Lessing, en prosa et en Tors ; suivies de 25 
fiblea choisiea dans Hagedorn, Geliert, Liclitwebr, Gleim, Micbaclis, 
IViUamov, Zacbariae, Nicolay, Pfeffel. Texte allemand publit avcc 
des notes explicatives par L- Boutteville. Paris, Hacbette & Cie. 
1873. I2=. IV, 92 S. Pr. 1 Fr. 

Nourelles editions ctassiques arec des notes. 

* Eitraits de la Dramaturgie de Leasing; pubLes avec une 
iitrcduction et des notes en fran^ais, par G. Gottler. Paris, 
Hwhette & Cio. 1874. 16». XXVIII, 187 S. Pr. 1 Pr. 50 c. 

Noavelle Collection de Classtques. 

* Les Fables de Lessiug. Liuioges, Barbuu frurei). Iä7ä. 
12". 89 S. 

Bibliothtqne chretienne et murale. 

* Fables de Leasing en prose et en vers, snivie de 25 Fables 
chniäes dans Hagedom, Geliert, Lichtwehr, Gleim, Michaelis, 
Willamo», Zacbariae, Nicolay, Pfeffel, Teste allemand publiis avec 
des notes explicatives par L. BoutcTÜlc. Paris, fiacbette & Cie. 
1875. 12'. IV, 92 3. Pr. 1 Fr. 

* Laocoon; par Leasing. Nouvelle KdiUon, pnbliee avec une 
notice, un argument analytique et des notes en fran^ais, par 
B. LsTj. Paris, Haohette et Cie. 1875. 16". 256 S. Pr. 2,60 Fr. 

GebGrt zur „Nouvelle CDllection de Classiques". 

* Laocoon; par Leasing. NouseUe traduction frani;aise par 
E. Hallberg. Paris, Delalain el fils. 1875. 18». XIX, 224 S. 

* Laocoon; par Lessing. Edition classique, precedee d'uno 
Dotice litterairo par U. Grimm. Paris, Delalain et fils. 1875. 
18". XX, 243 S. 

* Minna de Bamhelm, ou te Soldat hcureux. comedie; par 
Lessiog. Publice avec une notice, un argument analytiijue et des 

'} Fortwtznng ron Änz. J. ise><. Sr. TOG ii 3. ItTä. Nr. öOo, 



176 üebersicht der neueren Französischen Lessinglitteratur. 

notes en fran9ais par B. Lövy. Paris, Hachette. 1876, 16®. 
150 S. Br..l Fr. 50 c. 

Gehört zur „Nouvelle Collection de Classiques*'. 

* Fahles de Lessing mises en vers par Portalais. 
Drocourt. 1877. gr. 18<>. 2 BU. 207 S. 

* Fahles de Lessing, en prose et en vers. Edition classiqixe^ 
accompagnee de notes grammaticales et philologiques, et pröcM.^e 
d'une notice litteraire et hiographique, par W. de Sackan. Parifiy 
Delalain et fils. 1877. 12^ XIH, 69 S. 

* Laocoon, par Lessing. Nouvelle Edition, pabll^e ayec u^^^ 
notice, un argument analytique et des notes en fran9ais, par B. L4^3* 
Paris, Hachette & Co. 1877. 16«. 256 S. 

Kouvelle Collection de Classiques. 

* Laocoon, ou Des limites de la Peintore et de la Fo6sv^ > 
par Lessing. Traduction fran9aise par A. Courtin. n. Editioff^ 
Paris, Hachette et Cie. 1877. 16®. XXIV, 236 S. Pr. 2 Px-- 

* Le Laocoon, suivi d*un choix de Lettres archjologiqueSy paX 
Lessing. Edition classique pr^döe d'nne notice litteraire par 
H. Grimm. Paris, Delalain. 1877. 18». XX, 280 S. Pr. 
1 Fr. 75 c. 

* Les Fahles de Lessing. Limoges, Barbou fir^res. 1878. 
12 0. 64 S. m. Kpf. ] 

Bihliothdque chr^tienne et morale. 

* Fahles de Lessing en prose et en vers, suivies de yingi- 
cinq fahles choisies dans Hagedom, Geliert, etc. Texte allemand, 
puhliö avec des notes explicatives, par L. Boutteville. Paris, 
Hachette et Cie. 1879. 12<>. IV, 88 S. 

* Laocoon, par Lessing. Nouvelle Edition, puhli^ avec nne 
notice, un argument analytique et des notes en franfais, par B. L^vy. 
Paris, Hachette et Cie. 1879. kL 16^ 256 S. 

(Gehört zur „Nouvelle Collection de Classiques''. 

* Le Laocoon, suivi d'un choix de lettres arch^ologiques, par 
Lessing. Edition classique, pr^c^dee d*une notice litteraire par 
H. Grimm. Paris, Delalain fröres. 1879. 18^ XX, 280 S. 

Gehört zur „Nouvelle Collection des Auteurs Allemands". 

* Lettres choisies sur la Litt^rature ancienne et moderne, par 
Lessing. Edition classique, pr^ced^e d*une notice littäraire; par 
H. Grimm. Paris, Delalain fröres. 1879. 18®. XX, 182 S. 

Gehört zur „Nouvelle Collection des Auteurs Allemands''. 

* Minna de Bamhelm, ou le Soldat heureux, comädie; par 
Lessing. Puhli^ avec une notice, un argument analytique et des 



Litter ator und Miscellen. 177 

lotes eo fran9ais, par B. L^vy. Paris, Hachette et Cie. 1880. 
kl 16« VIII, 151 S. 
Nonveüe Gollectioii de Classiques AUemands. 

* Extraits de la Dramaturgie de Hambonrg, par Lessing. 
Pobü^ avec une introduction et des notes en fran^ais par 
& CotÜer. Paris, Hachette & Cie. 1881. kl 16«. XXHI, 189 S. 
h. 1 Fr. 50 8. 

* Fables en prose et en vers; par Lessing. Eipliqu^ 
fiit^ement, traduites en fran9ais et annot^s par Bontteville. 
Piris, Hachette et Cie. 1882. 12^ IV, 189 S. Pr. 1 Fr. 50 c. 

Gehört zn „Les Anteurs Allemands expUqn^s d*aprds nne 
oähode nouvelle par dem traductions Franfaises". 



Litteratur und ■iseellen. 

Allgemeines. 

[415«] The Library Journal Official Organ of the Library 

Associations of America and of the United Kingdom. VoL 7. 

(S. oben Nr. 313.) 

Das Febr.-Hefk Nr. 3 enthält: Editorial (Mr. Nicholson, the 

Bodley's Librarian; Sunday Opening; Bethnal-Green Free Library; 

Poole's Index) — American Library Association (A. L. A. Co-operation 

Üommittee's Report on Exclasion) — Movable Location — Literary 

Librarians — Notes and Qaeries — Library Economy and History 

— Bibliography — Anonyms and Pseudonyms — Library 
Porchase-List. 

[416.] Bulletin du Bibliophile et du Bibliothdcaire publ. par 
Techener. XLVIII. Ann^e 1881. (S. oben Nr. 196.) 

Das Decbr.-Heft enth.: 8. 529—39 Une Lettre in^dite de 
Gabriel Naud^ annotöe par Tamizey de Larroque — S. 539 — 68 
Vente de la Bibliotheca Sunderlandiana. 1. Partie (Suite) — 
S. 569 — 70 Correspondance ; Lettre ä T^diteur relat. ä Bienenkorb, 
de Fischart, par le Baron Emouf — S. 571 — 75 Necrologie (A. 
Bochebili^re; Alfred Wittersheim; le Duc de Chaulnes; Dubrunfaut; 
James de Rothschild) — S. 576 — 84 Bibliotheca Amicorum (Suite) 

— S. 585—88 Tables des matidres. Hierüber 2 Bll. Titel zum nun 
ToUständigen Jahrgange. 

[417.] Annales d,u Bibliophile Beige Nouvelle S6ne pubL par 
Fr. J. Olivier. Tom. I. (S. oben Nr. 314.) 

Enth. in der April-Nr. 10: Philippe-Fran9oi8-Nazaire Fahre 
d^Eglaotine, Membre de la Convention Nationale, Comädien dans 
les Rays-Bas; par F. F. — Almanachs Beiges; par F. F. — 
Bibliographie U^raldique, par le Comte Maurin Nahuys -* En- 

12 



178 Litteratur und Miscellen. 

isclgnemi3Dt mutuol, par J. Petit — Une Lettre iu^dite de PlaBU^u 

— Cutalogue des Livres anciens et modernes en ventc chezFr. J. 
Olivier (Fortsetzung). 

[418.] * 11 Bibliofilo Giorndle dell' arte antica ecci diretto 
C. Lozzi. Anno III. 1882. (S. oben Nr. 198.) 

Die beiden ersten Nrr, v. Jan. u. Febr. enthalten: Anco 
di Francesco da Bologna e della invenzione dei caratteri sldS ^ 
(C. Lozzi) — La Libreria Leopardi e la Bibüoteca Comun^^^c 
Leopardiana in Recanati (G. Piergili) — II Catalogo di una Bibli ^ 
teca monastica del Xu secolo (D. M. Faloci Pulignani) — Scritto^ ^^ 
c possessori di codicl (F. Novati) — Di un Codice cartaceo co 
tenente i carmi di Pietro Bembo (G. Angelini) — Cantici 
Salomonc Rossi ebreo, Tunica opera musicale antica stampata c 
teste ebraico — Ricordi di nna vendita di autografi fatta a 
nel 1863 (C. Lozzi) — Rassegna delle publicazioni per noza 
(C. Arlia) — Bollelino bibliografico — Notizie varie, con acceni 
analitici di Bibliografia moderna. 

Die 3. Nr. v. März enth.: Variete archivistiche e bibliografichc^ -4 
con una nota intomo alle edizioni principi rarissime del MachiaTell^ 
fatte dal Blado in Roma (A. Bertolotti e G. Lozzi) — Storia dell^ 
Arte nell' antichitä (A. Melani) — Scrittori e possessori di CodicL 
(F. Novati) — Una Lettera bibliografica inedita di Giamman» 
Mazuccbelli — La Biblioteca Sunderland o Blenheim (R. Franke) 

— Rassegna degli opuscoli per Nozze (per Arlia) — Bolletüno 
bibliografico — Notizie varie, con accenni analitici di BibliograGa 
moderna. 

[419.] Polybiblion Revue bibliographique universelle. Partie 
technique. Deuxi^me Serie. Tom. VIII. (XXXYI. de la CoUection.) 
Paris, bur. du Polybiblion. gr. 8^. Erscheint monatlich. Pr. 10 Fr. 
(S. Aiiz. J. 1881. Nr. 340.) 

Die vorl. ,,Partie technique'' bildet bekanntlich die n. aus- 
schliesslich der Bibliographie gewidmete Abtheilung des ,,Polj- 
biblion'^, welches von der ,,Societ^ bibliographique'^ herausgegeben 
wird. Sie zerfallt in zwei Abschnitte, von denen der erste die 
„Bibliographie, Red.: Gustave Pawlowski'' in systematischer Ordnung 
und die andere „Sommaires de Recueils p^riodiques" enthält. 

Bibliographie. 

[420.] * American Newspaper annual, a Catalogue of N. W. 
Ayer & Son. Philadelphia. 1881. 4^ 736 S. Pr. # 3. 

[421.] * The English Catalogue of Books for 1881, containing 
A Complele List of all the Books published in Great Britain 
and Ireland in the Year 1881, with their Sizis, Prices, and 
Publishers' Names; also of the principal Books published in the 




Litteratur und Miscellen. 



179 



United States of America, with the addition of an Index of 
Snbjects. A Continuation of the London and British Catalogues. 
London, Sampson Low & Co. 1882. gr. 8^. 1 Bl 107 S. 
Pr. 5 8h. (S. Anz. J. 1881. Nr. 445.) 
Nach allgewohntem Schlendriane zosammengestelli 

[422.] Dansk Bogfortegneise for aarene 1869—1880. Udarheidet 
af J. Vahl. Hft. 8—9. Ejöbenhani, Forlagsbureaut. 1881. 
4«. S. 118-44. Pr. ä d. 1,60 Mk. (S. oben Nr. 217.) 

Enth. die Artikel „Lüders" bis „Prövel". 

[423.] Trübner's Catalogne of Dictionaries and Grammars 
of the Principal Langnages änd Dialects of the World. II. Edition, 
considerably enlarged and roTised, with an alphabetical index. 
A Guide for Stndents and Booksellers. London, Trflbner & Co. 
gr. 8^ Vm, 170 S. (S. Am. J. 1872. Nr. 579.) 
Hat schon die I. vor nunmehr 10 Jahren erschienene Aus- 
ais „nützlich und praktisch, sowie auch bibliographisch Yon 
liebt geringem Interesse" anerkannt werden können, so verdient 
die Tori. II. Ausgabe, die um die reichliche Hälfte des Umfanges, 
liinsichtlich des Inhaltes aber fast um das Dreifache yermehrt und 
bereichert isty eine solche Anerkennung in noch höherem Grade. 
Der mit dem Gebiete der Linguistik, spez. der Orientalischen, wohl- 
Tertraute Herausg. ist ganz der Mann dazu, auf diesem Gebiete 
eine für den auf dem Titel bezeichneten Zweck durchaus geeignete 
0. gewählte Zusammenstellung zu geben, die aber auch über die 
Grenzen der „Stndents and Booksellers'^ hinaus willkommen 
sein wird. 

[424.] * Allgemeine Bibliographie der Staats- und Rechtswissen- 
schaften. Uebersicht der auf diesen Gebieten im deutschen und 
ausländischen Buchhandel neu erschienenen Literatur. Bedacteur : 
Otto Mühlbrecht. XV. Jahrgang 1882. Berlin, Puttkammer 
& Mühlbrecht, gr. 8^ JährL 6 Doppelnrr. ä 2—3 Bog. Pr. 
n. 4 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 449.) 

[425.] * Bibliographie g^ndrale et raisonnee du Droit Beige. 
Bele?ä de toutes les pubücations juridiques parues depuis 1814, 
reunies, mises en ordre et annotees pour la r^daction des Pan- 
dectes Beiges, par E. Picard et F. Larcier. Livr. 1. Bruxelles. 
1881. 8^ 800 S. Pr. 6 Mk. 

[426.] * Sinossi Giuridica, periodico mensile. Compendio 
ordinato di Giurisprudenza, scienza e bibliografia, diretto dall' 
aTV. Ernesto Verona. Programma e saggio dei fasc. I e II con 
annessa tabella sinottica. Pordeuone, tip. Gatti. üfßcio di 
redazione in Borna. 4^. 

[427.] * A Manual of Historical Literature; comprising brief 

12* 



180 Litteratar und Miscellen. 

dcscriptions of the most Important histories in EogÜBh, French 
and German, together with practical snggestions as to metbods 
and courses of hisiorical study, for tbe nse of stadents, general 
readers and collectors of books. Bj C. Eendall Adams. NewYori, 
Harper. 12» XL, 665 S. Pr. $ 2,50. 

[428.] Bibliografija z zakresn historyi Itteratorj i oSwiaty w 
Polsce od czerwca r. 1878 do wrze^nia r. 1881. Przez draWI.WisZockiego. 
[Odbitka z tomu n^ Arcbiwnm dla Listoryi i literatnry.] W Erakovie, 
druk., Czasu. kl. 4«. 140 S. 

Der ungefähren Schätzung nach beläuft sieb die Zahl der in 
der vorl. Bibliographie yerzeichneten, im Laufe von 3'/^ Jahren 
(Jon. 1878 bis Septbr. 1881) erschienenen, meist nur Polnischen 
Schriften auf mindestens 3000 Nrr., die sich in Einem Alphabet 
aufgeführt finden. Die Verzeichnung ist, je nachdem dem Verf. 
die Mittel dazu geboten gewesen sind, bibliographisch genau. 

[429.] * Musurgiana del Conte Luigi Francesco ValdrighL 
N. 8. I Bonomini da Modena, musicisti nei secoli XYII e XYIII. 
(Continuazione delle Annotazioni bio-bibliografiche dl Musicisti 
Modenesi.) [Dagli Atti e Mcmorie delle Deputazione di Storia 
patria deU* Emilia, nuova serie, vol VII, parte 2.] Modona, tip. 
Vincenzi e Nipoti. 8^. 47 S. (S. oben Nr. 282.) 

[430.] * Stefano Franscini (1796-1837). Note bibliografiche 
di Emilio Motta. Bellinzona, Colombi. 8^. 23 S. 

[431.] Albrecht von Hallers Gedichte. Herausgegeben und 
eingeleitet von Dr. Ludwig Hirzel o. Professor der deutschen 
Litteratur an der Universität zu Bern. [A. u. d. Tit.: Bibliothek 
älterer Schriftwerke der Deutschen Schweiz und ihres Grenzge- 
bietes hrsg. von J. Baechtold u. F. Vetter. Bd. JH.] Frauenfeld, 
Huber. 8^ Enth. S. 239—92: Bibliographie. Die Ausgaben 
und die Vorroden. Die Handschriften. 

Die Bibliographie ist mit musterhafter Sorgfalt u. Genauig- 
keit bearbeitet. 

Bachh&ndler- und antiqaartoehe Kataloge. 

[432.] $ubUfationen bei» SSörfenoeretnd ber S)eutf^ IBud^bdnbler. 
afleue ^(ge. ^. u. b. tit.: Sltc^t) für ®^\äiiit^ bed S)eutf(i&en ^u4« 
^anbetö. $)etau^egeben t)on ber ^iftorifcben ^ommtffton be^ i8ör[en? 
oeceinS bet ^eutfcben SBu(i&t^änbler. VIL fieip^tg, ^örfenoerein b. 
SDeutfcb. »u*WnbI. gr. 8«. 4 M, 271 e. $r. n. 5 3J«. (6. 
Slni. 3. 1881. «r. 366.) 

Binnen Jahresfrist hat die Historische Commission wieder 
einen neuen Band ihres Archives herausgegeben — allerdings später, 
wie sie sagt, als sie selbst gewünscht hätte — u. damit einen 



w^ 



Littdratur und Miscellen. 181 

neaen Beweis geliefert, dass sie unausgesetzt bemüht ist, die ihr 
gestellte Angabe zu erfüllen. Wenn sie aber nur dabei auch von recht 
▼ielen Seiteu mit Beiträgen unterstützt Vürde I Leider ist dies 
nicht der Fall, die Commission sieht sich im wesentlichen bei der 
Herausgabe des Archives nur auf eine verhältnissmässig kleine 
Anzahl von Mitarbeitern, unter denen der fleissige A. Kirchhoff an 
der Spitze steht, beschränkt. Auch am vorl. neuen Bande hat sich 
Kirchhoff mit mehren Beiträgen betheiligt. Dieser Band enthält: 
Dritter Bericht an die Historische Commission der Deutschen Buch- 
händler. Von Friedrich Kapp — Buchdruck u. Buchhandel in 
Brandenburg-Preussen^ namentlich in Berlin, in den J. 1540 — 1740. 
Von Demselben — Ambrosius Frohen von Basel als Drucker des 
Talmud. Von Heinrich Pallmann — Primus Trüber, Hans Freiherr 
Ton üngnad u. Genossen. Von F. Herrn. Meyer — Die Anfänge 
des Leipziger Messkatalogs. Von Albrecht Kirchhoff — Streitig- 
keiten über die Gewerbsbefügnisse in Leipzig im J. 1598 ff. Von 
Demselben — Zur älteren Geschichte der kursächsischen Privi- 
legien gegen Nachdruck. Von Demselben — Die Entwickelung des 
Bach-Gewerbes in Dorpat. Von Professor Wilhelm Stieda — Der 
deutsche Buchhandel gegen Ende des 18. u. zu Anfang des 19. Jhrhdts. 
Von F. Herm. Meyer — Miscellen: Zur Geschichte des Bücher- 
wesens im 15. Jhrhdt. Mitgetheilt von Prof. Dr. F. X. Kraus — 
Zur Kenntniss der Associationsverhältnisse. Von Albrecht Kirch- 
boff — Notiz über den Beiseverkehr im 17. Jhrhdt. Mitgetheilt 
Ton Ed. Krause — Die Censur des Messkatalogs. Von Albrecht 
Kirchhoff — Notiz über Büchertaxen. Von H. Buhl — Die kaiserl. 
Bücher- Commission zu Frankfurt a. M. u. die Leipziger Messe. 
V(m Demselben — Patriarchalisches Pressregiment. Von Dem- 
selben — Zur Geschichte der Censur in Preussen im Anfange des 
18. Jhrhdts. Mitgetheilt von Ed. Krause. 

[433.] 0. A. Schulz Allgemeines Adressbuch für den Deutschen 
Bachhandel den Antiquar-, Kolportage-, Kunst-, Landkarten- und 
Mnsikalienhandel sowie verwandte Geschäftszweige 1882. Be- 
arbeitet und herausgegeben von K. Schulz. Mit Dr. Wilhelm 
£ngelmann*s Bildnis. Gestochen von A. Neumann, gedr. v. F. 
A. Brockhaus. Leipzig, Schulz, gr. 8^. XXIT, 488 & 384 S. 
Pr. n. 10 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 464.) 

An jedem neuen Jahrgange nimmt man die Sorgfalt wahr, 
wekhe der Herausg. auf das Erbe seines Vaters verwendet 

[434.] * Mittheilungen über neue und erloschene Buchhand- 
lungen, Vertreter- Veränderungen etc. im deutschen Buchliandel, 
begründet von f Adolph Büchting, fortgeführt von Oscar Loiner. 
Als Handschrift gedruckt. X. Jahrgang 1882. Leif^zig, Leiner. 
Lex. 8« 12 Nrr. ä V^ Bog. Pr. n. 1,50 Mk. 



182 Littcratur uud Miscelleu. 

[435.] Bibliotbcca Rossica. Lager-Catalog von Joseph 
&. Co. Buchbäudlei' und Antiquare, in Frankfurt am Main 
London. 109. — Werke über das Kaiserthum ßussland a^Ksd 
frühere Geschichte seiner Provinzen (Polen, Ostseeländer etc.) ^ •. 
1 Bl. 50 S. 1143 Nrr. (S. oben Nr. 894.) 

Reichhaltig u. werthvoll. 

[436.] No. 14. Juridisches Antiquariat Buchhandlung fHir 
Rechts- und Staatswissenschaften von Hermann Bahr in Beil i.D. 
Lagerkatalog No. 14. — Verwaltungslehre. Volkswirthschafti«- 
lehre. Statistik. März. 8«. 1 Bl. 325—408 S. 10424—12» 314 
Nrr. (S. oben Nr. 244.) 

Bildet den V. u. letzten Theil des ebenso empfehlenswerth^n« 
wie reichhaltigen RechtswissenschafU. Lagerkatalogs. 

[437.] No. 8. Antiquaria zu haben bei W. Gläser in LObecr^^ 
Portraits. Zeichen- u. Malkunst. Ansichten. 8^. 129—76 S. 
Hauptsächlich fär Portraitsammler von Interesse. 

[438.] Librairie ancienne de U. Hoepli Milan. Catalog'«^^ 
Nr. 5. — Conchyliologie. MoUusques vivants et fossiles CrtJ' 
Stacks Zoophytes Vers etc. etc. 8®. 1 Bl. 48 S. 985 Nrr. 

Ital.y Franz., Engl., Deutsche Litteratur. 

[439.] Antiquariats-Katalog Nr. 42 & 43 von Wilh. Jacob- 
sahn & Co. Buchhandlung und Antiquariat in Breslau. Februar. 8^. 
Enth. hauptsächlich Theologie u. Philologie spec. Linguistik 
(48 S.) & auschliesslich Schlesien betreffende Schriften (8 S.). 

[440.] No. 71. Catalog des antiquarischen Bücherlagers ?on 
Joseph Jolowicz, Bachhandlung und Antiquariat in Posen 
(Preussen). Inh^t: Philosophie, Freimaurerei, Pädagogik. 8^ 
1 Tit.- u. 47 S. 1407 Nrr. (S. oben Nr. 897.) 

Grösstentheils Deutsche Litteratur. 

[441.] No. 258. Bücher-Verzeichniss über Werke aus dem 
Gebieto der Literaturgeschichte, altdeutschen Literatur und Pä- 
dagogik, der neueren fremden Sprachen, Orientalia und Tonkunst, 
welche bei Theodor Eampffmeyer in Berlin zu haben sind. 8®. 
1 Bl. 50 S. (S. oben Nr. 48.) 

Billige Artikel, wie seither. 

[442.] Nr. 642. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
hoff & Wigand in Leipzig. — Staats- und Cameralwissonschaflon. 
Mai. 8^ 1 Bl. 34 S. 1168 Nrr. (S. oben Nr. 353.) 

Schliesst sich als eine Art Anhang zu den beiden unten Nr. 
472 angeführten juristischen Katalogen an. 

[443.] Antiquariats- Sortiments- und Verlags-Buchhandlung 
von Wilhelm Koebnor (L. F. Maske's Antiquaiiat) in Breslau. 



Litteratur und Miscellen. 183 

153. Katalog. — Natiirwissenschaff. und Landwirthschaft. Mathe- 
matik and Astronomie. Medicin. 8^. 1 Bl. 54 S. 1593 Nrr. 
(S. oben Nr. 354.) 
Ueberwiegend Deutsche, resp. uaturgeschichtliche Litteratur. 

[I44.J K. F. KOhler*s Autiquarium in Leipzig. Catalog 

No. 363. — Slavische und finnisch-ugrische Sprachen. 8*^. 

1 ßl. 42 S. 1001 Nrr. (S. oben Nr. 355.) 

Linguistik ist von jeher eine Hanptspecialität der E.'schen 

Fima gewesen, u. desshalb ist auch die Aufmerksamkeit des beireif. 

Mlikums bisher auf die K.*8chen linguistischen Antiquarkataloge, 

die, wie auch der ?orl., ausschlieGslich fast nur Ausgewählteres n. 

WorthYoUeres enthalten, gern u. mit Eecht gerichtet geblieben. 

[445.] Alfred Lorentz Antiquariats- und Sortimentsbuch- 

handlung in Leipzig. Antiquariats-Katalog No. 11. — Medizin, 

vergleichende Anatomie, Physiologie , Entwickelungsgeschichte, 

Pkrioacie nnd Thierheilkunde. 8^ 1 Bl. 152 8. (S. Anz. 

J. 1881. Nr. 1139.) 

Kach der in neuerer Zeit mehr und mehr beliebt gewordenen 

Art der „Finding Lists*' bietet der Yorl. Katalog gleichzeitig ein 

fiaeJ) Schlagwörtern geordnetes Materienregister, das mit dem Alphabet 

der Autoren in Ein Hauptalphabet verschmolzen worden ist^ n. 

bildet auf diese Weise einen bequemen Führer für Zwecke des ge- 

schäftL Verkehres mit der neueren medicin. Litteratur, die sich in 

grosser Beichhaltigkeit verzeichnet findet 

[446.] Catalog älterer und neuerer Städte-Ansichten, Pläne 
und Karten in Holzschnitt, Stich und Lithographie, welche bei 
Otto Maehnert in Eisleben zu haben sind. Inhalt: Königreich 
und Provinz Sachsen, Thüringen und Anhalt. 8^ 1 Bl. 27 S. 
1034 Nrr. 

Wie speciell, ebenso interessant. 

[447.] No. 64. Katalog einer ausgewählten Sammlung von 
Zeitschriften und grösseren Werken aus dem Gesammtgebiete der 
Bechts- und Staatswissenschaften und der Geschichte. Zu be- 
ziehen von dem Buchhändler und Antiquar B. L. Prager Special- 
geschäft für Bechts- und Staatswissenscbaften und Geschichte 
in Berlin. 8«. 1 Bl. 50 S. 972 Nrr. (S. oben Nr. 259.) 

Aeltere und neuere, Deutsche u. auch ausländische Litteratur. 

[448.] No. 55. A rough List of cheap, rare and valuable 
Bocks of History, Natural History, Orientai and European Lan- 
guages, firom various Librariejs, offered for Säle by Bernard 
Quaritcli. London. March. gr. 8«. 32 S. 598 Nrr. 

Hauptsächlich aus^^cwählte Engl. u. nächstdem Französische 
Litteiaiur. 



K 



184 Litterätur und Miscellen. 

[449.] Katalog Nr. 177 der Schletter' sehen BuchhandloD 
(E. Franck) Antiquariat in Breslau. — Drucke des XV. u. 
Jahrhunderts. 8^ 1 EL 21 S. 375 Nrr. 

^eachtenswerth ; von 1470 an bis 1599 chronologisch g 
ordnet. 

[450.] 73. Antiquariats-Katalog von Simmel & Co. in Leip — 
zig. — Auswahl werthvoUer Werke und Zeitschriften mit Aus- — 
schluss der classischen Philologie und der Linguistik. 8^. 1 Bl. 
63 S. 1591 Nrr. (S. oben Nr. 282.) 
Exakte Wissenschaften, Litteraturgeschichte u. Schöne Wissen- 
schaften, Kunst, Geschichte u. Geographie, Theologie etc., Bechts- 
u. Staatswissenschaft j 

{451.] No. 138. Bücher- Verzeichniss von J. A. Stargardt in 
Berlin. Classische Philologie und deren Hülfswissenschaften 
(auch Numismatik). 8^. 1 Bl. 58 S. 1557 Nrr. 

Hauptsächlich Alterthnmswissenschaft 

[452.] Trübner^s Oriental & Linguistic Publications. A Cata- 
logue of Books, Periodicals, and Serials, on theHistorj, Languages, 
Beligions, Antiquities, Literature, and Geographie of the East, 
and kindred subjects. Published by Trübner & Co. London, 
gr. 80 95 S. 

Enth.: Trübner's Oriental Series; Serials and Periodicals; 
Archaeology, Etbnography, Geography, History, Law, Literature, 
Numismatics, Travels; the Beligion of the East; Oomparative 
Philology (Polyglots); Granumurs, Dictionaries, Texts, and Trans- 
lations. 

[453.] Verlags-Oatalog der Wagnerischen Universitaets-Bucb- 
handlung in Innsbruck. Nebst einer Geschichte der Firma. 
1554—1881. Innsbruck, Michaeli 1881. 8«. XXVH, 99 S. 

Est ist gewiss eine seltene Erscheinung, dass eine Firma auf 
eine Beihe von weit über 300 Jahren des Bestehens ihres Geschäftes 
zurückblicken kann. Laut Dekrets des Königs Ferdinand I. vom 
15. Juni 1554 ist Bupert Heller zum Hofbuchdrucker in Innsbruck 
ernannt worden, u. dieses Buchdruckercigeschäft hat sich nach 
mancherlei Wandlungen in die gegenwärtige W.'sche Universitäts- 
Buchhandlung umgestaltet. Im vorl. Yerlagskataloge findet sich 
der Gang dieser Umwandlung in gedrängter Kürze und mit Bei- 
fügung der darauf bezüglichen fürstlichen u. amtlichen Erlasse 
gut verzeichnet. Der Verlagskatalog selbst ist ebenfalls gut redigirt 
u. verdient der Klasse der besseren Erscheinungen dieser Art mit 
Becht beigezählt zu werden. Hierüber s. Oesterreich. Buchhändl. 
Correspond. N. 11. S. 100—1, Nr. 12 S. 112—13 u. Nr. 13 
S. 122—28. 



Litteratur und Miscellen. 185 

BlbliothekwlsBenschaf%. 

[454.] Transactions and Proceedings of the Third ADnual 
Meeting of the Library Association of the United Eingdom Held 
8t Edinburgh, October 5, 6, and 7, 1880. Edited by Sccre- 
tariefl, Emest C. Thomas Late Librarian of the Oxford Union 
Socie^, and Charles Welch, Sub-Librarian, Corporation Library, 
Guildhall, London. London, print. at the Chiswick Press by 
Wittingham and Co. 1881. 4^ X, 202 8. m. 8 Taf. (S. 
Am. J. 1880. Nr. 1117.) 
Enthält, nächst der Vorrede u. verschiedenen „Reports of the 
Conncil, of the Committee on Title-Entries, of the Committee on a 
Creneral Catalogne of English Literatare, of the Indicator Committee, 
of the Statistical Committee*^ (S. 1 —14) folg. „Papers read at the 
tbird Annaal Meeting of the Library Association'': Opening Address; 
hj J. Small, y. P., Librarian of ihe University Library, Edinburgh 
(S. 17—21) — Notes on Early Printing in Scotland, 1507—1600; 
by J. T. Clark, Keepers of the Advocates' Library, Edinburgh (8. 
22 — 29) — Biographical Notices of some Eminent Edinburgh 
Librarians; by William Black, of the Solicitois before the 8upreme 
Courts' Library, Edinburgh (S. 30—48) — The Free Libraries 
of Scotland; by Thomas Mason, Assistant-Librarian , Mitchell 
Library, Glasgow (8. 49 — 57) — How the Free Library System 
may be Extended to Counties; by John Maclauchlan, Chief Librarian 
and Curator, Free Library and Museum, Dundee (8. 58 — 66) — 
On the Classification of History; by Benjamin Lomax, Librarian, 
Free Library and Museum, Brighton (8. 67 — 68) — The Librarian 
and bis Work; by J. D. MuUins, V. P., Librarian of the Free 
Libraries, Birmingham (8. 69—76) — An Attempt at an Improved 
System of Press and Sholf Notation ; by James Marshall, Assistant- 
Librarian in the Advocates' Library (8. 77 — 86) — Assyrian 
Libraries, by Leonard A. Wheatley (8. 87 — 90) — Notes on the 
Great Libraries of 8candina?ia; by Gilbert Goudie, Edinburgh (8. 
91 — 94) — Historical Sketch of the Library of the University of 
Edinburgh ; by John Small, V. P., Librarian to the University (8. 
95 — 103) — A Proposal for Applying a System of „Clearing" to 
Duplicate Volumes in Pablic and Private Libraries; by Cornelius 
Walford (S. 104—6) — Copyright in its Relation to the Supply 
of Books to Libraries and the Public ; by £. A. Macfie, of Dreghoru 
(8. 107 — 13) — An Index to Scientific Bibliographios ; by James 
B. Bailey, Sub-Librarian, Radcliffe Library, Oxford (S. 114 — 16) 
— Buckram — a Palinode; by Edward B. Nicholson, Librarian 
of the London Listitution (S. 117 — 19) — Proceedings of the 
Third Annual Meeting of tho Libraiy Association of the United 
Kingdom, Held at Edinburgh, October 5th, 6th, and 7th 1880 
(S. 123— 39) — Speeches at the Dinner given to the Association 



18(5 Littoratiir und Miscellcn. 

by the Local Committee, the Luid Provost of Edinbourgh Thos. 
J. Boyd in the Chair, Octobcr 5th (S. 140—42) — Historical 
and Dcscriptivo Accounts of the Libraries of Edinburgh and East 
Scotland (S. 143 — 64) — Monastic Library at Fort Angustas; by 
John W. Bono (S. 164—65) — Appendix: L Statistical Table to 
accompagny Paper on „The Free Libraries of Scotland", by Thomas 
Mason (1 Tabelle); IL Table to Illustrate Paper on „An ImproTed 
System of Press and Shelf Notation, by James Marshall (l Tabelle); 
111. Specimen of an Index to Scientilic Bibliographies, by James 
B. Bailey (S. 169—73); IV. Cataloguing ßules aa Originally 
Drafted and as Amended at Edinburgh (S. 174—77); V. Print 
fiom oue of the Stereotype Plates of William Ged's „Sallust" 1739 
(1 Tafel) — List of (286) Members of the Library Association of 
the United Kingdom, 1880—1 (S. 179—86) — Index, by Charles 
Welch (S. 187—201). 

[455.] Munthly Notes of the Library Association of the United 
Kingdom. Vol. UI. (S. oben Nr. 369.) 

Enth. in Nr. 3: Official Notices — March Monthly Meeting: 
Adjourned Discussion on Thomas* Paper „Professor Dziatzko on the 
British Museum"*) - Library Notes — Catalogues and Reports — 
Notices of Bibliographies — Notes and Quories — Correspondence. 

*) ZoLachst las Thomas einen Brief Dziatzko's vor, worin dieser 
einen Vorschlag zu Einführung von Quittungen mit Coui)on für din Lpsc- 
paal des British Museums macht. Durch diese anderwärts bereits ein- 
geführten Quittungen sollen die Beamten des Lesesaals Zeit für noth- 
wendige Arbeiten gewinnen. Nach einigen Bemerkungen B. E. Wbeatlcy's, 
H. E. Tedder's u. Welch's nahm ein Amerikaner Namens H. Stevens das 
Wort u. sprach in Bezug auf J^ziatzko's Artikel über die Einrichtungen 
des British Museums etwa wie folgt: 1) Keine Bibliothek der Welt i^t 
besser für ihre Zwecke eingerichtet als die des British Museums, keine 
wird sicherer geleitet, keine leichter und reichlicher benutzt. Ihre Ein- 
richtung entspricht Englischen Zwecken und sollte nicht unüberlegt ange- 
tastet werden. — 2) Für eine Eieseubibliothck wie die des Br. Museums 
ist ein guter alphabetischer Katalog Hauptsache, die Herstellung eines 
genauen Sachkatalogs für jetzt ein Ding'^der Unmöglichkeit. Der alpha- 
betische Katalog mus8 vor allen Dingen beendet werden. — 3) Was die 
Aeusserungen Dziatzko's über den alphabetischen Katalog betriffr, ^o ist 
Dziatzko entweder schlecht unterrichtet, oder Pedanterie macht ihn blind, 
er kann ihn nicht studirt, u. daher nicht be^iffeu haben. — 4) Der Vor- 
wurf, dass die porir dische Litteratur ohne irgend welche Verweisungen 
unter „Periodical Publications" eingetragen sei, ist zurückzuweisen, denn 
jedes Periodicum ist im grossen Alphabet unter seinem Titel nnd Erschei- 
nungsort eingetragen u. davon ist auf „Periodical Publications" verwiesen. 
— 5) Dziatzko scheint bei seinen Acussorungen über den Druck von Katalogen 
schlecht unterrichtet zu sein u. das System der Society of Arts mit dem 
des Museums zu vürwecliseln. Was speziell den Katalog Englischer Bücher 
ält-r als 1640 b-trüFt, so wartet ganz Amerikn, Australion u. an^Mv 
Englisch sprechend»^ Weltgegcnd« n auf ihn mit Sehnsucht. — 6) Dziatzko's 
Klagen, dass die Leser theil weise ungenügend mit den erscheinenden 
Werken und solchen in fiemden S])rachon voiächvn werden, bind theilweL>e 



Litteratur und Miöcellou. 187 

mnzaerkcuuen , doch Ut dor Manj<el jetzt weniger auffallcud ah vor 4—5 
Jahren, er ist den Beamten L(/kaimt, ii. wird de)) r abgestellt werden; 
fibrisren? hat die Musen niFbibliothok jährlich nur 200,000 Mark, welche 
^wohnlich in 9—10 Blonateu yerbraacht sind, u. ein Bibliothekar, der 
jährlich nar etwa 4000—10,000 Mark ausgeben darf, kann sich gar nicht 
in Pin solches Biesengeschäft hineindenken. — 7) Was die Handbibliothek 
des Lesesaals betrifft, so sind Dziatzko's Klagen nicht alle wohl begründet — 
8) Die supplementären IClfininittel und biographischen, sozusagen, Hand- 
«erkszeuge, welche in Porier's vorläufiger Liste derselben stehen, hält 
Dziatzko für einen ungenügenden Ersatz für einen ^Sachkatalog; sei dem 
wie ihm wolle, so kann der 1871 gedruckte Katnlog nicht ein richtiges 
Bild der Handbibliothek geben. — 9) Der neu zu bauende, elektrisch zu 
belenchtende Lesesaal für Journale, Periodica u. dgl. soll den grossen ent- 
lasten, u. nach Schluss des giosscn benützt werden. — 10) Dziatzko's 
Vorachlag, betreffend die Einführung von Quittungen mit Coupon dürfte 
aich, verglidien mit den alten b(«währten Panizzi'schen Registern, nicht 
bewähren. — 11) Winter Jones war nicht blos Routinier, und unterstützt« 
stets diejenigen seiner Beamten, welche Specialstudien trieben. Summa 
Summarum: Die Bibliothek des British Museums bedarf keiner Yerthei- 
dignng. Resolution, unterstützt von Welch, war die, dass der grösste Theil 
der Mabko*8chen Xlagcn nicht thatsächlich wohlbegründet Fei. R. 

Bibliothekenkunde. 

[456.] * University of Califoniia. Addresses at the inauga- 
ratioD of W. T. Reid as President, and the dedication of the 
Bacon art and library building, Berkeley, Aug. 23, 1881. Sacra- 
mento. 1881. 8«. 100 S. 

[457.] * Catalogue of the Library of tho Boston Athenaeum. 
1807—1871. Parts 1—5. Boston. 1874 [1872] — 82. 8«. 
Ueber 8400 S. 

[458.] * Monthly Reference Lists of the Public Library of 
ProYidence. Vol. 1. (Nr. 1—12.) Jan.-Dec. 1881. Providence. 
1881. 8». 50 S. 

[459.] * Report of the Public Library of South Shields for 
4 years endcd Oct. 21; added, a Suppl. Catalogue 1877 — 81. 
South Shields. 1881. 8». 40 S. 

[460,] * Verzeichniss der in der Univorsitätsbibliothok zu 
Halle Torhandenen, seit 1830 erschienenen Zeitschriften. Nebst 
einem Anhang: Verzeichniss der in der Biblic»thek der Leopol- 
dinisch-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher vor- 
handenen Gesellschaftsschriften. Ha'le, Niemeyer, gr. 8®. IV, 
27 8. Pr. n. 0,50 Mk. 

[461.] * Catalogue des Ouvrages Periodiques que rfi9oivcnt 
les priiicipales Bibliothöques de Bolgique, avec Tindication des 
bibliothdques oü ces ouvrages se trouvent. Public par ordre du 
Ministdre de llnterieur de Belgique. Bruxelles. 1881. 8®. 

[462.] * II Codice delle Lottere dol Campanella nella Biblio- 



^1 



188 Litteratur und Miscellen. 

tecii Nazionale, o il Libro delie Poesie dello Sqnilla nella Biblio- 
teca doi pp. Gerolamini in Napoli, descritti ed illustrati da Lnigi 
Amabile. Napoli, Furchheim. 8^ 147 S. m. 1 Hthogr. Taf. 
Pr. 4 L. 

[463.] * Guide de la Bibliothöqne du Vatican et de l'apparte- 
ment Borgia, par Ange Mazoni. Borna, imp. Monaldi. 1881. 
18^ 74 S. Pr. 1 L. 

PriTaibibltotheken. 

[464.] Antiquariats-Katalog Nr. 46 Ton Wilh. Jacobsohn & Co. 
Buchhandlung und Antiquariat in Breslau. — KathoL Theolog^ie 
u. Philosophie. Kirchenrecht, Kirchengeschichte enthaltend die 
nachgelassenen Bibliotheken des Canonicus Dr. Fr. Künzer, der 
Pfarrer Flechtner (Strehlen), Krabel (Breslau), Friemel (Görlitz). 
Aprü. 8^ 48 S. (S. oben Nr. 439.) 

Fast nur Deutsche Litteratur. 

[465.] Katalog der nachgelassenen Bibliotheken der Grafen 
Detley Karl von Einsiedel, Konferenzminister, f 18 10, Grafen 
Detlev Ton Einsiedel, Kabinetsminister, f 1861, Beichs-Ober- 
Handelsger.-ßath B. F. G. Ponath, Baron von W***, nebst 
einigen anderen kleineren Büchersammlungen, sowie einer Kol- 
lektion guter älterer Kupferstiche, vornehmlich französischer 
Meister. Dresden, Gustav Salomon. gr. 8^. 2 BU. 154 S. 
3951 Nrr. (Auct. 11. April.) 

Hauptsächlich im Fache der Geschichte, spec. Sachsens in den 
alten Grenzen, ausserordentlich reichhaltig. 

[466.] 72. Bücherverzeichniss von Simmel & Co. in Leipzig. — 
Classische Philologie, m. Alterthumswissenschaft. Enthaltend 
u. A. die nachgelassenen Bibliotheken des Prof. L. Bachmann 
in Bestock, Dir. Dr. E. A. Bichter in Altenburg und Dr. A. 
Klügmann in Rom. 8«. 1 Bl. 111—76 S. 3803—6017 Nrr. 
(S. oben Nr. 282 u. 450.) 

Enth. : 1. Encyklopädie u. Geschichte d. Philologie ; 2. Litteratur- 
geschichte u. Geschichte d. alten Philosophie; 3. Zeitschriften u. 
Sammelwerke; 4. Neulateiner u. Opuscula; 5. Grammatik, Lexi- 
kographie u. Metrik; 6. Alte Geschichte u. Geographie, Mythologie 
u. Alterthümer; 7. Archäologie; 8. Epigraphik. 

[467.] * Catalogue de livres orn^s de suites de vignettes, 
cstampes anciennes, composant le Cabinet de Q^**. Paris, Labitte. 
8«. 44 S. 265 Nrr. (Auct. 31. März.) 

[468.] * Catalogue de livres pröcieux manuscrits et imprimes 
faisant partie de la Biblioth^que d'Ambroise Firmin-Didot. Belles- 
letties, Histoire. Table alphabdtique des noms d'auteurs et des 



Litteratur und Misce]len. 189 

oa\rage8 anonymes, snivie de la liste des prix d'adjudication. 
Paris, Firmin-Didüt & Cie. 8°. 18 S. 

[469.] Catalogus der Bibliotheek van J. G. A. Faber, Ad- 
vocaat enz. te Amsterdam, in veiling gebracht wegens vertrek 
naar het Buitenland. — Rechtsgeleerdheit. Geschiedenis. Letter- 
kunde, enz. — Amsterdam, Frederik Muller & Co. 8^. 1 Bl. 
70 S. 1846 Nrr. (Auct. 27. März.) 

Holland., Franz. u. Deutsche Litteratur. 

[470.] Catalogo generale delle opere componenti la Bibliotcca 
del Dr. Santo Garovaglio. Diviso in tre parti. Milano, Napoli, 
Pisa: Hoepü. gr. 8^. VHI, XIX, 140 S. 5503 Nrr. 

Die vom Besitzer Prof. Dr. Garovaglio in Pisa durch die 
Firma Hoepli zum Verkaufe gestellte Bibliothek — wovon bereits 
oben Nr. 278 ein ausschliesslich die fremdländische botan. Litteratur 
enthaltendes Verzeichniss angezeigt ist — bildet eine durch Werth 
a. Reichhaltigkeit gleich ausgezeichnete Sammlung. Dieselbe zer- 
faUt in drei Abtheilungen, deren Inhalt nach des Besitzers eigener 
Angabe folg. ist: „La prima contiene i libri d'esclusivo argomento 
botanico e questa novera 5500 fra opere ed opuscoli distribuiti 
ulfabeticamente e per materia, ed 5, di sua natura, in c^rso 
d*aamento. La seconda raccoglie in uno tutti i libri dame posse- 
duti SU altre materie: fisica, chimica, zoologia, mineralogia, tecnolo- 
gia, classici italiani, francesi, tedeschi, ecc. ecc, e Consta di 1200 
numeru La terza da Telonco delle collezioni special! di plante 
disseocate, massime crittogamiche (crbarii classici) divenute ormai 
introvabili.'^ Der vorl. Katalog, alphabetisch geordnet u. mit einem aus- 
führlichen Materienregister versehen, umfasst nur die erste Abtheilung. 

[471.] * Catalogue de beaux livres fran9ais, la plupart en 
grand papier, om^s de suites de vignettes avant la lettre et 
eanx-fortes, et relies par les principaux artistes modernes, com- 
posant la Biblioth^ue de feu Edmond Maas. Paris, Labitte. 
S^. XII, 99 S. 688 ,Nrr. (Auct. 27. März.) 

[47S.] Nr. 640 & 641. Antiquarisches Bücherlager von 
Eirchhoff & Wigand in Leipzig. — Jurisprudenz, enthaltend die 
Bibliothek des Professor Dr. Ludw. Pfeiifer in Tübingen. T — 11. 
Mai. 8^ 1 Bl. 102 S. & 2 Bll. 28 S. Zusammen 4381 Nrr. 
(S. oben Nr. 442.) 

Enth.r I. Litterärgeschichte, Vermischtes u. Zeitschriften 
Quellen, Civilrecht u. Civilprocess Ss II. Criminalrecht u. Kirchenrecht. 

[473.] * Catalogue des livres manuscrits et autographes sur 
la Revolution Fran9aise, composant la Biblioth^que de feu Pochet- 
Deroche. Paris, Chossonnery. 8°. (Auct. 20. März.) 

[474.] Biblioteca storica Italiana. Bullettino periodico bime- 
strale Anno VL Marzo— Aprile 1882 Num. 63— 64. — Catalogo 



'^ 



190 Litteratar nnd Miscellen. 



di sceltissima Biblioteca appartenuta a1 fu notissimo filologo 
TtaJiano Abate Luigi Bazzolini (Parte III) contenente Cnuca, 
Bibliografia e Storia aggiuntavi la pai-te seconda della Biblioteca 
di distinto letterato Napoletano contenente Storie Fatne, Archeo- 
logia e Numismatica Yendibili presso Gennaro Cioffi e Figlio. 
Napoli, tip. di Marchese. gr. 8«. 1 Bl. 80 S. 1501—3000 Nrr. 
(S. oben Nr. 296.) 

Aa8gewähltere u. seltnere, vorzüglich Italien. Litteratur. 

[475.] Eough List, No. 56. Welsh Books and Works relating 
to the Wclsh Language, cliiefly from the Library of the lata 
R. W. Williams, M. A. on sale by Bemard Qoaritch. London. 
March, gr. 8^ 16 S. 215 Nrr. (S. oben Nr. 448.) 

Eine zwar kleine, aber sehr wcrthyolle Sammlung. 

[476.] * Notice de livres anciens et modernes provenant de 

la Biblioth^ue de M. X Paris, Cretaine. 8^. (Anct. 

28. März.) 

[477.] * Notico snr un manascrit in^dit de la Bibliotii^qoe 
du Cardinal Duc dTorck, ^vdquo de Frascati (Italie); par le 
Dr. Albei-t Battandier, camörier de Sa Saintet^. [£xtrait de la 
Bevue de TArt chretieu, 2e Serie, t. 15.] Arras, imp. Laroche. 
8^. 23 S. m. einer Chromolithographie. 

Abdrücke ans BibL-Handselirifleii. 

[478.] Aus dem handschriftlichen Nachlasse L. Westenrieders. 
Von August Kluckliohn. 1. Abth. Denkwürdigkeiten und Tage- 
bücher. Aus den Abhandlungen der k. bayer. Akademie der Wiss. 
m. Cl. XVT. Bd. II. Abth. München, Franz in Comm. 1881. 
(Auf d. Umschlage: 1882.) 4«. 111 S. Pi\ u. 4,20 Mk. 

Aus der K Hof- u. Staatsbibliothek in München. 

[479.] * Altburgundische Uebersetzung der Predigten Gregors 
über Ezechiel, aus der Bemer Handschrift. Von Konrad Hof- 
mann. (Aus den Abhandlungen der -k. bair. Akad. d. Wiss. 
I. Cl. XVI. Bd. 1. Abth.) München, Franz in Comm. 1881. 4«. 
125 S. 

Hierüber s. Literatuibl. f. german. u. roman. Philologie 1882. 
Nr. 3. Sp. 103—7. 

[480.] Aus Berlin wird berichtet: „Dieser Stadt hat ein 
dortiger Oberlehrer eine Märkische Bibliothek zum Geschenk ge- 
macht, welche der städtische Archivar Dr. Clausnitz auf 150,000 Mk. 
taxiit hat. Das Geschenk ist um so bedeutsamer, als Märkische 
Sachen immer seltener auf dem Büchermarkte werden, da sich die 
Nachfrage nach denselben seit 1870 rapid gesteigert hat Der 
Geschenkgeber hat an der Bibliothek sein Leben lang rationell ge- 



f^' 



Littcratur und MIsccUcd. 191 

sammelt u. weder Mühen, noch Kosten gescheut; ja er hat, um 
si'ltcne Sachen zu erwerben, weite Keistn untern ommon. Dafür, in 
velcli umfassender Weise er gesammelt hat, möge als Beispiel 
dienen, dass sich in der Bibliothek ein Holländisches geographisches 
Prachtwerk befindet, blos weil es die älteste Karte enthält, auf der 
Potsdam Torkommt Der Geber ist so bescheiden, dass er bei Leb- 
zeiten nicht einmal seinen Namen bekannt gegeben zu sehen 
wünscht. Sogar die Schränke für die Bibliothek lässt er auf seine 
Kosten anfertigen. 

(Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchh. Nr. 67. S. 1264.) 

[481.] Aus Leipzig wird im Verlage von Barth ein für 
die Fachtheologen nicht nur, sondern auch für die gesammte ge- 
bildete Welt interessantes Werk nächstens erscheinen, worüber vor- 
erst, in Erwartung eines baldigen ausführlichen Prospectes, kurz 
folg. zu bemerken ist: „Dr. liuddensieg am Vitzthum*schen Gym- 
nasium in Dresden ist es, auf einer durch Uuterstützung Sr. Maj. 
des Königs von Sachsen (aus der König Johann-Stiftung) ermög- 
lichten Reise nach Wien, Mähren u. Böhmen, gelungen, eine Zahl 
TOD Bibliotheken zu durchforschen, u. hat er das Glück gehabt, in 
Olmütz neue Wiclif-Manuscripte zu finden. Es sind 6 Stücke, die 
in keiner Englischen Bibliothek vorhanden sind und welche in den 
demnächst erscheinenden „Lateinischen Streitscliriften Joh. Wiclifs*' 
theilweise zum Abdruck gelangen und neben den Wiener u. Prager 
Handschriften füi* diesen Zweck collationirt worden sind. 

[482.] Aus London ist die von Frederick Ouvry, F. S. A., 
binterlassene Bibliothek („contained some remarkable old English 
ballads, broadsides of the tinie of Charles I., and works of the 
early dramatists, the first four folios of ,Shakespeare', and the 
complete coUection of bis works in facsimile reprinta by Halliwell 
Phillips") von der Firma Sotheby versteigert worden. Von den 
dabei erlangten Auctionspreisen finden sich in Publish. Circular 
Nr. 1070. S. 347 die bemerkenswertlieren angeführt. 

[483.] Aus London ist Kershaw, Bibliothekar der „Lambeth 
Fitlacc Library" mit „Studios in Lambeth Library: a Manual of 
its History, Contents, and Literary Annais" beschäftigt. Hierüber 
Echreibt Publish. Circular Nr. 1070. S. 349: „This werk wiU 
give an account of the building and its aucient surroundings, and 
describe its principal treasures in the various departments, and 
will be illustrated with woodcuts." 

[484.] Aus München ist vom Provincial der Bayerischen 
Pranciskanor, P. Modestus Leipold, falls sich c. 600 Subscribentcn 
dazu melden sollten, das Erscheinen folgender Schrift, als Festgabe 
zum VII. Centenarium des hl. Franciskus, in Aussicht gestellt: 
„Fr. Bertholdi a Ratisbona Sormones ad Keügiosos. ExErlangensi 




192 Litteratur und Miscellen. 

codice pro Contenario VIT. familiao Franciscanae edidit Fr. Petru -^a 
.lo Ale. Hoetzl. 4®. Das Werk wird 18 — 20 Bog. umfassen ^^a 
5 — 6 Mk. kosten. 

[485.] Aus New York: „The N. Y. Tribüne ^ves t Sw 
following abstract of the annual report of Mr. A. R. Spoffo L — •^ 
Librarian of Congress, summarizing the progress of the Congressioi 
Library and the Operations of the Copyright department dnring 
year ended on the 3 Ist of December. The entire library m 
numbers 420,092 volumes, as against 396,788 volumes one y< 
ago. Out of this aggregate, 52,591 volumes of books belong t 
tho law department of the library. The accessions to the coll^^c 
tions during the year 1881 embraced 23,304 Tolumes of ho(^^ 
and 12,834 pamphlets. The books acquired by porchase number^stf 
7429, and by Copyright deposits 11,372. The Copyright depoÄÄ 
or Pamphlets aggregated 8928, bringing np the total number of 
Pamphlets now in the library to about 146,000. Over 5000 booto 
and Pamphlets were added to the library dnring last year throngA 
the Smithsonian Institution, and about 2500 were received as 
donations and exchanges. The business of the Copyright depart- 
ment exhibits a slight increase for the year 1881, although the 
entries and rcceipts during the year 1880 were unprecedented. 
The aggregate entries last year were 21,075 of which the prin- 
cipal classes were as follows: books, 7400; periodicals, 4339; 
musical compositions, 5578; dramatic compositions, 415; engravings 
and chromos, 1583. Librarian Spofford says, in conclusion: „The 
question of most absorbing interest, regarding the present condition 
and fnture care of this great collection, remains yet unsettled so 
far as final action on the part of Congress is concemed. It is 
eamestly hoped that this long delayed measure for the protecti(m 
of the public property, and for the permanent conseryation and 
orderly arrangement of the invaluable collection which the Oapitol 
can no longer hold, will now become a law.^^ 

(Publishers' Weekly. Vol. XXL Nr. 6. S. 162.) 

[486.] Aus Paris erscheint, wie oben Nr. 165 bereits an- 
gezeigt worden ist, ein von ü. Robert, Beamten des Ms8.-Departe- 
ments der Pariser Nationalbibl., zusammengestelltes „Inventaire- 
sommaire des Manuscrits de Biblioth^ues de France dont lo cata- 
logues n'ont pas ete imprimes'', welches auf einen Umfang yon 
c. 900 S. berechnet ist. Dasselbe wird in Lief, zum Preise von 
4 Fr. auf gewöhnl. u. 7 Fr. auf gutem Papier ausgegeben. Die 
davon bis jetzt erschienenen beiden ersten Lief. (XXXX^ 128 S.) 
enthalten in aiphabet. Reihenfolge die Artikel „Agen^S mit Ein- 
schluss der Arsenalbibl. in Paris, bis mit „Dijon^. 



Dnick von Job. PiUaler in Dreiden. 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 



1 Dr. J. Fetssboldt. 



Zur ErisnerDng an Dr. Johann Fanl b'reiberrn y. FaMesattnn. — Oabriel 

" " ' -^n, Dftch Gaedertz. — Zur Goetli»-. LeBsini-- a, Schiller-Litteratur. 

- Litteratnr und Hiecellen. — Allgemeine Bibliographie. 



1487.] Zur ErlnneniDg an Dr. Johann Paul Freiherrn 
T. Fauenstein. 

Als der KSnig Jobaiin v. Sachsen im J. 1857 der Universität 
UipigeinenlftngerBDBesuch widmete, um von ibi-em Zastande u, ihren 
EiDricbtuDgea n&here n. eingehende Kenntniss zu Dehnen, hatte 
itr Cultnaminister Dr. Freiherr r. Falkenatain nicht nur die Ehre, 
I König bei seiner Besichtigung der UntTerBitüt eammt ihren 
jUstalten zd begleiten, sondern n. namentlich auch das Vergnügen, 
itm König alles das zeigen zu kODDCn, was er zur Förderung der 
Bmthe der üniTersität gethan n. somit gewissermaassen als seine 
Schöpfungen bezeichnen durfte, v. Falkonstein hatte sowohl wälireud 
der Zeit (1835 — 44), wo er an die Spitie der Leipziger Kreis- 
direktion gestellt war, als besonderer üegiorungs- Bevollmächtiger 
ßr die* Universität zu sorgen, als auch seit seiner Berufung zum 
Vorstände des Ministeriums des Cultus u. Cffantlichen Unterrichtes 
(1S53) dieser Fürsorge sich zu widmen gehabt; u. dass v. Falken- 
iteia's Fürsorge von bOchst segensreichem Krfolge gewesen war, 
davon hatte sich der König zu überzeugen bei seinem Besuche 
vdlaaf Gelegenheit Zur Erinnerung an den denkwürdigen Besuch 
findet sich alles das, was der König dabei gesehen, n. eine gedrängte 
Darst«llnng aller der akademischen Anstalten, die Er besichtigt 
hat, in einer eigenen, auf ministerielle Veranlassung von Professor 
Dr. Friedrich BOlan bearbeiteten Schrift*) zusammengefasst. Katürlich 
ist darin auch der Universitäts-Uibliüthek Erwähnung gethan, deren 
Bereicherung u. Verbesserung sich t. Falkonstein theila unmittelbar, 
theils mittelbar durch seinen Freund, den Oberbibliothekar Dr. E. 
0. tiersdorf, stets bat angelegen sein lassen. Namentlich sind 
zwei wichtige Bereicheningen heryorznbeben, welche die üniversitäts- 



*) ei. fSait^t iti senJgS ^D^nn ccn Sac^lcn fbt\uä) Itx UniDti^tJlt 
itipM um 4., 5. unB 6. Sugii^ 1857. mift tmn DatfieUung 6a anpolten 
mm äonimbmgtQ itx Untonfltät. iRac^ amtlii^eit Outäcn bcaxtieitct. Seipjta, 
frt|(«iai. 18^. flt. 8'. IV, iy2 S., woDPn 83-99 tie öibliDt^tt 6ti. 



194 Zur Erinnerung an Dr. Johann Paul Freiherm v. Falkenstein. 

Bibliothek der unmittelbaren Fürsorge t. Falkenstein's zu danken 
hat. Hierüber schreibt Bülau: 

„Als im Frühjahr 1853 der K. Preussische Oonsul in Da- 
maskus Dr. Wetzstein, ein geborener Sachse u. ein Zögling der 
Leipziger Universität, seinem Lehrer, dem Professor Dr. Fleischert 
berichtete, dass dort eine Sammlung werthvoller Orientalischer Hand- 
schriften feil sei, war der Vorstand des Cultusministeriums, Staats- 
minister y. Falkenstein, sobald er hiervon in Kenntniss gesetzt 
worden, sofort bereit, vorläufige Unterhandlungen zum Zwecke des 
Ankaufs für die Universität anknüpfen zu lassen. Nachdem die 
Bedeutung u. der Werth der in 487 Bden bestehenden Samsdung 
durch Einsendung eines raisonnirenden Kataloges festgestellt worden, 
erfolgte im November jenes Jahres der Abschluss des Kanfes zu 
70,000 Piastern (4375 Thlr.), u. der Handschriftenschatz der 
Bibliothek erhielt durch die ihm somit einverleibte vormalige Fidei- 
commissbibliothek der Familie Befäi zu Damaskus, welche vor- 
zugsweise in Handschriften der Arabischen Litteratur aus dem 
10 — 16. Jhrhdte unserer Zeitrechnung besteht, eine werUiTolle^ 
bereits mehrfach mit Erfolg benutzte Vermehrung, zu einem, wie 
neuere anderwärts abgeschlossene Ankäufe beweisen, höchst massigen 
Preise. Eine für das allgemeine Bedürfhiss noch bedeutendere Erwer- 
bung ist der Bibliothek erst neuerdings durch den im Auftrage des 
Staatsministers v. Falkenstein im December 1857 zu Wien abge- 
schlossenen Ankauf der von dem K. K. Hofrath Joseph Frhr. v. 
Hammer>Purgstall (gest. 23. Nov. 1856) hinterlassenen Sammlung 
zu Theil geworden. Auch hier walteten so besonders günstige 
Umstände ob, wie sie nur selten vorkommen. Trotz mehrseitiger 
Concurrenz war nur der massige Taxpreis von 10,000 Fl. W. B. zu 
zahlen, u. ein naher, bei dem Erlös der Büchersaromlung jedoch 
keineswegs betheiligter Verwandter des verewigten Besitzers über- 
nahm sogar die Verpackungs- u. Transportkosten. Während diese 
von ihrem Besitzer in einem Zeiträume von mehr als 50 Jahren 
mit ganz besonderer Vorliebe gepflegte Sammlung in dem G-ebiete 
der Orientalischen Litteratur die seltensten u. werthvollsten Werke, 
darunter mehre hundert im Orient selbst gedruckte Bücher enthält, 
bietet sie zugleich in den Fächern der Linguistik überhaupt, dann 
der Länder- und Völkerkunde u. der Geschichte, sowie in mehren 
anderen Zweigen der wissenschaftlichen Forschung eine ansehnliche 
Zahl bedeutender Werke der Deutschen, Französischen, Englischen, 
Italienischen Litteratur u. auch Manches ^ aus dem Gebiete der 
Slawischen Sprachen." 

Diese Fürsorge für die Universitätsbibliothek, welche der 
Minister v. Falkenstein nicht nur während der Zeit seiner un- 
mittelbaren Wirksamkeit für die Universität, die er als eine Art 
„Schoosskind^' stets sehr geliebt, an den Tag gelegt, sondern auch 



Zur ErinneninE an Dr. Jobanii Fanl Freiherm v. Falkenstein. IdS 

noch im Tode msofen Imndgegeben hat, als seiner testamentarischen 
Bestimmung zufolge ans der von ihm hinterlassencn I'rivntbibliotliek 
der üniTersitätsbibliotliek eine Answalil Tun Werken aus dem Faclie 
der Sächsischen Geschichte Oborgeben werden soll, WDgegeii eine Aus- 
wahl ans dem philologi sehen Bestände der HinterlüEsensehaft der Biblio- 
thek des Philologischen Seminars der Universität vorbehalten bleibt — 
diese Fürsorge rechtfertigt es wohl^dasa hierimAnz. dem kfirzlich ver- 
storbenen Hinister einige Worte der Krinnening gewidmet werden, die so 
minchem der Leser vielleicht um so willkonimenor sein dürften, als 
ne dadurch in dos reich gesegnet« lieben eines Mannes, den Geni- 
ilität n. unermQdlicbe Tbätigkeit von einer vcrhältniss massig niederen 
6tnfe in liemlich rascher Folge zu hohen l'Ihren stellen geführt hat, 
einen gedrängten Einblick erhalten. Zudem ist v. Fulkcnstoiii auch, 
wennschon nnr in müssigen Grenzen, als Schriftsteller aufgetreten, 
um dessentwillen er aber doch in einem bibliographischen Blatte, 
wie der Asi. ist, Erwähnung verdient. 

Johann Paul Freiherr v. Falkenstein — aus einem alten edlen 
Geschlechte stammend, dessen Ahnen sich bis ins XIII. Jhrhdt. 
■urück verfolgen lassen — ist 15. Juni 1801 in Pegnu geboren. 
Gediückte Familienverhältnisse waren Veranlassung, dass er seine 
Eniehnng nicht im älterlichen Hause, sondern schim vom vierten 
Lebensjahre an in der Familie eines Verwandten von mütterlicher 
Seite, des Kreisamtmanns Jnst, in Tennstädt erhielt. Von dort kam 
er 1814 in die Klosterschnle nach Rosslebcn, um sich daselbst für 
seine kfinftigen juristischen u. pliilolngischcn Studien anf der 
Universität Leipzig vorzubereiten, welche er auch mit der ersten 
Cenanr cnm elogio 1819 bezog. Nach vollendetem Triennium u, 
ucbdem er, ebenfalls mit der ersten Ccnsur cum clo^io, das juri- 
stische Examen bestanden hatte, babilitirta er sich in Leipzig als 
Privatdocent, als welcher er auch ncbt'nbei 1824 die Stelle eines 
Bathes des damals in Leipzig bestehenden Oberhof gorichtes übcr- 
uhm, bis er 1827 seiner akademischen Wirksamkeit durch seine 
Bemfong nach Dresden zum Amte eines Hof- u. Justizrathcs in 
der Lsndearegierung entzogen wurde. Als solclier fand er in den 
J. 1830/32 in der Eigenschaft eines ausserordentlichen Landes- 
commissars, hauptsächlich bei der Kiniuhruiig der neuen Städtc- 
ordnnng in verschiedenen Orten des Landes u. insbesondere in 
Dresden, erfolgreiche Verwendung. In Folge dessen wurde er 1834 
Ulm Geh. Begierungsrath im Ministerium des Innern befördert u. 
Khon das Jahr daraaf an die Spitze der, auf Urund <ier veränderten 
Organisation der oberen Justiz- u. Verwaltungs- Behörden, neu 
geschaffenen Kreis direkt! on in Leipzig gestellt, gleichzeitig auch 
nun Begierungs-BeToUmächtigten bei der Universität ernannt. In 
diesen beiden Stellungen erwarb er sich theils dadurch, dass er zu 
der jetzigen aosserordcntlichen Blüthe der Universitüt den Grund 

13* 



'H 



196 Zur Erinnerung an Dr. Johann Paul Freiherm v. Falkenstein. 

legte, theils durch seine Thätigkeit bei Einführung des trefflichen 
Schulgesetzes von 1835 sowohl als bei der Erbauung der Leipzig- 
Dresdner u. Bayerischen Eisenbahnen, die in ihm einen ihrer Tor- 
züglichsten Förderer fanden, hervorragende Verdienste, deren An- 
erkennung von Seiten des Königs nicht lange auf sich warten Hess; 
denn schon 1844 berief ihn derselbe nach Dresden zurück u. über- 
trug ihm das Ministerium des Innern. Zwar nur wenige Jahre 
blieb er an der Spitze dieses Ministeriums, da er sich bereits in 
dem ünglQcksjahre 1848 als die von der Farteiwuth am meisten 
verfolgte Persönlichkeit im Interesse des Landes veranlasst fand, 
sein Ministerportefeuille dem König zurückzugeben; aber in dieser 
kurzen Zeit schon erwarb er sich neue u. grosse Verdienste, ins- 
besondere durch seine staatsmännisch kluge, von Koscher auch anderen 
Begierungen als mustergiltig anempfohlene segensreiche Thätigkeit in 
dem Theuerungsjahre 1846/47. Nach seinem Rücktritte vom Mini- 
sterium zog er sich auf das Land zurück, u. beschäftigte sich mit 
wissenschaftlichen Arbeiten, bis er, nachdem Buhe ins Land znrQek- 
gekehrt war, 1850 in den Staatsdienst zurückberufen, n. ihm zu- 
nächst das Präsidium des Landesconsistoriuros, 1853 aber das 
Ministerium des Cultus u. öffentlichen Unterrichts übertragen wurde. 
Unablässige Fürsorge für die Universität, fQr das Schulwesen über- 
haupt u. insbesondere auch für die protestantische Kirche, welcher 
er durch die Kirchenvorstands- u. Synodalordnung die ihr gebüh- 
rende selbständige Stellung gegeben hat, waren es hauptsächlich, 
wodurch sich seine nahezu zwanzigjährige cultusministerielle Wirk- 
samkeit in hervorragender Weise auszeichnete. Auch war er als 
Cultusminister im Kriegsjahre 1866 mit dem wichtigen Posten 
eines Mitgliedes u. zugleich Vorsitzenden der von dem Könige 
während seiner Abwesenheit ausser dem Lande zur Fortführung 
der Begierungsgeschäfte eingesetzten Landes-Commission beti'ant. 
In Folge des nahenden höheren Alters sah er sich endlich 1871 
veranlasst, den König um seine Entlassung vom Cultusminister- 
Postcn zu bitten, die ihm zwar auch vom Könige gewährt vnirde, 
jedoch mit dem dabei von demselben ausdrücklich betonten Wunsche, 
dass er dafür das weniger anstrengende Ministerium des König]. 
Hauses übernehmen u. zugleich das bereits seit 1869 innegehabte 
Ordenskanzler-Amt beibehalten möge. Und als Hausminister u. 
Ordenskanzlcr ist er auch, nach nur zweitägigem Krankenlager, 
14. Jan. 1882 im 81. Lebens- u. 58. Dienstjahre — die er unter 
fünf Königen verlebt hatte — gestorben. 

Die von v. Falkenstein hinterlassene, nicht unansehnliche Bib- 
liothek wird, mit Ausnahme derjenigen Bücher, welche testamenta- 
rischer Bestimmung zufolge den Familienmitgliedern und, wie schon 
erwähnt, der Leipziger Universitäts-Bibliothek, sowie dem dortigen 
Philologischen Seminare zur Auswahl freigestellt sind, zum grössten 



Zur Erinnerung an Dr. Johann Paul Freihorm v. Falkenstein. 197 

Theile auf dem Schlosse Frohhurg, der v. Falkenstein*schen Besitzung, 
in Verwahrung kommen, und mit der dort schon hefindlichen, aus 
dem Nachlasse des vormaligen Leipziger Eathsmitgliedcs Dr. Blümner, 
froheren Besitzers yod Frohburg, stammenden Büchersammlung ver- 
einigt werden. 

Verzeichniss der in Druck erschienenen Schriften 

V. Falkenstein*s. 

®efd^$te bei ^onbe. SSom @rafen Don @atnt<3lulaire. Hu8 bem 
gtaniöfif*«" übcrfcfet. »b. I.— H. ficipjifl, S)artniann. 1827—28. 8^ 
IXIV, 397 & VI, 436 ©. (O^nc Slamcn beg Ucbctfcfecrg ö. gaßenftcin.) 

Sc^ag sut Z^eorie ))om iBeiueife ber (Sigent^umi^nage. SSon 3. $. 
ten SoOenfiein. 6ntt im Slr^i)) {ni bie (Sibiliftifd^e $rapg Hg« bon 
& D. 8öi^r, 6. 3. 31 JUlittermaict, 81. I^tbaut. »b. X. ?)cibclberg. 1827. 
8*. e. 226—44. 

(hinnetung an bie @dbla4t bei Sieitenjelb am 7. September 1631 
unb beten ^ier am 7. September 1831. ÜDlit einet Slbbilbung be^ 
SenhnabliS unb einem 6(bla(^tp(ane. Seipjig, fßoi in (Eortm. 1831. 
8*. 44 6. m. 2 Jof. (O^ne SRamen beä SJetf/S b. Salfenftein.) 

SBetonntmacbung bed flönigl. 6ä(^f. SRiniftetiumd bed Snnetn, baiS 
6c9^i6 ber commiilatifcben (Stöttetungen übet bie am 12. Sluguft 1845 
in Seit^ig ftattgefunbenen Gteignifje betteffenb. SRebft Seilagen. IKit ^ö(^etet 
Waubnil. SIebft einem Situation^plan bed Sto^pIa^eS Su Seipiig unb befjen 
üiigebungen. Seipsig, Seubnet. (1845.) gt. 12^. 45 6. m. 1 Zaf. 
(Ontet SRitmittung b. Salfenftein'g.) 

Zur Charakteristik König Johannas Ton Sachsen in seinem 
Ycrhältniss zu Wissenschaft und Kunst Gedächtnissrede auf Ver- 
anlassung der KGnigl. Sachs. Gesellschaft der Wissenschaften ge- 
halten Ton Johann Paul von Falkenstein. [Separat -Abdruck aus 
des VU. Bandes der Abhandlungen der philologisch -historischen 
Classe derKönigl. Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften No.IU.] 
Leipzig, Hirzel. 1874. gr. Lex. 8^. 54 S. 

In den Abhandlungen S. 265 — 318 abgedruckt u. in der 

Wissenschaftlichen Beilage der Leipziger Zeitung 1874. 4^ 

Nr. 32. S. 189—202 wiederholt. 

3ut ^tattetißit flönig Si'^cinn*^ bon Sadftfen in feinem SBet^Itni^ 
pi 9Bii{enf4aft unb Sunft. ©ebädfttni^tebe bon Sobann $au( bou Seifen« 
Hein. 9leue unb in ben Seilagen betänbette Sluflage, befotgt bon 3. 
$efe6o(bt Stegben, b. 3a^n. 1874. 8^. 3 fflü. 73 6. 

Einige Bandbemerkungen zu H. Kochlys „Gottfried Hermann'^ 
Von Johann Paul von Falkcnstein. Euth. in den neuen Jahrbüchern 
für Philologie und Pädagogik hrsg. unter der Red. von A. Fleck- 
eisen u. H. Masius. XLVL Jahrg. 1876. Bd. 113. Leipzig, 
Teubncr. 8^ S. l— 11. 



198 Zur Erinnerung an Dr. Johann Paul Freiherm v. Falkenstein. 

Sodann Smq )}(;n Saufen. (Sin G^aratterbilb Mon ^^n % 
Don galfenfiein. SJItt bret $ortraitö unb ad^t iBeilagen. ^re^ben, iBae» 
1878. IL Slbbrud. 1879. gr. 8^. XH, 339 ©. m. 3 laf. 

Sodann ßönig bon Sad^fen. 6tn @bata!teibi(b bon ^obann $ 
bon Salfenftein. aJlit brei ^ortraits in ftupferfticb. SioItd^Sludgabe. $m 
gegeben bon 3. ^efe^olbt. Sterben, fflacnfdb 1879. 8®. VII, 210 
m. 3 Zaf. u. 1 Sitelbignett?. 

3obann flonig bon ©ad^fen. [äion b. ^alfenftein.] (&e)Hiratabb' 
aug ber SlUgent. S)eutfdden SBiograbbie, 9anb XIY.) Seipiig, 3)undeT 
©umblot 1881. gr. 8^ 1 Sl. 14 ©. 

In der Biographie S. 387 — 99 abgedruckt 

Goeleftin Sluguft 3uft. [Son b. Solfenflcin.] abgebt, in bcr m 
meinen S)eutfcben Siograbbi^* 9b. XIV. Sei)}iig, 3)under & &uwt 
1881. gr. 8^. 6. 743—46. 

(Bemerkungen über den Verein zu Bath und That zu Dres( 
im Yerhältniss zum Dresdner Verein gegen Armennoth und Bettel 
Unterzeichnet: Dresden, den 12. Januar 1882. (Ohne Namen 
Verf.'s V. Palkenstein u. des Druckers.) 4®. 2 Bll. 

Dr. 3obönn $aul ^ei^err b. gaßenflein. ©ein 8eben unb SBr 
nadb feinen eigenen Sluf^eid^nungen betauSgegeben bon 3- $e6boIbt. ! 
«Portrait unb ®ebädbtni|reben. Src^ben, b. Sal^n. 1882. gr. 8<>. y 
115 ©. m. 1 Saf. 

Schliesslich bleibt zu erwähnen, dass sich t. Falkenstein, 
auch schon oben bemerkt, während der Zeit seiner Zurückgezog 
heit vom öffentlichen Leben, seit seinem Bücktritte vom Minister 
des Innern 1848 bis zur Uebernahme des Präsidiums des Lan( 
consistoriums 1850, mit wissenschaftlichen Arbeiten, nament 
mit Becensionen für das Gersdorfsche-Leipziger „Bepertorium 
deutschen und ausländischen Literatur'* beschäftigt hat 

[488.] Gabriel Bollenhagen, nach Oaedertz. 

Alle Welt kennt den als Dichter rühmlich genannten gelehi 
Magdeburger Scholarchen Georg Bollenhagen (1542 — 1609), 
gegen dessen Sohn aus zweiter Ehe Gabriel Bollenhagen (1581 
c. 1620) in den Augen der Leute mehr im Hintergrunde gebliel 
wenn nicht gar mit dem Vater verwechselt worden ist. Und c 
gebührt diesem Gabriel Bollenhagen nicht nur „ein ehrenvi 
Platz unter den Neulateinem'^ sondern auch um eines von 
verfassten Deutschen Schauspieles willen „eine bedeutsame St 
in unserer dramatischen Litteratur^'. Gaedertz*) hat das Verdie 
ihn zuerst nach Gebühr gewürdigt zu haben. 



♦) S. Anz. J. 188L Nr. 1014. 



Oftbriel RoUenhafren, nach Oaedertz. 199 

Gsbriel Bollenhagen's „erste schriftsteUeriBche LeiBtnn;, welche 
AnfBehen erregte n. wegen der sorgsamen Behandlung der Deat- 
Kheu Sprache von den QelehrtflD als klassisch gepriesen wurde", 
Bod die häufig, aber mit Unrecht dem Vat«r zogsBchriebenen „Vier 
Kcker Indianischer Beisen", worin sich Äleiander's des Qrosaen Send- 
Inirf in AristoteleH Aber Indien, Flinias' Schilderung Indiens, Lacian's 
TWiierhare Srhiffabrt u. des heiligen Abtes Brandon Heise ins Para- 
di», nebst etlichen bei vielen alten u. neuen, geistlichen n. weltlichen 
Sthbenten rerbreiteten u. für glaubhaft gehaltenen „Warhaßten 
]Afai" (26) mitgetheilt finden, „Selten ist das Erstlingswerk eines 
K jugendlichen Autors" — denn Bollenhagen hat dasselbe schon 
< 1603, „dissmal zu Leipzig studierend" herausgegeben — „von den 
' Zri^oseen eifiriger gelesen u. mehr belobt worden : es wurde zum 
ToQubnche n. wiederholt aufgelegt". Dem Spürsinne a. Fleisse 
TOD Oaedertz ist es gelungen, folgende von ihm sorgfältig beschrie- 
bnie Ausgaben dieses Volksbuches ausfindig zu machen: Magde- 
burg 1603, zwei Ausgaben; Magdeburg 1606; Alten Stettin 1611; 
Iigdeburg 1619. Von Nachdrücken theils der Beisen sammt den 
Lügen, theils der LQgen allein sind vier aufgezB,hlt: Hamburg 1640; 
Wihrenberg 1680; Helmstädt 1687; Franckfurt u. Leipzig 1717. 
Eine Holländische üebersetzung ist Amsterdam 1662 erschienen. 
Anderwärts sind noch ein paar andere Ausgaben der Indianischen 
Seiten aufgeführt, deren Vorhandensein Gaedertz jedoch nicht 
bedätigt gefunden hat. „Dass die Schrift häufig dem Vater zu- 
geschrieben worden ist, kommt daher, weil einzelne spätere Aus- 
gaben den Doppeltitel haben: ,Indian. Beiaen ... von Gabriel 
Rollenhagen' u. ,Oeorge (oder nur Q.) Bollenhagens Warbaffte 
Lägen'. Gabriel sagt in der Vorrede: ,Mcin lieber Vater pflag 
mir, meinen Brüdern rnd TischgeseUen, dieselben Faradoza, daheim 
für Argnmentlein vud Hauasschrifftlein, zur vbnng der Lateinischen 
Sprach vnd nothwendigen warbaffi«n vnterrlcM vorzusagen vnd zu 
rüctiren. Bey welcher kflrtz icbs auch bleiben lasse". 

Ausser den .Jndiani sehen Beisen" sind als Schriften von 
Gabriel Bollenhagen folg. zu bezeichnen: „Juvenilia", die „obwohl 
ihr poetischer Gesammtwerth nicht gering anzuschlagen ist", doch 
mcht mehr als Eine Ausgabe (Magdeburg 1606) erlebt haben; nur 
eine Auswahl daraus findet sich in Janus Gruter's „Delitiae Poo- 
taram Gennanicorum" (Frankfurt 1612) abgedruckt — femer die 
von Crispin de Passe dem Aelteren illustrirten „Nucleus Qmble- 
Dztoai selectissimorum" (CCln 1511) u. „Selectonim Emblematum 
Cntnria secnnda" (Utrecht 1613), wovon auch eine Holländische 
Amgabe (Amhem 1615) erschienen ist — sodann noch eine gleich- 
sam die Fortsetzung der „Juvenilia" bildende, neue Folge Latei- 
nischer Epigramme mit dem Titel „Novorum Epigrammatom Liber 
rägularis" (Wittenberg 1619) — sowie endlich die angeblich auf 



200 Gabriel Bollenhagen, nach Gaedertz. 

dem Titel ,,durch Angelium Lohrber^ Liga^' yerfasste und yielfach 
dem Vater Georg Bollenhagen fölschlich zugeschriebene Deutsche 
Komödie „Amantes amentes d. i. Ein sehr anmutiges Spiel ?on 
der blinden Liebe, oder wie maus Deutsch nennet» Yon der Leffe- 
lei'S welche „ihrer Zeit sehr bekannt und beliebt gewesen sein muss'S 
was daraus hervorgeht, dass sie nicht nur in sechs Auflagen 
(Magdeburg 1609. 1610. 1612. 1614. c. 1616 u. Cöln a. d. Spree 
1618) erschienen ist, sondern auch „keinen unbeträchtlichen £in- 
fluss auf lehrhafte Novellen- u. Anekdoten-Sammlungen, sowie auf 
drei Dramen (Nicolaus Locke's „Comödia vom ungerathenen u. ver- 
lorenen Sohn'' 1619, Marcus Pfeffer's „Esther^^ 1621, „Teweschen 
HochtieV* 1644 auf dem Titel, aber 1640 am Schlüsse) ausgeübt, 
u. sogar eine Prosaumarbeitung u. häufige AnffQhrungen erlebt hai.*^ 
Den drei letzten Auflagen der „Amantes amentes" ist ein ebenfalls 
von Gabnel Bollenhagen verfasster Meistergesang „Tageweis von 
Pyramo u. Thysbe'* angehängt, der auch in vier besonderen Abdrücken 
(von denen die beiden ersten in Nüiiiberg, der dritte in Bern 1626, 
der vierte o. 0. u, J. erschienen) u. ein fünftes Mal noch im Am- 
braser Liederbuche 1582 Verbreitung gefunden hat 

Als Besultat seiner ebenso fleissigen wie eingehenden Be- 
trachtung des Lebens u. der schriftstellerischen Wirksamkeit Ga- 
briel Bollenhagen's hat Gaedertz „das Bild einer durch u. durch 
tüchtigen Persönlichkeit, eines Sprachtalents u. Dichters, eines Ge- 
misches praktischer Volksweisheit u. Gelehrsamkeit*' gewonnen. Was 
Gabriel Bollenhagen, schreibt Gaedertz, „an Geist u. Erfindungs- 
gabe abgeht, ersetzen Gemüth, Humor, scharfe Beobachtung u. 
natürliche Wahrheit in der Darstellung. Nicht nur seine Latei- 
nischen Poesien u. Epigramme legen davon Zeugniss ab, sondern 
vornehmlich sein Deutsches Schauspiel, durch das ihm eine bedeutsame 
Stelle in unserer dramatischen Litteratur gebührt. Aesthetischen 
u. künstlerischen Werth im eigentlichen Sinne des Wortes haben 
die Amantes amentes nicht; aber es giebt kaum ein Deutsches 
Drama aus jener Zeit, welches, von so geschickter Composition, 
von 60 vielfältig sprachlichem, litterar- u. culturhistorischem In- 
teresse, seiner Entstehung u. Einwirkung nach einen gleich wichtigen 
Platz in unserer Litteratur einnimmt Es hat ein Jahrhundert 
hindurch Geltung genossen, u. bezeichnet den Uebergang der Schul- 
komödie zum bühnengerechten Schauspiel. So hat Gabriel Bollen- 
hagen einen nicht zu unterschätzenden Einfiuss auf die Geschichte 
des Deutschen Dramas ausgeübt, in höherem Grade als sein Vater 
Georg mit seinem Froschmeuseler auf das Thierepos. Den älteren 
Bollenhagen bewunderten nicht nur seine Zeitgenossen; auch die 
Nachwelt würdigt ihn bis auf den heutigen Tag. Der jüngere, 
während seines kurzen Lebens gefeiert, ist zu einer, ich möchte 
sagen, mythischen Person geworden. Schuld daran tragen einerseits 



Zur Qoethe-, Lessiiig- and Schiller-Litteratiir. 201 

di« Verwedtslnng sviachen Tater n. Sohn, entstanden durch die 
Art der Abfassnog der Indianischen Reisen u. durch die Beiden 
gemeinsame Th&Ügkeit auf dramatiscbem Gebiete, andererseitfi das 
Fseudonjm ^ngeliuH Lobrberä Liga'. Lorbeeren den Hauen Ga- 
briel Bollhagen's xum Gedächtniss seines bald SOO jährigen Ge- 
bartatages widmen will diese SchrifL Wohl besase sein Vater 
Geoi^, der Schulmann, tiefere philologische Gelehrsamkeit n., als 
Dichter, mehr ErQndnngsgaba, auch gröseeren Gedankenreicbthnui, 
aber nicht so mannigfaltige Sprachkenntnisse, keine so frische, 
liebenswOrdige Natur, der jede Pedanterie fremd blieb. Verwandt 
zeigen sich Beide in glücklicher Beobacbtimg des Volkes, des 
bnrgerlichen Kleinlebene: das Spiel von der blinden Liebe u. der 
Froschmenseier bergen eine Fülle Tolkathömlicher Eedensarten u. 
KemsprQche. Produktiver, ohne dass der Gehalt der SchCpfungen 
darunter leidet, war Gabriel, wenn man in Betracht zieht, doss er 
schon im besten Hannesalter starb. In Snmna ist, wie der Magde- 
burger Theologe Simon Salige (Promulsis Magdebnrgeneis praemetii 
gnitia proditae. 1622) sich ausdrückt: Gabriel BoUenhagins mag- 
nus sane magni parentis filins". 



[489.] Zar Goethe-, LesBingr- und Schiller-Litteratnr*). 

* »riefmet^el jWi(d!en Si^iDer unb (Sottet. IV. üuflaae. $n>. 1., 
nit cin«n 2iteMb unb einem iBiicf^Sacfimile. €tultgart, eotto. 1881. 
gr. 8". 370 e. 9ßi. n. 3,50 3)lt 

1. Goetbe-Litteratur. 

* ©oetbe'a SBerfe. SERit etlflutembm (SinleihinBen. 80 Sinbe. II. 
mttflnte auflofle. fflnlin, ©rote. 1881. 8". XC, 524; XXIII, 207; 
Xn, 254; XXXIV, 437; XXXVI, 249; XXXII, 266; XVIII, 112; 
XXIX, 351; XVI, 239; 290; XIII, 372; XXII, 222; X, 596; XV, 
409; 300; Vni, 130; XVI, 268; XVI, 402; XVIII, 310; XIV, 
324; XIV, 290; XVIU, 427; XII, 401; XVI. 254; XIV, 184; 
IVI, 536 S. 9|k. n. 36 m. 

* iSoti\)e'i fömnültcbe aßeile. SQoD[täntil9e älu^abe in 15 SBdnben. 
JllitGinleitunflennonBailSoetiele. (9Ieue atuflefle.) etuHgart, Cotta, 1881. 
8». Vn, CLXII, 423; XXIV. 664; XXIV, 516; XX, 506; XX, 
522; XVI, 590; XVII, 653; XII, 684; VI, 622; XIV, 654; XIV, 
708; XX, 688; XXVIII, 753; XIV, 518; XVIU, 810 e. $r. n. 

36 aßt. 

* ©oelM [ömtliAe Sitite. Sflni buTdrgele^e unb etgänjte ^ul< 
tobe in 36 aWnben. SJlit Ginteitunflen Bon flori ©oebde. »B. I— II. 



*) FoitMtiiuig TOD Ann. J. 18S1. Nr. 107, 



202 Zar Goethe-, Lessing- und Schiller-Litterator. 

®ebi4te. Z^. 1—2.] Stuttöatt, (Sotta. 1882. 8^ 304 & 315 ©. m. 
$ortr. $r. ä n. 1 SR!. 

Gotta^sche Bibliothek der Weltlitteratar. 1. Serie. Bd. I & V. 

* ©octjc'g fflcrfc, in ftcnogto^l&ifcfcct Gortefponbcnsfd&tift ncuj (Sa* 
bctebcrgcr ton ftarl ^aulmann. I— III. SDäicn, fflcrmann & Sßtmann. 
1882. 8^ VI, 344 ©. $r. n. 5>60 W. 

Enth.: I. Ausgewählte Gedichte; IL G(^tz v. Berlichingen ; III. 
Egmont 

* ®otÜ)t^^ SSriefmec^fel mit einem fiinbe. Seinem 2)enfmal. m. 
Sluflage. derou^egeben )>on Ermann ®ttmm. Serlin, ^erfi. 1881. 8®. 
XXXn, 546 6. m. 1 &oIjf*ntaf. $r. n. 8 m 

"^ e(at)igo. Sin 6<i&auft)iel Don äSoIfg. )). ®oe^. &b^db, SoO. 
1881. 80. 45 S. $t. n. 0,20 m 

Mnseam. Sammlnng litterarischer Meisterwerke. In neuer 
Bechtschreibong. Billigste Ausgabe in eleganter Ausstattung. Nr. 1. 

* @gmont 6in Zrauerfptel in 5 Slufsügen üon 9B. )>. ®oeti^. 
Seipiid, ©olb^ufen. 1881. 160. 96 6. $r. ä 0,20 SRL 

Haus-Bibliothek. Auslese von Werken der bedeutendsten Schrift- 
steller des In- u. Auslandes. 4 Bd. 

* ©oetM %<xaft ein Fragment in ber urf^rüngliii^ ©eftolt neu ^r« 
ausgegeben oon SSil^lm Subtoig ^oUanb. [^. m. b. Zit.: ^nft. @tn 
2h:agment. Son @oet^. ^te SCui^gabe. Sei^^sig, ht0 ®eorg 3oa(]^im 
@ö[^. 1790.1 greiburg t. S. u. Tübingen, SRo^t. 1882. (L 8^. 2 
m. 168 ©. & 1 fflL X ©. $r. n. 1 SUM. 

* Deutsche Litteraturdenkmale des 18. Jahrhunderts in Neu- 
drucken herausgegeben von Bernhard Seuffert 5. Faust ein Frag- 
ment von Goethe. [A. m. besond« Tit: Sauft. 6in Fragment. 9)on 
@oet^e. &i^te SluSgobe. Seipstg, be^ ®eotg Soaci^im ©ofd^en. 1790.J 
Heilbronn, Gebr. Henninger. 1882. kl. 8«. XV, 89 S. Pr. n. 1 Mk. 

Saufl. Sine Zragöbie r>on ^o^nn SSolfgang Don ©oetl^e. Srftec 
Z^I. SQufhirt in 50 Somporttionen t)on SOeianber Siejen SRaper. SRit 
Ornamenten t)on 9htboIt @ei6. Slu^effl^rt in 9 Stabirungen t)on SB. &ed^t 
unb Sß. ftrauStopf unb in &o()f(!6nitten Don 9B. ^täit'i pfiß^x. ^nftalt. 
®ebnt(ft bei ©ebntber flroner in Stuttgart auf $a)}iet ber ®. S^^aeuffelen^ 
feigen %Qbxit ju ipeilbronn. [SBol^lfeile ^rad^tau^gabe.] Wmöittt, @t(oefer. 
(1880.) gr. 4^ 254 S. m. eingebr. &oljfc&n. u. 9 flpftaf. $r. n. 24 m, 

* ©oet^e'd Saufi 2. Vfl Zragöbie in 5 ^(ten. 9lad6 ber SSear^ 
beitung Don SBoll^im für bie fönigL faci^f. ^ofbü^ne eingerichtet Don 
a. aRard«. Win^xt Don &. C>. $ierfon. 3)regben, $ierfon. 1880. 8^ VI, 
82 S. $r. n. 0,50 mt 

* Sauft, eine Zragöbie Don äBoIfgang d. ®oet^. 2. ZL [SRufeum. 
Sammlung Utterarifc^er aReiftetmette. 3n neuer IRe^tfc^reibung. 9lr. 4.] 
@{berfelb, SoQ^d 9tact^f. 1881. 8«. 192 S. $t. n. 0,40 SDU. 



Zur Goethe-, Lessing- und Schiller-Litteratur. 203 

gauft ton ©oct^c. 3Mit (Einleitung unb fortlaufcnbcr (SrHärung l&cr» 
ausgegeben ton ft. 3. ©(bröer. Xi^. I— II. i&eilbronn, ®ebr. ©cnninger. 
1881. 80. LXXXVII, 304 & CII, 442 ©. ?r. n. 9 mi 

* Goethe's Faust. Erster Theil. (14 BU. in Lichtdr. u. 78 
illustr. Texte, nach Zeichnungen Yon A. v. Kreling.) II. Ausgabe. 
München, Bruckmann. 1881. 4®. Pr. 20 Mk. 

* Faust, par Goethe. Premiere Partie. Texte allemand, publik 
avec un avant-propos et des notes en fran9ais par A. Büchner. 
Paris, Hachette et Cie. 1881. kl. 16^ VII, 198 S. Pr. 2 Fr. 

Gehört zu den „Glassiques AUemands.'^ 

* ©oet^e'S ©ebicbte. [SRufeum. Sammlung littetatif^er ÜJleifter* 
metee. 3n neuer SRecgtfc^reibung. 9lt. 6.] Slbetfelb; SoQ. 1881. 8^ 
XI, 490 6. $r. n. 1,20 SDftt. 

* ®5ft t). ajetli^ingen mit ber etfemen $anb. @4aufpiel in 5 Sluf« 
ifigen üon fflolfg. ö. ©octl&e. dlbetfelb, M. 1881.' 8* 98 6. ?t. n. 
0,30 mi 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. In neuer 
Bechtschreibung. Billigste Ausgabe in eleganter Ausstattung. Nr. 5. 

* ®bi^ t)on SBeclid^ingen mit bet eifemen ()anb. @in 6d6aufpiel in 
5 toten twn 9B. t). ©oet^e. Seipsig, $eter. 1882. 12<>. 92. 6. $t. 
n. 0,30 m. 

Gewählte Lektüre für Schule und Haus hrsg. von A. Hent- 
8chel u. K. Linke. Nr 3. 

* ©oettie'g ^ermann unb Sorotl^ea. flit auSfü^rlic^n (Siläuterungen 
in latedbetifcber gorm für ben Sdbulgebrauc!^ unb bad $ri)xitftubium r)on 
(5. 21. Sunfc. n. Sluflage. ^abctbom, e*öning]&. 1881. 8«. 137 6. 

•$t. n. 1 aw. 

* ^ermann unb S)orot]^ea. 93on SBoIfgang n, ©oet^. 3n neuer 
Se4tf*reibung. Seipstg, »eclam. 1881. gt. 16«. 64 S. $r. n. 0,20 3Rf. 

Beclam*8 Üniversal-Bibliothek. Nr. 55. 

* iC^ermann unb ^orot^ea. SSon äBoIfgang t). ®oetl^. Seip§ig, 
$etcr. 1882. 12 ». 71 ©. $r. n. 0,30 Wt. 

Gewählte Lektüre für Schule und Haus hrsg. von A. Hentschel 
u. K. Linke. Nr. 5. 

* Hermann et Dorothee, de Goethe. Texte allemand, publik 
avec un avant-propos, des sommaires et des notes explicatives par 
B. Uyj. Paris, Hachette et Cie. 1881. 12«. Vm, 95 8. Pr. 1 Fr. 

Gehört zu „Classiques AUemands.^' 

* Hermann et Dorothee; par Goethe. Traduction Fran9aise 
par B. Ldvj, avec le texte allemand et des notes. Paris, Hachette 
et Cie. 1881. 12«. IV, 187 S. Pr. 2 Fr. 

Gehört zu „Glassiques Allemands.*' 

* Hermann et Dorothee, par Goethe. Texte allemand, publik 



204 Zur Goethe-, Lessing- und Schiller-Litteratur. 

avec une introduciion, dos sommaires et des notes litt^raires par 
Gasnier, Paris, Poussielgue fröres, 1881. 18®. 144 S. 

Gehört zur „Alliance des Maisons d'Education chretienne." 

3eri unb 93dtclp. 6in Singfpicl t)Ott ©octjc. ^n bct urfprüng(i4cn 
©eftalt lum erften SRale herausgegeben. Setp^ig, SBett & So. 1881. 8<>. 
XXXir, 47 6. ^r. n. 2 SKf. 

* dP^d^te auf Zantic. @in Sd^aufpiel t)on SBoIfgang b. ©oet^e. 

&ipjig, $eter. 1882. 12®. 70 S. $r. n. 0,30 SD«. 

Gewählte Lektüre für Schule und Haus hrsg. Yon A. Hentschel 
u, K. Linke. Nr. 6. 

* Iphigenie en Tauride, par Goethe. Traduction fran9aise par 
par M. B. Lövy. Avec le texte allemand et des notes. Paris, 
Hachette et Cie. 1881. gr. 12®. 147 S. Pr. 1 Fr. 50 c. 

Gehört zu den „Traductions fran9ai8es d'auteurs allemands.*' 

* Iphigenie en Tauride, par Goethe. Texte allemand, publik 
avec une notice, un argument analjtique et des notes en fran9ai8, 
par B. L^vy. Paris, Hachette et Cie. 1882. kl. 16®. 135 S. Pr. 
1 Pr. 50 c. 

Gehört zu „Classiques allemands.'^ 

* SReinefe gu*^. 3n 12 ©efängcn »on ffioifgang ü. ©oet^e. [SWu^ 
feum. Sammlung Itttetarifd^er SReiftemerte. 3n neuer 9ted6tf(^retbung. 
9h. 12.] etbetfelb, 8oU'8 3laö:il 1881. 8®. 122 6. ?r. n. 0,30 SWt. 

* ©oct^e'g SReinefc ^udfeg, nadfe bem erften 3)ru(f üom 3- 1794 mit 
$toben ber ötteren Xterepen herausgegeben unb erlöutert bon Slle^panber 
fflieling. »ettin, ffleibmann. 1882. gr. 8®. 226 6. $r. n. 4 üJlf. 

2. Lessing-Litteratur. 

* ©ottWb (Sp&r. fiefTmg'g SBerfe. Sauftrirte $ra*t^3lu§gabe. ©er* 
auggegeben bon ©einrieb 8aube. 8ief. 1 — 16. ffiien, SBenfinger. 1881. 
2ey. 8®. 18b. I. 6. 1—222 & »b. L S. 1 -176. ÜKit eingebr. 
?)olif*n. $r. ä n. 0,50 ÜJlf. 

Vollständig in c. 50 Lief. 

* Sefftng*iS fämt(t(]&e SBerte in 20 SBdnben. iperauSgegeben unb mit 
(Einleitungen berfe^en bon ipugo ©dring. Sb. I. [©ebid^te, gabeln unb 
Slb^Kinblungcn über bic gäbet] Stuttgart, ßotta. 1882. 8®. 292 6. 
m. ©o(jf*n.5$ortr. $r. ä n. 1 Kf. 

Cotta'sche Bibliothek der Weltlitteratur. 1. Serie. B. IV. 

* Seffing*^ [ämmtlt(ibe SBerfe. {)eraudgegeben bon IHic^arb ®o\(bt. 
(3n 8 SBönben.) S3b. I., bearbeitet »on SRic^arb »oyberger. 1882. 8®. 
CLXU, 632 S. 5^r. n. 3 2Rt. 

* Slb^anblungen über bie gabel bon ®ott&. ©pl^r. fieffmg. [aJlufeum. 
©ammlung litterarifd^ SJleifterloerte. 3n neuer Wecfetfcöteibung. 3lr, 48.] 
(abcrfelb, golL 1881. 8®. 62 6. $r. n. 0,20 SDW. 



Litteratur und Miscellen. 205 

* emÜia ©oUotti. (Sin 3:tauerfpicl in 5 Slufsügcn tjon ®. 6. fieffmg. 
Seidig, ©oteMen. 1881. 16«. 78 6. $r. 0,20 mi 

Hans - Bibliothek. Auslese von Werken der bedeutendsten 
Schriftsteller des In- u. Auslandes. 6. Bd. 

(Schluss folgt.) 

Litteratur und Miscellen. 

AllgentelneB. 

[490.] The Library Journal Official Organ of the Library 
Associations of America and of the United Eingdom. Vol. 7. 
(S. oben Nr. 415). 

Das März-Heft Nr. 8 enthält: Editorial (Electric Light; Festeres 
Beference Lists) — Sunday Opening — C. A. Cutter, a Search for 
a Gnide — Gommunication (C. S. B., Classification in Catalogues) — • 
Notes and Queries — Library Economy and History — Biblio- 
grafy — Anonyms and Pseudonyms — Library Purchase-List — 
General Notes. 

[491.] Annales du Bibliophile Beige Konvelle S^rie publ. par 
Fr. J. Olivier. Tom. L (S. oben Nr. 417.) 

Enth. in der Mai-Nr. 11: Histoire du Th^ätre Fran9ais en 
Belgique; Documents pour Tancien Thöätre — Variötös — Cata- 
logn^e des Livres anciens et modernes en vente chez Fr. J. Olivier 
(Fortsetzung). 

Bibliographie« 

[493.] Jlac^trag über Sagbar ei^n. SBon fiarl Sita^fo. Gnt^. in 

bet 3eitfc6rift beg SBereinS für (Skfcgtd^te unb Slltert^um ©c^IefteniS Mg. 

t>on 6. ©rünjagen. 93b. XV. 6ft. 2. »reglau, SWay & Go. 1881. 

8^ 6. 290—300. (6. 2lna. 3. 1879. 3lx. 996.) 

Der Verf. hat die Freude gehabt, seine fleissige Forschung 

über den Succentor n. späteren Domherrn Elyan, der die erste 

Bachdruckerei in Breslau eingerichtet hat, durch Dr. E. Wernicke 

aus Bunzlau unter Hinweis auf einige in Sammter's Chronik Yon 

Liegnitz yeröffentlichte Urkunden „i^ nicht unwesentlichen Punkten 

ergänzt u. bereichert^' zu sehen. 

[493.] Wissenschaftlicher Jahresbericht über die Morgen- 
ländischen Studien im Jahre 1879. Unter Mitwirkung mehrerer 
Fachgelehrten herausgegeben von Ernst Kuhn und August Müller. 
[Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft hrsg. 
unter Ked. von E. Windisch. Supplement zum XXXIII. Bande.] 
Leipzig, Brockhaus in Comm. 1881. gr. 8®. 2 Bll. 183 S. 
(S, Anz. J. 1881. Nr. 442.) 

Der vorl. Jahresbericht ist aus 22, von den beiden Herausg. 
u. zwOlf anderen Gelehrten bearbeiteten Einzelberichten zusammen- 



206 Litteratur und Misceilen. 

gestellt; dieselben enthalten in der seither üblichen Weise einen 
fortlaufenden Text u. unter demselben in Form von Anmerkungen 
bibliographische Angaben u. Nachweise, die sich zusammen auf 
1397 Nrr. belaufen. Die 2. Hälfte des Jahresberichts von 1878 
ist noch nicht erschienen. 

[494.] Siettelja^g^^talog aller neuen ©rfd^einungen im Selbe ber 
fitteratur in ^eutfcblanb. 9iad^ ben SBifienf^aften georbnet. Tlit 
alp^abetifc^em SRegifter. ^^rgong 1882. geft 1. Januar bie mäxh. 
Seipiifl, Sinti*«, gr. 8^ 2 m. XLHI, 176 ©. $l n. 1,80 2ttt. 
(@. Slnj. 3. 1881. 3lx. 539.) 

Ein gern gesehener alter Freund. 

[495.]Uebecfebun8en auiSbem3)eutfcben in bief(at)if(!6en, bie magpanf(!be, 
tumäm[(]&e u. a. ofteutopdifcibe ©piadb^n. (SRitget^eilt t)on %. $ecb.) 1881. 
3. u. 4. Quartal @nt(. im Sörfenblatt füc ben ^eutfcben lBud}banbe( 
unb bie mit i^m iDertoanbten ©ejcbäftöiiDeige. 1882. 4^. 9{r. 93. 
S. 1766-71. (S. oben 9lr. 323.) 

[496.] Halbjähriges Inhalts -Yerzeichniss der in den Biblio- 
graphien der österr. Buchhändler-Correspondenz aufgenommenen 
Neuigkeiten und Fortsetzungen. Juli bis December 1881. Wien, 
Druck von Fischer & Co. 4t^. 32 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 991.) 
Ein Ungarischer Schulmeister freute sich einmal, als es eine 
Prager Firma unternommen hatte, dem Hinrichs*schen „Monopol*' 
Concurrenz zu machen. Die Freude u. die Concurrenz haben nur 
freilich nicht lange gedauert. Die Hinrichs'sche Buchhandlung hat 
ihr yyMonopol'' behauptet, u. der Buchhandel der Oesterreich.- 
Ungarischen Monarchie könnte sich in Wahrheit nur gratuliren, wenn 
sich in seinen Landen eine der Hinrichs'schen ähnliche Firma fände, 
welche das Oesterreich.-Ungar. bibliographische ,,MonopoP' in die 
Hand nähme u. den alten guten ,,Oesterreichischen Catalog'' — als 
dessen Ersatz jetzt schon eine Reihe von Jahren hindurch das vorl. 
„Inhalts- Verzeichniss" dienen muss — wieder ins Leben zuiückriefe. 

[497.] * Gatalogue de Livres choisis k Tusage des Gens du 
monde, contenant les meiUeures productions de la Litt^rature con- 
temporaine. Paris, libr. de la Soci^t^ bibliographique. 12^. YII, 
176 S. Pr. 2 Fr. 

[498.] Bibliographie Beige Journal g^n^ral de Tlmprimerie, 
de la Librairie et des Industries qui s'y rattachent Publie sur les 
documents foumis parle Ministöre de llnt^rieur. I. Annee. Bruxelles. 
gr. 80. Monatlich 2 Nrr. ä 1 Bog. 

Endlich hat auch Belgien vom 15« April an sein officielles 
bibliograph. Journal erhalten, welches nach dem Muster der Franz. 
Bibliographie eingerichtet ist u. demnach in den eigentlich biblio- 
graph. Abschnitt, eine Chronik n. die Buchhändler- Annoncen zerfallt. 
[499.] ApccH&eBi, A. E. Cjosapi nHcaiejieK xpGBassro nepiojui pyccKou 



Litterator und Miscellen. 207 

xsicparypbi IX— XVIII BtKa (862 — 1700). Coct. eoax peÄaKuicM 0.. 0« 
MHAiepa. Si Petersburg. 12o. 163 Sp. Mit 1 Tab. Pr n. 5 M. 
Araenjev, A.. Y.. Lexikon russischer Schriftsteller (862—1700). 

[500.] * Norsk Forfatter-Lexikon, 1814—1880, af J. B. Hai- 
YorsGD. Paa Grandlag af J. £. Erafbs og C. Langes „Korsk- 
Forfatter - Lexikon 1814 — 1856." HfL 4. Christiania. 8». 
S. 193—256, Pr. n. 2 Mk. (S. oben Nr. 328.) 

Beicht Yon „Bekkevold" bis „Birch." 

[501.] Svenskt Boklexikon. Aren 1830—1865. Utarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Hft. 49—50. Stockholm, Samson & Valiin. 
1881. 4<>. S. 769—800. Pr. n. 3,75 Mk. (S. oben Nr. 329.) 

Enth. die Artikel „EahP' bis ,^emm<'. 

[602.] üebersicht der gesammten Staats- und rechtswissen- 
schaftlichen Literatur des Jahres 1881 zusammengestellt von Otto 
Mfihlbrecht. Mit einem ausführlichen Register. XIY. Jahrg. 
Berlin, Puttkammer & Mühlbrecht, gr. 8^ XXII, 274 S. Pr. 
IL 4 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 545.) 

Die in der vorl. „üebersicht" verzeichneten 3975 Nrr. — 
wovon 1901 in Deutsch, 897 in Franz., 317 in Engl., 428 in Ital, 
217 in Holland., 137 in Dan. n. Schwed., 78 in Spanischer Sprache 
erschienen sind — bieten zwar den Besitzern der in demselben 
Verlage herausgegebenen monatlichen „Allgemeinen Bibliographie 
der Staats- und Bechtswissenschaften" nichts Neues, weil die „Üeber- 
sicht" ans den nämlichen Monatsheften der „Bibliographie" besteht, 
die nur zu Einem Bändchen unter verändertem Titel zusammenge- 
fasst sind; aber die „üebersicht'^ hat vor der „Bibliographie^^ den 
wesentUchen Yortheil voraus, dass sie letztere durch das beigefOgte 
Register dauernd brauchbar erhält 

[503.] Lager-Katalog des Juridischen Antiquariats-Buchhand- 
Inng für Bechts- u. Staatswissenschaften von Herrmann Bahr in 
Berlin. [Mit systematischem u. alphabetischem Inhaltsverzeichniss.] 
Druck von Dünnhaupt in Görlitz. 8«. 1 BL 408 S. 12914 Nrr. 
Pr. 3 Mk. 

Dass der vorl. Katalog weit über dem Niveau der gewöhn- 
lichen ontiquar. Lagerkataloge steht, beweist schon sein grosser 
Umfang: die darin dargebotene grosse Fülle älterer sowohl als 
neuerer Werke, die systematisch u. übersichtlich verzeichnet sind, 
erhebt den Katalog zu einer Art bibliograph. Handbuche, welches, 
wenn andere Lager-Kataloge lange schon bei Seite gelegt u. ver- 
gessen sind, weit darüber hinaus einen gewissen Werth behalten 
0. zur Orientirung auf dem Gebiete der Jurist. Litteratur benutzt 
werden wird. Ich mag zu diesem Zwecke namentlich den Katalog 
zur besonderen Beachtung gern empfehlen. 

[504.] * Monatlicher Anzeiger über Novitäten und Antiquaria 
aas dem Gebiete der Medicin und Naturwissenschaft. Jahrg. 1882, 



208 Litteratur und Miscellen. 

Berlin, Hirschwald. 8^. 12 Nrr. ä V«— -'/a ^^S- Preis 0,80 Mk. 
(S. Anz. J. 1881. Nr. 353.) 

[505.] ^Ugenteine dlfxomt be$ iBoI!gf(ibuIn)efeniS. ^ecauSgedeben in 
Serbmldund mit ^. IBüttner ic., % ©erwarbt 2C., ©rae^net :c., U. &ummehc., 
g. ßrafe :c., 2B. flupfcrmann 2C., 6. g. $tatcn :c., SR. äkicbcr ic, 
3ct)pcnfclb :c., Don 8. 9B. 6c^fjart^, $aftor prim. ju 8icgnl|. 1881. 
SRcuc golge IV. Sa^rg. (S)er ganjcn SRci^e 17. Sajrg.) ©rcSlau, 
SWorgenftcm. 1882. 8^ ©nt^. S. 251—484: ©ic littcratif*c 
SeiDegung auf bem ©ebiete beS SoIt^fd^uItvefenS. 9)lit alp^abeti[cbem 
9^amendt)eriet(bniiS bec im litterarifct^en 93eri(ibte genannten Statoren. (@. 
Ans. 2S- 1881. 9lr. 645.) 

Gute kritische Bevue mit bibliograph. GeDauigkeit. 

[506.] * C. H. Evans* American College Directory and Universal 
Catalogue, v. 4, 1882. St. Louis, Evans & Co. S^^. 168 S. 
Pr. $ 1. 

Enth. u. A. „complete lists of educational periodicals." 

[507.] * Botanischer Jahresbericht. Systematisch geordnetes 
Bepertorinm der botanischen Literatur aller Länder. Unter Mit- 
wirkung von Askenasy, Batalin, Dingler etc. herausgegeben von 
Professor Dr. Leop. Just. VL Jahrg. [1878.] Abth. 2. Hft. 8. 
Berlin, Borntr&ger. gr. 8«. S. 497—784. Pr. n. 7,20 Mk. 
(S. oben Nr. 27.) 

[608.] Library of Harvard University. Bibliographical Contri- 
butions. Edited by Justin Winsor, librarian. Nr. 15. List of 
American Authors in Goology and Palaeontology. By J. D. Whitney. 
Itopublished from the Bulletin of Harvard University. Cambridge, 
Mass.: University Press, gr. 8®. HS. (S. oben Nr. 66.) 

This list includes — in der knappsten, aber genügenden Form — 
the names of persons bom in the United States who have contri- 
buted to the progress of geological and palaeontological science. 
There are added a few names of those who, althongh bom in foreign 
countries, spent the larger portion of their lives and published 
chiefly here. 

[509.] * Chemisch - technisches Keportorium. Uebersichtlich 
geordnete Mittheilungen der neuesten Erfindungen, Fortschritte 
und Verbesserungen auf dem Gebiete der technischen und in- 
dustriellen Chemie mit Hinweis auf Maschinen, Apparate und 
Literatur. Von Dr. Emil Jacobson. [XIX. Jahrg.] 1881. 1. 
Halbjahr. 2. Hälfte. Berlin, Gärtner, gr. 8^ S. 113—216. 
Pr. n. 2,60 Mk. (S. oben Nr. 227.) 

[610.] Versuch einer Gotthardbahn- Literatur (1844—1882) 
zusammengestellt von Emil Motta. Enth. in der Bibliographie 
und Literarischen Chronik der Schweiz. XII. Jahrg. gr. 8^ 
Nr. 1. Sp. 14-18; Nr. 2. Sp. 89—46,- Nr. 8. S. 64—70; 
Nr. 4. Sp. 86—92. (Fortsetzung folgt.) 



Litteratur and Miscellen. 209 

Eine knrze, kaum 77 Nrr. zählende Litteratur über die Alpen- 
bahnfrage (1860 — 71) findet sich in Mai'tin Wanner's „Geschichte 
der Begründung des Gotthardunternehmens'^ (Bern 1879); dieselbe 
\A aber sehr unvollständig. Der vorl. Versuch macht nun zwar 
auch keinen Ansprach auf Vollständigkeit, ist jedoch bemüht, besseres 
zu leisten. 

[511.] iEHftonfd^e Seitfd^rift (r^g. »on ip. t)on 6pbeL SRün^en u. 
i^\q, Olbenbourg. gr. 8^. @nt^. 9{eue golge SSb. XL (ber ganzen 
3Wöc 47. Sb.) &ft. 3. ©. 457—568: «teraturbcri^t. (S. oben 
»r. 836.) 

Enthält 73 Nrr. 

[512.] Neues aus der Geographie, Kartographie und Statistik 
Europas und seiner Kolonien. XII. Jahrgang. Quellennachweise, 
Auszüge und Besprechungen zur laufenden Orientirung bear- 
beitet vom Grossen Generalstabe, Geographisch-statistische Ab- 
theilung. [A. u. d. Tit.: Begistrande der Geographisch-statisti- 
schen Abtheilung des Grossen Generalstubes. Jahrg. XII.] Berlin, 
Mittler & Sohn. gr. 8^ XXVI, 647 S. Pr. n. 18 Mk. (S. Anz. 
J. 1881. Nr. 885.) 

Bietet stets eine Fülle auch bibliographisch interessanten 
Hateriales. 

[518.] Die Afrika-Literatur in der Zeit von 1500 bis 1750 
n. Ch. Ein Beitrag zur geographischen Quellenkunde. Gelegent- 
lich des II. Deutschen Geographentages zu Halle a. S. veröffent- 
licht Yon Dr. Philipp Paulitschke, Prof. Wien, Brockhausen & 
Bräuer. gr. 8<>. 2 BU. V, 123 S. Pr. n. 4 Mk. 

Enth. in zwei Abschnitten: I. Die Erwerbung und Verar- 
beitung des geographischen Wissens über Afrika von 1500 n. Gh. 
bis auf Bourguignon d^Anville; II. Die Afrika betreffenden Literatur- 
Denkmäler aus der Zeit von 1500 bis 1750 n. Gh. Dieser n. Ab- 
schnitt besteht aus 1212 Nrr., „ohne allen bibliographischen BaUast, 
weil die Angaben nur für den geographischen Fachmann berechnet 
sind.** Solcher Ballast würde dem Fachmann gewiss nichts ge- 
schadet haben — im Gegentheilel 

[514.] Bibliographie de rOrient Latin. I. 1878, 1879, 1880. 
Paris, Leroux. 1881. Lex. 8*, 75 S. 

Bildet den Anhang zu den „Archives de TOrient Latin publi- 
ees 80U8 le patronage de la Soci^tä de ^Orient Latin. Tom. I.'' 
JL enthält in drei Abschnitten: A. Livres et Articles divers (Nr. 
1 — 711); B. Articles publik dans les Periodiques sp^ciaux (Nr. 
712—1176); C. Cartes (Nr. 1177—1200). Hierüber eine Table 
analytique. 

[515.] * Catalogue des Estampes relatives au d^partement des 
VoBgeSi ant^rieures ä Tannee 1790; par A. Benoit. [Extrait du 



210 Litteratar und Miscellen. 

Bulletin de la Socidt^ philoraatliique Vosgienne, ann^ 1881 — 
1882.] Saint-Di^, imp. Humbert. 8». 27 S. 

[516.] * Articoli di Bibliografia Storica, estratti dall' Ar- 
chivio Storico Lombardo, 30 giugno 1881, da Costanzo Binaudo. 
Milano, tip. Bortolotti e C. 8<>. 27 S. 

[517.] * JFraii9ois-Loui8-Auguste Ferrier, directeur g^ndral des 
douanes, pr^sident du conseil g^ueral du ddpartement du Nord, 
pair de France; notice bio - bibliographique par A. Bonvarlet, 
President du Comitä flamand de France. Lille, impr. Lefebyre- 
Ducrocq. 8®. 35 S. m. Portr. u. 1 Taf. 

[518.] Goethe- Jahrbuch. Herausgegeben von Ludwig Geiger. 

Bd. UL Frankfurt a. M., Bütten & Loening. gr. 8^ Enth. 

S. 370—437: Bibliographie. 

Die vom Herausg. des Jahrbuches mit grosser Sorgfalt zu- 
sammengestellte Bibliographie zerfällt in zwei Abschnitte, von denen 
der I. die Schriften aufzählt u. der II. sich mit dem Biographischen 
beschälligt. Der diesem II. Abschnitte gemachte Vorwurf, dass der 
Verf. wohl zu weit gegangen sei, weil er litterargeschichtl. Bücher, 
in denen sich Goethe mit erwähnt u. besprochen finde, mit in den 
Kreis seiner bibliograph. Zusammenstellung gezogen habe, scheint 
mir nichts weniger als gerechtfertigt zu sein. Dergleichen, wenn 
nur umfängliche u. eingehende, Erwähnungen u. Besprechungen sind 
oft mehr werth und bedeutsamer als so manches selbständig er- 
schienene Schrifbchen, das natürlich ohne alle Widerrede Anspruch 
auf Aufiiahme in die bibliograph. Zusammenstellung hat. 

[519.] * Dr. Ludewig Meyn. Lebens- Abriss und Schriften- 
Verzeichniss. Von Prof. Dr. G. Berendt. [Aus: Abhandlgn. z. 
geol. Specialkarte v. Preussen etc.] Berlin, Schropp. Lex. 8®. 
34 S. Pr. n. 1,50 Mk. 

[520.] * Les Contemporaines, ou Aventures des plus jolies 
femmes de Tage present; par Bostif de la Bretonne. Choix des 
plus caracteristiques de ces nouvelles pour T^tude des moeurs 
ä la fin du XVIIIe siöcle; Vie de Bestif; Eestif ^crivain; Son 
Oeuvre et sa port^e; Bibliographie raisonnde des ouvrages de 
Bestif; Annotations tirdes surtout des autres Berits de Tauteur. 
Par J. Assezat. Tom. III. Paris, Marpon et Flammarion. 16®. 
XLIV, 256 S. Pr. 1 Fr. 

Gehört zur „Nouvelle Collection Jannet -Picard". Der vorl. 
Band enthält die Bibliographie. 

BucbbAndler- nnd antiquarlBcbe Kataloge, j 

[521.] Inseraten -Versendungs - Liste. Verzeichniss der! im 
Deutschen Beich, in Oesterreich-Ungam und in der Schweiz] er- 
scheinenden Deutschen Zeitschrifken wissenschaftlichen und unter- 



r 



Litteratar und Miscellen. 211 



haltenden Inhalts, welche Inserate aufhehmeo. Nach den Wissen- 
schaften geordnet. Mit Angabe der Bedacteure, der Verleger, 
der Jonmal -Preise, der Insertions-GebQhren, der Auflagen, ob 
Change-Inserate angenommen und Becensionen geliefert werden, 
sowie mit anderen Nachweisungen. Nach den sichersten Quellen 
bearbeitet Yon C. A. Haendel. XXIY. Jahrg. 1882/83. Leipzig, 
Haendel. 4^. 1 Bl. 40 S. Fr. n. 2 Mk. (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 774.) 

Nicht lange wird es mehr dauern, so kann diese Liste ihr 
25 jähriges Jubiläum feiern. Mit immer mehr zunnehmender Kraft 
sieht die Jubilarin dieser Feier entgegen, u. darf sich darauf 
freuen, die Glückwünsche dazu von Seiten aller Derer, welche ihre 
Bmnchbarkeit erprobt haben, entgegenzunehmen. 

[522.] * Annuaire de la Librairie Beige, ou liyre d'adresses de 
tons les libraires, imprimeurs, papetiers, fabricants de papiers, 
etc. 1. Annte 1881. Bruxelles, imp. van Assche. 16^ 160 S. 
Fr. 3 Fr. 

[523.] * Annuaire de la Librairie et de Flmprimerie Beiges, 
contenant la liste des libraires, imprimeurs, fabricants et mar- 
chands de papiers, etc., publik par A. Castaigne. 1. Ann^ 
1882. Bruxelles, Lebögue et Cie. 12^ 94, 79, 26 S. Fr. 3 Fr« 

[524.] Verlage-Kataloge der Verleger des Deutschen Beiches 
etc. Münster i. W., Adolph Busseil. 1881—82. gr. Lei. S^. 
Bd. n. Lief. 3. Sp. 609—896; Bd. HI. Lief. 3. Sp. 609— 
864; Bd. IV. Lief. 3. Sp. 609-896; Bd. VIL Lief. 2. Sp. 
289—544. Fr. ä n. 0,60 Mk. (S. oben Nr. 345.) 

Es ist in Wahrheit zu beklagen, dass Bussell, der dieses 
Unternehmen eines Deutschen Gesammtverlags-Katalogs ins Leben 
gerufen u. dabei viel Mühen u. Aerger gehabt hat, nun nicht auch 
die Freude haben kann, den guten Fortgang seines Unternehmens 
xn sehen. Zu zeitig ist er vom Tode abberufen worden. 

[525.] No. 97. Antiquarisches Bücherlager von Max Brissei 
in München. — Deutsche Sprache und Literatur. 8^ 1 Bl. 
76 S. 2544 Nrr. 

Beich an neuerer sowohl als älterer Litteratur u. gut redigirt. 

[526.] CXUL Katalog des antiquarischen Bücherlagers von 
Albert Cohn in Berlin. 8^ 1 Bl. 48 S. 220 Nrr. (S. oben 
Nr. 348.) 

Entb.: alte Holzschnittwerke; Bücher mit Kupferstichen; Or- 
namentwerke, Spitzenbücher etc.; Emblemata; Bücher in kunstvollen 
alten Einbänden. 

[527.] Verzeichnlss einer weithvollen Sammlung von Werken 
ans dem Gebiete der Linguistik und verwandter Wissenschaften 
welche bei Ludolph St Goar Buchhändlpr und Antiquar in Frank- 



212 Litteratur und Miscellen. 

fürt a. M. zn haben sind. Antiquarisches Verzeichniss No. 60. 
8<>. 1 Bl. 31 S. 763 Nrr. (S. oben Nr. 250.) 
Europäische u. Orientalische Sprachen betr. 

[528.] Rudolphi & Klemm früher Frz. Hanke Buchhandlung 

und Antiquariat Zürich. Katalog 126. — Naturwissenschaftmi. 

8^. 1 Tit.- u. 51 S. 1300 Nrr. 

Enth. zur einen Hälfte AUgem. u. Naturgeschichte, zur anderen 

Chemie, Physik, Meteorologie u. Astronomie mit Verwandtem; im 

Anhange forst- u. landwirthschaftl. Litteratur. 

[529.] No. 8. Catalog des Antiquarischen Bücherlagers Yon 
J. Hess Buch- & Antiquarhandlung in Ellwangen. — Kunst, 
Archaeologie, Architektur, Kupfer- und Holzschnittwerke, Pracht- 
werke, Heraldik, Genealogie und Numismatik. 8^. 1 Tit.- n. 
47 S. 762 Nrr. 

Für Kunst von Hauptinteresse. 

[530.] No. 259. Bücher-Verzeichniss über Werke aus dem 
Gebiete der Astronomie, Mathematik, Naturwissenschaften, Medi- 
cin, Thierheilkunde, Technologie, Landwirthschaft, Forst- und 
Jagdwissenschaft» welche bei Theodor Kampffmejer in Berlin zu 
haben sind. 8^. 1 BL 46 S. (S. oben Nr. 441.) 

Billige Artikel, wie gewöhnlich. 

[531.] Nr. 643 & 644. Antiquarisches Bücherlager von 
Kirchhoff & Wigand in Leipzig. Mai. 8». 1 Tit.- u. 75 S. 
2777 Nrr. & 1 Bl. 42 S. 1341 Nrr. (S. oben Nr. 442.) 

Enth.: Classische Philologie u. Archäologie & Neuere u. Orien- 
talische Linguistik. 

Nr. 645 des nämlichen Antiquarischen Bücherlagers. — Musik- 
wissenschaft und Musikalien. Mai. 8o. 1 Tit.- u. 47 S. 1483 Nrr. 

Enth. Ausgewählteres u. yieles Seltene. 

[532.] Antiquariats-Sortiments- und Verlags-Buchhandlung Yon 
Wilhelm Koebner (L. F. Maske's Antiquariat) in Breslau. 154. 
Katalog: Deutsche Geschichte nebst Anhang wei-thvoUer Werke 
über ausserdeutsche Geschichte und Geographie. 8^ 1 BL 61 
S. 1692 Nrr. (S. oben Nr. 448.) 

Aeltere u. neuere Litteratui*. 

[583.] K. F. Koehler's Antiquarium in Leipzig Catalog No. 361. 

— Genealogie. Numismatik. Geschichte. 8^. 1 Tit- u. 75 S. 

1551 Nrr. (S. oben Nr. 444.) 

Ausgewählte, zur grösseren Hälfte geschichtliche, zur kleineren 

blograph. - genealogische , numismatische u. kriegsgeschichtliche 

Litteratur. 

[534.] Katalog des Antiquarischen Bücherlagers von Paul 
Lehmann, Buchhandlung und Antiquariat in Berlin. No. XX & 
XXI. 8«. 1 BL 78 S. & 1 Bl. 77 S. {&. oben Nr. 179.) 



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Litterator and Miscellen. 213 



Edüi.: Deutsche Geschichte mit GeDealogie, Heraldik, Numis- 
matik, Kriegsgeschichte u. Militairwissenschaft & Geschichte der 
iDSserdeutschen Staaten mit Geographie u.Beisen. Zusammen 4424Nrr. 

[536.] Leo Liepmannssohn Antiquariat und Sortiments-Buch- 
handlang für in- und ausländische Literatur. Catalog XXII. — 
Theorie und Geschichte der Musik. Hymnologie. 8^. 1 Bl. 
80 S. 1822 Nrr. 

Sehr beachtenswerth und besonders durch Reichhaltigkeit an 
Ufterer Litteratur interessant. 

[586.] * Yerzeichniss von Werken aus dem Gebiete der Land- 
wirthschafl, Pferdezucht u. Thierheilkunde, der Forst- und Jagd- 
wissenscbaft, des Garten- und Obstbaues, der Industrie, der Ge- 
werbekunde u. des Handels, der Ingenieurwissenschaften, des 
Maschinenbaues, Eisenbahn-, Post- u. Telegraphenwesens, der 
Yolkswirthschaft, socialen Frage, des Armenwesens u. s. w., welche 
▼OD List & Francke in Leipzig zu beziehen sind. (Antiquarisches 
Yerzeichniss Nr. 154.) 8^ 1 BL 32 S. 1040 Nrr. (S. oben 
Nr. 297.) 

Deutsche, auch Engl. u. Franz. Litteratur. 

[637.] Alfred Lorentz Antiquariats- und Sortimentsbuchhand- 
lang in Leipzig. Antiquariat^-Eatalog Ko. 12. — Philosophie 
und Pädagogik. 8«. 1 Bl. 97 S. (S. oben Nr. 445.) 

Abgesehen von der Beichhaltigkeit des vorl. Eataloges — ich 
achätze die darin verzeichneten Schriften auf c. 4000 Nrr. — ist 
das in demselben überall sichtbare Streben des Herausg.'s, den 
Lesern die Durchsicht möglichst bequem zu machen u. das Auf- 
finden des Gesuchten durch Verschmelzung des aiphabet Yerzeich- 
lisaes mit dem Materienregister zu erleichten, mit Anerkennung 
herrorzoheben. 

[538.] No. GS, Yerzeichniss des Antiquarischen BQcherlagers 
rea £. von Maack Kiel. — Werke betreffend Dänemark, Skan- 
dinavien und Schleswig-Holstein. Germanistische Literatur. Hi- 
storische Werke. 8^. 1 Bl. 58 S. 1350 Nrr. 

Skandinavische Linguistik, Litteratur, Geschichte u. Geographie 
0. nächstdem Schleswig -Holstein betreffende Schriften bilden den 
kuiptsächlichen Inhalt. 

[539.] Katalog 40 des Antiquarischen Bücherlagers von 
StoU & Bader Buchhandlung und Antiquariat in Freiburg, Baden. 
— Theater. Musik. Kunst. 8^ 1 Tit.- u. 23 S. 636 Nrr. 
(S. oben Nr. 365.) 

Die dramatische Litteratur bildet den überwiegenden Theil. 

[540.] Catalog Nr. 42—45 von A. Stuber's Antiquariat (Ka- 
disch & Ziegert) in Würzburg. 8^ (S. oben Nr. 158.) 
Enih.: in 42 u. 43 Medicin (1 BL 84 S. u. 1 Bl. 33 S. 



214 Litteratar uod Miscellen. 

2491 Nrr.); in 44 Naturgeschichte mit Forst- u. Landwirthschaft, 
Ingenieurwissenschaften , Handelswissenschaft und Ausstellungsbe- 
richten (1 Bl. 37 S. 1009 Nrr.) ; in 45 Physik, Chemie u. Mathe- 
matik mit Verwandtem (s. unten Nr. 568.) 

BibliotbekwisseiiBCbaflU 

[541.] Monthlj Notes of the Library Association of the United 
Kingdom. Vol. DI. (S. oben Nr. 455.) 

Enth. in Nr. 4: Official Notices — April Monthly Meeting: 
Adjoumed Discussion on Thomas Paper y^Professor Dziatzko on the 
British Museum'^*) — Lectures at the Liverpool Public Library 
— Library Notes — Catalogaes and Reports — Notices of Biblio- 
graphies — Notes and Queries — Gorrespondence. E. 

*) C. £. Thomas las einen Brief vor, in welchem Dziatzko die Be- 
merkuDgen Mr. Stevens z. Th. zorückweisty z. Th. als auf ungeDü^^endem 
Verstehen des Dziatzko^schen Artikels berohend erklart. Dr. Seligmaun 
nahm Dziaixko in Schutz und sprach am Schlüsse seiner längeren Aus- 
einandersetzung die Hoffiiung aus, Stevens werde seinen Antrag zurück- 
ziehen. Einige Herren erkl£ten, dass Verletzendes im Dz.*8chen Artikel 
nicht enthalten sei, dass die in ihm enthaltenen Ausstellungen aber z. Th. 
f&r frühere Zeiten Geltunff gehabt hatten, z. Th. denn doch in Etwas für 
jetzt berechtigt seien, xma dass eigentlich der etwas polemische Ton der 
IMscuasion Stevens zn verdanken sei. Aus Bücksicht auf die Gefühle 
einiger seiner Collagen zog Stevens seinen Antrag zurücL 

[542.] * Le Biblioteche. Carme di Guido Soster. Bologna, 
ZanichellL 12^ (Nicht im Handel) 

Bibliotbekenkiuide. 

[543.] Harvard University Bulletin. No. 22; or Vol. Tl. No. 
9. Edited By Justin Winsor, Librarian of the University, with 
the assistance of members of the various faculties. April, 1882. 
Lei. 8^. 8. 805—60. (S. oben Nr. 873.) 

Enth., ausser dem systematisch geordneten Zuwachsverzeichnisse 
der verschiedenen Bibliotheksbranchen im diesjährigen ersten Quar- 
tale, theils an der Spitze die gewöhnlichen allgem. Universitäts- 
Notizen, theils am Schlüsse folg. Spezialitäten: A Bibliography of 
Fossil Insects (Fortsetzung); Calendar of the Lee Manuscripts (Fort- 
setzung); A List of the most useful Beference Books, by J. Winsor; 
Classified Index of the Maps in Petermann*s Geographische Mit- 
theilungen 1855 — 81, by Richard Bliss; List of American Anthors 
in Gedogy and Palaeontology, by J. D. Whitney (Separatabdruck 
8. oben Nr. 508). Ausserdem noch: University Notes. 

[544.] * Seitfd^rift beS SerehtiS fflr Hftf(^ ©efd^tc^te unb Sanbe^^ 
hinbe. 9ieue Solge. Sb. VIIL Ra^l, Brrei^fcgmibt. 1880. gt. 8^. 
Snt^. einen Sluffoft t)on g* ®- ^' ®n)| übet boiS Sd^idfal ber ^anb- 
f^tiftenbibliot^et M $ulb<ier OenebicünetHofieriS. 



p^- 



Litteratur und Miscellen. 215 



Der Verf. ist der ÄDsicht, dass der Cardinal Caiafa den 
grussten Theil dieser Bibliothek im 30jährigen Kriege nach Born 
habe bringen lassen. 

[545.] * Przechadzka po Bibliotece Jagiellonski. (List S. Boz- 
bierskiego do B. B. Lit) Dochöd na pomnik Mickiewicza. Z 5 
lyclnami. (Spaziergang in der Jagellonischen Bibliothek in Era- 
kan.) Krakau, Druck, des Cza§. kl. 8^ 45 S. m. 5 Abbild. 
Pr. 57 kr. 

[546.] SBeridbt über bie Stbliot^et bed SB5rfem)eretn^, bie 3ett Dom 
1. WptU 1881 h\& sum 28. ^bruar 1882 umfaflenb. Unter^eidM: 
3)ec Siblio^etat bed SBörfenioerein^. g. germ. aJtd^er. Snt^;. im Söifen« 
blott für ben S)eutfd&en 93u(i^(^anbel unb bie mit i^m loetttuinbten ®ts 
f*äftöjtDeific. 8cip5ig. 4<>. Sir. 82. ©. 1545—47. (S. 2Cna. 3. 
1881. 3lr. 600.) 

Theils in Folge zahlreicher Geschenke, theils u. namentlich 
des erhöhten Etats ist im letztvergangenen Jahre der Bibliotheks- 
Zuwachs abermals ein sehr ansehnlicher gewesen. „Man darf ohne 
Uebertreibung behaupten", schreibt der Bibliothekar, „dass die Bi- 
bliothek des Börsenvereins sich zu einer Bibliothek von ganz her- 
Yorragender Bedeutung u. Wichtigkeit aufgeschwungen haf 

[547.] ätn bte ®c^uIbe))utation. f&txiä)t übet bie Setmaltung bet 
etabtbibliotbef »d^renb bed Sa^red 1881. Untersei(]^net: Dr. Sari 
6uTtiu§. Subed, 31. 3Warj 1882. 40. 7 ©. (©. Änj. 3- 1881. 
Sflr. 492.) 

Wenn auch die Bibliothek nicht, wie in den beiden letztvor- 
hergegangenen Jahren, durch Ankauf mehrer Privatsammlungen 
einen aussergewöhnlich grossen Zuwachs erhalten hat, so ist ihre 
Yermehmng im J. 1881 doch keineswegs eine untergeordnete ge- 
blieben: dieselbe beläuft sich auf 1988 Bde u. Broschüren, wovon 
1736 auf das Conto der eigentl. Stadtbibliothek, 141 der Schar- 
bauischen Bibliothek n. 61 des Historischen Vereines kommen. Der 
gesammte BibL-Bestand hat sich seit den letzten 30 Jahren ver- 
doppelt, u. beträgt jetzt 90,313 Bde u. Brosch., 15,877 Disserta- 
tionen u. Progr., 735 Musikalien, 826 Handschriften u. Urkunden, 
mithin zusammen 107,751. 

[548.] * Kotice sur Charles Paelle, ancien bibliothöcaire- 
archiviste de la ville de Lille, vice-pr^sident du Comit^ flamand 
de France, d4c6(\^ ä Lille le 5 juillet 1881. Lille, imp. Lefeb- 
vre-Ducrocq. 8®. 20 S. m. Portr. 

[549.] '*' Catalogue des ouvrages l^gu^s ä la Bibliothk[ue de 
la Ville de Montpellier, par Saint-Albin Bejnaud, avocat. Mont- 
pellier, imp. Grollier et fils. 8». 167 S. 

[550.] * Catalogue de la Biblioth^que de TEcole poljtechnique. 
Paris, Gauthier-Villars. 1881. 8^ XIV, 1115 S. 



216 Litteratur und Miscellen. 

[551.] * Le Missel du Cardlual de Tournai k la Biblioth^que 
de Sienne ; par Auguste Oastan. [Extrait de la Biblioth^ue de 
l'Ecole des chartes, t. 42, 1881.] Nogent-le-Botrou, imp. Daupe- 
ley-Gouverneur. 8®. 13 S. 

[552.] * Belazione e Statuto-Begolamento della Biblioteca 
magistr^e popolare circolante del circondario di Tolmezzo, da 
Luigi Perisuti. Tolmezzo, tip. Paschini. 8®. 17 8. 

PriTaibibliotliekeii. 

[653.] Lager-Gatalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler und 
Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 111. — Ge- 
schichte Deutschlands im Allgemeinen. (Zum grossen Theil aus 
der Bibliothek des verst. Hof- und Archivraths G. Brückner in 
Meiningen.) 8^ 1 Bl. 82 S. 1783 Nrr. (S. oben Nr. 435.) 
AUg. Ztschriften, Begesten- u. Urkundenwerke; Deutsche Ur- 
geschichte; Deutsche Geschichte im Mittelalter; Von der Beformation 
bis Ende des 80 jähr. Krieges; Vom Westphälischen Frieden bis 
1789; Von 1789 bis 1815; Deutsche Geschichte seit 1815. 

[664.] Catalogus eener zeer belangrijke ?erzameling Boeken 
voomamelijk over Godgeleerdheid, Wijsbegeerte , Opvoeding en 
Onderwijs, Aardrijkskunde, Algemeene- en Vaterlandsche Geschie- 
denis, Plaatsbeschrijying van Nederland, w. o. eene coUectie 
over Delft, Taal- en Letterkunde, Handschriften, Eaarten, Bouw-, 
Schilder- en Beeldhouwkunst alsmede fraaie Plaat- en Pracht- 
werken Schilderijen in olieverw, Teekeningen, Portretten, Topo- 
graphische en Historische Platen, Gravuren, Verscheidenheden, 
enz. meerendeels nagelaten door M. D. de Bruijn te Utrecht 
Utrecht, J. L. Beijers. gr. 8«. 8 Bl. 267 S. 4794 Nrr. Mit 
Bruijn's Portr. (Auct. 19. Mai.) 

Hauptsächlich Holländische, nächstdem Franz. u. Deutsche Lit- 
teratur. 

[666.] Lager -Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare, etc. in Frankfurt a. M., Paris, London. 107. — 
Medicin. Zum grossen Theil aus der Bibliothek des verst. Geh. 
Sanitätsraths Dr. Burckhardt in Wiesbaden. I. Abth. 8<^. 1 Bl. 
49 8. 1194 Nrr. (S. oben Nr. 894 u. 553.) 

Enth.: Geschichte u. Litteratur der Medicin, Zeitschriften etc.; 
Alte Griech. u. Latein. Aerzte; Aerzte des Mittelalters u. der 
Neuzeit bis Mitte des 18. Jhrhdts; Anatomie u. Physiologie. 

[556.] * Catalogue de livres illustres modernes, la plupart sur 
papier de choix, provenant de la Bibliotbique de M. D. Paris, 
Martin. 8«. 28 S. 242 Nrr. (Auct 22. April.) 

[557.] * La Bibliothk[ue et les Papiers de Grimm pendant 
et aprte la r^volution; par Maurice Toumeux. Paris , impr. 
Quantin. 8\ 24 S. 



"1 



Jjitteratar and Miscellen. 217 

[658.] Bibliotheca Hansteiniana. — No. 64. Bücher- Verzeich- 
niss Ton Mayer & Müller. Berlin. — Botanik. Enthaltend die 
Bibliothek des Geh. Begieningsrath Prof. Dr. v. Hanstein in 
Bonn. Anhang: Landwirthschaft und Forstwissenschaft. 8^ 1 
Tit.- u. 74 8. 2682 Nrr. (S. oben Nr. 85.) 

Gewählte Deutsche u. auch viele ausländische Litteratur. 

[559.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler und 
Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 112. — Die 
aussergewöhnlich vollständige Münzbibliothek aus dem Nachlasse 
des verst. k. k. Notars Joseph Jarosch in Schatzlar, meist in 
vortrefflichen, gut gebundenen Exemplaren. 8®. 1 Bl. 30 S. 
565 Nrr. (S. oben Nr. 553 u. 555.) 

Die Sammlung ist sowohl um ihrer Beichhaltigkeit, als auch 
ihrer guten Erhaltung willen von doppelt grossem Interesse. 

[560.] Adalbert Sente*s Antiquariat in Göttingen. Catalog 
60. — Literatur u. Sprachwissenschaft. Schöne Literatur u. 
Kunst (EUerin die Bibliothek des f Professor Dr. Adolf Laun 
in Oldenburg.) 8», 1 Tit.- u. 19 S. 584 Nrr. (S. Anz. J. 1881. 
Nr. 1148.) 

Deutsche, auch Franz. u. Engl. Litteratur. 

[561.] Catalogo della Collezione d*Autografi lasciata alla B. 
Accademia Filarmonica di Bologna dall' accad«mico Ab. Dott. 
llasseangelo Masseangeli divisa nelle seguenti categorie: 1. 
Maestri di musica, cantati e suonatori 2. Scrittori di cose musi- 
cali, affini alla musica 3. Fabbricatori di strumenti 4. Coreo- 
grafi e Ballerini 5. Editori di musica ed Impresari 6. Autori 
ed Attori comici, drammatici, tragici e Catalogo della Collezione 
di Bittratti in fotografia. Fase. 1 — 3. Bologna, Begia tipogr. 
1881. gr. 8^ XV, 1—80 S. 

Es ist sehr anerkennenswerth, dass die Akademie von der 
ihr durch Masseangeli (geb. 15. April 1809, gest. 17. Juni 1878) 
testamentarisch geschenkten, „vuoi per il valore storico e biblio- 
grafico, vuoi pel sno valore economico'' ausgezeichneten u. um- 
ftnglichen Sammlung durch einen guten Katalog dem Publikum 
nähere Nachricht giebt. Wie umfänglich diese Sammlung ist, kann 
man schon daraus ersehen, dass die vorl. 3 Lief, zusammen nur 
erst die Artikel „Abbatini^^ bis „Coppola'' aus der I. Abth. ent- 
halten. Der Katalog ist mit der grössten Sorgfalt bearbeitet 

[562.] Otto Harrassowitz , Buchhandlung und Antiquariat in 
Leipzig. Antiquarischer Catalog 85. — Classische Philologie u. 
Alterthumskunde, enthaltend die werthvolle u. reichhaltige Biblio- 
thek eines angesehenen Philologen. 8^. 1 Bl. 114 S. 3378 Nrr. 
(S. oben Nr. 349.) 

Sehr beachtenswerth ; enth. zur Hälfte eine werthvolle Aus- 






218 Litterator und Miflcellen. 

wähl Griech. u. Bömischer Classiker sammt Neulaieinern, im übri^n 
Litteraturgeschichte, Lingoistik u. Alterihumskunde. , 

Der Dämlichen Bachhandlang Antiquarischer Catalog 86. — 
Deutsche Philologie ui Alterthumskunde, enthaltend eine ausser- 
gewöhnlich reichhaltige u. ausgewählte Bflchersammlung. 8^ 
1 BL 86 S. 2375 Nrr. 
Enth.: I. Allgem. u. einleitende Schriften; II. (beschichte u. 
Grammatik der Deutschen Sprache; m. Litteratordenkmäler der- 
selben ; IV. Deutsche Alterthumskunde, Culturgeschichte, Mythologie, 
Sagen, Yolkslieder. 

[563.] Zoologie. Eutomologie. Bibliothek Bosenhauer. Nr. 64. 
Antiquarischer Katalog von Heinrich Kerler Antiquariats-Buch- 
handlnng in Ulm. — Die Bibliothek des f Dr. W. G. Bosen- 
hauer» Professors der Zoologie an der ümversit&t Erlangen. 8^. 
1 BL 29 S. 1028 Nrr. (S. oben Nr. 852.) 

Hauptsächlich Deutsche, ianch Frans., S^L n. a. Litteratur. 

[564.] * Catalogue de bons livres andens et modernes, et 
coUection nombreuse d'^preuves photographiqnes, reproduction 
des plus beanx tableaux et dessins des dilKrenfts mus^ de 
TEurope« composant la Bibliotbdque de fen Paul de Saint-Yictor. 
Paris, Porquet 8^ XIV, 174 & 1066 Nrr. (Auct 11. Aprü.) 

[666.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfiort am Hain, Paris, London. 110. — 
Spanische und Portugiesische Geschichte und Litteratur. Nebst 
einer Sammlung werthvoller Werke über die Philippinischen 
Inseln. (Gollection d'ou?rages provenant en grande partie de la 
Bibliothöque de fen C. Sidorovitch, premier SeGjr6taire de Lotion 
ä TAmbassade Busse ä Madrid.) S^. 1 BL 42 S. 868 Nrr. (S. 
oben Nr. 558 u. 559.) 

Dorchaus gewählte n. werthvollere, zum grossen Theile seltnere 
Litteratur. 

[666.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler und 
Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. Supplement 
zum Catalog 100. — Kunst und Kunstgewerbe. Meist aus der 
Bibliothek des A. van Sonst de Borkenfeldt Inspektors der Schönen 
Künste in Brüssel. 8^ 82 S. 1822—2844 Nrr. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 1181.) 

Jetitx wo man für Kunstgewerbe schwärmt, gewiss für Viele 
von besonderem Interesse. 

[667.1 Verzeichniss der Yon dem K. Baier. Kämmerer Hein- 
rich Freih. von und zu der Tann hinterlassenen reichen Auto- 
graphen-Sammlung. Leipzig. List & Francke in Leipzig, gr. 8^. 
1 Bl. 60 S. 1695 Nrr. (Auct 18. JunL) 

Eine ebenso um&ngreiche (denn unter einzelnen Nrr. sind h 



JfflF^ 



■ 1 ■■• 



Litteratar und Miscellen. 219 

mehi'e Terschiedene Autographen u. sogar ganze Convolute ent- 
halten), wie ausgewählte und werthvolle Sammlung Autographen 
von: I. Fürsten; II. Kriegs- und Staatsmännern (darunter 67 Nrr. 
aus dem 30 jähr. Kriege); III. Dichtem u. Gelehrten; IV. Künstlern» 
Componisten, Sängern u. Schauspielern. 

[568.] Catalog Nr. 45 von A. Stuher's Antiquariat (Kadisch 
& Ziegert) in Würzburg. Inhalt: Physik. Chemie. Technologie. 
Chemische Technologie. Mathematik und Astronomie. Enthält 
die Bibliothek des verstorbenen Hofrath D. J. Kudolf von Wagner. 
8<». 1 Bl. 80 S. 1960 Nrr. (S. oben Nr. 540.) 

Deutsche, Franz. u. a. Litteratur. 

Abdrücke ans BtbL-Handsehriften. 

[569.] * Meleches Schlomo. Th. U., enth. den Traktat ChuUin 
nach der Münchener Talmud -Handschrift» nebst handschrifbl. 
Tosaphoth und Scholien aus den ältesten Handschriften der welt- 
berühmten Staatsbibliothek zu München, nützlich für Talmudisten 
und Bibliographen, edirt und bearbeitet mit einem Commentar 
von Salomon Tanssig. München, (Ackermann.) 1879. gr. 4^. 
89 S. Pr. n. 6,50 Mk. (S. Anz, J. 1878. Nr. 280.) 

[570.] Becueil des Motets Fran9ai8 des Xlle et Xllle si^des 
publi^s d'apr^s les manuscrits, avec introduction, notes, variantes 
et glossaire par Gaston Raynaud Suivis d*une l^tude sur la Mu- 
siqne au si^cle de Saint Louis par Henry Lavoix Fils. Tom. L 
Introduction Le Chansonnier de Montpellier. Paris, Vieweg. 8®. 
XXXVI, 833 8. Pr. n. 9 Mk, 

Aus der Bibliothek der „Facult^ de M^decine" in Montpellier. 
Im IL Bde sollen Stücke ans den Mss. Douce in der Bodleianischen 
Bibl. in Oxford mitgetheilt werden. 

[571.] * Cartulaire de TAbbaye de Sainte-Hollde d'aprös le 
mannscrit original de la Biblioth^que nationale, publik par Alfred 
Jacob, secr^taire quinquennal de la Soci^t^ des lettres, sciences 
et arts de Bar-le-Duc. Bar-le Duc, imp. Oontant-Laguerre. 8®. 
XII, 115 S. 

[572.] * Inventaire des Bijoux de Jeanno de Bourdeille, dame 
de Sainte-Aulaire et de Lanmary (1595), publik pour la premi^re 
fois d*apr^^ le manuscrit original de la Biblioth^ue nationale; 
par le Piesident de Mont^gut. Perigueux, imp. Dupont et Cie. 
8®. 99 S. (Nur 100 numer. u. vom Verf. gezeichn. Exempl.) 

[573.] * Nicandri Nucii fragmentum, Franc. Eyssenhardt ex 
codice Ambrosiano exbcripsit. Hamburg, (Nolte.) gr. 4®. 12 S. 
Pr. n. 1,25 Mk. 

[574.J * Johannis, Euchaitorum metropolitae, quae in codice 
Vaticano graeco 676 supersunt, Pr(»f. Praef. Johannes Bollig, 



220 Litteratur and Miscellen« 

S. J., descripsit, Prof. Dr. Paulus de Lagarde edidit. [Aus: 
„Abhandlgn. d. k. Gesellsch. d. Wiss. zu Göttingen."] Göttingen, 
Dieterich. gr. 4®. XVI, 228 S. Pr. n. 10 Mk. 

[575.] * Das Buch von der Malerei von Lionardo da Vinci. 
Nach dem Codex Vaticanus [ürbinas] 1270 herausgegeben, über- 
setzt und erläutert von Heinrich Ludwig. 3 Bde. Mit 
283 (eingedr.) Holzschn. und 2 photolith. Tafeln. Garta 31 u. 
39,2 der Handschrift. A. u. d. Tit. : Quellenschriften für Kunst- 
geschichte und Eunsttechnik des Mittelalters und der Renaissance, 
mit Unterstützung des k. k. österr. Ministeriums fQr Kultus und 
Unterricht im Vereine mit Fachgenossen hrsg. von ß. p]itelberg 
V. Edelberg. Bd. XV— XVIL Wien, Braumüller, gr. 8. 535, 
408, 854 S. Pr. n. 24 Mk. 

[576.] Aus Berlin schreibt man, wie im Börsenbl. f. d. Deutsch. 
Bnchhand. Nr. 97 S. 1848 mitgetheilt ist: „Seit dem Inkrafttreten 
des Socialistengesetzes sind gegenwärtig nach amtlichen Quellen 
bereits über 700 Verbote von socialdemokratischen Druckschriften 
ergangen. Die Verbote werden zwar nach Vorschrift des Gesetzes 
durch den Reichs- Anzeiger publicirt; da sie dort aber nur sehr 
vereinzelt gefunden werden, so war es bisher den Behörden nicht 
möglich, sich rasch darüber zu unterrichten, ob eine in ihrem Be- 
zirke zur Verbreitung gelangte Druckschrift verboten sei. Der Zweck 
des Verbotes wurde häufig dadurch vereitelt, dass erst zeitraubende 
Anfragen bei anderen Behörden nöthig wurden, bevor eine Beschlag- 
nahme erfolgen, beziehungsweise das Verbot neu erschienener Druck- 
schriften erlassen werden konnte. Das hiesige Polizeipräsidium hat 
daher, wie verlautet, durch den Begierungsassessor Dr. Brandt ein 
alphabetisches Verzeichniss aUer bis zum 1. März d. J. verbotenen 
Druckschriften und Vereine anfertigen lassen. Dieser neuartige 
Index librorum prohibitorum soll neben sämmtlichen Deutschen 
Landes- u. Ortspolizeibehörden auch den Zoll-, Steuer- und Post- 
behörden wegen der vom Auslande eingeschmuggelten Druckschriften, 
sowie den Gerichten u. Staatsanwaltschaften zugestellt werden. Jedem 
Verbote ist die Bezeichnung der Behörde, welche dasselbe erlassen 
hat, das Datum der VerbotsverfÜgung u. die Publikationsnummer 
des Reichs -Anzeigers beigefügt. Schon 1879 haben Zimmermann 
u. Teich (s. Anz. J. 1879. Nr. 687 u. 906) einen solchen Index 
zusammenzustellen versucht, aber diese Versuche reichen, abgesehen 
von ihren sonstigen Mängeln, nicht bis auf die Neuzeit. Und was 
das von Teich publicirte Monatliche Verzeichniss der auf Grund 
des Socialisten-Gesetzes erlassenen Verbote betrifft — wofür er 
sich, auch wenn er im Quartale nur ^/^ Bogen giebt, jährlich 
n. 1 Mk. zahlen lässt — so kann dasselbe die Stelle jenes Index 
nicht ausfüllen. 



r' 



Litteratur und Miscellen. 221 

[577.] Aus Berliu ist bis jetzt keine Kunde vernommen 
worden über den Erfolg der ,,Eingabe an den Reichskanzler Fürsten 
Ton Bismarck, die Begründung einer Deutschen Beichsbibliothek 
betr." (s. Anz. J. 1881. Nr. 434.) Dagegen hört man aus Weimar, 
dass der Grossherzog dem Dr. Karl Kehrbach gegenüber, welcher 
bekanntlich die Idee der Gründung einer solchen Bibliothek zuerst 
angeregt hat, lebhafte Theilnahme für diesen Gegenstand gezeigt 
habe. (Deutschland. Ztg. 20. April.) 

[578.] Aus Cambridge hat die Universität aus dem Nachlasse 
des Herzogs Friedrich von Schleswig-Augustenburg dessen Orien- 
talische Mss. u. Bücher als Vermächtniss erhalten. (Vossische 
Ztg. 9. Apnl.) 

[579.] Aus Dessau. — Die Behörden-Bibliothek besitzt eine 
Anzahl von älteren Handschriften über Kriegswesen u. Festangsbau, 
die wohl sämmtlich aus der Zeit des Fürsten Christian I. zu Anhalt 
stammen und ungefähr gegen Ende des 16. Jhrhdt. oder im Anfange 
des 17. Jhrhdts entstanden sein mögen. Eins von diesen Kriegs- 
bflchem erlaube ich mir hier näher zu beschreiben, wie folgt: Auf 
158 Bll. in Folio (darunter viele leere) findet man durchgängig 
bunt ausgemalte, sehr saubere u. meisterhaft ausgeführte Feder- 
zeichnungen von magister Wilhelm, wie auf dem Bücken des Buches 
bemerkt ist Dieselben stellen meistens allerlei Kriegsmaschinen, 
Festnngsrisse, Wurfgeschosse, Brandkugeln, Pechkränze u. s. w. dar, 
auch unterhält uns der Zeichner mit mathematischen Werkzeugen 
der verschiedensten Art. Nicht minder schön ausgeführt sind die 
Trachten der Krieger etc., welche an den Kriegsmaschinen beschäftigt 
sind oder frei einhermarschieren. So sehen wir auf Bl. 24 zwei 
Artilleristen, Kanonenläufe ziehend, auf Bl. 26 zwei dergL, Schanz- 
körbe drehend, auf BL 28 einen Offizier (?) sein Pferd am Zaume 
führend u. vier Männer mit Degen bewaffnet hinter ihm hergehend, 
auf Bl. 48 einen Feuerwerker bei seinem Geschütz beschäftigt, auf 
BL 74 einen Artilleristen, eine Brandkugel bedeckend (?) (mit einem 
Schirm?), auf Bl. 89 sechs Artilleristen, an einer Sturmleiter be- 
schäftig^ auf BL 100 einen desgl. an einem Sturmwagen stehend, 
endlich auf BL 135 einen Schäfer nebst drei Schafen. - Das 
Titelblatt ist mit dem Auhalt*schen Wappen damaligen ümfangs in 
den schönsten Farben geziert; oben darüber liest man, in blauer 
mit Gold umränderter Deutscher Schrift: „Von Gottes Genaden 
Christian Fürst zu Anhalt Graf zu Ascanien Herr zu Zerbst-Und 
Berenberg." Auf BL 4 findet sich eine ausnehmend prächtige, 
mit der Feder gezeichnete Titelleiste mit allegorischen Figuren, mit 
den Sinnbildern des Krieges in der Mitte (namentlich der Artillerie). 
Ein ähnliches Meisterstück stellt sich auf BL 41 vor. — Am Ende 
des Buches prangt ebenfalls ein gut gemaltes Wappen (blauer 
Schild mit zwei Sparren u. drei Sternen in Goldgelb; aus dem Helm 



224 Litteratar und Miscellen. 

extra bezahlen; a. aller Wein solle in Originalflaschen ans dem 
Keller gebracht u. im Versainmlungsraume ausgeschenkt werden/' 
(Monthly Notes. Vol. 3. No, 4.) ß. 

[584.] Aus London ist, an Nicholson's Stelle, von 44 Be- 
werbern James Macdonald Horsburgh zum Oberbibliothekar der 
^ondon Institution gewählt worden. B. 

[585.] Aus Mailand ist, an Stelle des Bibliothekars der 
Brera-Bibliothek Isaia Ghiron, der seitherige Vicebibliothekar der 
Universitäts-Bibliothek zu Bologna Prof. Carlo Gemelli, Verf. mehrer 
histor. Schriften u. Uebersetzer Demosthen. Beden, zum Bibliothekar 
ernannt worden. 

[586.] Aus Born hat die Gelehrtenwelt mit Unwillen gehört, 
dass die Prinzen Bai'berini u. Massimo ihre Bibliotheken zu ver- 
kaufen die Absicht haben. Dem Verkaufe der Bibliothek Barberini 
ist jedoch vorläufig insoweit ein Hinderniss in den Weg gelegt 
worden, als der Staatsanwalt — auf Grund der Logge Pacce, nach 
welcher der Staat auf alle Kunstwerke (u. in der Bibliothek finden 
sich Werke mit Miniaturen) das Vorkaufsrecht besitzt — gegen 
den Verkauf Einspruch erhoben hat. (Vossische Zeitung, 21. April.) 

[587.] Aus Bom hat man die Absicht im Hause des Dichters 
Giacomo Leopardi, in einem Saale der Bibliothek, nicht nur alle 
Autographe desselben, sondern auch alle Ausgaben seiner Werke 
u. alle über ihn veröfTentlichte Schriften in möglichster Vollständig- 
keit gesammelt zu hinterlegen. Die Familie des Dichters wendet 
sich an alle Herausgeber u. Autoren des In- u. Auslandes, um sie 
zu bitten, alle Publikationen über Leopardi, auch blosse Zeitungs- 
artikel u. Feuilletons, ihr zugänglich zu machen. Zusendungen 
sind an das Archivio Leopardi, nicht aber an die städtische Bi- 
blioteca Leopardina zu richten. (Vossische Ztg. 24. März.) 

[588.] Aus Wolfenbüttel wird, in Folge der Genehmigung 
der Begierungsvorlage von Seiten des Braunschweigischen Land- 
tages, für die Herzogliche Bibliothek ein neues Gebäude errichtet 
werden. 

[589.] Aus Wolfenbüttel macht der Buchhändler Albert 
Stichteoth folg. bekannt: „Der hiesigen Herzog]. Bibliothek sind 
von einer Braunschweiger Firma 20 ^/^ Babatt auf Bücher u. Zeit- 
schriften offerirt worden. Da ich ausser Stande bin, einen so 
hohen Babatt zu gewähren, so hat eine Geschäftsverbindung, die 
seit 26 Jahren bestand, leider gelöst werden müssen etc.*' — 
Sollte eine Bibliothek, die eigentliche Brutstätte der Wissenschaft 
u. Gultur, auch noch den Beruf haben, die Brutstätte der Schleu- 
derei zu werden ! (Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchh. Nr. 99. S. 1903.) 



Drnok Ton Joh. PKatler In Dreaden. 



NEUER ANZEIGER 

fOr 

BiMiographie und Bibliothekwissenschaft. 

Heraugegeben von Di. J. Fetztaoldt. 



Juli. 



InMlt: 



Di« BBcbennntellnng n Budapest mit Bcnehnng auf die Dentscbe 
BlbHofTBphi«. Von Alaandei Sdlaeji. — Zar Goetlie-, Lcuing- a. Schiller- 
Uttentar. ^hlnn.) — Ein Weltbach, — Zar ErimieniDg an Professci 
Dr. 0. H. Itedilob in Hambiu«. — Bücber- ti. a. Schenknnf; Aatonio 
BoTuia't an da« Oiatorintn to Alice-inferiore. — Litterator nnd Miacellen. 
— Allgemdne Bibliographie. 



[590.] Die BtteheraiiBBtelliuig zn Bndapest mit Bezlebong 
aitf die Deutsche Bibliographie. 

Die erste LandesbtlcherausBtell ang zu Budapest wurde am 
S. Min 1882 erCflnet u. am 15. Hai d. J. gescblosBen. Das Zu- 
itandokommen der ÄusstelluBg ist dem Direktor des UDgarisclien 
Industrie -HuseumE Georg von Bäth, der selbst im Kufe eines facb- 
männiKh gebildeten Bibliopliilen steht, zn Yerdanken. Das Personal 
der drei grossen Bibliotheken der Hauptstadt stand ihm bei der 
Ordniug des Uai«rials hilfreich zur Seite. 

Znr Erreichung des befriedigenden Ergebnisses hat ganz be- 
sonders das thatkjäftige Interesse des ünterrichtsministers August 
Ton Trefort beigetragen; denn durch die Vermittlung desselben 
wurde die Hitwirkung der Oeeterreichiscben, Deutschen u. Italienischen 
Bibliotheken erlangt; auch die viiterländisrhen Bibliotheken stellten 
ihre BDcherschätze bereitwilligst znr Verfilguiig. 

Der Direktor Georg von Büth gab bei diesem Anlass einen 
mnftngreichen n. schön ausgestatteten Katalog (Kiüllitdsi Kalauz) 
heraus (17 Bogen Text 8**. mit mehren Hlustrationen), von dem 
die erste Auflage binnen 2 Wochen vergriffen war. Scitber er- 
schien auch die 2. Auflage unter dem Titel „Erinnerung an die 
BOcherwisstellnng 1882" (Künyvkiälliläsi Emlek). Ueberhaupt inte- 
rcssirte sich das Publikum lebhaft für die Ausstellung; auch Seine 
Hajesl&t der Kaiser und König beehrte dieselbe durch einen Be- 
(sch nnd besichtigte die AusEtellungs-Objckte durch 1'/, Stunden. 

Die Ausstellung nahm 18 kleinere u. grössere Salc ein ii. 
zwar in drei Abtheilungcn getheilt. I. Abth.: Handscliriften (Codices); 
II. Abth.: Druckwerke; III. Abth.: Buchbinderei. Die erste Uruppe 
der Handschriften umfasstc die von Ungarischen C3pi3tcn u. BQcber- 
malem verfertigten Lateinischen Handschriften, CO an der Zahl, 
aoa der Periode 1228—1500, aus welcher Zeit wir bereits mehr 



226 Die Bücherausstellung zu Budapest. 

als 100 Copisten u. Miniaturmaler kennen. Die Werke der nam- 
hafteren waren ausgestellt; besonders bemerkenswerth sind: Johannes 
Szepesi 1340, Petrus Hungarus de Libetbanya 1424 and Briccius, 
der Hof-Copist des Bischofs Yit^z. Der Maler des Missale Yom 
Jahre 1428 ist unbekannt, dagegen kennen wir die Namen des 
Henricus Stepht u. des Ladislaus Miskolczi aus dem XIV. Jahr- 
hundert. Das XV. Jahrhundert war durch interessante Werke von 
Valentin Qobil de Selmecz o. Anderer vertreten. Hier ist der Ein- 
fluss der Deutschen u. Niederländischen Schule unverkennbar. Die 
Deutschen Bibliotheken haben einige sehr werthvolle Exemplare ein- 
gesendet, welche mit den Werken der inländischen Bibliotiieken 
eine höchst interessante Sammlung bildeten. Im Qanzen waren 
22 von ungarischen Malern verzierte Handschriften vorhanden. Auf 
die Hebung dieses Industriezweiges übten unsere mittelalterlichen 
Universitäten grossen Einfluss. 

In der zweiten Gruppe der Handschriften waren die in Unga- 
rischer Sprache abgefassten Handschriften ausgestellt (XIII — ^XVI. 
Jahrhundert), im Ganzen 40 Stück. Viele Neugierige betrachteten 
die 5 werthvollen Handschriften, welche eine Ungarische Nonne 
Lea B&skaiy die auf der romantischen Margarethen- Insel lebte, 
copirt hat. 

In der dritten Gruppe, die 75 Handschriften um&sste, sah man 
die historischen u. culturgeschichtlichen Quellen des Landes zu- 
sammengestellt; an erster Stelle: Hartvik „Legenda S. Stephani 
B. H.'' (XII. Jahrhundert), nächstdem den Liber Kuber von Fannun- 
halma (erste Hälfte des Xin. Jahrhunderts). Auch die bekannten 
Ungarischen Chroniken vom XII. — XIV. Jahrhundert, unter diesen 
die Deutsche Chronik des Heinrich Muglen, waren ausgestellt, femer 
die „Constitutiones'* u. „Bituale'' der verschiedenen Orden, eine 
Matrikel des XIV. Jahrhunderts, die Bursa Craccoviensis; versclüedene 
Bechnungsbücher von Bischöfen und Städten (XIV — XV. Jahrhundert), 
deren Herausgabe die Ungarische Akademie demnächst in Angriff 
nimmt. Femer sind hier noch die „Ephemerides Bndenses'* von 
Regiomontanus sowie dessen Calender v. J. 1499, das Lateinisch- 
Deutsche Wörterbuch des Sigmund Semftleben u. die Gedichte des 
Nagonins hervorzuheben. 

In der vierten Gmppe waren die Handschriften des Königs 
Mathias Corvinus Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit; von 
den 112 bekannten waren 70 ausgestellt. 

Die fünfte Gmppe umfasste von den Handschriften der Unga- 
rischen Bibliotheken, welche ausländischen Urspmngs sind u. nicht 
zu obigen Grappen gehören, 70 Stück (IX.— XV. Jahrhundert). Allen 
voran steht das schönste u. werthvollste Stück der Ausstellung: der 
Codex Aureus (IX. Jahrhundert). Dieser enthält 2 Evangelien 
(Matthaeus u. Lucas) u. ist auf weissem Pergament geschrieben; 



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TT. •• '.■ 



Die Bücheransstellung zu Budapest. 227 

auf den Hauptseiten finden sich roth bemalte Pergamentblätter. 
Diese Handschrift ist überhaupt mit verschwenderischer Pracht aus- 
gestattet, in Folio mit zweispaltigen Buchstaben; die Rander sind 
mit Bahmen im Byzantinischen Styl eingefasst u. mit zahlreichen 
Miniatoren u. Bildern verziert Es ist höchst wahrscheinlich, dass 
dieses überaus kostbare Exemplar für einen Herrscher, vielleicht 
für einen der Karolinger» verfertigt wurde. Der Ausstellungskatalog 
zeigt ein Blatt dieser Handschrift im Facsimile. Die Bibliographen 
werden vielleicht auch die andern zwei Evangelien auffinden. 

Ans den späteren Jahrhunderten waren zahlreiche Handschriften 
Yorbanden: Lateinische, Türkische, Slavische, Grriechische , eine 
Deutsche Hora u. ein Deutsches Gebetbuch; ebenso sah man zahl- 
reiche Handschriften im Französischen Style; im Ganzen 324. 

Die zweite n. grösste Abtheilung, die der Drucke, bestand aus 
4 Gruppen, von denen die erste die Inkunabeln umfasste, da man 
den Bibliophilen eine besondere Gruppe zugedacht hatte. Gerade 
diese Gruppe ist aber auch für die Deutschen Bibliographen von 
grossem ^teresse, weil sie nicht nur beweist, dass die litterarische 
Verbindung zwischen den beiden Beichen schon zur Zeit der Er- 
findung der Buchdruckerkunst sehr lebhaft war, sondern auch weil 
bei diesem Anlass einige noch unbekannte Inkunabeln ausgestellt 
waren. 

Hier sind zumal drei Deutsche Inkunabeln nennenswerth, welche 
in den mir bekannten Deutschen bibliographischen Werken u. Hilfs- 
büchern nicht vorkommen, nämlich: 1. Die | Anbö | tor | Cristi | 
1450 I Neun Blätter 8^ An erster Stelle das Titelblatt. Auf jedem 
folgenden Blatte ist nur die erste Seite bedruckt, obenan die Gestalt 
je eines Heiligen mit dem Anfangsbuchstaben seines Namens. Das 
Gfranse ist xylographischer Druck. Die Jahreszahl auf dem Titel 
halte ich für 1450. Allerdings ist das A eine viel häufigere Ge- 
stalt des 5, aber das 5 lässt sich hier nur dann für 6 halten, wenn 
man annähme, dass der Xylograph dieselbe in umgekehrter Gestalt 
gescbnitten hat. 

2. Fragment eines Deutschon Frognosticon für 1473, das aus 
einem Buchdeckel herausgelöst wurde; es ist ein einziges Blatt in 
Folio. Dass das Frognosticon wirklich für 1473 bestimmt war 
IL zu Ende 1472 verfertigt wurde, beweist die folgende Vorher- 
sagung: [Von dem künig in Frankenreich [Der aller edlest künig 
Ludowicus Wirt wider die auss Orient kriegen aber er wirt sy nicht 
über winden sunder auff das LXXXIIIJ jar ist er besser geschickt 
zestreiten nemüch wider die jm undergang. 

3. Das Büchlein des Sterbens (Ausgabe v. J. 1493), von dem 
Hain (1836) eine Ausgabe v. J. 1494 kannte. Allein diese beiden Aus- 
gaben sind zwei verschiedene Werke, wie die nachfolgende Be- 
schreibung zeigt: Ein loblich vnd nutzbarlich büchelein von des 
sterben wie ein itzlich Christen mensch recht yu warem christe glaube 

1^* 



228 Die BücherausstelluDg zu Budapest. 

sterbe szal vnd vund d* anfechtüg des bosse geystes widder stahen 
Durch manche nutzbarliche lere der lerer der heyligen schrift. 
Colophon: Hie endet sich das bucheleynn genant das bucheleyn 
des sterbes gedruckt tzu leyptzigk Nach cristi geburth Jm XGIIL 
Jar. — Das Buch schliesst mit folgendem Gebete: „Ein schon ge- 
bet von sant michel. Heiliger engel gotes der du mein Vater bist 
von der ewigen krafft rieht mich aufif vnnd beschirm mich. Ich 
bitte dich du englischer gejst dem ich armer vnwirdiger entpfolhen 
bin tzu vorsehen vnnd der du mich bahntest on vnderlass vor alles 
anlauffe des teufeis vn tzu allen stunde schlaffend vn wached so 
hab mich nun yn deiner hat vnd pflege vn volge mir wo ich gehe 
vnnd stehe vund vortreib von mir durch dein krafft alle bekemnge 
vnnd was ich vmb got nicht vordinet habe das erwirb mir du 
Heyliger engel mit deinem aller barmhertzigisten richter vnd wen 
du wirst schawen das ich bin irre gegangen yn vntugendenn szo 
fleysz du dich das du mich widder bringest auff den weg der ge- 
rechtigkeit das ich gehe tzu meinem schopffier das ich vmb mein 
wergk vnd vmb dein huth mit sampt der heyligen muter gottes 
vnd allen heiligen ewigklichen auch frewe Amen.'^ Unter diesem 
Gebete ist der Kaufpreis des Baches mit gleichzeitiger Handschrift 
notirt: Emptum pro IX denarüs. Mit 12 Holzschnitten. 4^. — 
Hain war diese Ausgabe nicht bekannt. 

Ausser diesen waren auch einige bekannte und werthyoUe 
Baritaten ausgestellt, wie z. B. ein Originalexemplar des Kalenders 
des Johann von Gmunden, welches Falkenstein im Eacsimile mit- 
theilt; die Kalendertafel von 1478 — 96, deren Facsimile Weigel 
in seinem Werk „Anfänge der Buchdruckerkunst'^ geboten hat; die 
Biblia germanica (um 1460); Historie von Troja, Augsburg 1479 
(Hain 5515); Concilium zu Constanz, Sorg 1483 (Hain 5610) 
u. a. m. 

Die zweite Gruppe umfasste die Ungarische Bibliographie (1473 
bis 1711) u. war nach den Buchdruckereien gi'uppirt. Jedes in 
Ungarn in diesem Zeiträume erschienene Werk (ohne Unterschied der 
Sprache) war ausgestellt oder in einem Kasten zum Gebrauch der 
Gelehrten vereinigt Die Ungarischen Bibliographen benützten daher 
sehr eifrig die Ausstellung zur Ausführung einer bibliographischen 
Beschreibung aller ausgestellten Druckwerke; auch die nicht ein- 
gesandten u. in den ausländischen Bibliotheken sich noch vor- 
findenden Werke werden nachträglich beschrieben u. dann die auf 
solche Weise vervollständigte Bibliographie durch den Druck ver- 
öffentlicht werden. 

Nahezu ^/^ dieses Materials besteht aus Deutschen Werken, 
welche zumeist in den Städten der nördlichen Comitate and in 
den Sächsischen Druckereien hergestellt wurden. Die interessantesten 
Exemplare derselben erhöhten den Beiz der Ausstellung. 



Die Büch'erausstelliing zu Budapest. 229 

Die dritte Gruppe umfasete die Ungarische Buchdrnckerei 
1711 — 1848 u. die vierte die Ungarischen Drucke von 1848—1882. 
Hier konnten wegen der allzugrossen Masse des Materials nur die 
bemerkenswerthesten Leistungen der namhaftesten Druckereien aus- 
gestellt werden, namentlich jene, welche die Fortschritte der Buch- 
drockerkunst von einem Zeitalter zum anderen charakterisiren. Das 
Ergebniss war überraschend; die inländischen Buchdrucker wett- 
eifern mit den ausländischen. 

Die IIL Abtheilung der Ausstellung umfasste die Buch- 
binderei n. zwar die I. Gruppe die historische u. die ü. 
die moderne. Der Katalog giebt in einer ausführlichen Abhand- 
lung Anfschluss über den einstigen Stand der inländischen Buch- 
binderei, u. zwar auf Grund der eingesandten Exemplare. Die 
üentschen Produkte hatten auf die^e Industrie nachhaltigen Einfluss, 
aber sie beherrschten dieselbe nicht ausschliesslich, denn unsere 
älteren Buchbinder arbeiteten auch nach Französischen u. Italienischen 
Mastern, n. allmählich entwickelte sich auch eine Ungarische Schule. 

Auch Ungarische Bibliophilen nahmen an der Ausstellung Theil 
a. erhielten eine besondere Gruppe, die gleichfalls manche Materialien 
für bibliographische Studien lieferte. 

Die Verwerthung der erlangten bibliographischen Resultate wird 
nunmehr nach dem Schlüsse der Ausstellung beginnen; die darauf 
bezüglichen Verhandlungen sind bereits im Gange, u. man darf mit 
Rücksicht auf die bisherige Zusammenstellung der verwendbaren 
Materialien annehmen, dass die Herausgabe der geplanten Arbeiten 
nicht lange auf sich warten lassen werde. Alexander Szilägyi. 

[591.] Zar Goethe-, Lessing- nnd Schiller-Litteratar*). 

(SchlosB.) 
2. Lessing-Litteratur. 

* Seffmg'S fämmtlic^e SSette. (herausgegeben t)on SHi(%arb ©ofcge. 
m. n., bearbeitet üon SHidfeatb ©ofdfee. 1882. 8«. CVni, 585 ©. 
fJt. n. 3 m, 

* Seffing'S gabeln [für ben ©dfeulgcbrauc^ auSgetoa^tt]. ©dfelüflel 
}um 1. ©eft beg „Stenogtapf^en ScfefabineteS" üon 3of. ©dfeiff. II. burd^* 
flefe^e Auflage. SSBien, Stcdlcr. 1881. 8^ 30 @. $r. n. 0,30 3Jie. 

* Fahles de Lessing en prose et en vers, suivies de vingt- 
cinq fables choisies dans Hagedom, Geliert, etc. Texte allemand 
publie avec des notes explicatives par L. Boutteville. Paris, Hachette 
et Cie. 1881. 16«. IV, 92 S. Pr. 1 Fr. 

Gehört zu den „Classiques AllemanJs.^^ 



♦) ForteetzuDg von Anz. J. 1881. Nr. 107. 



230 Zur Goethe-, Lessing- und Schiller-Litteratur. 

* @cbi4t€ üon ©ott^olb (Spf^raim Scffing. ©Iberfclb, aoU'sJ SRadbf. 
1881. 80. 94 6. 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. In neuer 
Rechtschreibung. Nr. 48. 

SefftngS Saotoon für ben @d^ulge6tau4 bearbeitet unb mit Siläute: 
Hingen betfe^en Don % iBufd^mann. II. t)erbe{{ette 9(uf(age. 9Rit einer 
Slbbilbung. $abctbom, S^öning^ 1881. fl. 8^ 1 SBl. 149 ©. m. l 
laf. «ßr. n. 1,20 SBlt. 

Gehört zu „Schöningh's Ausgaben deutscher Klassiker mit Com- 
meutar. I.'' 

* Saotoon ober über bte ®ren^ ber ÜRalerei unb $oefte. SSon 
©ott^olb Si^^ratm Sefftng. SRit beiUufigen ©rläuterungen T)erf4tebencr 
$untte ber atten ftunftgefd^t^te. (Sd^ubm^gabe mit neuer Orthographie.) 
Stuttgart, ®öf*en. 1881. 12<>. Vin, 184 ©. ?r. n. 0,80 SB». 

* Laocoon, par Lessing. Texte allemand« publik avec nne 
notice, un argument analytique et des notes en fran9ai8 par B. 
Lövy. Paris, Hachette et Cie. 1881. kl. 16«. 256 S. Pr. 2 Fr. 

Gehört zur „Nouvelle Gollection de Classiques Allemands.'' 

* Sefftng*iS Saotoon. 3ür ben meiteren Areid ber ©ebilbeten unb bie 
oberfte 6tufe (ö|^eret Sel^ranftalten bearbeitet unb erldutert lom 9B. (Eofad. 
3Rit einer Slbbifoung ber SRarmorgruppe, Einleitung unb SRamenregijter. 
III. me^rfad^ berbefferte Auflage. Serlin, $aube & 6pener. 1882. 8^ 
XXIII, 203 S. $r. n. 2 2Rt. 

* Seffing'S ÜRinna t}on SJam^elm ober baS Solbatenglüd. 9Rit boü« 
ftdnbigem jtommentar für ben Scgulgebraud^ unb baiS $rtbatfhtbium )7on 
^Iiu3 SRaumann. U. loerbefferte Sluflage. 3n neuer St^reibmeife. Seip^ig, 
Siegi^munb & äSoltentng. 1881. S^. 112 6. $r. n. 0,60 ÜRt. 

Schulausgaben ausgewählter klassischer Werke mit vollstän- 
digen Kommentaren. 1. Beihe. Die Meisterwerke der 2. klassi- 
schen Periode. Bdch. 1. 

* 3Rmna bon SBamMm ober baS Solbatenglüd. 6in Suftfpiel in 5 
^uf}ügen. Son ®ott^. 6p(r. Sefftng. SdNi^Slui^gabe mit Slnmertungen. 
(3n neuer Orthographie.) Stuttgart, ®öf(j^. 1881. 12^ IV, 131 6. 
^r. n. 0,80 2RL 

* 3RiB @ara @anU>fon. Sin Srauerfpiel in 5 Sluf^ügen bon ®. (S. 
Eeffing. eiberfelb, SoO. 1881. 8«. 78 6. $r. n. 0,20 mi 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. In neuer 
Bechtschreibung. Billigste Ausgabe in eleganter Ausstattung. 
Nr. 47. 

3. Schiller-Litteratur. 

* Sd^iUer'd fämmaid^e SSBerte in 12 Sdnben. 9Rit Einleitungen bon 
«arl ®oebete. Stuttgart, 6otla. 1881. 8^ XLVIII, 392; VIII, 372; 



»■,' :"'■•.' 



Zur Goethe-, Lessing- und Schiller-Litteratur. 



23 1 



VI, 290; IV, 354; VUI, 324; X, 281; VIII, 532; VUl, 364; 
VI, 400; VI, 884; ü, 376; VI, 424 6. «ßr. d. 12 ÜR!. 

* Sciebti^ t>. ed^iUec'd SBerte. ^auftrirt ))on erfien beutfd^en fiunft^ 
lern. U. Suflage. 4 S3t>e. Stuttgart, f)aaberger. 1881. Se; 8^ XIX, 
435; VIII, 447; VIII, 450; VHI, 423 6. mit eingcbr. «)oWd&n. u. 
$ortr. m $>obfd^n. $r. n. 32,50 SRf. 

* e^erS fdmtlt^ SBerte in 15 SBdnben. SRit Sinleitungen t)on 
fiarl (Soebete. Sb. I— U. ©tuttgart, (Sotta. 1882. 8^. 304 6. m. 
^Iif^«$ort. u. 340 6. $r. ä n. 1 m 

Cotta^sche Bibliothek der Weltlitteratur. Bd. 2 u. 6. 

aBoDrotl^'d Alafftter^Siblio^el. 1. 2. 4. 5. — (BäiiMd SBerte. 
9b. I. Sn^olt: 2)ie 9tduber. Ilabale unb Siebe. 3)er SRenf^enfeinb; 
i»b. II: Sie SSerf^morung m gie^co; IBb. III.: Son ßarloS; Sb. IV.: 
SBaOenfiein, Srilogie. SBerlin u. Seipsig, SSBaUrot^. ($^i(abe{p(ia, Sc^aefer 
& (Sorabi.) [1882.] tL 8^ 292; 282; 279; 320 @. $r. ä n. 1 SRt. 

* e^iUer'g Sraut bon SRefrtna. aRünfter, Slf^enborff. 1882. 16^. 
106 ©. $r. n. 0;20 Wü, 

Meisterwerke unserer Dichter. In neuer Auswahl für Volk u. 
Schule hrsg. u. mit kurzen Erläuterungen begleitet von Frz. 
Hülskamp. 17. Bdch. 

* La Fianc^e de Messine; par Schiller. Texte allemand publik 
avec un avant-propos et des notes en fran9ais, par Alexandre 
Böchner. Paris, Dupont. 1882. 12<>. XXn, 124 S. 

* 3)on SatloiS, Infant bon Spanten. Sin bramatif(^d ©ebi^t bon 
Srn^ti^ b. Stillet. [SRufeum. Sammlung tttterarif^er SReiftenoerte. 3n 
neuer SMtfd^eibung. !Rr. 22.] SIberfelb, SoO. 1881. 8». 179 6. $r. 
n. 0,40 ÜJtt. 

* ©ebtd^te bon gfriebtid^ b. S^iQer. [SRufeum. Sammlung litte« 
ratif^er 3Reiftenoette. ^ neuer SMtf^reibung. 9lr. 25.] 61betfelb, 
ioVL 1881. 8«. vm, 307 S. $r. n. 0,80 2Re. 

* S)ie ^[ungftau bon Orleans. 6tne romantif^e Zragobie bon gr. 
b. S(Wler. Scipjig, $etet. 1882. 12«. 112 S. $r. n, 0,30 mt. 

Gewählte Lektüre für Schule und Haus hrsg. Yon A. Hentschel 
u. K. Linke. Nr. 4. 

* fiobale unb Siebe. 6in bürgerlid^ed Srauecfpiel bon griebrid^ b. 
S^iOer. (Slberfelb, SoO. 1881. 8<>. 91 S. $r. n. 0,20 m 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. In neuer 
Bechtschreibung. Billigste Ausgabe in eleganter Ausstattung. 
Nr. 27. 

* Qdfitki'^ Sieb bon ber ®Iode. Mt SOuftrationen bon ®. Sdger 
u. 21. aMüüer. 2Rün*en, fflrudmann. 1881. gr. 4®. 22 S. m. 12 
$(otogt. $T. n. 20 W. 

* Marie Stuart, trag^die de SchiUer. Texte allemand pr^c^d^ 



232 Zur Goethe-, Ijessing- und Schiller-Litteratur. 

d^une analyse litteraire et publid avec des notes explicatives par 
Th. Fix. Paris, Hachette et Cie. 1881. 12^. X, 212 S. 

* S)er aJlenfd&cnfcinb. (Sin graflment t)on gticbridfe ©d&tUcr. [^auS^ 
SibliotH SluiSIefe t)on SBerten ber bebeutenbften 6d^riftfteQer bed Sn^ 
u. Slu^Ianbc«. 19. Sb.] ßci^alg, ©olb^aufen. 1881. 16<>. 32 6. 
«ßr. 0,20 aJl!. 

* 3>cr Sleffc afö OnfeL Suftfpicl in 3 Slufjügen. 3[u3 bcm gran* 
^cftfdben be^ $icarb loon S^ebtid^ \>. Gd^tdet. SRtt Slnmerhmgen unb SBöttet^ 
bud^ herausgegeben bon Slngelo be gf'd^'Iari. (II. Sluflage.) ^edben. 
eWemann, 1881. S^ 62 S. $r. n. 0,80 SW. 

Baccolta di pezzi teatrali tedeschi proposta per la tradnziono 
agli Studiosi della lingua italiana. Nr. 2. 

* 3)et 9leffe ald OnfeL Suftfpiet in 3 Supgen. ^uS bem ^n^. 
b. $tcarb loon Snebrid^ lo. @<J6iUer. [SRufeum. ©ammlung litterarifd^er 
SReiftemerfe. 3n neuet SRecbtf Abreibung. 9lr. 30.] eiberfelb, M. 1881. 
8«. 44 S. $r. n. 0,20 2RL 

"^ S)er 9leffe ald Ontel unb S)er ^rafU. Suftfpiele \>on %t. t>. 
6<ibiII<st. 3um Ueberfe^en aud bem S)eutf(ben in bad ^an^öftfd^e füc ben 
6(but< unb $ribatgebraudb bearbeitet unb mit Erläuterungen unb einem 
SBorterbudb ))erfe^en t)on S. 6d^nabe(. 3" ber 5. — 7. Slufiage aufg neue 
burd^gefeben unb beridbtigt )oon R. (^opaftti^. 8. mieberum ret)ibirte pflöge, 
geipjig, fflaumgdrtner. 1882. 8^. IV, 196 S. $r. 1,50 SOW. 

* 2)er $arafit ober bie ftunft, fein ®IM ju mad^tn. Suftfpiel in 5 
^ufiügen aud bem {^naoftfd^en t)on %t. t), SdbiUer. ^eraui^gegeben t)on 
0. $ebig unb 6t Seportier. V. berbefferte Auflage, bearbeitet üon ü. 
$ef*ier. 3)reSben, ßblermann. 1881. 8^. 84 6. $r. n. 0,80 3KL 

Auswahl deutscher Bühnenstücke, zum üebersetzen in das 
Französische bearbeitet Nr. 12. 

* 3)er $arafit ober bie fiunft, fein ©lud ju madben. Suftfpiel in 5 
^ufiügen auS bem Sranjofifd^en bon S^. b. SdbtUer. Gearbeitet bon (Slfode^ 
3)iden« jun. IV. berbefierte Auflage. 3)regben, S^lermann. 1881. 8<>. 
80 ©. $r. n. 0,80 m 

Sammlung deutscher Lust- u. Schauspiele, zum üebersetzen in 
das Englische bearbeitet. Nr. 12. 

* $bdbra. Srauerfpiel in 5 Slufjügen bon SRacine. Ueberfe^t bon 
griebri* ©«ißer. 2. Auflage. Seipiig, ©olb^aufen. 1881. 16^. 56 6. 
$r. 0,20 ÜJtt. 

Haus -Bibliothek. Auslese von Werken der bedeutendsten 
Schriftsteller des In- u. Auslandes. 5. Bd. 

* 2)ie SHäuber. ©n ®<baufpiel bon griebricb b. ©^iUer. (Slbcrfelb 
£oU. 1881. 8«. 115 6. $r. n. 0,30 2Rf. 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. In neuer 
Rechtschreibung. Billigste Ausgabe in eleganter Ausstattung. Nr. 33. 



Zur Goethe-, Lessing- und Schiller-Litteratur. 233 

* S)er aScrbred&er aiiS tjcrlorenet &)xe. 6inc toaste ©efcbl^te tjon 
griebri* S^iUcr. i^Wq, ©olb^aufen. 1881. 16\ 29 ©. $r. 0,20 TOt. 

Haus -Bibliothek. Auslese von Werken der bedeutendsten 
Schriftsteller des In- und Auslandes. Bd. 26. 

* Sie Serf^tt^orung bed {^eSco au ©enua. @tn republtfanif(be^ 
Ztauetf^iel t)on ^ebri4 i^^ S^iüer. [SDIufeum. Sammlung littetartfd^et 
!Reiftemerfe. ^n neuer SRed^tfd^retbund. 9lr. 23.] @lberfelb, SolL 1881. 
S\ 95 e. $r. n. 0,80 M, 

* aBaOenftein. 6tn bramatifd^ed ©ebtd^t non ^iebrid^ r>. 6d)iaer. 
«roj, et^ria. 1881. 8«. 128 S. $r. 0,60 ÜJM. 

Bildet Chr. Stecher's „Deutsche Dichtung für die christliche 
FamiUe u. Schule Hft. 15/' 

* Wallenstein, po^me dramatique en trois partios; par Schiller. 
1. Le Camp de Wallenstein. 2. Les Piccolomini. 3. La Mort de 
Wallenstein. Texte allemand, publik avec une notice, des argu- 
menta analytiques et des notes en firan9ais, par P. Cottler. Paris, 
Hachette et Cie. 1881. 160. XXXn, 295 S. Pr. 2 Fr. 50 c. 

(Gehört zu den ,,Classiques Allemands.'^ 

* SJtl^elm ZeH 6dbaufpte( in 5 ^u^üqen t)on ^iebtidb ^. ®4iQer. 
3n neuer Stec^tfdbteibung. Seipiig, Sledam. 1881. gr. 16<>. 104 6. $r. 
n. 0,20 m. 

Beclam*s Üniversal-Bibliothek. Nr, 12. 

* aStlbelm ZeU. 64auf))tel in 5 Slufsügen t)on Stiller. Sear^ 
bettet t}on ^n. Sreatett. II. Auflage. [Sammlung beutf^er Suft« unb 
€4aufpfele, gum Ueberfefeen in bad @nglif^e bearbeitet. 9lr. 1.] S)reSben, 
e^lermann. 1881. 8^ 186 ©. $r. n. 1 ÜJlf. 

* Guillaume Teil, drame de Schiller. Texte allemand publik 
aTec une introduction, une analyse litt^raire et des notes gramma- 
ticales, historiques et g^ographiques par Th. Fix. Paris, Hachette 
et Cie. 1881. 12«. XXIV, 239 S. Pr. 1,50 Fr. 

Gehört zu „Classiques Allemands." 

* Guillaume Teil, par Schiller. Nouvelle Edition, annotee par 
B. Uyj. n. Edition, Paris, Delagrave. 1881. 12^. XVI, 201 S. 
Pr. 2 Fr. 

Gehört zu der Sammlung der' „Classiques Allemands". 

[592.] Ein Weltbuch 

ist ein in der „Oesterreichischen Buchhändler-Corrcspondenz" Nr. 18. 
S. 173 — 74 abgedruckter Aufsatz betitelt, in welchem ein in Engl., 
Deutsch., Franz. u, Span. Sprache abgefasstes Amerikanisches Buch- 
Cnriosum sich näher beschrieben u. besprochen findet. Dasselbe 
nUirt, auc»er dem Englischen Haupttitel, einen kürzeren Titel in 



234 Ein Weltbuch. 

Schwed., Griech. u. Arab. Sprache, sowie einen ausführlicheren 
Franz., Span., Italien, u. folg. Deutschen Titel: 

* Hubbard's Zeitungs- und Bankadrefsbuch der Welt (Mit 
Länderbeschreibung und Aüas verbunden.) Enthaltend die Namen 
und Beschreibungen von über 33,000 Zeitungen und 15,000 
Banken der ganzen Welt, umfassend thatsachlich alle Zeitungen, 
Zeitschriften und Journale eines jeden Welttheiles, Kaiserreiches, 
Königreiches etc., einer jeden Nation, Provinz und Insel, sowie 
die Namen und Locationen der leitenden verantwortlichen Banken 
und Bankgeschäfte eines jeden Landes der Erde. Mit Landkarten 
und Beschreibungen der verschiedenen Länder und Völker der 
Welt und mit besonders vollkommener Beschreibung der ver- 
schiedenen Staaten der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. 
Das Ganze bildet ein Werk zugleich einzigartig, allumfiEissend, 
zuverlässig, nfitdich und unterhaltend. (Alle Rechte sind vor- 
behalten.) 1882. Bedigirt und verlegt von H. P. Hubbard, Be- 
sitzer der internationalen Zeitungsi^entnr, New Haven, Connec- 
ticut, ü. S. A. (London, Trübner & Co.) Lex. S^'. 2 Bde 
zusammen mit 2591 S. Pr. #10« 
Da der Herausg. des Anz.*s nicht zu den Glücklichen gehört, 
welche dieses Buch-Curiosum besitzen, n. mithin nicht im Stande 
ist, den Lesern eine nähere Mittheilung davon aus eigener Ansicht 
zu geben, so nimmt er Veranlassung, den oben genannten Aufsatz, 
unter Voraussetzung der freundlichen Erlaubniss des Verf.'s Paul 
Dehn, in Nachstehendem abdrucken zu lassen. 

unmittelbar auf das Titelblatt folgt — in Facsimile — die 
Widmung des Herausgebers: „Bespectfiilly dedicated to his £x- 
ceJlency ehester A. Arthur, President of the United States of 
America and Her Majesty Victoria, Queen of Great-Britain and 
Ireland and Empress of India" als den obersten Vertretern der grossen 
Englisch sprechenden Nationen der Erde mit hundert Millionen 
Seelen, gleich an Sprache, Stamm, Civiüsation u. Culturbestrebungen 
etc. etc., zugleich allen Intelligenzen, Herzen u. Mitarbeitern zu- 
geeignet." „Unser mächtigstes Wirken liegt in der periodischen 
Presse, welche al^'ährlich Milliarden von Nummern über die Erde 
streut, der Dunkelheit Licht, der Unterdrückung Freiheit bringt." 
Nicht mit dem Worte unterthänigst, sondern mit dem Motto „Nee 
timeo — nee spemo" schliesst die Widmung, an welche sich, um- 
geben von den bunten Fahnen der Einzelstaaten der grossen Be- 
publik, das Portrait des Unternehmers reiht, eines feschen, selbst- 
bewussten, thatkräfidgen Mannes von etwa 35 Jahren. Ein weiteres 
Widmungsblatt mit schwarzem Bande mit Portrait u. GMicht ist 
ehrerbietigst dem dahingemordeten Präsidenten Garfield geweiht. 
In einer kurzen Vorrede erzählt dann Hubbard, dass er bereits 
i. J. 1878 u. 1879 kleinere Zeitungsadressbücher veröffentlicht. 



l*" 



Ein Weltbuch. 235 

dasB er auf Grund der Erfolge derselben erst die Idee zur Heraus- 
gabe eines Zeitungsadressbuches der Welt gefasst u. alsbald trotz 
aller Schwierigkeiten durchgeführt habe. Einige Beclamen, eine 
Biographie des Herausgebers, dessen Geschäftsmaximen u. Erfolge, 
allerlei Notizen über die Entwickelung des Nachrichtendienstes fOr 
die Pablicistik, über Zeitungstitel, Bevölkerungsstatistik u. a. m. 
dnd daran gereiht u. ausserdem neben vielen Biographien hervor- 
ragender Zeitungsschreiber u. Zeitungseigenthümer mit Fortraits 
eine grosse Anzahl von Facsimiles von irgendwie erwähnenswerthen 
Journalen aller Länder, meist recht geschickt gruppirt. Da findet 
man in photographischem Miniatur-Druckverfahren nach Art des 
kleinen Bücherkatalogs, welchen die Firma A. Hartleben vor Jahr 
u. Tag einmal veröffentlichte, die genauen u. lesbaren Facsimiles 
Indischer, Türkischer, Griechischer, Chinesischer, Japanesischer, 
Persischer, Bussischer u. sonstiger Journale, die bekannten Pariser 
vu Londoner Tagesblätter, die Köpfe der Moden- u. illustrirten 
Zeitungen in je einem Tableau zusammengestellt, hie u. da auch 
Abdrücke von Proben älterer u. frühester Versuche der periodischen 
Presise etc. etc. 

Wie schon aus dem Titel ersichtlich, enthält das Zeitungs- u. 
Bankadressbuch über 38,000 Zeitungen nebst kurzer Angabe über 
Inhalt, Erscheinungsweise, Verbreitungsfeld u. Auflagezahl, in Bezug 
auf letztere allerdings zuweilen recht unzuverlässige Angaben. Auch 
im üebrigen leidet das Buch an vielen Ungenauigkeiten, welche 
indees wohl schwerlich jemals ganz vermieden werden können. Noch 
¥or Jahr und Tag hatte ich die Zahl der auf der Erde erscheinenden 
Jonmale auf 20 — 25,000 veranschlagt u. Hubbard hat nur dadurch 
jene erheblich höhere Ziffer erreicht, dass er alle Kalender, Almanache, 
Jahrbücher u. dergL ebenfalls der periodischen Presse hinzurechnete. 
Auf diese Weise ist er zu folgendem Endergebniss gelangt: 

1881 BeTÖlkerang In Millionen Zahl der Journale Höhe der Jlnflage 



Europa 


301,3 


19,557 


76,481,447 


Nord- Amerika 


76,0 


12,400 


36,995,197 


Asien 


1007,31 


775 


1,099,114 


Süd-Amerika 


29,3 


699 


772,675 


Australien 


3,6 


661 


851,182 


Afrika 


205,0 


182 


250,445 



Insgesammt 1628,^ 84,274 116,400,010 

1881: Angebliche Gesammtverbreitung dieser Journale in 

Nummern: 10,589,499,448. 

Für die Leser ist es wohl überflüssig, hinzuzufügen, dass alle 

Angaben über die Auflage u. Verbreitung dieser Journale nur mit 

gröester Beserve aufgenommen werden können. 

Charakteristisch für das Unternehmen sind die zahlreichen 

Inserate, mit welchen der Text des Buches sozusagen durchschossen 



236 Ein Weltbuch. 

ist. Das Verzeichniss der Journale Grossbritanniens nimmt z. B. 
213 S. ein, wovon indess 60 S. altemirend mit Anzeigen Englischer 
Blätter, welche sich zu Bekanntmachungen empfehlen, ausgefüllt 
sind. Fast durchweg wechselt im ersten Bande eine Seite Text mit 
einer Inseratenseite ab. Der Oesterreichisch-Ungarischen Zeitungs- 
liste sind 152 S. gewidmet u. unter Hervorhebung ihrer Viel- 
sprachigkeit werden insgesammt 1803 periodische Schriften auf- 
gezählt, darunter 150 Tagesblätter, 584 Wochen-, 338 Monats- 
schriften etc. Angegeben ist die Auflage dieser Journale etc. per 
Ausgabe mit 2,769,725 Exemplaren, die ganze Auflage per Jahr 
mit 371,101,575 Nummern, das eine Produetion von 9,g3 Nummern 
per Kopf ergiebt. Indessen sind diese Zahlen wohl schwer festzustellen. 
Man kann sich eines Lächelns bei dem Durchblättern dieses 
echt Amerikanischen Unternehmens nicht erwehren. Dennoch moss 
man staunen über die Fülle von Thatkraft u. Arbeit, welche darin 
verborgen ist, ganz abgesehen davon, dass es für einige exotische 
Länder, namentlich für die Südamerikanischen, Ostasiatischen Reiche, 
sowie f[ir Australien u. andere Colonialländer, aber auch für den 
näheren u. ferneren Orient zum ersten Male genauere Zeitungs- 
Verzeichnisse bringt. Betrachtet man sich das Hubbard*sche Werk 
in tieferem wirthschaftlichem Zusammenhange, so wird man es als 
neuen Beleg dafür bezeichnen müssen, dass Europa fortfährt, 
sich in der Praxis des Geschäftslebens von Nord-Amerika über- 
flügeln zu lassen. 

[593.] Zum Andenken an Professor Dr. 6. M. Redslob 

in Hamburg''). 

Mein mir sehr lieber Lehrer, dessen Hebräischer GeseUschaft 
ich von deren Anfang an bis zum Ablaufe meiner üniversitätsstudien 
in Leipzig 1838 als Mitglied angehöi-t zu haben mich gern u. 
dankbar erinnere, Dr. theol. & philos. Gustav Moritz Redslob — 
früher a. o. Professor an der Universität Leipzig, seit 1841 Professor 
der Biblischen Philologie u. der Philosophie am Hamburgischen 
Akadem. u. Beal-Gymnasium — ist am 28. Februar 1882 im 
nahezu vollendeten 78. Lebensjahre gestorben: mit ihm ist wieder 
einmal ein tüchtiger Fonds von echter Gelehrsamkeit zu Grabe ge- 
tragen worden. Leider ist diese Gelehrsamkeit für die Litteratur, 
wie das nachstehende Verzeichniss der Redslob'schen Schriften zeigt, 
im grossen u. ganzen nicht genügend verwerthet worden. Der 
Verstorbene liebte es nur zu sehr, sich mit seinem wissenschaft- 
lichen Scharfsinn in Specialitäten zu veiiiefen, deren Wissenschaft- 



*) S. «Verzeichnisd der Vorlesangen, welche am Hambardschen Aka- 
demiscnen und Beal-Gymnasium von Ostern 1882 bis Ostern lo83 gehalten 
werden sollen. Hamburg. 1882. 4». S. IV— VH. 



Zum Andenken an Prof. Dr. G. M. ßedslob in Hamburg. 237 

lieh gr&ndliche Erörterung wohl kaum, so schätzenswerth sie auch 
ist, als ein vollständiger Ersatz für das, was Bedslob's Gelehrsam- 
keit in höherem Maasse der Litteratur hätte bieten können, von 
dieser angesehen werden darf. 

Bedslob ist am 21. Mai 1804 zu Querfurt geboren, wo sein 
Yater Andreas Christian Bedslob Lehrer an der Stadtschule u. 
zugleich Küster an der Stadtkirche war. Den Schulunterricht erhielt 
er anfangs in seiner Vaterstadt, später in der Domschule zu Merse- 
burg Q. zuletzt in der Latein. Hauptschule des Waisenhauses zu 
Halle, von wo er zum Zwecke theolog. u. philosophischer Studien 
auf die Universität Leipzig überging. Dort ward er 1830 Dr. 
pbiK, habilitirte sich im Jahre darauf in der philosoph. Fakultät 
u. erhielt 1834 eine a. o. Professur übertragen. Dabei blieb es 
aber; denn obwohl man in Leipzig seine Gelehrsamkeit gewiss voll 
zu schätzen wusste, u. ihm auch desshalb bei Gelegenheit der 300* 
jährigen Gedächtnissfeier von Luther's Tode die Ehren eines Dr. 
theol. ertheilte, so scheint man doch mit der Art u. Weise der 
Yerwerthung seiner Gelehrsamkeit nicht einverständen gewesen zu 
sein. Unter solchen Umständen konnte es ihm nur willkommen 
sein, 1841 den Ruf zur Uebemahme einer Professur am Ham- 
burgischen Akadem. u. Beal-Gymnasium, die ihm nicht nur Ge- 
legenheit zu der ihm liebgewordenen Lehrerthätigkeit bot, sondern 
auch zu seinen gewohnten Studien hinlängliche Müsse Hess , zu 
erhalten. J. P. 

Yerzeichniss der Bedslob'schen Schriften. 

1. Beurtheilung der Ewald'schen Grammatik und Maurer 'sehen 
Cursus, aus Jahn*s Jahrbüchern für Philologie und Pädagogik 
besonders abgedruckt. Leipzig. 1833. gr. 8^. 

2. De Particulae Hebraicae *^3 origine et indole Commentatio. 
Lipsiae. 1835. 8^. 

3. Die Levirats-Ehe bei den Hebräern vom archäologischen und 
praktischen Standpunkt untersucht. Leipzig. 1836. 8^. 

4. Ck)rani textus recensionis Fluegeliänae. Textum recognitum 
iterum exprimi curavit G. M. Bedslob. Editio stereotypa. Lipsiae. 
1837. 80. 

5. Ueber die angeblich relative Grundbedeutung der Hebräischen 
Partikel ^s. Leipzig. 1839. 8^ 

6. Der Begriff des Nabi oder des Hebräischen Propheten. Leip- 
zig. 1839. 80. 

7. Ueber das Zeichen Cj'^K und den von demselben gemachten Ge- 
brauch bei den Propheten. Leipzig. 1840. 8®. 

8. Sprachliche Abhandlungen zur Theologie. Leipzig. 1840, 8®. 

9. Die Integrität der Stelle Hos. 7, 4—10 in Frage gestellt. 
Leipzig. 1842. 4«. 



238 Zum Andenken an Prof. Dr. G. M. Redslob in Hamburg. 

10. Der Schöpfungs-Apolog 1. Moses, 2,4 — 3,24 ausführlich er- 
läutert und kritisch geprüft. Zugleich als ein exegetisches 
Bedenken in der Sjmbolfirs^e. Hamburg u. Leipzig. 1846. 8^. 

11. Die alt-testamentlichen Namen der Bevölkerung des wirklichen 
und iddalen Israelitenstaates etymologisch betrachtet. Ham- 
burg. 1846. 8^. 

12. Memoriam vir! amplissimi Davidis Schlüter J. ü. D., Consulis 
magnifici commendat. Hamburg!. 1847. fol. 

13. Tartessus. Ein Beitrag zur Geschichte des Phönidsch-Spanischen 
Handels, sowie zur alten Geographie überhaupt. HAmburg. 
1849. 4». 

14. Allgemeines Volks-Bibellexikon, ein praktisches populäres Beal- 
wOrterbuch oder allgemein fassliche Erläuterung der heiligen 
Schrift durch Wort und Bild, in alphabetischer Folge, be- 
sonders in Hinsicht auf die biblischen Alterthümer, Natur- 
geschichte, Sitten und Gebräuche des Morgenlandes u. s. w., 
begründet von A. G. Hoffmann, fortgesetzt von G. M. Bedslob. 
Mit mehr als 500 in den Text gedruckten Abbildungen. Bd. 
I— II. Leipzig. 1849—50. gr. 8^ — Neue wohlfeile Aus- 
gabe. Das. 1858. gr. 8^. 

15. Memoria D. Joh. Henr. Bai-tels, Consulis rei publicae Ham- 
burgensis. Hamburgi. 1853. fol. 

16. Thule, die phönicischen Handelswege nach dem Norden. Leip- 
zig. 1855. 80. 

17. Die biblischen Angaben über Stiftung und Grund der Pascha- 
feier. Hamburg. 1856. 4^ 

18. Register zur Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Ge- 
sellschaft, Jahrg. I— X. Leipzig. 1858. S^. 

19. Apokalypsis, Bd. L Hamburg. 1859. 8^ 

20. Das Mysterium oder der geheime Sinn der Stelle 2. Cor. 12, 
1 - 10. Hamburg. 1860. 4^ 

21. Die Symbolik des Chiistbaums, in den Hamburger Nachrichten 
1868. Nr. 296—301. 

22. Die kanonischen Evangelien als geheime kanonische Gesetz- 
gebung. Leipzig. 1869. 8^. 

23. Das Mysterium der evangelischen Perikope Matth. 13, 1 — 23 ; 
Mark. 4, 1—20; Luk. 8, 1—25. Hamburg. 1870. 4«. 

24. Die Yerurtheilung der Simonie in mystischer Bedeform. Ham- 
burg. 1874. 40. 

Ausserdem verschiedene Abhandlungen in folg. Zeitschriften: 
Neue Jahrbücher f. Philologie u. Pädagogik; Theologische Studien 
u. Kritiken; Gtorsdorfs Bepertorium; Bohr*s kritische Prediger-Bib- 
liothek; Zeit-Schrift fdr die historische Theologie; Hallische allge- 
meine Litteraturzeitnng; Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen 
Gesellschaft; Feuilleton der Hamburger Nachrichten. 



Bücher- a. a. Schenkung Antonio Rovaria's. 239 

[594.] Bücher- q. a. Schenkung Antonio Bo?aria's an 
das Oratorium zu Alice-inferiore. 

13. Oktober 1475*). 

In nomine domini nostri Yhesn Christi amen. Anno a natiui- 
tate einsdem corrente millesimo quatorcontesimo septuagesimo 
qnintOy indicione octana, die decimo tertio mensis octobris. Actum 
in piano Bugelle vercellensis diocesis, yidelicet in claustro Ecclesie 
aancti Stephani dicti loci et in domo canonicatus et habitacionis 
infrascripti domini vicarii existentis intra medium domorum thesau- 
rarie et capelle sancti Johanmis euuangeliste, presentibus yenera- 
büibus domino presbitero Marino Fecia canonico Ecclesie predicte 
sancti Stephani, presbitero Bartholomeo Bracheto, presbitero Mar- 
chione de Clerico, presbitero Oeorgio Marta et Nichola de Mauriciis 
fratris Martini clerico et custode predicte Ecclesie sancti Stephani, 
omnibus de dicto loco Bugelle, testibus ad infrascripta vocatis, notis 
et TOgatis. Per hoc presens publicum instrumentnm cunctis fiat 
manifestum quod in premissorum testium et mei notarii infrascripti 
presencia, coram venerabili et circnmspecto viro domino Anthonio 
de Spinis canonico Ecclesie collegiato sancti Stephani de Bugella 
predicte, reuerendique in Christo patris et domini domini Yrbani 
Boniuardi Dei et appostolice Sedis gratia episcopi vercellensis et 
comifetis vicario, personaliter constitutus venerabilis et egregius 
Decretorum doctor dominus presbitor Anthonius Rouarie de burgo 
AlidSy fündator Oratorii seu Capelle et Hospitalis sanctissime Vir- 
ginia Marie et sancto Anne eins matris de suprascripto loco Burgi 
Alicis, cui choerent eto., et quod Oratorium seu Capeila et Hospitale 
foerunt et sunt, yt ibidem asseruit idem dominus Anthonius Bouarie, 
annexa et vnita per sanctissimum dominum dominum nostrum 
dominum Sistum diuina prouidencia Papam Quartum fratribus et 
conuentui sancti Pauli de Vercellis Ordinis Fratrum predicatotum, 
cum consenssu et assenssu dicti domini Anthonii Rouarie, omni 
meliori modo via jure causa et forma quibus melius de jure fieri 
potuit et potost, fecit et facit idem dominus Anthonius Rouarie 
puram meram simplicem et irreuocabilem donationem ad presens 
et inter viuos ob remissionem suorum peccatorum et parentum ac 
etiam benefactorum ipsius domini Anthonii Rouarie suprascriptis 
Oratorio seu Capelle et Hospitali de bonis suis tam mobilibus quam 
immobilibus infrascriptis, salua tamen et semper reseruata clausula 
condictionalis inferius descripta. Et primo donauit et donat yt 
snpra intor uiuos, me notario infrascripto uti publica persona et 
officio publice stipulanto et recipiento vice et nomine predictorum 
Oratori seu Capelle et Hospitalis ac omnium et singpulorum quorum 



*) Abgedr. in „Miscellanea dl Storia Italiana. Tom. XIX. (Torino 
1880. gr. 8<».)" S. 369-79. 



240 Bücher- tu a, Schenkung Antonio Rovaria's. 

interest intererit et in futurum poterit interesse, peciam vnam terre 
plantati sestariorum decem uel circha iacentem in finibus Burgi 
Alicis vbi dicitur in Castigneto cum riueriis et nemore ab intra et 
circumcircha existentibus, cui petie terre choerent a mane Johannes 
Tacola et eius frater et Vbertinus Grignola, a nona Eusebius 
Maina et Eusebius Zuchetus, a sero Henriotus Gualbertus et 
Matheus Maina, a media nocte suprascriptus Eusebius Maina de 
Burgo Alicis, acquisita per ipsum dominum Anthonium Bouarie 
partim ab Augustino Bouarie eius fratre et partim a suprascripto 
Matheo Maina, vt asseruit constare publicis instrumentis; item 
capsonum vnum magnum cum vna parua capsa ab intra, quod est 
et permanet in Oratorio seu Capella suprascripta, deputatum stare 
ibidem pro conseruatione necessariorum pro vsu Capelle ac altaris 
et capellani et cum rebus et bonis infrascriptis in dicto capsono 
existentibus : et primo vna planeta de serico celesti cum muliis 
aniculis deauratis et cum suo fomimento: item misale vnum com- 
pletum ad vsum romane Curie: item aliud paruum missale votivum: 
item breuiarium unum ad vsum romane Curie: item calix vnus 
argenti ponderis vnius libre uel circha: item cotta vna lini et 
quasi noua: item palium vnum ad poneudum ante altare cum figura 
in medio virginis Marie et sancte Anne: item aliud palium cum 
figura in medio beati Sebastiani: item planeta vna alia de panno 
turchino cum suo fomimento: item psalterium unum glosatum. 
Item donat ut supra libros infrascriptos : et primo Compendium 
theologice veritatis cum uno simul tractatu De contemptu mundi 
et de religione ad fratrem Yeronimum de Florencia; item alium 
librum Super Evangelüs et Actibus Appostolorum et super Appo- 
calipsi, incipientem „Decurso Testamente veteri et moralizatis 
figuris"; item alium librum cuius principium dicit „Incipiunt Ca- 
pitula sequentis operis'' et nigrum sequens dicit „De mistico 
sompno Nabuchodonosor regis et que sit „summa intentionis^S ^^^ 
multis aliis demonstrationibus; item Summam Anthoninam vocatam 
cum certis aliis paruis tractatibus et predicationibus; item Mani- 
pulum curatorum cum certis libellis in fine super iure canonico et 
maxime ratione (?) iurium parrochialium ecclesiarum; item tractatum 
vnum De sacramento Heucaristie contra Boemos, incipientem 
,,Quorundam religiosarum personarum" cum multis aliis bonis ser- 
monibus et ad quemlibet statum personarum ; item alium tractatum 
siue opus fratris Jacobi de Perusio Super Euangeliis dominicalibos 
cum multis aliis parvis opusculis et sermonibus tam ante in prin- 
cipio libri quam post dicti operis prefati fratris Jacobi; item alium 
librum Sermonum super Euangeliis dominicalibus incipientem „Cum 
apropinquasset Yhesus Yerosolimam et venisset Betphage etc/%' 
item Summam fratis Monaldi Ordinis fratrum minorum, incipientem 
„Si quis ignorans ignorabitur*'; item Decretales Gregorianas in 



•l ■— • t ■ 



Bücher- u, a, Schenkung Antonio Bovaria^s. 241 

magna forma; item Sextum Decretalium; item textum Olementinarum; 
item qninternos quinque in forma magna in quibus continetur vnas 
tractatns super Concordaucie Biblie ad Jus canonicum domini Jo- 
luumis Calderini, incipiens ,,Seriem vnius tabule etc." et cum certo 
pamo Bepertorio in ultimo quintemo super Lectura domini Inno- 
centii; item itterum quintemos sex Super Conclusionibus dominorum 
de Sota; item etiam quintemos alios quinque Lecture domini 
Frandsci de Zabarellis super primo libro Clementinarum; et sunt 
ligati suprascripti quintemi XYj insimul in vno volumine et cum 
quatnor aliis quintemis rigatis et non scriptis; item alium librum 
in forma comuni copertum de pergameno satia nigro, vbi agitur 
prifflo De natura animalium, De Peccatis mortalibus, et de multis 
aliis sermonibus; item alium librum copertum super asseribus de 
choreo albo, in quo multa continentur, et primo Decisiones domini 
Gregorii pape Xj Bepecticio domini Bartoli super Lege ,yLex 
edita'' C. iy ti „de eden.", vnus tractatus De ecclesiastico Inter- 
dicto domini Calderini, et cum tribus aliis pulcerrimis tractatibus; 
item alium librum grossum vbi in principio sunt Constitutiones 
Binodales r^ domini Episcopi vercellensis et post secuntur tres libri 
De Vita contemplatiua, quorum vnus secundum Augustinum incipit 
„De cibo aiunt etc/^ item ibidem habentur multi Casus Decretalium 
cum certis aliis Bepectionibus, Sermonibus et Allegacionibus ; item alium 
librom in quo quasi in principio est vna Solempnis Bepeticio super 
regnla iuris que dicit „Ea que fiunt a iudice si ad eins non spectant 
officinm viribus non subsistunt" De regpulis Juris l^j, et cum 
Casibus Libri sexti Clementinarum et Decretalium ; item Doctrinale 
Ynum nouum et glosatum; item Betoricam nouam, Boecium et Be- 
gnlas gramaticales condam magistri Anthonii de Yigueria; item 
librum ynum paruum Super peccatis mortalibus incipientem a dicto 
Boecii ,,Omnis mortalium cura", et prosequitur in vulgari; item 
alium librum paruum Super peccatis mortalibus in latino de verbo 
ad Terbum versis proxime de vulgari; item alium paruum libretum 
in quo sunt plurima documenta tam Ysidori quam Senece, Valerii 
et Tnlii, quam aliorum sapientum, incipientem ,,Age deinceps filii 
vi opportet": vlterius ibidem sequitur tractatus De occultis nature, 
et in fine reperitur Noticia tocius Decreti per distinctiones causas 
et qnestiones; item Tulium De officiis cum modicis glosis in prin- 
cipio; item alium librum qui nominatur Liber Floreti in latinis 
fersibus super omnibus preceptis et sacramentis ecclesie. 

(Schluss folgt.) 



U 



242 Litteratur und Miscellen. 

Litteratur uud Hiscellen. 

Allgemeines* 

[696.] The Library Journal Official Organ of the Library 
Associations of America and of the United Kingdom. Vol. 7. 
(S. oben Nr. 490.) 

Enth. im April-Heft Nr. 4: Editorial (Cincinnati Convention; 
Candidates for Librarianship) — American Library Association 
(Cincinnati Convention) — Communications (Melvil Dui, Mr. Perkin's 
Classification) — C. A. Cutter, Thirty-Five voraus Ten — C. A. 
Cutter, Entry of Anonymous Books — Library Economy and Hls- 
tory — Bibliography — Anonyms and Pseudonyms — Library 
Purchase-List — General Notes. 

[596.] Annales du Bibliophile Beige Nouvelle S^rie publ. par 
Pr. J. Olivier. Tom. I. (8. oben Nr. 491.) 

Enth. in der Juni-Nr. 12: Histoire du Th^ätre Fran^ais en 
Belgique (Schluss) — Les Röflections du Comte Vilain XTTTT — 
Variöt^s — Table analytique des matiöres etc. — Catalogue des 
Livres anciens et modernes en vente chez Fr. J. Olivier (Schluss). 

Bibllograplde. 

[597.] Giacomo Manzoni — Studii di Bibliografia analitica 
Studio terzo del primo libro stampato in Firenze da Bemardo 
Cennini orafö scultore delle benemerenze che egli e il figliuolo 
Pietro ebbero neir arte tipografica, e degli errori corsi nelle 
epigrafi poste solennemente a Bemardo in Firenze. Con due 
tavole. Bologna, Komagnoli. gr. 8®. 58 S. m. 2 Taf. Pr. n. 
2,80 Mk. 

Betr. M. Servii Honorati Comm. in opera Virgilii 1471. 

[598.] Die Jubelfeste der Buchdrucker seit 1540. Ein biblio- 
graphischer Versuch von Louis Mohr. Enth. in der Oesterreichischen 
Buchdi-ucker- Zeitung. Wochenblatt für sämmtliche graphische 
Zweige. Organ des „Graphischen Club" in Wien. Jahrg. X. 
Red.: C. Dittmarsch. Wien, Jasper. 4®. Nr. 21. S. 217—18, 
Nr. 22. S. 231—32, Nr. 23. S. 242—43. (Fortsetzung folgt) 
Der Umstand, dass Wien am Vorabend der 400jährigen Jubel- 
feier der Einfßhrung der Buchdruckerkunst steht, hat dem den 
Lesern durch so manche fleissige bibliographische Arbeit schon be- 
kannten Verf. Anregung dazu gegeben, alle ihm bekannt gewordenen, 
über die früheren Buchdrucker-Jubiläen erschienenen Schriften zu- 
sammenzustellen. Dass diese Zusammenstellung eine sehr reich- 
haltige zu werden verspricht, zeigen die vorl. 3 Nummern, in denen 
sich nur die Schriften über das zweite Jubelfest 1640 (Über 1540 
ist so gut wie nichts vorhanden) u. über einen Theil des dritten 
Jubelfestes 1740 verzeichnet finden. 



l» 



Litteratur and Miscellen. 243 

[599.] * SaS 9lei(i^^gefe6 gegen bie gemeingefä^rlid^en Seftrebungen 
bet @oita(bemo!ratie t)om 21. Oftober 1878, nebft ben au[ ©runb beS« 
felben erlajienen Slnotbnungen unb einem alpl^abetif^en Serseid^ni^ ber 
)9etbotenen ^rudf^riften unb Sereine. 3m amtlid^en Sluftrage ^ufammen« 
gefteOt lotm Dr. S. Sranbt, fRtqMMot. Serlin, &e^mann. gr. 8^. 
2 m. 144 S. «Pr. n, 4 SWf. (S. oben 3flt. 676.) 

[600.] * Set^etd^ni^ ber t)erbotenen Srudtfc^riften auf @runb bed 
SefefecS losm 21. Ottober 1878. m& SDlfcr. für SJel^örben gebrudt. 
{Higetir Stifet & So. 1881. 4^ 32 e. $r. n. 8 M. (ß^. oben 
»r. 576.) 

[601.] SlUgememed iBüd^er^Se^iton ober ))oUftänbiged alp^abetifdbed 
Seqeidbm^ aQer ))on 1700 btS Snbe 1879 erfd^tenenen iBädfter, meU^ 
in S)eutf(!^Ianb unb in ben burdb Sprad^ unb Siteratur bamit ntti 
»anbten Sdnbem gebrudt morben ftnb tc. SSon äBÜ^ebn {>einriuiS. XVI. 
8anb, melier bie loon 1875 bid @nbe 1879 erfd^ienenen Süc^ unb 
))ie Oeridfttigungen früherer Srfd^einungen enthält $)eraudgegeben )9on 
Otto ftiftner. Sief. 18—19. Seipiig, Srocf^ud. 4^ m^. U. e. 
545—704. $r. ä n. 3, auf Sd^reibpop. n. 4 m (@. oben «r. 320.) 

Enth. die Artikel ,,Stati8tik'< bis „Waitz'<. 

[602.] Journal g6n6ra\ de rimprimerie et de la Librairie. 
n. S^rie. Tom. XXY. Annäe 1881. Table alphab^tique. Paris, 
au cercle de la Librairie etc. gr. 8^ 1 BI. 179 S. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 118.) 

Erstes RegisterhefL 

[603.] * Gatalogo degli Scrittori Carpigioni e delle loro opere 
secondo le notizie presenti, desunto dalla Bibliografia Carpigiana, 
inserita nel vol. IL delle Memorie storiche e Documenti su Carpi, 
con la ragione di esso esposta dalla Commissione di Storia patria 
ed Arti. Carpi, Pederzoli e Bossi tip. 1881. 8^ 41 S. 

[604.] Nederlandsche Bibliographie. Lijst van nieuw ver- 
Bcbenen Boeken, Eaarten, enz. in het Koningnjk der Neder- 
landen. Uitgegeven door J. L. Beijers te Utrecht en Martinas 
Nijhoff te 's Gravenhage. 8". 12—15 Nrr. ä Vg— 1 Bog. Nebst 
Bester. Pr. n. 2 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 448.) 

Wissenschaftlich, wie schon im letztvergangenen Jahre, geordnet. 

[605.] Dansk Bogfortegneise for aarene 1869 -1880. Utar- 
beidet af J. Vahl. Hft. 10 — 12. Kjöbenhavn, ForJagsbureaut. 
4«. 8. 145—92. Pr. ä n. 1,50 Mk. (8. oben Nr. 422.) 

Enth. die Artikel „Prinds' bis „Ugeblad''. 

[606.] Philologisches Schriftstelldr- Lexikon von W. Pökel. 
Leipzig, Krüger, gr. 8®. Vin, 328 S. Pr. n. 12 Mk. 

Ein dem philologischen Bibliographen willkommenes Hilfsbuch. 

[607.] * L'Ann^e politique (1881) avec un index raisonn^, 
une table chronologique, une bibliographie, des notes, des doca- 



244 Litteratur und Miscellen. 

ments et des pi^ces justificatives ; par Andre Daniel. VIII. Ann^e. 
Paris, Charpentier. gr. 12^ VIII, 458 S. Pr. 3 fr. 50 c. 

[608.] '*' Coleccion bibliogräfica de lo Contencioso Administra- 
üvo por Gallostro y Frau I. Madrid. 4^ 523 S. Pr. 10 Mk. 

[609.] Wolfs natorwissenschaftlich-maihematisches Vademecum. 
Alphabetische und systematische Zusammenstellung der neueren 
und besseren Literatur-Erscheinungen des In- und Auslandes auf 
dem Gebiete der Naturwissenschaften, Mathematik und Astronomie. 
Leipzig, Kössling'sche Buchhandlung Antiquariat u. Sortiment 
(Gustav Wolf), kl. 8». 1 Bl. 298 S. 4625 Nrr. mit Nachtrag 
1027 Nrr. (S. oben Nr. 221.) 
Dem Yor Jahresfrist erschienenen naturwissensch.-mathemat 
Vademecum (s. Anz. J. 1881. Nr. 452) ist jetzt eine neue Aufgabe 
gefolgt, welche in dem am Schlüsse angehängten Register der 
systemat. Schlagwörter eine willkommene Zugabe erhalten bat 
Man ist dem Herausg. die Anerkennung schuldig, dass er alle Auf- 
merksamkeit darauf verwendet, die von ihm ins Leben gerufene 
Schöpfung der Vademecnms möglichst vollkommen zu gestalten. 

[610.] * Delle Bibliografie speciali, e particolarmente di 
quella Apistica. Lettura fatta al I Congresso intemazionale Api- 
stico tenutosi a Milano nel settembre 1881 da Francesco Belü-a- 
mini de Casati. Flrenze, tip. Succ. Le Monnier. gr. 8^. 22 S. 

[611.] ©runbri^ bei Oeftenetcibifciben ®efd6i(i^te mit befonberer fftüd^ 
\id)t auf OueUens unb Siteroturtunbe beacbeitet t>on Dr. ^tan^ Aconed 
91 10. 3Ratd)(anb, t. t. o. ö. $rofefior a. b. Unio. i. &tah. 9Bien, ^ölber. 
gt. 8^. im. VI, 926 ©. $t. n. 14,40 SKL 

Sehr zahlreiche Litteraturangaben, die theilweise freilich zu 
compendiös gehalten sind, um überall u. jedwedem verstandlich zu 
sein < — fQr bibliographische Zwecke ohne sonderlichen Werth. 

[612.] * Dictionnaire du Departement de TEure. Edition revue, 
corrig^e, augment^ et mise ä jour sur les documents officiels, 
suivie d*une carte du d^partement et d'une bibliograpbie. Evreux* 
imp. H^rissey. 8«. XLIV, 360 S. Pr. 6 Fr. 

[613.] * Het hooger onderwijs te Amsterdam van 1632 tot 
onze dagen. Bibliographische bijdragen van G. D. Bom H. Qz. 
Afl. 1. Amsterdam, Bom. gr. 8®. 48 S. Pr. 0,60 F. 

Vollständig in 10 Lief. 

[614.] * Dodatek do Bibliografii Statatn Litewskiego pnez W2ad. 
Pobog. Görskiego. (Odbitka z Prtegli^da bibliograficzno-archeologicznego.) 
Warszawa, druk. Skiwskiego. 1881. 4*. 12 S, 

[615.] * Po^sies diverses de Gilbert, avec une notice bio- 
bibliographique, par Paul Perret Paris, Quantin. 8®. XXXVI, 
227 S. m. Portr. u. Autogr. Pr. 10 Fr. 

Gehört zu den „Petits Pontes du 18e sidcle". 



w^ 



"«1 • 4, ^" • 



Litteratur und MiscoUen. 245 

[616.] * Dom Mang^rard, histoire d'un Bibliographe Lorrain, 
de l'ordre de Saint-Benoit, au XVIIIe sidcle; par J. B. Buzy, 
anden professeor aux Ijcees de Beims et de Sens. Chälons-sur- 
Mame, imp. Maiün et Thouille. 8^ 303 S. Pr. 3 Fr. ^ 

[617.] * Iphig^nie, tragddie; par J. Bacine, Nonvelle Edition. 
confonne an demier texte reva par J. Bacine, avec toutes les 
YarianteB, une introduction (analyse des pi^ces d'Eoripide, de 
Botroiiy de Bacine; appr^ciations littäraires; bibliographie, etc.) 
ei an commentaire philologique et littäraire, par L. Humbert, 
profeseeur. Paris, Garnier fr^res. 12^. 144 S. 

[618.] Friedrich Zöllner. Ein Vortrag zum Gedächtniss ge- 
halten im Akademisch-Philosophischen Verein zu Leipzig am 4. 
Mai 1882 von Moritz Wirth. Mit Zöllners Bild und Handschrift. 
Leipzig, Mutze, gr. S^. 32 S. m. 1 Taf. Pr. n. 0,40 Mk. Enth. 
am Schlüsse einen Prospect XVI S., worin sich die Zöllner*schen 
Schriften verzeichnet finden. 

Die Verzeichnung hat weniger bibliograph., als bibliopol. Zweck. 

Bnchhftndlei^ nnd antlqnarlftehe Kataloge. 

[619.] * Frederik Muller. In memoriam. (Door A. C. Kruse- 
maD.) [Overgedrukt uit de levensberichten der afgestorven leden 
van de Maatschappij der Nederl. letterkunde.] (Haarlem, Ensched^ 
en Zonen) kl. 4^ 96 S. (Nicht im Handel.) 

Zur Erinnerung an den im vor. Jahre verstorbenen (s. Anz« 
J. 1881. Nr. 190) verdienstvollen Amsterdamer Buchhändler Muller, 
der sich auch als Bibliograph einen Namen von gutem Klange 
gemacht hat. 

[620.] * Alphabetische Naamlijst van fondsartikelen, welke 
in de jaren 1880 en 1881 aan andere uitgevers z^n overgegaan; 
slnitende met de veiling van de fondsartikelen van wijlen C. L. 
Brinkman, 27. December 1881, met achtervoeging van ten tegen- 
wordigen eigenaar. Baam, Burck. gr. 8^. 20 S. Pr. 0,30 F. 
[621.] CXLni Katalog des antiquarischen Bücherlagers von 
Albert Cohn in Berlin. — Ausgewählte Sammlung seltener Werke 
ans allen Grebieten der Literatur und Wissenschaft grösstentheils 
ans dem XV.— XVII. Jahrhundert. I. Abth. 8®. 1 Bl. 36 S. 
463 Nrr. (S. oben Nr. 526.) 

Enth. in alphab. Beihenfolge die Artikel : A — Bec, einschliess- 
lich Alsatica et Lotharingicu, Americana, Anabaptistica, Anatomie 
mit Medicin u. Naturwissenschaften, Astronomie mit Mathematik 
u. Arithmetik, Austriaca mit Hungarica, Transilvanica u. Moldo- 
Wallachica. 

[622.] No. 30. Verzeichniss des Antiquarischen BQcherlagers 
der Dieterichschen Sortiments - Buchhandlung in Göttingen. 8^ 
1 BL 12 S. 349 Nrr. 



246 Litteratur und Miscellen. 

Enth. Mathematisches u. Naturwissenschaftliches mit Yer* 
wandtem. 

[623.] VI. Antiquarischer Catalog der N.G. Elwert*schen üniver- 
sitäts-Bachhandlung in Marburg. — Auswahl seltener und werth- 
Yoller Werke aus allen Gebieten der Literatur, von Erfindung 
der Buchdruckerkunst bis zur Neuzeit. 8^ 1 Bl. 110 8. 1553 Nrr. 

Grösserentheils Werke aus Deutschen Pressen — gute Auswahl. 

[624.] Verzeichniss No. 1 des antiquarischen Bücherlagers 
von Georg Fröhner in Esslingen a. N. 8^. 15 S. 352 Nrr. 

Enth. hauptsächlich Bechts- und Staatswissenschaft; ausserdem 
eine kleine Anzahl verschiedener BQcher, worunter ,,20 in Indien 
geschriebene Mss. in Canaresischer Sprache, deren Verzeichniss auf 
Verlangen gern zu Diensten steht''. 

[625.] Nr. 8. Antiquarisches Bücher-Läger von Gerschel & 
Anheisser Antiquariat und Buchhandlung Stuttgart 8°. 1 BL 
.56 S. 1617 Nrr. 

Enth. Litterargeschichtliches, Belletristisches, Populär-Theolo- 
gisches mit Verwandtem, Musikalisches u. Dramatisches. 

[636.] Verzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers von Ch. 
Graeger in Halle a. S. Nr. 218. — Philologie und Alterthums- 
knnde. 8^ 1 BL 54 S. 2792 Nrr. 

Zur grösseren Hälfte Griech. u. Latein. Schriftsteller nebst 
Neulateinem, im übrigen viele Linguistik. 

[627.] XLVIIL Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers 
von Caspar Haugg in Augsburg, gr. 8°. 1 Bl. 32 S. 657 Nrr. 
(S. oben Nr. 252.) 

Enth.: Auswahl litterar. Seltenheiten, insbesondere Amerika, 
Schweden, Polen, Ungarn, Türkei, Frankreich u. Elsass betr. ; Bücher 
mit Holzschn. u. Epfm.; Inkunabeln; Musik; Curiosa etc. 

[628.] No. 9. Catalog des Antiquarischen Bücherlagers von 
J. Hess in Ellwangen. — Seltene und werthvolle Werke, Holz- 
tafeldruck, Incunabeln, alte Holzschnittwerke etc. Manuscripte 
auf Pergament und Papier, Heraldische Manuscripte, Handzeich- 
nungen & Malereien, Autographensammlung. (A. m. Franz. Tit) 
S^. 1 BL 42 8. 247 Nrr. (S. oben Nr. 529.) 

Von grösstem Interesse. 

[629.] Nr. 72. Catalog des antiquarischen Bücherlägers 
von Joseph Jolowicz, Buchhandlung und Antiquariat in Posen 
(Preussen.) Inhalt: Deutsche Literatur. 8^ 1 BL 62 S. 1863 
Nrr. (S. oben Nr. 440.) 

Zum überwiegenden Theile Deutsche Litteratur von der Mitte 
des XVIII. Jbrhdts. bis zur Gegenwart 

[680.] No. 259 & 260. Bücherverzeichniss über Werke 



1. 4 ■ ■ 



Ijiit<»ratur und Miscellen. 247 

ans dem Gebiete der Astronomie , Mathematik, Naturwissen- 
scbafleD, Medicin, Thierheilknnde, Technologie, Landwirthschaft, 
Forst- nnd Jagdwissenschaft & über Werke ans dem Gebiete 
der Sechts- nnd Staatswissenschaft;, welche bei Theodor Kampff- 
mejer in Berlin zu haben sind. 8^. 1 61. 46 & 1 Bl. 22 S. 
(S. oben Nr. 530.) 

Wie immer, billige n. gangbare Bücher. 

[631.] Nr. 646 — 49. Antiquarisches Bücherlager vop Kirch- 
hoff & Wigand in Leipzig. Juni 8«. (S. oben Nr. 531.) 

Enth.: in* 646 Beschreibende Naturwissenschaften. I. Ver- 
misehies. Entwickelungsgeschichte, Anthropologie, Geologie, Mine- 
ralogie, Palaeontologie und Bergbau (2 Bll. 48 8. 1562 Nrr.); in 
647 Desgl. II. Zoologie (1. Bl. 34 S. 1160 Nrr.); in 648 Desgl. 
IIL Botanik, Gartenbau (1 Tit.- u. 39 S. 1403 Nrr); in 649 
Medicin nnd Veterinärwissenschaft; (1 Bl. 90 S. 3230 Nrr.). 

[632.] Antiquariats- Sortiments- und Verlags-Buchhandlung 
Yon Wilhehn Eoebner (L. F. Maske's Antiquariat) in Breslau. 
155 Katelog: KathoUsche Theologie. 8^. 1 Bl. 37 S. 1199 Nrr. 
(S. oben Nr. 532.) 

Hauptsächlich neuere, sowie ältere Deutsche Litteratur. 

[633.] K. F. Koehler's Antiquarium in Leipzig. Catalog 
No. 364 & 365. 8^ 1 Bl. 90 8. 2174 Nrr. ä 1 Bl. 82 S. 
Nr. 2038 Nrr. (S. oben Nr. 533.) 

Die beiden Kataloge, von denen der eine Orientalia u. der 
andere Theologie u. Philosophie enthält, zeigen auf dem Titel den 
Prachtbau, welches sich das K.*sche Antiquarium in neuester Zeit 
als Heim erwählt hat. Beim Anblicke dieses Prachtbaues bekommt 
man unwillkürlich Respekt vor der Grossartigkeit des K.'schen 
Geschäftes, falls man dasselbe früher noch nicht gekannt haben 
sollte. Und der Einblick in die beiden reichhaltigen und werth- 
Tollen Kataloge zeigt die Gediegenheit des Antiquariums, welches 
ich aus langer Bekanntschaft bestens empfehlen kann. 

[634.] Nr. XX. Bibliotheca Patria. Verzeichniss alter und 
neuer, zum Theil seltener und werthvoller Bücher über Russ- 
land, Polen und die Ostseeprovinzen, welche vorräthig sind bei 
N. Kymmel, Buch- und Antiquariatshandlung in Riga. (Auch m. 
Franz. Tit.) 8». 2 BU. 113 S. 2600 Nrr. 

Reichhaltigkeit u. gute Redaction erheben diesen Katalog über 
das Niveau gewöhnlicher Antiquarkataloge u. geben ihm mehr den 
Werth eines für den litterarischeu Bedarf der grösseren Menge 
bestimmten Nachschlagebuches. Der Herausg. — als Commissionär 
der Staatsdruckerei, der Kais. Akademie d. Wissenschaften, der 
Kais, öffentl. Bibliothek u. des hydrograph. Departements des See- 
misisteriums, sowie der Kaiserl. Universitäten zu Charkow, Kasan 



248 Litterätur und Miscellen. 

u. Kiew — hat allerdings auch die Mittel, mehr zu bieten, als dies 
andere Antiquarlager zu thun im Stande sind. 

[685.] Nr. 65. Katalog einer ausgewählten Sammlung von 
Werken aus den Gebieten der Bechtsgeschichte, Encydopädie, 
Bechtsphilosophie, des Strafrechts und Strafprozesses, einschliess- 
lich Gerichtliche Medicin und Polizei. Zu beziehen von dem 
Buchhändler und Antiquar B. L. Präger Specialgeschäft für 
Bechts- und Staatswissenschaften und Geschichte in Berlin, 8®. 
1 Bl. 65 S. 1950 Nrr. (S. oben Nr. 447.) 

Hauptsächlich an Deutscher Litterätur reiche^ systematisch 
geordnete Sammlung. 

[636.] Catalogo dl Opere di Bibllografia Biografia e Storia 
lett^raria. Boma, Dario Gniseppe Bossi. 8^. 87 S. 786 Nrr. 
(Auct 22. Mai.) 

Eine werthvolle u. namentlich an Ital. Litterätur reichhaltige, 
aber liederlich zusammengestellte Sammlung. Es würde doch wahr- 
lich keine grosse Mühe gemacht u. sich auch der Mühe verlohnt 
haben, wenn das Gleichartige zusammengruppirt worden wäre. Doch 
davon wenig Spuren! Und was mag denn Nr. 572 mit dem ganz 
unverständlichen Titel „Index Bibliothecae — Mss. Oartaceo in 
fol.'' enthalten? 

[637.] No. 69 a. Lager -Yerzeichniss des Schleswig-Holstei- 
nischen Antiquariats (E. v. Maack) in EieL — English books. 
8«. 1 Bl. 32 S. 980 Nrr. (S. oben Nr. 538.) 

Neuere u. ältere Litterätur. 

[638.] 165. Antiquarischer Catalog von Felix Schneider (Adolf 
Goering) in Basel — Bibliotheca Theologica. ü. Abth.: Histo- 
rische Theologie. 8^ 1 Bl. 81 S. 2514—4250 Nrr. (S. oben 
Nr. 363.) 

Die in. Abth., welche, Praktische Theologie u. Askese enthalt, 
die Sammlung abschliessen wird, ist in Bearbeitung. 

[639.] 108. Antiquarischer Anzeiger der Weller'schen Buch- 
handlung (Oscar Boesger) in Bautzen. Inhalt: Curiosa. Varia. 
8«. 1 Bl. 42 S. 1060 Nrr. 

Hauptsächlich Alchymie n. Verwandtes, Freimaurerei u. ge- 
heime Gesellschaften, Geschlechtsleben, etc. 

Blbllothekwiflfiiengcliafll. 

[640.] Monthly Notes of the Library Association of the United 
Kingdom. Vol. HL (S. oben Nr. 541.) 

Enth. in Nr. 5 : Official Notices — May Monthly Meeting — 
The Tomlinson Library, by W. J. Haggerston — Library Notes — 
Notices of Bibliograpbies — Catalogues and Beports — Notes 
and Queries. B. 



Litteratur und Miscellen. 249 

Bibllothekenknnde. 

[641.] epitta^iBe^ tmb tne Sibliot^t in fiairo. Sott $rof. Dr. 91. 
aRüOcc in (KiUe a. S. @nt^. in ber Seilage stft Slugdburget M^e^ 
ttcinen Seitung. gr. 4^ 9lr. 131. 6. 1928. 

Hinweis auf die fQr die Oiiental. n. historischen Stadien durch- 
aoB verderblichen Folgen, welche durch die plötzliche Absetzung 
des Deutschen Spitta-Bey, Direktors u. verdienten Organisators der 
vicd^önigl. Bibliothek im Darb-el-gamämlz (Sykomorenstrasse) in 
Kuro, von seinem Amte im Ministerium des WsJcf (Cultusministerium) 
imansbleiblich herbeigeführt werden müssen. 

[642.] BuUetin of the Boston Public Library. Vol. V. No. 2. 
(Whole No. 61.) March 1882. Lex. 8^ S. 61—124. (S. oben 
Nr. 872.) 

Enth. das Verzeichniss des der Bibliothek im I. diesjährigen 
Quartale zu Theil gewordenen reichen Zuwachses, nach den ver- 
schiedenen Bibl.-Branchen geordnet Ausserdem an der Spitze die 
irewöhnlichen Personal- u. Bibl.-Notizen, sowie am Schlüsse folg. 
Specialitäten: Copyright (Schluss); Ireland and the Land Question ; 
Civil -Service; Parliamentary Sessional Papers of Great Britain, 
Session of 1880; Notes. 

[643.] * Catalogue of the Public Library of Brookline (Mass.) 
Supplement. [By Miss M. A. Bean.] Brookline. 1881. 8®. 
8 BU. 581 S. 

Das Supplement enthält über 10,000 Bde. Der Gesammtbe- 
stand der Bibl. beläuft sich auf mehr als 26,000 Bde. 

[644.] Zugangs-Verzeichniss der Grossherzoglichen Hofbiblio- 
thek in Darmstadi 1. Quartal 1882. — Unterzeichnet: Gross- 
herzogliche Hofbib]iothek-Direction. Dr. Walther. Ausgegeben 
im Mai 1882. 80. 24 S. (S. oben Nr. 879.) 

Unter den Zugängen finde ich auch das Börsenbl. f. den 
Deutsch. Buchhandel mit verzeichnet. Was hat denn da die Ent- 
ziehung des Postdebits eigentlich genützt? 

[646.] Proben aus den Katalogen der Hamburger Stadtbiblio- 
thek. Goethe. Klinger. — [Yerfasst von] M. Isler. Enth. im 
Anhange zum Verzeichniss der Vorlesungen, welche am Ham- 
burgischen Akademischen und Beal-Gymnasium von Ostern 1882 
bis Ostern 1888 gehalten werden sollen hrsg. von H. G. Beichen- 
bach. Hamburg, gedr. bei Meissner. 4^ 22 S. 

Von besonderem Interesse ist das Verzeichniss der grösseren- 
theils seltenen Klinger'schen Schriften, deren nahezu vollständige 
Sammlung als Vermächtniss aus der Verlassenschafb des Actuars 
des Zehntenamtes Johann Gottfried Hallicr in den Besitz der Bi- 
bliothek gekommen ist. 

[646.] Verzeichniss der Bibliothek des Schlosses Kalling. 



250 Litteratur und Mißcellen. 

Bücber mit Holzschnitten und Kupferstichen, Incunabeln, Manu- 

6cr jpte etc. etc., sowie mehrere kleinere Sammlangen neuerer Bücher. 

München, Carl von Lama. S^. 40 S. 920 Nrr. (Auct. 24. Mai.) 

Die 734 Nrr. starke Schlossbibliothek besteht ausschliesslich 

aus älterer u. theilweise seltener Litteratur. 

[647.] Der Bectoratswechsel an der Kaiser-Wilhelms-Universität 

Strassburg am 1. Mai 1882. Strassburg, Univ. Buchdr. von 

Heitz. gr. 8^. Enth. in dem Bückblick auf das erste Jahrzehnt 

der Universität vom Prorector Prof. Dr. A. Michaelis S. 48 — 50 

u. 62 Mittheilungen über die Universitäts- u. Landesbibliothek. 

Der Verf. hat in Bezug auf die Beschaflfung u. Benutzung der 

Bibliothek glänzende Resultate zu verzeichnen gehabt. Von etwa 

120,000 Bden, welche die Bibliothek bereits nach einem halben 

Jahre ihres Bestehens besessen hatte, war der Bestand fünf Jahre 

später schon auf mehr als 400,000 u. beim Beginne des lauf. 

Jahres auf über eine halbe Million (524,900) Bde gestiegen. Die 

Zahl der 1872 — 81 ausgeliehenen Bücher — die im Locale selbst 

benutzten also nicht mit eingerechnet — hat nicht weniger als 

440,420 Bde betragen. 

[648.] Gesammt-Catalog der Bibliothek der Deutschen Shake- 
speare-Gesellschaft in Weimar. [Unterzeichnet: Der Bibliothekar 
der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft Dr. K. Köhler.] Beilage 
zu Band XVU. des Shakespeare- Jahrbuches. Weimar, Hoscbke 
in Comm. gr. 8^. S. 58 — 82. Mit weissem Pap. durchschossen. 
An Stelle der seither im Jahrbuche mitgetheilten Bibl-Zu- 
wachsverzeichnisse ist nun einmal in angemessener Weise ein Ka- 
talog des gesammten Bestandes der bis jetzt angesammelten reichen 
Bibliothek gegeben worden. Derselbe zerfallt in folg. sechs Ab- 
schnitte: I. Ausgaben sämmtUcher u. einzelner Werke Sh. 's; ILA. 
Uebersetzungen u. Bühnenbearbeitungen der Dramen Sh.'s in 16 
Sprachen u. B. Uebersetzungen der Gedichte Sh.'s; III. Shakespea- 
riana; IV. Geschichte des englischen Dramas, sammt Vorgängern 
u. Zeitgenossen Sh.'s; V. Wörterbücher; VI. Varia. 

[649.] Joseph Haupt, geb. zu Czernowitz. 29. Juli 1820. gest. 
zu Weinhaus bei Wien. 22. Juli 1881. [Nekrolog verfasst von 
Dr. Faust Pachler, erstem Gustos der k. k. Hofbibliothek. Aus 
dem Almanach der kais. Akademie der Wissenschaften. Jahr- 
gang 1882.] Aus der k. k. Hof- u. Staatsdruck, in Wien. kl. 8®. 
40 S. 

Der in nahezu vollendetem 61. Lebensjahre verstorbene Castos 
der k. k. Hofbibliothek Haupt, ein zwar vielfach (obwohl nicht 
ohne alles eigenes Verschulden) angefeindeter, aber auch ohne allen 
Zweifel bedeutender Mann, hat im vorl. Nekrologe von seinem Col- 
legen Pachler einen ebenso pietätsvollen, wie Würdigen Nachruf 
erhalten, welcher jedenfalls dazu beitragen wird, die in Hauptes 



rxT. ^ ■■-■ 



Litteratur und Miscellen. 251 

Leben hervorgetretenen Licht- u. Schattenseiten sondern zu helfen 
u. im Auge des unbefangenen in das richtige Licht zu stellen. 
Nicht zu iäugnen ist, dass Haupt selbst Schuld daran trägt, sich 
seine Feinde zu schaffen u. seine Gegnerschaft gross zu ziehen, 
aber ebenso wenig ist zu verkennen, dass man ihm viel Unrecht 
angethan hat. Ich erinnere beispielsweise die Leser nur an das ihm 
als Hauptarbeiter der „Tabulae Codd. mss. praeter Graecos et 
Orientales in Bibliotheca Palat. Vindob. asservatorum'' verkümmerte 
Bechty sich als solchen auch öflfentlich zu nennen. S. hierüber Anz. 
J. 1875. Nr. 772. 

[650.] * Le Cabinet historiqne, moniteur des Biblioth^ues et 
des Archives. Nouvelle S^rie, publik sous la direction de U. 
Robert, empioy^ au d^partement des manuscrits de la Biblioth^ue 
nationale. Janvier-Fevrier. Paris, Champion. 8^ 112 S. Er- 
scheint alle 2 Monate. Jahrespr. f. In- u. Ausland 18 Fr. 

[651.] * Bulletin de -la Bibliothlque pödagogique de l'arron- 
dissement d'Alais. Nr. 1. Janvier 1882. Alais, imp. Brugueirolle. 
8« 8 S. 

[652.] * Catalogue de la Biblioth^ue populaire de Jamac 
(Charente). Angouldme, impr. Roussand. 12^. 27 S. 

[658.] * Catalogue de la Biblioth^ue de la Ville de Troyes ; 
par Emile Socard, conservateur. Tom. IX. Belles-Lettres. T. 1. 
Troyes, impr. Bertrand-Hu. 1881. 8«. V, 590 S. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 701.) 

[654.] * Preliminary List of Bibliography in the new Reference 
Library of the Public Library of Birmingham, 1881 — 2. Birming- 
ham. S^. 16 S. 

[655.] Public Library of Leeds. Catalogue of section N: 
Poetry and Dramatic Literature. Leeds, Jan. 1881. [1882.] 16®. 
2 Bl. 58 S. Pr. 3 d. 

[656.] Le Scritture in volgare dei primi tre secoli della 
lingua ricercate nei Codici della Biblioteca nazionale di Napoli 
dair assistente Alfonso Miola. (Continuazione.) Enth. in: II 
Propugnatore Periodico bimestrale di Filologia, di Storia e di 
Bibliografia instituito e diretto da Francesco Zambrini. [Tn 
Appendice alla Collezione di Opere inedite o rare.] Tom. XV. 
Part 1. Bologna, Romagnoli. gr. 8®. S. 139—75. (S. oben Nr. 74.) 

[657.] * Catalogvs Bibliothecae Amstelredamensis. Lvgdvni 
Batavorum. Ex officina Henrici ab Haestens. Anno CIO. lOCXII. 
[Herdrukt en uitgegeven, naar het eenig bekende eiemplaar toebe- 
boorende aan de Üniversiteits-Bibliotheek te Cambridge, door Dr. 
H. C. Rogge.] Amsterdam, Rogge. 1882. 4^. 16 u. 82 S. 
Pr. 12,50 F. 



252 Litteratur und Miöcellen. 

[658.] * Catalogus van de Bibliotheek over Utrecht. Door S. 
Muller Fzn. Utrecht, Beijers. gr. 8^ XII, 382 S. Pr. 5 F. 

[659.] * Catalogo della Libreria patria (fondata in Lugano 
da Lavizzari nel 1861). Compilato dal Prof. Giovanni Nizzola 
cnstode della medesima. Lugano, tip. Ajani e Bema. 8^. 136 S. 

[660.] * Catalogo della Biblioteca del Liceo cantonale in Lu- 
gano. Bellinzona, tip. cantonale. Aprile 1882. 8®. 482 S. 

PrlTatbibliotlieken. 

[661.] Sciences exactes & naturelles — Math^matique, Astro- 
nomie, Nautique, Physique et Chimie, Poids et Mesures, Techno- 
logie, Science des Ingenieurs, Industrie, Pierres precieuses. 
Histoire naturelle (Soci^tds savantes, G^n^alit^d, Zoologie, Bota- 
nique et Horficulture, GFeologie et Pal^ntologie). — Catalogue 
des Bibliothöques form^ par feu Dr. C. J. Matthes Professeur 
de Math^matique et d'Astronomie ä rUniversit^ d'Amsterdam 
et Dr. F. J. Stamkart, Ancien Professeur ä TFcole Polytechnique 
ä Delft etc. Amsterdam, Fr^derik Muller Sr Co. gr. 8^ 1 Bl. 
141 S. 2879 Nrr. 

Hauptsächlich Holländische, nächstdem Franz., Deutsch., Engl. 
Litteratur. 

[662.] 66. Bücher-Yerzeichniss aus Mayer & Müller's Anti- 
quariat in Berlin. — Chemie enthaltend die Bibliotheken des 
Prof. Dr. W. Heintz in Halle, des Prof. Dr. Böttger in Frankfurt 
a. M. und des Prof. Dr. Moser in Königsberg. 8^. 71 S. 
2284 Nrr. 

Allgemeines etc.; Alchemie u. ältere Chemie; Reine u. ana- 
lytische Chemie; Angewandte Chemie mit Metallurgie etc. 

[663.] * Catalogue de livres de T^cole romantique, publica- 
tions illustrdes du XIX e si^cle, vignettes pour ruiustration des 
livres et nombreuses pi^ces de th^tre, composant la Biblioth^ue 
de Marius Barras. Paris, Porquet. 8**. 96 S. 783 Nrr. 
(Auct 15. Mai.) 

[664.] Verzeichniss No. 17 des antiquarischen Bücherlagers 

von Weiss & Schack vorm. Weiss & Neumeister in Leipzig. 

Enthaltend : die von Geh. Hofrath Professor Dr. C. Bruhns, weil. 

Director der Sterwarte in Leipzig hinterlassene Bibliothek. 8^. 

1 Bl. 54 S. 1360 Nrr. (8. oben Nr. 391.) 

Enth.: I. Astronomie; IL Geodäsie u. Ortsbestimmung; III. 

Mathematik; IV. Physik, Meteorologie, Mechanik u. Nautik; V. 

Varia. 

[666.] Die Bibliothek des Professors der Chirurgie Dr. Bryk 
in Krakau u. m. A. enthaltend. — Nr. 67. Antiquarischer 



Litteratur und Miscellen. 253 

Katalog von Eduard Besold's Antiquarium in Erlangen. Medicin. 

8«. 1 Tit.. u. 161 S. 5118 Nrr. 

Diese reiche u. systematisch wohl geordnete Sammlung, welche 
sich namentlich im Fache der Litteratur der alten Aerzte u. der 
Chirurgie auszeichnet, ist nicht nur an sich, sondern auch in sofern 
der besonderen Beachtung werth, als sie, neben der neueren Litte- 
ratur hauptsächlich zum praktischen Gebrauche, auch viele ältere 
Schriften zum wissenschaftl. Studium enhält 

[666.] * Catalogue de livres anciens, liyres modernes, gravures 
ancienneSy gravures modernes de tous styles et de toutes ^poqnes. 
Dficorations, architecture etc. Suite de gravures des XVIII e 
et XIX e fiidcles pour illustrations litt^raires, dessins anciens et 
dessins modernes, livres ä vignettes du XVIIIe et du XIX e 
sidcles, composant la Cabinet de E. L. C***, architecte däcora- 
tenr. Paris, Clement. 8». 52 S. 500 Nrr. (Auct. 8. Mai.) 

[667.] * Osservazionl sopra alcnni codici della Libreria di 
G. F. Durazzo, da G. L. Oderico, pubblicate da Achille Neri. 
[Dal Giomale Ligustico.] Genova, tip. Sordomuti. 1881. 8^ 
176 S. Pr. 2,50 L. 

[668.] Nr. 7. Bibiiotheca mathematica, mechanico-technologica, 
physico-chemica, historica naturalis. Antiquarisches Bücher-Lager 
y<m Oskar Gerschel's Antiquariat & Buchhandlung, Gerschel & 
Anheisser in Stuttgart. 1. — Beine und angewandte Mathe- 
matik. Unter anderen Sammlungen die nachgelassene Bibliothek 
des Professor Dr. Bdmhard von Gugler, weil. Bector am K. Poly- 
technikam zu Stuttgart, enthaltend. 1881. S^. 1 Bl. 58 S. 
1821 Nrr. 

Grösstentheils Deutsche Litteratur. 

[669.] N. 28. Catalogo di una ricca collezione di Libri 
aDtichi rari e preziosi appartenuti AI Mardhese D. P. de L"*"** 
distinto Bibliofilo Spagnuolo. Roma, Dario Guiseppe Bossi. 8^. 
88 S. 464 Nrr. (Auct. 20. Juni.) 

Viele ausgewählte ältere Italien., aber wenig Spanische Litteratur. 

[670.] Biblioteca storica Italiana Bullettino periodico bime- 
sirale Anno VL Maggie — Giugno 1882. Num. 65—66. — 
Catalogo di sceltissima Biblioteca appartenuta al fu notissimo 
filologo Italiano Abate Luigi Bazzolini (parte IV) contenente 
Storia, Crusca e Curiositä aggiuntavi la parte terza della Biblio- 
teca di distinto letterato Napoletano contenente Storie Patrie, 
Archeologia e Numismatica Vendibili presse Gennaro Ciofü e 
üglio. Napoli, tip. di Marchese. gr. 8^ 1 Bl. 83 S. 3001 bis 
4500 Nrr. (S. oben Nr. 474.) 

Grösserentheils ausgewähltere Italienische, ältere sowohl als 
neuere Litteratur. 



254 Litteratur und Miscellen. 

[671.] * Bibliographie des dditions originales d'Auteurs Pran- 
9ais composant la Bibliothdque de feu A. BochebUi^re, ancien 
conservateur k la Bibliothdque Sainte-Qenevi^?e, r^digee avec notes 
et ^claircissements par A. Claudin. Part. 1. Paris, A. Glaudin. 
18«. XXIV, 456 S. 841 Nrr. Pr. 2 Fr., auf Holland. Pap. 5 Fr. 
(Auct. 31. Mai.) 

[672.] Bibliotheca Sengebuschiana. — Katalog No. 65. Bücher- 
Verzeichniss von Mayer & Müller Berlin. Classische Philologie. 
Enthaltend n. a. die Bibliothek des Dr. M. Sengebusch, weiland 
Prof. am Qymnasium zum Granen Kloster in Berlin. 8^. 1 Bl. 
169 S. (S. oben Kr. 558.) 

£in sehr werthvoller Büchenrorrath von c. 8000 Nr., zur 
kleineren Halfle ans Griechischen u. Latein. Autoren u. im übrigen 
aus Linguistik^ Alterthumswissenschaft u, Pädagogik bestehend. 

Abdrücke ans BlbL-Handschriften. 

[673.].'*' Berlin anno 1690 Zwanzig Ansichten aus Job. Strid- 
beck's des Jüngeren Skizzenbuch. Nach den in der kgl. Bi- 
bliothek zu Berlin aufbewahrten Originalen herausgegeben und 
erläutert von Dr. W. Erman, Custos der kgl. Bibliothek. Mit 
einem Plan von Berlin aus dem Jahre 1685. Berlin, Amsler 
& Buthardt. 1881. qu. Fol. 2 BU. 28 S. u. 21 BU. mit 
Photographie. 

Hierüber s. Literar. Centralbl. 1882. Nr. 25. Sp. 845—46. 

[674.J Buodlieb der älteste Boman des Mittelalters, nebst 
Epigrammen mit Einleitung, Anmerkungen und Glossar heraus- 
gegeben von Friedlich Seiler. Halle, Buchhandl. d. Waisenhauses. 
8«. Xra S. & 1 Bl. 329 S. Pr. n. 4,50 Mk. 

Aus der Münchner Hof- u. Staatsbibliothek. 

[675.] '*' Erlauer Spiele. Sechs altdeutsche Mysterien, nach 
einer Handschrift des XV. Jahrhunderts zum erstenmale heraus- 
gegeben und erläutert von Dr. Karl Ferd. Kummer. Wien, 
Holder, gr. 8«. LXI, 199 S. Pr. n. 7,20 Mk. 

[676.] * N^ociations, pendant les ann^ 1698, 1697, 1698 
par Monsieur le Comte d'Avaux, publice pour la premidre fois 
d*apr^s le manuscrit, conserv^ ä la Bibliothöque de TArsenal h 
Paris par J. A. Wynne. Tom. I. Utrecht, Kemink en zood. 
gr. 8^ Vn, 631 S. Pr. 8 F. 

[677.] Aus Aachen hat der Bibliotheksekretair an der tech- 
nischen Hochschule H. Pappermüller, der schon längst die Stelle 
des eigentlichen Bibliothekars versehen (s. Anz. J. 1880. Nr. 412), 
den Titel „Bibliothekar" verliehen erhalten. 

[678.] Aus Agram beabsichtigt der Professor Dr. Leopold 



i^iMiiiiwiim- i. }äC-:&.-üä%.T. Ol -L Eü. AckL ;2 Wlsl 
Sr. I. S. 32. 

dB iMBr^nams n 3aji!t-L«s«a t':«; <± ji ^ 'i:cäx«B ^ArL 
fiihBidiü idäüLiisbüi n.':a«ffiuK«f JLuiit:;^ B(ri:i£ (n3ü=^:: 

PiQü ferrnalit ium-'r:. ü-f ii5 1*W Jt; ita B£-:i*Ct«rBiki> 

Beebmiiiic rwniiibiii. In I=T«cari^2L c<t Kbu:^s 5« Liin;« 
TOT lS7i ±iiäffi siii Ltsöa K*. -l2 f: j^. W«i« Twwt-riü: : -Cr 

BqbK, TTiii t'iriiniiiiii' -f« äizm-£rlii«. > ]ür^tr » li Hflss«. 

FiiBot (traäjK Sr. 19 S. TS — S<>. 

[CW/ A3H B: »1 : E. — Ti? Lli.nrr :f ä* IS» FtrÜaui! 

BOT d Ü>f9L TKit «iriirBS i»d F'KtMSaÜ» C'fMfi. Ui >«■ ;cT- 

ifiSL] A^ E]V;£r ifi i^ »i ^^t:^'!« B^:ilü M-:i 
1. ÄpC Dt. Saia.^ ü B:U::ü^kzr ei=^¥3T»s. 

'ßS±' Aa* H*i5i;b*rz ia ia Ki^:i£.-tkii i*r rriTtrs- 

Uli itm Gra^itn. S^us^üctdU fi^uiia v- f df^ <>. £- 

[683.] A:^ Miilasä is «=, 3. Uu if-T c-tiUS: ÜJÜ« vw 

sbPiiK«. S, Büü:«r. lalim, CriiLtiid Sr. 9, S. SS— &4. — Das 

J. 1873. Xr. 4'Mj Lu ^vinKi Aülur ztfzjt^tn - ifi njil:z 
niclit zcr Acef£lj:;jif 7rk:=j:«ii. 

fi&i.] Act Uirbhrz hu ür c^i. PrcfeSKT ;:l ize>j:JL 
Biblictfae^ der rciTtr^iiU Di. C^esir dts Clärüur aU O^«:- 
biblioUwkar beig«}^ cri^h^n. 

[665.] Auf Puriä: £iilj«, l>i:Ütl}^.i>i» a I& b-":lj:'.^c.3t 

I'eff«! d'y »lieciiiJJiiM dJTTrs ikciäiriis frws « jrlEciiiijKirßLi 
Dn munscrit de IXt et ii, X« u«>::Ie renfi-niini ie •.fr.i. :iiic:; 
CD paitie. iü tniie ies presieri |>ni^(:pi£ d« D^xtec:^. 

BitL ie li Piit.«. ChrML Sr. IS. S ::'. 
[686.] Am Paris: lUui-.* T,:_irf_' te". cL^v* -'^« =-^ 



256 Litteratur nnd Miscellen. 

tive des oeuvres complötes de Diderot, d^y collationner ses livres 
et ses manuscrits, et d'en dresser un cataJogue complet. 

(Bibl. de la France, Chron. Nr. 18. S. 76.) 

[687.] Aus Paris ist von der „importante collection de notes 
historiqnes, arch^logiqaes, biographiques et litt^raires qu*Edoaard 
Fonmier avait recueillies, et qui servaient h, ses nombreux et 
excellents travaux*' ein Theil in den Besitz der Arsenalbibliothek 
übergegangen, ein anderer auf die Geschichte von Paris bezüg- 
licher Theil in die Stadtbibliothek gekommen und das Uebrige 
voraussichtlich zur Einverleibung in irgend eine öffentliche Biblio- 
thek der Stadt bestimmt. 

(Bibliogr. de la France, Chron. Nr. 19. S. 80.).. 

[688.] Aus Paris wird in nächster Zeit in dem den Biblib- 
philen wohlbekannten Verlage von ]^d. Bouveyre & G. Blond er- 
scheinen: „Guide du Libraire- Antiquaire et du Bibliophile Yade- 
mecum k Tusage de tous ceux qui achdtent ou vendent des livres 
par J. de Beauchamps et ]^d. Bouveyre. Fr6c6d6 de cönsid^rations 
g^n^rales: 1. Sur le goüt des livres k notre ^poque; 2. Sur ce 
qui fait la valenr d'un livre et sur les conditions dans lesquelles 
11 vaut mieux Tacqu^rir; Sur le genre de reliure que Ton doit 
adopter pour tel ou tel ouvrage, et, enfin, sur la fluctuation des 
prix. 8®. Diese Schrift soll in Lief, k 1 Bog. ro. 2—4 Taf. aus- 
gegeben werden. Der Preis jeder Lief., deren 12 einen Band bilden, 
ist auf gewöhn]. Pap. auf 8 Fr. bestimmt. Für Liebhaber wird 
eine Luxusausgabe von 100 Exempl. erscheinen, u. zwar 60 auf 
Pap. Whatman k 6 Fr., 20 auf Chin. Pap. ä 10 Fr. u, 20 auf 
Jap. Pap. k 15. Fr. (Die erste Lief., 2 Bil. 16 S. m. Atlas 1 Bl. 
7' Taf. enth., ist bereits erschienen.) 

[689.] Aus Weimar ist der Oberbibliothekar der Grossherzogl. 
Bibliothek geb. Hofrath Dr. A. Scholl am 26. Mai im 67. Lebens- 
jahre gestorben. 

[690.] Aus Wolfenbüttel hat sich aus der litterar. Ver- 
lassenschafb des 1855 verstorbenen Bibliothekars Schönemann ein 
52 Fol. 8. starkes Ms. „Geschichte u. Beschreibung der Herzog- 
lichen Bibliothek zu WolfenbütteP' vorgefunden, welche als eine 
Vervollständigung u. Erweiterung der vom Verf. früher bereite ver- 
öffentlichten Umrisse zur Geschichte der Wolfenbüttler Bibliothek 
angesehen werden darf. Nach dem Urtheile des verst. Göttinger 
Bibliothekars Schweiger, der die Schönemann^sche Schrift mit einem 
Vorworte u. einigen Anmerkungen versehen hat, ist dieselbe der 
Veröffentlichung werth. 

[691.] Aus Zürich hat die Mnsenmsgesellschaft die gesammte 
Bibliothek des unlängst verstorbenen Emanuel Berri vermacht er- 
halten. G. H. 

Druck von Job. P&Mler in Dretdtn. 



1882. 



NEUER ANZEIGER 

fttr 

Bibliographie nnd BibliothekwissenSbhaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Fetzholdt. 

August 
B. September. inlialt: 

B&eher- n. a. Schenkung Antonio Bovaria's an das Oratorium zu Alice- 
inferiore. (Schluss.) — Zur Litteratnrgeschichte des Benedictiner-Ordens. 
— Yerschlenderung der Bibliothek der 1795 supprimirten Benedictiner- 
Abtei Eehtemach. Von Os. Heiners, Vicar in Echtemach. — Ein Mannscript 
der Bamberger Bibliothek. Von Dr. Fr. Leitschnh. — Die Nationalbibliothek 
in Paris. Von Prof. und Bibliothekar Th. Schott — Der Buchdruck auf der 
Bayrischen Landesausstellung zu Nfimberg. Von Dr. Fr. Leitschuh. — 
Katalog der Bibliothek des S. Thoraasstifts zu Strassbur^ zu Anfang des 
XY. Ja^honderts. — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[692.] Bflehei> u. a. Sehenkung Antonio Boyaria's an 
das Oratorium zn Alice-inferiore. 

13. Oktober 1475. 
(Schluss.) 

liein donat quam plarimos quintemos in parua forma descriptos, 

in qnibus agitur primo in vnlgaribus verbis et in versibus De natiui- 

tate hominis, de vita ipsius et de morte ad longnm, et De penis 

Lifemi, de gaudiia Paradisi, de vita Beligiosorum, de centum 

Cinilitatibus in mensa seruandis, de Passione domini nostri Yhesa 

Ghristiy cum aliis quam plurimis bonis documentis, nee non De 

acala Cell et eins gradibas, et De iufancia domini nostri Yhesa 

Christi, et omnia in vulgari etc. Vult preterea idem dominus fun- 

datofy non obstante donatione libroram saprascriptorum posse dare 

mntno aliqnos libros ex suprascriptis suis nepotibas ex domo Aa- 

gostini Ronarie eius fratris, in scolis et generali Studio studentibus 

etc. Item donat pro vsa cochine primo cathenas duas ferri libra- 

mm tredecim, brandalia duo habentia deauper vnum circalam ferri 

rotondnm pro quolibet, item securim ynam grossam, item falcastmm 

Tnom ferri magnnm sine puncta, item patellam vnam arami cum 

manicho ferri desuper, buffetum vnum ad sufflendum circha ignem, 

bronzinnm vnum librarum sedecim vel circha, situlam vnam ferra- 

tam, calderiam vnam mediocrem de duabus situlis, parolium vnum 

Bostagnatum librarum sex uel circha, grixolium vnum magnum, item 

cnticulam vnam pro calefaciendo cames ad ignem, item gratam 

vnam ad gratandum caseum. Item donat scutellas sex cum sex 

etiam griletis stagni fini Veneciarum et cum signo corone et cum 

duobus etiam piatellis eiusdem stagni fini; et sunt premissa axia- 

menta et vasa stagni fini ponderis librarum quatnordecim et vn- 

viaram octo. Item donat pro vsu sale et camere In suprascripto 

17 



258 Bücher- u. a. Schenkung Antonio Rovaria's. 

Uospitali et domo prout infra. Et primo donat mensas duas cum 
suis quateor tripodibus, item banchas duas satis pulcras quibus 
ytitur idem dominus Anthonius, item chatcdras duas, item capsam 
vnam magnam item vnam aliam capsam mediocrem, item archam 
vnam pro impastando et archonum vnum pro conseruando panem 
ex silibus vendendis in foro Bugelle, item causape duo, brachiorum 
quatuor Yercellarum pro quolibet, item mantiletos sex de yno brachio 
pro quolibet, item bacilam ynam cum suo bronzino pro dando aquam 
ad manus, de auri calcho. Item donat pro vsu canape et pro vino 
reponendo Yasa infrascripta. Et primo vas vnum sestariorum nouem 
et Vitra cum circulis duobus ferri, item aliud vas sestariorum octo 
cum circulis duobus ferri, item aliud vas sestariorum quatuor ei 
Vitra cum circulis duobus ferri, item aliud vas paruum vnius sestarii 
cum dimidio et cum circulis duobus ferri, item aliud vas paranio 
capax trium quartaronum ad tenendum et reponendum accetum et 
cum circulis quatuor ferri, item tinam vnam pro reponendo vuaa 
tempore vindemiarnm capacem sestariorum quatuordecim vel circlm. 
Item pro usu Hospitalis donat lectos coopertoria et linteamina prout 
infra. Et primo insequeodo ordinationes alias, vt asserit idem do- 
minus Anthonius, factas per ipsum, donat ut supra inter viuos 
lectum vnum duarum tellarum cum dimidia pro vsu et dormitione 
venerabilium Beligiosorum Fratrum mendicantium sancte Marie 
Carmelitarum, sancti Marcii et sancti Francischi de civitate Ver- 
cellai'um, quociens in uno anno continget vnusquisque ipsorum ac- 
cessum habere ad locum Burgi Alicis, ponderis ruborum cum cusino 
fid Caput trium cum dimidio vel circha, et cum paribus duobus 
linteaminum de duabus telis cum dimidia pro qualibet linteamine, 
de quinque brachiis pro quolibet et de rista canape et cum luoa 
vna magna; et casu quo eisdem suprascriptis Beligiosis et Fratri- 
buB denegetur accessua et vsus suprascripti lecü existentis semper 
super primo solario de&uper Hospitali, tunc eo casu dictis dominis 
Fratribus de VercelUs mendicantibus, vt supra, liceat et Heitern 
sit eorum propria auctoritate intrare ad locum supra^criptum et 
dicU lecti deputati pro eorum dormicione et causa studii diurni 
absque contradictione et molestia Beligiosi ibidem deseruientia nomine 
conuentus sancti Pauli de Vercellis seu aliarum quarumcumque 
personarum; pro graciarum tamen actione premissorum teneantur 
et debeant singulis annis perpetuis temporibus dicti Fratres et con- 
ventus Carmelitarum sancti Marcii et sancti Francisci vt aupra de 
Vercellis qui pro tempore fuerint in eorum Ecclesiis tempore obitus 
dicti domini Anthonii Bouarie fundatoris uel circha pro eins anioia 
et suorum parentum anniucrsalium vnum generalem facere et can- 
tare cum ,,Libera me, Domine'S ac etiam die obitus sui pro eins 
anima Deum exorare cum missis et aliis orationibus possibilibus vt 
cicius Deus misereatur eins anime. Item inferius in terra et in 



BQcber- n. &. Schenkung Antonio Boraria's. 259 

1 domns a portichu ad Capellam saprascriptam, pro hospita- 
litate paopenim aDperuenicncium pro vna noct« aut duas, donat vt 
supra lectoB duua de duabus telis pro qaolibet lecto, ponderia cum 
unaino ad caput ruboium doorum pro quolibet cum vna liuoa uel 
copertorio pro quolibet lecto et cum pariboB duabus linteaminum 
de taabns telis de canepa, quatuor bracbiorum Vercellamm in 
longitadine pro quolibet linteamine. Item donat alium lectum pon- 
ileris cum cueino ad capnt mborum dnorum vel circha de danbua 
telia et cnm vna linea ud copertorio et cum dnobus paribua lintea- 
HÜnnm de canepa bracbiorum quatuor vt anpra in longitudine et 
collMandum in cnmora prope bostiuin Hospitolis in ingressn domuB 
aiufl Boapitalia; et hoc pro vsu vnius mnlieris vcl hominis haben tia 
raram et gabernationeni de Hospitali et bonorum ipaius. Insuper 
com prefatua dominus Anthoniua Bnnarie fondator vt supra ordi- 
nauerit per publicum Inatruraentum, tradditam vt diritur et fieri 
rogatum per Baldesaarem Sandiglannm de Bianzite notarium publi- 
cum, debere celebrari miaaas in suprascripta Capella semper diebuB 
veneria aabati dominicn et luno modo et forma in dicto instrumento 
•lenotatia ac libroe superius nominatos non posse alienari nee ei- 
trahi a prefato loco üurgi Alicia nee lectoa supra nominatos cum 
eerom fbmimentis etiam minui nee alienari posae aed semper modo 
qKO Bupra pro Christi pauperibua recipiendi conaeruare, ideo idem 
dominus Anthoniue Rouarie fondator ne poat eius deceasum eins 
anma et anime auorum parentum et benefactorum dictis Oratorio 
sea Capelle et Hospitali fraudentnr diainis obacqaiis, de consilio 
qnam plnrimorum sapientum vult ordinat et declarat quod si post 
otns decessum deputatus ad semiendum in Capella et Hospitali 
predictia per dominum Priorem vel Conuentum sancti Pauli de Ver- 
cellis, habita pacifBca poBS<?ssicDe dictorum Oratorj aeu Capelle et 
Hospitalis cessauerit a celebratione missarum debitarum ut supra 
fiendarnm in predicta Capella per mcnses tres continaoa vel pro 
maiori parte, ant aliqua pars librorum supraacriptonim diminuerit 
extraherit a loco supraacripto aut alienauerit aut eztrabero uel 
alienare permisserit per quamuis persunam vol ad hoc consenssnm 
probaerit, vel ad lectos suprascriptOB pauperes Christi ad ipsos 
conäuentes non leceperit, cauaa legtptima ceaeante, vt esset pesti- 
lencia ael guerra, premiüsa omnia et singula donata vt aupra perueniant 
et peruenire debeant ad Fratroa et Conuentum Bancti Marcii de 
Vercellis Ordinia Heremittarum sancti Augustini et ad consules 
cumanltatis Burgi Alicis et qui pro tempore erunt, et qui preuideant 
in Omnibus suprascriptis prout eonim consciencÜB vna cum conscilio 
credencie dicti loci prout eis melius pro animsrum salute videbitur 
fiflndum et prouidendum. Bequirens idem dominus Anthonius Boaarie 
prefatum dominum vicarium vt premissa omnia et singula ad opus 
quorum intererit uel interest ant quomodolibat intarease poterit in 

17* 



260 Bücher- u. a. Schenkung Antonio Rovaria's. 

futurum acceptare dignetur modo quo supra ac auctoritatem et 
decretum suum interponere. Qui dominus vicarius pro tribauali 
sedens super vno bancho in dicta domo posito, quod pro suo eligit 
tribunali, ad hunc actum, premissis omnibas et singulis visis auditis 
et fieri requisitis modo quo supra, premissa omnia et singula superius 
recitata et descripta acceptauit et acceptat suamque et dicti eins 
vicariatus officii interposuit et interponit auctoritatem pariter et 
decretum. Frecipientes tam ipse dominus vicarius quam etiam 
dictus dominus Anthonius Bouarie ynum uel plura publica fieri 
debere instrumenta, si opus fuerit, per me notarlum infrascriptum. 

Ego Tbadeus de Sealeis publicus imperial! auctoritate notarius 
de Bugella suprascriptum instrumentum, tradditum et fieri rogatum 
per nobilem Johannem de Quinto de Bugella notarium publicum 
infrascriptum, de protocoUis ipsius de eins mandato fideliter feci 
leuare et in hanc publicam formam [et] facta debita collatione ab 
original!, quia ytrumque concordare innen!, ideo in ipsius fidem et 
testimonium me hie subscripsi cum apposicionei nominis et me! soliti 
sign! tabellionatus. 

Ego Johannes de Quinto de Bugella, filius condam Girardi, 
publicus imperial! auctoritate notarius Vercellensis diocesis jura- 
tusque Curiarum iUustrissim! domini domin! nostri Sabaudie etc. 
ducis ac scriba et secretarius Curie episcopalis vercellensis in 
Bugella, premissis omnibus et singulis dum sie vi supra fierent et 
agerentnr vna cum prenominatis testibus et coram prefato domino 
vicario interfui, et hoc instrumentum donationls ad presens et inter 
viuos mich! fieri iussum rogatus recep! traddidi et abreuiaui, 
aliisque negociis occupatns per suprascriptum Tadeum Scaliam no- 
tarium publicum de Bngella scribi feci et me hie subscripsi cum 
apposicione nominis et soliti mei sign! tabelionatus in fidem et 
testimomum omnium premissorum. 

[693.] Zur Litteraturgeschichte des Benedictiner-Ordens. 

Seit ich das letzte Mal der „Wissenschaftlichen Studien u. 
Mittheilungen aus dem Benedictiner-Orden^' Erwähnung gethan habe'), 
sind inzwischen vier neue Hefte erschienen, welche nicht nur den 
ungeschwächten Eifer des Herausg.*s u. seiner Mitarbeiter, die Schrift 
zu einem wirklichen „Centralorgan für die wissenschaftlichen Be- 
strebungen der einzelnen Ordensmitglieder*' zu gestalten, überall 
erkennen lassen, sondern auch zeigen, dass man in den Studien 
fortdauernd darauf Bedacht nimmt, zu „einem die gesammte wissen- 
schaftliche Thätigkeit des Benedictiner-Ordens umfassenden litterar- 
historischen Werke" Materialien zu sammeln. In dieser Hinsicht 
ist zunächst zu erwähnen, dass der P. Willibald Hauthaler zu S. 



*) S. Anz. J. 1881. Nr. 840. 



Znr Litteraturgegchichte des Beneilictiner-Ordeiis. 261 

Feter in Salzbnrg seine „Litteralnr-Veiieichniase" d. b. Uebersicbten 
der neu erschienenen „Litteratur der Ordensmitglieder", denen sich 
auch dergl. Ueberaichten der „Litteratur fremder Autoron, die den 
Orden betrifft" angeBchlosa^n finden, regelmässig fortgesetzt hat*). 
NächBtdem verdient Erwähnung, duss die vom P. Uttn Kommüller 
ana Hatten in den früheren Heften begonnene litterarhistorisch be- 
achtenswerthe Darstellung über „die Pflege der Musik im Bene- 
dictiner-Orden" zum ÄbEchlasee gebracht worden ist^). Ausserdem 
enthalten die neu erschienenen Hefte noch folg. in das litterar- 
historiscbe Fach einschlagende neue Arbeiten. Zuerst einen Ar- 
tikel des P. Magnus Bernhard aus Ottnbenren „die Buchdmckerei 
des Klosters Ottobeuren: Verzeichnis u. Beschreibung der ans der- 
selben hervorgegangenen Werbe"^). Die Zahl dieser Werke ist 
ftvilicb nicht gross, beträgt blos 7 Nir., was darin seine Erklärung 
findet, dass die Bachdnickerkunst nur unter dem Abte Leonhard 
Wiedemann von 1509 bis 1548 betrieben worden ist, u. die an 
Zahl ohnehin nur wenigen Mönche sich damit keineswegs gewerbs- 
mitasig, sondern lediglich zu dem Zwecke beschäftigt haben, um 
sich dem vom Ordenestift^r ansgesprochenen Wunsche gemäss in 
des MuBsestunden auch in Handarbeiten zu üben. Femer einen 
von Dr. Leopold Jannnscbek in Baden zusammengestellten, nach 
den ElÖBt«m, denen die einzelnen (883) Schriilsteller angohOren, 
geordneten interessanten „NomencIatJDr Scriptorum" zu dem treff- 
lichen Werke „Scriptores Ordinis S. Bcnedicti qui 1750 — 1880 
faenint in Imperio Anstriaco-Hungarico"^). Sodann der Anfang 
einer grösseren „Die Schriftsteller u. die um die Wissenschaft u, 
Knnst verdienten Mitglieder des Benedictincr-Ordens im heutigen 
Königreich Wörttemberg vom Jahre 1750 bis zu ihrem Aussterben" 
betitelten Arbeit August Lindner'a, des Verf.'s eines ähnlichen 
Werkes über die Schriftsteller u. um Wissenschaft u. Kunst ver- 
dienten Benedictiner des Königreichs Bayern*). Endlich noch zwei 
kleinere Mittfaeiinngen „über die litterarischo Thätigkeit der Bayeri- 
schen Benedictiner- Congregation in den letzteren Jahren ihres Be- 
stehens" von P. Mittermüller in Metten^) n. über die „Programm- 
Litteratnr des K. K. Obergymnasinms der Benedictiner von Marien- 
berg in Heran" von P. Cöleatin Stampffer^). 

Kennen alle diese Arbeiten als Belege dafDr angesehen werden, 
dass man in den Studien den einen von mir frShcr ausgesprochenen 
Wunsch in Betreff der Heratellung eines den Benedictiner -Orden 
betreffenden litterarbiatoriscben Werkes in Wirklichkeit zu dem 

*) 8. Stadien J. 1881. IV, 362-67. J. 1882. I. 142-46; II, 989 
bis 393; 111, 167—170. ') S. Studien J. 1881. IV, 197—236. *) S. Studien 
J. 1881. iV. 313—22. <*) S. Studien J. 1881. IV, 374—79. {Anz. J. 1881. 
Nr. 1209.) •) 8. Studien J. 1882. lU, lia~28. ') S, Studien J. 1882. 
in, 158-61. ■) 8. Studien J. 1882. III, 219—21. 



262 Zur Litteiaturgescliichte des Benedictiner-Ordens. 

seinigen gemacht hat u. fortdauernd das im Auge behalt, auf die 
Sammlung von Materialien tu einem solchen Werke hinzuarbeiten, 
so mag ich auch nicht verschweigen, dass man in den Studien die 
Wichtigkeit des anderen von mir geäusserten Wunsches hinsichtlich 
der Herstellung von Handschriften- Katalogen der Benedictiuer-Biblio- 
theken, wenn auch in den Studien selbst noch nichts für die Aus- 
führung solchei' Kataloge gethan worden iät, doch ebenfalls aner- 
kennt^). Hiermit in Uebereinstimmung schi^eibt ein Mitarbeiter P. 
G. Mäier aus Einsiedeln bei Gelegenheit der Besprechung des 
Schmid*schen Handschriften - Kataloges der Bibliothek von Krems- 
münster^^): „Die Zeiten sind vorüber, wo man die Handschriften 
als Cttriositaten sorgfaltig einschloss, als Merkwürdigkeiten sie bei 
seltenen Anlässen zeigte u. mit ihnen als Prunkstücken Staat trieb. 
Je mehr die Wissenschaft sich heutzutage vertieft, desto mehr ist 
sie genöthigt, auf die ersten Quellen zurückzugehen, u. dies sind 
in vielen Fällen die alten Handschriften der Klöster. Der Theolog, 
die Geschichts- u. Alterthumsforscher, der Philologe der Kunsi- 
historiker, sie müssen immer wieder auf dieselben zurückgehen, u. 
sie lassen es sich Mühe, Zeit u. Geld kosten, um zu denselben zu 
gelangen. Daraus ergiebt sich nun die ^Nothwendigkeit von Hand- 
schriften-Katalogen, die den Schlüssel zu diesen verborgenen Schätzen 
bieten, ohne welchen sie oft Jahrhunderte hindurch verborgen bleiben 
können. Doch fordert ein solcher Katalog, wenn er gut sein soll, 
ausgebreitete Kenntnisse in den verschiedensten Gebieten der Litte- 
ratur; ist er aber nicht gut, dann kann er zu zahlreichen Irr- 
thümern Anlass geben, u. man weiss, wie viele Missverständnisse 
Hänel durch seine ,Gatalogi librorum manuscriptorum' verursacht 
hat. Da ist es nun sehr erfreulich, in dem erscheinenden Katalog 
der Handschriften von Kremsmünster eine wahre Musterarbeit be- 
grüssen zu können, wie sie jeder Bibliothek zu wünschen wäre, 
aber'', muss der Schreiber hinzufügen, „nur sehr wenige sie be- 
sitzen." Richtiger hätte er sagen sollen, dass kein anderes Bene- 
dictiner-Kloster einen solchen Katalog besitzt. Hoffe man, dass 
das von Kremsmünster aus gegebene Beispiel baldige uil3 recht 
zahlreiche, nur will ich nicht Wünschen sclavische Nachahmung 
finden möge. 

Denn wenn ich auch mit Maier damit einverstanden bin u. es 
mit Ueberzeugung aussprechen kann, dass der Schmid'sche Hand- 
schriften-Katalog von Kremsmünster mit ausserordentlichem Fleisse, 
mit Sorgfalt n. Sachkenntniss bearbeitet ist'^), so darf ich doch, 
um ganz aufrichtig zu sein, diesem Kataloge den Vorwurf nicht 
ersparen, dass er, abgesehen von seinem allzulangsamen Erscheinen, 



») S. Am. J. 1881. Nr. 204. '•) S. Studien J. 1882. H, 393-94. 
") 8. Anz. J. 1877. Nr. 1061; J. 1878. Nr. 716; J. 1881. Nr. 803. 



Verschleudernng d. Bibliothek d.Benedict;.-AbteiEchternach. 263 

— innerhalb fBnf voller Jahre sind davon nicht mehr als drei 
gr. OkL'Hefle rnn casammen 192 S. erschienen — viel zn ana- 
ffihrlich ist, als dsss seine vollständige Herstellang, wenn flWhaupt, 
doch jeden&lls nicht so bald, wie es fDr die BedOrfnisse der Wiisen- 
acfaaft TQnsohensiverth ist, erwartet werden darf. Die Zahl der 
in Krenosnillnster ttefiadlichen Handschriften soll sich auf c 800 
belanfen, u. davon finden sich in den drei erschienenen Heften nicht 
mehr als 10, die zehnt« nicht einmal ganz, verzeichnet u. be- 
acfarieben. In Bezn^ hierauf kann sich selbst des Verf.'s Lobredner 
Haier nicht enthalten, am Schlnsse seiner Besprechung hinxuzuffigen : 
„Wenn m fOnf Jahren blos 10 Handschriften beschrieben werden, 
so mose man dem Verf. Mathusala's Alter wQnscben, anf dass er 
difl Vcdlendung seines Werkes erlebe. Es ist ihm daher dringend 
xn empfehlen, dass er seine Arbeit beschlennige, nm so mehr, als 
ja, jemebr 'sie fortschreitet, die BenOtzang ohne Begister immer 
w^wieriger wird, diese aber erst am Schlnsse des Werkes oder 
wenigstens eines Bandes geliefert werden können." J. P. 

[694.] Teraehlendernng der Bibliothek der 1705 anpprl- 
mlrten BeHedlctiner-Abtei Dchtenuch. 

Ton Ol. Rainers, Vicar in Ecbternacb. 
Beklagenswerth für die Wissenschaft wie ttr die Geschichte 
ist der Verlast n. die Verschleudemng der werthvollen Codices a. 
hSchst interessanter Bücher n. alter ürlianden der Elosterbibliothek. 
Im Jabre 1792 erhielt die 7000 BAnde zählende Bibliothek noch 
einen Zuwachs von XIOO Bänden. Die beiden Uaoriner Martin 
n. Dnrandns erzählen in ihrer litterari sehen Reise durch Frankreich 
o. Dentechland im Anfang des 18. Jahrb., dass sie in Echtemach 
Codices vom höchsten Alter vorgefunden u. dass das Klosterarchiv 
ihnen fSr die Geschichte Frankreichs u. des Hfinchswesens bedeu- 
tende n. interessante Urkunden geboten habe*). Galmet rahmt unter 
anderen Hannscripten ein Martjrologium, das der heil. Willibrotd 
ans England mitgebracht habe, das von den Bollandisten als Mart. 
von Echtemach citirt wird. Besondere Erwähnung unter den zahl- 
reichen Handschriften und Codices verdient das aus dem 10. Jahrb. 
stammende Evangelienbuch, das auf feinstem Pergamente, ganz in 
Goldtinte geschrieben, mit den schönsten Earbeninitialen u. pracht- 
vollsten Haiereien geziert, die vier Efangelien enthielt. Die Deckel 
des Einbandee waren mit Goldblättchen belegt, mit den Bildnissen 
des heil. Willibrord ti. des heil. Benedict, sowie des Kaiserpaares 
Otto a. Theophania als Schenhgeber gezieret. Dieser Evangelien- 
codei wurde vom Appell ationsrath Müller auf 40,000 Gulden taiirt. 
Er soll sich in der kaiserlichen Bibliothek in Wien befinden. 



■) Coli. BDtiqaor. docnm. T. H. p. 6. 



264 Verschleuderung d . Bibliothek d. Benedict.- Abtei Echternach. 

Ferner befanden sich eine Unzahl von Kirchenvätern u. Classikern 
aus dem 9. Jahrb., wo die Echternacber Klosterschule im Blüthe- 
flor stand, von fleissiger Mönchshand schön geschrieben, in der 
alten Bibliothek. So ein Lucanus aus dem 7., ein Cicero aus dem 
8., ein Yirgil aus dem 9. Jahrb., sowie eine in gr. Folio geschriebene 
Bibel des 9. Jahrb.; ein vom Scholasten Thiofried um 1060 ge- 
schriebenes Psalterium in gr. Folio; die Kirchengeschichte des 
Ensebius, vom Mönch Volker im 11. Jahrh. geschrieben; verschie- 
dene Codices der Werke Thiofried's; die Vita s. Willibrordi von 
Alcuin, in „(lold mit Silber geschrieben'', wie eine Echtemacher 
Handschrift sagt; ferner der vielgerühmte „Liber aureus'' des Mönchs 
Theodorich vom Jahr 1190. Welche Codices die Patres mit sich 
geflüchtet und die in Dentachen Bibliotheken sich Aufnahme ver- 
schafft haben, welche andere der von der Französischen Regierung 
zur Auslösung der werthvollsten Manuscripte nach Luxemburg be- 
orderte Benedictinerpater Waugerard in die Nationalbibliothek nach 
Paris gesandt hat, hoffte ich mit der Zeit theilweise ausfindig zu 
machen. 

Eine nicht unbedeutende Anzahl Urkunden hat sich in die 
Bibliotheken von Wien, Gotha, London, Brüssel verirrt. In Brüssel 
findet man besonders' in der Burgundischen Bibliothek Nr. 10,615 
bis 10,729 viele wichtige Urkunden über die Abtei Echternach. 
Die reichhaltigste Sammlung der Hausbücher, Register u. Kloster- 
urkunden besitzt aber das Luxemburger Begierungsarchiv, die vom 
fleissigen Archäologen Wurth-Paquet aus Luxemburg grösstentheils 
abgeschrieben u. gesichtet worden sind. Besondere Aufmerksam- 
keit verdient jedoch hier ein mittelalterlicher Codex, der in Latei- 
nischer, theilweise auch Deutscher Sprache verschiedene Abhand- 
lungen eines Mönches, ascetischen Inhaltes, mit Bildern u. Tabellen, 
auch eine politische Plauderei über das Schachspiel in dichterischer 
Form in Latein etc. enthält Bisher war dieser interessante Codex 
ziemlich unbekannt, da die Geschichtsforscher an dem religiösen 
Inhalte wenig Gefallen fanden; doch verdient er studieii;, beschrieben 
u. wahrscheinlich auch herausgegeben zu werden. 

(Abgedr. aus den „Studien und Mittheilungen aus dem 
Benedictiner-Orden'*. Jahrg. HI. Hft. H. S. 324—25.) 

[695.] Ein Mannseript der Bamberger Bibliothek. 

Von Dr. Fr. Leitschah. 
Die k. Bibliothek zu Bamberg besitzt unter der von Heller 
hinterlassenen Sammlung an Manuscripten einen auf Papier ge- 
schriebenen 302 Seiten zählenden Codex (S. H. II. 46) aus dem 
Anfange des vorigen Jahrhunderts, geschiieben durch Joannem 
Aldenberger, Pfarrer zu Cioster Sultz, mit dem Titel: „Kurtze vnd 
ordenliche Verzeichnus etlicher ffirnehmen Historien vnd Geschichten, 



Ein Hanoecript der Bamberger Bibliothek. - 265 

so sieb n Schlöflsern CIÖsterD, Städten vnd Flecken dea Francken 
Lands als unter den I. Biachoffen me Bamberg, Wflrtzbarg, Aich- 
stadt vnd Teutecben Heister. II. Murggroffen zue Brandenburg, 
vnd Fürsten zne Henneberg. III. Qraffen vnd Herrn zne Holien- 
lohe, Castel], Wertheim, Rineck, Limpurg, Schwartienberg nnd Sainse- 
taeim. IV. Bsicbstäden Franckfurth, Nürnberg, Bottenbnrg, Winde- 
heim, Schweinfiirth von Jabro zne Jahm begeben. Sambt etlichen 
Genealogien md Wappen aucli einem euo end gesDtzten fränckiBcben 
Calendario und Zeitregister, darinnen neben andern vielfaltiger 
Historien auch die Finstemussen Cometen, Feuer Zeichen, Conjunc- 
tionea und anderer Aepecten der Planeten. It«m Krieg, Thenernng, 
Pesments, Ungewitter, Feuer vnd WassemOthen, Misswachs dess 
Giitiayds Tud Weins, vnd andrer dergleichen plagen, damit Gott 
das Francken L.ind jährlich dahaim gesucht, dessgleichen die namb- 
haSte Wasser vnd Flüsse pp. kürtzlich gefunden worden." Und 
in der That enthält das Bnch soviel des Mannigfaltigen, dass der 
Tflifaeser keine Unwahrheit in dem mit so grossem Pomp sich ein- 
fahrenden Titel sagt. 

8. 1 beginnen Historien, so sich unter den Burggrafen zne 
Nflniberg vnd Marggrafien zue Brandenburg vnter- vnd oberhalb 
dess Gebirgs zugetragen in SchlOesem so nach dem Alphabet ver- 
zeichnet, beginnend mit Altenberg und schlieesend mit ZOllem. — 
8.7: Fragmentum Genealogiae Fuxiorum a Domheim in Wisentbeid. 
— II. 5. 9: Clöster, beginnend mit Anhaueon □. schliessend mit 
Sultx; grösetentheils von den Bauern ztrstOrt. — S. 11: Städte 
vnd Flecken, beginnend mit Bayorsdorff v. schliessend mit Zwemitz, 
wobei Kitzingen und Onoltzbacli, wo die Genealogie Burggrauiorum 
Noribergensium in Marchione Brand onbourgens. auefahrlich bebandelt 
wird, am meisten berücksichtigt sind. — 8. 50: Ander Verzeichnus 
deren Historien, so sich Im Stifft Würtzburg u. Hertzogthum Francken 
begeben und zugetragen 1. in SchlOesem, beginnend mit Altwnstein 
nnd endigend mit ZedmanssdorfF — eine genane Anbeichnung der 
im Bauernkrieg zerstörten SchlOsser. — S. 61: Verzeichnus an 
ClGstem, beginnend mit Amerbach u. endigend mit Zellingen, ebenfalls 
mit genauer Angabe derjenigen, welche im Bauernkriege beschädigt 
wurden. — S. 70 : Kurze Chronik v. Städten, beginnend mit Amstein, 
endigend mit genauer chronologischer Angabe einzelner jährlicher 
Torfölle zu WQr^bnrg u. reichend bie 1591, wo den 29. Aug. 1591 
die Semiter Kirchen im Neuen Julier Bau in Beysein 7 catholischer 
Fürsten eingeweyhet worden. — S. 102: Series episcoporum Herbi- 
poleosinm. ~ S. 105; Historien IV an Dörfforu, beginnend mit 
Bottenlauben n. endigend mit Zellingen. — S. 108 : Verzeichnus deren 
Üisterien, so sich im Stifit Bamberg begeben I. in ScblOssern be- 
ginnend mit Altenburg u. endigend mit Wiesenbrunn. II. an Clöstern 
beginnend mit Altesbach u. schliessend mit Wintenborg. III. in Städten, 



266 Ein Manuscript der Bamborger Bibliothek. 

deren Reihe Bamberg mit dem Ordo Episcoporum eröffnet n. mit 
Zeyd sich endigt, wobei indessen nur eine blosse Namensaufzäblung 
der meisten ersichtlich ist. — S. 123: Historien von Castel mit 
der Grenealogie der Grafen von Castell; S. 127 die der Grafschaft 
Uennenberg ebenfalls mit der Genealogie der Henneberger. — 
S. 133: Historien der Grafen von Werthheim, S. 135 derer von 
Bieneck, S. 136 derer von Hohenlohe, S. 141 derer v. Seinssheim 
mit der Vita des Georg Lud. a. Seinssheim. — S. 145: Historien 
der Freystaden im Franckenland so Franckfurt, Nürnberg, Botten- 
burg, Windssheim, Schweinfurt, und endlich S. 178 die oben schon 
angedeutete kurtze und ordentliche Verzeichnuss der Finsternussen, 
Cometen u. s. w., die mit grOsster Gewissenhaftigkeit mit steter 
Hinweisung auf die Fruchtbarkeit der Jahre bis zum Jahre 1677 
fortgeführt sind. Diese AufiBählung nimmt den grössten Theil des 
Manuscriptes bis S. 257 ein. — Hieran schliesst sich dann ein 
Verzeichniss der Nahmhafften Wasser dto Franckenlands und end- 
lich S. 265: Ein Calendarium historicum speciale. Kurtze Wider- 
hoblung etlicher fümehmen Geschieht in Francken so in vorher- 
gehenden Theatro historico auff gewisse Jahr und Tag verzeichnet 
einestheils gefunden werden, zum theil erst allhier addirt worden seyn. 
Wenn aus dieser übersichtlichen Angabe des Inhaltes , der 
noch durch einen Index generalis an Werth erhöht wird, an o. fttr 
sich hervorgeht, dass das vorliegende Manuscript immer noch eine 
kleine Ausbeute ergeben wird, so sind Gedichte, wie das folgende, 
von ganz besonderem Werthe: 

Windsheim (S. 171). 
Die Beichstadt lieget an der Aysch bekant 
Vom Windegast ist sie genandt 
der die Ostfrancken hat regiert 
vnd Windsheim von grund an^f&hrt 
Mit Mauern und Pasteyen ffest 
Mit graben verwahrt aufs aller best 
Ihr Erdbod ist fruditbar und gut 
Viel getrayd und Wein er tragen thut 
Wann jemand dess Biers trincken will 
der finds zue Windsheim gut vnd viel 
Mann helt auch da gut Policey 
Kirch und Schul ist wol bestellt darbey. 
An dieses Gedicht reihen sich die vorzüglichsten Ereignisse der 
Stadt Windsheim. — Anno 1400. Nam Bischof Gerrard zue Würtz- 
burg die Stadt Windssheim ein, weil die mit den Bürgern zue 
Würtzburg wider den Bischof in Bund gewessen, und übergab sie 
nachmals dem Beich wieder. — In ähnlicher Weise sind die Jahre 
141^, 1428, 1501, 1575, 1576, 1585 u. endUch 1590 beschrieben; 
von dem letztgenannten Jahre heisst es: den 7. Martii starb 
Eustachins Bemlein Oberrichter zue Windssheim. Seines Alters 



Ein MsnoEcript d«r Bamber8:er Bibliothek. 267 

85 Jalir, — Zum Scbiusse lasBeti wir noch das Gedicht tob der 
altberQbml«!! fieichshanptsUdt Frankfurt folgen: 
Franckfurt &a> Hayo. 

Am Hajii die wehrte SUdt Fruickfurth 

Erstlich Helenupel genennet wurd 

Yon Helen n der Kajserin 

der Mutter Kayeers Conatantin 

Nochmals von König Franco mit Nam 

Sie FmDukfart den Namen bekam. 

Das Wasser ^ilt sie in zwo St&dt 

Ein steinerne BrOck darflber geht^ 

Die grosee Stadt fing an, und ward 

Benannt von der Francken fart. 

Am Krieg die Klein von Sachsen kam 

die alda wohoeten, ihr Nam. 

Sie ist ein weit berOhmte Stadt 

Viti Kayser man da gewehlet hat. 

Auch bat Kayser Haiimilian 

KJn Cammer- Gericht da geordnet an. 

Wie er denn auch Facht Schalen bat 

Gerichtet auf in dieser Stadt 

Und solche lütteiücbe Kunst 

Privilegirt auss aonderer Ounst. 

deme der will Meister sein des Schwerds 

In diessen Bitterlichen Schertz 

Der mag gen Franckfnrt zu dem Uajn 

Ziehen zn der Herbetmess allein 

da man ihn dann zum Meister scbläcbt 

Und ihn Marx Brüderschaft empfeht, 

[696] Die Nfttlonalbibllotliek In Paris'). 

Von Prof. n. Bibliothekar Th. Schott. 
Im Herzen 7on Paris, zwischen der lÜToliatrasee u. dem Boule- 
Tard des Italiens, wenige Schritte von der Nordseite des Palais 
Bpjal, erbebt sich ein hohes, langgestrecktes Gebäude, dessen Haupt- 
bestandtbeile früher den Palast des Kardinals Mazarln bildeten. 
Im Laufe der Jahrhunderte wurden vielfache Umbauten n. Aende- 
rungen vorgenommen, auch neues hinzagefügt, so dass der gewaltige 
Bau, der zwischen den Strassen Richelieu u. Vivienue beinahe ein 
ganzes Viereck einnimmt, mit seinen ungleichmässigen Bestand- 
theilen architektoniacb wenig befriedigi;. Aber er birgt in Beinen 
alten Mauern die reichsten litterarischen Schätze, die grOsste Biblio- 
thek der Welt, die Nationalbibliothek, an den belebtesten StrasBeii 
wo der brausende Menschenstrom der riesigen Hauptstadt vom frühen 

Wiederbo 



268 Die Naiionalbibliothek in Paris. 

Morgen bis in die späteste Nacht unaufhaltsam vorüberfluthet, ein 
stilles Asy], zwischen den materiellsten Centren von Paris, der Bank 
u. der Börse, ein leuchtendes Heiligthum der Wissenschaft. Selten 
vergisst ein Fremder, der in Paris weilt, sie wenn auch nur för 
kurz zu besuchen; die Bädeker der früheren Generationen, Brice, 
Nemeitz etc., haben schon dazu aufgefordert u. ihre Herrlichkeit 
gepriesen; für den Gelehrten, für den, der wissenschaftlicher Studien 
halber in der schönen Stadt an der Seine weilt^ ist sie die unerschöpf- 
liche Quelle der reichsten Belehrung, eine selten versagende Fund- 
grube kostbarer oder verschollener Bücher, während der unüber- 
troffene Manuscriptenschatz immer wieder zu neuen Entdeckungen 
reizt. Für die Geschichte des ganzen Mittelalters giebt es ausser 
der Yatikana in Born keine ihr gleiche Sammlung, auch sonst ver- 
mag keine der Bibliotheken des Europ. Festlandes sich mit ihr zn 
messen; nur das Britische Museum in London strebt mit Eifer n. 
Erfolg nach demselben Ziele des Beichthums, der aünähemden litte- 
rarischen Vollständigkeit, xl die bedeutenden Mittel, welche der 
Englische Beichthum seinem Institut znr Verfügung stellt, erleichtem 
dies Streben sehr, aber noch lange, u. besonders was die Manuscripte 
anbelangt, wird Frankreichs Nationalbibliothek die Krone tragen« 
Liebhaberei für Bücher ist weit in der Franz. Nation verbreitet, 
die Zahl der Zeitschriften u. Gesellschaften, welche die Bibliophilie 
pflegen u. ihr dienen, ist eine beträchtlichere, als man gewöhnlich 
glaubt; jeder Franzose, der ein einigermassen bedeutendes Ver- 
mögen sich erworben hat, wird eine ordentliche Bücherei auch zu 
den Erfordernissen seines Hauses rechnen, während in unserem 
freilich ärmeren Deutschland die Privatbibliotheken keineswegs zu- 
nehmen, was dem Volke der Denker doch nicht gerade zur Ehre 
gereicht. — Weit in das Mittelalter zurück geht die Geschichte 
der Nationalbibliothek. Man kann zwar nicht sagen, dass sie Karl 
dem Grossen ihre frühesten Anfange verdanke, aber zu ihren seltenen 
Stücken zählt sie einige Manuscripte, die unter seiner Begierung 
in den von ihm gegründeten Schulen geschrieben wurden. Auch 
aus der Zeit seiner unmittelbaren Nachfolger sind noch Werke vor- 
handen; die berühmtesten sind die Lateinischen Bibeln, welche einst 
Karl dem Kahlen gehörten, wahre Meisterwerke der Schönschreibe- 
kunst des Mittelalters. In der Kapelle seines Palastes legte Ludwig 
der Heilige eine Bibliothek an, die freilich das Schicksal mancher 
anderer theilte, indem sie nach seinem Tode zerstreut wurde; aber 
erst Karl V. (1364 — 80), der seines Namens „der Weise" auch 
hierin sich würdig zeigte, schuf eine eigentliche Bücherei. 1367 
oder 68 wies er seiner Sammlung, „welche alle guten Bücher in 
den schönsten u. besten Exemplaren enthalten sollte," einen Thurm 
des Louvre als bleibende Stätte an ; die Fenster wurden vergittert, 
„um den Vögeln u. anderen Bestien den Eintritt zu verwehren, 



u 



Die Nationalbibliothek in Paris. 269 

ein eigener Bibliothekar bestellt, „der ausser andern vortrefäichen 
Eigenschaften aach vorzüglich lesen konnte^*. Noch ist der Katalog 
vorhanden, den er anlegte u. der 973 Nummern umfasste. Ab- 
schreiber, Zeichner u. Illuminatoren wurden angestellt, an hervor- 
ragende Privatleute auch Manuscripte ausgeliehen. Aber die Wirren 
des langen, blutigen Franz.-Engl. Xiieges waren dem stillen Bücher- 
erwerb nicht günstig. 1425 kaufte der Herzog von Bedford, der 
Englische Statthalter in Paris, die Beste der Königl. Bibliothek. 
Bald jedoch wurde eine neue Sammlung angelegt, u. mächtig wirkte 
das Wiederaufleben des klassischen Alterthums, die Erfindung der 
Bachdruckerkunst, der rege Verkehr, in welchen die Franz. Herrscher 
in Krieg und Frieden mit Italien traten, auf diese litterarischen 
Bestrebungen ein. Ludwig XII. stellte als Prinzip auf, dass die 
Bibliothek von König zu König als unveräusserliches Gut übergehen 
adlte; seine Bibliothek war in Biois, der kunstsinnige Franz L ver- 
einigte sie mit seiner Bibliothek in Fontainebleao, die, reich an 
Griech. Manuscripten, für eine der schönsten der Welt galt. Unter 
Karl IX. kam sie nach Paris, Ludwig Xm. wies ihr ein eigenes 
Haus in der rue de la Harpe an. Jeder der Franz. Monarchen 
arbeitete an ihrer Yergrösserung. Kauf u. Tausch, Geschenke u. 
Legate mehrten sie jährlich; in allen Gegenden der Welt wurden 
Mannscripte u. seltene Werke aufgekauft. Colbert, dessen besonderes 
Schosskind sie war, verpflanzte sie 1666 in die Strasse Yivienne, u. 
1724 wurde sie dort in das Haus des Herzogs von Nevers, einen 
Theil des Palais Mazarin, installirt. Unmittelbar vorher hatte Law 
in diesen Bäumen seinen berüchtigten Bankschwindel getrieben, 
nun dienten sie der stillen Arbeit der Gelehrten. Allmählig nahm 
die Bibliothek immer mehr Häuser dieses Viertels in Besitz, der 
kolossale Zuwachs erforderte fortwährende Vergrösscrungen u. Um- 
bauten, aber das Hineingezwängtsein in die alten engen Strassen 
der Stadt machte die Herstellung eines einheitlichen, schönen Baues 
unmöglich. Denn in steigender Progression hatten die Schätze zu- 
genommen, das 18. Jahrh. niit seinem Luxus u. Despotismus, der 
Verarmung u. dem Aussterben vieler alter Familien war sehr er- 
giebig für die Bibliothek gewesen ; beim Tode Colberts (1683) zählte 
sie 40,000 Druckschriften u. 10,000 Manuscripte, 100 Jahre später 
betrag die Zahl der ersteren schon über 150,000 Nummern. Die 
herrlichen Sammlungen von Colbert, de Mesmes, Dupuy, Fontanieu 
etc. waren erworben worden, aber viel hatte auch die Lieferung 
der Pflichtexemplare dazu beigetragen. Schon Heinrich II. hatte 
1556, eine Verordnung seines Vaters erneuernd, befohlen, dass jeder 
Buchhändler ein Exemplar der Bücher, die er drucken lasse, auf 
Pergament gedruckt u. gebunden der KönigL Bibliothek abzugeben 
habe; oft genug musste diese Verordnung wiederholt u. neu ein- 
geschärft werden. Die Zahl der Exemplare (der Pergamentdruck 



270 Die National bibliothek in Paris. 

fiel im Lauf der Zeiten weg) wurde auf 3 erhöht, später auf 2 
herabgesetzt, aber der Umfang des Gesetzes auch auf Siicbey Noten 
etc. ausgedehnt Noch jetzt besteht diese Pflicht in vollem Masse; 
das Ministerium des Innern erhält nach dem Pressgesetz vom 29. 
Juli 1881 ein Exemplar von jedem Druckerzeugniss, auch von Noten, 
Stichen, Lithographien etc., die Nationalbibliothek von Büchern u. 
Noten ebenfalls 1, von den Stichen u. Aehnlichem 2, weil diese 
der YerderbnisB leichter anheimfttlleB. — Neue Beichthftmer flössen 
der Bibliothek durch die Bevolution zu ans den aufgehobenen Klöstern 
u. Stiften, aus den eingezogenen Gfltem der Ausgewanderten, De- 
portirten u. Verurtheilten ; freilich wurde bei der grossen Masse 
des neuen Nationaleigenthums vieles verschleudert, auch nicht immer 
die beste Auswahl getroffen. Die Napoleonischen Kriege führten 
auch dieser Anstalt die Kostbarkeiten u. Seltenheiten der eroberten 
Länder zu, allerdings nur für kurze Zeit, denn mit dem 2. Pariser 
Frieden reclamirten die Sieger mit Erfolg ihr geraubtes Gut. In 
den zwei Menschenaltem, die seitdem verflossen, ist die Bibliothek 
theils durch grossartige Ankäufe (die Sammlung Labedoy^re Aber 
die Franz. Bevolution umfasst fiber 100,000 Nrr., die von Beoeliot 
über Voltaire 80,000), theils durch Geschenke u. eine sorgftltig» 
Verwaltung zu ihrem ungeheuren, einzig dastehenden Umfange a»^ 
gewachsen. Im Jahre 1874 zählte sie 2,077,571 Draekschriflen 
(jetzt über 2,800,000), 91,700 Manuscripte, 2,200,000 Stiche u. 
gegen 200,000 Medaillen, während das Britische Museum nur ca. 
1,200,000 Bde besitzt, die Königl. Bibliothek in Berlin (1875) 
über 700,000 Bde, u. 15,000 Manuscripte, die Königl. Hof- h. 
Staatsbibliothek in München 800,000 Bde u. 24,000 Handschriften, 
Stuttgart SOOfOOO Bde, 125,000 Dissertationen u. 8,800 Hand- 
schriften; auch die übrigen Pariser Bibliotheken verschwinden mit 
ihren 2 — 800,000 Bänden (Mazarina u. Arsenal) beinahe gegenüber 
dieser Fülle. Biesig ist auch der jährliche Zuwachs, 1875 betrugen 
die Pflichtexemplare 29,500 Artikel, 1877 schon 87,800; die Erwer- 
bungen durch Kauf u. Tausch, die Geschenke steigern ihn auf 
mindestens 50,000 Nrr. (im Britischen Museum betrug der Zuwachs 
1879/80 77,728 Nrr., bd der Stuttga^er öffentlichen Bibliothek 
1879/80 3,858 Nrr.) u. bei der wachsenden litterarisohen Produc- 
tion, die überall sich geltend macht, ist der Zeitpunkt nicht fem, 
wo die dritte Million enreicht sein wird. Dann aber wird der 
Baunmangel für die Aufbewahrung u. für die Benutzung zu einer 
wahren Kalamität werden; schon jetzt ist die Verwaltung wesentlich 
gehindert, ein €towirr von Gängen erschwert die Kommunikation, 
daa leichte Herbeischaffen von Büchern ; Karten u. Manuscripte sind 
in Lokalitäten auf bewahrt, wo sie unter dem Einflüsse der Witterung 
empfindlich leiden u. überdies bedroht der schlimmste aller Feinde, 
das Feuer, täglich diese Schätze. Die Bibliothek hat nicht das 



Die Natioiialbibliothek in Paris. 271 

ganze Quadrat, worin sie liegt, zur Verfügung; 4 Privathäuser in 
der me Vivienne sind ihre unmittelbaren Nachbarn, darunter ein 
Gasthof, Kaufläden mit Magazinen, die viel brennbare Stoffe ent- 
halten etc. An den grossen Forderungen der £igenthünier scheiterte 
bisher der Versuch, sie zu erworben, u. so befindet sich das gross- 
artige Institut, auf das Frankreich allen Grund hat stolz zu sein, 
in einer Lage, welche dringend eine Verbesserung heischt. — Noch 
unter Ludwig XIV. wurde der Anfang gemacht, die Bibliothek dem 
Pabliknm zu öfifoen. Von 1692 an Öffnete der Vorstand derselben, 
Abbe LouYois, der Neffe des bekannten Ministers, sie an 2 Tagen 
in der Woche für alle, welche Studien halber dorthin kommen 
wollten; aber bald gerieth diese Anordnung wieder in Vergessenheit, 
OS blieb bei der früheren Gewohnheit, nur Bevorzugte zuzulassen 
u. ihnen Bücher zu leihen. Erst i. J. 1743 wurde die OoffenÜich- 
keii derselben definitiv geregelt. Die Gelehrten aller Nationen sollten 
zu den festgesetzten Stunden stets freien Zutritt haben, u. einmal 
in der Woche von 11 — 1 Uhr Mittags wurde auch das Publikum 
zugelassen u. die Bibliothekare angewiesen, seine Neugierde n. 
Lesebegierde bestens zu befriedigen. In den letzten Jahren vor 
der Revolution war sie zweimal wöchentlich von 9 — 2 Uhr geöffnet, 
die Männer der Wissenschaft u. andere Bevorzugte fanden auch an 
den anderen Tagen u. Stunden leicht Einlass; sogar nach Hause 
wurden Bücher ausgeliehen, u. Briefe u. Notizen aus jener Zeit be- 
weisen, wie umfangreich die Benutzung der Bibliothek schon damals 
gewesen ist. Die Bevolution mit ihrer nivellirenden Bichtung machte 
sie Jedermann zugänglich, u. so häufig die Bibliothek zugleich mit 
den Begierungen Frankreichs in unserem Jahrhundert den Namen 
wechselte (nationale, royale, imperiale), ihre allgemeine Zugänglich- 
keit ist geblieben. Durch Dekret vom 14. Juli 1858 ist die gegen- 
wärtige Ordnung festgestellt, dass die Bibliothek jeden Tag (Sonn- 
u. Festtage u. 14 Tage Osterferien ausgenommen) von 10 — 4 Uhr 
geöffnet werde. Im Anschluss an die bestehenden Verhältnisse wurde 
die Verwaltung des Ganzen in 4 Depaiiements gotheilt: Bücher, 
Xannscripte, Medaillon (Gemmen etc.) u. Stiche. An der Spitze 
der ganzen Anstalt steht der Administrateur g^n^ral, seit 1874 
Leopold Delisle, der vorzügliche Paläograph, bekannt durch seine 
trefflichen Publiicationen über die Handschriften der Bibliothek. An 
der Spitze jeder Abtheilung steht ein Conservateur, die Zahl der 
Bibliothekare, Angestellten u. Bediensteten betrug 1878 165 mit 
einem Budget von 375,000 Fr. (300,000 Mk.), während das Britische 
Museum 1879/80 560,000 Mk. fQr seine 267 Beamten bezahlte; 
das Gesammtbudget betrug in Paris rund 491,000 Mk., in London 
740,000 Mk., für die Stuttgai-ter Bibliothek 52,000 Mk. Ausserordent- 
liche Kredite werden indessen manchmal zum Ankauf ganzer besonders 
wichtiger Sammlungen gewährt, auch ist für die Katalog arbeiten 



272 Die Nationalbibliothek in Paris. 

seit Jahren die Summe von 40,000 Mk. noch besonders ausgesetzt. 

— Lassen wir die Medaillen u. Stiche bei Seite u. beschäftigen 
uns noch etwas näher mit der eigentlichen Bibliothek, der Bücher- 
u. Manuscriptensammlung. Der Schwerpunkt der Benutzung der- 
selben liegt in dem Lesesaal, da das Entlehnen nach Hause nur 
den Mitgliedern der grossen gelehrten Anstalten, der Sorbonne, des 
Instituts etc., gestattet ist So rigoros wie in England, wo kein 
Buch aus den geheiligten Bäumen des Britischen Museums entfernt 
werden darf, handhabt der Franzose seine Verordnung nicht; es 
ist auch dem fremden (belehrten, wenn er einlgermassen den Beamten 
der Bibliothek bekannt ist, möglich, nach Hause Bücher zu erhalten. 
Allerdings jener grosse Yortheil, den die Leser im Britischen Museum 
gemessen, jeden Augenblick jedes angeschaffte Buch benutzen zu 
können, von Konkun*enzfä]len mit andern Lesern abgesehen, fällt 
auch durch das beschränkte Ausleihen einlgermassen weg; aber 
wer die weiten Entfernungen in Paris u. den Zeitverlust berechnet, 
welchen jeder Besuch auf der Bibliothek gerade in den geschäfts- 
vollsten Stunden des Tages mit sich führt, wird auch die Schatten- 
seiten des Lesesaalsystems nicht verkennen. Der fremde Gelehrte, 
der Studien halber in Paris sich aufhält, wird in dem Lesezimmer 
sein Arbeitszimmer haben u. sehr befriedigt sein, wenn ihm dort alle 
die reichen Schätze der Litteratur zur Verfügung stehen. Der Pariser, 
besonders wenn er ziemlich beschäftigt ist^ wird viel seltener einen 
halben oder ganzen Arbeitstag einer Studie auf der Bibliothek widmen 
können, indem der gehoffte Gewinn nicht immer dem Zeitaufwand 
entspricht. Da ist es sicherlich viel bequemer u. angenehmer, durch 
einen dienstbaren Geist oder die Post sich die gewünschten Bücher 
nach Hanse bringen u. schicken zu lassen, um sie dort in Müsse 
zu studieren; freilich muss man auch hie u. da den Bescheid mit 
in Kauf nehmen: Ausgeliehen! Für einfachere Verhältnisse, wie 
wir sie z. B. in unserem Württemberg haben, ist das gemischte 
System von Lesesaal u. nach Hause Entlehnen das einzig richtige. 

— Treten wir eine kleine Wandeiung an in den oder richtiger 
die Lesesäle der Nationalbibliothek, denn der Arbeitssaal (salle de 
travail für ernstere Studien), der Lesesaal (salle de lecture für das 
gewöhnliche Publikum) u. der Saal für die Benutzung der Manu- 
scripte sind getrennt Im Linem des Britischen Museum hat Panizzi 
durch seinen genialen Kuppelbau mit Oberlicht jenen Beading room 
geschaffen, welcher einzig in seiner Art dasteht u. der Stolz jedes 
Engländers ist; in ihm, mit seinen 318 Sitzplätzen, sind alle Lesenden 
vereinigt, mögen sie eine seltene Handschrift oder ein Tagesblatt 
benutzen. Die räumliche Trennung von Manuscripten- u. Arbeitssaal 
in Paris hat den Nachtheil, dass beim Studium von Handschriften 
die Vergleichung mit den gedruckten Texten z. B. ausserordentlich 
erschwert ist. Viel mehr gerechtfertigt, im Interesse des Publikums 



««V? - 



Die Nationalbibliothek In Paris. 273 

u. des Dienstes, ist jene Trennung von Arbeits- u. Lesesaal; der 
Franzose verlangt mit republikanischem Selbstbcwusstsein den freien 
Zugang zu den litterarischen Schätzen seines Volkes. Auch dem 
Aermsten ist die Möglichkeit geboten, in dem erstgenannten Saale 
Zutritt zu erlangen u. Studien obzuliegen, aber der gewöhnliche 
Lesebummler, der einige Stunden sich in einen Geschichtschreiber 
oder Klassiker seiner Nation vertiefen will, der Ouvrier, der am 
Sonntag (der Lesesaal ist auch am Sonntag geöffnet) einige freie 
Augenblicke für ein gutes Buch hat, findet in dem Lesesaal mit 
seinen für diesen Zweck besonders ausgewählten Büchern hinreichende 
Befriedigung; in dem verhältnissmässig kleinen Baume sind seine 
Wünsche viel rascher zu erfüllen, während dadurch das Bücher 
holende Personal des andern Saales erleichtert ist u. den oft sehr zeit- 
raubenden Nachforschungen sich widmen kann. Zu dem Lesesaal hat 
jede Person, die über 16 Jahre alt ist, freien Zutritt, für den Arbeits- 
saal muss der Benutzer wie im Britischen Museum bei dem Vorstand 
des Departements, in welchem er arbeiten will, unter Angabe seines 
Stadienzwecks, seiner Person u. Wohnung, ein dchriftliches Gesuch 
eingeben, worauf er eine Zulassungskarte auf seinen Namen aus- 
gestellt erhält Fremde bedürfen einer Empfehlung durch den Ge- 
sandten oder durch eine der Administration bekannte Persönlichkeit, 
doch haben die Bibliothekare das Becht, in Ausnahmefällen von 
diesen Formalitäten zu dispensiren. Wie stark der Besuch trotz 
dieser Beschränkung ist, mögen folgende Zahlen beweisen: i. J. 
1868, wo der neue Arbeitssaal dem Publikum geöf&iet wurde, be- 
trug der Besuch 23,675 Personen, i. J. 1877: 55,464; wie bei 
allen Bibliotheken steigt der Zudrang jährlich, so dass im Durch- 
schnitt täglich 190 Personen dort waren. An sie wurden 186,947 
Bde gegeben, im Britischen Museum an 125,594 Leser 789,336 
Bde. Eine verschossene Trikolore zeigt über einer kleinen Thüre 
in der Strasse Richelieu den Eingang zu dem Arbeitssaal, einem grossen 
viereckigen, hinten in einen Halbkreis abschliessenden Baum von 
1156 D Meter Fläche; 16 gusseiserne Säulen, 10 Meter hoch, tragen, 
in durchbrochene Bogen auslaufend, die Decke, welche mit 9 kreis- 
förmigen, nicht allzufem von einander abstehenden Kuppeln ver- 
sehen ist, durch die das nöthige Oberlicht für den Saal, der sonst 
kein Fenster u. auch keine Gasbeleuchtung hat, herein^Ut. Eine 
starke Schranke trennt den Halbkreis, wo das Bureau der Biblio- 
thekbeamten sich befindet, sowie die Bücher, welche längs der 
Wände des Saales aufgestellt sind, vom Publikum; gegen 40,000 
Bde haben hier Aufstellung gefunden u. eine doppelte eiserne Galerie 
mit zierlichem Geländer, die durch den ganzen Saal läuft, führt zu 
denselben. Der ganze Saal, freundlich, hell, geschmackvoll, aber 
durchaus nicht überladen eingerichtet, macht mit seinen langen 
Tafelreihen, mit dem regen aber doch stillen Treiben, mit der grossen 



274 Die Nationalbibliothek in Paris. 

Schaar von Büchern, die von allen Seiten herabschauen u. seinen 
Zweck ankündigen, einen angenehmen, wohlthiienden Eindruck. H. 
Labrouste, der geniale Erbauer der Bibliothek St. Geneviöve, hat 
auch ihn erbaut; die Zierlichkeit u. Aninuth des berühmten Saales 
dort ist hier nicht erreichte Der Architekt musste mit den ge- 
gebenen Verhältnissen, besonders mit dem Räume rechnen, aber es 
ist iiim gelungen, einen geräumigen, bequemen u. hellen Arbeits- 
saal zu schaffen. Ein breiter Gang, der vom Eingang anf das 
Bureau zuführt, scheidet die 16 Doppeltische, die bald grösser, 
bald kleiner, Kaum für 328 Leser bieten. Jeder Platz trägt seine 
eigene Nummer, jeder Leser hat ungefähr über einen Quadratmeter 
Raum lur seine Papiere u. Bücher zu verfügen ; eine niedere Scheide- 
wand in der Mitte, unter welche die Tinte geschoben werden kann, 
eine Leiste, nur wenige Centimeter hoch, trennen ihn von dem 
Gegenüber u. den Nachbarn links u. rechts. Das ganze Ameuble- 
ment mit seinen niederen Lehnsesseln u. den hölzernen, mit dunklem 
Firniss angestrichenen Tischen trägt den Stempel der Einfachheit 
An einem der Tische, wo keine Tinte verwendet werden darf, werden 
nur die Bücher der „Reserve*' (Inkunabeln, Unica oder Seltenheiten, 
Pergamentdrucke, Bücher mit werthvoUen, schönen Einbänden, 
54,000 Bde, sonst schon eine sehr ansehnliche Bibliothek, zählen 
allein zu dieser Klasse) abgegeben. Auf einem andern Tische 
sind die Zeitschriften aufgelegt, welche den Lesenden zur Yerfügong 
stehen, 32 an der Zahl, vorwiegend litterarischen Inhalts, doch ist 
fast jede Wissenschaft dabei vertreten; von Deutschen Zeitschriften 
sah ich die Göttinger gelehrten Anzeigen u. das literarische Central- 
blatt. Ein Joumalzimmer hat die Nationalbibliothek nicht, auch 
keine der andern öffentlichen Pariser Bibliotheken ; nur die St. Gene- 
viöve hat einen Schrank mit 120 periodischen Schriften, die auf 
Verlangen ungebunden hergegeben werden. Vier weitere breite Tische 
sind für die Bücher von besonders grossem Formate bestimmt. Vier 
Caloriföres, über Mannshöhe emporragend, sorgen für die Heizung, 
u. überdies laufen unter den Tischen u. längs der Seitenwände die 
Röhren der Wasserheizung, so dass die Wärme bis auf 18® ge- 
bracht werden kann. Beim Eintritt in den Saal empfangt der Be- 
sucher ein Bulletin personnel, worauf er seinen Namen, Adresse 
u. die Nummer des Platzes, den er belegt, einzutragen hat; mit 
den Verlangscheinen, wo die gleichen Notizen ausser den Titeln 
der verlangten Werke sich befinden müssen^ übergiebt er es einem 
der Bibliothekare, welcher auf demselben in einer besonderen Rubrik 
die Liste der abgegebenen Werke notirt. Sind alle zurückgegeben, 
so erhält der Leser sein Bulletin wieder zurück, mit einem Stempel 
versehen, zum Zeichen, dass Alles in Ordnung sei ; dem Aufwärter 
am Ein gange hat er dasselbe überdies vorzuweisen. Bei dem starken 
Besuche, bei dem fortwährenden Wechsel von Kommenden u. Gehenden 



Die Nationalbibliothek in Paris. 275 

ist eine solche sirenge Kontrole noth wendig; ein aufsichtführender 
Diener geht überdies auf u. ab. Um mit einem Buche, einer Zeich- 
nung u. ähnlichem den Saal zu verlassen, bedarf es eines Passir- 
scheins vom Bureau ausgestellt. Nur 2 Bestellzettel dürfen zu 
gleicher Zeit übergeben werden, auch ist die Zahl der Werke, welche 
während einer Sitzung demselben Leser abgegeben werden, keines- 
wegs eine unbeschränkte, wie im Britischen Museum u. in vielen 
Deutschen Bibliotheken, sondern in der Regel auf 5 festgesetzt, 
wie auch nach 3 Uhr keine Bücher mehr abgegeben werden. 
Wünscht Jemand dasselbe Werk am folgenden Tage wieder zu be- 
nutzen, 80 kann er es für sich zurückstellen lassen; ein Zettel 
dabei mit Namen u. Datum beurkundet sein Erstlingsrecht auf 
dieses Buch. Versäumt er den folgenden Tag es zu verlangen, so 
wandert es ohne Gnade auf die Ständer zurück zu seinen Kameraden. 
Früher wurden von einem Beamten die Titel der Bücher laut aus- 
gerufen, worauf sie der Leser selbst abholen musste; jetzt werden 
die Bücher, um alle Störungen n. Irrthümer zu vermeiden, von den 
Dienern an den Platz des Besuchers gebracht. Dem Bureau gegen- 
über sind zwei Schränke, welche die bis jetzt gedruckten Kataloge 
der Bibliothek enthalten. Im J. 1840 (?) wurde der Beschlnss 
gefasst, einen gedruckten Katalog über den ganzen Büchervorrath 
herzustellen u. die Franz. Geschichte als das wichtigste u. am reichsten 
vertretene Fach zuerst in Angriff genommen; bis jetzt sind 11 Bde, 
systematisch u. chronologisch geordnet, erschienen, ferner 2 über 
Theologie, 1 über Jurisprudenz, 2 über die schönen Wissenschafben 
0. 8 über Medicin; das Unternehmen in dieser Gestalt weiterzu- 
führen, ist mit Kecht jetzt aufgegeben, wie umgekehrt der Plan 
des Britischen Museums, von seinen Büchern einen gedruckten 
Katalog herauszugeben, als verfehlt bezeichnet werden muss; 40 
Jahre sind dafür in Aussicht genommen, wie gross wird der Zu- 
wachs in diesem Zeitraum sein n. wie mühsam ist das Nachführen 
Q. Nachschlagen von Supplementen! Dem kolossalen Aufwand von 
Mühe, Arbeit u. Geld, den ein solches Biesenuntemehmen erfordert, 
entspricht der Nutzen durchaus nicht; gedruckt sollten im Grunde 
nur Handschriftenkataloge werden, da der Zuwachs derselben nie 
sehr gross ist u. sie in neuerer Zeit stets eine wissenschaftliche, 
nicht bloss bibliographische Bearbeitung erfahren. Aber fatal ist, 
dass die Nationalbibliothek keinen alphabetischen Hauptkatalog über- 
haupt besitzt, ihn also auch nicht zur Verfügung der Leser stellen 
kann (im Britischen Museum ist ein solcher aus theils geschriebenen, 
theils gedruckten Zetteln bestehend, die in Bänden zusammenge- 
bunden sind, aufgestellt, 1878 war derselbe schon auf 1457 Bde 
angewachsen); die erwähnten gedruckten Kataloge, ein autographirter 
Index über die allgemeine u. über die Italienische Geschichte, ein 
systematischer, autographirter über die Geschichte Grossbritanniens, 

18* 



276 Die Nationalbibliotbek in Paris. 

die wöchentlich erscheinende Bibliographie de la France, welche aJlo 
in Frankreich gedruckten u. daher an die Bibliothek abzugebenden 
Werke enthält, ein gedrucktes monatliches Bulletin, welches alle 
der Verwaltung von auswärts zukommenden Werke (Geschenk, Tausch 
u. Kauf) auffuhrt, bieten einigen, aber nicht vollständigen Ersatz. 
Das Hauptgeschäft für das Suchen der Bücher fallt also den Biblio- 
thekaren zu, in deren Händen ein geschriebener Zettelkatalog über 
die einzelnen Fächer ist; die Folge davon u. die des ungeheuren 
Büchervorraths ist der Zeitverlust zwischen der Abgabe der Verlang- 
scheine u. dem Empfange des Buches, der oft Yi ^^ ^/s Stunde 
beträgt. Zur Disposition des Lesers ist eine Handbibliothek von 4600 
Bden längs der breiten Balustrade des Saales angestellt, ausser 
den gewöhnlichen Nachschlage- u. Wörterbüchern auch ganze, viel 
gebrauchte Sammelwerke enthaltend, wie die Monumenta Germaniae, 
das Corpus inscriptionujn, die Publikationen der Pariser Akademie, 
die Gallia christiana, die Griechischen u. Bömischen, wie auch die 
Franz., Engl. n. Deutschen Klassiker, die letzteren freilich oft mehr 
in kompressen, als in guten Ausgaben; ein gedrucktes Verzeichniss 
giebt Auskunft über diese besondere Abtheilung. — Wir verlassen 
Lesezimmer u. Bureau u. treten durch eine Thür mit hoher Glas- 
scheibe in den grossen Büchersaal, der ebenfalls neu erbaut un- 
mittelbar hinter dem Bureau 42 Meter lang sich ausdehnt. Ohne 
Fenster, nur durch Oberlicht erhellt, gewähren die grossen Wand- 
flächen einen mächtigen Baum zur Aufstellung der Bücher; gegen 
1,000,000 Bde sollen darin Platz finden können. Das neue soge- 
nannte Coulissensjstem, wie es auch in den anderen Theilen der 
Nationalbibliothek, in der Königl Bibliothek zu Brüssel sich findet 
u. wie unsere neue Stuttgarter Bibliothek es ebenfalls haben wird, 
ist hier vollständig durchgeführt. Fünffach bauen sich die Coulissen 
übereinander auf, jede nur so hoch, dass ein Mann durch die Tritt- 
stange, die quer unter dem untersten Bücherbrette vorüberläuft, 
unterstützt, jedes Buch auch aus der höchsten Reihe mit der Hand 
erreichen kajin; eiserne durchbrochene Galerien, durch Brücken mit 
einander verbunden, leiten in einem schmalen Gang an ihnen vorbei ; 
die Bücherbretter, ca. 1 Meter lang, in einigen Ständern poliri;, sind 
beweglich u. ruhen auf eisernen Metallsteckem. Da die Treppen, 
die Gänge vor den Coulissen, die Brücken aus durchbrochenen Eisen- 
stäben bestehen (zum Gehen nicht immer ganz ungefährlich), so 
gewährt das Ganze, obgleich nirgends Luxus ent&ltet ist, doch einen 
angenehmen harmonischen Anblick; der Saal ist nur als Bücher- 
magazin behandelt, dient aber trefflich diesem Zweck. Ein breiter 
mit Holz belegter Gang, dem in der 111. Etage ein ähnlicher ent- 
spricht, läuft mitten durch den Saal. Hier steht der grosse Tisch, 
auf welchen die Bücher, die mit kleinen Wägelchen aus dem Lese- 
zimmer geschafft werden, aufgestellt werden; hier mündet die Bohr- 



FT*--- 



Die Nationalbibliothek in Paris. 277 

post, welche die Bestellscheine von dem Platze der Bibliothekare 
zu den Bediensteten bringt, welche die Bücher zu suchen u. zu 
holen haben. Zu jeder der Gralerien führen Aufzüge, in jeder an 
besonderen Orten, u. da die Aufwärter ihre Posten auf den Galerien 
nicht verlassen, so kann der Dienst leicht u. verhältnissmässig schnell 
besorgt werden; im Winter kann der Saal bis zu 12° erwärmt werden 
u. hier wie im Lesesaal ist durch das fortwährende Kommen u. 
Grehen ein bewegtes lebhaftes Treiben, aber ohne Lärm u. Hast. — 
Verlassen wir Büchersaal u. Lesezimmer, um einen knrzen Blick auf 
das Departement der Mannscripte zu werfen. Der Weg zum Lese- 
zimmer desselben führt eine Treppe hinauf u. durch die grosse 
Galerie Mazarine, den am besten erhaltenen Theil des alten Palastes; 
der gewölbte, von Bomanelli prächtig gemalte Plafond mit seinen 
mythologischen Figuren, die hohen Fenster, die Skulptur- u. Stuk- 
katurarbeiten versetzen uns mit einem Schlage aus der nüchternen 
praktischen Gegenwart hinein in das üppige Hofleben unter dem 
Kardinal u. unter Ludwig XIY. Eine Ausstellung der seltensten 
Art ist hier voreinigt, Manuscripte mit den kostbarsten Miniaturen, 
die herrlichsten Erzeugnisse Franz. Paläographie u. Schönschreibe- 
kunst, die Kleinodien der Handschriftensammlung nach Alter u. 
Werth. Da erinnert der oben erwähnte I. Katalog mit anderen Bänden 
an die alte Louvrebibliothek. An einer glänzenden Suite Griechischer 
Handschriften kann man die Paläographie in jener Sprache studiren 
vom 5. Jhdt. nach Christus bis zum 16.; noch reicher ist das 
Lateinische vertreten, schönstens eröffnet durch das Liviusmanuscript 
aus dem 5. Jhdt. Die Merovinger- u. die Karolinger- Zeit liegen in 
beinahe nicht endender Fülle vor uns, ferner das ganze Mittelalter, 
repräsentirt in charakteristischen Bänden, merkwürdig nicht bloss durch 
die äussere Form, sondern auch durch den Inhalt; ich fQhre nur 
Nithards Geschichtswerk an mit dOm Eidschwur Karls des Kahlen 
u. Ludwigs des Deutschen, dem ältesten Denkmale der Franz. Sprache 
842, oder den Prozess der Templer, den der Jungfrau von Orleans 
etc. Auch die Namen ihrer ehemaligen Besitzer reizen das Interesse. 
Da ist u. A. das Evangolienbuch Karls des Grossen, 781 durch (xott- 
schalk für ihn auf Fnrpurpergament in Goldbuchstaben geschrieben, die 
Bibel Karls des Kahlen, ein Gebetbuch von Maria Stuart, die Genea- 
logie von Maria Antoinette. Andere Bände sind durch den Schmuck 
ihres Einbandes in Gold u. Edelsteinen, Elfenbein u. Bronze, durch 
die feine Lederarbeit der Renaissance das Entzücken der Kenner. 
Der Liebhaber von Autographen findet Briefe u. Schriftstücke von 
Du Guesclin u. Bernhard Palissy, Agnes Sorel u. Madame de Main- 
tenon, Bossuet u. Voltaire, MoÜere u. Franklin; in demonstrativer 
Weise hat die Eepublik die Souveräne Frankreichs, besonders aus 
der neueren Zeit, durch die grossen Schriftsteller u. Denker der 
Nation verdrängt. Und ausser den Manuscripten u. Diplomen diese 



278 Die Nationalbibliothek in Paris. 

Unzahl der schönsten u. seltensten Druckwerke auf Pergament u. 
Papier 1 Es ist unmöglich, aus der Menge Einzelnes anzuführen 
oder nur einen kurzen üeberblick zu geben, es genüge auf ein Prinzip 
hinzuweisen, das bei der Auswahl massgebend gewesen ist: Von 
den etwa 40 Städten Frankreichs, in welchen im 15. Jhdt. die edle 
Buchdruckerkunst ausgeübt wurde, suchte man sämmtliche erste 
Drucke zu vereinigen, u. nur noch wenige Bände fehlen, um das Bild 
von jenem Gewerbszweige vollständig darzustellen. In bequem ein- 
gerichteten hellen Glasschranken an den Wänden u. Fenstern u. 
in der ganzen Länge des grossen Saales dehnt sich diese beneidens- 
werthe Ausstellung aus, wie ich nie etwas Aehnliches gesehen habe, 
die stummen u. doch so laut redenden Zeugen von dem wunderbaren 
allseitigen Beichthum dieser Bibliothek, durch die geschmackvolle 
künstlerische Anordnung auch dem Laien, dem Neugierigen ein 
schönes Schaustück, für den Kenner eine Quelle lauteren Genusses, 
umfassendster Belehrung. Ein Schritt u. der ziemlich geräumige 
Arbeitssaal der Manuscriptensammlung nimmt uns auf^ ein stilles, 
ruhiges Zimmer, eben&lls mit einfachem Ameublement; das bewegte 
Leben im anderen Saale macht hier einem emsigen angestrengten 
Schreiben oder Zeichnen Platz; vor jedem Arbeiter liegt oder steht 
sein Manusaiptenband auf hölzernem verstellbarem Pulte, an den 
Wänden in vergitterten Kästen ist ein Theil der Handschriften- 
sammlung aufgestellt, der übrige ist in eine Menge kleinerer u. 
grösserer Zimmer zerstreut. Die Verwaltung setzt eine Ehre darein, 
ihre Schätze möglichst schön u. fest zu binden, die einzelnen Zettel 
u. Pergamentstreifen werden aufgeklebt u. zu ganzen Bänden ver- 
einigt ; jede AbtheDung hat ihre eigenen Farben, so dass man schon 
am äusseren Gewände erkennt, wohin ein Manuscript gehört. Durch- 
pausen ist nur bei weniger werthvollen Zeichnungen gestattet, für 
die kostbaren Handschriften ist ein Glaskasten bestimmt, in weldien 
das Buch gelegt wird, so dass die Pause durch die besonders helle 
Scheibe gemacht werden kann, ohne dass der Stift des Zeichners 
den Text berührt. Ein eigenes photographisches AteUer in der 
Bibliothek macht es unnöthig, Manuscripte, Stiche etc. aus dem 
Hause zu geben, wie auch eine Buchbinderwerkstatt dazu dient, die 
nothwendigsten u. schwierigsten Arbeiten u. Reparaturen an Ort u. 
Stelle vorzunehmen; die Mehrzahl der Bücher wird jedoch auswärts 
gebunden. Im J. 1881 wurden 15,000 Bde Handschriften abge- 
geben, was bei 300 Arbeitstagen, u. da nicht mehr als 10 Bde in 
einer Sitzung abgegeben werden, einen durchschnittlichen täglichen Be- 
such von wenigstens 50 Personen giebt. — Verlassen wir diesen 
Theil des Hauses (für Freunde der historischen Geographie ist die 
in den Gängen des Parterres befindliche Ausstellung von Globen, 
Reliefkarten, Mappe-mondes, Portulanen, Planen etc. in Original oder 
in Abdrücken, von den frühesten Zeiten an, im höchsten Grade 



/' 



Die National bibliothek in Paris. 279 

interessant) u. statten wir dem Lesesaale noch einen kurzen Besuch 
ab. Der Eingang dazu ist in der ruo Colbert, der Saal, eine Treppe 
hoch gelegen, hell, freundlich, von zwei Seiten beleuchtet, steht in 
Ausstattung u. Einrichtung ziemlich dem früher beschriebenen nach; 
das einfache Bureau ist in der Mitte, eine Galerie, an den Wänden 
mit Büchern bestellt, geht durch den ganzen Saal; über demselben 
ist noch ein zweiter Saal mit doppelter Galerie, von demselben System 
wie die übrigen, die Hauptmasse der Bücher enthaltend. Im Lese- 
saale selbst dienen geschriebene Kataloge über die 6 Fächer: Ge- 
schidite, Litteratur, Theologie, Bechtswissenschaft, Künste u. Natur- 
wissenschaften dem Leser zum Nachschlagen. An dem Zustand einiger 
Blätter derselben kann nuin die Neigungen der Leser am besten 
stndiren; wie sind die Blätter Balzac, Sue, G. Sand (denn hier 
werden auch Bomane u. Zeitungen hergegeben), Y. Hugo, Thiers 
etc. zerrieben u. beschmutzt; doch zeigten auch Schiller u. Goethe 
ziemlich starke Zeichen des Gebrauchs. Die ganze Auswahl der 
25,000 Bde dieser Bibliothek ist auf einen sehr gemischten Leser- 
kreis in des Wortes vollster Bedeutung berechnet, u. wenn die 10 
Personen, welche an einem schönen Maimorgen sich in dem Lese- 
zimmer einfinden, fast darin verleiben zu gehen scheinen, so drängt 
sich an einem kalten Wintertage, an einem regnerischen Sonntage die 
Menge der Besucher so, dass kein Platz mehr zu finden ist u. an 
Fenstern u. Wänden Alles steht. Im J. 1877 besuchten 58,877 
Personen denselben (3413 mehr als den Arbeitssaal), also 170 Per- 
sonen täglich im Durchschnitt, welchen zusammen 89,108 Bde ge- 
geben wurden. — Einer solchen grossartigen litterarischen Anstalt 
entbehrt unser Deutsches Vaterland. Ob es möglich ist, eine solche 
zn schaffen, soll hier nicht erörtert werden; sie könnte ja doch nur 
im Anschluss an eine der bestehenden Bibliotheken, speziell an die 
Berliner Königl. Bibliothek, zu Stande kommen. Die Schwierigkeiten, 
besonders auch wegen der Pflichtexemplare, wären gross u. die 
darauf zu wendenden Mittel müssten sehr beträchtlich sein bei den 
enormen Preisen, die von Franzosen, Engländern u. Amerikanern 
(denn diese gehören auch zu den hochzahlenden Konkurrenten) ge- 
zahlt werden. Aber Deutschland besitzt eine grosse Menge recht 
guter, wissenschaftlich verwalteter Bibliotheken zweiten u. dritten 
Banges, aus denen die Bevölkerung in weiten Kreisen litterarische 
Anregung u. geistigen Gewinn zieht; wo die Verhältnisse kleiner 
u. einfacher sind, kann die Verwaltung liberaler sein, ist die Be- 
nutzung bequemer u. um so grösser der Kreis, denen die Benutzung 
einer Bibliothek ermöglicht u. erwünscht ist. 



280 Der Buchdruck auf der Bayrischen Landes- Ausstellung. 

[697.] Der Bnclidrnck auf der Bayrischen Landes- 

Ansstellnng in Nürnberg. 

Von Bibliothekar Dr. Leitschuh. 

Die in jeder Hinsicht glanzvolle Bayrische Landes- Ausstellung, 
deren Buhm bereits die angesehensten Blätter Deutschen Landes ver- 
kündet haben, verdient wirklich im höchsten Grade die Beachtung Aller. 
Auf welcher hohen Stufe der Entwickelung die Bayrische Industrie, 
u. Kunst steht, darüber belehrt uns rasch ein Gang durch die vor- 
züglich gelungene Ausstellung. Die Leistungen Bayerns auf 
industriellem Gebiete sind in der That so hervorragend, dass nur 
eine Stimme u. zwar die des Lobes herrscht Mehr denn je zeigt 
sich diesmal, dass Bayern nicht blos als Agrikulturstaat, sondern 
auch als Industriestaat sich zur Geltung zu bringen das ernsteste 
Streben hat, dass sein Gewerbestand ^fdieses wahre, lautere Gold 
des Staates" kühnen Muthes in den Vordergrund u. hiermit in 
ebenbürtige Konkurrenz mit anderen Staaten treten darf. 

In recht hübscher Weise ist auf der Ausstellung der Bayrische 
Buchdruck vertreten. Freilich hat sich Bayern in dieser Kunst 
nicht jener Bedeutung zu erfreuen, welche Württemberg u. Sachsen 
so sehr auszeichnet. Stuttgart u. Leipzig, die beiden Weltbuch- 
druckstadte, finden in Bayern keine ebenbürtige Bivaliu, aber vor 
ihnen voraus hat es das Verdienst, die Buchdruckpressen-Fabri- 
kation eingeführt zu haben. Auch in der Geschichte des Buch- 
drucks ist ja Bayern hochbedeutend. Dass man in neuerer Zeit 
die ernstesten Anläufe macht, die Erzeugnisse des Buchdrucks 
wahrhaft prächtig zu gestalten, ist eine bekannte Tbatsache. Baycni 
wird bei solchem Streben seine Arbeiten bald recht gut den besten 
anderer Länder an die Seite stellen können. Den grossen Fort- 
schritt, welchen wir im Druckgewerbe zu verzeichnen haben, macht 
am anschaulichsten die Ausstellung von Dr. Max Huttier in Augs- 
burg-München klar. Besonders hervorragende Leistungen hat 
Huttier auf dem Gebiete der religiösen Litteratur aufzuweisen. Hier 
bewundern wir nicht allein die äusserst geschmackvolle Auswahl 
der Lettern, sondern auch die übrige brillante typographische Aus- 
stattung. Indess gehen nicht nur religiöse Druckwerke aus dem 
„Litter arischen Institute" Huttier 's hervor, auch dem Gebiete der 
profanen Litteratur lässt es seine Pflege augedeihen. Das Verdienst 
Huttler's, alle Werke, die aus seiner Anstalt hervorgehen, bis in die 
kleinsten Details korrekt und künstlerisch vollendet auszustatten, 
ist nicht hoch genug anzuschlagen. Der gute Geschmack, in dessen 
Dienste das genannte Institut ai'beitet, lässt aber auch nirgends 
eine Versündigung gegen den Stil aufkommen. Die Lettern und 
Druckverzierungen, die Initialen und Vignetten — alles findet hier 
gleiche Beachtung, so dass man gleichsam Werke aus einem Guss 
vor sich hat Aber eine Specialität des „Litterarischen Instituts^' 



Der Buchdruck auf der Bayrischen Landes- Ausstellung. 281 

sind offenbar die stügercchten Bucheinbände. Huttier trägi eben 
in anerkennenswerthestor Weise dafür Sorge, dass im Einbände dem 
kunstgerechten Druckwerke ein kunstgerechtes Gewancl verliehen werde. 

In einer alle Anerkennung verdienenden Weise haben Knorr u. 
Hirth in München die Ausstellung beschickt. Es ist jedenfalls 
bemerkenswerth, dass diese Firma es war, welche die erste Botations- 
maschino für Zeitungsdruck in Deutschland eingeführt hat. Ganz 
bedeutende Verdienste hat sie sich aber durch die Herausgabe des 
yyFormenschatzes'^, des ,,Formehschatzes der Renaissance" und durch 
wohlgelungene Reproduktion älterer Druckerzengnisse erworben. 
Knorr u. Hirth, deren Leistungen in dieser Richtung bekanntlich 
ganz vorzüglich sind, ja fast unerreicht dastehen, werden für alle 
Zeit in der Geschichte der Buchdruckerkunst einen hervorragenden 
Bang einnehmen. Dr. Huttier wie Knorr u. Hirth gebührt das Ver- 
dienst, dem Buchdruck als Kunst in Bayern eine Heimstätte be- 
reitet zu haben, denn ihr Wirken war, das ist gewiss, bahn- 
brechender Natur. 

Neben diesen Instituten ist die 1865 gegründete Kgl. Hofbuch- 
dmckerei von E. Mühlthaler in München der Erwähnung werth. 
Wir sehen von ihr prächtige Illustrationsdrucke u. Kunst- u. Bunt- 
drucke. Mühlthaler lässt seine Druckerei durch 15 Schnellpressen 
betreiben u. beschäftigt fast 100 Arbeiter. Die Dr. Wild'sche Druckerei 
ist mit Werthpapieren, Obligationen u. Aktien vertreten, welche sich 
wegen ihrer trefflichen Ausführung allgemeiner Anerkennung erfreuen. 

Die Verlagsbuchhandlung von Braun u. Schneider in München 
hat ihre bekannten Münchener Bilderbogen, sowie die Jahrgänge 
der nicht nur in ganz Deutschland verbreiteten, sondern auch im 
übrigen Europa gern gelesenen „Fliegenden Blätter" ausgestellt. 

Pecht hat nicht Unrecht, wenn er sagt, die Thätigkeit der 
Kunstverleger u. Drucker sei in nicht geringem Grade eine künst- 
lerische. Denn um es zu einer harmonisch schönen u. vornehmen 
Publikation besonders im Fache der Prachtwerko zu bringen, braucht 
es des Zusammenwirkens so vieler verschiedenen Thätigkeiten : des 
Künstlers, Schriftstellers, Photographen, Druckers, Graveurs, Buch- 
binders, bis zum Papierfabrikanten herab, bei welchen, wie der 
erwähnte Kunstkritiker weiter bemerkt, der Verleger die Rolle des 
Eüapellmeisters diesen Musikanten gegenüber zu übernehmen hat, 
deren jeder einzelne das ganze Unternehmen umwerfen kann, wenn 
er nicht im Tact gehalten wird. Vortrefflich verstand u. versteht 
es den Dirigentenstab in diesem Sinne zu führen die Verlags- 
buchhandlung u. artistische Anstalt von Friedrich Bruckmann in 
München. Der Specialität dieser Firma: „Illustrirte Prachtwerke*' 
ist natürlich ein ganz ansehnlicher Raum zugewiesen; diese herr- 
lichen Verlagsartikel haben sich aber auch Weltruf erworben. 
Neben ihnen sehen wir von der nämlichen artistischen Anstalt 



282 Der Buchdruck auf der Bayrischen Landes-Ausstellung. 

prächtige Photographien, Woodburytypcn, Lichtdrucke u. Helio- 
gravüren. 

Zur richtigen Würdigung u. zum Verständnisse unseres ge- 
waltigen Meisters, Albrecht Dürer ^s, hat entschieden am meisten mit 
beigetragen die Xgl. Hofbuch- u. Kunsthandlung von Sigm. Soldan 
in Nürnberg. Soldan hat zwar nur wenige Probehefte auflegen 
lassen, indess sind uns dieselben für die Yortrefflichkeit dieses 
Verlages vollkommen Bürge. Der Französische Kunsthistoriker 
Charles Ephrussi hat bei Soldan einige seiner Werke erscheinen 
lassen; sie liegen in tadelloser Ausstattung hier auf. Die neueste 
Publikation dieses rührigen Verlages: „A. Dürer's Holzschnittwerk'' 
dürfte bei allen Kennern gerechtes Aufsehen erregen. Der Fürst 
von Hohenzollem hat Soldan seine reichhaltige, vorzügliche Dürer- 
Sammlung mit grosser Liberalitat hierzu zur Verfügung gestellt. 
Die Originale sind wahrhaft vorzüglich reproducirt; der angewendete 
Lichtdruck hat sich vortrefflich bewährt, das Papier ist nach altem 
Büttenpapier recht tauschend imitirt. Der Text stammt aus der 
Feder des Professors Dr. v. Lützow, welche Kraft gewonnen zu 
haben, der Verlag sich freuen kann. Kurz, es sind solch* günstige 
Einleitungen getroffen, dass wir an einem bedeutenden Erfolge 
nicht zweifeln. 

Kunstwerke, Bilderbücher u. Jugendschriften, sowie auch Stahl- 
stiche u. Photographien hat die 1810 gegründete Kgl. Hofbuch- 
handlung von H. Schräg in Nürnberg vorgeführt. Die Friedrich 
Komische Buch-, Kunst- u. Landkartenhandlung, welche schon seit 
dem Jahre 1740 existirt, hat Verlagswerke kunstgewerblichen, ferner 
auch pädagogischen Inhaltes ausgestellt u. vei-tritt überhaupt die 
Unterrichtslitteratur. Ihre verschiedenen Verlagswerke u. Arbeiten 
aus ihrer Druckerei hat die schon länger als zwei Jahrhunderte 
bestehende U. E. Sebald^sche Verlagshandlung in Nürnberg vorge- 
führt Unter den weiteren Nürnberger Firmen, deren Pressen in 
Koberger^s u. Petrejus' Geiste arbeiten, müssen wir noch die vor- 
treffliche Bieling'sche Buchdruckerei (G. Dietz) u. die von G. Eüll 
erwähnen. 

Die Buchhandlung u. Druckerei von Friedrich Pustet in Begens- 
burg ist mit ihrer bekannten Specialität in liturgischen Büchern 
erschienen. Sowohl in Both- als in Schwarzdruck sehen wir die- 
selben von der in katholischen Kreisen hochangesehenen Firma aus- 
gestellt. Auch ihre Choralbücher u. Bilder in xylographischem 
Farbendruck erfreuen sich weiter Verbreitung. Eine andere Buch- 
handlung im Dienste der katholischen Interessen ist die kirchliche 
Kunstverlagshandlung von Leo Wörl in Würzburg, deren Specialität 
die bekannten katholischen Beisehandbücher sind. Ausser diesen 
hat Wörl auch sein Papst- Alb um u. das Werk „Das katholische 
Deutschland" aufgelegt 



Der Buchdruck auf der Bayrischen Landes-Ausstellung. 283 

Die Gebr. Keichel in Augsburg haben ihre prächtigen Verlags- 
werke, sowie Illustrationsdrucke u. Werthpapiere ausgestellt; Thein 
in Wtirzburg ist mit einer hübschen Kollektion Arbeiten aus dem 
Gebiete der graphischen Künste vertreten. 

Wir haben uns — der Kaum dieses Blattes forderte dazu 
auf — nur auf die Erwähnung eines Theils der ausstellenden Firmen 
beschrankt. Indess ist das Bild, welches sich in dieser Gruppe 
vor unseren Augen entrollt, ein den Stand des Bayrischen Druck- 
gewerbes ziemlich deutlich u. sicher kennzeichnendes. 

Es erübrigt uns nun nur noch der Druckwerke zu gedenken, 
welche entweder im Auftrage der Leitung der Ausstellung ange- 
fertigt wurden, oder in Folge der letzteren entstanden sind. In 
erster Linie müssen wir da den offiziellen Katalog der Ausstellung 
nennen, welcher, von Dr. Stockbauer verfasst, in jeder Beziehung 
als vortrefflich gelten kann. Wir haben in ihm nicht etwa ein 
einfaches Ausstellverzeichniss, sondern ein möglichst genaues u. 
sorgfältig ausgearbeitetes Nachschlagebuch, welches über die Bay- 
rische Gewerbethätigkeit u. ihre Vertreter umfassende Auskunft 
giebt. Eine zweite Auflage des ganzen originellen Katalogs wird 
wahrscheinlich in den nächsten Tagen erscheinen, nachdem schon 
bereits der dritte Theil desselben (Kunst etc.) vor kurzem seiner 
Wiedergeburt sich erfreuen konnte. Sodann ist der offizielle „Führer 
durch die Ausstellung" zu erwähnen, welcher mit Genehmigung 
des Bayrischen Gewerbe-Museums von Budolf Messe herausgegeben 
wird. Auch diese Publikation hat bereits die 2. Auflage erlebt. 
Sowohl Katalog als Führer sind von der oben erwähnten Druckerei 
von Bieling gefertigt, welche sich eine sorgfaltige Herstellung der 
offiziellen Drucksachen augenscheinlich sehr angelegen sein liesi<. Ein 
weiteres Publikationsmittel hat die Ausstellung in der „Ausstellungs- 
zeitung'^, welche im eigenen Pavillon auf der Ausstellung redigirt, ge- 
setzt, stereotypirt und gedruckt wird. Sie ist zwar nicht ausgesprochen 
offiziellen Charakters , hat aber in den Beamten der Ausstellung 
resp. des Gewerbemuseums ihre fleissigsten Mitarbeiter u. ist von 
allen Vorgängen, welche auf die Ausstellung Bezug haben, am 
ersten unterrichtet Ein weiteres Blatt, das der Ausstellung seine 
Gebnrt verdankt, isj; der ^,Ausstellungskorrespondent". Er hat sich 
jedoch gewöhnlich keiner grösseren Aufsätze, wie seine Konkurrentin, 
zu erfreuen u. trägt überhaupt nicht die leiseste officielle Spur 
an sich. Dass übrigens hiermit unsere Aufzählung der Ausstellungs- 
Publikationen nicht erschöpft ist, dessen belehrt uns der im Ver- 
lage von Jacob Zeisor in Nürnberg erschienene „Praktischer 
Führer durch die Bayerische Landes-Ausstellung*', welcher uns so- 
eben zukommt. Wir zweifeln nicht, dass ihm noch manche andere 
Schrift über den wirklich hochbedeutenden Sammelplatz Bayrischer 
Indostrie u. Kunst folgen wird. 



284 Katalog der Bibliothek des S. Thomasstifts zu Strassburg. 

[698.] Katalog der Bibliothek des 8. Thomasstifts 
zu Strassburg zn Anfang des XY. Jahrhunderts*). 

Isidorus de summo bono. Isidorus ethymologiaruin. — Item 
Aurora, seil. Biblia metrica. — Autiquum Psalterium modicum 
glosatum. — Item novum Psalterium per Augustinum, Jeronymum 
et Ambrosium glosatum. — ünus Über contineDS Cantica canticorum, 
Apocalipsim, vitam Georii, epistolam ad Bomanos, memoriam Micha- 
helis, passionem Mauricii et sociorum eius. — Item quedam pars 
beati Gregorii super Johanncm. Item Lucas glosatus. Item glosa 
super Matheum. — Item quinque libri Moysi. — Item sermones 
et omelye estivales. — Item ex aüa parte eiusdum secundi pul- 
piti : Augustinus de trinitate. Item liber confessionum beati Augu- 
stini. — Item super Epistolas et Ewaugeiia per annum. — Item 
sermones et omelye per annum. Item omelye et sermones diversi. 

— Item scholastica hystoria super novum testamentum. Item 
scbolastica hystoria super vetus testamentum. — Item expositiones 
Epistolarum et Ewangeliorum a nativitate Domini usque Pasca. — 
Item lampartica historia, que concessa est plebano et socio. — 
Hugo de sacramentis. — Item prologi librorum Biblie. Item 
Epistole Pauli et libri sapiales. — Item canonice Epistole. Item 
super Apocalipsim. Item super actus apostolorum et super Episto- 
las et Ewangelia. — Item xl omelye Gregorii. — Item Proverbia 
glosata. Item prima pars super Epistolas Pauli. Item secunda 
pars super Epistolas Pauli. — Item ex alia parte eiusdem pulpiti: 
xl omelye Gregorii. — Item concordantie Ewangeliorum. — Item 
vita S. Germani metrice scripta, et solutiones diversarum questionum 
sacre scripture textus. — Item Enchideron (sie) Augusüni, et de 
libris divini officii, et de transitu beate virginis. — Item quarta 
pars Moralium Yob. — Item canones antiqui. Item de origine 
mortis humane. — Item Ysaias glosatus per beatum Jeronimum. — 
Item Psalterium glosatum. Item dyalogus Gregorii. — Alexander 
magnus metrice. — Item dialectice rationes. Item liber de diversis 
materiiSy scilicet de astronomya, de topica Aristotelis, de Septem 
artibus liberalibus. — Item liber medicinalis. — Item Priscianus 
maior. — Item Instituta glosata. Item breviarium iuris canonici. 

— Item ex alia parte: Musica Boecii. — Item super topicorum. 
Item Boecius super arismetrica (sie). Item Biblia metrica que 
dicitur Aurora. — Item Marcianus et de gramatica. — Item duo 
libelli cantuales cum gravibus historiis et responsoriis. — Item 
Bationale divinorum. — Item libellus de medicina. — Item quinque 
libri Moysi, in parvo volumine sine asseribus. Habet dominus 
prepositus B. Burggrave. 



*) Aus: Zur Geschichte der ältesten Bibliotheken u. der ersten Buch- 
drucker zn Strassburg von C. Schmidt. Strassburg. 1882. gr. S^, S. 49—50. 



rj»-T.--r'j' " ■ 



Litteratur und Miscellen. 285 

Litteratnr und Miscellen. 
Allgemeines. 

1699.] The Library Journal Official Organ of the Library 
Associations of America and of the United Kingdom. Vol. 7. 
(S. oben Nr. 595.) 

Enth. in Nr. 5: Editorial (the Astor Library) — United King- 
dom Association (February, March, April Monthly Meeting) — J. 
Schwartz, Twenty-five plus ton versus Thirty-five or ten — Helps 
for Beaders and Librarians — A Plea for Novels — A Church 
Library — Wonders of Bibliography — Notes and Queries — 
Library Economy and History - Bibliography — Anonyms and 
Pseudonyms — Library Purchase — List — General Notes. 

[700.] The Bibliographer A Journal of Book-Love. London, 
Elliot Stock. 4^ (S. oben Nr. 120*]). 

Enth. in Nr. 2: S. 33—37 The Bishops' Bible. L By Nicho- 
las Pücock — S. 87—89 Dante in England. By John W. Haies 

— S. 39—43 The Woodcutters of the Netherlands. No. 1. The 
First Louvain Woodcutter (1475—88). By W. M. Conway — 
S. 43 — 44 A hitherto undescribed Copy of the „Century of Inven- 
tions". By W. H. Presser — S. 45 — 48 Early Topography in 
Lambeth Palace Library. By S. Wayland Kershaw — S. 48 — 49 
Voigaria Whitintoni, 1520. By Wüliam Blades — S. 49-50 
Ezhibition of Engrayings at the ,,Gercle'' of the Bookseilers of 
Paris — S. 50—56 The Sunderland Säle — S. 56—59 The 
Comerford Säle — S. 59—60 The Guniey Säle — S. 60—64 
Beviews, Notes and News, Correspondence. 

In Nr. 3:.S. 65—67 A Key to Dr. Paris „Philosophy in 
Sport". By G. C. Boase — S. 67—71 The Bishops' Bible. U, 
By Nichülas Pocock — S. 71 — 72 Hone's ancient Mysteriös — 
S. 72—74 Dr. John Dee's copy of Arrian's „Periplus". By John 
E. Bailey — S. 74—75 A Suffolk BaUad. By John H. Hooper 

— S. 75—81 The Woodcutters of tho Netherlands. No. 2. By W. 
M. Conway — S. 81—82 Bibliographical Epitaphs — S. 82—84 
Anonymous Books. By Henry B. Wheatley — S. 84 — 85 Sun- 
derland Library — S. 85 — 87 Beckford and Hamilton Libraries 

— S. 87—96 Reviews, Notes and News, Correspondence, Book 
Sales, Libraries. 

In Nr. 4: S. 97—98 Old Magazines. By the Editor — S. 
99 — 101 Needlework and Lace Pattern Books of the sixteenth 
Century. By Alan S. Cole — S. 101—4 The Bibliography of 
Bath. By C. P. Edwaids — S. 104—5 Notes on English Manu- 
Bcripts abroad: Göttiiigen. By Miss L. Toulmin Smith — S. 
105—6 The Library Association — 1 06—10 Tho Woodcutters of 

*) An der yerspäteten Anzeige trägt der Heraosg. des Eugl. Blattes, 
nicht ich, die Schuld. J. P. 



«'jii 



286 Litteratur und Miscellcn. 

the Netherlands. No. 3. By W. M. Conway — S. 111—16 The 
Bißhops' Bible. III. By Nicholas Pocock — S. 116—21 Books 
on Local Government. I. By G. Laurcnce Gomme — S. 121 — 22 
Codex Alexandrinus. By W. D. Macray — S. 122 — 28 Reviews, 
Notes and News, Correspondence, Libraries. 

In Nr. 5: S. 129- -30 A Note of Spenser's twenty lost Works. 
By M. H. Towry — S. 130—35 The Stationers' Registers. I. By 
the Editor — S. 185—86 Bromsgrove Library — S. 136—42 
The Woodcutters of the Netherlands. No. 4. By W. M. Conway — 
S. 142—45 Among the State Papers — S. 146—48 An inedited 
Letter of Christopher Plantin« By W. H. James Weale — S. 
148—49 The Bishops' Bible. (An additional Note.) By Nicholas 
Pocock — S. 149 — 54 Books on Local Government. 11. By G. 
Laurence Gomme — S. 154 — 60 Beviews, Notes and News, Corre- 
spondence, Book Sales. 

In Nr. 6: S. 161—68 On „Sham** or „Dummy*' Library 
Doors. By Benj. B. Wheatley — S. 164 — 66 Foreign Protestant 
Liturgies. (No. l. „The White Bride »Book.*^) By Miss Jessie 
Young — S. 166—69 Browne's ,^ligio Medici". A Letter to 
the Editor by W. A. Qreenhill — S. 169—71 A Dinner of French 
BibHophiles. By H. S. Ashbee — S. 171—75 The Stationers' 
Registers. IL By Henry B. Wheatley — S. 175—78 Old Scotch 
Pasquils. By James Porves — S. 178—84 The Woodcutters of 
the Netherlands. No. 5. By W. M. Conway — S. 184—85 The 
Boke of St. Albans — S. 185 — 92 Reviews, Notes and News, 
Correspondence, Book Sales, Libraries — S. 193 — 96 Index — 
Nebst IV S. Titel u. Vorwort zum nunmehr abgeschlossenen I. Bde. 

Bd. II. In Nr. 7: S. 1—4 Book Illustration, old and new. 
By J. Comyns Carr — S. 4 — 5 Hazlitt's English Bibliography — 
S. 5 — 8 Sigmund Feyerabend, bookseller of Frankfort. By Leonard 
A. Wheatley — S. 8 — 10 Foreigners in England. By Edward 
Smith — S. 10—12 Old Parochial Library at Totnes, Devon. By 
W. H. K. Wright — S. 12—15 Sunderland Säle — S. 15—17 
Ouvry Säle — S. 17 Beresford-Hope Säle — S. 18—24 Reviews, 
Notes and News, Correspondence. 

In Nr. 8: S. 25—27 Beckford Library — S. 27—28 Martin 
Lister *s Edition of Apicius. By Richard Hooper — S. 29 — 81 
Bailad Illustrations — S. 31—36 The Woodcutters of the Nether- 
lands. No. 5 contin. By W. M. Conway — S. 36—40 On some 
Eighteenth Century Periodicals. By G. W. Niven — S. 40—44 
Some Notices of the Genevan Bible. By Nicholas Pocock — S. 
44—46 Sham Book Doors. T. Hood'g List of Titles. By B. R. 
Wheatley — S. 46 — 50 Books on Local Government. III. By G. 
Laurence Gomme — S. 50 — 56 Notes and News, Correspondence, 
Reviews, Libraries. 



Litteratur und Miscellen. 287 

[701.] * H Bibliofilo Giornale deir arte antica ecc. diretto da 
C. Lozzi. Anno III. 1882. (S. oben Nr. 418.) 

Nr. 4 cnth.: Dc^ primi Inventori delle Lettere a stampa per 
servire alle arti dcllo scolpirc, dol miniare e dello scrivere, o de* 
libri e degli escmplari di caratteri intagliati o impressi sino alla 
meta del secolo XYI, o dcgli autori di sei (C. Lozzi) — La Biblio- 
teca Sunderland o Blenbeim (K. Franck) — Descrizione di un Co- 
dice appartenente a S. Serafino da Montegranaro (D. Svampa e 
M. Buttorini) — Gli Archivii de' Ducbi di Mantova (X.) — Ras- 
segna di Opuscoli per nozze — Bolletino bibliografico — Notizie 
varie con accenni analitici di Bibliografia modema. 

Bibliograplile. 

[702.] Bibliographische Adversaria. Vierde Deel. No. 9 en 
10. 's Gravenhage, Martinus Nijhoflf. 1882. kl. 8®. 1 Bl. 261 
bis 320 S. Nebst 2 Bll. Tit. u. Inhaltsverzeichniss zum nunoiehr 
vollständ. Bde. (S. Anz. J. 1881. Nr. 207.) 
Endlich nach abermals langer Unterbrechung wieder eine Fort- 
setzung. Die neue Doppelnr. enthält: Eene Eeulsche nitgaaf van 
het Nieuwe Testament in het Nederlandsch, 1525, door Dr. J. I. 
Doedes — Nieuwe Testamenten door de van Ghelen's te Antwerpen 
uitgegeven, door Dr. J. I. Doedes — Het boek van Arent Bosman, 
door Dr. A. van der Linde — Een ond wereldlijk Liedeboek, door 
J. Nanninga üitterdijk — Bibliographisch Overzicht — Catalogus 
van Hoeken, voorhanden in het Magazijn van Martinus Nijhoff to 
*8 Gravenhage. 

[703.] * Eenige Antwerpsche Drukkers in den vreemde. Bio- 
bibliographische schetsen door Alfons de Decker. Antwerpen, 
Kockx. 1881. 8«. 2 Bll. 87 S. m. Holzschn. 

Hierüber s. Bibliograph. Adversaria D. IV. No. 9 en 10. S. 
286—88. 

[704.] Christophe Plantin imprimeur Anversois par Max Booses 
conservateur du Musee Plantin-Moretus. [Fase. 1.] Anvers, Jos. 
Maes. fol. 2 Bll. 98 S. m. eingedr. Initialen, Wappen u. Orna- 
menten in Holzschn. Nebst Plantin's Portr. in Kpfst., sowie 
25 Taf. Portraits, Facsim. u. Signeten in Phototypie. Pr. n, 
32 Mk. 
Ein des Mannes, dessen Darstellung es gewidmet ist, würdig 
aasgestattetes Prachtwerk. 

[705.] Kalauz az orsz. magy. Iparmuvdszeti Mnzeum r^sz^rol 
rendezett Könyvkiallitäshoz. Budapest. MDCCCLXXXII. Czim- 
lapnyomäs az Athenaeum r. t. Könyvnyomdcgaböl. gr. Lex. 8®. 
1 BI. 6, 266 S. m. einigen eingedr. Illnstrationen. (Katalog 
der Budapester Bücherausstellung.) 
Ein mit grösster Eleganz ausgestatteter Führer durch die Buda- 



M 



288 Litteratiir und Miscellen. 

pester Bücherausstellung, von welcher bereits oben Nr. 590 der 
Direktor der König. Ungar, üniversitäts - Bibliothek in Budapest 
Alex. Szilagyi nähere Nachricht zu geben die Güte gehabt hat. 
Wie bereits von Szilagyi erwähnt, war die Ausstellung in 3 grössere 
Abtheilungen: I. Handschriften 324 Nrr.; n. Druckwerke; III. Buch- 
binderei geschieden. Die im vorl. Führer S. 1 — 110 enthaltenen 
Verzeichnisse u. Beschreibungen der Handschriften sind von Janos 
Csontosi, zum Theil auch von György Volf bearbeitet, wogegen die 
S. 111 — 216 aufgeführten Druckwerke von Gusztäv Emich, Arpad 
Hellebrant, Lajos Szädleczky, K^oly Szab6 u. Aladär Ballagi verzeichnet 
u., was die 76 Nrr. Inkunabeln betrifft, näher beschrieben sind. 
Die Uebersicht der zur III. Abth. der Buchbinderei gehörigen 206 
Nrr. ist von Jözsef Eeszler S. 217 — 62 zusammengestellt 

[706.] Die Geschichtschreiber der Araber und ihre Werke. 
Von F. Wüstenfeld. Aus dem XXVIIL und XXEX. Bande der 
Abhandlungen der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften 
zu Göttingen. Göttingen, Dieterich. 4<^. 1 Bl. VIII, 307 S. 
Pr. n. 12 Mk. 

Biographisch-litterarische Uebersicht über 590 Persoiien in 
chronologischer Reihenfolge c. 50 — 1111, mit alphabetischem 
Namenregister. 

[707.] Sei^etd}ni6 ber ^ü6)tt, Sanbtarten zc, toel^e t)om 3<tnuat 
bis sunt 3unt 1882 neu erfci^ienen ober neu aufgelegt morben fmb, mit 
Slngabe ber 6eitcnjoW/ bcr Serlegcr, ber greife, litetarifd^en Slac^« 
meifungen unb einet mifienf^aftUd^en Ueberftd^t. herausgegeben unb 
tHJtlegt Don ber 3. 6. $)inri*«*f*en »udfebanblung in fieipjig. CLXVUI. 
gortfefeung. 8^ CU, 456 6. $t. n. 3,60 mi (S. oben 3lx. 208.) 
Pünktlich, wie immer, aber auch von vielen sicher sehnlichst 
erwartet, ist das vorl. Verzeichniss kurz nach Abschluss des 
Semesters erschienen. Trotzdem dass die Deutsche Litteratur viele 
u. gute bibliograph. Organe zur Verfügung hat, so ist doch dieses 
halbjährliche Verzeichniss jedenfalls das beste u. unentbehrlichste, 
zugleich aber auch wegen seiner musterhaften wissenschaftl. Ueber- 
sicht, die nach allen Bichtungen hin den Bedürfnissen der Leser 
Bechnung zu tragen bemüht ist, das lehrreichste u. interessanteste. 
Mittels der wissenschaftl. Uebersicht orientirt man sich mit aller 
Leichtigkeit darüber, welchem Fache oder, genauer gesagt, Fächel- 
chen der Deutschen Litteratur die Schriftsteller ihre besondere Pflege 
zugewendet haben. 

[708.] Söiogtop^ifd^ Seyüon be3 fiaifertl^um Defteneid^, entWt<Jnb 
bie £ebendf!ii}en ber benhoürbigen $erfonen, mel^e feit 1750 in ben 
ofterrei^tf^en flronlänbem geboten »urben ober barin gelebt unb gcmirft 
^ben. 8on Dr. ßonftant t)on SGßurjba*. V), XLV. X^gut — %ötbl. 
9Rtt eilf genealogif^en Safetn. 3Jtit Unterftüfeung be<S ^utorS burcb bie 
faiferlid^ SUabemie ber 9ßif{enf(i^aften. 9Bien, t t. {>of« u. Staates 



Litteratur und Miscellen. 289 

bruderei. gt. 8°. V, 287 ©. m. 6 Saf. ^x. n. 6 2)tt. (©. oben 

3»r. 209.) 

Zwei seit dem Erscheinen des 44. Theiles inzwischen einge- 
tretene Unfälle, die den Verf. das eine Mal durch Brand u. das 
andere Mal durch Krankheit betroifen haben, soUen, wie der Verf. 
schreibt, an der etwas verspäteten Ausgabe des vorl. Theiles die 
Schuld tragen. Ich denke wobl, das Niemand bei dem stets sicht- 
baren Eifer u, Pleiss, den der Verf. seinem Werke widmet, demselben 
aus der geringen Verzögerung irgend einen Vorwurf machen werde. 

[709.] * Brinkmanns alphabetische Lijst van Boeken, Land- 
kaarten en verder in den Boekhandel voorkomende Artikelen, 
die in het jaar 1881 in het Koninkrijk der Nederlanden uitge- 
geven of herdrukt zijn, benevens opgave van den uitgever, den 
prijs en eenige aanteekeningen; alsmede een wetenschappelijk 
regist^r. (XXXVI. Jaargang.) Amsterdam, C. L. Brinkman. 
8«. XL, 164 S. Pr. 1 Fl. 

[710.] Svenskt Boklexikon. Aren 1830—1865. ütarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Hfb. 51 — 52. Stockholm, Samson & Valiin. 
4^ S. 801—32. Pf. n. 8,75 Mk. (S. oben Nr. 501.) 

Enth. die Artikel „Elemming'^ bis ^,Krummacher/' 

[711.] Bibliotheca philologica oder geordnete Uebersicht aller 
auf dem Gebiete der classischen Alterthumswissenschaft wie der 
älteren und neueren Sprachwissenschaft in Deutschland und dem 
Ausland neu erschienenen Bücher. Herausgegeben von E. Ehren- 
feuchter, Dr. phil., Gustos der K. Univ.-Bibliothek zu Göttingen. 
XXXIV. Jahrg. 2. Heft. Juli bis December 1881. (Mit einem 
alpbabetiscben Register.) Göttingen, Vandenhoeck & Buprecht. 
(1882.) 8«. 1 Bl. 239—504 S. Pr. n. 2.60 Mk. (S. oben 
Nr. 129.) 

Bei dem vielen überflüssigen Ballaste, von dem sich der 
Herausg. nicht trennen zu können scheint, darf es nicht Wunder 
nehmen, dass diese Bibliotheca mehr u. mehr anschwillt. 

[712.] Library of Harvard üniversity. — Bibliographical 
Contributions. Edited by Justin Winsor, librarian. No. 18. A 
Bibliography of Fossil Insects. By Samuel H. Scudder. Be- 
pnblished from the Bulletin of Harvard Üniversity. Cambridge, 
Mass.: press Wilson and son. Lex. 8^. 47 S. (S. oben Nr. Q6.) 

Eine sehr schätzbare Zusammenstellung der selbständig er- 
schienenen sowohl als anderwärts eingedruckten Litteratur. 

[713.] * Catalogue of books on Angling, incL Ichthyology, 
Pisciculture, Fisheries, and Fishing Laws; from the Library of 
a practitioner of more than fifty years experience in the art of 
Angüng. [By J. Bartlett.] Cambridge. 1882. S^ 1 Bl. 77 S. 

A richly printed catalogue of a remarkable coUection. 

19 



290 Litteratur und Miscellen. 

[714.] &iftorif4e 3citf*ritt ^r^g. t)on &. tjon epbet. ÜJlünd&en u. 
Ceipjig, Olbenbourg. gr, 8". ßnt^. 5Reue golgc ^b. XII. (bcr gan$cu 
^olgc 48. 9b.) oft. 1. 6. 95—192: 2iteraturberi*t. (6. oben 
3flr. 511.) 

Enthält 61 Nrr. 

[715.] Bibliografia deile pubblicazioni del coiite Cesare Balbo, 

compilata da Antonio Vismura. Entb. in der Bibliografia Italiana. 

Anno XVI. Milano. gr. 8®. Parte II. Cronaca. Nr. 4. S. 

14—15, Nr. 6. S. 23, Nr. 9. S. 34—35, Nr. 10. S. 38. 

(Fortsetzung folgt.) 

Wie der Verf. in der Bibliogr. Ital. bereits die auf Ign. Cantii 
(1877), Mass. d'Azeglio (1878) u. F. D. Guerrazzi (1879—80) 
bezügliche Litteratur zusammengestellt, so hat er auch eine Ueber- 
sicht der den bekannten Grafen C. Balbo (geb. 21. Novbr. 1789 
U. gest 8. Jnni 1858 in Turin) betreffenden Litteratur zu ver- 
öffentlichen begonnen. Die bis jetzt erschienene Uebcrsicht enthält : 
Parte prima. Suoi Lavori. 

[716.] * Contes de Fromaget. Le Cousin de Mahomet Avec 
une Notice bio-bibliographique par Octave Uzanne. Paris, Qaan- 
tin. 8^ XIV, 291 S. m. Portrait u. Zierrath. Pr. 10 Fr. (Nur 
wenige Exempl.) 

Gehört zu den „Petits Conteurs du 18e sikle". 

[717.] * ®oet^'d SBriefe. SetjetcbniB betfelben unter Eingabe oon 
Quelle, Ort, Saturn unb SlnfatigSmorten. Ueberftdbtlitb nacb ben 
Empfängern georbnet, mit einet htr^en SarfteUung bed ä^etbältnijieS 
©oet^e'd iu biefen unb unter ^itt^^eilung t}ieler bi^b^r ungebrudtet 93nefe 
©oct^e'a. fiief. 4—7. »etlin, ©empel. 8^. I. g3b. ©. 161—352. 
$r. ä n. 1 3JI!. (6. oben 3h. 30.) 

[718.] Geschichte der Deutschen Homer-Üebersetzung im XVIII. 
Jahrhundert. Von Dr. Adalbert Schroeter. Jena, Costenoble. 
8*^. Enth. S. 11 — 20: Grundriss einer Geschichtstabelle der 
deutschen Homerübersetzungen. 

Die Geschichtstabelle besteht aus einer Aufzählung der 
1495 — 1881 erschienenen Homerübersetzungen ohne bibliograph. 
Genauigkeit 

[719.] * Bibliografia Leopardiana del Prof. Licurgo Cappelletti. 
II. Edizione notevolmente corretta ed ampliata. Parma, Ferrari 
e Pellegrini. 8^. VHI, 127 S. Pr. 2,50 L. (Nur 310 Exempl.) 

BnchhAndler- nnd antiquarische Kataloge. 

[720.] * Annuaire de la Librairie, de llmprimerie, de la 
Papeterie, du Commerce de la Musique et des Estampes, et des 
Professions, qui concourent ä la publication des oeuvres de 
la littärature, des sciences et des arts. Annee 1882. Paris, 



Litteratur und Miscellen. 291 

au Cercle de la Librairie. gr. 12". CXXXII, 561 S.u. buch- 
händl. Anzeigen. 

[721.] * Brinkmanns Adresboek voor den Nedorlandschen 
Boekhandel on aanvorwante vakkeii, benevens aanwijzing der in 
Nederland uitkomende Dag- en Woekbladen. Nieuwe Serie. 28. 
Jaargang. Amsterdam, C. L. Brinkman. gr. 8*^. VIII, 294 S. 
nebst 16 S. buchhändl. Anzeigen. Pr. 1,50 FL 

[722]. Nr. 79— -85. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof- 
bnchhandlung nebst Antiquariat in München. 8^. 

Enth.: in 79 Geschichte, Geographie u. Reisen, Sprachwissen- 
schaft, Naturwissenschaft u. Verwandtes (s. unten Nr. 757); in 80 
Hebraica u. Judaica (1 Tit.- u. 19 S. 555 Nrr.); in 81 Geschichte 
u. Geographie von Oesterreich, Ungarn, Böhmen etc. (16 S. 433 
Nrr.); in 82 desgl. von Frankreich (18 S. 508 Nrr.); in 83 
Schriften über Freimaurerei, Illuminaten etc. (13 S. m. Nachtrag 
4 S. 441 Nrr.); in 84 Mathematik, Astronomie, Geodäsie etc. (s. 
unten Nr. 753); in 85 Pädagogik u. Verwandtes, Stenographie etc., 
Tomen (s. unten Nr. 756). 

[723.] 58. Antiquarisches Verzeichniss von Werner Haus- 
knecht, Antiquariatsbuchhandlung, St. Gallen. — Auswahl billiger 
Bücher aus verschiedenen Wissenschaften. 8^ 1 Bl. 49 S. 
1110 Nrr. 

Neben Gangbarem auch vieles Aeltere u. Seltnere. 

[724.] Librairie ancienne de U. Hoepli Milan. Catalogue Nr. 
6 & 7. 8». 

Enth.: Sciences math^matiques et physiques, Astronomie (1 Bl. 
25 S. 470 Nrr.) & Littdrature scientifique Anglaise (2 Bll. 44 S. 
848 Nrr.). 

[725.] Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers von R. Levi, 
Buchhändler und Antiquar in Stuttgart. Nr. XLIIl. — Neue 
Erwerbungen. 8^ 1 Bl. 50 S. 

Hauptsächlich aus den Fächern der Geschichte u. Geographie, 
Naturwissenschaften mit Medicin u. Verwandtem, Philologie, Theo- 
logie — meist Deutsche Litteratur. 

[726] No. 168. Livres anciens et modernes en vente chez 
Martinus Nijhoff ä la Haye. — Art dramatique. (Theorie et 
Histoire; piöces de Th^atre.) Musique. Mai. 8®. 1 BL 25 S. 
603 Nrr. 

Unter den „picces de Theatre: Göthe's u. Schiller^s sämmtl. 
Werke! 

[727.] Catalog No. 98. Schweizer. Antiquariat von Orell 
PüBsli & Co. in Zürich. 8«. 1 Tit.- u. 59 S. 1947 Nrr. 

Enth. Naturwissenschaft m. Verwandtem, Medicin, Mathematik, 
Technologie etc. 

19* 



..^ 



294 Liiteratur und Miscelien. 

neue Journal mit folg. Prospect: „The Library subniits rcspect- 
fully io its patroDS tbis initial number of tbe Library News. It is 
issued first and foremost in the interests of ihe Public Library, and 
of its patrous and readers. Its aim will be to aid readers in tbe 
selectiou of books, to gulde thcm in seeking Information on special 
subjects, to give lists of new books received by the Library, with 
descriptive and critical notes, and to give all information on books 
and kindred subjects, which may be interesting to the patrons of 
the Institution, and incite to study and to the reading of good 
books. It will contain notices of changes in the rules of the 
Library, and of new facilities affordcd to its members. Various 
special featuros will be added in succeeding numbers, which will 
greatly enhance its value. It will be our endeavor to make the 
paper as interesting and useful as possible, and in tbis we have the 
assurance of assistance of the many friends of the Library. We 
hope that tbis present enterprise will be sufflciently successfiil to 
Warrant its continnance as a permanent feature of the Peoria Public 
Library. Its success will, of course, depend upon the support recei- 
ved from the patrons of the Library, and to them it looks for tbe 
aid necessary to its further continnance." — Die beiden ersten Nrr. 
enthalten u. a. „Eeference List of the Peoria Public Library: Novch» 
and Juveniles" (alphabetisch A — Lella.). 

[740.] Die Königinhofer Handschrift als eine Fälschung nach- 
gewiesen. Von Dr. Alois Schambera, weil. Professor an der 
Universität. [Herausgegeben von V. K. Schembera.] Wien, 
Gerold's Sohn. gr. 8®. 4 Ell. 103 S. Pr. n. 3 Mk. 

Der Verf , selbst früher eifriger Verfechter der Echtheit d. H., 
ist schliesslich zu der Ueberzeugung gekommen, dass die H. in 
Wahrheit gefälscht sei, u. hat dies offen u. ehrlich auch aus- 
gesprochen. „Für diese seine muthvolle That ist er von den Czechen, 
mit ganz geringen Ausnahmen, in der erbärmlichsten u. nieder- 
trächtigsten Weise verfolgt worden". Der Ilerausg. schreibt: „Dies 
werde ich allen jenen, die das Leben meines Vaters verkürzten, 
so lange ich athme, mit dem bittersten Hasse heimzahlen. Das 
habe ich mir zugeschworen, als mir der Sterbende zum letzten- 
mal die Hand gedrückt." 

[741.] Zur Geschichte der ältesten Bibliotheken und der ersten 
Buchdrucker zu Strassburg von G. Schmidt. Strassburg, Schmidt. 
Lex. 8^ 4 Bll. 200 S. 

Die sehr anständig ausgestattete Schrift enthält in drei Ab- 
schnitten: 1. Bücher und Bibliotheken zu Strassburg im Mittelalter, 
mit einem Anhange über die auf das Bücherwesen bezüglichen Ge- 
werbe und vier alten Bibliothekskatalogen als Beilagen; 2. Die 
Strassburger Buchdrucker vor 1520, mit einem Anhange über die 
beiden Druckstätten Hagenau und Schlettstadt, soMrie acht Beilagen; 



■ t vr ■ 



Littcratur und Miscellen. 295 

3. Die ehonmligo Bibliothek der Strasöburgcr hohen Schule im 
ersten Jhrhdt. ihres Bestehens, in Betreff welcher im Vorworte 
ganz überflüssiger Weise gesagt ist: „Kein Strassburger hat ver- 
iressen, wie sie zu Grunde gegangen ist.'' Dies wissen auch an- 
dere Leute zur Genüge u. wissen zudem , falls mit diesen Worten 
ein Vorwurf gegen die Deutschen Waffen ausgesprochen werden soll, 
ilass ein solcher Vorwurf durchaus ungerechtfertigt ist. — Der Verf. 
macht für seine Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit; „ich 
kann nur geben/' schreibt er, „was ich gefunden habe, darunter 
ist aber manches, das noch aus Quellen stammt, die mit unserer 
ehemaligen Bibliothek verschwunden sind." Und in der That ent- 
hält die Schrift nicht nur manches, sondern sogar vieles, was das 
Interesse der Leser in Anspruch nimmt u. wofür man dem Verf., 
der seinen Gegenstand mit Liebe u. Verständniss verfolgt u. be- 
handelt hat, nur dankbar sein kann. 

[742.] Die Sammlungen der vereinten Familien- und Privat- 
Bibllotheken Sr. M. des Kaisers. [Herausgegeben von M. A. 
Becker.) Bd. IIL Abth. 1. Wien, Druck von Uolzhausen. 
Imp. 4«. 3 BU. 1054 Sp. (S. Anz. J. 1880. Nr. 301.) 
Der vorl., mit gewohnter Eleganz gedruckte Band enthält zum 
kleineren Theil das bereits 1870 als Manuscript erschienene Ver- 
zeichniss der Karten nach ihrem Stande bis Ende 1879 (s. Anz. 
J. 1880. Nr. 1020) u. zum grösseren Theile das Verzeichniss der 
topographischen Ansichten nach ihrem Stande bis Ende 1880. Das 
mit besonderer Beihilfe des im Kartenfache erfahrenen Custos Dr. 
Alois Karpf bearbeitete Kartenverzeichuiss ist nach tupischen u. 
politischen Gesichtspunkten u. innerhalb dieser Gruppirung nach 
topischen Stichwörtern in alphabetischer Reihenfolge geordnet, wo- 
gegen das mit Unterstützung der Scriptoren Dr. A. Karpf u. W. 
Schaffer, sowie des emerit. Gustos Georg Kitter v. Thaa zusammen- 
gestellte Verzeichniss der topograph. Ansichten eine alphabetische 
u. resp., wo mehre Bilder von Einer OcrÜichkeit vorhanden, chro- 
nologische Reihenfolge erhalten hat. 

[743.J * Notice sur deux Livres ayant appartenu au Roi Char- 
les V; par Leopold Delisle. [Extrait des Notices des Manuscrits, 
t. 31. premidre partic.J Paris, impr. nationale. 4^. 31 S. 

[744.] * V. Annuario delle Biblioteche popolari d*Italia dal 
1879 in poi; con una Cronaca estera. Ed. da Antonio Bruni. 
Torino, Berni. 16^ 74 S. Pr. 0,50 L. 

[745.] Catalogo della Biblioteca del Circolo filologico dl Li- 
vomo. Livorno, tip. Moucci. 16 ^ 46 S. 

[746.] * La Bibliotheca Leopardiana in Recanati. Bicordo della 
SU» istituzione. Recanati, tip. Simboli. gr. 8®. 81 S. 

[747.] * Catalogo della Biblioteca della Scuola d'applidsiona 




296 Litteratur und Miscellen. 

per gringegncri annessa alla facoltä di scienze fisiche, naturall e 
matematiche della R. Universita di Roma. Roma, tip. Salviacci. 
1881. 114 S. 

[748.] * Catalogus der Bibliotheek van het Zeeuwsch Crenoot- 
schap der Wetenschappen. 2. Druk. St. 1. Middelburg, AI- 
torffer. gr. 8». 1 Bl. 290 S. 

Vollständig in 2 St. 

PriTatbibliotliekeii. 

[749.] Nr. 95. Antiquarischer Anzeiger von Franz von Stokar 
vormals A. Coppenrath's Antiquariat in Regensburg. Inhalt: 
Katholische Theologie. (Der katholische Theil der Bibliothek des 
t Benefiziaten Heinrich in Schierling, sowie ein grosser Theil 
der Bibliothek des f Domprupstes Reger in Regensburg.) 8^ 
1 Bl. 50 S. 1809 Nrr. 

Grösstentheils Deutsche, neuere sowohl als auch einige ältere 
Litteratur. 

[750.] "^ Catalogue g^n^ral des livres composant ma Biblio- 
th^ue, dans laquelle se trouvent tous les ouvrages rentr^s jusqu'au 
31 d^cembre 1881. Par Vincent Bona. Turin, Bona. gr. fol. 55 S. 

[751.]. Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 108. — 
Medicin. Zum grossen Theil aus der Bibliothek des verst. Greh. 
Sanitätsraths Dr. Burckhardt in Wiesbaden. IL Abth. 8<'. 1 Tit.- 
u. 83 S. 1195—3503 Nrr. (S. oben Nr. 566.) 

Eine im Fache der Pathologie u. Therapie, Chirurgie, Geburts- 
hilfe u. verschiedener Specialitäten, Staatsarzneikunde u. gericht- 
lichen Medicin etc. reichhaltige Sammlung. 

[752.] * Catalogue des livres precieux et imprim^s faisant 
partie de la Bibliotheque de Ambroise Firmin-Didot, de TAca- 
d^mie des inscrlptions et belles-lettres. (Theologie, jurisprudence, 
Sciences, arts, beaux-arts.) Paris, impr. Firmin-Didot et Cie. 
gr. 8«. Vm, 232 S. 500 Nrr. (Auct. 12. Juni.) 

[753.] Nr. 84. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof- 
Buchhandlung nebst Antiquariat in München. — Mathematik, 
Astronomie, Geodäsie etc. Zum grössten Theil aus dem Nach- 
lasse des verstorbenen Professors Dr. J. von Lamont, Conser- 
vators der k. Sternwarte zu München. 8^ 1 Tit.- u. 27 S. 844 
Nrr. (S. oben Nr. 722.) 

Hauptsächlich Deutsche Litteratur. 

[764.] Nr. 97. Bibliotheca gynaecologia et obstetricia. Ver- 
zeichniss des antiquarischen Bücherlagers von A. Bielefeldes Hof- 
buchhandlung in Karlsruhe. — Gynaekologie, Geburtshülfe, Frauen- 
und Kinderkrankheiten. Anatomie d. weibl. Geschlechtsorgane. 



Litteratur und Miscellen. 297 

Physiologie clor Zeugung, Schwangerschaft und Geburt. Entliält 
die nachgelassene Bibliothek des Geheimen Baths Dr. Molitor, 
Grossherz. Badischer Obermedicinalratli und Landes Oberhebarzt. 
8«. 1 Bl. 48 S. 1425 Nrr. 

Eine sehr werthvoUe, auch an seltenen Werken reiche Sammlung. 

[765.] Nr. 52. Antiquarischer Katalog von Isaac St. Goar 
Bach- & Antiquariats-Handlung in Frankfurt am Main. — Ge- 
schichte und Hülfswissenschaften, Diplomatik, Cultur- und Kir- 
chengeschichte. Enthält u. A. die von Professor Dr. K. A. F. 
Pertz hinterlassene Bibliothek. 8^ 1 Bl. 30 S. 738 Nrr. 

Hauptsächlich Deutsche Litteratur. 

[756.] Nr. 85. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof-Buch- 
handlung nebst Antiquariat in München. Zum grössten Theil 
aus dem Nachlass des verstorbenen Reichsraths, Professors Dr. J. 
von Püzl. 8". 18 S. 542 Nrr. (S. oben Nr. 722.) 

Enth.: Pädagogik u. Verwandtes; Stenographie, Kalligraphie etc.; 
Turnen, Schwimmen etc. 

[757.J Nr. 79. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof-Buch- 
handlung nebst Antiquariat in München. — Bibliothek des ver- 
storbenen Hermann von Schlagintweit-Sakünlünski u. A. 8®. 1 
Tit.- u. 88 S. 2105 Nr. (S. oben Nr. 722.) 

Enth.: Geschichte, Geographie, Reisen etc.; Sprachwissenschaft; 
Naturwissenschaft u. Verwandtes. 

[758.] Wilh. Jacobsohn & Co. Buch-, Musikalien- u. Anti- 
quariatshandlung in Breslau. Antiquariats-Katalog Nr. 40. — 
Belletristik, Naturwissenschaften, Medicin, Landwirthschaft, Mathe- 
matik, Technik, Siiesiaca enthaltend u. A. die nachgelassene 
Bibliothek des Dr. Fr. Schlegel Director des zoologischen Gartens 
zu Breslau. 8«. 1 Bl. 62 S. 

Fast durchaus Deutsche Litteratur. 

[759.] No. 57. A rough List of cheap, valuable & rare 
B(K>ks; including many from the Library of the Earl of Sunder- 
land, Removed from Blenheim Palace, on sale by Bemard 
Quaritch. London. June. gr. 8<>. 36 S. 347 Nrr. (S. oben 
Nr. 283.) 

Reich an Naturwissenschaft u. Verwandtem, nächstdem Ge- 
schichte u. Linguistik, auch Shakesperiana. Von Interesse für so 
manchem der Leser dürften „W. C. Hazlitt's Collections and Notes 
towards English Bibliography 1867—82" sein. 

Abdrucke ans BibL-Handsclirlltoii. 

[760.] * Les douze demiers Chants da Poftme de la Pncelle, 
par Jean Chapelain. Publies pour la premiäre fbis rar lea ma- 
nuscrits de la Bibliothdque nationale par H. HerluiBOo, jx6M6b 




298 Litteratur und Miscellen. 

d'une preface sur Tauteur et d'uiie etude sur le po^ine de la 
Pucelle, par Rene Kerviler. Orleans, Herlaison. kl. 16^. C, 391 S. 

[761.] * Les sept Discours, touchant Ics Dames galantes du 
Sieur de Brantome. Publies sur les manuscrits de la Biblio- 
th^quo nationale, par Henri Bouchot. Dessins d*£douard de 
Beaumont, graves par E. Boilvin. Tom. I. Paris, libr. des Bi- 
bliophiles. 16**. XX, 252 S. m. 2 Kpfrn. (Nur eine geringe 
Anzahl von Exemplaren, wovon 30 auf Chin. Pap. u. 20 auf 
Pap. Whatman m. Kpfrn avant la lettre. Ausserdem 220 numer. 
Exempl., wovon 10 auf Jap., 20 auf Chin., 20 auf Whatman 
u. 170 auf Holland, gr. Pap.) 

Gehört zur „Petite Bibliothäque artistique.'* 

[762.] Rerum Britannicaruro medii aevi Scriptores. — Modu- 
menta Franciscana, Yol. H. being a' further Collection of Ori- 
ginal Documents respecting the Frauciscan Order in England. 
Edited by Bichard Howlett, of the middle temple, barrister-at- 
law. London, Longman & Co. Lex. 8^. LXII, 331 8. Pr. d. 
10,50 Mk. (S. Anz. 1859. Nr. 837.) 

It. — Henrici de Bracton de Legibus et Consuetudinibus 
Angliae libri qoinque in varios tractatus distincti. Ad diver- 
sorum et vetnstissimorum codicum coUationem typis vulgati. 
Edited by Sir Travers Twiss, Q. C, D. C. L. Vol. V. London, 
Longman & Co. 1882. Lex. 8®. CXHI, 518 S. Pr. n. 10,50 
Mk. (S. oben Nr. 95.) 

It. — Chronicles of the ßeigns of Edward I. and Edward IL, 
VoL I. Annales Londonienses and Annales Paulini; edited from 
manuscripts in the British Museum and in the Archiepiscopal 
Library at Lambeth, by William Stubbs, D. D., L. L. D., Canon 
residontiary of S. Paulis, &c. Ibid. Lex. 8». CXXIX, 370 
S. Pr. 10,50 Mk. 

[763.] * The Erl of Talous and the Emperes of Almayn. 
Eine englische Romanze aus dem Anfange des 15. Jahrhunderts, 
nebst literarischer Untersuchung über ihre Quelle, die ihr ver- 
wandten Darstellungen und ihre geschichtliche Grundlage. Von 
Gustav Lüdtke. [Bd. III der Sammlung englischer Denkmäler 
in kritischen Ausgaben.] Berlin, Weidmann. 1881. 8^. XII, 
290 S. Pr. 6 Mk. 

Dieser Ausgabe ist die älteste Handschrift Cambr. BibL 

Ff. 11, 38 zu Grunde gelegt. Hierüber s. Literaturbl. f. german. 

u. roman. Philologie 1882. Nr. 5. Sp. 179—85. 

[764.] * Tre Novelline, estratte dal cod. Laurenziano XC 
super. 89, e pubblicate da D. Bianchini e C. Arlia, per le nozze 
Pistelli-Papanti. (Firenze.) S^ 10 S. 

[765.] * The Book of Mainy6-i-khard, also and old fragment 



■*J 



Litteratur und MisceUen. 299 

of the Bundehesh, botb iu the original Pahlavi, bcing a fac- 
simile of a manuscript broaght from Persia by the late Prof. 
Westergaard and now preserved in the Üniversity-Library of 
Copenhagen, edited by Fred. Charles Andreas. Kiel, Lipsius 
& Tischer. gr. 4«. VIII, 79 S. Pr. n. 20 Mk. 

[766.] ♦ he Livre de Mai'co Polo. Fac-simile photolithogra- 
phi^ d*un manuscrit du XIV. si^cle, conserve h la Biblioth^ue 
Boyale de Stockholm, publie par A. E. Nordenskiöld. Stock- 
holm. 4®. 212 S. (Nur 200 ExempL, wovon einige wenige 
käuflich bei J. A. Stargardt zu haben sind.) 

Dem Vorworte ^es Direktors der Pariser Nationalbibliotbek 
Delisle zufolge ist das Ms. spätestens aus der Mitte des XIV. Jahrhdts, 
u. stammt aus der von Karl V. im Louvre angelegten Bibliothek. 

[767.] Aus Basel schreibt ein Berliner Blatt: Münster u. 
Basel machen einander den Buhm streitig, in der Schweiz der 
älteste Druckort zu sein. Münster weist darauf hin, dass es das- 
jenige Erzeugniss der Buchdruckerkunst besitze, welches die älteste 
gedruckte Jahreszahl (1470) aufweist. Basel dagegen kann nur 
den ^Sachsenspiegel" als ältesten Baseler Druck vom Jahre 1474 
vorbringen. Die Baseler Gelehrten beanspruchen trotzdem f&r Basel 
das Vorrecht. Sie stützen sich dabei, abgesehen vom Buchdrucker- 
stricke im Jahre 1471, darauf, dass in den Matrikeln der Univer- 
sität Basel eine Keihe von Männern eingetragen sich findet, welche 
in den Jahren 1470 — 1490 theils in Basel, theils anderwärts als 
Buchdrucker gewirkt haben; daraus sei der Schluss zu ziehen, dass 
schon in den sechziger Jahren Basler Studenten zugleich Buch- 
druckerlehrlinge waren, indem damals das dem Drucker unentbehr- 
liche Studium der Lateinischen Sprache mit der Erlernung der Ty- 
pographie Hand in Hand ging. In einer Einsendung an die „N. 
Zürich. Ztg." macht Dr. Sieber, Oberbibliothekar in Basel, für das 
letztere ein gewichtiges Moment geltend. „In den sechziger Jahren 
des 15. Jahrhunderts", schreibt er, „Hess sich Berthold Böpel oder 
Bippel von Hanau, früher Druckerknecht bei Hattenberg, als Buch- 
drucker in Basel nieder; aus seiner Offizin gingen Druckwerke 
ohne Jahreszahl u. ohne Angabe des Druckorts u. Verlegers 
hervor, die jedoch an der eigenthümlichen Gestalt der darin ver- 
wendeten Lettern zu erkennen sind. Ein solches Werk ist Gregors 
des Grossen Auslegung des Buchs Hieb (Moralia), von welchem die 
Pariser Nationalbibliothek ein Exemplar besitzt, an dessen Ende 
von einer Hand des 15. Jahrhunderts die Notiz eingetragen ist: 
Hunc solvi anno MCCCCLXVIII Joseph de Vergers praesbiter ec- 
clesiae St. Hylarii Moguntini, dieses Buch kaufte ich im Jahre 
1468 Joseph de Vergers, Priester an der St. Hilariuskirche zu 
Mainz. — War also dieses Buch 1468 schon im Handel, so ist 



300 Litteratur und Miscellen. 

anzunehmen, duss der Druck des 842 Seiten umfassenden Werkes 
mindestens 1467 begonnen, womit der letzte Zweifel über die 
Existenz eines Basler Drucks vor 1470 beseitigt ist** — Hiernach 
ist jedenfalls der Vorrang Basels, das in der Geschichte der Druckerei 
eine so wichtige Kolle spielt» zweifellos bewiesen. 

[768.] Aus Berlin steht im Verlage der Weidmännischen 
Buchhandlung in nächster Zeit das Erscheinen folg. für die För- 
derung der mittelalterlichen Schrift- n. Handschriftenkunde wichtigen 
Werkes „Exempla Codicum Amplonianorum Erfurtensium saeculi 
IX.— XV. herausgegeben von Wilhelm Schum'^ (24 Taf. in qu. 
Fol. mit 55 Abbild, u. c. 7 Bog. Text. Subscript Fr. bis Aug. 
16, Ladenpr. 20 Mk.) zu erwarten. Der Herausg., dem vom 
König]. Cultus-Ministerium die Ausarbeitung eines beschreibenden 
Kataloges der sogenannten Amplonianischen Handschriften-Samm- 
lung zu Erfurt übertragen gewesen war, hatte sich bei dieser Arbeit 
überzeugt, dass jener Bibliothek — „die von dem nachmaligen 
Dechanten des Victorstiftes zu Mainz, früherem Leibarzte Erzbischof 
Friedrichs in. von Cöln, dem Dr. med. u. Mag. Art. Amplonius Ratinck 
oder Ratingen aus Bheinsberg gegen Ende XIV. Jhi'hdts gesammelt, im 
2. Jhrzehnt XV. Jhrhdts der Erfurter Universität überwiesen, in der 
Folgezeit durch anderweite Schenkungen vermehrt, jetzt trotz späterer 
Verluste noch 1000 Nrr. u. zwar zumeist Sammelbände umfasst^' — 
auch jetzt noch ein gewisser universaler u. internationaler Charakter 
zuerkannt werden müsse, u. dass sich aus solchem Materiale eine 
Auswahl bemerkenswerther Stücke zusammenstellen lasse, welche die 
sämmtlichen Wandlungen der Schrift während des Mittelalters zui* 
Anschauung bringe. 

[769.] Aus Birmingham sind, den „Monthly Notes" Nr. 6 
zufolge, an Stelle der 1879 bis auf c. 1000 Bde abgebrannten 
Bibliothek, am 1. Juni die mit einem Aufwände von nicht weniger 
als c. 2 Mill. Mk. neugeschaffenen u. bereits c. 70,000 Bde starken 
Central Free Beference and Lending Libraries and Temporaiy Art 
Gallery feierlich eröfl&iet worden. R. 

[770.] Aus Brüssel schreibt man im „Moniteur Belge^' 
über elektrische Beleuchtung in der Königl. Bibliothek folg. Seit 
langer Zeit hat die Bibliothekverwaltung die Absicht gehabt, den 
Lesesaal der Periodica dem Publikum des Abends zugänglich zu 
machen, die Schwierigkeit der Beleuchtung ist jedoch stets hinder- 
lich gewesen. Es handelte sich ja nämlich nicht nur darum, dem 
einzelnen Leser Licht zu geben, sondern auch darum, ein Licht zu 
verbreiten, welches das Auge nicht ermüdet, alle Gegenstände in ihrer 
wirklichen Färbung zeigt, stark genug ist, dem Leser es zu er- 
möglichen , dass er ohne langes Suchen aus den Fächern den ge- 
wünschten Band nehmen kann, u. endlich ein Licht, welches weder 



Litteratur und MiscoUen. 301 

die Luft zu stark erhitzt, noch unathembar macht. Alle diese Be- 
dingungen sind vollkommen erfüllt worden durch drei Sonnenbrenner- 
Lampen, System Clcrc u. Bureau, welche den obenerwähnten Lese- 
saal derart beleuchten, duss ihr ganzes Licht an die Decke ge- 
worfen u. von dort in allen Kichtungen zerstreut wird. Der Leser 
findet durch diese Lampen Alles erhellt, selbst die Winkel des Saales 
and der Schränke. Das Licht erzeugt keinen Schatten, weil es in so 
hohem Grade zerstreut wird, u. ähnelt fast dem Sonnenlichte. B. 

(771.] Aus Czernowitz ist der Lehramts-Candidat Adolph 
Bncher zum Amanuensis der Universitäts-Bibliothek ernannt worden. 

Dr. K. H. 

[772.] Aus Greifs wald ist der seitherige Bibliothekar der 
Königl. Pauliniscben Bibliothek zu Münster Dr. J. Ständer zum 
Universitäts-Bibliothekar eniannt worden. 

[773.] Aus Leipzig hat das Tageblatt unter der Aufschrift 
,yEin Sunna-Codex der Universitätsbibliothek^* folg. mitgetheilt: „Die 
durch den Eifer, volle Hingabe u. die Umsicht eines Leipziger 
Industriellen gelungene Wiederherstellung eines kostbaren Orienta- 
lischen Codex unserer Bibliotheca Paulina verdient eine Erwähnung 
in diesen Blättern. Das dabei eingeschlagene Verfahren ist ein so 
praktisches u. sinniges, dass es sich auch bei der Bestaurirung 
anderer beschädigter kostbarer Schriftwerke empfehlen dürfte. Das 
Object war, wie gesagt, eine Morgenländische Handschrift aus dem 
Anfange des vorigen Jahrhundei-ts, die in Indien angefertigt sein 
mag. Auf viertehalb hundert Folioblättem von Beispapier hatte 
man eine Ausgabe des „Mesabih el-sunnet'^ vor sich, eine Samm- 
lung von Traditionen über u. von Mohammed, wie sie ein Schaüit, 
der im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts starb, zusammengestellt 
hatte. Der Herausgeber hiess Al-Bagawi (El-Beghewi). Die Hand- 
schrift unserer Universitätsbibliothek war durch Würmer an den 
breiten beschriebenen Bäudem sehr beschädigt. Von einer Be- 
nutzung im allgemeinen Bibliotheksgebrauch war keine Bede mehr. 
Da fand sich ein intelligenter Techniker, der ein Verfahren ent- 
deckte, den Codex wieder herzustellen. Dank seinem fabelhaften 
Fleisse u. seiner Sorgfalt ist der Codex jetzt ganz restaurirt u. liegt 
in einem einfachschönen Halbjuchtenbande mit Mattdruck-Omamenten 
in arabischem Stile mit dem Bückentitel: „al-Bagavi, Kitäb alma- 
säblh'* vor. Die Bcstauration dieses „Buches der Leuchten'* (fünfbe- 
halb tausend Traditionen enthaltend) besteht in einer gelungenen 
eleganten Ueberdeckung der breiten Manuscriptränder bis zum 
„Spiegel" jedes Bluttes, beziehentlich jeder Seite, dergestalt, dass 
das durchsichtige Deckpapier die feinsten Schriftzügo des Codex 
nnverwischt u. deutlich losen lässt. Die Wiederherstellung ist so 
saubor ausgeführt, dass man die Hand des Ausbesserers erst bei 
schärferem Hinsehen erkennt. Die Arbeit hatte ein Semester Zeit 



302 Litteratnr und Miscellen. 

gekostet! u. wer hat diese treffliche Arbeit geliefert? Ein hiesiger 
Veteran der Buchbinderkunst, Friedrich Julius Crusius, in Firma 
Hermann Crusius. Die Verwaltung der Universitätsbibliothek hat 
den Meister ehrenvoll veranlasst, seinen Namen als den des Restau- 
rators des Arabischen Codex seinem Werke gedruckt beizufügen/' 

[774.] AusMattishall in Norfolk ist Ende Juni W. Bodham 
Donne, früher Bibliothekar der London Library, im 74. Lebensjahre 
gestorben. (Publishers Circular Nr. 1075. S. 578.) 

[775.] Aus Münster ist der seitherige Custos der üniversi- 
tats-Bibliothek zu Breslau Dr. B. Prinz zum Bibliothekar der 
Konigl. Faulinischen Bibliothek in Münster ernannt worden. 

[776.] Aus New York. „Richard Herne Shepherd, the noted 
bibliographer of modern anthors, will shortly issue ,The Biblio- 
graphy of Tennyson*, covering the period from 1827 to 1882, 
which will be in uniform style with the bibliograpies of Ruskin, 
Dickens, Thackeray, and Carlyle, though totaliy distinct from his 
Tennysoniana". (PublisL Weekly. Vol. XXI. Nr. 21. S. 558.) 

[777.] Ans Palermo erscheint in nächster Zeit im Verlage 
Lnigi Pedone Fauriel eine „Bibligrafia del VI Centenario del Vespro 
Siciliano'^ in 16^ Elzevirform. in nur 250 ExempL Pr. 8 L. 

[778.] Ans Paris erscheint in nächster Zeit in der Buch- 
handlung der „Sod^t^ bibliographiqne'' zum Subscriptionspr. von 
30 Fr.: „Dictionnaire des Onvrages anonymes & Pseudonymes pnbli^s 
par des religienx de la Compagnie de J^us depuis sa fondation 
jusqn'ä nos jonrs par le P. Carlos Sommervogel, S. J. Strasbourgeois" 
gr. 8® in 2 Bden. 

[779.] Aus Reading ist, den „Monthly Notes" Nr. 6 zufolge, 
am 81. Mai ein Stadthaus mit Pnblic Free Library, Musenm u. 
Schulen f. Wissenschaften nnd Künste eröffnet worden. R. 

[780.] Aus Wien ist am 14. Juni der Präfect u. Bibliothekar 
der Kais. Orientalischen Akademie Professor P. Jos. Piqnere im 78. 
Lebensjahre gestorben. 

[781.] Aus Wanzleben hat sich die „Magdeburgische Zeitung" 
Nr. 298 über einen „Litterarisch nnd geschichtlich interessanten 
Fund" — nämlich über die im Besitze des Ereisbaumeisters Süss 
entdeckte Ausgabe des „Sachsenspiegels" (FoL gedr. von M. Lantzen- 
berger in Leipzig, in Vorlegung Val. Yögelini. 1595) berichten n. 
ausführlich beschreiben lassen! Zur besseren Würdigung dieses an- 
geblichen „interessanten Fundes" ist zn bemerken, dass ein Exemplar 
dieser Ausgabe früher von Eöhler*s Antiquarium in Leipzig für 1 
Thlr. zum Verkauf ausgeboten gewesen ist. 



Druck von Joh. Päatler in Dreaden. 



Illustrirte Geschichte der Buchdrnckerkunst mit besonderer Be- 
rücksichtigung ihrer technischen Entwicklung bis zur Gegenwart. 
Von Karl Faulmann etc. Lief. 19—25. Wien, Pest, Leipzig: 
A. Hartiebens Verlag. 1882. gr. 8". 2. BU. Vin, 577—806 
S. m. eingedr. Illustr. 4 Taf. in Färb.- u. Tondruck u. 2 Beilagen. 
Pr. h 60 Pf. (S. Juni-Heft d. Anz.^s.) 

Mit diesen vorl. 7 neuen Lief, ist das ebenso seinem Inhalte 
nach höchst interessante, wie namentlich um seiner prachtvoUen 
Ausstattung willen rühmenswerthe Work, ein würdiges Seitenstück 
zu des Verf. 's ebenfalls in Hartleben*s Verlage erschienenen „Illustrirten 
Greschichte der Schrift'', vollständig abgeschlossen. In diesen neuen 
Tief, finden sich zunächst die Geschichte der Bnchdruckerkunst im 
YTIT. Jhhrt. u. die Kämpfe um die Pressfreiheit kurz, aber anschau- 
lich geschildert. Hieran schliessen sich interessante statistische 
Daten u. kurze Biographien berühmter Buchdrucker, die durch Wort 
u. Bild gleich lehrreiche Veranschaulichnng der Verbesserung der 
Dmckwerkzeuge u. der polygraphischen Künste, der jetzt gebräuch- 
lichen Schriften, sowie der schönsten Produkte der graphischen 
Fächer, u. endlich eine gedrängte Geschichte der socialen Bestrebungen 
n. ein sorgfältig gearbeitetes Begister. Das Werk bildet ein werth- 
ToUes Prachtstück in dem wohlrenommirten Hartleben^schen Verlage. 

J. P. 
^tid bent geiftlid^en ©efd^dft^Ieben in Oberofterreid^ im 15. ^ait* 
(^nbert. Son Sllbin (S^crn^ tegulirtem (El^otl^etm oon @t. Slorian it. 
»ibliot^cfar. fiinj, ebenso*. 1882. gt. 8^. 97 6. $r. 2 mi 

Der erste Bauernaufstand in Oberösterreich 1525. Von dem- 
selben Verfasser u. im nämlichen Verlage. 1882. gr. 8^. IV, 
212 S. Pr. 3,60 Mk. 

Zwei auf Grund fleissiger handschriftlicher Forschung bearbeitete 
Schriften des auf dem Gebiete der Oberösterreichischen Geschichte 
bewährten Kenners. Was zunächst die zweite davon betrifft, so ist 
dieselbe von besonders grossem Interesse, insofern sie „eine der 
dunkelsten Partien in der neueren Greschidite Oberösterreichs'' auf- 
hellt u. mit Hilfe urkundlichen Lichtes 1. die Zustände vor dem 
Ausbruche des Aufstandes, 2. den Beginn desselben u. seine Ver- 
breitung, 3. die Zeit der Büstungen u. Verhandlungen, sowie endlich 
das Zusammenbrechen der Bebellion u. das Stra^ericht klar dar- 
stellt. — In der ersten Schrift findet sich eine aus St. Florianer 
Papieren entnommene, ebenso unterhaltende wie lehrreiche Darstellung 
der geistlichen Geschäftszweige im XV. Jhrhdt.: sehr zweckmässig 
hat darin der Herausg. in einer Beihe ausgewählter gleichzeitiger 
Briefe die Personen selbst von ihren Greschäften reden u. erzählen 
lassen, wodurch der Leser ein von keinerlei fremdartigem Elemente 
gefärbtes Bild der damaligen Verhältnisse u. Zustände erhält. J. P. 
Zeitschrift für wissenschaftliche Greographie, in Verbindung mit 
0. Deutsch u. A. herausgegeben von J. I. Kettler (Lahr in Baden). 
Bd. II in 6 Heften & Bd. HI, Hft. 1—2. Lahr, Schauenburg. 



1881 & 1882. Lex. 8 «. 2 Bll. 260 S. m. 2 Kiten & S. 1—92 
m. 2 Krton. Pr. 6 Mk. pro Bd. (S. April-Heft d. Anz.'s 1881.) 
Da im Anz. bereits der Tendenz u. des Wirkungskreises dieser 
Zeitschrift Erwähnung gethan worden ist, so kann man sich nunmdir 
wohl blos auf die Versicherung beschranken, dass der Herausg. das 
aufgestellte Programm streng eingehalten hat, die typographische 
Ausführung der vorl. Hefte gleiche Anerkennung wie die dos I. Bdes 
verdient und die beigefügten Karten ihrem Zwecke vollkommen ent- 
sprechen. Es genüge hier zur Empfehlung dieser rein wissenschaftl. 
Zeitschrift auf die besonders hervon^agenden Aufsätze aufmerksam 
zu machen: von E. Löffler über die (Geographie u. ihre Hilfswissen- 
schaften; von K. Karz über die Kanarischen Inseln, die er mit 
Trinakia, Ogygia, AMa etc. des Homer zu identificiren sucht; von 
S. Günther über die Kosmographie des H. Schreiber von Erfort; von 
S. Buge über die Sächsische Kartographie im XVL Jhrhdt.; von 
J. N. Arosenius über die Wohnsitze des Finnischen Yolksstammes. 
Sehr sorgfältig und umfänglich sind die Besprechungen neuer Er- 
scheinungen, u. vieles Interesse gewähren die zahlreichen Notizen. 

H. Dittrich. 
Der Bömische Brückenkopf in Kastei bei Mainz und die dortige 
Bömerbrücke. Von Julius Grimm. Mit Plänen u. Zeichnungen. 
Mainz, v. Zabern. 1882. 4^ 2 BU. 56 S. m. 4 Taf. Pr. 4 Mk. 
Die in vorl Schrift mitgetheilten u. von Seiten der militär- u. 
städtischen Behörden sowohl als des Grossherz. Hess, historischen 
Vereines durch ihre dem Yer^ gewährte Unterstützung als wichtig 
anerkannten Untersuchungen bilden für eine Ortsgeschichte KasteFs 
im Mittelalter die unentbehrliche Grundlage. Seltsamer Weise hat 
man sich seither um Lage u. Beschaffenheit der mit Sicherheit den 
Bömem (nicht Karl dem Grossen) zuzuschreibenden Anlage so gut 
wie gar nicht gekümmert: die von den Mainzer Forschem P. Fuchs 
u. Lehne davon entworfenen Bilder sind lediglich mit der Wirklich- 
keit durchaus nicht übereinstimmende Phantasieentwürfe. Erst den 
sorgfältigen und auf Grund von Nachgrabungen geführten Unter- 
suchungen des Verf *s ist es gelungen, den seither dunkeln Gegenstand 
auMhellen. Nach des Yerfl's Ansicht ist Kastei, welches nur die 
Natur eines Brückenkopfes hat, das vorgeschobene Werk der Haupt- 
festung Mainz, das die Bestimmung gehabt hat, als Vorwerk durch 
die stehende, von der 14. Legion im I. Jhrhdt erbaute Brücke 
— nach deren Zerstörung eine zweite von der 22. Legion im m. 
Jhrhdt errichtet worden ist — eine jederzeit gesicherte Communikation 
mit dem Hauptwerke zu unterhalten. J. P. 

^eutfc^e 9hinb[4au für ©eogtap^ie itnb Statiftü. Unter SRitmittung 
l^crüotragcnbcr gadfemänner J^rau^gcgeben. SBegrünbet öon ?Ptof. Dr. 
QaxI Slrcnbtg in 3Wün*cn. IV. Sa^tgang 1881—82. ffiicn, $cft, 
SciPiig: «. ^aitkhttCü »erlag. 2cj. 8«. fiief. 5—10. S. 201—440 
mit eirtgebt. Äbbift)., 1 laf. graf. ScUutium u. 5 Rartcn. ^x. b, 70 $f. 
(S. gcbt.*^ b. Sln8.'g.) 
Kann sich dieses Werk auch nicht hinsichüich seines Aeusseren 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie nnd Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Oktober, 



1882. 



Inhalt: 

La fin da Trocha de la Bibliotheqne Vittorio Emannele de Bt>ine. — 
Katalog der Bibliothek des Dekans der Kirche znm Alten S. Peter in 
Stranbnrg Ludwig Yon Odratzheim 1499. — Compte des Livres laiss^ 
par Gtullaume Manbcrt, chanoine de Troyes. 1443. — Litterator and Mis- 

cellen. — Allgemeine Bibliographie. 



[782.] La fin da Proc^s de la Bibliotheqne Tittorio 

Emannele de Borne'*') 

(tirö de La Perseveranga de Milan, N. 8169). 

Parmi des faits peu glorieux pour notre Magistrataro nous 
sommes beoreux de signaler Tarr^t du tribanal correctiouuel de 
Borne, par lequel MM. Castellani et Fodestli ont 6t6 absous de 
Taccusation de n^gligenco daus raccomplissement de leurs fonctions 
k la biblioth^que Vittorio Emannele de cette yille, ä cause de 
laqoelle ils avaient ^t^ traduits par le Frocureur du Boi dovant 
le tribunal susdit. En effet les juges se trouvaient dans une double 
Yoie, et le chemin dans lequel ils se sont d^cid^s d'entrer pouvait 
paraltre ä leurs yeux h^riss^ d'incony^nients. II faut consid^rer 
qae raccusation de n^gligenco contra ces deux eminentes personnes 
^tait un roste, un petit reste d'accusations plus graves pr^paiäes 
contre eux et contre plusieurs autres par un haut Magistrat, par 
un D^put^, et par un Professeur, dans une relation d'enquete sui* 
la biblioth^que susdite, relation qui avait ^te ^crite par le Magistrat 
et souscrite par les doux autres. La relation ^tait sans doute un 
document stupide, mais le Magistrat qui Tavait Perlte occupe une 
place ^ev^ dans la Magistrature romaine, c*est ä dire dans cette 
Magistrature, oü les trois jugos du tribunal occupent une place 
bien plus humble, et il est mdme fröre du Ministre de Tlnstruction 
Publique, de ce Ministre auquel les actes autoritaires ne r^pugnent pas. 

Le Döputö est progressista et suivant sa propre opinion — 
opinion du resto bien singuliere — il est d'une grando autorit^ 
et yaleur. Enfin le Professeur aussi est progressista. L*absolution 
donc de MM. Castellani et Podosta, qui avaient ^t^ d^clarös par 
an jage instructeur coupables de n^gligence, ^uivalait ä la con- 
damnation de leurs accusateurs. II pouvait donc paraltre aux juges 
qu'on jngement impartial exigeait du courrage, et dans les temps 



•) Vergl. Anz. J. 1880. Nr. 1181. 

2Q 



304 La fin du Procds de la Bibliotb^queVittorio Emannele de Rome. 

oü nous vivons ont peut croire qu'ils n'ont pas eu tout le tort. 
Ils meritent donc d'etre loues, puisqu'ils se sont decides d^avoir du 
courage et de juger suivant justice. 

Mais maintenant que le proc^ est termiDe, il est bien de 
revenir sur les faits dont Tarret susdit a ete la clöture. II y a 
environ deux ans que toute Tltalie fut occupee des scandales souleves 
par cette relation d'euquete. Un de nos amis, jadis Ministre de 
rinstruction Publique, pendant plusieurs semaines fut ä son insu, 
puisqu*il etait absent, accus^ d'avoir abus^ de sa Charge et aToIr 
6parpill^ la propri^t^ de TEtat ^tant entr^ dans des Conventions 
ayec un libraire de la ville; on ne disait pas de quelle natore 
^taient ces Conventions, mais elles ätaient certainement telles qn'il 
en avait pu tirer des avantages consid^rables. Si notre ami avait 
et^ d'une conscience moins süre et d'une äme moins intrjpide, ces 
accusations, communiqu^es anx joumaux du parti contraire avant 
que la relation d'enquSte fClt publice, Tauraient sans doute abattu, 
ainsi qu*elles furent la cause que sa fille tombät malade et fut 
sur le point de mourir. 

Ces accusations etaient faites avec une teile präcision et 
hardiesse que ses meilleurs amis n'osaient pas parier, ne sachant 
pas k quo! s*en tenir. Parmi les joumaux du parti mod^r^ un 
seul, le Piccolo de Naples, si la memoire ne nous trahit pas, 
prit sa defense. Venu le jour oü il put se d^fendre devant la 
Chambre des D^put^s, il obtint sans doute que amis et ennemis, 
les auteurs et subscripteurs mdme de la relation d'enquete, autant 
que les simples lecteurs, declarassent de n^avoir jamais con9u aucun 
soup9on sur son bonorabilit^, mais personne de son parti, de ce 
parti auquel il avait toujours appartenu et dans lequel il occupait 
une place Eminente, prit la parole en sa faveur. Le parti modere 
d^montra dans cette occasion une pusiUanimite non mod^ree, mais 
plutöt exag^r^e; et nous le relevons, parceque nous crojons que 
ce defaut a M une des causes de Taffaiblissement du parti. 

Notre ami pouvait se dire content et ce succds ä la Chambre 
des D^putds pouvait lui suffire; mais il ne se contenta pas. II 
voulut que le procds eüt son cours; et certes s'il s'est fait, on le 
doit ä lui, qui plusieurs fois dans la Chambre en a interpell^ le 
Ministre de Gräce et Justice. 

Aprds la relation de la Commission d'enqu^te un fait singulier 
et nouvcau 8*etait produit. Le professeur Cremona avait &A nomme 
Commissaire Royal pour la r^organisation de la bibliothdque Vittofio 
Emaniide. Celui-ci avec une l^gdret^ inexplicable en lui, s^^tait 
fait complice de la relation d* enquete, quoique dans le seul point 
par lui examin^ il avait du se convaincre et d^clarer qu'elle ^tait 
menteuse. II fit de plus, il formula des nouvelles accusations 
contre le libraire, sans cependant toucher au Ministre. 



t 



La fin du Procös de la Bibliothöque Vittorio Emanuele de Rome. 30 5 

L'instruction du procös etant commencee, le juge instnicteur, 
qui le Premier en avait ete Charge, ne tarda pas ä s'apercevoir 
que toute Tenquäte etait une fable; maiB aprös cinq mois de tra- 
vail au momont oü il etait pour ünir et präsenter ses conclusions, 
il en fut emp^cli^ et transf^r^ aillours. II fut Substitut par nn 
autre plus maniable et plus flexible aux valontes des chefs. Mais 
meme celui-ci et apr^s lui la Chambre du Conseil et la Chambre 
des Accusations ä grande peine r^ussirent ä formuler une accu- 
sation de uegligenco contre MM. Castellani et Podestä pour des 
livres qu'on pr^tendait enlev^s h la biblioth^qne ; en m6me temps 
on a 6i6 Obligos de d^clarer que le libraire Bocca ^tait hors de 
cause ayant toujours agi avec toute honn^tet^ dans ses transactions 
avec la bibliotheque. Pour ce qui regarde le Ministre il va 
Sans dire que ni le juge instructeur ui les deux Chambres susdites 
osdrent formuler une accusation quelconque contre lui. 

Sur ces cntrefaites toute la bibliothäque fut boulevers^e, les 
meilleurs et plus anciens employes furent 80up9onn^8 et ddplac^s 
pour dtre Substituts par d'autres nouveaux et inexperts. Le 
S^cr^taire de la Commission d'enquöte, employä du Ministöre de 
rinstruction Publique, connu pour son incapacit^ et indolence, est 
^lev^ au plus haut d^gr^ dans le Ministöre — oü, ainsi qu' on 
Ta dit, se trouve ötre Ministre le fröre du President de la Commission 
susdite — Sans doute pour le r^compenser de la pai-t prise au 
tissage calomnieux de Tenqudte. 

Tandis que la bibliothöque se dösorganise, le Commissaire 
ßoyal, le professeur Cremona, d^pense des sommes Enormes pour 
rembellissement des locaux intdrieurs, en perdant de vue les v^ri* 
tables besoins, les besoins scientifiques de Tlnstitut. Nous en 
venons au poiut que le Ministre ne peut plus tol^rer Tabus qu'on 
faisait de son autorite; ainsi le Ministre et le Ck>mmissaire Royal, 
d*amis qu'ils etaient, deviennent ennemis, et le Commissaire aprös 
avoir licenci^ arbitrairement tant d'employes, ne pouvant pas obtenir 
le licencioment d^un autre prot^gä par le Ministre, termina par se 
d^mettre et quitta brusquement la bibliothöque. 

Voilä rhistoire cruelle, mais v^ritiöre des faits qui ont 
pr^ced^ Tarröt du tribunal. On pourrait la faire plus longue, mais 
il nous semble que ce qu'on en a dit seit assez pour d^montrer le 
but politique de Tenquöte et ensuite Torigine de Taccusation de n^gli- 
gence contre MM. Castellani et Podestä. L'enquöte, faite sans scrupules 
avec un but contraire k son Institution, a beaucoup contribu^ h 
abaisser la r^putation de notre pays au defa et au d^Iä des Alpes. 
Combien de mensonges na-t-on pas d^bit^I Et cependant il fallait 
reconnaltre que jamais un plus grand nombre de livres n'ayait 
ete transporte avec plus de promptitude et d^exactitude. Du jour 
oü les bibliothöques monastiques furent consign^es au Ministöro de 

20* 



-■V- 



306 La fin duProc&s do laBibliothöqueVittorioEmanuele deRome. 

rinstruction Publique, pas un seul des cinq cent mille volumes 
environ qui avaient et^ consignes a ete egare. Le Procureur du 
Eoi mdme dans son r^quisitoire a du se restreindre k accnser 
MM. Castellani et Podestä pour regaremeut d'une lettre autographe 
du Cardinal Mastai avant de devenir Pape, d'un livre imprim^, il 
Processo degli Untori di Milano, estime par les exports 50 francs, 
et de 193 brochnres trouv^es ä Florence avec des signes qu'on a 
suppos^ dtre de la biblioth^que Vittorio Emanude, d'nne valeur 
aproximative de 10 francs. Ces ^arements mdmes n'ont pas 4t6 
exactement coDStat^s, mais cn tout cas ils auraient ea lieu aprte 
Touvei-ture de la biblioth^ue. D'ailleurs si des faits de cette 
nature sufüsaient ä traduire derant les tribunaux des biblioth^caires 
sous rimputatioii de n^gligence, il faut reconnaltre que pas un 
seul de cette honorable classe pourrait se sauvcr. Heureux cenx 
qui dans Texercice de leurs nobles foncüons n'ont pas eu des 
contrari^t^s majeures. 

Du reste, k part la lettre du cardinal Mastai, qu^on suppose 
dtre plutöt ^gar^e que vol^e, relativement au Processo degli Untori 
et aux 193 brochures il fdlait v^rifier auparavant s^ll y en avait 
en bibliotb^ue d'autres exemplaires, car s'ils ^taient des doubles, 
ils auraient 6i^ ^cartäs r^guli^rement. 

Pour conclure; les r^sultats de l'enqu^te et du proc^s ont 
^t^ les suivants: Pour abattre un homme politique on Ta d'abord 
caJomni^, lui et son oeuvre; ce but ayant ^bou^, on s^est born^ ä 
calomnier d'honn§tes et utiles employ^s ; Torganisation d*nne grande 
bibliotb^que, commenc^e sous do heureux auspices, a 6i6 interrompne 
et le public depuis plusieurs ann^es est priv^ de se servir de 
ses livres; on a d^pens^ des sommes consid^rables en choses d^one 
Utility douteuse, tandis qu'un temps assez long peut-Stre devra 
passer avant que la biblioth^que seit r^organisee et ouverte 
au public. 

Nous devons Stre redevables de ces beaux r^sultats aux Ministres 
Perez, De Sanctis et Baccelli, ainsi qu'aux ex^cuteurs imm^diats 
de leurs mauvaises inspirations. D^autre part si les innocents ont 
^i6 absous des injustes accusations, il doivent sans doute en r^ssentir 
une grande satisfaction, mais qui pourra les compenser des souffrances 
morales et des dommages mat^riaux auxquels ils ont 6i6 assuj^tis 
pendant plusieurs ann^es? Le pire est que les auteurs de ces 
grands d^sordres, de ces grands malheurs restent impunis, ils 
jouisscnt memo des b^n^fices obtenus par leur oeuvre insidieuse. 
Et cepcndant ils ont ^t^ la cause de Tavilissement du pays, de la 
dissipation du denier public, et de douleurs et dommages occa- 
sionn^s ä des hommes bonnötes et savants. 



Katalog der Bibliothek des DekanB der Kirche z. Alten S. Peter. 307 

[783.] Katalog der Bibliothek des Dekans der Kirche 
zDm AlteD 8. Peter in Strassburg Ludwig Ton Odratz- 

heim U99*). 

Repertorium'Militis. — Casus longi saper libros decretalium. 

— Consilia Panormitani. — Prima pars Bartoli. — Repertorium 
Bai-toli. — Jacobus Alforot (Alvarotti) super feoda. — Liber 
apostillarum per Barthol um. — Consilia Ludovici de Roma. — 
Baldus super sexto Codicis. — Vocabularius breviloquus. — Lectura 
super titulum de appellationibus. — Tercia pars repertorii utriusque 
Joris. — Summa Alberti Magni. — Baldus super quarto et quinto 
Codicis. — Catholicon. — Lectura attenticorum (authenticorum) 
Angeli ac alii tractatns in uno volumine. — Questiones super 
sententias. — Secunda pars Bartoli super easdem. — Repertorium 
Panormitani. — Commentum Angeli super Institutiones. — Cynus 
saper Codicera. — Olradus. — Consilia fr. de Senis. — Archi- 
diaconus super decreta. — Prima pars Domlnii super sext(» 
decretalium. — Franciscus de Zaberollis super Clementinas. — 
8ecunda pars Dominii super sexto decretalium. — Secunda pars 
Bartoli super P. yetus. — Prima pars Bartoli super P. novum. — 
Bartolus super F. novum. — Prima pars summae Hostiensis — 
Secunda pars summae Hostiensis. — Secunda pars speculi Duranti. 

— Prima pars repertorii utriusque juris. — Novella Johannis 
Andreae super primo et secundo decretalium. — Defensorium 
juris, scriptum. — Decisiones rotae, scriptae. — Decretales. — 
Modus legendi in utroque jure. — Fasciculus temporum. — 
Secunda pars repertorii juris. — Novella Johannis Andreae super 
tercio, quarto et quinto decretalium. — Liber ethimologiarum Isidori. 

— Summarium textuale et conclusiones super sextum et Clemen* 
tinas. — Viatorium utriusque juris. — Liber sextus decretalium. 

— Panormitanus super prima secundi. — Instituta. — Tercia 
pars speculi Duranti. — Repertorium juris Duranti. — Decretales. 

— Repertorium magistri Gwilhelmi in pergameno scriptum. — 
Questiones Johannis Andreae super regulis juris. — Virgilius. — 
Lactantius. — Casus longi sexti et Clementinarum. — Vocabu- 
larius utriusque juris. — Summa angolica. — Augustinus Aurelius 
de mirabilibus sacrae scripturae. — Tractatns rostitutionum. — 
Panormitanus super secunda secundi. — Esopus. — De indiciis 
astrorum. — Liber elementorum Euclidis. — Liber de anima 
Arestotilis. — Formulare und tütsch Rethorica. — Apparatus 
Beiaudi notarii. — Exposiciones titulorum utriusque juris. — 
Bepeticio utriusque juris. — Phisica Versoris. — Peregrinacio 



*) Aus „Zur Gopchichte der ältesten Bibliotheken u. der ersten Bnch- 
dmcker zu Strassburg Ton C. Schmidt. Strassburg. 1882. gr. 8^ S. 
70—74" abgedruckt. 



308 Compte des Livres laisses par Guillaume Maubert. 

domini Hern Breitenbach. — Vita pbilosopliorura. — Mammotrectus. 

— Parva naturalia. — Addiciones Plutarchi. — De proprietatibus 
rerum. — Practica nova. — Panormitanus super primo Decretorum. 

— Panormitanus super quarto et quinto. — Textus loycae 
Arestotilis, scriptus. — Repertorium scriptum. — Historia Alexandri 
magni et Ovidius. — Formulare latinum. — Declaracio saper 
Valerium. — Laurencius Valla. — Biblia. — Sermones Bona- 
venturae. — Kepeticiones Lanfranci. — Marius Philelphus. — 
Codex. — Liber pergamenus scriptus in jure. — Bepeticio capitoli 
omnis utriusque sexus. — Textus Alexandri. — Gatho cum aliis. — 
Copulata omnium tractatuum Petri Hispani. — Franciscus Philelphus. 

— Questiones super totum curstm loycae. — De vita et moribus 
philosophorum. — Boecius de consolacione. — Scripta super phi- 
losophicorum. — Confessionale Anthonini. — Parvus liber perga- 
menus scriptus in jure. — Processus judiciarius Panormitani. — 
Albertus Magnus de virtutibus herbarum et lapidum. — De celo 
et mundo. — Copulata parvorum loyralium. — Corautus. — 
Tberencius. — Questiones super tota philt^sophia. — Mensa phi- 
losophica. — Formulae epistolarum domini Karoli. — Bef^imen 
sanitatis. — Herbarius. — De laudibus S. Annae et alii tractatos. 

— Epistolae Eneae Silva. — Practica et formulae juris. — Fran- 
ciscus Petrarcha de remediis utriusque fortunae. — Clementinae. 

— Liber scriptus de jure. — Duo libri pergameni scripii. — 
Duo libri impressi sine titulo. — Formularius advocatorum. — 
Liber scriptae et certa collecta. — Liber scriptus et certa coUecta, 
non inligatus asseribus. — Miseale pergamenum. — Quinque 
libri oracionales pergameni. — VI parva et minuta oracionalia. 

[784.] Compte des Liyres laisses par Oaillanme Manbert, 

chanoine de Troyes. 1443. 

L'histoire de Job, en parcbemin, glos^e, qui se commence au 
second feuillet en tieuxte cumque in orbem, et se finit au p^nul- 
ti^me Domine no, pris^ et vendu in s. im d. — Item. I roamant 
couvert de soye rouge, parlant de Testat de religion, pris^ et vendu 
II s. VI d. — Item. I livre en parchemin couvert de noir, inti- 
tul^: Incipiunt glose super Boecium de consolacione, pris^ II s. 
VI d., vendu V s. — Item. La somme Bemon, escript en parchemin 
et couvert de rouge, pris6 et vendu XX d. — Item. I livre 
couvert de noir contenant les sermons de fr^re Guillaume de Lion 
sur les Epistres, prisö V s., vendu XX s. — Item. I livre con- 
tenant plusieurs sermons, couvert de viez parchemin, prise V s., 
vendu VI s. VI d. — Item. I autre livre couvert de noir saus 
aisselles, contenant plusieurs sermons de saint Augustin, piise 
VI s. VIII d., vendu X s. — Item. I autre livie couvert de vert, con- 
tenant, en latin, les Dis des philosophes anciens, pris^ et vendu 



^:\i ' 



Litteratur und Miscellen. 809 

in s. IV d. — Item. Le livre de Job, le livre de Ysaie et le 
livre des Fais des Apostres, escripts en papier de la main dudit 
deffunct, en III volumes couvers de parchemin, pris^s et vendus 
XX 8. — Item. I doctrinal glos^ escript de lettre courant de la 
main dadict deffanct, couvert de parchemin, qui se commence an 
second feuiUet Quintus in A dabitur, pris^ X s., vendu XVI s. 
VIII d. — Item. I romant escript en papier, de la main dadict 
deffunct, couvert de parchemin, intitulö en lettre rouge „Ce sont 
les X commendemens de la loy" prise et vendu XX s. — Item. 
I livre de d^cret, en papier, contenant la somme de frke Henry 
BUB les Decretales, couvert de parchemin, pris6 et vendu II s. VI d. 

(Bevae de Champagne et de Brie, Octobre 1881.) 

Litteratur und Miscellen. 
Allgemeine«. 

[785.] Bulletin du Bibliophile et du Biblioth^caire publ. par 
Techener. XLIX. Ann^e 1882. (S. oben Nr. 416.) 
Das Doppelheft vom Jan. u. Febr. enth.: S. 1 — 25 Le Palais 
^ TAcad^mie. Berrjer et son fauteuil 1634 — 1882; par H. Moulin 

— S. 26 — 51 Bibliographie Ghampenoise. Essai d'une Bibliu- 
thdque enti^rement compos^e de livres relatifs ä la Gh^unpagne et 
k la Brie; par L^on Techener — S. 51 — 53 Analecta-Biblion — 
S. 54 — 58 Les Livres cartonn^s, par W. 0. (Portsetzung) — 8. 
58 — 69 Bevue critique de Publications nouvelles — 8. 70 — 88 
Du Prix courant des Livres anciens: Yente de la Biblioth^que de 
Öuy-Paiion. — S. 89 — 94 Nöcrologie — S. 95 Gorrespondance 

— S. 95—96 Varietes. 

Inhalt des zweiten Doppelheftes vom März u. April: 8. 97 — 103 
Notice sur le manuscrit des Oeuvres poetiques de Yatel, par le Duc 
d*Aumale, et imprim^e pour la Sociöte des Bibliophiles Fran9ais 

— 8. 104 — 25 Le Ghevalier de Balleroy et sa correspondance 

— 8. 125 — 47 Le Palais ä PAcad^mie. Berryer et son fauteuil 
1634 — 1882; par H. Moulin (Portsetzung) — 8. 148—65 Les 
Bastillards: le Marquis de Pratteaux (1707 — 1779); par W. 0. 

— 8. 165 — 66 Gharles Nodier et le Dictionnaire nöologique — 
S. 166—71 Gorrespondance (Lettre de Dedöme sur 1' edition de 
1644 des Oeuvres de Pierre Gorneille) — 8. 171—77 Du Prix 
courant des Livres anciens: Yente de la Biblioth^ue de Pochet- 
Deroche. — S. 177—83 La Bibliothöque de Paul de Saint- Yictor ; 
par P. L. Jacob, bibliophile — 8. 183 — 85 Necrologie: Prancis 
Wey 1812—82; par W. 0. — 8. 185—87 Mmpression d*un 
Livre Breton tr^s rare (Episemasie) — 187 — 89 Yari^tes biblio- 
graphiques : Biblioth^que paiiiiculiöres au XIX. 8iöcle. — 8. 189 — 92 
Nouvelles et Yari^t^s. 

Inhalt des Maiheftes: 8. 193 — 209 Les Incunables Orientaux. 



Litteratur und MiBcoUen. 

sur unc Hissioa liUeraire en Baviörc flt en Wut-temberg, 
äuhwab, de Bibliotli^que Dationaie (FoitsHtziuig folgt) — 
— 43 Du Prix couraiit des I.ivres uncifii.s: Vcut« de ta 
läque de Lord Goefurd, ä Paris. — S, 244 NüuveUeB ut 

786.] * n Bibliofilu Oiomale dell' arte antica ecc. diretto d« 

Lo«i. Anno m. 1882. (S. oben Nr. 701.) 

Nr, 5 vom Mai enth. : Ricordi dfllla Esposizione tenuta pel 

,Tesso geografico in Tenezia nel settembre 1881, con accentii 

lografici a relaziojii di viaggi (C. Lozzi) — Di alcuui niinfatorl 

aosciaU o poco noti vissati in Borna (A. Bertolotti) — Due codid 

Oaglini: La Commedia di Dante A n CBninniere di Fetran»(ü. 

annini) — La prima ediiione della Divina Commedia (D, M. 

aloci-Pulignani) — Bibliografia delle uiticbe lappresontazioni aaci» 

profane (E. Narducci) — Basaef^a di oyiuscoli per noize (0. 

Irlla) — Bollettino bibliografico. Notiiie nrie. 

Nr. 6 Tom Juni entb.: Qneaiti bibliogrslki (S. Bon^i) — Ki» 
»rdl della Espoeiziona intemaz. tenuta pel Cur^TCE^o ^en^af. ecc. 
^ontmnazione (C. Loxii) — Una riparasionc ;i Franiesco Maria 
lolza (Dn Hodaneae) — Bibliografl» delle aulJche rappfpsentazioni 
ICC. Continuazione (E. Nardncd) — Don Giuliu Clovio il principe 
lei miniatori (A. Bertolotti) — BaaB^rn* ^i opuacoli per nntte 
fi. Biadego) — BolletUno bibliografico eoc 

[787.] The Library Journal OtOcial Organ of tbe Library 
AsaociatioDS of Ameiic« and of the United Kicgdom. Vol. 7. 
(8. oben Nr. 699.) 

Entb. im Juni-Heft Nr. 6; Editerial (Ciocinnati Conrention; 
Blecfric Lighting; Librarj Purchaae List EndorEed) — United 
Kingdom Aaaouation (May Honüilj Meeting) — R. Bliss jr., Alfnbe- 
äsatdon vb. ClaSBification — Catalogoe Printin^ Troubleg — The 
Dictionary Catalogue — Tbe Ideal Librarien — W. K. Stetson, 
[Jo-OperatioD again — Communication (Mise J, Gilbert, tfao Sage 
Donation) — Library Economy «nd Bistoty — Bililiografy — Nntee 
and Qneriee — Library Furcbase-Liat — AnouyuiB and Paeudo- 
nyms — (ieneral Notes. 

[788.] The Bibliographer A Journal of Buok-Lore. London, 
EUiot Stock. (S. oben Nr. 700.) 

Entb. in Nr. 9: 8. 67 — 69 Did Oateuliorg inveot PiiiiLing? 

— 8. 59-60 Book-Producers in Oxford, laili. to 17lh. i-miaiy 

— 8. 60—62 ^kfurd IJbrary — S. 62 — 07 Early Catalogne« 
and Bouk-LUtB — S. 67—68 Paper Marks — S. 68^72 Tb« 
Woodcuttera of the Netlierlaads. No. 7. üy W. M. Cunway — 
B. 78—79 Tbe «hole Doty of Man. Bj Edward SuUj — S. 
79 — 84 A bibliogrsphical List of the Bnglisb Translationa und 



' t c 



Litteratur und Miscellen. 311 

annotated Editions of Goethe's Faust. Corapiled by William Heine- 
maDn. Part. 1. — S. 84 — 88 Reviews, Notes and News, Corre- 
spondencc. 

[789.] Magyar könyv-szemle. Közrebocsalja a m. nemzeti 

müzeuin könyvtära. Hatodik dvfolyam. 1881. (S. oben Nr. 197.) 

Das Heft VI vom Novbr. bis Decbr. enthält: Kaiman Thaly, 

Manuscripte u. Bibliothek dos Grafen Nikolaus Bercsönyi S. 275— 89 

— Dr. Dozso Csänki, ein Inventarium der Ungar. Benedictiner 
von bibliographiischen Werken aus dem J. 1508 S. 289 — 99 — 
Elek Jakab, Znsätze zum Namenverzeichnisse Siebeubürgischer 
Schriftsteller im XVII. u. XVIH. Jhrhdt. S. 299—327 — Kälmän 
B^vesz, Zusätze zu der in der 2. Hälfte des XVII. Jhrhdts erschie- 
nenen ülaubensstroit-Litteratur S. 328 — 85 — Baron D^nes 
Mednyänszky, Bibliothek von Franz Bövay in Szklabina 1651 S. 
336 — 45 — Reglement der Bibliothek der Särospataker Oberschule 
1621 S. 346-48 — B^la Majläth u. Karoly Kudora, Zusätze zu 
Karl SzMbö's altungarischer Bibliothek S. 348 — 50 — Vermischte 
Nachrichten S. 351 — 54 — Die Ungarische Littcratur im J. 1881 
8. XCVn — CXVI — Vaterländische nichtungarische Litteratur S. 
CXVII — CXXni — Ungarn interessirende Schriften des Auslandes 
8. CXXIV— CXXVI — Ausweis der in „Magyar Könyv-Szemle" 
während des J. 1881 in der Bücher-Uebersicht verzeichneten BQchcr. 

— Hierüber 3 Bll. Titel und Inhaltsverzeichniss zum nunmehr voll- 
ständigen Jahrgange. 

Blbliograplile. 

[790.] Gutenberg: Was he the Inventor of Printing? An 
hi8t<^)rical Investigation embodying a criticism on Dr. van der Linde*8 
„Gutenberg". By J. H. Hesseis. London, Quaritch. 8°. XXVII, 
201 S. m. 2 Schrifttaf. Pr. n. 24 Mk. (Nur 200 Exempl. im 
Handel.) 

Ueber das v. d. Linde^sche Werk s. Anz. J. 1879. Nr. 11. 

[791.] Wiens Buchdruckergeschichte 1482—1882 heraus- 
gegeben von den Buchdruckern Wiens verfasst von Dr. Anton 
Mayer. I. Halbband. Wien, im Verlage der Section f. d. Heraus- 
gabe von Wiens Buchdruck.- Geschichte, in Gomm. bei Frick. gr. 
4.^ S. 1 — 232 m. eingedr. Facsimiles, 1 chromo-xylogr. Titelbl. 
u. 12 Taf. (Der II. Halbband erscheint im Spätherbste d. J.) 
Ein Prachtwerk im Aeussern u. eine bibliograph. Musterarbeit 
im Innern, worüber mein Artikel im Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchhand. 
Nr. 181. S. 3298—3300 zu vergleichen ist. J. P. 

[792.] * De' primi Inventori delle Lettere e Stampe per ser- 
vire alle arti dello scolpire, del miniare e dello scrivere, e de* 
libri e degli esemplari di caratteri intagliati o impressi llno alla 



312 Litter atur und Miscellen. 

metä del eecolo XVI. e degli autori di essi. Dal Conte G. 
Manzoni. Bologna, Romagnoli. 8®. Mit 8 Holzschntaf. Pr. 5 L. 

[793.] * A Dictionary of tbe Anonymous and Pseudonymous 
Literature of Great Britain; including the works of foreigners 
written in or translated into the English language. By S. Halkett 
and J. Laing. Vol. I. Boston: Lockwood, Brooks & Co. gr. 8®. 
870 S. Pr. $ 10,60. 

[794.] * Bibliotbeca Orientalis or a complete List of Books, 
papers, serials and essays published in 1881 in England and 
the colonies, Germany and France on the history, languages, 
religions, antiquities and literature of the East. By Charles 
Priederici. [VI. Year.] London, Trübner. (Leipzig, Schulze.) 
8^ IV, 76 S. Pr. n. 3 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 863.) 

[795.] * Pure Literature Society. Catalogue of books, perio- 
dicals, prints, and diagrams, suitable for District Lending Lib- 
raries. London, Dec. 1881. 4^. Pr. 20 d. 

[796.] StagemetneS SBü<]^er<Sejrt(on ober t)oaft&nbtgeS Sllp^abetifdbeS 
äSerseidbrng aller t)on 1700 bid ju @nbe 1879 erf^ienenen SBüd^er, 
toelcbe in 3)eutf4Ianb unb in ben burd^ Sptadbe unb Stteratur bamit 
t)ertDanbten Säubern gebrudtt toorben fmb. SRebft Eingabe ber ^rudorte, 
bet äJerleger, ber greife 2C. Son Silbelm {)einftuiS. 9b. XVL Sl. 
u. b. Sit.: SlQgenteineiS lBü$etsSe;lfon ober t)oUftänbiged alpbci^^f<be^ 
SSetiei^ni^ berjenigen 6(bnften, mel^e in ^eutfcblanb unb in ben an- 
gtenjenben, mit beutfdber 6pra(j&e unb fiiteratur )>ermanbten Sdnbem 
gebrudt morben fmb. IDlit au^fübrlidben eingaben ber Verleger, ^ud- 
orte, greife, Sluflagen, 3abrjablen, gonnate, ©eitenjobleu, artiftifcfeen 
^Beilagen unb t)ie(en bucbbänblerifcben unb literarifcben ^acbtüeifungen, 
Slngobcn bct anonymen 6(6riftftefler 2C. ®b. IX. S)ie tjon 1875 
bi^ @nbe 1879 erfcbienenen ©cbriften entbaltenb. SSeorbcitct unb 
berauägcgeben t)on Otto fiiftner. Slbtb. ü. 8 — 3. SSerjeidbuiS tjon 
harten unb ißldnen, fomie t)on 9kr(agd<» unb $reidänbetungen. Seip^ig, 
»tod^au«. 4^ fiicf. 20—21. 2 »U. 705—876 S. «Pr. ä n. 3, 
auf e*relbpap. n. 4 M, (6. oben 9lr. 601.) 

Die vorl. beiden letzten Lief, enthalten, ausser dem Anhange 
von dem Bücherverzeichnisse die Artikel „Waitz" bis „Zychlinski." 

[797.] * The English Catalogue of Books. An alphabetical 
List of Works published in the United Kingdom and of the 
principal Works published in America, with the dates of publi- 
cation, indication of size, price, edition, and publisher's name. 
Vol. III. Jannary 1872 to December 1880. Compiled by 
Sampson Low. London, Low. Lex. 8^ 564 S. Pr. 2 ^. 2 s. 
(S. Anz. J. 1873. Nr. 617.) 

[798.] * 2d Series of Bibliographical Collections and Notes 



Litteratur und Miscellen. 313 

on early English Literature, 1474 — 1700. By W. Carew Hazlitt. 

London, Qaaritch. 8^ X, 717 S. Pr. 36 s. 

Tho Ist Series was entitled „Collections and Notes" (1876); 
it was preceded by the Handbook (1867). The three works contain 
about 21,000 titles. (Library Journal Vol, VIL Nr. 6. S. 110.) 

[799.] * Escritoras y Eruditas Espanolas, 6 apuntes y noti- 
cias para servir ä una historia del ingenio y cultura literaria 
de las mujeres espanolas, desde los tiempos mäs rcmotos hasta 
nuestros dias. Con inclusiön de diversas escrituras 6 hispano- 
americanas. Por D. Parada. Tom. I. Madrid. 1881. 8^ 
284 S. Pr. n. 6,50 Mk. 

[800.] Dansk Bogfortegneise for aarene 1869—1880. Utar- 
beidet af J. Vahl. Hft. 13—14. Kjöbonhavn, Porlagsbureaut. 
4^ S. 193—224. Pr. ä n. 1,50 Mk. (S. oben Nr. 605.) 

Entb. die Artikel ^»Cgeblad" bis zum Schlüsse nebst einem 
Theile des Sachregisters. 

[801.] Svenskt Boklexikon. Aren 1830—1865. ütarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Hft. 53— 56. Stockholm, Samson & 
Valiin. 40. S. 833-96. Pr. n. 7,25 Mk. (S. oben Nr. 710.) 

Enth. die Artikel „Krummacher*^ bis „L'Häritier". 

[802.] '*' Bibliotheca theologica oder systematisch geordnete 
üebersicht aller auf dem Gebiete der evangelischen Theologie 
neu erschienenen Bücher. Herausgegeben von Custos Dr. E. 
Ehrenfeuchter. XXXI V. Jahrg. 2. Hft. Juli— December 1881. 
Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht. 8®. S. 49—89. Pr. n. 
0,50 Mk. (S. oben Nr. 130.) 

[803.] Theologischer Jahresbericht. Unter Mitwirkung von 
Bassermann, Benrath, Böhringer, Dreyer, Gass, Holtzmann, Lip- 
sius, Lüdemann, Seyerlen, Siegfried, Werner herausgegeben von 
B. Pünjer. L Band enthaltend die Literatur des Jahres 1881. 
Leipzig, Barth, gr. 8<>. 3 Bll. 894 S. Pr. n. 8 Mk. 

Der Zweck dieses Unternehmens ist, „den Ueberblick über die 
Gesammtheit der theologischen Forschung zu erleichtern.'^ Zu die- 
sem Behufe ist die gesammte Theologie in ihre verschiedenen 
Fächer zerlegt, u. jedes Fach einem dazu sich gerade besonders 
eignenden Gelehi-ten zur Besprechung der erschienenen betr. Schrif- 
ten und Abhandlungen, die sich ihren Titeln nach am Kopfe ein- 
zelner Abschnitte verzeichnet finden, zugewiesen worden. Der 
Herausg. selbst hat das Beferat über die Litteratur zur Beligions- 
geschichte, Keligionsphilosophie, Apologetik, Polemik u. Allgemei- 
nes geliefert, sowie ausserdem noch am Schlüsse des Bandes eine 
Todtenschau gegeben. Die Besprechung der Litteratur zum Alten 
Testamente ist dem Prof. C. Siegfried in Jena, zum Neuen Testa- 
mente dem Prof. H. Holtzmann* in Strassburg, der Kirchengeschichte 



314 Litteratur und Miscellen. 

bis zum Nicänum dem Prof. H. Lüdemann in Kiel u. vom Nicänum 
bis zur Eeformation dem Pfarrer P. Böhringer in Basel, zur Kir- 
chengeschichte von 1700—1881 u. Allgemeines dem Oberpfarrer 
A. Werner in Guben, zur Dogmatik dem Prof. R. A. Lipsius in 
Jena, zur Ethik dem Prof. W. Gass in Heidelberg, zur Praktischen 
Theologie (ausser Kirchenrecht u. Kirchenverfassung) dem Prof. H. 
Bassermann in Heidelberg, zum Kirchenrecht u. zur Kii'chonver- 
fassung dem Prof, ß. Seyerlen in Jena, sowie über Predigt- u. Er- 
bauungslitteratur dem Stadtpfarrer 0. Dreyer in Gotha übertragen 
gewesen. Die Zahl der im Jahresberichte besprochenen Schriften 
u. Abhandlungen, die sich in einem Register kurz zusammengestellt 
finden, beträgt über 1000 Nrr. 

[804.] * Periodische und nach Materien geordnete Überschau 
der litterarischen Erscheinungen auf dem Gebiete der deutscheu 
Rechtswissenschaft [des Privat- u. öffentlichen Rechts], ihrer 
Hilfsfacher sowie der Justiz- und Yerwultungs-Gesetzgebung und 
Pnixis [unter Berücksiclitigung von einschlagenden Zeitschriften] 
mit kurzen und allgemeinen Bemerkungen über deren Inhalt, 
Umfang und spezielle Brauchbarkeit. Wegweiser fQr Justiz- 
und Verwaltungsbeamte, Rechtsanwälte und Studierende bei An- 
schaffung juristischer Werke. I. Jahrg. 1882. 6 Hefte. Prei- 
berg, Engelhardt. gr. 8^ (1. Ha 20 S) Pr. n. 0,80 Mk. 
[80B.] Verzeichniss der vorzüglichsten Werke aus dem Ge- 
biete der Medicin und der verwandten Wissenschaften heraus- 
gegeben von Georg Szelinski. Wien, Braumüller & Sohn. 8^ 
1 Bl. 144 S. m. 21 BlI. Inseraten. 

Bekanntlich ist Wilhelm Ritter v. Braumüller seiner Verdienste 
um die Medicin. Litteratur wogen von Seiten der Würzburger Uni- 
versität bei Gelegenheit ihrer 300jährigen Jubelfeier zum Ehren- 
doctor der Medicin ernannt worden. Diese Ernennung kann dem 
vorl. Verzeichnisse, welches im BraumüUcr'fichen Verlage erschienen 
ist, gewissermaassen mit zur besonderen Empfehlung dienen, u. 
einer solchen halte ich dasselbe auch fQr werth. Es bildet ein 
ebenso reichhaltiges, wie brauchbares Vademecum (um mich des 
Wolfschen Au.sdrucke8 zu bedienen, s. Anz. J. 1881. Nr. 352) 
für alle, welche Lust und Bedürfniss haben, sich auf dem Gebiete 
der neueren u. neuesten medicin. u. naheverwandten Litteratur zu 
Orientiren. Ueber 3000 Schriften finden sie darin in alphabetischen 
Reihen mit ausreichender Titelangabe aufgefQhrt u. ausserdem noch 
in einem Materienregister kurz zusammengestellt. 

[806.] * Bibliotheca medico-chirur^ica, pharmaceutico-cheraica 
et veterinaria oder geordnete Uebersicht aller in Deutschland und 
im Auslande neu erschienenen medicinischen, pharmaceutisch- 
chemischen und Veterinär-wissenschaftlichen Bücher. Heraus- 
gegeben von Carl Ruprecht. XXXV. Jahrg. 2. HfL Juli-De- 



^•l■: ' ' 



Liiteratur und Miscellen. 315 

cemberl881. Göttingen, VandenhoGck& Ruprecht. 8^ S. 85 —192. 
Pr. n. 1 Mk. (S. oben Nr. 131.) 

[807.] Beiträge zur Geschichte & Literatur des Deutschen 
Studententhumes von Gründung der ältesten deutschen Universi- 
täten bis auf die unmittelbare Gegenwart, mit besonderer Be- 
rücksichtigung des XIX. Jahrhundertes. Von Adolf Pernwerth 
von ßämstein. Würzburg, Stuber. 8^ Enth. als Zweiten Theil 
S. 89 — 156: Systematische (Jebersicht der bemerkenswerthesten 
literarischen Erscheinungen zur Geschichte und Charakteristik des 
Deutschen Studententhumes etc. Mit geschichtlichen und kri- 
tischen Anmerkungen. 

Eine sehr fleissige u. interessante Zusammenstellung von 860 Nrr. 

[808.] * Gracklauer's Fachkatalog. — Verzeichniss sämmt- 
licher Schriften über alle Gebiete des Versicherungswesens, welche 
von 1857 bis 1882 im deutschen Buchhandel erschienen sind, 
nebst Angabe einiger werthvoUer älterer Werke. In 11 Rubri- 
ken systematisch zusammengestellt. Leipzig, 0. Gracklauer. 8^ 
31 S. Pr. n. 0,60 Mk. 

[809.] * Eepertorium der Militär -Journalistik. XH. Heft. 
(1. Juli bis Ende December 1881.) [Aus: „Organ der militär- 
wissenschaftlichen Vereine." 1881. Bd. XXIIL] Wien, Seidel 
& Sohn in Comm. gr. 8«. XXXVIII S. Pr. n. 1 Mk. (S. oben 
Nr. 184.) 

[810.] * Bibliotheca historico- naturalis, physico - chemica et 
mathematica oder systematisch geordnete Uebersicht der in 
Deutschland und dem Auslande auf dem Gebiete der gesammten 
Naturwissenschaften und der Mathematik neu erschienenen Bücher, 
herausgegeben von Dr. P. Frenkel, Gymn.-Lehrer. XXXI. Jahrg. 
2. Hft. Juli-December 1881. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht. 
S^ S. 143—309. Pr. n. 1,80 Mk. (S. oben Nr. 139.) 

[811.] Aonual Report of the Board of Regents of the Smith- 
sonian Institution, showing the Operations, expenditures , and 
condition of the institution for the year 1880. Washington, 
Goveinm. print. ofßce. 1881. gr. 8» Enth. S. 403—39: 
Bibliography of Anthropology. By Otis T. Mason. 

Minutiös fleissige Zusammenstellung von selbständigen u. ein- 
gedruckten Schriften. 

[812.] * ?5raftif(j&cr ffiegtocifcr butdfe bic omit^otogifd&c Sittctotur. 
93on %l). gucnbeltng. ©amclit, ©d^mibt u. ©udcrt. gr. 8®. 14 6. 
^x, n. 0,40 aWf. 

[813.] Gracklauer's Fachkatalog. — Verzeichniss sämmtlicher 
Schrifben über Mechanik und Maschinenbaukunde, mechanische 
Technologie, Hydraulik, Dynamik, mechanische Wärmelehre, Sta- 
tik, Festigkeitslehre, Lokomotivbau, Dampfmaschine und Kessel, 



•\. 



316 Litteratur und Miscellen. 

Ausstellungs-Berichte etc., welche von 1865 bis 1882 im deut- 
schen Buchhandel erschienen sind. In 45 Rubriken systematisch 
zusammengestellt. IL vermehrte u. verbesserte Auflage. Leipzig, 
0. Gracklauer. gr. 8^ IV, 63 S. Pr. n. 1,35 Mk. 

[814.] * Catalogo ragionato dello opere di Viticoltura ed Eno- 
logia, pubblicato in Italia e in italiano dal principio della stampa 
sino a tutto Tanno 1881 da G. Sormanni. Disp. 1. Milauo. 
gr. 8^ 16 S. Pr. compl. 10 L. 

[815.] * Sie gefammte (eramif^e Literatur. @tn gui^erläfftder ^üf^ret 
für Sieb^aber, ©etoeibtreibenbe unb fonftige Sntereffenten, inolieiäi ein 
Supplement ^u bed äJerfanerd ©runbri^ ber Seramlt. fßon @. Saennide. 
©tuttflort, Sleff. S^ XVI, 146 S. $r. n. 2 W. 

Die Bibliographie, „obwohl von Vollständigkeit noch weit ent- 
fernt u., was schlimmer, ohne jedes Princip zusammengestellt, wird 
sich doch unter den jetzt häufigen Sammlern alter Thonwaaren ge- 
wiss Freunde erwerben." S. Litorar. Centralbl. Nr. 35. Sp. 1198 — 99. 

[816.] "^ Bibliotheca historica oder systematisch geordnete 
Uebersicht der in Deutschland und dem Auslande auf dem Ge- 
biete der gesammten Geschichte neu erschienenen Bücher. Heraus- 
gegeben von Dr. E. Ehrenfeuchter, Gustos. XXIX. Jahrg. 2. 
Hft. Juli-December 1881. Göttingen, Vandenhoeck & Buprecht 
8«. S. 199—433. Pr. n. 2,60 Mk. (S. oben Nr. 135.) 

[817.] * Bibliografia del VI Centenario del Vespro Siciliano. 
Da Luigi Pedone-LaurieL Palermo, Pedone-Lauriel. 16^. 65 

5. Pr. 3 L. Nur 250 numer. Exempl. (S.oben Nr. 777.) 

[818.] 95eti*t über bie »ificnf^aftl. fiittcratur au« bem Safer 
1880, bie ©efdfeidfete t)on Sreiberg u. Utngegenb betr. Son Dr. phil. 
dbuarb {)eibenret(!b, Oberlehrer am ©pmnafium Sllbertinum ju ^reiberg. 
6ntb. in ben SRittbeilungen )7om greiberger 3lUertume)7ereln lix^q, non 

6. ©erla*. 18. ©eft 1881. ^rciberg i. 6., ©erM'g Öucfebrud 
1882. 8«. 6. 117—30. (©. Slnj. 3. 1881. 3lx, 767.) 

Uebersicht von 46 Nrr. mit bald kürzeren, bald längeren Be- 
merkungen über den Inhalt, nebst einem Nachtrag zum Jahres- 
bericht von 1879. 

[819.] Quellen zur Geschichte des Heidelberger Schlosses 
herausgegeben von Dr. Marc Bosenberg. Mit einer Einleitung: 
Das Heidelberger Schloss in seiner kunst- und culturgeschicht- 
lichen Bedeutung von f Hofrath Professor Dr. K. B. Stark in 
Heidelberg. Mit acht photo- und lithographischen Tafeln. Heidel- 
berg, Winter, gr. 4**. Enth. S. 186—236 eine Uebersicht der 
das Schloss betreffenden Litteratur u. Abbildungen. 

S. 186—204: Heidelberger Schloss-Literatur bis 1733; S. 
204—26: Heidelberger Schloss-Literatur nach 1733; S. 227—36 
Ansichten vom Heidelberger Schlosse. Ohne bibliographische Ge- 
nauigkeit. 



_■-'• ■"^'■' 



Litter atur und Miscellen. 317 

[820.] * L'Anne artistique. Les Beaux-Arts en France et k 
Tetranger: radministration, les musees, les ecoles, le salon an- 
nuel, Tart en province, Tart ä. T^tranger, bibliographie et nöcro- 
logie, documents ofßciels; par Victor Champier, rödacteur en 
chef de la Revue des arts d^coratifs. 4. Annee. 1881 — 1882. 
Paris, Quantin. 8^ XL, 698 S. m. 12 Kpfrn. Pr. 7 Fr. 50 c. 
(S, Anz. J. 1881. Nr. 653.) 

[821.] Bibliothöque des l^crivains de la CoDgr^gation de 
Saint-Maur ordre de Saint-Benoit en France Ouvrage publik a?ec 
le concours d*un B^n^ictin de la Congr^gation de Francs de 
l'Abbaye de Solesmes par Charles de Lama libraire. Munich, 
Ch. de Lama; Paris, Palm«, gr. 12«. 3* BU. 262 S. 

Eine nachträgliche Festgabe zur grossen Benedictfeier von 
1880 — ein sehr nett ausgestattetes Büchelchen, in welchem sich 
710 Schriften, unter den in chronologischer Reihenfolge aufgeführten 
Verf. (BÄnard f 1620 — Bövy f 1830), ebenfalls in chronologischer 
Ordnung verzeichnet finden. Ein aiphabet. Autoren- u. Titel- 
Begister macht den Gebrauch des Verzeichnisses bequem. Die 
Titelverzeichnungen sind mehr oder minder genau, je nach Maass- 
gabe der Quellen, welche der Herausg. für seine Zusammenstellung 
benutzt hat. Bei den Namen der Verf. findet sich in der Regel 
die Angabe, wann u. wo sie gestorben, oder auch wo sie Profess 
gethan haben. Das von ,4). C. R. B^n^dictin expuls^*' hinzugefügte 
Vor- u. Nachwort ist von litterarhistorischem Interesse. 

[822.] Verzeichniss Gedruckter Familiengeschichten Deutsch- 
lands und der angrenzenden Länder und Landestheile. Zusammen- 
gestellt von Hans von Prittwitz und GafTron, Hauptmann a. D. 
in Oels. Berlin, gedr. bei Sittenfeld. 8<>. 161 S. 

Eine ursprünglich nur zum eigenen Gebrauche des Verf.'s 
zusammengetragene u., in Ermangelung anderer ähnlicher Schriften, 
recht dankenswerthe Arbeit, der man alle Unterstützung von sach- 
kundiger Seite wohl wünschen u. gönnen kann. 

[823.] Leopoldina. Amtliches Organ der Kaiserlichen Leopoldino- 
Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher hrsg. von 
C. H. Knoblauch. XVIL Heft. Jahrg. 1881. Halle 1881. 
(Engelmann in Leipzig in Comm.) 4^ Enth. Nr. 17 — 18. S. 
146—48, Nr. 19—20. S. 166—68, Nr. 21—22. S. 182—88 
den Nekrolog und das Verzeichniss der Schriften des Professors 
Rudolph Christian Boettger in Frankfurt a. M.; von Dr. Th. 
Petersen in Frankfurt a. M. 

Ausser den Schriften B.'s (f 29. AprH 1881, 75 J. alt) — 
selbständ. sowohl als 111 Nrr. eingedr. Abhandl. — finden sich 
auch die wichtigsten Arbeiten desselben aufgezählt 

[824.] * Bibliography of Robert Browning, 1833—81. By 



318 Litteratur und Miscellen. 

F. J. Furnivall. II. Edition. London, for the Browning Society 

by Trübner. 8«. 117 & 74 S. Pr. 5 s. 

Contains additions to the Bibliograpby in Part I nf the 
Browning Society's papers. Consists chiefly of extracts from various 
sonrces relating to Mr. Browning and his writings. (Library Journal 
Vol. Vn. Nr. 6. S. 110.) 

[825.] '*' Teatro de Calderon de la Barca, con un estudio 
critico-biogräfico y apuntes histiSricos y bibliograficos sobre cada 
comedia, por Garcia-Ramon, Tom. I: Dramas. Paris, Garnier 
fröres. gr. 120. 629 S. 

[826.] Leopoldina. Amtliches Organ der Kaiserlichen Leopoldino- 
Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher hrsg. von 
C. H. Knoblauch. XVH. Heft. Jahrg. 1881. Halle 1881. 
(Engelmann in Leipzig in Comm.) 4". Enth. Nr. 23—24. 
S. 195 — 97 den Nekrolog u. das Verzeichniss der Schriften des 
Professors Achille Delesse in Paris. Von K. B. Geinitz. 

D. t 24. März 1881, 64 J. alt. 

[827.] * Die Goethe-Bildnisse biographisch-kunstgeschichtlich 
dargestellt von Dr. Hermann Bollett 3. Lief. Mit 2 Badirungen 
und 15 Holzschnitten. Wien, Braumüller, g. 4*^. S. 129—92 
m. 2 Taf. Pr. n. 8 Mk. (S. oben Nr. 235.) 

[828.] Leopoldina. Amtliches Organ der Kaiserlichen Leopoldino- 
Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher hrsg. von 
C. H. Knoblauch. XVIL Heft. Jahrg. 1881. Hallo 1881. 
(Engelmann in Leipzig in Comm.) 4®. Enth. Nr. 13 — 14 S. 
106—8 & Nr. 15—16. S. 123—25 den Nekrolog u. das Ver- 
zeichniss der Schriften des Apothekers u. Botanikers Georg Ernst 
Ludwig Hampe in Helmstedt. 

Die Zahl der Schriften H.*8 (geb. 5. Juli 1795 zu Fürsten- 
berg a. d. W., t 23. Novbr. 1880 zu Helmstedt) beläuft sich auf 
4 selbständige u. 65 eingedr. Abhandlungen. 

[829.] Leopoldina. Amtliches Organ der Kaiserlichen Lcopoldino- 
Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher hrsg. von 
C. H. Knoblauch. XVII. Heft. Jahrg. 1881. Halle 1881. 
(Engelmann in Leipzig in Comm.) 4^. Enth. Nr. 9 — 10. S. 
75 — 80 den Nekrolog u. das Verzeichniss der Schriften des 
Professors Johannes v. Hanstein in Bonn. Von Prof. Dr. F. 
Schmitz in Bonn. 

y. H., geb. 15. Mai 1822 zu Potsdam, f ^0. Aug. 1880 
zu Bonn. 

[830.] Leopoldina. Amtliches Organ der Kaiserlichen Leopoldino- 
Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher hrsg. von 
C. H. Knoblauch. XVO. Heft. Jahrg. 1881. Halle 1881. 
(Engelmann in Leipzig in Comm.) 4^. Enth. Nr, 11 — 12. S. 



' * 



Litteratar und Miscellen. 319 

90 — 93 den Nekrolog u. das Vorzeichniss der Schriften des Pro- 
fessors Ferdinand von Hebra. 

Y. BL, geb. 7. Septbr. 1816 in Brunn, f 5. Aug. 1880 in Wien. 

[831.] Annual Keport of the Board of Begents of the 
Smithsonian Institution, showing the Operations, expenditnres, 
and condition of the institution for the year 1880. Washington, 
Qovemm. print. office. 1881. gr. 8^ Enth. S. 509—622: A 
Synopsis of the Scientific Writings of Sir William Herschel. 
By Edward S. Holden and Charles S. Hastings. 

Minutiös fleissige und sorgfmtige Zusammenstellung aller selb- 
ständigen Schriften und eingedruckten Artikel. 

[832.] Seitrfige }ur SBiMiograp^ie bed aRünfterifc^en ^umaniRen 
ÜJhirmelliuiS. fßon Dr. ßlemend iBaeumtet, ©^naftoUe^^ret in SRünfter. 
dntt). in ber 3eitf$rift fflt oaterlänbifd^e (Sief^id^te unb SUtert^um^« 
(unbe. $)etaudge9eben bon bem fßtxein für ©efd^td^te unb SttertWn^- 
funbe SBeftfalend burc^ befjen S)trecioien SL Zibud u. S. SHeitend. 
»b. XXXIX. 2Rünftcr, SRcgengberg. 1881. 8^ S3[bti. I. - €. 
113—35. 

9lene Settrdge jur SBtbliogtap^te bed Snünfterifc^en i^umaniften 9Ruc< 
meQiu^ unb jut !Dlünftenfc^ ^d^rgefii^ic^e. ^on S)emfe(6en. Snt^^. 
in ber nämli*en 3eitf*nft. »b. XL. ©afcttft. 1882. 8». 2»t^. I. 
§. 164—72. 

Dankenswerthe Nachträge zu dem yon Beichling in seiner 
Schrift über des Murmellins Leben und Werke (s. Anz. J. 1880. 
Nr. 717) zusammengestellten bibliographischen Verzeichnisse. 

[833.] Leopoldina. Amtliches Organ der Kaiserlichen Leopold ino- 
Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher hrsg. von 
C. H. Knoblauch. XVII. Heft. Jahrg. 1881. Halle 1881. 
(Engelmann in Leipzig in Comm.) 4^. Enth. Nr. 3 — 4. S. 
19—22, Nr. 5—6. S. 34—36 & Nr. 7—8. S. 50—54 den 
Nekrolog u. das Verzeichniss der Schriften des Professors Hein- 
rich Gottlieb Ludwig Beichenbach in Dresden. 

Die Schriften B.'s (geb. 8. Jan. 1793 in Leipzig, f 17. März 
1879 in Dresden) belaufen sich auf 47 Botanik, 45 Zoologie und 
17 Diversa. 

[834.] * Notizie biograflche e bibliografiche di Pietro Terenzio, 
can. arciprete della cattedrale di Pavia; da C. Cesare Prelini. 
Pavia, Bizzonl 8^ SLV S. 

[835.] * Voltaire: Bibliographie de ses oeuvres, par G. 
Bengesco. Vol. I. Paris. 8^ 500 S. m. Portrait. Pr. 27,50 Fr. 

[836.] * ßatalog einet SHtc^arb äBagnet^Sibliot^t. Son MolavS 
Oeftetltn. Slbgef^lofien: SRobembet 1881. Seip^ig, ©ebr. Senf. gv. 8^. 
XXX, 321 ©. $t. n. la ajtt. 

Eine bibliographische Albernheit 

21 



320 Litteratur und Miscellen. 

Bnchhflndler- nnd antiquarische Kataloge. 

[837.] * Parley's Reference-List of the Stationers, Bookseilers, 
Printers and Paper Dealers in the United States, 1882. Phila- 
delphia, Parley & Co. 8». 234 S. Pr. $ 25. 

Contains the names, addresses (in eitles, streets and numbers), 
and financial standing of aboat 25,000 firms representing the 
abo?e trades. The price of this issue [# 25] includes reports of 
all changes, etc^ that occur during the jear. 

[838.] Adressbnch fClr den ßuch-, Kunst-, Musikalienhandel 
und verwandte Greschäftszweige der österreichisch-ungarischen 
Monarchie mit einem Anhange : Oesterr.-ungarisches Zeitnnga- 
Adressbuch. Herausgegeben von Moritz Perles. 1882. XYII. 
Jahrgang. Mit dem Bildnisse von Anton Schumacher. Wien, 
Perles. gr. 8^. 5 Bll. 200 S. m. buchh&ndl. u. a. Ankündigungen. 
Nebst einer Portr.-Taf. u. einer geografisch-statistischen Karte 
des oesterr.-ungarischen Buchhandels. Pr. n. 2 Fl. (S. Anz. 
J. 1881. Nr. 905.) 

Den neuen Jahrgang dieses Adressbuches wird man, u. mit 
Recht, gern willkommen heissen: er ist nett in seinem Aeussem 
u. gut im Innern. Mit augenscheinlicher Sorgsamkeit wacht der 
Herausgeber darüber, dass sein Buch mit den fortschreitenden Be- 
dürfnissen der Leser auch gleichen Schritt halte: überall findet 
man bei einer Tergleichung des neuen Jahrganges mit dessen Vor- 
gängern die bessernde Hand des Herausg/s, überall ist Zuwachs 
bemerkbar. In dem sehr bequem eingerichteten Zeitungs-Adress- 
buche findet man die vorjährige Ziffer von 925 Blättern in 173 
Städten auf 967 Blätter in 181 Städten (von denen Wien 826, 
Budapest 85 u. Prag 84 aufzuweisen hat) angewachsen. S. Oester- 
reich. Buchhändl.-Correspondenz Nr. 33 S. 320. 

[839.] Verlags-Kataloge der Verleger des Deutschen Reiches 
etc. Münster i. W., Adolph Eussell. 1882. gr. Lex. 8®. Bd. II. 
Lief. 2a. Sp. 321—576 & Lief. 4. Sp. 897—1152; Bd. UL 
Lief. 4, Sp. 865-1152; Bd. IV. Lief. 4. VIII, 897—1098; 
Bd. VII. Lief. 3. Sp. 545—800; Bd. IX. Lief. 1. 2 Bll. Sp. 1—288; 
Bd. Xin. Lief. 1. 2B11. Sp. 1—256; Bd. XIV Lief. 3. H. S. & Sp. 
609—790. Pr. ä n. 0,60 Mk. (S. oben Nr. 524.) 

[840.] Nuova Serie Bollettino periodico bimestrale Anno VI. 
Luglio-Agosto 1882. Num. 67 — 68. Libreria antiquaria Gennaro 
Cioffi e figlio. Napoli. — Scelta di Libri antichi e moderni rari 
e curiosi. gr. 8». 1 Bl. 64 S. 1000 Nrr. (S. oben Nr. 670.) 
Hauptsächlich viele ältere u. seltnere Litteratur. 
[841.] Naturwissenschaften. Antiquariats-Katalog Nr. 2 & 3 
von Friedrich Ernst Fehsenfeid üniversitäts- Buchhändler in 
Giessen. Juli. 8^ ä 16 S. Zusammen 1012 Mk. 

Enth.: Naturgeschichte mit Landwirthschaft u. Forstwissen- 






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Litteratur und Miscellen. 321 

scbaft Sr Naturlehre u. Mathematik mit einem Abschnitte über 
Cinchona. 

[842.] Ausgewählte Sagen-Bibliothek. — Volkssagen, Volks- 
märchen, Volksbücher, Volkslieder u. s. w. mit Einschluss der 
altdeutschen Mundarten- u. Sprichwörter-Literatur, vorräthig bei 
Eduard Fischhaber. Beutlingen. 8^. 27 S. 
Für so Manchen gewiss von Interesse. 

[843.] L. Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers Yon 
Caspar Haugg in Augsburg. S^. 1 Bl. 20 S. 417 Nrr. 

Enth. : Litterar. Seltenheiten u. Curiositäten aus yerschiedenen 
Fächern, insbesondere aus der Geschichte yerschiedener Länder u. 
Städte, sowie Bücher mit Holzschnitten u. Kupferstichen. 

[844.] Katalog Nr. 18 des antiquarischen Bücher-Lagers yon 

Ludwig Koch in Hamburg. 8«. 1 Bl. 88 S. 1216 Nrr. (S. 

oben Nr. 49.) 

Grösstentheils Deutsche Litteratur aus yerschiedenen Fächern ; 

am Schlüsse eine ziemliche Anzahl Hamburgensien, Lubecensien u. 

Werke über Schleswig-Holstein. 

[845.] Leo Liepmannssohn Antiquariat und Sortiments-Buch- 
handlung für in- und ausländische Literatur. Berlin. Catalog 
XXIII. — Literarische Sammelwerke. Bibliographie. Literatur- 
und Gelehrtengeschichte. (A. m. Franz. Tit) 8^. 1 BL 57 S. 
1288 Nr. (S. oben Nr. 535.) 

Hauptsächlich Bibliotheken zur Ergänzung ihres leider in den 
betr. Fächern nur allzu lückenhaften Bücherbestandes. 

[846.] Libreria antiquaria di Ermanno Loescher Torino. Ga- 
talogo N. 88. — Belle Lottere Italiane AUa pagina 61 le opere 
di Ariosto— Boccaccio— Dante — Petrarca— Tasso. — Settembre. 
8». 1 Bl. 76 S. 2958 Nrr. 
Der YorL beachtenswerthe Katalog ist aus den yier Nrr. 15 
bis 18 des Loschen „Bulletino periodico di Libri antichi e modemi'^ 
— yon denen die drei ersten Nrr. die Werke, mit Ausschluss der 
auf dem Titel genannten Schriftsteller, in aiphabet. Beihenfolge auf- 
geführt enthalten, u. die yierte ausschliesslich den fQnf Koryphäen 
u. linguistischen Schriften gewidmet ist — zusammengestellt. 

[847.] Bibliotheca Alsatica. Catalogue d'une Gollection 
d'ouyrages sur THistoire, la Topographie et la Litt^rature de 
TAlsace-Lorraine se trouyant ä la librairie J. Noiriel (0. Brand 
successeur) ä Strassbourg. 8^. 33 S. 691 Nrr. 

Deutsche u. Französische Litteratur. 

[848.] Catalogue Nro. 148 & 149 de Liyres rares et curieux 
en yente ä la Librairie J. Scheible. Stuttgart, gr. 8^. 1 Bl. 22 
S. & 1 Bl. 33 S. Zusammen 963 Nrr. 

Enth.: Editions originales, liyres ä figures, curiosit^s littäraires, 

21* 



S22 Litteratur und Miscellen. 

costnmes, fac^ties, pieces historiqoes & Litt^ratare comique et sali- 
rique de tous les peuples. 

[849.] No. 139. Yerzeichniss von Büchern n. Handschriften. 
Neue Erwerbungen des antiquarischen ßücherlagers von J. A. 
Stargardt in Berlin. S«. 2 BIL 30 S. Nahezu 450 Nrr. 
(S. oben Nr. 451.) 

Meist ältere u. seltenere, sowie ausgewählte Bücher. An der 
Spitze eine werthyolle Autographen-Sammlung u. am Schlüsse 
Manuscripte von A. t. Hnmboldt's Hand. 

BlbltothekwlfiwenseliaflU 

[850.] Monthly Notes of the Library Association of the Uni- 
ted Eingdom. Vol. III. (S. oben Nr. 735.) 

£nth. in Nr. 7: Official Notices — A Qerman Librarian on 
our Catalogning Bules (Enth. einige Vorschläge für Zusätze n. 
Nachträge zu den Bules) — List of selected Books in Political 
Economy — Library Notes — Library Catalogues and Beports — 
Notices of Bibliographies -- Boycolting English Sensational No- 
velists (die Bomanlitteratur soll aus Amerikanischen Bibliotheken 
verbannt werden). B. 

BUiliothekenkuiide. 

[851.] S)t« $)anbfdftnften nnb alten 3)TU(te ber ©^mnoftal^Sibltot^t 
SU SrauniSberg. Son bem Sirettot Dr. Otto 9Retner6. S3eilage su 
bem SBetidftt über bai$ AdnigU^ ©pnmaftum ju SSrouniSberg für bie 
i^uliabre 1880—81 unb 1880—82. StouitSberg; gebt, bei ^^Ofnt, 
4«. 20 6. 

Die gegenwärtig »»reichlich 11000 Nrr. in c. 14000 Bdn'' 
enthaltende Bibliothek hat bei Errichtung des Gymnasiums 1811 
den Best der 1626 von den Schweden leider sehr geplünderten 
Bibliothek des früheren Jesuiten-Collegiums als Grundstock über- 
nommen» zu dem 1814 ein für 1500 Thlr. erkaufter grosser Theil 
der an philologischen Büchern sehr reichhaltigen Sammlung des versi 
Professors Erfurdt in Königsberg gekommen ist Von Handschrifen 
finden sich im vorl. Verzeichnisse nur 5, von älteren Drucken 276 
u. ausserdem 23. Braunsberger Drucke aufgeführt. 

[862.] Bulletin of the Boston Pubüc Library. Vol. V. Nr. 
3. (Whole No. 62.) July 1882. Lex. 8^ S. 125—76. (S. 
oben Nr. 642.) 

Enth.» ausser an der Spitze die „Information for Beaders»" 
aus dem II. Quartale die Zuwachsverzeichnisse der: Bates Hall, 
Lower Hall and Brauches, Charlestown Brauch Library» South End 
Brauch Library. 

[853.] * Catalogue and Classified List of the Public Library 
of Springfield (0.) Springfield. S^. VIII, 148 S. 



pt.TTT, 



T.T, 



Litteratur und MiscelleiL 823 

A new departore — the catalogue is alfabeted by authors, 
tbe classified list is alfabetod by titles (biografy by the subjects). 
There are 12 classes with numerous divisions. (Library Journal 
Vol. Vn. Nr. 6. S. 110.) 

[854.] * Works relating to Freemasonry in the reference de- 
partment; the Wigan Free Public Library. By H. Tennyson 
Folkard. Wigan, privately printed. 4^ 32 S. 

About 60 works and articles, the earliest 1737. 

[855.] * Catalogue of the Sunday-School Library of the 
Ist Congregational Church of Winchester (Mass.) Boston. 12*. 
40 S. 

654 Nrr. nu Bemerkungen. 

[856.] Mittheilungen des Vereins für Chemnitzer Geschichte. 
IIL Jahrbuch für 1879—81. Chemnitz, May in Comm, 1882, 
S^. Enth. S 26—81: Katalog der Bibliothek. 

Der Katalog bildet eine Zusammenfassung derjenigen Drucke, 
die bereits in den ersten beiden Jahrbüchem enthalten sind, u. zu 
denen man noch die dort nicht veröffentlichten kleineren Schriften 
u. die in den letzten Jahren durch Kauf, Schenkung oder Tausch 
erworbenen Bücher hinzugefügt hat. Für die Folge soll der neue 
Zuwachs stets als Nachtrag zu diesem Kataloge mitgetheilt werden. 

[857.] Katalog der Handschriften der KönigL öfEientUchen 
Bibliothek zu Dresden. Im Auftrage der Generaldirection der 
Königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft bearbeitet 
Yon Dr. Franz Schnorr von Carolsfeld, K. Bibliothekar. Bd. L 
(Enthaltend die Abtheilungen A — D und F — H.) Leipzig, Teubner. 
gr. 8». XVI, 648 S. Pr. n. 16 Mk. 

Die Veröffentlichung von Handschriftenverzeichnissen ist das« 
was jeder grösseren Bibliothek zunächst u. am meisten Noth thut 
Deshalb ist es auch nur ganz willkommen zu heissen, dass die der 
Dresdner Bibliothek — die von Handschriften einen an Zahl sowohl 
ahs an Werth nicht unerheblichen Vorrath besitzt — vorgesetzte 
Behörde zur Veröffentlichung des Verzeichnisses dieses Vorrathes 
die Anregung gegeben hat Zwar sind über die Dresdner Hand- 
schriften bereits verschiedene Verzeichnisse u. Mittheilungen in 
Druck erschienen — unter den vom Verf. im Vorworte aufgezahl- 
ten 17 theils handschriftl. , theils gedruckten Vorarbeiten für sein 
Werk finden sich 7 DruQ^ce (von Götze 1743—48, Beiske 1798, 
Adelung 1799, Weinart 1802, Ebert 1822, Fleischer 1831, Fal- 
kenstein 1839) angeführt; allein alle diese Drucke betreffen nur 
einzelne, mehr oder weniger umfängliche Abtheilungen des Hand- 
schriftenvoiTaths, u. enthalten kein vollständiges Verzeichniss. Ein 
solches — mit alleinigem Ausschlüsse der Oriental. Handschriften, 
filr welche die Fleischer'sche Arbeit noch als ausreichend angesehen 



324 Litteratur und Miscellen. 

wird — ist erst im vorl. Werke, das aus zwei Bänden bestehen 
soll, dem Publikum dargeboten. Bei Uebemahme der Bearbeitung 
des Werkes musste sich natürlich vor allen dem Verf. die Frage 
aufdrängen, ob er sich f^r seine Arbeit einen eigenen Gang Yor- 
zuzeichnen, oder eines der anderwärts schon vorhandenen Hand- 
schriftenverzeichnisse, zumal eine der Vorarbeiten zum Master dabei 
zu nehmen habe. Nach dem, was der Verf. über die Ebert*8che 
Vorarbeit sagt — er schreibt im Vorworte: „Wie viel meine Ar- 
beit Ebert verdankt, kann ich mit kurzen Worten ausdrücken, in- 
dem ich bekenne, dass mir wenig oder gar nichts zu thon übrig 
geblieben wäre, wenn sich die von ihm herrührenden Vorarbeiten 
über sämmtliche gegenwärtig vorhandene Handschriften erstreckt 
hätten u. nicht bereits eine Zeit von beinahe 50 Jahren seit seinem 
Lebensende vergangen wäre" — hätte man allerdings glauben sollen, 
dass er die sich ebenso durch die erforderliche Genauigkeit, wie 
durch angemessene Kürze in der Verzeichnung einzelner Abthei- 
lungen vortheilhaft empfehlende Ebert'sche Arbeit zum Vorbilde für 
alle Abtheilungen nehmen werde. Allein dies ist nicht der Fall 
gewesen; der Verf. hat ausser da, wo das Ebert'sche Verzeidmiss 
in das vorl. Werk mit herübergenommen worden ist, sonst die 
Ebert'sche Kürze bei seinen Verzeichnungen u. Beschreibungen 
nicht als Muster beachtet, sondern in dieser Hinsicht einer gewissen 
Breite u. zum Theil ganz überflüssiger Ausführlichkeit — ich er- 
wähne nur z. B. aus dem Verzeichnisse der Briefsammlungen S. 212: 
„12) Klemm, Gustav: Dresden 9. Sept. 1862. 12b) Derselbe, ein 
angefangener Brief: ohne Datum. 6 Zeilen''; ist denn Klemm ein 
so berühmter Mann, dass es sich der Mühe lohnt, selbst ein namen- 
loses Brie^agment von ihm besonders mit zu verzeichnenP — 
Baum gegeben, die in Verbindung mit dem mehr als nothwendig 
luxuriösen Drucke darauf von Einfluss gewesen sind, dass das Werk 
zu einem grösseren Umfange, als es bei Beachtung des Ebert'schen 
Musters der Fall gewesen sein vrürde, angewachsen, u. dadurch 
auch sein Preis vertheuert worden ist; was natürlich sehr zu be- 
dauern bleibt, insofern der hohe Preis auf die grössere Verbreitung 
des Werkes u« seine Nutzbarmachung in weiteren Kreisen ohne 
Zweifel nachtheilige Folgen haben muss. — Der vorl. L Band enth. 
die Abtheilungen: A. Theologische Handschriften; B. Theologische 
(warum hier nochmals u. nicht gleich mit unter A?), juristische, 
naturhistorische u. a. H.; C. Brief8ammlung|p, militärische H. u. s. w. 
(das heist Allerlei); D. Griech. u. Bömiscbe Classiker nebst Er- 
läuterungsschriften; E. Zur Geographie, Chronologie, Universal- 
geschichte, Geschichte von Spanien, Frankreich u. Italien; F. Zur 
Geschichte des nördlichen Europas, Polens, Schlesiens u. s. w.; G. 
Zur Deutschen Geschichte. Hieran schliesst sich ein dreifaches 
Begister, nämlich I. ein Personenr., II. ein Ortsr., III. ein B. 



Litteratur und Miscellen. 325 

anonymer unter feststehendem Titel bekannter Bachhandschriften. 
Meiner unmassgeblichen Ansicht nach wäre es wohl besser gewesen, 
diese Begister für den Schluss des ganzen Werkes aufzasparen a. 
mit den dort noch zu gebenden zu verbinden: das Publikum würde 
sich bis dahin schon geduldet haben , zumal da der Verf. die. In- 
angriffiiahme des übrigen Theiles des Eataloges in nahe Aussicht 
gestellt hat. Für die Benutzung des Eataloges würde die Verei- 
nigung der Begister an Einem Orte von entschiedenem Vortheile 
gewesen sein. J. P. 

[858.] Jahres-Bericht über das Königliche Gjmnasium zu 
Eisleben von Ostern 1881 bis Ostern 1882 von Dr. 0. J. Ger- 
hardt, Director etc. Eisleben, Druck von Schneider. 4*^. Enth. 
S. 1 — 38: Ober die Entstehung der Andreas-Btbliothek zu Eis- 
leben, nebst dem Verzeichnis der in derselben vorhandenen alten 
Drucke. Von Gymnasiallehrer B. Westphal. 
Die in dem Hauptthurme der Eislebener St. Andreaskirche 
befindliche, nahezu 1000 Bde enthaltende Bibliothek, ist — schreibt 
der Verf. — wie es scheint, immer nur wenig bekannt gewesen. 
Den Grundstock derselben bildet, sammt einigen aus dem ehema- 
ligen Nonnenkloster, sowie aus dem Besitze Sebastian Eoschka's u. 
Johann Dürr's stammenden Büchern, die vom Eislebener Beformator 
u. Superintendenten an der St Andreaskirche, Caspar Güttel (f 
1542) hinterlassene Bibliothek, die später meist nur durch Ge- 
schenke vermehrt worden ist. Im vorl. Programme finden sich davon 
240 Drucke aus den J. bis 1517 (mit Einschluss einiger Ciassiker- 
ausgaben aus späterer Zeit) gut verzeichnet. 

[859.] Leopoldina. Amtliches Organ der Eaiserlichen Leo- 
poldino-Caroliuischen Deutschen Akademie der Naturforscher hrsg. 
von C. H. Enoblauch. XVII. Heft. Jahrg. 1881. Halle 1881. 
(Engelmann in Leipzig in Gomm.) 4^. Enth. Nr. 19 — 20. 8. 
162—66 & Nr. 21—22. S. 179—82: Bericht über die Ver- 
waltung der Akademie-Bibliothek [in Halle] in dem Zeiträume 
vom September 1880—1881. (Vgl. Anz. J. 1881. Nr. 202 
u. 834.) 

Die Zahl der Gesellschaften, die mit der Akademie im Schrif- 
tenaustausche stehen, hat sich inzwischen von 207 auf 220 erhöht. 
Der Verf. des Berichtes, der Präsident der Akademie, Prof. Dr. 
Enoblauch, versichert, „dass die Bibliothek in dem verflossenen 
Jahre nach allen Seiten hin einen wesentlichen Fortschritt gemacht 
habe, u. dass dieser nicht ein vorübergehender sei, werde stets der 
Gegenstand seiner eifrigsten Bemühungen bleiben. Möchte es 
gegenüber den mannigfachen Opfern, welche die Verwaltung fordere, 
mit der Zeit gelingen, die Bibliothek immer mehr zu einem wesent- 
lichen Factor in dem litterar. Schatze der Naturwissenschafton em- 
porzuheben.^' 



S26 Litteratar und Miscellen. 

[860.] Katalog der Lehrer-Bibliothek des Königlichen Gym- 
nasiums in Insterburg. Zusammengestellt vom Oberlehrer L. Ehr- 
hardt. Beilage zum Programm des Gymnasiums in Insterborg. 
Ostern 1882. Insterburg, Druck von Wilhelmi. 8«. 83 S. 

Systematisch u. fQr die Schulbedürfnisse zweckmässig. 

[861.] Katalog der Lehrerbibliothek des Königl. Gymnasiums 
zu Ostrowo. Druck von Hoflfmann in Ostrowo. 8®. 1 Bl. 39 
S. (Beilage zum Progr. des Gymnasiums, Ostern 1882.) 

Enth. zur grösseren Hälfte Philologica. 

[862.] Das Seitenstettener Evangeliarium des Xn. Jahr- 
hunderts. Mitgetheilt von Alphons Nestlehner Pater ordinis St. 
BenedictL l^t 8 lithographirten Tafeln und 2 Tafeln in Gold- 
und Farbendruck. Berlin, Prüfer, kl. Fol. 2 Bll. 10 Taf. Pr. 
n. 5 Mk. 

Für Kunstfreunde von grossem Interesse. 

[868.] Die Nassauer Drucke der Königlichen Landes» 
bibliothek in Wiesbaden beschrieben von Antonius von der Linde. 
I. 1467—1817. Wiesbaden, Feller & Gecks. Lex. 8». 8 BIL 
543 S. Pr. n. 12 Mk. 

Der Titel dieses mit der grössten Solidität u. Eleganz aus- 
gestatteten Buches stimmt nicht genau mit dem Inhalte. Es finden 
sich darin folg. 11 Druckorte aufgezählt: L Eltvil 1467—1477; 
U. Mariental im ßheingau 1468—1484 ; IH. Ursel 1557—1628; IV. 
Herbom 1585—1817; V. Siegen 1595—1599; VI. Hoechst 1615; 
Vn. Idstein 1704—1769; VIIL Diez 1785—1753 (?); IX. Wies- 
baden 1770 ff.; X. Hadamar; XI. Heddemheim 1546. Bei jedem 
der Orte sind die dem Verf. bekannt gewordenen betr. Drucke 
aufgeführt, resp. Notizen über deren Drucker gegeben. In Betreff 
von Eltvil schreibt der Verf. gleich zu Anfang: „Das ehemals kur- 
mainzische Eltvil, wo noch zur Lebenszeit u. zwar mit den Lettern 
des Erfinders der Typographie gedruckt worden ist, kann hier 
blos fiüchtig erwähnt werden, denn die betreffenden Bücherschätze 
fehlen uns gänzlich.^' Mau sieht, dass der Verf. mehr giebt, als 
was man dem Titel nach im Buche zu erwarten hat; und so ist es 
an vielen anderen Orten im Buche. Das Mehr schadet jedoch der 
guten Sache nichts. Der dem Verf. eigene Bienenfieiss hat nicht 
blos aus den Schätzen der Landesbibliothek, sondern auch ans 
anderen Quellen eine Masse werthvollen Materiales zusammen- 
zubringen u. dasselbe zu einer Art urkundlichen Geschichte sämmt- 
lieber Buchdruckereien derjenigen Landestheile, welche seit 1815 
das Herzogthum Nassau gebildet haben, zu gestalten gewusst. Das 
aus der Landesbibliothek entnommene Material ist mit der grössten 
bibliographischen Genauigkeit behandelt. Von ganz besonderem 
Interesse für die Nassauer Gelehrtengeschichte ist diQ hier zum 



V ■ 



Litteratur und Miscellen. 327 

ersten Mal zum Abdruck gelangte „Matricula stadiosorum Scholae 
Herbornensis (1584—1726." J. P. 

Es ist nicht das erste Mal, dass „Die Nassauer Drucke'' 
Gegenstand gelehrter Bearbeitung werden. Schon der Verf. der 
,,Geschichte der Buchdruckerkunst durch Joh. Gensfleisch, gen. 
Gutenberg zu Mainz'* (Mainz 1830) hatte ihnen zwei Jahre nach 
Abfassung seines Werkes in dem vom Nassauischen Geschichts- 
schreiber Vogel mit Zusätzen versehenen Aufsatze über „Die erste 
Verbreitung der Buchdruckerkunst im Herzogthum Nassau" (Annalen 
d. Vereins f. Nassau. Alterthumskde u. Geschichtsforschg; Wies- 
baden 1884. I, 2, 49 ff.) seine Aufmerksamkeit zugewendet. Später 
waren es die Oberurseier Drucke allein, welche der Reihe nach 
den Secretair des gen. Vereins Dr. Bossel, den Frankfurter Buch- 
li&ndler £. Kelchner u. den Nachfolger BossePs im Secretariate in 
mehr oder minder ausführlichen Veröffentlichungen beschäftigten; 
vrgl. Annalen VI, 392 ff. u. VIT, 1, 268 ff: v. J. 1862; VII, 2, 
255 f. V. J. 1864 u. Serapeum XXIX (Leipzig, 1868). Indess, 
wie manchen Dank man auch diesen Versuchen schuldet u. wie 
vielfache Handleitung sie unverkennbar dem vorl. Bde dieser neuen 
Leistung auf dem gleichen Gebiete boten, sie werden von letzerer 
soviel überragt, als der „Gutenberg" des gleichen Verf. das Schaab- 
sche Werk desselben Inhalts übertrifft, oder, was ungeföhr dasselbe 
ist, als die Arbeit des überlegenen Fachmannes diejenige wohl- 
meinender blosser Liebhaber des Faches hinter sich lässt; denn 
V. d. Linde hat hier ein allen Ansprüchen heutiger Wissenschaft 
gerechtes bibliographisches Urkundenbuch Nassau's zu schaffen be- 
gonnen, das geradezu die Bedeutung einer abschliessenden Leistung 
auf diesem Gebiete beansprucht. Freilich umfasst weder der vor- 
liegende 1. Bd, noch wird der in Aussicht genommene 2. die ge- 
sammten Nassauer Drucke umfassen; vielmehr beschränken sich 
beide auf „die Nass. Drucke der Wiesbadener Landesbibliothek'' 
Q. die dem Verf., wie das Buch in erwünschter üeberschreitung 
seines Titels zeigt, sonst innerhalb des kleinen Landes erreichbar 
gewesenen. Aber sagten wir darum auch nach dieser Seite hin, 
dass ein Nass. bibliogr. Urkundenbuch zu schaffen begonnen sei, 
80 ist doch, was nun noch zu leisten bleibt, verschwindend gering 
gegenüber dem Geleisteten, und hat färs andere an diesem so sehr 
seine ein für alle Mal fertige Grundlage u. sein nicht zu über- 
treffendes Vorbild, dass es gewissermaassen nur noch der mechanischen 
Einstellung des kleinen Bücherrestes in die bereits vorgesehenen 
Gefache bedarf. Das in diesem Buche Gebotene zerfallt in 11 dem 
Wesen der Sache nach sehr ungleiche Abschnitte, indem der Zeit- 
folge gemäss die Drucke der Pressen zu Eltvil v. 1467 — 77, 
Mariental 1468-84, Oberursel 1557—1623, Herborn 1585— 1817, 
Siegen 1595—99, Hoechst 1615, Idstein 1704—69, Diez 1785 



•■1 



328 Litteratur and Miscellen. 

—53, Wiesbaden 1770 ff., Hadamar (19. Jahrhdt) u. Heddern- 
heim 1546 unter der obigen Beschränkung vorgeführt oder doch, 
wie bei Idstein u. Wiesbaden, eingeleitet werden. Letzteres ge- 
schieht dadurch, dass der Aufzählung der Drucke je eines Ortes 
«ine sorgfaltig aus den vorhandenen gedruckten u. noch mehr nn- 
gedruckten Quellen geschöpfte Geschichte der betreffenden Druckereien 
vorangestellt wird. Muss hierbei auch manches Bekannte der Voll- 
ständigkeit wegen wiederholt werden u. ist namentlich der Faden, 
an dem alles aufgereiht wird, alt, so fiberwiegt doch das bei- 
gebrachte Neue das Alte bei weitem, zu geschweigen, dass letseteres 
hin und wieder Berichtigungen erfahrt. Eine Glanzleistung in 
dieser Hinsicht bildet der Abschnitt über Herbom, der überdies 
^/5 des Buches ausmacht. Hier empföngt man einen vollständig 
neuen ürkundenbericht, der ein um so höheres Interesse erheischt, 
je kunstvoller er aus den, wie man ahnt, berghohen Acten des 
Wiesbadener Staatsarchivs, u., wo thunlich, mit deren eigenen 
Worten herausgearbeitet ist, u. je Bemerkenswertheres er in dnick- 
u. sittengeschichtlicher Hinsicht zu melden hat, — eine Eigen- 
schaft die ihn allein schon zu einem hervorragenden Beitrage lur 
Geschichte des Buchdrucks macht. Dass gleichzeitig bei Herbom 
der Dissertationen u. Drucker wegen die Matrikel „der hohen 
Schule'^ eingerückt wird, verzehnfacht den Werth dieses Abschnittes 
für den, der da weiss, was ein solcher Beitrag zur Geschichte der 
höheren Schulen bedeutet, u. was es namentlich für Herbom be- 
sagen will, dessen Bedeutung als wirkliche Universität damaligen 
Stils — denn welche alte Universität war nicht „akademisches 
Gymnasium^' gemäss den Ergebnissen heutiger Forschung? — bis 
dahin noch Niemand gewürdigt hat. Was übrigens von dem ge- 
schichtlichen Vorberichte über Herborner Druckereien gilt, ist be- 
züglich der Neuheit ebenso von denen über die Hoechster, Idsteiner, 
Diezer, Wiesbadener u. Hadamarer zu sagen, wie ihnen denn aach 
der gleiche Fleiss u. Geist des Verf. zu Theil ward. Was nun 
die eigentlich katalogische Arbeit des Buches anlangt, so bestimmt 
diese in dem gleichen Verhältnisse den Kern der Verdienste des 
Verf., als sie den Kern der Gesammtleistung ausmacht. Mit Aas- 
nahme der beiden ersten Seiten über „EltvU'' u. „Mariental" n. 
des letzten über „Heddernheim'' darf man das Uebrige dieser Gattong 
eine vollständige Neuschöpfung nennen. Das gilt zunächst von 
der Art der Vorführung der Oberurseier, Herbom-Siegener u. Dieser 
Drucke. Denn diese werden zum ersten Male hier unter dem (Ge- 
sichtspunkte behandelt, „dass auch Büchertitel (besonders kultor- 
geschichtliche) Urkunden sind'* (S. 4.), also ihrer ganzen Aus- 
dehnung nach zum Abdrucke kommen müssen u. unter ihrer hier 
durch Querstriche, wie gewöhnlich, kenntlich gemachten Wörter- 
gruppirung. Sodann aber werden dieselben ebenfalls sam ersten 



.«"■ 



Litteratur und Miscellen. 329 

Male, mit Ausnabme der 71 Oberurseier, aus den Quellen vorge- 
führt, — eine mühselige Arbeit an sich, ungleich mühseliger noch, 
wenn man bedenkt, dass ein nicht kleiner Theil der 1980 Her- 
bomer Drucke aus ungeordneten, dazu auf Speicherräumen lagern- 
den Haufen auszulesen war. Freilich weiss man nun auch, „dass 
die Bücherkunde in den Messkatalogen auf morschem Boden steht u. 
diese zu einem „ „Kultui'bilde^' '* durchaus ungenügend sind^' (8. 6). 
Denn der Verf. beweist in zwei eigenen, von der peinlichsten u. 
mühevollsten Sorgfalt zeugenden Zusammenstellungen (S. 5 ff. u. 
498 — 504), dass G. Schwetschke's „Codex nundinarius Germaniae 
literatae bisecularis" von den Oberurseier Drucken nur 170 ver- 
zeichnet hat, während 337 (nach Kelchner) vorhanden sind, u. dass 
das nämliche Werk von den bereits erwähnten 1980 Herborner 
Druckwerken, wenn wir richtig zählten, gar nur 678 kennt, im 
Ganzen also von nicht weniger als 1307 Drucken nichts weiss, 
und doch hat es v. d. Linde in vornehmer Bescheidenheit dem 
Leser allein überlassen, dies überraschende u., wie wir denken, 
nichts weniger als geringfügige Ergebniss selber zu formoliren, wie 
er denn überhaupt mit Worten kargt, wo er dem Leser einen 
Dienst zu ihun hätte, der ihn zwänge, etwas von seinem Verdienst 
in Worten zu fassen. Grund genug fOr uns, dies hier besonders 
hervorzuheben, damit es nicht übersehen, und durch unsere Unter- 
lassung der bibliographischen Forschung möglicherweise der An- 
trieb vorenthalten bliebe, nach dieser Seitö hin weitere Unter- 
suchungen im Interesse der Bibliographie wie der Kulturgeschichte 
anzustellen. Dieselbe prunklose Art tritt uns in den zahlreichen 
Anmerkungen und Nachträgen bibliographischen und kultur- 
geschichtlichen Inhalts zu den derselben benöthigt erscheinenden 
einzelnen Nummern seines Kataloges entgegen, in jeder das 
stille Zeugniss von der gewissenhaften Uebung des, wenn Einem, 
dem Bibliographen zur Pflicht gemachten „in studiis nil parvum'S 
wie von dem umfassenden Wissen u. Geiste des Verfassers. Selbst 
die Illustration ist an ihrem Orte nicht vergessen. Wie S. 26 ff. 
die Facsimiles von drei Varianten der Druckerzeichen des berühm- 
testen Nass. Druckers Corvinus zur Darstellung kommen, so erhält 
man S. 200 die Probe einer Kupferplatte aus J. D. Leer's Flora 
von 1775. Endlich ist ein fQr den Gebrauch des Kataloges der 
Herborner Drucke schon um der verschiedenen Nachträge willen 
sehr willkommenes Register nicht zu vergessen, von dem die Ver- 
zeichnisse der übrigen Drucke nur darum ausgeschlossen scheinen, 
weil sie bei ihrer Geringfügigkeit (78 Nrr.) an der ihnen ge- 
gebenen alphabetischen Ordnung des Begisters genug haben. 
Wünschen wir zum Schlüsse, dass dem Verf. für so vieles Ver- 
dienst der volle Lohn werde, uns aber der zweite Band seiner 
musterhaften Arbeit 

Miltenberg. L. Conrady. 



330 Lltteratur und Miscellen. 

[864.] Zugangs- Verzcichniss der Königlichen üniTersitäts- 
Bibliuthek Wurzburg für die Jahre 1880 und 1881. Würzbarg, 
Thein'ßche Druckerei. 1882. 4<>. 2 Bll. 71 S. 

lieber die Zweckmassigkeit der Verdffentlichnng Yon BibL« 
Zuwachsverzeichnissen ist man so ziemlich einig, nnr noch nicht 
über die Form und firscheinungsweise derselben, hinsichtlich deren 
Verschiedenheit herrscht. Dieselbe schadet indessen nicht yiel, 
weil die einzelnen Verzeichnisse in der Hauptsache für verschiedene 
Leserkreise bestimmt sind. Im vorL Verzeichnisse findet sich der 
Zuwachs (c. 3000 Nrr.) mit möglich kurzer, meist nur eine Zeile 
einnehmender Titelangabe unter 10 wissenschafü. Rubriken auf- 
geführt. 

[865.] Festgabe zur Dritten Säcularfeier der Julios-Maxi- 

milians-Universitat zu Würzburg dargebracht von G. Gramich, 

H. Haupt, E. K. Müller Beamten der K. Üniversitäts-Bibliothek. 

Würzburg, Stuber. gr. 8<>. 2 Bll. 53, 60, 70 S. Pr. n. 5 Mk. 

Enthält folg. drei auch in Separatdruck erschienene Schriften: 

Eine Griechische Schrift über Seekrieg zum ersten Male [ans dem 

Codex Ambrosianus] herausgegeben und untersucht von K. K. 

Müller — Die religiösen Sekten in Franken Yor der Beformaticm 

von H. Haupt — Verfassung und Verwaltung der Stadt Wünsburg 

vom 13. bis 15. Jahrhundert. Mit Urkunden. Von V. Gramich. 

[866.] * Gatalogue des livres imprim^ de la Biblioth^ae 
des Avocats ä la Cour d'appel de Paris. Tom II. Sciences et 
Arts, Belles-Lettres et Histoire. Paris, Pedone-Lauriel. 8^. 2 BIL 
555 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 397.) 

[867.] La BibliotecH municipal de Paris, por Ernesto Quesada. 

Enth. in: Nueva Revista de Buenos Aires dirigida por V. S. 

Quesada y E. Quesada. Ano II. Tom. IV. Entr. 16. Buenos 

Aires, gr. 8». S. 650—92. 

Der Verf. hat bei seinem Aufenthalte in Europa 1880 natür- 
lich die Gelegenheit zum Besuche von Paris „una de esas grades 
ciudades que ofrecen anchisimo campo ä las investigaciones de los 
estudiosos; la atencion se y6 solicitada por tan multiples coaas, 
que es en extremo dificil la eleccion" nicht unbenutzt gelaasen. 
„Habiame prospuesto conocer'', schreibt er darüber, „en cuanto 
de mi dependiera, las numerosas bibliotecas de aquella capital, 
estudiandolas bajo el punto de vista biblioteconömico. Mis gustos 
me indicaban esos estudios, y ini larga practica en la Biblioteca 
Publica de esta ciudad, ya como secretario ya como director interino, 
me facilitaba grandemente la tarea.'* Im vorl. Artikel giebt der 
Verf. einen Bericht über seinen Besuch der Stadtbibliothek. Der- 
selbe zerfallt in zwei Abschnitte, von denen der erste „El Hotel 
Camavalct y Mad. de Sevigne*' von dem Lokal handelt, in welchem 



t- 



Litteratar and Miscellen. 



331 



die Bibliothek untergebracht ist, n. das vormals der Mme de 
Sevign^ als Wohnsitz gedient hat, wogegen der zweite „La Bi- 
blioteca del Municipio** selbst betrifft, die dem Verf. in der v. Mon- 
taiglon*8chen Schrift über die Bibliographie n. Classifikation öffent- 
licher Bibliotheken „como modele biblioteconömico'^ empfohlen war. 

[868.] * Notice sur les anciens catalogaes des livrcs imprim^s 
de la Biblioth^ue du Bei; par Lipoid Delisie, directeor de la 
Biblioth^ue nationale, etc. [Extrait de la Biblioth^que de 
l'Ecole des Ghartes, t. .43. 1882.] Paris, Champion. 8^ 39 S. 

[869.] * Statute della Biblioteca popolare circolante di Coenzo. 
Farma, Ferrari e Pellegrini. 16<>. 16 S. 

[870.] * De fide Codicis Veronensis cum recensione Victoriana 
comparati. Dissertatio inauguralis ed. Wilh. Jung. Hannoverae. 
(Qöttingen, Yandenhoeck & Buprecht.) 1881. gr. 8^ 48 S. 
Pr. n. 1,20 Mk. 

[871.] Kongl. Biblioteketa Handlingar. 4. Arsberättelse fdr är 
1881. Bibliografi: Sverige tili fremmande magter 2: 1659—1700. 
Stockholm, Central-Tryckeriefc. gr. 8«. 1 Bl. 11 S. & 1 Bl. 
173—284 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1170.) 

Der, wie gewöhnlich, an die Spitze gestellte, dem Könige 
überreichte Jahresbericht des Vorstandes der Bibliothek G.E. Klemming 
giebt eine gedrängte Darstellung von dem umfange der Benutzung 
n. Vermehrung der Bibliothek, sowie der speziellen Thätigkeit der 
einzelnen Bibliotheksbeamten. Und in dem Anhange, welcher den 
Hauptbcstandtheil des vorl. Heftes ausmacht^ findet sich die Fort- 
setzung der im letzten Jahresberichte begonnenen bibliographischen 
Uebersicht von der reichhaltigen, der Bibliothek gehörigen Samm- 
lung von Flug- u. dergl. a. Schriften über Schwedens Beziehungen 
zu den auswärtigen Mächten. Die in dieser Fortsetzung verzeich- 
neten Schriften betreffen die volle für das Land sehr wohlthätige 
Begierungszeit des Königs Karl XI, sowie den Anfang der Regent- 
schaft KarFs XII. 

[872.] * fiotalog ber größeren StabtbibliotH in Soflngen. SBierter 
Ka*trag: »pril 1882. Sopngcn, Mingict'f*c »u^brud. 8«. 2 fflü. 
30 6. (®. Slnj. 3. 1880. ©. 1^5.) 

r 

PriTatbibllotlieken. 

9 

[873.] No. 59. A rough List of the valnable and rare Books 
from the Blenheim Palace Library: Sunderland Oollection, Re- 
moved from Oxfordshire, on sale by Bemaid Quaritch. London. 
August gr. 8«. 52 S, 692 Nrr. (S. oben Nr. 759.) 

Namentlich viele altklassische Litteratur, darunter ein Vindelin 
de Spira'scher Perg.-Druck des Livins (Venedig 1470) t £ 800. 
— Am Schlüsse finden sich noch einige Bflcher aus den nach- 



-■|n 



332 Litteratur und Miscellen. 

gelassenen Sammlangen von William CoUett, Rector in Hawstead 
(Suffolk), General Alex. Stewart Allan u. von W. Maxwell, Esq. 

[874.] No. 58. A rough List of the valuable and rare Bocks 
from the Hamilton Palace Library: Beckford OoUection, removed 
from Scotland, on sale by Bemard Qaaritch. London. July. gr. 8^ 
48 S. 787 S. (S. oben Nr. 759.) 

Finden sich im vorl. Verzeichnisse auch keine ClmeUen tl 
Seltenheiten ersten Banges, wie unter den aus der Sunderland*scben 
Bibliothek stammenden Büchern im Q.'schen Verzeichnisse Nr. 54 
(s. oben Nr. 283), so gehören doch die in Nr. 58 verzeichneten 
Werke fast sämmtlich zu der Classe der ausgewählteren u. werth- 
volleren. 

[875.] Bibliotheca theologica. — 137 & 138. Bibliothek des 
Prälaten, Professor Dr. Berlage in Mfinster. I. — ü. Theil. 
Catalog des Antiquarischen Bücherlagers von M. Lempertz' An- 
tiquariat. (P. Hanstein) in Bonn. Theologie. 8®. 1 Tit.- o. 
1—55 & 1 Tit.. u. 56—110 8. (8. oben Nr. 256.) 

C. 3300 Nrr., meist Catholica, in aiphabet. Ordnung. 

[876. J Nr. 343. Catalogue of Works on Music, Songs, Games, 
Spors; Military and Naval Sciences, Law, Diplomacy, Trade, and 
Proverbs. Offered for Cash by Bemard Quaritch. London. 
August. 8». 1 BL 785—864 S. 8394—9472 Nrr. (S. oben 
Nr. 358.) 

Den werthvoUsten Bestandtheil des Kataloges bildet der Ab- 
schnitt „History of Music, Works on Sacred, Instrumental, and 
Populär Music; National Songs, Ghristmas Cards, Ballads, & Booka 
of Dance-Music; from the library of Carl Engel, the celebrated 
Musical Antiquary. 

[877.] Verzeichnifs der von Dr. phil. A. Levi dahier nach- 
gelassenen Bibliothek nebst mehreren anderen werthvoUen Bücher- 
sammlungen und einer grösseren Anzahl Francofurtensien. Frank- 
furt a. Main, Ludolph St Goar. 8^ 1 Bl. 81 S. 2003 Nrr. 
(Auct. 18. Septbr.) 
Hauptsächlich Geschichte u. Geographie, Schöne Wissenschaften 
u. Künste, Philologie etc. 

[878.] Nr. 8—9, Catalogo di Opuscoli d'Arte e Storia, la 
maggior parte per Nozze, in piccolo numero di esemplari, molti 
dei quali con dedica autografa, facenti parte della Libreria del 
fu Cav. Giuseppe Palagi, distinto filologo. Pari 1 — 2. Firenze, 
Franchi e C. Luglio & Agosto. gr. 8^ ä 32 S. Zusammen 
1811 Nrr. 

Besonders beachtenswerth, weil die Hochzeitsschriften in der 
Segel nicht in den Handel kommen u. desshalb selten sind. 



"It ""l ? 



Litteratur und Miscellen. 333 

[879.] gWitt^eilunflcn be3 SetcinS für ®ef4i*tc bct Scutf^cn in 
»ö$men. Sieb. t). 64Icrmgcr. ga^rg. XX. «ßrafl. (Seipjig, JBtods 
^aug.) gr. 8«. (Snt^. ipft. 3. ©. 193—211: 3)ic SRofenberg'fcfec 
»ibliot^e! unb 9BcnjcI. »fejan. Dr. K. K. 

[880.] Bibliotheca Sdüeideniana. No. 53. Antiquarischer 
Katalog von Isaac St. Goar Buchhändler in Frankfurt a. M. — 
Botanik. Enthält die botanische Abtheilung der Bibliothek des 
Staatsrath, Professor M. J. Schieiden. S^. 1 Bl. 54 S. 
1417 Nrr. 
Litteratur von u. über Schieiden; Publikationen gelehrter Ge- 
sellschafton; Zeitschiifben ; Botanische Werke u. Monographien mit 
Verwandtem; Forst- u. Landwirthschaft , 

[881.] S. Glogau & Co. Leipzig Oatalog Nr. 7 des Anti- 
quarischen Bücher-Lagers Enthaltend eine reiche Auswahl vor- 
züglicher Werke u. And. die Bibliothek des f Professors Dr. G. 
Theodor Wagner, Directors der Bealschule zu Leipzig. Femer die 
neuesten Erscheinungen bis 1882 aus allen Fächern der Literatur 
in deutsch., englisch., französisch, und italienischer Sprache. 8^. 
1 BL 79 S. 3438 Nrr. 

Grösstentheils neuere Litteratur. 

Abdrücke ans Bibl^-Handsclirllton* 

[882.] * La Monadologie de Leibniz, publik d*aprds les ma- 
nuscrits de la Biblioth^ue de Hannovre avec introduction, notes 
et Supplements par Henri Lachelier. Paris, Hachette. 1881. 
kl. 8«. 98 S. 

Eine niedliche n. elegante Ausgabe, wohl vorzugsweise für den 
Gebrauch in der sogenannten „philosoph. Classe'' an den Franz. Lyceen 
bestimmt. S. Literar. Centralbl. 1882. Nr. 35. Sp. 1180—81. 

[883.] 3)entmal 2Si>^Ann äßindeltnann*^. — Eine ungekrönte 
Preisschrift Johann Gottfried Herder*s aus dem Jahre 1778. 
Nach der Kasseler Handschrift zum ersten Male herausgegeben 
und mit literarhistorischer Einleitung versehen Von Dr. Albert 
Duncker, Erstem Bibliothekar der Ständischen Landesbibliothek 
zu Kässei. Kassel, Kay. gr. 8^. 2 Ell. XXXV, 61 S. Pr. 
n. 2,50 Mk. 

Die Preisschrift betrifft die 1777 von der Fürst!. Akademie 
der Alterthümer zu Kassel gestellte Preisaufgabe: „L*£loge de 
Mr. Winckelmann, dans lequel on fera entrer le point oü il a 
trouvä la Science des Antiquitds, et ä quel point il Ta laissöe. 

[884.] Magistri Petri Poponis CoUoquia de Scholis Herbi- 
polensibus. Ein Beitrag zur Vorgeschichte der Würzburger Hoch- 
schule als Festgabe zu deren dreihunderijährigem Jubiläum aus 



334 Litteratur und Miscellen. 

einer Handschrift des XV. Jahrhunderts erstmals heraosgegeben 
von Dr. Georg Schlepps, kgl. Studienlehrer am humanit. Gym- 
nasium zu Würzburg. Würzbnrg, Stubor. gr. 8^ 35 S. Pr. 
n. 1,50 Mk. 

Die Handschrift gehört (Jer Münchner Hof- u. Staatsbibliothek. 

[885.] * Las sept Discours touchant les Dames galantes du 
Sieur de Brantöme, publik sur les manuscrits de la Biblioth^ue 
nationale par Henri Bouchot. Dessins d'Edouard de Beaumont, 
graves par £. Boilvin. Edition Jouaust. Tom. II. Paria, Libr. 
des Bibliophües. 16«. 267 S. m. 4 Kpfrn. (S. oben Nr. 761.) 

[886]. * Memoire des Ahoses plus notables advenues en ]fL 
province de Champagne (1585 — 1598), publik sur le manascrit 
de la Bibliothäque nationale, avec une Introduction et des notes, 
par G. H^relle, professeur de pbilos. au Ijcee d'Evreux. Beims, 
imp. Monce. 8^ 228 S. 

[887.] '*' Mömoires de Nicolas Goulas, gentilhomme ordinaire 
de la chambre du Duo d*Orl^ns, publik pour la premi^re Ms 
d^apr^s le manuscrit original de la Bibliothdque nationale, pour 
la Societe de l'Histoire de France; par Charles Constant. Toul 
III. Paris, Loones. 8^ XXIV, 508 8. Pr. 9 Fr. (S. Anz. 
J. 1880. Nr. 551.) 

[888.] Aiol et Mirabel und Elle de Saint Gille Zwei ali- 
französische Heldengedichte mit Anmerkungen und Glossar und 
einem Anhang: Die Fragmente des mittelniederländischen Aiol 
herausgegeben von Prof. Dr. J. Verdam in Amsterdam. Zum 
ersten mal herausgegeben von Dr. Wendelin Foerster Professor 
der Bomanischen Philologie a. d. Univ. Bonn. Heilbronn, Gebr. 
Henninger. 1876—82. 80. 4 Bll. LVI S. & 1 Bl. 629 S. 
Pr. n. 21 Mk. (S. Anz. J. 1876. Nr. 89.) 

Aus der Handschrift der Pariser Nationalbibliothek. 

[889.] '*' Monumenta tachygraphica Codicis Parisiensis Latini 
2718, transcripsit, adnotavit, edidit Guil. Schmitz. Fase. I, 
formulas et capitulare Ludovici Pii Aquisgranense continens. 
Adjectae sunt XXU tabulae phototypae notarum tironianarom 
simulacra exhibentes. Hannover, Hahn. gr. 4^. YIII, 50 S. 
Pr. n. 10 Mk. 

[890.] * Anecdota Oxoniensia. Text, documents, and extracts 
chiefly from manuscripts in the Bodleyan and other Oxford Li- 
braries. [A. u. d. Tit.: Aryan Series. Vol. I. part 1. Bud- 
dhist Texte from Japan. Edited by F. Max Müller, M. A.] Ox- 
ford, Clarendon press. 1881. 4®. 46 S. m. 4 Taf. 

Hierüber s. Liter. Centralbl. 1882. Nr. 32. Sp. 1075- 76. 

[891.] * La Bebellamentu di Siehilia. Codice della Biblioteca 



(r."J 



Litteratur und Miscellen. 335 

Nazionale di Palermo, ora per la prima volta pabblicato con un 
fac-simile, per cura e con note del Eettore Comm. Dott. Filippo 
Evola. Palermo, tip. Lao. 16^ XI, 116 S. Mit Anhang XII S. 
(Nnr 200 numer. Exempl., nicht im Handel) 

[892.] Islendzk ^ventyri Isländische Novellen und Märchen 
herausgegeben von Hugo Gering. I. Band. Text. Halle, Buch- 
handl. d. Waisenhauses. 8<>. XXXVIII, 315 8. Pr. n. 5,40 Mk. 

Aus Eopenhagener (Arnamagn.) u. Stockholmer Handschriften. 

[893.] * Le Livre de Marco Polo, fac-similä d'nn manuscrit 
du XIYe si^le conservä ä la Bibliothdque royale de Stockholm 
(Stockholm, 1882, in 4^); par Leopold Delisle; [Extrait de la 
Bibliothdque de l'Ecole des chartes. t. 43, 1882.] Nogent-le- 
Eotrou. 8^ 10 S. (S. oben Nr. 766.) 

[894.] Aus Bonn ist der a. ord. Professor der Philosophie Dr. 
Schaarschmidt, unter Belassung seines Amtes, zugleich zum Biblio- 
thekar der Universitätsbibliothek ernannt worden. 

[Ö96.] Aus Brüssel soll nächstens erscheinen „Bibliographie 
g^n^rale de TAstronomie ou Catalogue m^thodique des ouvrages, 
des m^moires et des observations astronomiques publik depuis i'ori- 
gine de Timprimene jusqu'en 1880 par J. C. Houzeau, directeur 
de Tobservatoire royal de Bruxelles, et A. Lancaster, biblioth^caire 
de cet Etablissement" (Pr. ä Bog. 25 PI) In dem darüber aus- 
gegebenen Prospecte u. Spedmen, welches jedenfalls eine vortreff- 
liche Arbeit erwarten lässt, schreiben die Herausg.: „Personne ne 
met en question l'atilitE d'une bibliographie g^nörale de Tastrono- 
mie, renfermant non-seulement les ouvrages publik söparöment, 
mais aussi les m^moires et notices ins^res dans les revues ou jour- 
oaux, ainsi que dans les collections acadämiques. Ce travail, de-* 
venu en quelque sorte indispensable pour le progrte ult^rieur des 
Etudes, fait Tobjet des voeux des astronomes de tous les pays. II 
a ^ en projet, de diffirents cOtäs, depuis plurieurs ann^; il 
a mdme re9u un commencement d*ex6cution en ce qui touche cer-* 
tains objets sp^iaux, tels que les catalogues d*Etoiles par Knobel, 
les ndbuleuses et les passages de Mercure par Holden. Nous 
Tavons entrepris, de notre cötE, dans le sens le plus large; nos 
mat^riaux sont räunis et presque entiörement dassfe; il ne nous 
faut plus que quelques mois pour achever de les mettre en ordre'"). 

[896.] Aus Cincinnati: W. P. Poole's report on the pro- 
gress of library architecture, made to the American Library Asso- 



*) Der n. Band davon ist bereits erschienen (LXXXIX S. u. 2225 
Sp. Pr. 40 Fr.) Der L Band folgt spater. 

22 



'ra 



386 Litteratar and Miscellen. 

ciation at Cincinhati in May, has boon printed in pampblet form. 
„It is outspoken/' says The Nation, „in condemnation of the 
library building began in Baltimore by Enoch Pratt for his noble 
fondation. The architect had taken the advice of no praciical 
librarian, and had read none of the recent debatea and papers on 
library constniction/' 

(PubUßhers* Weekly. Vol. XXIL Nr. 5. S. 144.) 

[897.] Ans Donauwörth erscheint seit einer Beihe von 
Jahren ein „Literatnrblatt für katholische Erzieher. Herausgegeben 
vom katholischen Pädagoginm. Redakt.: L. Auer, Direktor. (Bnch- 
handl. des kathol. Erziehongsvereins. Jährl. 12 Nrr. in 4®. Fr. 2 
Mk.)/' worin sich die betr. neuesten Schriften unter wissenschaft- 
lichen Bubriken, dem Titel nach verzeichnet u. kurz besprochen, 
zusammengestellt finden. Die Besprechungen sind zweckmässig o. 
gut, u. verrathen keine confessionelle Färbung. Den Schluss des 
Blattes bilden Anzeigen der Buchhandlung ?on Novitäten sowohl 
als Antiquarüs katholischer Litteratur. 

[898.] Aus London sind dem Britischen Museum, dem 
letztausgegebenen Berichte zufolge, einige sehr schätzbare Erwer- 
bungen zu Theil geworden: 

A detailed account of Central Asia, written in Chinese, and 
comprised in twenty-eight yolumes, was added during the past 
year. A coUection of early Gcrman Bibles has been acquired, in- 
eluding several older than Luther's, which was formerly supposed 
to be the first in the language. Among the English books is a 
copy of Popows Spistles, in which appears the character of Atossa 
(the Duchess of Marlborough), for the suppression of which it is 
Said Pope received S 1,000. A French translation of Dr. John- 
8on*8 ^Rasselas* contains, written by the translator, a comparison 
between this work and Voltaire's ^Candide', about as Singular a 
parallel as conld be imagined. Among the manuscripts and docu- 
ments acquired are: — The 'Final Concord relating to Property 
at Stratford-on-Avon, and elsewhere, formerly belonging to Wil- 
liam Shakespear, 1650*; the Journal of the Surgeon who accom- 
panied Captain Cook in his famous yoyage to the South Seas; and 
six Tolumes of Gilbert White's Naturalist^s Journal, in addition to 
fourteen letters from the genial incumbent of Seiborne to the Hon. 
Daines Barrington between 1769 and 1773. 

(Publishers' Circular Nr. 1077. S. 656.) 

[899.] Aus London hat das Britische Museum kürzlich eine 
sehr wichtige Sammlung Orientalischer Mss. erworben. Dieselbe 
besteht aus: „188 vols., more or less, containing 1. Arabic Com- 
mentaries of üie Bible, with the Hebrew text written by Earaite 
Jews, 2. Liturgies and Hymns both of the Karaites and the Bab- 



_i'»" 

r^,.- 



Litteratur und Miscellen. 837 

biijic JewSy 3. Karaite Polemical Treatises, and 4. Grammatical, 
Lexicographical, and Philosophical Treatises/' 

(Publishers' Circular Nr. 1076. S. 617.) 

[900.] Aus London ist am 3. Juli der Bibliothekar am 
Britischen Museum, Dr. Ernst Haas, 48 Jahr alt, gestorben. 

[901.] Aus London berichtet: „Publishers' Circular" Nr. 
1078. S. 698: „Another famous library is to be dispersed. The 
books and Mss. at Towneley Hall., Lancashire, are to be sold by 
auction in London. The transcripts made by Christopher Towneley 
in the XYII. Century have proved a mine of information for the 
antiquaries and historians of later generations. The Towneley 
library is, in fact, a memorial of one of the most notable families 
that Lancäshire has prodoced." 

[902.] Aus London ist jüngst eine „kuriose Specialbiblio- 
thek^' — die von dem kürzlich verstorbenen Engländer Bragge ge- 
sammelte Tabaksbibliothek, worin fost alles enthalten, was bis- 
her über Tabak geschrieben u. gedruckt worden ist — - unter den 
Hammer gekommen. Droissig Jahre hatte der Besitzer auf diese 
Sf^mmlung verwendet: sie war ziemlich vollständig u. umfasste u, 
a. 17 starke Fascikel oder Bde allein an Broschüren, Stichen, 
Pamphleten etc. 
(Ausstell. Ztg. d. Bayer. Landes-Ausstell. z. Nürnberg Nr^ 59.) 

[903.] Aus London wird in der nächsten Zeit bei Trübner 
& Co. „a book treating of the modern languages of Africa'* von 
B. N. Cast erscheinen, worin als Anhang „a Bibliography exhibi- 
ting all the grammars, dictionaries, translations of the Bible etc." 
mitgetheilt werden soll. 

(Publishers» Weekly Vol. XXH. Nr. 3—4. 8. 92.) 

[904.] Aus Paris giebt, wie im „Livre (Livr. 7)" berichtet 
ist, die Nationalbibliothek seit 1875 Bulletins heraus, in welchen 
sich die neuangeschafiften ausländischen Bücher verzeichnet finden. 
Seit Anfang dieses Jahres wird aber auch in einem eigenen Bulle- 
tin der Bibliothekszuwachs von Französischen Werken, sowie von 
alten Drucken, gleichviel ob Franz. oder anderen Ursprungs, be« 
kannt gemacht. B. 

[905.] Aus Paris ist, der Nachricht im „Livre (Livr. 7)'' 
zufolge, von der Begierung die Bibliothek Mariette-Bey's, angeblich 
die reichste Aegyptologische Sammlung, die man kennt, für 79,000 Fr. 
angekauft worden. B. 

[906.] Aus Paris werden, wie sich im „Livre (Livr. 7)'* 
berichtet findet, um die Bibliothek vor FeuersgeJfahr möglichst zu 
schützen, die umliegenden Gebäude exproprürt. Die Kosten dieses 
Verfahrens betragen 2,115,000 Fr., lirovoD allein 1,695,000 auf 
das Hotel des Etiangers entfallen. B. 

22* 



838 Litteratur und Miscellen. 

[907.] Aus Paris ist am l9. Juni der weithin bekannte 
Bücherexperte u. Bibliophile Adolphe Labitte (geb. 1. Jan. 1832 
in Paris) gestorben. S. dessen Nekrolog von Gustave Pawlowski 
in der „Bibliographie de la France'* Chronique Nr. 27. S. 111 — 12. 

[908.] Aus Venedig steht das Erscheinen einer „Bibliografia 
Bellunese** von Augusto Buzzotti, presidente del Comitato direttivo 
del Museo Civico, in nächster Zeit zu erwarten. 

[909.] Aus Wien ist der seitherige Scriptor der Bibliothek 
der Technischen Hochschule Friedrich Sokup zum Gustos befördert 
u. die Scriptorstelle dem bisherigen provisorischen Amanuensis der 
Universitäts-Bibliothek August Bitter v, Novak übertragen worden. 

Dr. K. H. 

[910.] Bussische Bevue Monatsschrift für die Kunde Buss- 
lands Herausgegeben von Carl Böttger. XX. Band. (1. — 6. Heft.) 
St. Petersburg, Schmitzdorff. 1882. gr. 8^ 2 BU. 576 S. 
Pr. des Jahrgangs in 2 Bden f. d. Ausland n. 20 Mk. (S. oben 
Nr. 309.) 
Enthält: Die Thronbesteigung der Kaiserin Anna im J. 1780. 
Von Prof. A. Brückner. S. 1 — 42 — Der Anfang des Christen- 
tiiums in Trans- u. Cis-Kaukasien S. 42 — 62 — Allgemeines 
Beichs-Budget der Einnahmen u. Ausgaben für das J. 1882 S. 
63 — 84 — Bussische Sagen u. Legenden I — II. S. 84 — 87 u. 
186 — 90 — Der V. archäologische Kongress in Tiflis. Vom 8. 
bis 21. September 1881. S. 97 — 142 — Das magnetisch-meteo- 
rologische Observatorium in Pawlowski bei St. Petersburg S. 142 
bis 168 — Die Industrie Busslands im J. 1879. Von Friedrich 
Matthaei. (Fortsetzung aus Bd. XIX.) S. 163—86, 259—74, 
459_77 u. 548—72 (Schluss folgt) — Der auswärtige Handel 
Busslands im J. 1880. S. 193—226 — Bussisches Verwaltungs- 
recht. Studie von Prof. Dr. 0. Eichelmann. (Fortsetzung aus Bd. 
Xn.) II. Die russische Städteverfassung im XIX. Jhrhdt. S. 
227 — 59 — Ueber die Bewölkung in Bussland. Von W. Koppen 
S. 274 — 81 — Die Ermässigung der AblOsungszahlungen u. die 
ZwangsablOsung des Bauemlandes in Bussland. Von Mag. Job. 
V. Keussler S. 289 — 318 — üeber das russische Telegraphen- 
wesen im J. 1880. S. 855 — 67 — Anthropologisches aus der 
Krim. Von Dr. W. Koppen S. 867—75 — Beise im Kusnetzki- 
schen Gebiet. Aus den Briefen A. W. Adrejanow's. S. 375—83 — 
Der Wald im Wirthschaftsleben Busslands. Von W. St. S. 385 — 
423 — Zur Geschichte der Gesetzgebung in Bussland : Die gesetz- 
gebende Versammlung von 1767 — 68. Von Prof. A. Brückner S. 
424—59 u. 514—47 (Schluss folgt) — Das Ferghana-Thal. Nach 
A. Y. Middendorff. (Schluss folgt) S. 481—513 — Litteratur- 
bericht S. 87—89 — Kleine Miitheüungen S. 89—94, 190—91, 



mp^¥-f 



Litteratur und Miscellen. 339 

281—86, 477—79 u. 573—75 — Revue Russischer Zeitschriften 
S. 94—95, 191—92, 286—87, 383—84, 479—80 u. 575—76 
— Rassische Bibliographie S. 96, 192, 287—88, 384, 480 
u. 576. 

[911.] Catalog der EanstrSammlungen des Johannes Panl in 
Hamburg. — Kunsttöpferei, Krüge, Majoliken, Fayencen, Por- 
zellan etc., Glas, Arbeiten in Elfenbein nnd Email, Arbeiten in 
Metall, Geräthe, Medaillen, textile Arbeiten, Arbeiten in Wachs, 
Leder und Stein, Möbel, Gemälde etc. etc. Cöln, J. M. Heberle 
(H. Lembertz' Söhne.) Lex. 8« 4B11. 200 S. (Auct. 16. Octbr.) 
Gatalogue des Objets d'Art et de haute curiosit^ composant 
la magnifique CoUection de Johannes Paul ä Hambourg. (TUustrirte 
Prachtausgabe, daselbst.) gr. 4^. 4 Bll. 220 S. m. 30 photo- 
lithogr. Taf. 

Der Yorl. Katalog repräsentirt eine Sammlung, die fast aus- 
nahmslos Gegenstände von hohem technischen u. kunstgeschicht- 
lichen Werthe umfasst, n. unbestritten einen nur yon wenigen 
Sammlungen Deutschlands übertroffenen Reichthum entfaltei ,J>ie 
Gründung derselben fällt in die Zeit, als das Kunsthandwerk an- 
fing, sich seines Verfalles bewusst zu werden u. in die mit Erfolg 
gekrönten neuen Bahnen einzulenken. Paul war in erster Linie bei 
der Gestaltung u. der Vermehrung seiner Sammlung stets darauf 
bedacht, derselben nur Stücke einzureihen, welche durch technische 
Vollendung u. durch Reinheit des Stils ahs lehrreiche Beispiele an- 
regend u. verbessernd auf den Geschmack wirken u. dazu beitragen 
konnten, das Bild vergangener Epochen einheitlich vor Augen zu 
führen. Durchblättert man den Katalog, so wird man bald des 
überaus seltenen Reichthums des hier Gebotenen inne werden ; bietet 
doch jede Abtheilung des hier vertretenen Kuostgewerbes fast ohne 
Ausnahme nur Gegenstände von hoher u. höchster Bedeutung, wie 
sie der Kunsthandel nur selten bringt. Die keramische Abth. ent- 
hält neben hervorragenden Krügen u. sonstigen Erzeugnissen der 
Kunst-Töpferei eine durchweg kostbare Sammlung von Majoliken 
mit zahlreichen Stücken allerersten Ranges etc. Die Gläser bilden 
eine kleine, aber desto auserlesenere Sammlung. Die Periode der 
romanischen u. gothischen Kunst ist durch kostbare Emaillen, Re- 
liquienschreine u. Kirchengeräthe in einer für Privat-Sammlungen 
fast einzigen Weise vertreten. Das XVI. bis XVIII. Jhrhdt. leuchtet 
uns entgegen in einer ausnahmslos prächtigen Sammlung von Ar- 
beiten aller Art: Emaillen, Arbeiten in edlem Metall, Elfenbein, 
Eisen, Holz, Leder, Wachs etc. Eine ganz besonders vollständige 
u. abgeschlossene Sammlung bildet die Abtheilung der Geräthe des 
XV. bis XIX. Jhrhdts. ; dieselbe nimmt unter den öffentlichen u. 
Privat-Sammlungen derart unbestritten mit die erste Stelle ein, u. 
steht wohl in ihrer Kostbarkeit u. Vollständigkeit ganz ohne Rivalin 



340 Litteratur und Miscellen. 

da. Es wäre zu bedauern, wenn diese mit solch unermüdlichem 
Fleisse zusammengebrachte Geräthe-Sammlung in ihrer Gesammtheit 
zerstört u. zerstreut würde, u. liegt es in dem besonderen Wonsche 
des Besitzers, sie in ihrer Vollständigkeit erhalten zn sehen/^ 
Schliesslich bleibt zu erwähnen, dass mit dieser Eunst-Sammlong 
eine wennschon nur kleine, doch durch schätzbare und hervor- 
ragende Werke der Kunstütteratur bemerkenswerthe Bibliothek yon 
126 Nrr. verbunden ist. Die Eunst-Sammlung selbst besteht ans 
1552 Nrr. Der Katalog ist mit grösster Sorgfalt o. vollem Ver- 
ständnisse des Werthes der verzeichneten Gegenstände gefertigt, u. 
bildet namentlich in der illustrirten Prachtau^abe für jeden Kunst- 
Kenner u. Liebhaber ein sehr werthvolles Besiizstück, welches bei ihm, 
wenn schon längst die Sammlung zerstreut ist, die Erinnerung an 
dieselbe dauernd wach erhalten wird. 

[912.] Q. F. Indexes, Nr. VIII. Autoren- und Sachregister 
der Deutschen Kundschau, erster bis nenn- und zwanzigster Band. 
V(m W. M. Griswold, A. B. (HaiTard.) Assistenzbibliothekar in 
der National Bibliothek der Vereinigten-Staaten (Library of Gon- 
gress) zu Washington. Bangor, Maine: Verlag von Q. P. Index, 
gr. 8«. 1 Bl. 13 S. Pr. 4 Mk. 

Jt. Nr. nC. General-Autor- und Sachregister zn Zeitschrifleii 
meist historischen Inhalts, und zwar: Die Historische Zeitschrift^ 
Unsere Zeit, Das Historische Taschenbuch. Von Demselben, 
gr. 8^ 1 Bl. 34 S. Pr. 12 Mk. 

Die wahrhaft minutiöse Genauigkeit u. Sorgfalt, welche der 
Verf. ohne Zweifel mit grossem Zeit- u. Mühaufwande seinen Bo- 
gistrirungen gewidmet hat, ist wirklich bewundemswerth : Arabische 
u. Römische Zahlen, grosse Buchstaben u. Cursivschrift u. ausser- 
dem 13 verschiedene Zeichen hat der Verf. zu Hilfe genommen, 
um den Standort u. die verschiedenen Beziehungen der registririen 
Artikel — ob sie eigene Arbeiten der bezeichneten Schriftsteller 
oder nur Mittheilungen über deren Berufsthätigkeit enthalten, ob 
sie Geschichte u. Biographie, Briefe oder Autobiographien, Kunst, 
Religion oder was sonst noch betreffen — genau anzugeben. Aber 
ich getraue mich wirklich nicht darüber zu entscheiden, ob der zur 
Fertigung der Register erforderliche grosse Müh- u. Zeitaufwand 
mit dem Nutzen, den die Register gewähren, in nur annäherndem 
Verhältnisse steht; ich für meine Person glaube, nachdem ich mit 
den Registern wiederholte Proben vorgenommen, gefunden zu haben, 
dass der Verf. des Guten doch wohl zu viel gethan hat. J. P. 

Druckberichtignng. S. 254. Z. 4 v. u. ist statt „Papper- 
müller" zu lesen: ,J'eppermüller'S S.265. Z. 7 v. u. statt „Semiter Kir- 
chen'^ vielmehr: „Jesuiter Kirchen'^ u. S. 302, Z.19 : Pedone-Lauriers. 



Drnok iron Joh. Päsiler In DrMdM. 



m.ir 



Xuffäfee iut Sitteratur. SÜon Dr. 9ti4atl) SBefiener, $rebiger k. 
»nlin, SBattrot^. 1882. 8<>. 4 95U. 258 e. ^t. 2,50 m. 
Eine Sammlung von fünf interessanten Aufsätzen: Die Braut 
Yon Messina; Immermann's Merlin; Dialog über das symbolischo 
ti. allegorische Drama; Georg Neumark; Friedrich August y. Stäge- 
mann. Trotzdem dass diese Ausätze sehr verschiedene Dinge 
behandeln, so haben sie doch durch die Behandlungsweise ein ein- 
heitliches Gepräge erhalten, welches ihre Vereinigung zu Einer 
Sammlung rechtfertigt. Sämmtliche Aufsätze lassen in dem Yeif. 
einen durchaus selbständigen u. vom herrschenden Geschmacke 
nicht beeinflussten Schriftsteller erkennen. J. P. 

Lexlcon Deutscher Stifter, KlOster und Ordenshäuser. Heraus- 
gegeben von Otto Freiherr Grote. I. Abtheilung; Das heutige 
Deutsche Reich. Lief. 2 — 4. (Brunnenburg-Ilmmünster.) Oster- 
wieck a. Harz, Zienfeldt. (1881—82.) gr. 8«. IV» 66—256 
8. Pr. ä 1 Mk. (S. Anz. J. 1880 im Decbr.-Hefte.) 

Der auf das Werk verwendete Fleiss des Verf. 's ist unverkenn- 
bar : die jedem Kloster u. Ordenshause beigefügten zahlreichen lit- 
terarischen Quellenangaben, welche den Leser in den Stand setzen, 
sich nähere Auskunft zu verschaffen, wo sie bei der KCürze u. Ge- 
drängtheit des vorl. lediglich zu einem Nachschlagebuche bestimm- 
ten Werkes Bedürfhiss dazu fühlen, zeigen hinreichend, dass der 
Verf. keine Mühe gescheut hat, sich auf dem von ihm bearbeiteten 
Iiitteraturgebiete zu orientiren. Zu bedauern bleibt, dass das Werk 
^^r zu langsam erscheint u. die Leser darüber ganz in Ungowiss- 
lieit gelassen werden, wann sie den Schluss desselben mit der 20. 
Xäxei. zu erwarten haben dürften. Die II. Abth. soll ,,die Stifter, 
Klöster u. Ordenshäuser aufführen, welche in ehemals zum Deut- 
schen Reiche gehörenden Gebieten gelegen sind". J. P. 
SReoIIefiton bec S)eutj(iften SUtertümer. (§in danbs unb SRa^fd^Iage« 
bud^ füt 6tubietent)e unb Saien bearbeitet oon Dr. @inft ©ö^ngec. 
«b«. IIL Seipaig, Urban. 1882. 8<». @. 429->636. (6. 3uni< 
«eft b. Slni.'0.) 

Der vorl. HL Abth., welche die Artikel „Maifeld" bis „Städte" 
umfiisst, soll in kürzester Frist eine IV. folgen u. das ganze Werk 
^amit zum Abschlüsse gebracht werden. Bei aufmerksamer Lektüre 
des Werkes überzeugt man sich, dass der Verl überall bemüht ge- 
wesen ist, den Anforderungen, welche von Seiten der „Studierenden" 
XL der Jjaien'^ billiger Weise an ein solches Werk in zum Theil 
verschiedener Art gestellt werden können, gerecht zu werden. Für 
die Bedürfnisse der „Studierenden'* würde sich vielleicht die Ver- 
mehrung der litterarischen Nachweise, die allerdings für den gröss- 
ten Theil der „Laien" als entbehrlich angesehen werden können, 
empfohlen haben. Doch findet der Studierende immerhin noch ge- 
nug Nachweise darauf, wo er sich erforderlichen Falles für sein 
Stodium weiteren Baths erholen kann. J. P. 



Historisch - geographisches Wöiierbach des deutschen Mittel- 
alters von Dr. Hermann Oesterley. Lief. 6. Liptingen — Neastadt. 
Gotha, Perthes. 1882. Lex. 8^ S. 401—80. Pr. 2,40 Mk. 
(S. im Pebr.-Hefte d. Anz.'8.) 

Die wissenschaftliclie Tüchtigkeit u. Braaohbaikeit dieses Wer- 
kes, welches bereits bis zur Hälfte vollendet vorliegt u. noch im 
Laufe des Jahres ganz abgeschlossen werden soll, ist wohl nicht 
zu bestreiten: man findet darin die Früchte der emsigsten u. sorg- 
samsten Umschau in den Werken der Deutschen Geschichtschreiber 
des Mittelalters zusammengestellt. Auch aus der Keihe von Ansser- 
dentschen, namentlich Niederländischen u. Slavischen Schriftstellern 
sind diejenigen, die durch den Gebrauch der Lateinischen Sprache 
Einfluss auf die Deutsche Geschichtschreibung gewonnen haben, von 
dem 7erf. für sein Werk mit zu Bathe gezogen worden. J. P. 

Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenk- 
mäler der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Heraus- 
gegeben von der Historischen Commission der Provinz Sachsen. 
Hft. IV. A. n, d. Tit.: Beschreibende Darstellung der älteren 
Bau- und Eunstdenkmäler des Kreises Mühlhausen, unter Mit- 
wirkung von Dr. th. Heinrich Otto, Past. em., bearbeitet von 
Gustav Sommer, KönigL Bauinspector a. D. Halle a. d. S^ 
HendeL 1881. gr. Lex. 8<>. 8 BU. 144 S. m. eingedr. Hoix- 
sehn. Pr. 3 Mk. (S. Anz. 1879 im Juli-Hefte.) 
Dieses schöne Unternehmen der Historischen Commission, vrel-> 
ches, neben den von derselben bereits in einer grosseren Beihe Yon 
Bänden herausgegebenen „Geschichtsquellen der Provinz Sachsen u. 
angrenzender Länder", wesentlich dazu dient, das Interesse der Pro- 
vinz für ihre historischen Traditionen zu wecken u. zu fördern, ist 
gleich von Anfang an freudig begrüsst worden, u. hat sich auch 
dieser freudigen Begrüssung durchaus würdig gezeigt. Die „Dar- 
stellung" bietet eine grosse Fülle interessanten Materiales in sehr 
ansprechendem Gewände, welches ganz dazu geeignet ist, dem un- 
ternehmen mehr u. mehr Freunde zu erwerben. Der verhältniss- 
mässig geringe Preis wird auch das seinige dazu beitragen, dem 
Unternehmen in weitere Kreise Eingang zu verschaffen. J. P. 
Wt unb 9teu. Sergangentfdt unb ©egentoart in Sage unb (Sefil^td^te 
bargefteüt t)on SRona Sermann. Mi 200 ^auftrattonen xxm (etDor> 
tagenben Jtünftlem. Sief. 3—6. SBien, $eft, Seipstg: ^. i^rtteben'd 
Serlag. 1882. £e|. 8\ @. 97 -288 m. eingebt, ipolafd^n. lu 4 
(>oIifd^ntaf. $r. ä 60 $f. (6. hn Slug.^ptbr.sipefte b. %t\^%) 
Die vorL vier neuen Lief, bieten zur interessant abwechseln- 
den Leetüre: „Die Lampelbrüder in Böhmen" — „König Kasimir 
von Polen u. Schön-Esther*' — „Ein Justizmord im XVIII. Jhrhdt." 
— „Sehfeld, der Goldmacher von Bodaun'^ — „Die erste Industrie- 
Ausstellung" — „Das Wunder der eingebrannten Hand" — „Die 
Fuszta einst u. jetzt" — „Aus dem siebenjUirigen Kriege". Sicher 



»3* . ■ 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie ond BibKothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Norember« 



1882. 



Inlialt: 

Bapport 8ur T^tat actael des Bibliotheqaes uniTersitaires et pabliques en 

France. — Verzeichniss der F^cbriften zur dritten Säcularfeier der 

UniTersitfit Würzbarg. Zusammengestellt von Dr. E. E. Müller. ~ 

litteratnr und Misoellen. — Allgemeine Bibliographie. 



[913.] Rapport sur Vitst aetuel des Bibllothdques 
uniyersitaires et publiques en France*). 

Le rapport fait par M. Eugene Durand, d^pute, au nom de 
la commission du budget, pour ce qui conceme le ministdre de 
rinstruction publique, nous foumit les renseignements suivants 8ur 
r^tat aetuel des biblioth^ques universitaires et publiques, et sur 
l?s d^veloppements dont elles ont besoin. 

1^ Biblioth^que de rUniversit^. La bibliothdque de 
rUniversit^ est commune aux facultas des sciences, des lettres et 
de th^ologie catholique de Paris. Elle renferme une portion no- 
table des archives de Tancienne üniversit^. Le credit alloue en 
1881 ^tait de 36,000 fr. On demande pour 1883 une augmen- 
tation de 3000 fr., savoir: 2000 fr. pour le traitement d'un bi- 
bliothöcaire uouveau et 1000 fr. pour porter ä 2000 le traitement 
de Tun des employ^s. La bibliothöque de l'üniversit^ est trös frö- 
quent^e depuis deux ans. L'ouverture des confi^rences scientifiques 
et litt^raires et Tinstitution des bourses de licence et d*agr^gation 
y am^nent un grand nombre d'^^ves. Les söances de lecture du 
soir ont möme du Stre r^tablies. Nous yous proposons d'inscrire 
au Budget le Supplement demand^, en r^duisant toutefois ä 500 fr. 
Taugmentation reclam^e pour Temploye, dont le traitement sera ainsi 
^ev^ ä 1500 francs. 

2^ Biblioth^que de la facult^ de droit de Paris. 
Depuis sa recente r^installation, la bibliothäque de la facult^ de 
droit de Paris re9oit un grand nombre de lecteurs. On a du y 
introduire aussi des s^ances du soir et par suite faire au zMe des 
employ^s un appel qui a ^t^ entendu. L*augmentation demandee 
est de 2500 fr. et se decompose ainsi: 600 fr. pour les deux sous- 



*) Abgedr, aus der „Bibliographie de la Prance, Chroniqne" Nr. 33. 
S. 133—36. 

23 



342 Rapport sur l'^tat actuel des Biblioth^ues 

bibliothecaires, 400 fr. pour les trois gar9ons, 1500 fr. pour abon- 
Dement et frais de reliure. Nous vous en proposons Tadoption. 

3^ Bibliotbdques des facultas des departements. 
Les biblioth^ques des facultes des departements ont pris une 
importance consid^rable depais que les cbaires des facultes des 
Sciences et des lettres groupent antour d*elles un certain nombre 
de candidats ä la licence et ä Tagr^gation. Le chiffre total du 
cr^it actuel, qui est de 314,000 fr. et qui est d'aiUeurs aliment^ 
par les sommes que les ^tudiants inscrits versent sous le nom de 
„droits de biblioth^que^', est r^parti entre toutes les facult^ de 
Paris et des departements. S'il peut suffire aux frais d'entretien 
du personnel et du materiel, il ne permet pas de faire Tacquisition 
de certains ouvrages de fonds d^un prix eiev^, et qui cependant 
constituent pour les ä^ves un Clement de trayaü indispensable. 
Le Gouvernement yous demande une fois pour toutes Tallocation 
d^un credit de 250,000 fr. pour cet achat exceptionnoL Yotre 
commission tous propose d*allouer 125,000 ft-. 

Ohapitre XYIII. — Bibliotbdque nationale. (D^penses 
ordinaires.) Le budget de la Biblioth^que nationale (depenses or- 
dinaires) s'^Idve pour 1882 ä 674,078 fr. II n'ötait pour 1881 
que de 644,078 fr. Mais le credit special aux acquisitions et aux 
frais de reliure, qui etait anterieurement de 200,000 fr., a 6i6 aug- 
mente de 80,000 fr. Pann^e demi^re. Faut-il le porter ä 250,000 fi*., 
et par suite, le relever encore de 20,000 fr.? Pour justifier cette 
Douyelle augmentation, Tadministration fait remarquer que l'accroisse- 
ment constant de la production litt^raire ä T^tranger met la Biblio- 
tb^que nationale dans rimpossibilite d^acqu^rir des ouvrages qui 
completeraient ses collections; eile ajoute que la valeur, parfois ex- 
cessive, qu*ont atteinte les livres rares, rend de plus en plus diffi- 
ciles des acbats pourtant indispensables ä faire, si Ton veut combler 
les lacunes que presentent les s^ries d'incunables, de romans go- 
tbiques et d'^ditions originales; eile alldgue enfin qu'il y a un in- 
t^rSt evident ä faire relier un nombre considerable de volumes in- 
folio et in-quarto entr^s ä la Biblioth^ue depuis plusieurs annöes. 
0*est precisement ä cause de ces considerations que le credit des 
acquisitions et des reliures a ete porte, au pr^c^dent budget, ä 
230,000 fi*ancs. Nous avons pense qu*avec Taugmentation vot^e en 
1881 il etait possible de faire face aux necessites les plus urgen- 
tes, et qu'il fallait d^s lors ajoumer k un autre exercice le nouvean 
credit de 20,000 francs qui vous est demande. Une loi du 30 d^ 
cembre 1880, repondant ä un desir souvent exprime par les preco- 
dentes commissions du budget, et dont Tinitiative a ete prise par 
notre honorable coll^gue M. Lockroy, a autorise le ministre des 
travaux publica k faire les acquisitions necessaires pour isoler et 
agrandir la Bibliotbdque nationale. L'execution de cette loi se 



universitaires et publiques en France 343 

poursuit en ce moment, et il y a lieu d^esperer que, dans un bref 
delai, satisfaction sera donnee aax besoins dont eile est nee. 

Chapitre XIX. — Bibliothöque nationale. (Depenses 
extraordlnaires.) Le credit inscrit ä ce chapitre pour 1882 est 
de 50,000 fr. II est exclusivement employe ä la confection des 
catalogues. Tons les volumes ou pi^ces qui parviennent k la Biblio- 
th^ue, soit par le depöt legal, soit ä la suite d*acqaisitions ou de 
dons, sont classes au für et ä mesure de leur arriv^e; la confec- 
tion des catalogues compreud, en outre, tous les livres ou pidces 
qoi appartiennent depuis un temps plus ou moins long ä la Biblio- 
th^que, mais qui n*ont pas ^te classes avec une exactitude süffisante 
pour que communication en soit donnee facilement au public. Les 
r^sultatfl obtenus dans les anciennes series sont d^jä consid^rables ; 
il est interessant d*en signaler quelques-uns parmi les plus räcents. 
L'impression de la table alphab^tique du catalogue de Thistoire de 
France se continue. La partie imprim^ au 1®' janvier demier 
comprenait environ 80,000 mentions. Les articles compris dans 
trois divisions historiques (Q histoire g^n^rale, J histoire ancienne 
et E histoire d'Italie) ont et^ num^rot^s et les titres en ont 6i6 
relev^ avec des cartes qui forment des r^pertoires alphab^tiques, 
et qui pourront Stre transform^s en catalogues methodiques. ün 
travail de la mdme nature se fait sur la diyision Q (bibliographie) 
et sur la division X (linguistique et rh^torique). Le num^rotage 
et le catalogue de 53,700 piäces judiciaires, telles que factums, 
memoires et jugements divers, la plupart